LIFESTYLE: BEKENNTNISSE EINES SERIENJUNKIES * „DALLAS WAR MEINE EINSTIEGSDROGE“

Hallo! Mein Name ist Kaiser, Konsumkaiser – und ich bin süchtig. Süchtig nach US-Serien. Gute Serien, handwerklich wie inhaltlich. Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht mal schnell nachschaue, ob gerade wieder eine neue Folge meiner gefühlten 299 Lieblingsserien online gegangen ist. Ich will sie auch alle gar nicht aufzählen, aber meine erste „Liebe“ bleibt mir immer im Gedächtnis: „Dallas“…

Zu einer Zeit, als es noch Fernsehsendungen gab, die fast ganz Deutschland vor dem TV Gerät versammeln konnte, wurde ich auf eine Serie aufmerksam, die in der „Hörzu“ (hehehe) immer fleissig beworben wurde. Die Alten wetterten darüber ( der obligatorische Verfall des Abendlandes, usw. ), die Jungen fanden es cool.

Dallas zelebrierte ein Lebensgefühl, das in den 80ern Hochkonjunktur hatte: Dekadenz und totaler Egoismus! Die Serie sprach so gut wie jede niedere Gefühlsregung in uns an, und wir liebten es! Auf dem Gymnasium eben noch mit Wolfgang Borchert gefoltert, kam es am Abend zum Showdown zwischen J.R. Ewing und Cliff Barnes! Tagsüber gab es organische- und anorganische Chemie, abends dann Chemie in Form von hochprozentigen Drinks in Sue Ellen! Legendäre Szenen, wenn sich Sue Ellen und J.R. bis aufs Blut bekämpften.

Und dann ging Bobby! Den konnte ich eh nicht leiden, war mir zu weichgespült, der Junge. Aber oh weh, ohne ihn funktionierte die Serie nicht mehr wirklich. Pamela Ewing konnte sich gar nicht mehr schluchzend an seine breite Brust schmeissen – und tausende weiblicher (und wohl auch einige männliche) Fans wünschten die rothaarige Hexe nach Timbuktu und sich selbst an ihren Platz!

Und es kam was kommen musste, und was wohl die bahnbrechendste Nachricht der 80er war, noch vor Glasnost und Perestroika: Eines Tages stand Bobby unter der Dusche! Hä? Das denken nun die „Uneingeweihten“, wurde er unter der Dusche ermordet? War er nackt? Nichts davon, er war einfach nur wieder da! Gefühlte 100 Folgen einfach weggewischt, Pam hatte alles nur geträumt! Ich glaube, so dreist und frech waren Drehbuchschreiber nie wieder!

KK Bobby 1

Ich habe alle Folgen gesehen, auch die Wiederholungen. Die DVDs, Blu-Rays und diverse VHS Kassetten habe ich noch archiviert, und ich werde heute noch ein klein wenig kribbelig wenn ich die Fanfaren der Titelmelodie höre. Das gesamte Intro strotzte nur so vor Energie, Potenz und Texanischem Protz, wow! Die absurden Geschichten vermisse ich heute noch. Und weil „Melancholie das Vergnügen ist ein bisschen traurig zu sein“, habe ich doch mal geschaut, wer denn noch so vom alten Cast übrig geblieben ist. Die Bilder gibts unten, erkennt Ihr sie?

Klicken, dann wirds größer! Linda Gray, Victoria Principal, Ken Kercheval, Patrick Duffy, Cherlene Tilton.
Klicken, dann wirds größer!
Linda Gray, Ricarda M…ähh…Victoria Principal, Ken Kercheval, Patrick Duffy, Cherlene Tilton.

 

(Bilder via reelstock & hollywoodforfree)


21 Gedanken zu “LIFESTYLE: BEKENNTNISSE EINES SERIENJUNKIES * „DALLAS WAR MEINE EINSTIEGSDROGE“

  1. Jaaaaa !!!! Ich habe es auch geguckt!!! Ich glaube es kam immer Dienstags. Da saß ich mit meiner Mama vorm Fernseher und was haben wir mitgelitten…:D Herrlich !!! 😀 Ich neige auch heute dazu, mir gewisse Serien konsequent anzugucken 😉 Fazit : Ich bin auch ein „Süchtling“. Du bist nicht alleine 😀 😀
    schönes Wochenende
    Renate

  2. Oja , das war immer das Highlight der Woche , als diese Serien ausgestrahlt wurden . Da versammelte sich die ganze Familie vor der Glotze , Bei nur 3 Programmen war dann ganz klar was geschaut wurde . Heute würde man diese Einschaltquoten nur noch mit der WM erreichen
    Alle anderen Schauspieler sind in den letzten Jahren wohl gealtert , haben aber immer noch einen Wiedererkennungswert . Keine Frage . Schließlich gehen 30 Jahre nicht einfach so an einem vorbei . Ricarda M …. wie oft ist die eigentlich operiert ???

