LIFESTYLE: VERWAHRLOSTE DIGITAL NATIVES IN DESIGNERKLAMOTTEN, ODER: KEVIN – BUNDESKANZLER

Der Generation der „Digital Natives“ wird wundersames nachgesagt: Sie sollen tatsächlich mit diesem Internet und der dazugehörigen Maschinenwelt problemlos zurecht kommen. Und das auf schlafwandlerische Art und Weise. Ganz so, dass uns, die noch wissen was ein C64 ist, Angst und Bange wird. Doch sind das wirklich alles hochbegabte kleine Schlitzohren, die uns, wenn wir ins Rentenalter kommen, höchstens noch auslachen werden? So wie wir heute über unsere Mütter und Väter den Kopf schütteln, wenn sie wieder leicht ratlos vor dem Geldautomaten stehen? Oder sieht das in Wirklichkeit doch ganz anders aus?

KK Digital Idiots

Die Digital Natives und die Digital Idiots

Die Digital Natives sind angeblich die Generation, die geboren wurde um „User“ zu sein. Sie kennen keine Zeit mehr ohne Computer, und sind mit der Technik vom Laufstall an aufgewachsen. Die stehen quasi vor dem nächsten Evolutionssprung, die Mensch-Maschine-Hybride, so meint man.

Dagegen stehen wir scheinbar auf verlorenem Posten. Noch immer brüsten sich Menschen aus meiner Generation damit Computer und andere technische Geräte NICHT bedienen zu können. „Aach, dieser neumodische Kram, höhöhö, nee, das ist mir ne Nummer zu hoch, höhöhö, ich kann auch ohne Taschenrechner der Marktfrau den Preis um die Ohren hauen, höhöö.“

Diese Attitude ist gesellschaftsfähig geworden, und wird auch zu gerne in bunten Glossen in sämtlichen Zeitschriften und Zeitungen verwurstet, dass mir langsam speiübel wird. Denn was bedeutet diese bewusste Ignoranz von „Neuland“ denn eigentlich genau? Wir überlassen einen völlig unvorhersehbaren Raum (geradezu eine ganzes „Welt“) ohne Probleme unseren Kindern, geben ihnen einen Klaps auf die Schultern und sagen „Nun spielt mal schön!“

Die Kinder/Jugendlichen/Digital Natives reiben sich die Hände und denken sich dabei: „Jaja, Oppa! Verpiss dich Alter, ich lad jetzt erstmal ne Massenvergewaltigung und sämtliche Songs von Nicki Minaj aus dem Darknet runter. Und danach bezahl ich noch mit Bitcoins meine neue Indoor-Hanfplantage, die übermorgen geliefert wird!“

Wer kriegts mit? Keiner!

Hier setzt schon wieder meine schlimme Übelkeit ein, denn ich kann (auch wenn ich keine Kinder habe) diese verfickte Liederlichkeit der Eltern einfach nicht verstehen! Kennt ihr diese „Fernsehwerbung“ für mehr „Kontrolle“ der Freizeit der Kinder? Da klopft es an der Tür und nacheinander kommen ein Killerroboter, eine Hure und ein Kinderschänder durch die Tür und fragen nach der kleinen Petra. Die Mutter geleitet sie freundlich lächelnd zur Treppe und weist den Weg nach oben zum Kinderzimmer! „Spielt schön…!“ – und so weiter. Überzeichnet? Keineswegs! Es ist sogar noch schlimmer!

Kaum Kompetenz, auf beiden Seiten

Den Digital Natives werden nämlich Fähigkeiten in Zusammenhang mit dem Internet und Computern nachgesagt, die sie augenscheinlich gar nicht haben.

Der Umgang mit den „neuen Medien“ setzt auch ein gewisses Grundverständnis der Hardware voraus. Aber erzähl das mal einem Gehirnazubi, der noch nie etwas von einem Bluescreen gehört hat. Der nicht weiß, wie Menüstrukturen aufgebaut sind, der nicht weiß wozu ein Computer „hochfährt“.

Eine Studie – ICILS (International Computer and Information Literacy Study 2013), die weltweit die Computerfähigkeiten von Schülern untersucht (hier als pdf) – hat herausgefunden, dass es schlecht aussieht mit dem Verständnis über den Umgang mit Computern und Co. So schlecht, dass es als besorgniserregend eingestuft wird! Was sie in Wirklichkeit können, ist einzig Designerklamotten aus einem Onlinestore ordern. Das klappte bei 6 von 10 Probanden weitestgehend unfallfrei!

