LIFESTYLE: UND WAS WAR SONST SO…? (13.03.2022)

Und was war sonst so…? ist eine neue (unregelmäßige) Rubrik, die ab sofort das KK-Trendbarometer ablösen wird. Auch hier geht es um Dinge, die mich in den vergangenen Tagen bewegt, belustigt oder erschüttert haben, nur nicht mehr Freitags, sondern immer (mal) wieder Sonntags. Herzlich Willkommen!

 

(Preis-)explosion

Die Preise an den Tankstellen und Supermärkten explodieren, wir können es alle derzeit in Echtzeit miterleben. Ich frage mich gerade, wie zum Beispiel Menschen, die auf eine Grundsicherung angewiesen sind, nun schon seit Monaten mit diesen Preissprüngen zurecht kommen sollen?

Wann wird da eingegriffen? Mal ganz davon abgesehen, dass wir alle demnächst wohl kurz vor einem Herzinfarkt stehen, wenn die nächsten Abrechnungen der Energieversorger ins Haus flattern.

Probleme, die natürlich zuerst die ärmsten Menschen umhauen, dann aber auch Ottilie Normalverbraucher tangieren, da gibt es keinen Zweifel.

Ich meine bereits gelesen zu haben, dass das beliebte Klopapier-Hamstern auch schon wieder in Gang kommt. Jod-Tabletten auch, das ist neu. Mal davon abgesehen, dass Ratgeberberichte in vielen Medien veröffentlicht werden, die uns Bürgern beschreiben, wie man eine lebenswichtige Notration zuhause anlegt. Wasser und haltbare Lebensmittel, Kerzen, Kurbelradios und Batterietaschenlampen. Nochmals: Wie klauben wirklich arme Menschen diese Vorräte zusammen?

Alles insgesamt mehr als beunruhigend, denn wir alle sind in den letzten Tagen einmal aufgewacht, und plötzlich war unser Leben irgendwie anders. Der schöne Traum von einem friedlichen Dasein auf der europäischen Insel der Glückseligen scheint vorbei zu sein. Ein „neuer Realismus“ macht sich breit, und der ist alles andere als instagrammable.

Eine Welt, in der Russland hauptsächlich mit glasklarem Wodka, dem coolen Gorbi und der Schnapsdrossel Jelzin in Verbindung gebracht wurde, damit sind viele von uns aufgewachsen. Und jetzt? In der Straße hier hatte gestern jemand Geburtstag. Am späten Abend gab es zu Ehren des Geburtstagskindes ein Feuerwerk. Hmm, ich wusste davon nichts und bin im ersten Moment erstaunlich erschrocken gewesen.

Noch mehr meine Mutter, Generation 1938, Kriegskind. Sie treibt dieses Thema ungleich stärker um. Wie in der schnöden Mode, kommt auch scheinbar im Leben alles irgendwann wieder einmal zurück, meint sie. Ich hoffe inständig, dass sie sich irrt.

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Sorglose Säurepeelings

Vor ein paar Tagen habe ich einen Newsletter von Paulas Choice bekommen, der Beautymarke, der Beautyjunkies auf der ganzen Welt oftmals vorbehaltlos vertrauen.

Jedes der neuen Produkte der Firma wird von vielen Menschen blindlings gekauft und gefeiert, egal wie sehr es den bereits weiteren (gefühlt) 10.000 Produkten ähnelt. Aber seit die gute Paula nicht mehr an Bord ist, wird Umsatz größer geschrieben als Umsicht.

Es ging übrigens um Beautymythen, und dass wirklich alle Menschen von den Vorteilen der Säurepeelings profitieren können. Äh, das klingt komisch, also es war natürlich die Haut der Menschen gemeint.

Und dann wird da wieder empfohlen, empfohlen und empfohlen…am besten die tägliche Anwendung, gerne auch die „stärkeren“ Produkte.

Dagegen steht der Trend der „Tik-Tok-Haut“, denn seit Beginn der Lockdowns waren Säurepeelings für strahlend aussehende Haut das Nummer-Eins-Thema in den sozialen Medien. Säure-Peelings die Verkaufsrenner bei den einschlägigen Beauty-Dealern…und ein „super“ Umsatzbringer bei den Hautärztinnen und Ärzten.

Die verzeichnen nämlich einen Anstieg an unschönen Hauterscheinungen, seit sich die arglos angestachelten Peeling-User (mal wieder völlig ungehemmt) alle 10 Minuten literweise Peelingsäuren ins Gesicht zu schütten scheinen.

