LIFESTYLE: TRENDBAROMETER 07.05.2021

Das Trendbarometer gleitet geschmeidig ins Frühjahr, und es geht weiterhin um Dinge, die mich in der vergangenen Woche bewegt, belustigt oder erschüttert haben. Nichts folgt einem festen Schema, Hauptsache ein bunter Mix, unterhaltsam, lustig, manchmal nachdenklich, oder auch böse… 

Brrrr…

Jetzt mal ehrlich, geht euch die derzeitige Kälte auch so auf den Keks? Nun ist der Mai schon in vollem Gange, und die Temperaturen krebsen stets im einstelligen Bereich herum. Gestern waren es hier gerade mal 7 Grad Celsius, heute nur 10 Grad, als ich durch den Gruga-Park wanderte.

Ein Schal ist wichtig, und warme Unterwäsche. Ich glaube es nicht. Zumindest ein paar Sonnenstrahlen lugten durch die graue Wolkendecke. Regen? Pah, immer noch viel zu wenig…aber Hauptasche kalt.

Ehrlich gesagt fühle ich mich seit Monaten einfach nur noch steif und lahm. Eine gewisse Umgebungswärme brauche ich einfach, um geschmeidig durchs Leben zu kommen, aber davon ist weit und breit nichts zu sehen.

Nun soll hier am Sonntag warmes Wetter ein kurzes Gastspiel geben, zumindest freuen sich alle Mütter zum Muttertag darüber. Mal sehen, welche unverfrorene Kaltfront sich bis dahin noch dazwischenwirft.

Wenn ihr das hier lest…

…sitze ich wohl gerade bei meiner Hausärztin auf dem Schemel und lasse mich impfen. Ja, endlich, AstraZeneca sei Dank. Wenn es niemand möchte, ich nehme es mit Handkuss!

Und Danke an die Hausärztinnen und Hausärzte, die der Impfkampagne jetzt einmal richtig Drive verpassen, und das bei ständig unvorhersehbaren Impfstoffzuteilungen.

Danke auch an das Praxispersonal, das momentan wohl blutige Ohren hat, weil Patientenscharen ständig mit den Hufen scharren und nach einem Impftermin verlangen. Ein Wahnsinnsjob dabei noch den sonstigen Praxisbetrieb aufrecht zu halten.

Das unglaublich wirr wirkende Impfszenario stellt sich ja immer noch ziemlich bizarr dar, weil mittlerweile so gut wie niemand mehr mit Sicherheit sagen kann, wann man denn nun an der (Impf-)Reihe ist. Und auch wenn ich persönlich nun dran bin, weil ich auch mit Astrazenecas Vakzin einverstanden bin, so warten doch noch immer viele, viele Gruppen auf die (hoffentlich) erlösenden Impfungen.

Das gefühlt erschreckende Signal: Als ganz normaler Mensch, der gesund lebt und einen stinknormalen Job ausübt, ist man offenbar dermaßen irrelevant für die Gesellschaft, dass man auch gerne noch bis zum Sankt Nimmerleinstag warten darf. Klar, das ist überspitzt, aber irgendwie fühlt es sich doch so an, oder?

Bei aller Fürsorge für die vulnerablen Gruppen, und bei all der (noch übrig gebliebenen) Solidarität, die breite Masse kann man nicht mehr lange im Regen stehen lassen. Da kommt der Beschluss „Astra für alle!“ meiner Ansicht nach echt spät.

EDIT (11.35Uhr):

1. Impfung 07.05.21

Impfung OK, der Rest doch „Oh je“

Während das Impfen nun scheinbar läuft, merkt man in der Bundesregierung (und der ganzen EU), dass jetzt wohl für die Bevölkerung auch „Ausweispapiere“ gebraucht werden, um wieder an einem einigermaßen „normalen“ Leben teilzunehmen. Huch, wie konnte das nur so schnell kommen? Und schreien da nicht schon die ersten Leute: „Wir haben ein Recht auf Urlaub“?

Natürlich wird jetzt erst einmal geschaut wie das geht, ob es funktioniert, usw. Fehler werden sich natürlich erst in der nächsten Zeit erst ergeben (Fälschungssicherheit, usw.), von der Praktikabilität ganz zu schweigen. Puh, jetzt erst?

War uns nicht allen klar, dass mit Beginn der Impfkampagne die großen Lockerungen kommen würden? Und hätte man da nicht, als vorausschauend denkender Mensch, nicht schon mal alles anleiern können? Und wieder einmal verdichtet sich das Vorurteil, das alle im letzten Sommer lieber Urlaub gemacht haben, als mal ein paar Monate in die Zukunft zu denken.