Warum dieses katastrophale Ergebnis? Siehe den Absatz oben über die „höhöhö“-lachenden Digital Idiots, die sich ihr Unvermögen geradezu ketzerisch auf die Fahnen schreiben! Und unsere Bundeskanzlerin gibt „Newworld“ gerade Staatsrechte.

Und das war nur der Anfang. Wenn die Digital Natives nicht in der Lage sind die Grundlagen zu begreifen, wie können wir dann hoffen, dass sie den Umgang mit den „Newland“ Kontinenten Internet, Facebook, Twitter, und diversen fragwürdigen Inselstaaten überhaupt verpacken können? Wir steuern meiner Ansicht nach auf eine Katastrophe (noch eine weitere) zu, die wir höhnisch lachend gar nicht für voll nehmen. Erst wenn Bundeskanzler Kevin im Jahr 2029 Facebook den Krieg erklärt und leider etwas vorschnell (oder war es eine Verwechslung) den Atomsprengkopfabschussknopf gedrückt hat schimmert uns was?

Ich will, dass Eltern, Schule, werauchimmer, die Jugendlichen partnerschaftlich an die Hand nehmen und mit ihnen zusammen, das „Neuland“ entdecken und erobern. Doch mir schwant, dieser Zug ist bereits abgefahren.

Natürlich habe ich leicht reden! Trotzdem, es scheint ja niemand sonst zu machen: Ich, als jemand der mit Hardware und den neuen Medien geradezu virtuos umgehen kann (im Vergleich, haha), halte viele der Digital Natives heute für vernachlässigte Kinder in Designerklamotten. Wohin uns das bringt? Frag Google…HIER!

(Leider kann ich hier nur eine stark verkürzte Sichtweise meiner Gedanken dazu darstellen, aber ich hoffe, ich konnte ein paar kleine Denkanstösse liefern. Danke an Thorsten für das schöne Bild mit dem „Neuland und seinen Kontinenten“.)

(Foto: Konsumkaiser  Keinerlei Sponsoring)

16 Kommentare

  1. Wie wahr, wie wahr. Und traurig dazu. Noch schlimmer sind aber die Unbelehrbaren, die denken, sie wüsssten alles und wenn dann so ne „Oma“ wie ich fragt, ob man das nicht über Bios machen müsste kommt nur so was wie „quatsch… Bios? Da gibts doch bestimmt ne App!“ *autsch*
    Nur gut, dass ich grad in ne IT-Abteilung reingerutscht bin. Da sind alle jünger als ich und kennen sich aus.
    Meine Kinder sind mir noch zu jung fürs Internet. Außer Biene Maja und Kinderliedern auf youtoube kennen sie nicht viel. Aber das ist auch ein sehr heikles Thema. Da spielt der elterliche Internetkonsum ne große Rolle – denke ich…

  2. übrigens, ich habe zwar auch nen apple compi, aber ich kann auch mit windows und linux betriebssystemen ganz gut! nur falls mal jemand fragen sollte. und ja, ich habe in der schule noch „basic“ gelernt, hehe. 😉

  3. Lieber Konsumkaiser,

    ich finde deinen Blog klasse und kann bei vielem, was du sagst, nur nicken. Ich möchte dich aber bitten, den Begriff „Kinderschänder“ durch „Pädosexueller“ oder „Pädokrimineller“ zu ersetzen. „Schänden“ kommt von Schande über jemanden bringen und wird umgangssprachlich synomym verwendet für besudeln, beschmutzen, entehren. Kinder, an denen sexualisierte Gewalt verübt wird, werden nicht „entehrt“ oder „besudelt“, ihnen wird unbeschreibliche Gewalt angetan. Diese Gewalt wird durch Begriffe wie „schänden“ oder auch „Missbrauch“ verschleiert. MISSbrauchen kann man nur, was man auch GEbrauchen kann. Bei sexualisierter Gewalt handelt es sich um Gewaltverbrechen (sexuelle Nötigung und Vergewaltigung). Euphemismen wie „Missbrauch“ sind absolut unangebracht. Dass die gleichen Verbrechen, abhängig davon, ob sie an Kindern oder an Erwachsenen begangen werden, unterschiedliche Bezeichnungen haben, ist ein Unding. Diebstahl ist Diebstahl, egal ob ich ein Kind oder einen Erwachsenen bestehle. Die Vergewaltigung eines Kindes hingegen ist vor dem Gesetz keine Vergewaltigung sondern „schwerer sexueller Missbrauch“.

