LIFESTYLE: DAS KONSUMKAISER TRENDBAROMETER * 27.3.2015

Das “Konsumkaiser-Trendbarometer”! Kennt Ihr auch noch diese “In- und Out- Listen” aus den 80ern? Daran angelehnt mache ich mir jeweils Freitags kurze und völlig subjektive Gedanken zu Ereignissen der letzen Woche, meist ganz unwichtige Dinge – immer mit einem Augenzwinkern.  Und JedeR kann gerne die Stich(el)punkte aufnehmen und selbst beantworten oder ergänzen. Los gehts…

 

Darüber habe ich mich gefreut:

Seit ein paar Tagen ist der Schnupfen deutlich besser geworden und die Lebensgeister kehren wieder zurück! Vielen Dank für die vielen netten Genesungswünsche, über solche Dinge freue ich mich immer. Aber sie haben mich auch nachdenklich werden lassen. Im täglichen Leben kommunizieren wir mit vielen verschiedenen Menschen, und gerade im Arbeitsleben werden die Sitten immer roher, viele Menschen haben genug mit sich selbst zu tun. Wie war das noch mit dem Pfadfindercodex „Jeden Tag eine gute Tat“? Gar nicht mal die schlechteste Idee, um geerdet zu bleiben. Um neben all den abstrakten Aufgaben, die das moderne Leben für uns bereit hält auch weiterhin „normal“ zu bleiben. Ich finde ja auch, dass man Politiker mindestens einmal im Monat ALLEINE Bus fahren und einen Liter Milch einkaufen lassen sollte. Genauso können wir (auch wenn es so manchem blöd vorkommen mag) einmal am Tag ja wirklich freundlich und zuvorkommend zu einem anderen Menschen sein, der nicht aus unserem persönlich direkten Umfeld stammt. Ich habe es mir mal wieder auf meine Fahnen geschrieben und musste mich doch wundern (normalerweise halte ich mich immer für höflich und freundlich) wie viel an positiver Reaktion zurück gekommen ist. Damit meine ich keine Beifallstürme und Blumensträuße, ich rede von einem ehrlichen Lächeln. Von einem kleinen Plausch, der plötzlich zustande kommt. Von einem guten Gefühl dabei im Bauch, wohl auf beiden Seiten!

 

Darüber habe ich mich geärgert:

Ich kann mir leider nicht jede Mahlzeit (und viele Zutaten dazu) selbst zusammenkochen, da ich das zeitlich nicht hin bekomme. Mehr als eine Stunde Kochen/Braten/Backen kann ich pro Tag nicht erübrigen, mein Tag reicht mit seinen üblichen 26 Stunden eh schon nicht aus! 😉 Deshalb kaufe ich eben fertigen Ketchup, Gemüsezubereitungen, oder auch mal etwas aus der Dose/Tiefkühler. (Dabei sind Tiefkühlgemüse – und manchmal auch Obst – gar nicht mal schlecht und besser als ihr Ruf.) Doch was in den letzten Jahren in der Lebensmittelindustrie vor sich gegangen ist, hat wohl noch nie jemand bemerkt: Selbst teurere Markenprodukte scheinen ihre Rohstoffe nur noch aus den billigsten Quellen zu besorgen. (Eine enorme Gewinnmaximierung muss alle wahnsinnig froh gemacht haben!) Und am schlimmsten sind diese billigen Füllmittel, die nun wirklich heute fast überall drin sind, selbst in Orangensprudelgetränken und Speiseeis. Ich rede von „Johannisbrotkernmehl“ und seinen Verwandten.

Ich stehe wirklich vor dem Problem, dass mir viele Dinge heute einfach nicht mehr schmecken, weil sie einen furchtbar „eindimensionalen Geschmack“ bekommen haben. Die Industrie wird sagen: „Ja ja, Ihr Geschmackssinn ist einfach älter und träge geworden. Außerdem wünscht die Kundschaft das so!“ Nummer 1 glaube ich nicht so ganz, denn bei zu 100% selbstgemachten Speisen explodieren nämlich manchmal meine Geschmacksnerven geradezu und ich könnte den Teller mitessen! Nummer 2 halte ich für den dreisten Versuch, den Verbraucher immer und immer wieder „on Track“ zu halten. Wenn der Hersteller bestimmt, was uns zu schmecken hat, kann man viel besser planen und gewinnoptimiert produzieren. Soll ja auch gerne so sein, aber belügen lassen möchte ich mich nicht so gerne.

