LIFESTYLE: UND WAS WAR SONST SO…? (10.04.2022)

Und was war sonst so…? ist eine neue (unregelmäßige) Rubrik, die ab sofort das KK-Trendbarometer ablösen wird. Auch hier geht es um Dinge, die mich in den vergangenen Tagen bewegt, belustigt oder erschüttert haben, nur nicht mehr Freitags, sondern immer (mal) wieder Sonntags. Herzlich Willkommen!

 

Passiert was nicht passieren sollte…

Es gibt ja so einige Dinge im Leben, die möchte man möglichst vermeiden, oder zumindest so lang wie möglich hinauszögern.

Wenn man alte Eltern hat, oder wie in meinem Falle eine ältere Mutter, lebt man ja immer in der Angst, dass ein Sturz passieren könnte. Ab einem gewissen Alter kann ein Sturz schlimme bis schlimmste Folgen haben. Und genau das musst meiner Mutter in der vergangenen Woche passieren.

Was habe ich mich innerlich aufgeregt, über sie geschimpft und mir an den Kopf gefasst, aber es hilft ja alles nichts, meine Aufgewühltheit durfte ich sie ja nicht spüren lassen: Damit auch ja die Mülltonne, nachdem die Müllabfuhr sie gelehrt hat, wieder schnell und sauber in ihrem Müllhäuschen steht, wartet meine Mutter immer ungeduldig vor dem Fenster und beobachtet die Situation genau.

Und kaum sind die Müllwerker auch nur zehn Meter entfernt, stürzt sie sich bereits aus dem Haus und stellt die Mülltonne wieder akkurat in ihren Unterschlupf. Das kann nicht schnell genug gehen, was könnten nur die Nachbarn denken, stünde die Tonne einmal fünf Minuten unberührt auf der Straße.

Diesmal war sie aber wohl unkonzentriert, wollte vielleicht schneller als alle anderen sein, was auch immer. Sie ist auf den zwei kleinen Treppen vor dem Haus ins Straucheln gekommen und recht schwer gestürzt.

Alptraum, wenn man 83 ist.

Sie konnte wohl nicht mehr hochkommen, und lag eine zeitlang am Boden, bis sie sich an Blumenkästen abstützend wieder auf die Beine rappelte. Halb kriechend, halb gehend konnte sie sich ins Haus schleppen. OK, Oberschenkelhals oder Hüfte konnten wohl nicht gebrochen sein, sonst hätte das mit Sicherheit nicht funktioniert.

Als ich nachmittags bei ihr vorbei kam, wunderte ich mich schon über das zusammengekauerte Wesen auf der Couch. Kleinlaut berichtete sie mir von ihrem Malheur.

Tja, dann ging es natürlich sofort ab ins Krankenhaus. Sowas darf man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Und was soll ich sagen, es war dann doch eher Glück im Unglück. Ein Bänderriss am Fuß, eine leichte Verstauchung am anderen Fuß und am Handgelenk, das war es dann. Sie hatte viel Glück gehabt.

Trotzdem muss sie für eine Zeit an Krücken laufen, den blau geschwollenen Fuß entlasten, und auch das macht mir Sorgen, denn bei alten Leuten ist eine Einschränkung in der Bewegungsfähigkeit nie gut. Egal wie lang oder kurz das auch sein mag. In dem Alter bedeutet Abbau immer nichts Gutes.

So widme ich nun jede freie Minute ihrer Mobilisation, habe also auch heute einen nur eher kurzen und einseitigen Blogbeitrag zu präsentieren, finde aber auch, dass man an diesem Beispiel wieder einmal sehen kann, wie schnell und oft diese Stürze im Alter geschehen können. Man kann wohl fast schon sagen: Irgendwann erwischt es jeden einmal.

Vorbeugen hilft, manchmal aber recht begrenzt, aber besser als nichts. Beweglich bleiben. Möglichst vielfältige Bewegungsformen in den Alltag integrieren, auch mal (falls körperlich möglich) etwas stärkere Sprung(Hüpf)- und Stoßbewegungen einbauen, die der Knochendichte sehr dienlich sind! Täglich auf die Beine und seine körperlichen Möglichkeiten nutzen!

Was WIR nicht nutzen baut unser Körper ab! Und das gilt für Körper UND Geist.

 

 

Noch kurz zur „Stillen Auktion 2022“

Ich konnte in einer recht langen Nachtschicht doch tatsächlich alle neun Pakete fertig machen, und sie sind am Freitag zur Post gekommen. Also können sich alle Gewinnerinnen und Gewinner der Auktion nächste Woche auf ein Päckchen freuen.