    Außerdem handelt es sich beim Begriff „Kinderschänder“ um Nazijargon. Googele mal den Begriff, dann siehst du, auf welche Seiten er führt.

    Ich bin sicher, dass die Verwendung dieses Begriffes keine böse Absicht von dir war und du ihn einfach nur aus Uninformiertheit verwendet hast.

  4. @Anonym: Sorry, aber KK benutzt doch gängigen Jargon. Mann kann es auch übertreiben! Was sagst du denn zu „pädophil“? DAS wäre dann doch was zum aufregen.

  5. Also wirklich , jetzt darf man nicht einmal mehr Kinderschänder sagen sonst wird man gleich als Nazi bezichtigt! Die Welt steht nimmer lang. Dann bin ich eben ein Nazi denn ich werde mich weiterhin dieses „veralteten“ Wortes bedienen. Kinder werden sehr wohl besudelt, entehrt, beschmutzt – eben geschändet.

    Du lieber Himmel diese Werbung kenne ich nicht von der du sprichst . Gut ich sehe mir sowieso nie Werbung an. Da wird mir speiübel wenn ich das lese! Bekomme direkt Magenschmerzen. Das so eine Werbung erlaubt ist!!!!!!

    Ich frage mich warum überhaupt jemand Kinder in die Welt setzt. Sind doch sowieso die meisten Schlüsselkinder und die Eltern scheren sich einen feuchten Dreck. Kompensieren ihre Vernachlässigung mit gekauften „Dingen“ um das schlechte Gewissen (falls sie eines besitzen) zu erleichtern. Pfui Teufel.

    Großartiger Beitrag lieber KK der mir aus der Seele spricht!

    Lieben Gruß aus Wien
    Regina

  6. Du hast mal wieder den Nagel auf den Kopf getroffen.

    Anstatt sich um den eigenen familiären Mikrokosmos zuhause zu kümmern, zu informieren, Regeln zu setzen und auch tatsächlich zu kontrollieren, mischen sich manch übereifrige Helikoptereltern in viele Dinge ein (zb. Schwule, Uni), die Generationen zuvor allein von den Kids bewältigt werden konnten und stiften dadurch sehr viel Verwirrung bis zu schweren Mißverständnissen.

    Deine Wortwahl finde ich sehr zutreffend, denn im Grunde sind Sexualdelikte eine sexualisierte körperliche Form der Ausübung von Macht, Überlegenheit und Kontrolle um die andere schwächere Person zu erniedrigen.

    Da gibt es nichts schön zu reden mit „Fachbegriffen“ im Sinne von Political Correctness oder Täterschutz.

    Und es handelt sich auch um Schändung-Entehrung im eigentlichen Sinne.
    In welchem Krieg werden keine Frauen, Mädchen vergewaltigt, um nicht deren Familien zu treffen und den „Feind“ zu demoralisieren ?

  7. Hallo KK, da hast du mal wieder ein unbequemes Thema gut beschrieben. Ich weiß nicht, welche Eltern mir mehr Bauchschmerzen bereiten, die welche sich gar nicht um ihren Nachwuchs kümmern, getreu dem Motto „groß werden sie von allein“ oder die Helicoptereltern, deren Kinder sich mit Schulanfang nicht mal selbst die Schuhe zubinden können (keine Fiktion, selbst erlebt!). Hoffen wir mal, dass trotzdem genug Kinder die Kurve zu vernünftigen, lebenstüchtigen Erwachsenen schaffen.

    @ Anonym: ich finde, du engagierst dich an der falschen Stelle. Das – ich unterstelle mal von dir trotzdem gut gemeinte – Sezieren von (eindeutigen) Begriffen und ihrer vermeintlichen Geschichte lenkt vom eigentlichen Problem – hier Kinderschändung – ab. Dieses war schon immer eine beliebte Taktik der Menschen, die solche Verbrechen verharmlosen und/ oder verleugnen. Ein Verbrechen wird nichts anderes, wenn es mit einem pseudowissenschaftlichen Wort anders benannt wird und unter dem Begriff „Schändung“, der übrigens nicht von den Nazis stammt, sondern bereits im Mittelalter gebräuchlich war, verstehen alle, was gemeint ist.

