LIFESTYLE: HOCH LEBE DER APFEL! ENDLICH EMOJIS AUF DEM MAC…UND SIRI KANN KEIN ENGLISCH

Ach, Computer – Macs im Speziellen. Manchmal möchte man die „Apfeltaste“ drücken, und Ruhe ist! Ruhe vor nervigen Updates, die einerseits (hoffentlich) Verbesserungen und mehr Sicherheit bringen, andererseits ständig mit nutzlosem Müll nerven, der uns dann aber unbedingt wieder als „magisch“ verkauft wird. Ein paar Gedanken zum Plappermaul Siri und blöden Emoji-Fratzen, denen man kaum noch entkommen kann…

kk-mac-2016

 

Hach ja, ich schwelge in Erinnerungen. Jüngere unter euch werden es sicher nicht wissen, aber es gab einmal eine Zeit, die war total offline! Das Einzige was damals online war, war die Wäsche auf Ommas Wäscheleine.

Ich bin aber auch ein Computer- und Informationsjunkie und liebe die „neuen Medien“, hahaha. Und wenn man auch noch ein wenig narzisstisch veranlagt, und wohl dazu ein rechter Designfreak ist, kommt man scheinbar um die Firma Apple nicht herum. Keine Panik, ich  bin kein Angehöriger der Sekte mit dem Apfellogo, aber ich nutze manche Produkte gerne, weil sie einfach so seidenweich funktionieren. Ich habe auch Android und Windows Produkte in der Anwendung, finde sie aber oftmals irgendwie bedauerlich stümperhaft. Da „ruckelt“ mir zu viel, wenn ihr versteht.

Mein altes MacBook Air habe ich ja nun vor geraumer Zeit durch ein kräftiges MacBook Pro ersetzt, was ich bislang nicht bereut habe. Ein Powerpaket ist das , geil! Nur mein Portemonnaie sagt dazu andere Dinge, die wir hier nicht veröffentlichen können.

Und wie ist das, wenn alles schön und fluffig ist? Es kommt ein Update und nervt. Mein iPhone ist seit der neusten Aktualisierung ein Wunderding der Unzuverlässigkeit, und was wird nun aus meinem schönen neuen Mac, wenn erst mal „Sierra“ zuschlägt? Da muss ich durch: Press → INSTALL!

kk-apple-power

Schnell noch meinen Alukasten an den Strom anschliessen, so ein Update dauert ja manchmal ein paar Minütchen.

Pu-hu-ste-ku-chen! Erst nach einer Stunde ist es vollbracht. Und mein schöner Bildschirmhintergrund (eine wundervolle Eule) ist prompt einer doof-langweiligen Sierra Impression gewichen. Bäh, vergreif´ dich nicht an meinem Desktop, ey! (Oh, sorry, Schreibtisch)

Zumindest sind noch alle Ordner in Ordnung. Und dann startet auch schon eine „magische“ Slideshow, mit all den Dingen, die mein „neues MacBook“ nun können soll! (Hä, haben die mir jetzt auch gleich einen neuen Computer dahin gezaubert? Sieht doch alles noch so aus wie gestern? Selbst die fettigen Chipsfingerabdrücke auf dem Display sehe ich noch genau. Ich brauche dringend ein Reinigungstuch!) Nee, da ist nichts neu, was meinen die nur? Huch, wo ist die Kopfhörerbuchse hin? Aach da, nur übersehen vor Panik, alles gut.

Na OK, schaue ich mir die doofe Slideshow mal an, aber sicherheitshalber setze ich mir vorher einen Hut aus Alufolie auf, damit diese Apple-Promoshow mich nicht zu stark infiltriert.

Es geht schon gut los: Mein „neuer Computer“ (was haben die bloß?) hält jetzt 10 Stunden ohne Stromkabel durch. Ah jaa, wer´s denn glaubt. Vorher war schon nach 4 Stunden Schicht im Schacht, und jetzt plötzlich ZEHN?

