BEAUTY: KLEINES UPDATE FÜR ALLE ROSACEA GEPLAGTEN * ALLE MÖGLICHKEITEN AUSSCHÖPFEN!

 

Um SEX geht es heute…eher nicht, sondern um ein besonders UN-sexy Thema: Rosacea. DAS Thema, zu dem ich wirklich viele Fragen gestellt bekomme, und ich regelmäßig verzweifle, weil viele, viele Menschen sich nicht trauen damit zu einem Hautarzt ihres Vertrauens zu gehen. Dabei gibt es so einige Möglichkeiten dem Problem zu begegnen. Ich habe mich für Euch mal schlau gemacht: Eine kleine Übersicht…

Nebenbei: hat das mit dem Wort „SEX“ im Teasertext geklappt? Habe ich heute 1000 Leser mehr? Und will ich DIE überhaupt? Jedenfalls gab es letztens ein paar Tipps zu lesen, wie man als Blogger die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Pah, alter Hut. Das „aufsehenerregende Intro“ ist nicht wirklich neu, ich mag es aber…irgendwie! 😉  Und nun zum eigentlichen Thema:

So wie ich das in letzter Zeit beobachte, und da gibt mir eine Studie der Gesellschaft für Dermopharmazie Recht, werden Menschen mit der Hauterkrankung Rosacea nicht, oder nicht adäquat versorgt. Das mag aber auch oftmals daran liegen, dass viele Menschen nicht den Weg zum Arzt finden, aus welchen Gründen auch immer.

Anstatt im Internet obskure Foren zu durchforsten um den Informationsbedarf zu stillen und vielleicht eine hilfreiche Lösung zu finden, ist mein erster Ratschlag immer zum Arzt zu gehen! Eine genaue Diagnose ist das Fundament, welches unabdingbar ist für eine gute und wirksame Behandlung. Da hilft es auch nicht den lieben „Onkel Konsumkaiser“ zu fragen, was er von den roten Flecken auf der Nase hält! Mich ehrt das Vertrauen, aber ich würde mich noch mehr freuen, wenn die Flecken nach ein paar Wochen weg-behandelt wären!

Nach der Diagnose gibt es heute mannigfaltige Möglichkeiten der Behandlung. Zuerst ist es wichtig zu wissen, dass man nicht alleine ist! Ca. 4 Millionen Menschen leiden in Deutschland an dieser Hauterkrankung! Das ist ungefähr mit Diabetes zu vergleichen. Früher (und auch heute noch) fühlten sich die Betroffenen stigmatisiert. Die rote „Knollennase“ galt z.B. lange als Zeichen für Alkoholismus.

Die Ursachen sind bis heute noch nicht ausreichend geklärt. Vermutet werden als Grund Störungen des Immunsystems, neuroinflammatorische Mechanismen, UV-Strahlung, lokale Entzündungen sowie Veränderungen der Gefäß- und Lymphgefäßregulation. Und dann, puh – jetzt bitte nicht ekeln – stehen Haarbalgmilben („Demodex folliculorum“) unter dem Verdacht, ursächlich an der Entstehung der Rosacea mitzuwirken (Co-Faktor). 

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Was macht man denn heutzutage so dagegen?

Bei milden Formen, gelegentlichen Rötungen kleinerer Areale der Haut und kleineren Papeln, reicht in der Regel eine Creme zum Auftragen aus. Geeignet sind Präparate mit 0,75% Metronidazol in unterschiedlichen Grundlagen sowie ein Gel mit 15% Azelainsäure. Wichtig zu wissen: Bei den leichten Formen ist ein lokales Antibiotikum nicht mehr die eleganteste Lösung! (Gefahr von Resistenzentwicklung und Kontaktsensibilisierung).

Erythromycin und Metronidazol sowie der Einsatz von Steroiden wird heute sehr kritisch gesehen. Das wäre sozusagen nur eine kurzfristige „Hautbildkosmetik“. Langfristig bringts nur Nachteile!

Bei schwereren Ausprägungen muss man da schon auch von INNEN rangehen. Zu den Salben und Lotionen gesellt sich dann noch eine Therapie mit einem Antibiotikum (oftmals Doxycyclin), gut wäre da ein Retardpräparat.