  8. Nur weil etwas „gängiger Jargon“ ist, muss es nicht richtig sein. Der „gängige Jargon“ verschleiert die an Kindern begangenen Verbrechen. Vielleicht sind diese Verbrechen, die jeden Tag hinter verschlossenen Türen geschehen, für die Gesellschaft leichter zu ertragen, wenn sie nicht beim Namen genannt werden. Diese Verbrechen aber Beim Namen zu nennen, ist wichtig, um die Bagatellisierung dieses Straftatbestandes zu beenden. Die Strafen für „Kinderschänder“ sind meist sehr niedrig. Ersttäter kommen meist mit Bewährungsstrafen davon.

    Vergewaltigung in der Ehe und Vergewaltigung von Männern war bis 1998 nicht justiabel.

    @April, ich bin Betroffene und engagiere mich ganz sicher nicht an der falschen Stelle. Wenn du dich wirklich für das Thema interessierst, schaue dir mal die Internetseiten von Betroffenenverbänden wie Wildwasser e. V. oder Zartbitter e. V. an. Dort wirst du den gängigen Begriff „Kinderschänder“ sicher nicht finden. Im Gegenteil findest du auch dort Argumente gegen diesen Begriff. Ich finde es auch ziemlich anmaßend wenn Nichtbetroffene Betroffenen erklären wollen, welcher Wortgebrauch angemessen ist und welcher nicht. Ich wurde nicht „geschändet“, ich wurde während meiner Kindheit über Jahre hinweg vergewaltigt und sexuell genötigt. An mir wurden GEWALTVERBRECHEN verübt. Es ist auch irrelevant ob der Begriff schon im Mittelalter verwendet wurde oder ob er von den Nazis stammt (was ich übrigens nicht behauptet habe). Relevant ist, in welchem Sinne der Begriff heute verwendet wird und dass er heute von Nazis verwendet wird, die das Thema sexualisierte Gewalt an Kindern instrumentalisieren, um in der Mitte der Gesellschaft Fuß zu fassen.

    Schau dir mal an wo und in welchen Zusammenhang der Begriff „Schänden“ noch vorkommt. Friedhöfe und Synaogen werden geschändet. Und ebenso sprichst du davon, dass Kinder geschändet werden? Und goolge mal den Begriff und schaue dir an, welche seiten dir angezeigt werden. Du wirst diesen Begriff auf keiner seriösen Seite finden, aber auf einschlägigen Seiten von Neonazis und anderen rechten Gruppierungen. Damit unterstelle ich niemandem, der diesen Begriff verwendet ein Nazi zu sein oder mit deren Gedankengut zu sympathisieren. Ich rege zu einem kritischen Hinterfragen des Begriffs an.

    Das alle wissen, was mit dem Begriff gemeint ist, macht es nicht besser, wenn man Euphemismen verwendet, um Gewaltverbrechen zu beschreiben.

    Es ist immer wieder interessant, mit wie viel Abwehr Menschen bei diesem Thema reagieren. Ähnlich war es übrigens bei der N-Wort Debatte. Da wurde dieses Begriff mit unglaublicher Vehemenz von weißen Deutschen verteidigt, die sich aufführten, als ginge die Welt unter, wenn mann den Begriff „Neger“ in Kinderbüchern durch nichtrassistische Begriffe wie Beispielsweise Südseekönig anstatt „Negerkönig“ in Pipi Langstrumpf Büchern ersetzt.

  9. Ich wurde gefragt, wie ich zum Begriff Pädophil stehe und hatte leider vergessen darauf zu antworten. Pädophilie ist eine sexuelle Neigung/Präferenz, die sich die Betroffenen nicht ausgesucht haben. Längst nicht alle Pädophilen werden zu Tätern. Für jene, die zu Tätern werden, sind die Begriffe Pädosexuelle oder Pädokriminelle passender. Die meisten Täter, sind ganz „normale“ Männer, denen es bei der Ausübung sexualisierter Gewalt um das Ausüben von Macht geht. Pädosexuelle machen nur einen relativ geringen Anteil der Täter aus. Je nach Studie ist er im einstelligen bis unteren zweistelligen Bereich. Es ist wichtig Pädophilie zu entstigmatisieren und den Betroffenen Hilfe in Form von Therapien zukommen zu lassen, damit sie lernen können, mit ihrer Neigung zu leben, ohne anderen zu schaden. Denn ein Ausleben ihrer Sexualität ist nicht möglich, ohne anderen zu schaden. Leider ist das Angebot an Therapieplätzen bei weitem nicht ausreichend.

