LIFESTYLE: TRENDBAROMETER * 09.09.2022

Das KK-Trendbarometer ist wieder da und schaut auf die Dinge, die mich in der vergangenen Woche bewegt, belustigt oder erschüttert haben. Ein bunter Mix, unterhaltsam, lustig, manchmal auch nachdenklich…

 

 

Queen Elizabeth II.

Nun ist es geschehen. Das, was man sich eigentlich gar nicht vorstellen konnte. Pflichtbewusstsein in Person war sie, und nun ist sie schnell und doch irgendwie unerwartet verstorben.

Eine Ära geht endgültig zu Ende, eine so verlässliche Konstante der Zeitgeschichte verschwindet, wieder verändert sich die Welt ein wenig, und auch wenn man mit den Royals nichts am Hut hat, so ist man doch ein Stück weit betroffen.

Möge sie in Frieden ruhen.

 

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Nette Serien auf Netflix und Apple TV – zur Entspannung

Serien, die man nicht gesehen haben muss, die aber durchaus unterhaltsam sind, ja, die mag ich. Zwischendurch mal Friede, Freude, und den berühmten Eierkuchen – für mich Entspannung pur.

Dereinst konnte ich mich da ja auch für ausgewählte Trash-TV-Sendungen erwärmen, aber das ist Geschichte. Seitdem dieses Genre nur noch verroht, hat es für mich keinen Wert mehr. Um so mehr bemühe ich mich, bei Netflix und Co. (handwerklich) gut gemachte Serien und Filme zu finden, die mich ansprechen.

Auf Apple TV hat mich ein netter kleiner Animationsfilm entzückt, der wirklich ganz goldig (ja, und auch ein wenig schmalzig) „erklärt“ was es mit Glück und Unglück auf sich hat, woher sie kommen, und wer (aha?) dafür verantwortlich ist: „Luck“

Pechvögel, Glückskobolde und andere magische Kreaturen erleben ein großes Abenteuer, das von so vielen netten kreativen Ideen begleitet wird, die man alle kaum auf einmal wahrnehmen kann, sodass man den Film auch zweimal schauen sollte.

 

Wer die Serien von Darren Star mag (u.a. Sex and the City, Melrose Place, Emily in Paris…), wird auch „Partner Track“ lieben. Natürlich spielt die Serie in New York, und (natürlich) sind die Protagonisten nicht bettelarm, aber zumindest bunt gemischt.

Alles spielt zwar in dem riesigen Haifischbecken der New Yorker Anwaltswelt, aber eigentlich geht es doch um coole Klamotten und jede Menge Love Interests. Sehr stylish und mit edler Hochglanzoptik. Sehenswert, aber bitte keinen Tiefgang erwarten.

 

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Lacher der Woche

In Bus und Bahn ab Oktober weiterhin Maskenpflicht. In Flugzeugen nicht. Herrlich…

 

 

 

Soziales Engagement

Wer hier schon länger im Blog mit dabei ist, wird wissen, dass ich mich immer nebenbei noch in sozialen Projekten engagiere. War es im Tierheim, bei der Tafel, oder bei privaten Initiativen.

Leider sind viele Projekte einfach nicht mehr das, was sie einmal waren, wurden zu Tode gespart, oder das Ganze hat sich so verändert, dass ich für mich keine Motivation mehr finden konnte.

Nun habe ich aber von einer Initiative gehört, die sich „Obstkäppchen“ nennt, und da geht es um Altersarmut. Ein mehr als beschämendes Thema. Ähnlich wie die Kinderarmut ein Zustand, der unwürdig für ein (immer noch) reiches Land wie Deutschland ist.

Ich bin allerdings auch etwas zwiegespalten, denn obwohl ich Hilfen wie die Tafeln oder eben auch Obstkäppchen unerlässlich und wichtig finde, so ist es doch ein Unding, dass sich mittlerweile der Staat höchstpersönlich auf solche Hilfen ausruht verlässt.

Wenn Amtsmitarbeiter Menschen in Not an solche privaten Initiativen weiterreichen, dann halte ich das persönlich für ein Armutszeugnis. Hier wird Hilfe geleistet, weil der Staat nicht genug tut, und weil es nicht mehr anders geht. Und der Staat so: Geht doch!