Säurepeelings sind (egal wie niedrig dosiert) kein Wellnessprogramm für die Haut, man muss vorher genau schauen, ob die eigene Haut da mitspielt!

Haben es Firmen wie PC eigentlich noch nicht gemerkt, dass man gerade bei der Klientel der Social-Media-User plump-verallgemeinernde Phrasen nicht benutzen kann, ohne eine Armee von Lemmingen ins Verderben laufen zu lassen?

Auf Tik-Tok tanzen die dann wohl demnächst ihre neueste Periorale Dermatitis vor, und unter dem Beifall der Millionen Schlümpfe auf dieser Platt(!)form, wird bereits der nächste hirnverbrannte Hype kreiert. Vielleicht einfach mal nen großen Kaktus im Gesicht kreisend herumreiben? Maxi-Needeling ist sicher viel besser als dieses antiquierte Micro-Needeling von Oma.

Verharmlosung und Verallgemeinerung (NICHT jede Haut ist gleich!) stehen ambitionierten Kosmetikfirmen einfach nicht, und wenn sie es nicht merken, dann passen sie einfach nicht mehr zu mir.

 

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Nachschlag zum Thema „Zoom-Boom“

Beim Zoom-Boom geht es um die steigende Nachfrage nach ästhetischen Eingriffen im Gesicht, ausgelöst durch die vielen Zoom-Konferenzen (und Konsorten), und das verfügbare Geld, das viele Menschen nicht für die üblichen Freizeitaktivitäten während eben dieser Lockdowns ausgeben konnten.

Hier nochmal der Originalartikel:

SKINCARE: ZOOM-BOOM * BEAUTY-TREND ODER QUATSCH?

Solche Eingriffe müssen auch gar nicht schlecht sein, ausgelöst durch die ungefilterten Monitorbilder, denn so mancher chirurgische Eingriff kann eine große Erleichterung bedeuten.

Ich denke, wichtig ist immer, dass man sich über seinen eigenen, persönlichen Leidensdruck klar wird. Wenn man das für sich selbst macht, und darin eine Notwendigkeit sieht, so sollte man sich gut informieren und dann mutig voranschreiten.

So wie auch Leserin Iridia, die ihren „Fall“ bereits schon mal auf Irits Blog (IRITESER) geschildert hatte.

Da ging es um Schlupflider, ein Thema, das Frauen und Männer beinahe gleichermassen betrifft, und wohl immer noch deutlich unterschätzt wird.

Freundlicherweise hat Iridia für KK nochmals ihre eindrucksvollen Vorher-Nachher-Fotos (Oberlidstraffung) zur Verfügung gestellt, sodass man wirklich den Nutzen erkennen kann, den diese Operationen haben können, abseits von einem gestörten Selbstbild, wie zB. bei den grotesk aufgeplusterten Schlauchbootlippen. Danke, liebe Iridia!

Vorher

 

Nachher

 

 

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Schoki macht glücklich

Das ist auch arg verallgemeinernd, aber bei mir bin ich sicher: Süßigkeiten haben die Macht, mich für eine geraume Zeit glücklich zu machen.

Genuss pur erlebe ich ganz besonders bei den Himmlischen Trüffeln von Leysiffer, und so habe ich mir in einem Anflug von besonders mieser Laune (bei DEN Nachrichten der letzten Tage) eine 25er Box der leckersten Pralinen und Trüffel gegönnt.

Nichts übertrifft aber für mich die zuckrig-knackigen Himmlischen Trüffel in Vollmilch mit der unglaublich sahnigen Füllung, die ich mir bereits seit über 30 Jahren immer mal wieder gönne.

Die Größe der Box diesmal sagt sicherlich so einiges über meinen Gemütszustand aus, aber ich habe daran auch tagelang Freude gehabt – und geteilt!

 

 

 

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(Fotos: Konsumkaiser, Leserin Iridia, Grafik Pixabay.  Keinerlei Sponsoring)


20 Gedanken zu “LIFESTYLE: UND WAS WAR SONST SO…? (13.03.2022)

  1. Guten Morgen in die Runde,

    ich möchte euch allen einfach nur einen schönen Sonntag und alles Gute wünschen.

    Beste Grüße
    Aline

  2. Lieber KK,

    für deinen sweet tooth: Zu den Trüffeln passt wunderbar der Kinofilm „Downton Abbey“, den es heute Abend bei RTL gibt. Die alten Schranzen sind auch wieder dabei, u.a. die göttliche Maggie Smith, für die ich vor 3 Jahren extra nach London gejettet bin, um sie noch einmal, bevor the light goes out, im Theater zu sehen. Das wird ein overload an Schnulz und Kitsch! Ob die Küchen- und Kutscherbuben downstairs wieder die frustrierten Weiber upstairs beömmeln müssen? Bin gespannt!