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Und dann kommt eine schlechte- und eine gute Nachricht: Die verfügbaren Arzneimittel wirken aber nicht (oder nur unzureichend) gegen Gesichtsrötungen, welche ja gerade besonders im Focus der Betroffenen stehen! Diese Behandlungslücke soll nun mit dem im Februar 2014 neu zugelassenen 0,5-prozentigen Brimonidintartrat-Gel Mirvaso gefüllt sein! Das finde ich eine wichtige Neuerung, bitte befragt dazu Euren Hautarzt, ob das für Euch in Frage kommt! Ich möchte aber auch nicht verschweigen, dass es auch hierzu kontroverse Diskussionen gibt!

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Mit dem Laser kann das Hautbild schnell und deutlich verbessert werden. Die Stärke der Laserbehandlung kann individuell auf die zu behandelnden Blutgefäße, den Hauttyp und die individuelle Situation eingestellt werden.

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Die betroffenen Menschen stehen oftmals auch vor dem Problem: „Wie pflege ich meine Haut richtig?“

Allgemein kann ich nur empfehlendass kosmetische Produkte für Rosacea-Patienten mild und fettarm sein sollten, einen schwach sauren pH-Wert haben und keine Duft- und Konservierungsstoffe enthalten. Wirkstoffe sollten hautberuhigend, entzündungshemmend oder gefäß­stabilisierend sein. Durchblutungs­fördernde oder zellstimulierende Inhalts­stoffe, beispielsweise in Anti-Aging-Produkten, sind leider zu vermeiden (Peptide, Formen von Retinol, usw…). Zu einer umfassenden Behandlung der Rosacea gehört auch ein guter UV-Schutz! Die Betroffenen reagieren empfindlich auf UV-Strahlung, zudem machen viele Antibiotika die Haut photosensibel!! Viele Lichtschutzmittel strotzen nur so vor Alkohol! Schaut unbedingt auf die Inhaltsstoffliste auf der Rückseite der Verpackung. Ist dort vorne Alkohol/Alcohol/Alcohol denat. mit dabei? Links liegen lassen!

Die Veranlagung zur Rosacea behält man ein Leben lang, somit ist sie als nicht heilbar anzusehen. Die Symptome und Auswirkungen kann man aber durch eine gute Behandlung und Therapie wunderbar in den Griff bekommen!

Ich stelle hier immer mal wieder Produkte vor, die (ich kennzeichne es dann deutlich) auch für die Rosacea-geplagte Haut zu gebrauchen sind. Trotzdem ist es immer ein „try & error“, denn JEDE Haut ist und reagiert anders!

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Unbedingt merken und weitestg. vermeiden:

  • Hitze, Kälte, Wind, Sonne, UV-Licht

  • Zu heiße oder zu kalte Bäder

  • Reizende Pflegeprodukte, beispielsweise auf alkoholischer Basis

  • Kaffee, Tee, Alkohol, scharfe Gewürze

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Bitte versteht meinen Artikel nicht als „ärztlichen Ratschlag“ sondern nur als kleinen Wegweiser und Anstoß aktiv zu werden, falls Ihr unter Rosacea leidet.

 

(Der Artikel ist nicht gesponsert!)

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(Quellen: Pharmazeutische Zeitung 16/2014 –  Gesellschaft für Dermopharmazie (GD) Dr. Jürgen Schauber Vortrag zur 18. GD Jahrestagung – Foto via Konsumkaiser)

 

21 Kommentare

  1. Meine Mutter ist von couperose geplagt die auch besonders an den Wangen ausgeprägt ist. Bei der Kosmetikerin ist sie schon des öfteren gewesen und es wurde ihr das veröden empfohlen.
    Momentan benutzt sie die rival de loop milde Reinigungsmilch oder das Clinique take the day of Balsam.
    Gegen Mitesser und Co das jean d ‚Arcel miratense Gesichtswasser ( was ich auch Super finde )
    Bei Bedarf das la roche posay beruhigende Serum Ultra ( ich weiß jetzt aus dem Kopf nicht die Bezeichnung )
    Und ja was die Creme angeht, Blaubeeren Creme aus der Apotheke gegen Rötungen oder von la roche.

    Aber ganz ehrlich Wunder kann man keine erwarten oder?
    Es ist jetzt noch nichts sichtbares passiert , viel besser fühlt sie sich mit dieser Routine auch nicht.
    Ich könnte sie ja nochmal zum Hautarzt schicken.