Obstkäppchen versorgt bedürftige Menschen während ihres Lebensabends mit gesunden Lebensmitteln und automatisch auch kleineren sozialen Kontakten. Die Chance auf Begegnung, Austausch und Gemeinschaft haben aber auch die Ehrenamtlichen, die den Laden zum Laufen bringen.

Eine schöne, ganzheitliche Idee, die von gegenseitigem Respekt geprägt ist, und den der Staat in so mancherlei Hinsicht vergessen zu haben scheint.

Die modernen Rotkäppchen bringen zwar keinen Wein, aber eben Tüten mit Obst, Gemüse, und manchmal auch Schokolade. Die Tüten öffnen dann buchstäblich Türen. Eine sehr schöne Idee, und ich bitte Euch doch mal auf der Seite von Obstkäppchen vorbeizuschauen.

Noch ist das Projekt klein und auf wenige Städte in Deutschland begrenzt, ich hoffe aber auf Expansion. Daher sollte man die Idee auch bekannt machen. Das Ganze ist natürlich kleiner als die Tafeln es sind, aber eben auch persönlicher und selektiver. Und die Idee des beidseitigen Gewinns finde ich besonders charmant.

Leider ist meine nächstgelegene Obstkäppchen Initiative erst in Dortmund zu finden, aber mal sehen, was man da machen kann.

Kanntet IHR Obstkäppchen schon?

 

 

 

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(Fotos: KK und Screenshots   Keinerlei Sponsoring)


17 Gedanken zu “LIFESTYLE: TRENDBAROMETER * 09.09.2022

  1. Guten Morgen,
    was für eine schöne Idee, das Obstkäppchen. Vielen Dank für diesen Hinweis.
    Ja, beschämend, das Richtige Wort, wenn Menschen nach einem langen Arbeitsleben im Müll nach Leergut suchen, früh um vier Zeitungen austragen oder abends noch die örtliche Sparkasse putzen (mit 80), um über die Runden zu kommen.
    Das bringt mich zum Weinen, vor Trauer und Zorn.
    Einen nachdenklichen Freitag und liebe Grüße
    Daniela

  2. Guten Morgen in die Runde,

    vielen Dank für den Filmtipp, die schwarze Katze ist entzückend :-).

    Altersarmut ist schrecklich, immer und bei allen Menschen. Bei der Kriegs- und Nachkriegsgeneration, die mit so vielen Entbehrungen und Verlusten aufgewachsen ist und so viel zum Aufbau des Landes beigetragen hat, jedoch besonders tragisch. Entsetzlich wenn arme alte Menschen Flaschen sammeln, um sich ein paar Euro zu verdienen.

    Vor Jahren habe ich einen Artikel gelesen, ich weiß nicht mehr wo, der die Tafeln sehr kritisch gesehen hat, weil sie Armut verdecken. Ohne Tafeln wäre die Politik zum Handeln gezwungen und könnte nicht mehr länger die Augen vor den Zuständen verschließen. Die britische Supermarktkette Tesco versieht bereits Käse mit Diebstahlsicherungen. Käse (!) und nicht etwa teure Spirituosen. Wie weit ist es in westlichen Industrieländern gekommen, wenn Lebensmitteldiebstähle offenbar derart zunehmen, dass Käse mit einer Diebstahlsicherung versehen wird? Keine Ahnung, wo das noch hinführen wird.

    Trotzdem wünsche ich allen ein schönes Wochenende!

        1. In diesem Ausklappmenü stimmt das scheinbar. Unter „Standorte“ ist aber Dortmund aufgeführt. Vielleicht ist da noch keine Auslieferung, weil noch rekrutiert wird. Ich mache mich da eh am Wochenende mal schlau.
          Liebe Grüße
          KK

              1. Ich habe gerade mit Annafee telefoniert. Leider ist ein Auto notwendig, um die weiten Strecken bewältigen zu können. Mit dem ÖPNV ist das laut Annafee nicht möglich. Ich dachte, ich könnte bei mir und in den benachbarten Stadtteilen mit meinem Einkaufstrolley zu den Menschen gehen. Schade :-(. Annafee hat mich an die Seniorentafel von Seniorenglück verwiesen, deren Homepage schaue ich mir später in Ruhe an. Ich berichte dann an einem der kommenden Mittwoche, was sich ergeben hat.

