LIFESTYLE: 6 FRAGEN – 6 ANTWORTEN * RUND UM BEAUTY UND GESUNDHEIT

Heute werden hier wieder einmal ein paar Legenden entmystifiziert, die wahrscheinlich schon lange in unseren Köpfen spuken, über deren Beantwortung man aber nie so ganz sicher ist. Ich habe mit ein paar Experten gesprochen um für  uns mal ein wenig Klarheit zu schaffen. Die Fragen mit der Sphinx von Gizeh und dem Huhn/Ei ließen sich allerdings leider nicht so recht beantworten, ich musste da auf ein paar banalere Fragen ausweichen.    Auf geht´s…

 

KK Fakten1

 

Ist der Sport effektiver, wenn man viel und reichlich schwitzt?

Ganz ohne Schwitzen geht es nicht. Die Menge ist allerdings u.a. genetisch bedingt. Es ist meist ein Trugschluss zu glauben, dass stark schwitzende Menschen untrainierter sind, als wenig schwitzende. Es ist sogar eher andersrum: Der Trainierte Körper hat „gelernt“ schneller in den „Kühlungsmodus“ zu gelangen und startet deshalb auch schneller mit der Schweißproduktion, die die Körpertemperatur auf einem gesunden Level hält (also vor Überhitzung schützt). Wenn man einmal seine „Schweissmenge“ in Sportsituationen kennt, kann man diese allerdings gut als Indikator für die Trainingsintensität nehmen. Möchte man ein intensives Ausdauertraining absolvieren, so wird man um ein schweißnasses Shirt nicht herumkommen. Beim Krafttraining kann sich die Schweißproduktion aber durchaus in Grenzen halten. Viele Muskelberge schwitzen schon beim ersten Anheben einer Hantel. Oftmals ein Zeichen von Anabolikamissbrauch, denn unter der Gabe von Testosteron und Co. läuft der Körper auf Hochtouren und Schwitzen ist da meist noch das kleinere Übel. Also: Schweiß ist gut, gut, gut! Kein Grund sich davor zu schützen oder gar ekeln! Nur „duften“ sollte er nicht!

 

Muss man seine Zahnbürste nach einer Erkältungskrankheit entsorgen?

Nein! Nach einem grippalen Infekt bildet der Körper Antikörper gegen den Verursacher der durchgemachten Krankheit (Virus). Somit steckt man sich nicht so schnell zweimal mit demselben Erreger an! Man sollte aber durchaus die Zahnbürste öfter wechseln (ich wechsle den Kopf meiner Sonic Zahnbürste alle 2 Monate), da auch ganz andere Keime die Bürste besiedeln. Es sei denn, man besitzt eine tolle Bürste aus beschichteten Borsten (mit Silber oder Gold), die sich des Nachts von alleine „desinfiziert“. Die gabs übrigens letztens hier zu gewinnen.

 

Absolutes Alkoholverbot bei Antibiotika?

Eine Antibiose muss manchmal wirklich sein und ist eine wichtige und auch belastende Therapie für den Körper. Somit ist es erstmal von vornherein ungut Alkohol während einer Infektion zu trinken, da der Körper in seiner Abwehrarbeit geschwächt wird. Das gilt übrigens auch für Glühwein und heißen Tee mit Schuss! Da kann man dann noch so viel Vitamin C mit reinschütten! Aber: Bei den meisten Antibiotika passiert nichts, wenn man dann doch einmal ein Glas Wein oder Bier dazu trinkt! Mehr sollte es aber auch wirklich nicht sein. Es gibt aber eine Ausnahme: Das Medikament mit dem Wirkstoff „Metronidazol“ kann in der Kombi mit Alkohol schwere Nebenwirkungen erzeugen: Übelkeit, Kopfschmerzen, Herzryhthmusstörungen und Blutdruckabfall! Im Zweifelsfall gilt also: Finger weg vom Alkohol!

 

Kann Nasenspray süchtig machen?