    1. Mein Rat: schleif Mama mit aller Kraft zum Arzt und geh die INCI der Kosmetik gewissenhaft durch, mir dünkt da einiges an Alk, Duft und ätherische Öle…

    2. ja, ich sage dasauch! unbedingt zum arzt, auch mal zu einem anderen! da tut sich immer mal wieder etwas. die medizin wie auch die haut deiner mutter verändern sich. unbedingt auf die duftstoffe und alkohol achten!!
      liebe grüße! kk

  2. Guten Morgen,

    ja Wunder darf man leider nicht erwarten, ich bin immer noch auf der Suche nach einer dauerhaften Pflege.
    Mein Hauttyp Mischhaut mit recht öliger T-Zone. Die meistens Rosazeaprodukte sind meiner Haut schlichtergreifend zu reichhaltig . Der Standard …. Rosazea …trockene Haut…erweitere Äderchen.
    Bei mir sind die Äderchen zum Glück kleingehalten,es sind die Flushs welche mir zu schaffen machen.Jetzt im Sommer einigermaßen gut zu handhaben, im Winter dann ein Graus.
    Metrogel immer im Kühlschrank parat,kommt aber nur ,wenns gar nicht mehr
    anders geht zum Einsatz.LRP ,Avene, das neue von Lierac u.s.w. alles gut rückfettend ..die Feuerwehr lässt grüßen !
    Nach meiner Erfahrung mittlerweilen kommt man mit einer Pflege für empfl.Haut ohne große Zusätze am Besten hin, nur halt leicht sollte sie sein und da fängst das Elend schon wieder an…..

    Aus jeder Ecke werden Rosazeaprodukte auf den Markt geworfen, doch beim INCI lesen frag ich mich oft was soll der Alkohol, Parfum oder 100 Kräutlein darin ? (die neue Serie von Annemarie Börlind nur als Beispiel 😦 )
    Hauptsache es steht ROSAZEA oder COUPEROSE drauf der“ dumme Kunde“ zahlt gut dafür ,wenns halt nicht passt „PECH“ das nächste Produkt steht schon in den Startlöcher. (Egal ob Douglas u.s.w.,Apothekenkosmetik ,DM -Marken oder Naturkosmetik )

    Über die Haarbalgmilbe genauso wie über das neue Brimonidintartrat Gel habe ich mich mit meinem Hautarzt unterhalten. Für das neue Gel ist nach seiner Meinung die Rosa zum Glück noch nicht ausgereift .Ob die Haarbalgmilbe wirklich verantwortlich dafür sei ,da streiten sich nach seiner Aussage die Geister.Um dies zu Testen ,wäre eine vollkommene pflegelose Zeit von mindestens einem Jahr in Betracht zuziehen…….keine Fütterung der Bakterien ,sondern aushungern.

    Ich bin nicht mehr die Jüngste 😉 Falten und Elastizitätsverlust schleichen sich so langsam ein, ohne ALLES und NIX nee davon bin ich nicht zu überzeugen !

    Danke lieber KK ,für deine Mühe und Recherche,welche du über die ROSENBLÜTE zusammengetragen 🙂

    in diesem Sinne einen schönen Sonntag
    LG
    Bärbel

    1. Liebe Bärbel,
      probier doch mal den Produktfinder bei Paula aus, den finde ich toll, alternativ einfach anrufen und sich beraten lassen, die Qualität der Produkte steht ja außer Frage.
      Brauche meine Arztcreme alle 3-4 Wochen, weil ich die Reizstoffe weglasse…bin aber immer unter Beobachtung.
      Viel Erfolf!

  3. Schön, dass Du das Thema aufgreifst, ich bin selbst betroffen (noch frisch diagnostiziert) und noch im Stadium I. Also leichte ständige Rötung der Nase und des Mittelgesicht sowie Kinn, die gelegentlich auch „aufblüht“, einige sichtbare Äderchen neben der Nase und leichte Ödeme auf den Wangenknochen. Leider eben seit dem Frühjahr auch Unverträglichkeit vieler Cremes und dann Brennen der betroffenen Hautstellen.
    Mein Hautarzt wollte mir aufgrund der leichten Ausprägung noch keine Medikamente verschreiben und so durchforste ich tatsächlich das Internet nach Informationen … 😉

    Denn wie Du auch oben schon beschreibst: die Rötung wird z.B. durch Metronidazol (ist übrigens ein Antibiotikum 😉 ) nur wenig beeinflußt, auch die Äderchen bleiben natürlich. Auch Azelain wirkt nur bei Pickeln und Pusteln gut, weniger bei „nur Rötung“.