Bestes Beispiel: In Deutschland mögen die Verbraucher blasse Fischstäbchen und blassen Orangensaft (einfach nur Beispiele). In südlichen Ländern bevorzugt der Konsument frisch rötlich leuchtende Fischstäbchen und knallig-orangen O-Saft. Ah ja. Außerdem haben wir hier eine „Aversion gegen zu süße Speisen“ und lieben bitterste Schokolade. Noch mal ah ja? Und scheinbar lieben wir ja dann wohl auch billigste Zutaten und Füllmittel, die alles was man nicht mehr selbst macht nur noch nach einem drögen Mehl schmecken lässt!

Nicht falsch verstehen: Ich weiß, dass die Lebensmittelpreise bei uns recht niedrig sind. Das nagt auch an der Qualität. Aber wenn selbst teure Markenhersteller uns das hinstellen, was auch im 0,49 Cent Tütchen drin ist, dann fühle ich mich immer mehr verschaukelt.

Macht mal den Test: Kauft eine Packung „Cremissimo“ von Langnese und lasst euch das Eis auf der Zunge zergehen. Es schmeckt gar nicht mehr kalt und feucht, sondern irgendwie trocken und leicht mehlig. Kleinste Tröpfchen der Sahne entern nicht die Zunge und breiten sich aus, um für die Eis-Geschmackssensation zu sorgen, es bleibt alles irgendwie (ich hatte es schon erwähnt) „eindimensional“. Ok, also doch ALLES selbst machen. Wo kriege ich jetzt noch 2 zusätzliche Stunden her??

 

Mein Fashion-Gedanke der Woche:

KK Boardshorts1

Es geschehen noch Zeichen und Wunder! Ich habe nach langer, langer Zeit mal wieder etwas bei H&M bestellt. Ok, ich hätte auch in den Laden gehen können, aber das Teil war lieferbar, günstig, nett anzuschauen UND es gab nen fetten Rabatt. Ich rede von Boardshorts (s. oben) für den Sport, mit einem stilisierten Camouflage Print. Nun weiß ich ja: H&M schneidert für die dünne „Generation Selfie-Stick“. Ich mit meinen trainierten Beinen brauch da mindestens eine Größe „L“…dachte ich. Ach, alles falsch! Was geliefert wurde, war ein enormes Zelt in Form einer kurzen Herrenhose. Ohne Schnitt, ohne Passform. Einfach etwas, das um die Beine weht und signalisiert: „Ich habe mir das Kleid meiner Freundin um die Hüften gewickelt, weil ich gerade keine Hose parat habe!“ Das dann ohne Innenhose, ohne irgendeine Festigkeit im Stoff (Boardshorts müssen eigentlich ein bisschen was aushalten können), und so dünn, dass man glauben könnte, das gute Höschen sei aus zartester Seide…

Och nö, H&M, warum bestätigst Du immer und immer wieder meine schlimmsten Vorurteile??

 

Mein Beauty-Gedanke der Woche:

KK Balea SOBL1

Als schrecklicher Muffel in Sachen Bodylotions und Co. hat mich mein letzter Besuch im örtlichen DM Markt aufgescheucht. Da gibts nämlich jetzt eine Körperlotion zum Aufsprühen:  Balea „Spray-On Bodylotion“! Hm, wie praktisch ist das denn? Wenn man natürlich bedenkt, dass man hinterher sämtliche Fliesen, Oberflächen und Böden wischen muss (damit man nicht ausrutscht), fragt man sich allerdings, ob das tatsächlich praktischer ist?? Aber man könnte ja auch raus auf die Terrasse/Balkon gehen? Oder auf ein Badetuch stellen! Egal, gekauft, dran geschnuppert, für gut befunden. Riecht ganz leicht „freundlich-frisch“, eigentlich etwas wie diese Panthenol-Sprays nach dem Sonnenbaden. Gefällt mir. Der Verschluss ist auch für den Urlaubskoffer geeignet, man bekommt den Sprühknopf gut verriegelt. Der Sprühnebel ist sehr fein und es lässt sich ganz gut „zielen“. Superpraktisch auch für den Rücken!