Nun ist das bei Apple ja so: Wenn die sagen „Zehn Stunden Laufzeit“, dann entspricht das in Wirklichkeit ungefähr der Zeit, die man braucht um ein halbes Schnitzel zu braten. Danach: Blackscreen. Also labert nicht, ihr wollt mich doch verapplen!

 

Siri, die alte Quasseltante, ist jetzt auch an Bord. Toll, hab ich drauf gewartet, wie auf einen eingewachsenen Zehennagel. Ich halte Siri tatsächlich für die Demonstration, wie sehr es mit Apple teilweise doch den Bach runtergeht, denn die Quasselfunktion von Google versteht mich und meine Wünsche tausendfach besser. Und nein, ich nuschle NISSSCHT!

Siri braucht übrigens dringend einen Englischkurs, denn Fragen mit englischen Namen oder auch in Deutschland gebräuchlichen Anglizismen versteht sie nicht. Peinlich.

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Ich brauche vorlaute Assistenten auf dem Laptop wirklich nicht, und was ich noch weniger brauche, sind EMOJIS! Oh Gott, was wäre, wenn ein nächstes Update dann aufblasbare Emojis bringen würde? WHAT? Ist schon da?? Emojis in iMassage einsetzen und die Größe bis auf Skyscraper-Dimensionen aufpusten? Boh, was ein Einfall. Genial…ach nee: „Magisch!“

Menschen, die diese emotionalen Fratzen zu hunderten in Mails und wahrscheinlich auch auf Beileidsbekundungen drucken, sind mir immer ein klein wenig suspekt. Woher kommt diese überschäumende Emotionalität, gepaart mit einem dezenten Kindergartentrauma?

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Was noch? Ach, mein Fotoalbum kann jetzt hübsche Erinnerungsdiashows eigenmächtig zusammenstellen und mit Musik unterlegen. Und wahrscheinlich ungefragt an all meine Kontakte verschicken! OMG, ich muss sofort meine Fotoalben auf dem Rechner nach peinlichen und zu freizügigen Bildern durchforsten. Sollten da schon welche verschickt sein: NICHT öffnen, Wehe!

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Bezahlen per Obstbezahldienst jetzt auch auf dem Laptop, brauche ich ebenfalls nicht, ich vertraue Paypal, oder der Rechnungszahlung. Aber es wird angepriesen, als würde Herr Cook die Rechnungen persönlich für mich begleichen. Wahrscheinlich aus der Apple-Portokasse… Na, DAS wäre zumindest mal eine bahnbrechende Neuerung!

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Mein Laptop erkennt mich jetzt auch ohne Passwort, wenn ich ihm meine Applewatch entgegenstrecke? Mist, da fehlt mir ein entscheidendes Element: Die aWatch (auch bekannt als a-hole-watch). Und funktionieren soll das hier in Deutschland eh nicht, also nicht unbedingt das Gelbe vom i!

Und dann wäre da noch der Overkill der iGelddruckmaschine, auch bekannt als (sauteure) iCloud, die immer präsenter wird. Es läuft fast nix ohne sie, besonders wenn der (ebenfalls sauteure) Speicherplatz auf dem Mac rar wird. Ausgelagert wird jetzt automatisch, um freien Speicherplatz zu generieren. Ätsch, ich habe die olle Stinkewolke ausgeschaltet. Mit mir nicht, noch kann man externe SSDs anschliessen.

So, jetzt bin ich total erschöpft von all diesen genial-magischen Neuerungen, die so wahnsinnig iNfallsreich und begIsternd waren, dass mir schon ganz schwindelig ist, i der Daus!

Mal sehen was nächstes Jahr kommt…Neue Bildschirmschoner, iRezepte auch offline in der Infoleiste (Leeecker Spiegel i! Variante: Zwei Eier im hohen Glas = I²) und ein Bezahldienst für die Benutzung der Tatstatur: „iTip“. Geht auch als Trinkgeldknopf direkt zu Tim Cooks Portemonnaie. Er hat es sich irgendwie verdient, auch wenn seine Mitarbeiter schon längst nicht mehr die hellsten Kerzen auf der Torte zu sein scheinen.  😇

 

 

 

 

.