    LG heidi

  3. Dallas und Denver Clan, Dienstag Abend und Mittwoch, wenn ich mich richtig erinnere. Ich verpasste keine Sendung!

    jetzt eigentlich nur Game of Thrones

  4. Ich musste bei deinem Post sofort an meine Ma denken die auch immer ein großer Dallas Fan war. Sie hatte mir erst vor kurzem noch erzählt was sie eigentlich so geschaut hatte Dallas und Drei Engel für Charlie.

    Ich bin auch ein sehr großer Us Serien Fan und bin immer auf der Suche nach neuen Serien. Für dich sind meine Favoriten wohl eher nicht so dein Genre denk ich mal 🙂

    Vor ein paar Jahren fing alles Klischee mäßig mit Sex and the City an gefolgt von Gossip Girl ( was mir heute schon wieder schräg erscheint okay da war ich auch noch paar Jahre jünger),

    In nächster Zeit werde ich wohl mit True Blood, Downton Abbey, Revenge und Pretty Little Liars anfangen ( wobei letzteres weiß ich noch nicht genau ob es mir gefällt aber mein Umkreis ist süchtig danach )

    Und zu aller Letzt noch mal ein Hinweiß beim Aldi Nord gibt es ab Donnerstag ein Hyaluron Serum, bei codecheck sind die Incis sehr überschaubar und das Hyaluron ist an zweiter Stelle wenn die Angabe stimmt.

    Bei dem Herbstlichen Wetter heute wünsch ich Dir viel Spaß falls du etwas Dallas schaust.

  5. Hahaha!
    Mein Name ist Sabine und ich bin süchtig, süchtig nach US-Serien!
    Bei mir fing es auch mit Dallas an, seufz!
    Aber die Frau auf dem Foto kann niemals „Pamela“ sein, hahaha:)
    Furchtbar!

  6. Ja, früher Dallas und Denver Clan. Meine Tochter mag jetzt pretty little liars.

    LG Sue

  7. Hallo, ich hänge mal meinen Kommentar dran, obwohl er themenmässig nicht ganz passt (obwohl ich auch immer gerne Dallas geguckt habe…. 🙂 ).

    Ich wollte schon mal ganz großes Dankeschön für mein Teoxane-Gewinnpaket sagen, das gestern ankam (die Tagespflege für Mischhaut). Gestern natürlich direkt ausgepackt, erstmal die echt tolle und stylische Spenderflasche bestaunt und der pubertierenden Tochter strengstens verboten, den Spender auch nur anzufassen, geschweige denn zu benutzen…. 😉 Heute morgen dann der erste Test: die Textur ist sehr zart, der Duft toll, sehr leicht und frisch. Zwei Hübe reichten völlig. Die Pflege zieht prima ein, hinterlässt ein schönes Hautgefühl und klebt vor allem nicht (ist bei mir ganz wichtig!!!!! ). Insofern ist der erste Eindruck super. Heute für tagsüber hab ich natürlich Sonnenschutz drüber gegeben, klar. Melde mich gern noch mal nach einiger Zeit, wenn ich die Pflege länger getestet habe. Aber die erste Begeisterung wollte ich dann doch direkt heute schon loswerden! 🙂

    liebe Grüße Alexandra K.

  8. Huch was ist denn mit Pamela passiert???? Ja ich habe es auch geliebt. Ich musste mich erst gegen die Bedenken meiner Eltern durchsetzen, aber dann wurde geglotzt was das Zeug hielt. Und dann kam Denver. Und dann… Heute liebe ich sie immer noch …. Serien!!!

  9. US- Serien mag ich auch gerne, habe aber momentan keinen großen Favoriten. Eigentlich seitdem Gossip Girl auslief und Ringer erst gar nicht fortgesetzt wurde. Denn den Glamour gerade dieser Serien mit ihren Schauplätzen in gehobeneren Kreisen finde ich besonders interessant.

    Denver war vor meiner Zeit, da kann ich also nicht mitreden. Aber Ricarda M.? Zuuu geil und so treffend. 😀 Zumal die Principal doch auch mal Cremchen vertrieben hat in so schlechten Dauerwerbesendungen, oder? Ich meine ich habe da sowas in meinen Kindheitserinnerungen abgespeichert.

  10. Dallas meinte ich natürlich. Denver war ja diese andere Serie aus der Zeit, oder? ^^

  11. Hallo,
    mein Name ist Bianca und ich möchte der Selbsthilfegruppe der Anonymen Serienjunkies beitreten. Meine Drogen heißen Mad Men, Once upon a time, Sex and the City und Desperate Housewifes.
    Meine Einstiegsdroge hieß Falcon Crest. Wenn ich damals gewusst hätte… Aber ich war jung und es sah so harmlos aus…
    Alles Gute für euch alle! B.