    LG Daniel (heute bitte englisch aussprechen: Dänniäl)

    PS: Ach, wäre ich doch bloss auch ins Hochwohlgeborene geboren! Dann wäre ich jetzt nicht Lieschen Müller, sondern Lisette de Müller (oder Lionel Lord of Rubbish – oder so ähnlich).

  3. grüezi allerseits,
    es ist fast unmöglich seinen Bedarf in jeglicher Sparte zu decken ohne bei irgendeinem der wenigen Mulis zu landen.
    Für Beauty Produkte schaut euch mal an: „wer gehört zu wem in der Beautyindustrie“. Es ist erschreckend – und das bei solcher ,mehr als 500Milliarden schwerer Industrie der Geldvermehrung oberste Priorität gilt,das liegt nah.

    1. Da schließe ich mich an, was für ein Unterschied, einfach super!!!!
      Danke für’s Zeigen und allen hier einen schönen Sonntag,
      liebe Grüße von Rike

  4. Guten Morgen,
    ja, Deine Mutter hat Recht. Geschichte ist wie ein Uhrpendel, sie kommt garantiert zurück und der Mensch ist ja nicht lernfähig. An Menschen mit Grundsicherung denke ich immer, wobei ich Personen die schlicht faul sind gar nichts zahlen würde. Den Rest kann man an die anderen verteilen. Im ersten Lockdown bekamen die noch FFP Masken umsonst, da spricht auch keiner mehr von und das scheint ja ein Dauerzustand zu werden. Wir können ja noch ein halbes Jahr diskutieren ob die Pauschale um 5€ erhöht wird. Ich bin ja in zwei Hilfsorganisationen, in einer sammeln wir jetzt natürlich auch für die Ukraine aber ich habe das Gefühl das es immer mehr Brandherde werden. Da kommt man ja gar nicht mehr gegen an. Hier gibt es auch immer mehr Bettler und Obdachlose, Kleinrentner die Flaschen sammeln im reichen Deutschland, eine Schande ist das! Ich weiß nicht wie das weitergehen soll. Vor ca. 4 Wochen hieß es das Speiseöl könne knapp werden. Ich hatte noch genug und aus Spaß bei ALDI geschaut, tatsächlich, das günstige war weg, nur die teureren Sorten waren noch da. Gestern dachte ich mich trifft der Schlag, alle Öle ausverkauft und auch die Margarine, logisch dann brät man damit. Überall leere Regale auch Nudeln waren weg, ich kam mir vor wie im ersten Lockdown. Bin voriges Wochenende rüber nach AT in`s Hofer zum einkaufen und man glaubt es nicht, die hatten so viel Öl das die sogar welches verkauft haben. Wieso ? Verstehe ich gar nicht. „Öl“ können wir wahrscheinlich genausowenig wie Digitalisierung. In AT sind die Leute auch entspannter.
    Und einen großen Beutel Lindtpralinen habe ich auch gekauft.
    Solche Schlupflider hatte vor vielen Jahren eine Kollegin von mir, sie sagte das die so drücken würden. Damals hatte die Krankenkasse diese OP `s noch in schlimmen Fällen übernommen. War Kassenleistung. Schon klar, können wir uns auch nicht mehr leisten, das Arbeitszimmer von Herrn Schröder ist ja so teuer. 400.000€ im Jahr, ohne Dienstwagen und Chauffeur. Wann arbeitet er da eigentlich, Dienstag und Donnerstags ? Oder alle 14 Tage ? Kann er nicht in seiner eigenen Kanzlei für Herrn Putin arbeiten? Aber wir müssen bei der Grundsicherung, den chronisch Kranken und den Kleinrentnern sparen. Ich krieg schon wieder schlechte Laune.
    Allen einen schönen und gesunden Sonntag!

    1. Hallo an euch!
      Bei meiner Schwester sah dies genauso gut gelungen aus, ihre OP wurde sogar von der Kasse bezahlt, da es sogar schon Seheinschraenkungen gab. Die ersten Tage waren allerdings nicht ohne (man kann einfach wegen der Verbände nichts machen, da man nix sehen kann, und ist auf Hilfe von außen angewiesen) und es hat einige Zeit gedauert, bis die Narben verblasst sind und die Schwellungen und Verfaerbunge zurueck gingen. Sah dann auch sehr gut aus, abgesehen von ihrem wieder uneingeschränkten Gesichtsfeld.
      Nach etwa 1.5 Jahren waren die Oberlider aber wieder bereits deutlich erschlafft, und so gings dann dahin. Das haelt also nicht ewig, ist aber von Person zu Person sicher unterschiedlich!
      Nicht missverstehen – ich will niemandem abraten oder abhalten, aber man sollte sich gut informieren, abwägen und realistische Vorstellungen haben.
      Lg Andrea