Und da will ich jetzt gar nicht von den Schülerinnen und Schülern anfangen, die bei all der Planung für die Zukunft wohl immer noch auf dem letzten Platz der Dringlichkeitsliste stehen.

Momentan mehren sich die Berichte über überhöhte Anforderungen in den Abiturprüfungen, trotz der unsäglichen Corona-Situation. Wen dem so sein sollte, dann finde ich das schrecklich unfair und lebensfremd, ausgerechnet der Gruppe hämisch schnell noch eins auszuwischen, die eh schon kaum eine Stimme hat in diesen Zeiten.

Dann die Nummer mit den Klimazielen? Himmel, was man da momentan so zu hören bekommt. Teilweise müssten bestimmte Politiker große Angst um die Größe ihre Nasen haben, wären sie mit Pinocchio verwandt.

Und jetzt höre ich auf, denn die Liste ist leider so schrecklich lang. Dagegen stehen Leute wie Jens Spahn, Peter Altmaier oder Olaf Scholz, die sich und die „Leistungen“ ihrer Parteien mit durchgedrücktem Rücken geradezu feiern. Ich kann da manchmal schon gar nicht mehr hinschauen, so gruselig ist diese Darbietung.

Noch ein Besuch bei der Eule

Und wenn mir all diese Gedanken zu viel werden, dann mache ich mich auf an die frische Luft. Ich habe ja berichtet, dass ich nun stolzer Besitzer einer Jahreskarte des Essener Gruga-Parks bin, und neben der Bewegung bewegt mich immer wieder ein Besuch bei den Eulen im Park.

Ja, die Tiere werden nicht artgerecht gehalten, es ist eine Schande. Aber der Tierschutz hat dafür gesorgt, dass die Haltung der Tiere dort ausläuft. Die letzten Eulen müssen noch ausharren, aber wenigstens werden keine neuen Tiere mehr angeschafft. Die jetzt noch dort lebenden Tiere wurden aus Auffangstationen geholt, weil sie nicht mehr in die freie Natur ausgewildert werden konnten.

Gut zu wissen, denn ich beobachte die angeblich so weisen Tiere (sind sie aber wohl so gar nicht) einfach gerne, könnte das stundenlang tun, und manchmal bekomme ich ein geheimnisvolles „Huhuu“ geschenkt. Es passiert nicht viel, die Tiere sind tagsüber recht ruhig, aber das macht nichts. Und dann gehe ich wieder ganz ruhig und entspannt nach Hause. Hach…

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Wer erinnert sich noch an Alphaville?

Alphaville-Fans gut aufgepasst: Die deutschen Synthie-Ikonen veröffentlichen ab heute zwei erweiterte und remasterte Deluxe-Versionen ihrer Alben »Afternoons In Utopia« und »The Breathtaking Blue«.

Kuratiert von den Gründungsmitgliedern Marian Gold und Bernhard Lloyd ist dies das erste Mal, dass diese beiden Werke neu remastert wurden.

Damals in den Achtzigern waren die mir ein wenig zu glatt, aber die Musik fand ich schon immer cool und „very international“. Nur schade, dass sie meist so ein bisschen als Depeche-Mode-Verschnitt verkauft wurden, völlig zu Unrecht.

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22 Gedanken zu “LIFESTYLE: TRENDBAROMETER 07.05.2021

  1. Guten Morgen zusammen,

    3 Wochen war ich außerhalb von Deutschland und stelle nach meine Rückkehr erschrocken fest, dass dieses Land sich in einer schweren Depression befindet. Ich bin tatsächlich erschrocken darüber, wie schnell meine gute Laune weg war, wie bedrückend die Atmosphäre hier ist und wie belastet die Menschen sind.
    Ich für meinen Teil habe mich entschieden, alles, was in meiner Macht steht, zu tun, um meine Laune positiv zu halten. Und wenn ich zwischendurch nur mit einem Bleistift zwischen den Zähnen sitze und künstlich grinse (alter Psychotrick) , mein Gehirn wird glauben, dass ich am lächeln bin und sich entsprechend anpassen.
    Ich werde mein Dankbarkeits- bzw. Freudetagebuch rausholen und mich über Kleinigkeiten freuen. Auf die Corona Lage kann ich nur bedingt einwirken, aber mein mentaler Zustand ist auch meine Existenzgrundlage. Wenn ich leer bin, kann ich nicht viel für meinen Patienten da sein.