    Das neue Mirvaso wird in amerikanischen Foren übrigens auch sehr kontrovers diskutiert – bei manchen wirkt es nur am Anfang gut, führt dann aber zu einem „Rebound-Effekt“ mit umso stärkerer Rötung. Da würde ich noch auf Langzeiterfahrungen warten. Und es wirkt natürlich nur für ein paar Stunden, da es die Gefäße zwingt, sich zusammenzuziehen – nach ca. 8-12 Stunden ist die Rötung wieder da wie vorher. Langfristigen Nutzen auf die Erkrankung hat es nicht, ist nur Kosmetik.

    Meine derzeitige Pflege:
    Zur Reinigung nehme ich ebenfalls die milde Reinigungsmilch von Rossmann – bis auf Parfüm (das ich anscheinend vertrage) ist da nichts Kritisches drin.
    Als Tagescreme benutze ich derzeit die „Hydralight Shine-Free Daily Mineral Complex with SPF 30 with antioxidants“ von Paula’s Choice mit rein mineralischen Filtern (Zinkoxid und Titandioxid) und schöner leichter Textur. Weißelt leider ein wenig.
    Zur Nacht: Nivea Sensitive Nachtcreme mit Süßholzwurzel, was einen antientzündlichen Effekt haben soll – die Tagescreme habe ich nicht so gut vertragen, da tippe ich auf UV-Filter-Unverträglichkeiten. Außerdem ist LSF15 eh ein bisschen wenig.

    1. Hi terrykay,
      nur weil man denkt, das der Duftstoff vertragen wird, muss es nicht so sein, es ist ein Stoff der die Haut reizt und keinen Nutzen hat, daher empfehle ich dringenst darauf zu achten, ehrlich. Gilt auch für Nivea, das ist ja fast immer mit Alk und Duftstoff, bitte lass dich nicht von „sensitiv“ etc beeinflussen.
      Das wichtigste überhaupt: lesen.INCI´s lesen, nochmal lesen.

      1. Hallo Charlotte,
        ich lese die INCIs (wieder), glaube mir! 😉
        Die Reinigungsmilch wasche ich ja wieder ab, da wirkt das Parfüm nicht lange ein, und deklarationspflichtige Duftstoffe, die reizend wirken, sind nicht drin. -> INCIs s. hier: http://www.codecheck.info/kosmetik_koerperpflege/gesichtspflege/gesichtsreinigung/ean_4305615192543/id_345261/Rival_de_Loop_milde_Reinigungsmilch.pro
        Die neue Nivea-Serie für sensible Haut ist tatsächlich nicht schlecht formuliert und ohne Duftstoffe! – > s. hier: http://www.nivea.de/Produkte/gesichtspflege/Hauttyp/Sensible-Haut – bei den einzelnen Produkten kann man die INCIs einsehen.
        Da sind manche Apothekenprodukte deutlich schlechter – die meisten Linien für Rosazea enthalten Duftstoffe (z.B. Avène, La Roche Posay), teilweise sogar Alkohol (z.B. Rosaliac Emulsion von LRP – s. hier: http://www.larocheposay.de/Produkte-Behandlungen/Rosaliac/Rosaliac-Emulsion-p1176.aspx – Alcohol denat. an 5. Stelle!).
        Ein Allheilmittel gibt es aber wohl eh nicht und man muss selbst probieren, was man am besten verträgt.

  4. Hallo liebe Charlotte,
    Paula hatte ich schon 2x im Test. Da meine T-Zone noch recht ölig ist bekomme ich durch das viele Silikon in ihren Produkten sehr viele Mitesser(hab da eh mit zu kämpfen) Dann gebe ich wieder tägl.2 % BHA drauf ,eine Schraube ohne Ende. Für meine Rosa allerdings sind die Produkte OK.

  5. Man muss nicht zwangsläufig eine Pflegecreme auftragen, Hauptsache Sonnenschutz, das neue Resist mit SPF 30 für ölige Haut schon ausprobiert?