    1. Danke Aline. Im Übrigen: Armut betrifft uns alle ;die Leute kaufen nichts mehr, die Wägen sind richtig leer geworden 5xAufbackbrötchen statt der Gang zum Bäcker selbst am Sonntag Frau in den mittleren Jahren nicht 70 und schon gar nicht Kriegsgeneration übrigens bezweifle ich, dass es davon noch viele in Deutschland gibt aber egal nicht nur die haben zum Erfolg der BRD beigetragen! Butter für 3 € Packung reicht eine Woche höchstens und bei Rama wird es auch nicht billiger. Wir müssen aber essen. Wir verlieren Geld ( fast 10%). Meine Mutter (Kriegskind ) hat immer gesagt: Jede Generation erlebt Krieg und Geldentwertung, pass mal auf, du wirst alles verlieren, was Papa und ich unser Leben lang aufgebaut haben. Wie recht sie hatte. Wir befinden uns auf dem besten Wege. Diejenigen, die was haben sind in den Arsc. gekniffen, nicht so sehr die Prekären, für die wird immer gesorgt!
      Übrigens hier auf dem Land hat plötzlich jedes Haus eine PV -Anlage auf dem Dach wie schnell das plötzlich bei jedem ging ich staune
      Servus

  3. Ach ja die Queen, fühlt sich seltsam an…
    Was das Sparen angeht ertappe ich mich neuerdings auch dabei, Dinge anzuschauen, zu überlegen, in das Körbchen zu packen…und wieder zurückzulegen. Das war jetzt nur reduzierte Kosmetik bei Rossmann, aber wenn dass weitergeht?
    Letzten war ich nach der Arbeit im Edeka ( meide ich sonst aus Kostengründen), weil ich gegen Feierabend spontan Heißhunger auf Lakritzschnecken bekommen hab. War dann auch nur kurz drin, Regal gesucht, 1 Beutel gegriffen und zur Kasse. Wurde zum ersten Mal gefragt, ob man in meinen Rucksack schauen dürfe- Die Kassiererin war nett und ihr war’s auch zuwider, also kein Ding, kann’s ja irgendwo nachvollziehen. Kurz drauf ging’s meiner Kollegin beim Rossmann genauso. Ich gehe also davon aus, dass tatsächlich mehr geklaut wird- und wir reden hier von Lebensmitteln und Drogerieprodukten!
    Das schockiert mich schon.

    LG Christine

  4. Alle wollen weniger Stunden arbeiten. Work, lifebalance. Da bleibt jedem einzelnen mehr Zeit sich sozial zu engagieren. Egal ob beim Roten Kreuz, Behindertenbetreuung, Seniorenhilfe,…
    Außerdem, der Staat, die Demokratie sind wir.

    1. Soziale Arbeit ist aber auch Arbeit. Viele wollen oder müssen weniger arbeiten, um Burnout vorzubeugen, Verwandte zu pflegen oder sich von Long Covid zu erholen. Natürlich ist ein Ehrenamt schön, aber der Staat sollte nicht seine Bürger ausbeuten, sondern die Reichen endlich mehr besteuern.

  5. Lieber KK,
    heute mal ein herzliches Dankeschön für deine Film- und Serientipps.
    Was habe ich beim Durchsuchten von Uncoupled gelacht. Immer wieder finde ich wegen deiner Tipps Unterhaltung genau nach meinem Geschmack.
    Liebe Grüße und weiter so!
    Beate

  6. Obstkäppchen und Tafeln sind leider notwendig – weil sich ein Staat auf solche Freiwilligenorganisationen verlässt, stellt er sich damit selbst ein Armutszeugnis aus, aber es hilft ja nichts. Das ist ebenso seltsam, wie daß Eltern antreten mussten, um die Klassenräume ihrer Kinder zu streichen.

    Mit Blick auf die Coronaschutzmaßnahmen:
    das Theater, das die FDP veranstaltet, ist absurd. Die fahren mit den anderen Koalitionsparteien Schlitten, die wohl bloß mitmachen, damit die Koalition nicht platzt. Mit Logik hat das nichts zu tun. Man kann es für Absicht halten, damit jeglicher Schutz (wenn nicht ohnehin gesetzlich aufgehoben) durch Quertreiber unterlaufen wird.

    Was will die FDP eigentlich? Noch mehr – teure – Krankentage? M.E. schadet das der Wirtschaft doch auch (mal ganz abgesehen von gesundheitlichen Aspekten, die mittlerweile ja sowieso total egal sind). 🙈

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