    Ich möchte nochmals betonen, dass es mir nicht darum geht bestimmte Begriffe zu verbieten. Das kann ich überhaupt nicht. Ich möchte Menschen sensibilisieren. Wenn Missstände nicht angesprochen werden, kann sich nichts ändern. Damit hatte ich beim Publikum dieses Blogs bislang allerdings wenig Erfolg, wenn ich mir die bisherigen Kommentare anschaue. Falls der Einwand kommt, dass es Betroffene gibt, die bestimmte Begriffe nicht schlimm finden, ist das kein Argument sie weiter zu benutzen. Es gibt keinen Grund jene zum Maßstab zu machen, denen bestimmte Worte nichts ausmachen. Hinzu kommt das Problem, dass der derzeitige allgemeine Sprachgebrauch die Taten nicht benennt sondern verharmlost. Möglicherweise ist das einer der Gründe, warum Kinder im Schnitt (je nach Studie) fünf bis sieben Erwachsene ansprechen müssen, bis ihnen jemand glaubt. Menschen wollen in der Regel nicht wahrhaben, dass solche Taten in ihrem Umfeld geschehen und sie somit Bekannte, Freunde, Familienangehörige, Väter plötzlich Täter sind. Möglicherweise hilft ihnen der verharmlosende Sprachgebrauch das Thema zu verdrängen sich zu sagen „es wird schon nicht so schlimm sein“. Es ist ja „nur Schändung“, „es ist ja nur Missbrauch“ ist leichter gesagt als „es ist ja nur Vergewaltigung“.

    1. @anonym
      Kann es sein, dass wir hier teilweise aneinander vorbei schreiben ?
      Die meisten hier empfinden das Wort „Schaender“ als das Schlimmere, meine ich.

  10. Lieber Kk,
    mal ganz unabhängig von der oben aufgeführten Diskussion über Begrifflichkeiten, finde ich Du wirfst hier alle Eltern in einen Topf. Die durchgängige und 100% ige Kontrolle habe ich nicht über meine Kinder und will ich auch gar nicht. Ein bisschen Vertrauen sollte schon vorhanden sein. Ich denke wenn ich mit meinen Söhnen darüber spreche und auch auf die Gefahren aufmerksam mache, meine Meinung über Facebook und Co. kundtue, erreiche ich wahrscheinlich mehr als wenn ich den Verlauf kontrolliere und auch sonst mit ständiger Überwachung drohe. Generell ist es aber ein sehr wichtiges Thema mit dem man seine Kinder nicht allein lassen sollte.
    LG
    Sandra

    1. nun ja, das hier ist ja auch nur ein allgemein gehaltenes statement zur aktuellen bildungslage der kinder in deutschland. und wenn ich mir ansehe, dass kinder heute größtenteils mit den einfachsten computeraufgaben nicht zurecht kommen, dann liege ich sicher nicht falsch, wenn ich wirklich vielen eltern versäumnisse vorwerfe. das hat nichts mit kontrolle zu tun, das ist nur „ein“ aspekt von „neuland“. schlimmer finde ich, dass die generation digital natives nicht gescheit mit den dingen umgehen kann. und das kann eben auch nicht immer nur die schule eintrichtern. drüber reden ist toll, aber wenn man selbst keine ahnung hat, was will man dann den kindern vermitteln? zusammen lernen wäre mein (verzweifelter) vorschlag.

  11. @all ich finde auch, dass schändung und besudelung von meinem sprachempfinden her deutlich schärfer, verachtender ist als ein so technischer begriff wie kindgewaltantuverbrecherderseinenaturgegebenentriebenichtunterkontrollehat. politische korrektheit wir mittlerweile so auf die spitze getrieben, dass das egentliche problem, das worum es geht in der hintergrund rückt. das kann nicht sein! gewalt (in jeder form) gegen kinder gehört angeprangert und bestraft, aber das ist hier nicht das hauptthema. deshalb werde ich auch an der wortwahl nichts ändern.
    sollte in zukunft aber ein thema zu gewalt gegen kinder hier auftauchen, werde ich sicherlich sensibler mit den worten umgehen, denn es ist in der tat ein sehr fragiles thema, wortwörtlich.
    liebe grüße, kk

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