 

 

(Fotos: Konsumkaiser, Screenshots Apple: Konsumkaiser    Keinerlei Sponsoring!)

 

 

 

 

 

13 Kommentare

  1. Ich frage mich, wie ich mit meinem Android das Emoji hier hin kriege, das vor lauter lachen weint. 😀
    Ich hab noch nix vom Apfel (man nennt mich allgemein einen „Kontraindikator“), aber im Grunde läuft das doch überall gleich. Meine Siri heißt Cortana und Updates sind immer ätzend. 😉

  2. Äpfel gibt’s bei mir ja bisher nur in der Obstschüssel, aber der Hype geht an mir nicht vorbei. Als mich mein alter Acer neulich wieder schwer genervt hat (in der Kombination mit Avira ein Garant für einen mittelschweren Nervenzusammenbruch, wenn ich „mal eben schnell“ was machen möchte…) habe ich auch gejammert „Ich brauche einen Mac!“ So weit isses schon gekommen… *seufz*

  3. Toller Beitrag ! Habe beim Lesen herzlich gelacht, weil mir das alles sehr bekannt vorkommt 😀 Ich bin auch ein treuer Anhänger dieser Sekte, auch wenn ich mit meinen 40 Jahren langsam an mir selber zweifle, ob mein Verstand das alles verkraften kann. Bekomme Panikattacken, wenn ein neues Update angekündigt wird und lasse es zuerst von meinem Mann und meiner Tochter durchführen 😳 , obwohl mir klar ist, dass ich nicht drum herum komme, wenn ich auch von den neuesten Futures profitieren möchte 😀 Aber so hält sich die böse Überraschung in Grenzen und ich es besser verkraften kann.

  4. PERFECT Herr KK ! Ich lieg hier gerade flach (auf meinem Apfel) 😉 Muss meinen noch i-pimpen- aber 1h – ääääähhhh. Mein Freund is schon durch und hatte nen Plausch mit Frau Siri, WTF ???? Schönen apfeligen Tag für Dich !

  5. Wie wahr,wie wahr.Mein erster Computer war ein blau-durchsichtiger iMac G3 von 1998 damals,dann folgten neuere richtig OSX-taugliche.Und alles war wunderbar,nie Abstürze,nie sich selbst beendende Programme,nie zerschossene Dokument (beim/nach dem bearbeiten)!Und dann ging Mr.Jobs..und alles geht den Bach runter.In einem Monat ist mein grosser iMac mehr abgestürzt/hängengeblieben als die ganzen 10 J. davor.In allen mögl.Foren wird sch nur noch beschwert.Und wieso muss („Sierra“) nun unter Cook dogmat. jedes Jahr ein Upgrade rauskommen,am besten noch im selben Monat.Wäre bzw.ist früher auch nie passiert,da wurden die Up-und Upgrades solange zurückgehalten bis jeder noch so kleine Fehler deprogrammiert wurde.Und selbst die Upgradepolitik,welche Modelle noch unterstützt werden…bis Snowleopard wurden sogar noch die alten Apple Nadeldrucker unterstützt und nun aktuell nicht mal mehr ein 3 Jahre alter Canon-Drucker.Anyway,aber was soll man sonst nehmen?Die grausigen Windows-Schüsseln?

  6. Würdest du mir ein Bild von dir mit dem Hütchen aus Alu Folie senden 😉 Biiiittttte.
    Ich gehöre ja zu der Generation die mit einer Wählscheibe groß geworden ist. Daher sind Computer immer noch Geräte für mich mit sieben Siegeln. Ab und zu stolpere ich aber über funktionen die mich echt begeistern. Das Augenmerk liegt bei stolpern, denn wenn ich diese Funktion geziehlt suche, versteckt diese sich für mich unauffindbar. Heul.
    LG Petra

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