Es ist eine kleine aber von Herzen kommende Summe zusammengekommen, die von mir natürlich aufgestockt und dann gespendet wird. Darüber will ich demnächst noch einmal gesondert berichten, denn die Hilfe wird auch hier gebraucht, da sehr viele Privatinitiativen den Geflüchteten hier gleich vor Ort helfen, und die bekommen dafür keine Unterstützung von Stadt, Land oder Staat. Da werden dann ausdrücklich auch die Tiere in die Hilfe mit einbezogen, die zusammen mit den Geflüchteten hier manchmal in Schockstarre oder gar krank ankommen und dringend aufgefangen werden müssen.

Gerade in diesen Dingen frage ich mich, wie unser Staat wohl ohne die scheinbar fast schon unermüdliche Hilfe von so vielen Freiwilligen auskommen könnte? Diejenigen, die Erstkontakt haben leisten wahnsinnig viel. Hut ab!

Ich danke allen, die so nett waren und ein Gebot abgegeben haben. Nicht traurig sein, wenn es nicht geklappt hat. Nun brauche ich nur noch meinen guten Vorsatz einhalten: Bewusster einkaufen. Bei den Lebensmitteln klappt es schon seit geraumer Zeit recht gut. Auch dazu wird es hier ab und an Wasserstandsberichte geben. 😉

Alles Liebe

KK

☮️

 

 


33 Gedanken zu “LIFESTYLE: UND WAS WAR SONST SO…? (10.04.2022)

  1. Lieber KK,
    Gute Besserung für deine Mutter. Super, dass du dich so lieb um sie kümmerst. Ich kenne das Thema sehr gut. Ich mache auch, was möglich ist, dass meine Mutter mit ihren 88 Jahren selbstbestimmt in ihren eigenen 4 Wänden leben kann. Es ist manchmal anstrengend, aber sicher waren wir das als Kinder auch. Ich drück euch ganz fest die Daumen, dass in ein paar Wochen das Malheur wieder vergessen ist.
    Viele Grüße
    Daniela

  2. oh je, das tut mir leid für deine Mama. Da ich (65) vor ein paar Monaten selbst einen Bänderriss hatte, ich habe gehört, wie sie gerissen sind, weiß ich, wie schmerzhaft das ist. Hat sie denn so eine Orthese bekommen? Es dauert etwas, kommt aber wieder in Ordnung. Alles Gute für die Mama.

  3. Eine rasche Erholung wünsche ich Deiner Mama
    🌸🌸🌸🌼🌼🌼🌷🌷🌷
    und das schöne Wetter, was uns kommende Woche erwartet, lädt förmlich dazu ein, im Grünen etwas Sonne zu tanken.
    🌞🌞🌞
    Und zumindest hat Deine Mama da noch Glück im Unglück, dass sie in Dir so einen qualifizierten Coach hat.
    Alles Liebe
    Eileen

  4. Lieber KK,
    alles Gute für Deine Mutter! Denk mal drüber nach einen Notruf zu beschaffen. Wir hatten den bei den Johannitern abonniert und schon nach einer Woche benötigt. Zum Schluss sogar zwei Mal täglich.Das ist bei älteren oder allein lebenden Menschen wirklich nötig und nach neuestem Urteil sogar bei der Steuererklärung abziehbar.
    Allen einen schönen Sonntag!

  5. Lieber KK,

    ich wünsche Deiner Mutter schnelle und vollständige Genesung. Da hat Sie wahnsinnig Glück gehabt dass nicht noch mehr passiert ist. Meine Mutter hatte dieses Glück leider nicht. Die hatte letztes Jahr den zweiten Oberschenkelhalsbruch. Das sind diese Momente im Leben die man niemals erleben möchte.

    Genesungsgrüße von Herr TO.

  6. Lieber KK,

    auch von mir die besten Wünsche für die Frau Mama. Ich bin selbst auch nicht mehr jung und merke seit längerem, wie einem das Alter zusetzen kann. Sei froh, dass der Sturz doch (relativ!) glimpflich abgegangen ist. Schnelle und vollständige Genesung und viele herzliche Grüße!