Nasenspray kann durchaus sinnvoll sein, denn durch den gefäßverengenden Effekt wird die Nasenatmung im Schnupfenfall deutlich erleichtert, und der Abfluss von Sekreten gefördert. ABER: Bereits nach 2 Wochen setzt ein Gewöhnungseffekt ein, der uns immer öfter nach dem Spray greifen lässt. Und dieses trocknet leider auch die Schleimhäute aus, was keine gute Idee ist, denn trockene, rissige Schleimhäute sind wiederum perfekte Eingangstore für Bakterien und Viren! Wie kommt man da raus? Entwöhnung durch die „1-Loch-Methode“! Immer nur noch abwechselnd ein Nasenloch behandeln. Auf ein niedriger Dosiertes Produkt für Kleinkinder wechseln!

 

Sollte man im Winter Anti-Depressiva nehmen?

Zunächst: Die Behandlung mit Anti-Depressiva sollte ernsthaften Erkrankungen vorbehalten sein (Depressionen, schwere Schmerzen). Als Lifestylemedikament ist es eigentlich kaum geeignet, weil der Effekt meist erst sehr langsam und schleichend eintritt, und man sich zum Absetzen auch wieder „herausschleichen“ muss! Es ist also punktuell, mal eben als Stimmungsaufheller für dunkle Tage, nicht geeignet! Ein Arzt sollte zuerst unterscheiden, ob man eine ernsthafte Depression oder „nur“ eine saisonal abhängige Depression (SAD) hat. Bei der letztgenannten Version hat sich eine Lichttherapie sehr bewährt. Starkes Kunstlicht (2500 bis 10000 Lux) gleichen den Sonnenmangel wieder aus. Dazu noch Vitamin D in Tablettenform und den meisten Menschen könnte geholfen werden. Ich habe es selbst ausprobiert, und der dunkle Winter macht mir deutlich weniger zu schaffen!

 

Ist die Anwendung von AHA Produkten im Winter sinnvoll?

Ja! Gerade jetzt. Im Sommer sollte man auf AHA verzichten, weil die Haut sehr viel UV empfindlicher wird. Man müsste ständig und überall mit einem Sonnenblocker durch die Gegend laufen. Im Winter reicht dann meist der in der Tagescreme enthaltene UV Schutz. Außerdem spenden und versorgen AHA Produkte die Haut sehr stark mit Feuchtigkeit, was bei beheizten Räumen und Temperaturschwankungen besonders wichtig ist. Wichtig: Die Haut zuerst an AHA gewöhnen. Nicht gleich mit 15% beginnen. Und vor Gebrauch den ph-Wert der Haut senken! (Z.B. mit Clinique „MILD Clarifying Lotion“). Gerade hier werden VIELE Fehler gemacht und das Ergebnis ist hinterher: „Bei mir wirkt das gar nicht, bäähhh!“

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 Hier sollen keine ärztlichen Ratschläge gegeben werden! Es handelt sich um allgemeine Hinweise! Im Zweifelsfall den Arzt des Vertrauens befragen!

(Der Artikel ist nicht gesponsert. Foto: freestockkphoto)

 

 

 

5 Kommentare

  1. Hallo lieber Kaiser, ich lese nun schon heimlich eine Weile mit (der einzige Blog den ich regelmäßig aufsuche ist sonst nur Fabforties) und jetzt sende ich mal meinen ersten Kommentar. Ich liebe die KK Tipps (wie diese 5 hier) aber auch die lockere Schreibe und die Begeisterung, die in allen Texten mitschwingt. Ich les Dich einfach gern! Viele Grüße Isabel

  2. Ich hab ne Freundin, die sitzt regelmäßig im Winter vor einer Lichtdusche und schwört auf die positive Wirkung für ihr Gemüt. Wieviel Lux das gerät hat, weiß ich jetzt nicht, aber kommt Deinen Angaben wahrscheinlich nahe.

    1. das wirkt tatsächlich! in den nordischen ländern gibt es sogar bushaltestellen mit extra hellen tageslicht-„duschen“,damit man beim warten ein wenig licht tanken kann. früher dachte ich, die sonnenbank hilft da auch, aber man muss unbedingt die augen schliessen im solarium, und dann geht der effektmit dem licht leider flöten! viele grüße, kk!

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