    Ich danke dir für das Eulenphoto, bei aller Schwere deiner Beschreibung war es wirklich süß und erfrischend.

    Ich wünsche euch allen gute Nerven, Geduld und mentale Stärke. Passt auf euch auf.

  2. Guten Morgen,

    Glückwunsch zur Impfung! Auch ich hab gestern den langersehnten Anruf bekommen – in einer Woche darf ich beim Hausarzt mit Biontech🎉
    Um meine Laune zu heben beim momentanen Wetter hab ich mir mein erstes SUP Board bestellt.
    Wird wohl noch nicht bis zum Sonntag, aber der Sommer kommt ja doch irgendwann😎

    LG Und schönes Wochenende

  3. Moin,
    Gratuliere zur Impfung! Wir haben uns hier ( SH ) gestern an den PC gesetzt und ich hatte das riesen Glück Termine für uns zu bekommen! Am Montag geht los und im Juni gibt’s die zweite u d dann kann endlich meine Mutter zu uns kommen!Freufreufreu…

    Alphaville finde ich toll. Ich habe erst bei „Sing meinen Song“ festgestellt was Marian Gold für eine tolle Stimme hat.

    Allen hier ein schönes, sonniges Wochenende ☀️
    Claudia

  4. Lieber KK,

    was du sagst, ist wie so oft, sehr wahr: So froh ich natürlich bin, dass meine Eltern geimpft sind und wir keine Angst mehr um die Älteren und Kranken mehr haben müssen … aber dass die „LeistungsträgerInnen“ der Gesellschaft, die ja letztlich das alles, was der Staat an Pandemie-Unterstützung ausgegeben hat und noch ausgeben wird (zurecht!) zahlen sollen, so komplett außen vor sind und sich nun selbst um die Impfungen drängeln sollen … finde ich auch nicht richtig.

    Es ist einfach schwierig, eine (moralisch und wirtschaftlich) richtige Reihenfolge zu finden. Letztlich bin ich froh, dass ich das nicht entscheiden muss.

    Liebe Grüße,

    Susi (seit einer guten Woche auch endlich geimpft. Mit Biontech, hätte aber auch Astra genommen. Hauptsache geimpft!)

  5. Wurde eben geimpft. Allerdings mit Moderna.

    Hätte auch jeden Impfstoff genommen. Hauptsache geimpft.

    Schönes Wochenende allen !

  6. Guten Morgen, Glückwunsch zur Impfung. Dieses unsägliche Impfdesaster macht mich tatsächlich richtig wütend. Wir haben im März noch im Impfzentrum unsere erste Astra-Impfung erhalten, die zweite wäre nächste Woche gewesen. Seit dem ändern sich die Regelungen wöchentlich. Jetzt sollen wir Anfang Juni Biontech bekommen, obwohl ich auch die 2. Dosis mit Astra bevorzuge. Geht aber nicht, da die Vorgaben im Impfzentrum eingehalten werden müssen und ich auch zur Zweitimpfung dorthin soll. Der Hausarzt macht die Zweitimpfung nicht. Keiner kann mir sagen, ob die Impfungen auch anerkannt werden, auch wenn es zwei unterschiedliche sind und wie es um den Impfschutz steht, weiß auch keiner. Ein Dilemma.

    Ja Deutschland ist echt gerade in einer Depression, tatsächlich spielt hier das Wetter eine große Rolle. Das ist wirklich frustrierend und wenn ich die Vorhersagen für nächste Woche sehe… oh je.

    Also den Kopf nicht hängen lassen und das Beste daraus machen.
    Schönes Wochenende
    Denise

    1. Nach allem, was man so vernehmen kann, dürfte die Impfung AZ und anschließend mRNA hochwirksam sein und ein vielleicht sogar besseres Schutzprofil erzeugen. Gute Infos bieten die deutschen Twitterauftritte von Kai Kupferschmidt (Wissenschaftsjournalist), Sandra Ciesek und: Karl Lauterbach. (Auf englisch: Eric Topol, USA).