    Daniel

  7. Lieber KK,…..ich wuensche deiner Mutter gute und schnelle Genesung!
    Ihr Schutzengel passte an diesem Tag wirklich sehr auf sie auf,…..haette ganz anders ausgehen koennen. 🙈

    glg an euch Zwei,

    angela*

  8. Lieber KK, alles Gute und gute, rasche und vollständige Genesung für Deine Mutter.
    Da hat sie trotz allem wirklich noch einmal Glück gehabt. Vielleicht gelingt es irgendwie, ihr klar zu machen, dass es pures Glück war, dass nicht noch viel mehr passiert ist? Wenn da ein Lerneffekt einträte, kann man dem nächsten Sturz vielleicht vorbeugen. Nur Angst davor sollte sie nicht bekommen.
    Toll, dass Du Dich so fachkundig, um sie kümmern kannst!

  9. Lieber KK, gute Besserung deiner Mutter, sie hatte noch Glück im Unglück. Ich kenne diese Methode mit dem sofortigen Abholen der geleerten Tonne von meiner Mutter, das sind eben die kleinen Eigenheiten, die sich irgendwann so einschleichen. Leider will es niemand wahrhaben, dass irgendwann alles nicht mehr so funktioniert wie früher. Es ist ein langer Prozess und manchmal wird eben doch über die Stränge geschlagen – manchmal geht es gerade noch gut, aber eben nicht immer.

    Da ich bei der Aktion nicht mitgeboten habe (wegen eines reichlich vorhandenen Vorratslagers), möchte ich zu dem Betrag, der zusammen gekommen ist, gerne noch etwas aufstocken. Ich würde das dann über dein Paypal-Konto machen.

    Schönen Sonntag euch allen
    Fraeulein Bratbecker

    1. Guten Abend, das finde ich aber sehr sehr lieb von Dir und vielen lieben Dank! Da ich eh noch ein wenig im Bekanntenkreis sammle, kommt dein „Aufstocker“ sehr passend, und ich bedanke mich ganz herzlich!
      Viele liebe Grüße
      KK

  10. Lieber KK,
    wünsche Deiner Mutter gute Besserung und eine schnelle vollumfängliche Genesung. Wie gut , dass sie einen Sohn hat, der sie liebevoll unterstützt.
    Herzliche Grüße
    Britta

  11. Alles Gute deiner Mama und was für ein Glück, dass es noch „so“ abging. Meine hat sich damals die Schulter gebrochen, wie sich dann rausstellte, wollte aber partout nicht ins Krankenhaus, um das abklären zu lassen. Zudem gleicht es einer persönlichen Beleidigung, wenn man vorsichtig darauf aufmerksam macht, dass manche Dinge ab einem gewissen Alter keine gute Idee sind. Habe ein bisschen Angst, dass ich auch so dickköpfig und belehrungsresistent werde. Aber ich fürchte, ich werde ganz genau so.🙊🙈

    PS: bei der stillen Auktion habe ich auch nicht mitgemacht, weil meine Hautpflege aktuell steht und ich auch nicht das hätte bieten können, was ich angemessen gefunden hätte.

    1. Ja, wir werden doch unseren Eltern ähnlicher als wir manchmal denken. 😉 Ich finde es manchmal gar nicht soo schlimm, denn wenn ich es „entdecke“, erinnert es mich immer ganz rührend an meinen verstorbenen Vater, und dann fühle ich mich ihm ganz nah.
      Viele liebe Grüße
      KK

  12. Auch wenn es schlimm genug ist, freut es mich, dass es für Deine Mutter nicht noch schlimmer gekommen ist! Gute Besserung für Sie, für Dich und allen hier viel Freude an dem sonnigen Wetter, das ein bisschen Licht in dunkle Zeiten bringt!

  13. Gute Besserung auch von mir für deine Mutter.

    Unsere Mutter hat letztes Jahr sich endlich durchringen können eine Smartwatch mit Sturzerkennung zu tragen, mit der sie in der Not auch telefonieren und einen Notruf absetzten kann.
    Ein glimpflich verlaufender Schlaganfall und die dringende Empfehlung ihres Hausarztes brachte ihr letztendlich diese Erkenntnis. Sie ist vor ein paar Wochen 90 Jahre alt geworden und noch recht mobil und viel zu Fuss unterwegs. Diese Uhr gibt uns allen Sicherheit, dass schnell Hilfe geholt werden kann.

    Rückblickend hätte ich ihr eher eine Apple Watch empfohlen. Die Uhr meiner Mutter ist halt nicht soooo einfach zu bedienen und das Display reagiert nicht so schnell wie das der Apple Watch. Aber auch die Apple Watch kann schnell unübersichtlich werden…

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