  6. ausprobiert noch nicht, aber schon mehrmals angeschaut 😉 Ich werde mir Proben ordern ,danke Charlotte

  7. Eine Bitte habe ich:
    Bitte nicht Couperose und Rosazea in einen Topf werfen!

    Es ist richtig, dass bei Rosazea oft eine Couperose dazu kommt und vice versa auch viele Menschen mit Couperose eine Rosazea haben, aber es sind grundsätzlich zwei verschiedene Paar Schuhe!

    Im Alltag ist für die Rosazea-Haut wichtig:

    – Keine mechanische Reizung. Also keine Peelings mit egal wie sanften Körnchen, kein trockenrubbeln der Haut mit dem Handtuch, sondern eher trockentupfen.

    – Keine chemische Reizung. Also kein oder möglichst wenig Alkohol in den Pflegeprodukten wie Gesichtwasser und Co. Keine oder nur sehr wenig Peelings mit irgendwelchen Säuren, aufpassen bei vielen Anti-Aging-Wirkstoffen. Denn was wirkt, hat leider oft Nebenwirkungen auf die Rosazea.

    – Keine thermische oder optische Reizung: Hitze und Kälte sowie Sonneneinstrahlung meiden. Also keine Saunagänge, keine Sonnenbäder, keine Winterspaziergänge. Im Winter die Haut mit einer Kälteschutzcreme schützen und WICHTIG, diese beim betreten geheizter Räume wieder abnehmen, sonst droht ein Hitzestau der Haut. Nie ohne einen hohen Sonnenschutz vor die Türe.

    – Ebenso reichhaltige Pflegeprodukte vermeiden. Es ist ein (auch unter Hautärzten) weitverbreiteter Irrtum, dass Rosazeahaut reichhaltige Pflege benötigt. Ganz im Gegenteil. Gerade reichhaltige Pflege kann zu einem Überhitzen und somit zu einer Verschlimmerung der Haut führen. Wichtig ist FEUCHTIGKEIT! Kein Fett!

    – Auch hat leider Sport negative Auswirkungen auf die Rosazea. Eben durch die vermehrte Durchblutung der Haut und die Wärmeentwicklung im Körper. Hier gibt es aber einen einfachen Trick. Waschlappen anfeuchten und im Gefrierschrank aufbewahren und dann in einer kleinen Kühltasche mit zum Sport nehmen und direkt nach der Anstrengung auf das Gesicht legen und sanft kühlen. Herunterkühlen, nicht runtgerfrieren! 😉

    Bei Pflege:
    Generell aufpassen bei Wirkstoffkosmetik und vor allem bei Naturkosmetik. Die meisten Rosazeapatienten vertragen vor allem Naturkosmetik nur sehr schlecht.
    Und immer wieder vor dem testen neuer Produkte umhören. Und zwar bei „echten“ Rosazea-Geplagten, nicht bei Couperose-Betroffenen! Das gibt keine 100 %ige Sicherheit, aber man kann Fehlkäufe doch verringern. Zum Wohl der Haut.

    Denn jeder Flush, der anfangs noch wieder abklingt, bringt einem einer dauerhaften Rötung näher.

    1. nein, das sind nicht zwei paar schuhe, sondern die couperose ist nichts anderes als die rosacea stadium 1. gekennzeichnet durch die „erythematös-teleangiektatische“ Form, wenige kleine Papeln können auch vorkommen. mittlerweile haben sich im sprachgebrauch couperose und rosacea angeglichen, da immer mehr menschen mit rötungen im gesicht zu kämpfen haben. allerdings muss es sich dabei auch nicht immer um eine rosacea handeln. deshalb plädiere ich für eine gründliche diagnostik beim hautarzt!
      bei peelings stimme ich dir zu, allerdings ist ein beta hydroxy peeling durchaus angebracht und sinnvoll, es wird oftmals gut vertragen.
      beim sport finde ich deine aussage arg verallgemeinernd, denn sport kann die psychische komponente der rosacea beeinflussen. man muss beim sport nicht zwangsweise stark schwitzen und einen „roten kopf“ bekommen, auch bei leichtem ausdauersport finden sich die stimmungsaufhellenden effekte eindeutig. darauf sollten rosaceapatienten KEINESFALLS verzichten!
      LG, kk