  12. Hach ja, mit Dallas hat es bei mir auch angefangen. Mit ein paar kleineren Ausrutschern hin zu Denver (war aber nichts ernstes 😉 ). Die Darsteller sieht man ja heute noch ab und zu in irgendwelchen ARD/ZDF Klatschsendungen. Das war schon toll.
    Generell bin ich auch ein Serienfreak, nicht speziell US-Serien. Es gibt auch gute deutsche Produktionen, z.B. Im Angesicht des Verbrechens, Kir Royal oder auch Flemming.
    Da Dallas eine Lücke hinterlassen hatte, habe ich später Serien wie Raumschiff Enterprise oder auch Battlestar Galactica für mich entdeckt. Die für mich beste Serie der letzten Jahre ist eindeutig Breaking Bad! Jede Staffel habe ich durchgesuchtet 🙂

  13. vielen dank für eure tollen mails zu dem thema!! ich bin ja momentan scharf auf so einige serien: the black box, hot in cleveland (mit betty white, fast ein nachfolger für die golden girls), once upon a time, ringer fand ich auch supergeil-echt schade, pretty little liars schaue ich auch, aber es nervt mittlerweile, trotzdem will ich wissen wer „a“ ist!! project runway, ok keine serie aber gut! mystery girls (tory spelling ist echt lustig!), devious maids (DER nachfolger der desperate housew.), switched at birth, REVENGE(!!! hat was von dallas), nurse jackie, Extant, the strain (boh, ist das gruselig!!), und und und…puh, mir sind heute wohl nur die „günstigsten“ produktionen eingefallen, hehehe. na gut, oberflächlichkeit muss man auch erst mal hinbekommen. liebe grüße an euch alle!! KK

    1. „Dallas“ haben wir im Rudel geguckt – immer mit der angemessenen kritischen Distanz. Freiwillig hätten wir keine Folge verpasst. Nach Bobbys Tod wurde es öde, die Wiederauferstehung war wirklich eine Frechheit.
      Heute gucke ich gern „The Big Bang Theory“ – wegen des subversiven Humors.

  14. Hi Jörg,

    ich muss zugeben, dass ich auch ein Serienjunkee bin. Was Dallas betrifft, kann ich jedoch nicht wirklich mithalten. Ich habe es damals gehasst, wenn meine Klassenkameraden Mittwochs kein anderes Thema als die Folge des Vorabends hatten und ich mal wieder nicht mitreden konnte (weil ich nämlich nicht so lange aufbleiben durfte 😦 ). Aber natürlich habe ich mir Jahre später dann Wiederholungen angeschaut und fand zumindest J.R. und sein Grinsen ziemlich klasse.
    Heutzutage schaue ich neben US-Serien am liebsten britische Serien: Misfits, the IT-Crowd oder Sherlock z.B. Von den von Dir genannten US-Serien fand ich Devious Maids aber auch sehr gut. Außerdem eine meiner absoluten Lieblinge (ich warte auf die nächste Staffel): Orange is the new black! Und nochmal etwas mit „Black“ im Titel: Orphan Black.
    Derzeit habe ich Shameless für mich entdeckt (die läuft aber eigentlich schon ein paar Jahre). Ich schaue allerdings die US-Version, da ich eine Version mit deutschsprachigen Untertiteln nirgends finden kann (um die britische Variante in Englisch anzuschauen ist mein Englisch einfach zu schlecht – man schaue sich nur mal die Trailer bei Youtube an…). Obwohl ich den Verdacht habe, dass das britische Original (wie so oft) noch besser ist (die Briten kriegen die „Asis“ einfach glaubwürdiger hin – siehe Misfits). Was ich dagegen gar nicht mag, sind deutsche Serien, laaaaangweilig (das gilt allerdings auch für die meisten deutschen Filme).

    Lg, Annemarie

    1. Liebe Annemarie! Mit engl. Serien komme ich auch nicht klar, ich versuche es immer, aber der Akzent…puh! Orphan Black habe ich mal angefangen, aber das war nichts mit uns. Orange is the new black wollte ich auch anfangen, mal sehen wann ich zeit habe. dr. who will ich auch nochmal ne chance geben….
      viele grüße! kk

  15. Jesus.
    Ja. DAS musste man gesehen haben. Alle, alle unterhielten sich am nächsten Tag darüber. Meine Oma sagt dann am nächsten Tag immer … „Diandl…. gestern…. der Jottärrr. So a gscherda Hund….“ Ich glaube ich habe das auch von der ersten bis zur letzten Folge „durchgestanden“. Mei, die einen haben Lindenstrafe geschaut. Die anderen eben Dallas.
    LG Sunny

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