Auf dem Körper zieht die Spray-On Lotion auch gut ein und hinterlässt (fast) keinen klebenden Film auf der Haut. Nach ein paar Minuten ist aber wirklich nichts mehr zu spüren, nur die Haut ist weicher und gepflegter. Das machen vor allem Aloe Vera (2. Inhaltsstoff nach Wasser) und Glycerin (3. Inhaltsstoff). Alkohol (in solchen Spray-On Produkten gerne enthalten) ist hier keiner zu finden.  Ich bin doch sehr überrascht, denn die investierten 2,99 Euro stellen sich für mich als kein herausgeschmissenes Geld heraus. Einfach mal für zwischendurch…um die „Faulheit“ zu besiegen (mehr oder weniger, hehe).

150 ML kosten ca. 3,00 Euro

Nähere Infos dazu bei DM Markt – Balea Spray-On Bodylotion

 

 

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(Der Artikel ist nicht gesponsert. Alle Produkte wurden selbst gekauft. Fotos: konsumkaiser)

 

8 Kommentare

  1. Bezüglich der Eiscreme (und den andere Lebensmitteln) muss ich dir rechtgeben, gerade Cremissimo ist wirklich schlimm. Ich habe neulich das Eis von Rewe Feine Welt in Haselnuss getestet. Enthält nur 5 Zutaten( ich glaube Sahne,Milch, Haselnuss, Zucker und Ei(gelb)) – und schmeckt auch sehr lecker. Ansonsten empfehlen kann ich TK Früchte in Naturjoghurt pürieren oder Banane Kleinschneiden – einfrieren (2h) und pürieren ggf Kakao dazu – sehr lecker und schnell gemacht.

  2. Schön, dass es dir wieder besser geht!
    Dass manche Eis aus der Tiefkühltruhe mehlig schmecken und auch die Konsistenz danach haben, ist mir auch aufgefallen. Da dachte ich noch, ich hätte eins aus einer schlechten Charge erwischt. Den Vorschlag, Politiker mal allein in die öffentlichen Busse und Bahnen zu stecken, unterstütze ich sofort, sie können auf diesem Weg endlich mal Volksnähe haben und zeigen 😀 das würde manche(m) gut bekommen.
    Schönen Wochenendbeginn !

  3. Ich kaufe gar kein Fertigeis mehr – ich dachte erst es liegt an mir dass mir das nicht mehr schmeckt. Aber als selbst meine Eis-süchtige Tochter nicht mehr begeistert HIER schrie wurde mir klar dass es an etwas Anderem liegen muss.
    Dann lieber mal ein besonders (großes) Leckeres bei meinem Lieblings-Italiener.

  4. Endlich lese ich mal eine kurze Review zur Sprühbodylotion und da ich auch Bodylotion-Muffel bin, muss ich die wohl unbedingt haben.

    Ach und die Bordshorts sind so dünn, habe ich mir sagen lassen, damit die Jungs im Gym zeigen können, was mann so hat. Und zwar vorne und hinten. Ohne Witz, als mir das letztens jemand erzählt hat, habe ich mich echt gewundert und frage mich jetzt, ob dieser momentane Körperkult am Ende noch zurück zu nackt ausgetragenen olympischen Wettkämpfen führt, damit auch wirklich jeder Muskel absolut unverhüllt hergezeigt werden kann. 😀

    Und damit wünsche ich ein schönes Wochende.

    1. die muskeln könnte ich noch vertragen, aber die „fettvorräte“ der weniger trainierten möchte ich nicht sehen…;-)

  5. Der war gut Rena, da gebe ich dir absolut Recht. 😀 Ich war ehrlich gesagt noch nie in einem Fitnessstudio, ich dachte, da laufen tatsächlich nur so muskulöse Menschen durch die Gegend, wo der Stoff gar nicht dünn genug sein kann, damit man den „Pump“ sieht. Die, die ich kenne, passen jedenfalls in dieses Bild.

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