  5. Hallo, lieber Herr Kaiser,
    dass Du es nie müde wirst, bei gegebenem Anlass an die Mitmenschen, die auf Transferleistungen angewiesen sind, und die Folgen für sie, wenn welche Preise auch immer exorbitant gestiegen sind, zu denken, das rechne ich Dir hoch an. Chapeau! Das hat direkt Vorbildfunktion. Denn wir wissen ja: Wenn nur ein Mensch etwas anspricht oder vormacht, können andere ins Nachdenken kommen oder den Impuls zum Nachmachen verspüren…
    Wünsche allen einen schönen Sonntag!

  6. Vielen Dank für die Kommentare. 🙂

    Bei mir war übrigens nach 7 Tagen alles wieder normal, nur minimal geschwollen. Ich konnte auch die ganze Zeit sehen.
    Das zweite Foto ist etwa 10 Tage nach der OP gewesen, mit etwas normaler Foundation.
    Es soll etwa 10 Jahre halten und ich würde es sofort wieder machen lassen. Ich ärgere mich eher, so lange gewartet zu haben, aber vorher hat es nie gepasst. Bei mir ist es jetzt 1,5 Jahre her und es sieht immer noch so aus wie auf dem zweiten Foto. Ich war übrigens ganz profan im Städtischen Krankenhaus, war ambulant und dauerte ca. 30 Minuten, in denen ich nichts weiter mitbekommen habe. Es hat 1.800 Euro gekostet. Es war 7 Tage stellenweise blau, dann war alles leicht korrigierbar. (Das waren so die häufigsten Fragen danach)

    Ich hatte übrigens auch vor, so richtig mal wieder Lidschatten zu benutzen. Real gefällt es mir pur so gut, dass ich eigentlich nie was mache. Falls jemand noch Fragen hat, Konsumkaiser kann euch meine Mailadresse geben, falls jemand reden will.

    1. Dein Ergebnis ist wirklich super geworden! Ich habe mir vor inzwischen 7,5 Jahren auch die Oberlider straffen lassen (puh, wie die Zeit vergeht), ambulant bei einem Plastischen Chirurgen mit toller Betreuung. Das Ergebnis ist auch nach dieser langen Zeit absolut sichtbar und sinken die Lider doch in ein paar Jahren wieder ab, würde ich es sofort wiederholen. Durch das dauernde Augen aufreißen habe ich fiese Querfalten auf der Stirn bekommen, die leider nicht weggegangen sind…nicht schlimm, gibt es halt Ponyfransen. Aber schon wegen dieser Stirnfalten würde ich jedem raten, nicht zu lange mit einer OP zu warten – es lohnt sich definitiv!
      Viele Grüße

      1. Ja, das hatte ich auch. Man gleicht das mit einer beweglichen Stirn aus und zieht immer hoch, damit das Blickfeld wieder frei ist. Ich hatte auch ziemliche Stirnfalten. Das Problem ist auch, sich das wieder abzugewöhnen, wenn man das schon Jahrzehnte macht. Ich hab Bilder aus meinen Dreißigern gefunden, wo ich schon damit anfing.
        Jetzt mach ich es immer noch zu oft, obwohl es gar nicht mehr nötig ist. Das Gefühl das Gesicht „einfach so fallen zu lassen“ ist richtig entspannend. Ich muss mir das aber auch immer noch manchmal sagen, zu lange war das Routine. Das erste Foto ist übrigens auch mit entspannter Stirn, wie das zweite. Im Alltag sah ich nur deswegen nicht so aus, weil ich die Lider mit der Stirn permanent hochgezogen habe. Aber in echt war es so. Ich fand das auch ziemlich erschreckend. Hab ich man Tag der OP davor im Krankenhaus gemacht.

    2. Danke fuer deinen Bericht! Die individuelle Wundheilung spielt eine Rolle, nehm ich an. Toll, dass es bei dir so schnell und reibungslos verlaufen ist, und das Ergebnis laesst sich auf jeden Fall sehen! 🙂
      LG Andrea

  7. Und jetzt möchte ich diese Trüffel. Die Nachrichten schlagen selbst Optimisten aufs Gemüt.

    Ein Dankeschön auch an Iridia fürs Zeigen der Bilder. Das ist richtig toll geworden.

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