  8. Hallo, ich bin Ende Dreißig und meine roten Hautareale im Wangenbereich werden leider auch von Jahr zu Jahr größer. Meine Hautärztin hat Rosacea diagnostiziert, hält aber eine medikamentöse Therapie noch nicht für notwendig (wobei sie auch findet, dass Vitamin C sowie Retinol durchaus noch ok sei bei R. – dem stehe ich eher kritisch gegenüber). Ich habe über Monate selbst recherchiert und komme momentan am Besten klar, indem ich Parfüm/äth. Öle (hier Achtung bei Naturkosmetika), Alkohol, AHAs, Retinol, Vit. C. in Kosmetika meide, ausschließlich Enzym-Peelings anwende (Artdeco hat eine preiswerte Alternative zu Kanebo oder Dermalogica) und eine supermilde Reinigung anwende. Bei mir war es letztes Jahr so schlimm, dass ich meine bisherige Pflege wg. Brennen etc. nicht mehr nehmen konnte (die Avene-Antirougeur-Linie habe ich gut vertragen, die von Eucerin gg. Rötungen z.B. leider gar nicht, hier muss man sich wohl oder übel durchtesten und die INCIs genau lesen). UV-Schutz würde ich zw. 30 u. 50 empfehlen und bei auftretendem Brennen ch. Filter probeweise weglassen (wie …-benzone), hat bei mir gut funktioniert, die roten Backen sind zwar immer noch da, aber meine Haut ist ruhiger und stabiler geworden. Kleiner Tipp noch: Nachtkerzenöl und Borretschöl-Kapseln täglich als Unterstützung von Innen (in Leslie Baumanns Buch hat es auch ein paar gute Tipps zu empfindlicher Haut).

    1. also bei vitamin c und retinol wäre ich auch SEHR vorsichtig. diese stoffe sind schon sehr potent!! aber es ist wirklich nichts zu verallgemeinern, was bei der einen einen schub auslöst, kann bei der anderen toll wirken. es sit wirklich so! liebe grüße, kk

  9. Moin 🙂
    Ich möchte mal ganz laut *DANKE* sagen für die Mühe die Du Dir immer gibst mit all den Tipps und Hinweisen sogar für uns *Rosenhäute* die ja ansonsten in Beautyblogs nicht existent sind.
    Lieben Dank und noch einen entspannten Abend
    Claudia

  10. Hallo, vielleicht habe ich einen Tipp für alle Rosacea-Geplagten.
    Mein Mann leidet schon sehr lange unter dieser Hautkrankheit, hat sich natürlich auch ärztlich behandeln lassen und alle möglichen hoch dosierten Cremes und Medikamente ausprobiert.
    Richtig gut geholfen hat aber nur eines, und zwar die „Haar Vital Komplex“ Kapseln vom DM. Auf Rat eines Heilpraktikers wollte er Zink einnehmen und diese Kapseln hatte ich gerade für mich selbst gekauft. Er nimmt nun schon seit mehreren Jahren eine am Tag, bei Bedarf auch zwei, wenn die Haut trotzdem etwas zickt. Und von der Rosacea ist fast nichts mehr zu sehen außer alten Überbleibseln wie zB Verdickungen an der Nase, so gut wie keine Rötungen mehr. Mein Mann hat eine relativ starke Form der Krankheit gehabt, mit vielen Rötungen, Verdickungen, sehr großen Hautunreinheiten.
    Vielleicht hilft dieses simple und günstige Mittel ja auch anderen – würde mich freuen.

    1. ein super tipp! warum nicht? wenn man fast schon verzweifelt, ist einem jeder ratschlag viel wert! und zink beeinflusst in gewissem maße ja auch das immunsystem. probierts aus!! danke silke!! kk

  11. Ich nehme seit einiger Zeit die Haar- Kapseln von Doppelherz und kann auch sagen, dass meine Haut widerstandsfähiger geworden ist. Pusteln habe ich nur noch im Zusammenhang mit Migräne, da nehme ich dann die Tinktur vom Dermatologen. Die Inhaltstoffe sind ähnlich wie die des „Haar-Vital“ Präparats. Am deutlichsten ist die Wirkung auf meine Nägel. Ich ernähre mich wirklich ausgewogen und hätte nicht gedacht, dass ein NEM Wirkung zeigt.

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