  7. Hallo, ich stelle fest, dass das Impfthema mich zunehmend wütend macht. Ich hätte auch gerne eine Impfung, die ist aber nicht wirklich in Sicht. Ich bin zwar Mitarbeiterin der kritischen Infrastruktur in NRW. Nur ist die in NRW noch nicht dran. Und ich fürchte, die wird auch nicht geöffnet, bevor für alle der Zugang geöffnet wird. Auf der Liste beim Hausarzt stehe ich auch, aber von da hört und sieht man auch nix. Ich empfinde da gerade eine ziemliche Perspektivlosigkeit. vg alexandra

    1. Hallo Alexandra K.,

      Genauso ging’s mir auch, bis ich gestern den Anruf zwecks Impfung bekam.
      Bin kritische Infrastruktur, chronisch Krank und somit Prio 3. dann hört man von jüngeren Kollegen, die ganz offiziell schon im Impfzentrum waren… ich meld mich erst ab , wenn ich die erste Spritze vom Hausarzt hab. Die Organisation im Impfzentrum ist mir ein Rätsel. Bin übrigens in Bayern. Hatte mich außer dort noch bei 2 behandelnden Ärzten auf die Liste setzen lassen- die kriegen das scheinbar eher gebacken. Jetzt freu ich mich, dass ich in einer Woche dran bin🙂

      LG und lass den Kopf nicht hängen- ich hab auch schon nicht mehr mit einem Termin gerechnet

    2. Hallo Alexandra,

      ich verstehe Dich sehr gut.
      Ich bin 66 Jahre alt, konnte mich in RLP ab dem 7.4. registrieren und habe das gleich getan.
      Bis auf meine automatisierte Registrierungsnummer per Mail habe ich seitdem nichts gehört. Am 20.4. meldete ich mich per Mail bei meinem Hausarzt an, nachdem ich zuvor mehrere Tage vergeblich versucht hatte, die Praxis telefonisch zu erreichen.
      Per Mail erhielt ich dann die Nachricht, sie hätten mich auf die Liste gesetzt, aber die Warteliste sei noch ziemlich lang und ich solle mich unbedingt auch zentral über die Impfregistrierung RLP anmelden. Hahaha…

      Tja – und nun warte ich…

      Mich macht es auch zunehmend ärgerlich, wenn ich reihum sehe, wie Leute ihre Impfung erhalten.
      Und richtig wütend wurde ich, als ich heute in der Zeitung las, dass sich in RLP in den letzten zwei Wochen noch 140000 Menschen der Priogruppen 1 und 2 registriert hätten.
      Ja, haben die die ganzen Wochen zuvor gepennt???
      Jetzt, wo es um die Rückgabe von Grundrechten geht, wollen sie dann doch mit dabei sein?

      Toll, jetzt kommen die zuerst dran und alle anderen müssen warten.
      Puh – ich kämpfe schon sehr mit mir, mich nicht von missgünstigen Gedanken überrollen zu lassen, aber einfach ist’s nicht.

      Meine Tochter (vor drei Jahren an zwei Herzklappen operiert) durfte als Risikopatientin beim Hausarzt geimpft werden und erhielt ihre Erstimpfung mit BionTech.
      Leider kämpft sie ziemlich mit Nebenwirkungen, die schon seit über eine Woche anhalten.
      Zwar sind wohl Blutwerte und Ruhe-EKG in Ordnung, aber sie leidet trotzdem unter Atemnot und Herzbeschwerden.
      Ihr Kardiologe nimmt keine akuten Fälle, die schickt er alle in die Notaufnahme des Krankenhauses und da will sie natürlich nicht hin.

      Manchmal frage ich mich, was wir für ein Gesundheitssystem in Deutschland haben – Kardiologiepraxen als „Schönwetterpraxen“, die Patienten nur zu regulären Terminen nehmen (der nächste freie Termin für sie wäre im November 🙄), aber mit Notfällen nichts zu tun haben wollen.

      Aber jetzt hör ich auf – will keine schlechte Laune verbreiten zum Wochenende, das, surprise, surprise, endlich mal warm werden soll 😊.

      Schönes Wochenende 🌞!

  8. Mit 59 und überstandender Krebsrekonvaleszenz gehöre ich auch zu denen, für die ein Impftermin unerreichbar scheint. Wegen nachgewiesener genetischer Veranlagung zu Thrombosen in der Familie möchte ich Astra nicht. Bis vor ein paar Tagen kam ich damit gut zurecht, trotz des Gefühls von gesellschaftlicher Bedeutungslosigkeit zu sein, weil andere eben mehr geschützt werden müssen. Dann haben mir mehrere – deutlich jüngere und kerngesunde – Freunde stolz erzählt, dass sie bereits von befreundeten Ärzten mit Biontech geimpft wurden. Seitdem geht es mir zum ersten Mal wirklich nicht gut und ich muss aktiv daran arbeiten, nicht den Mut zu verlieren.
    An das organisatorische Chaos in unterschiedlichen Bereichen und die Tatenlosigkeit der Verantwortlichen über viele Monate mag ich gar nicht denken, sonst geht mir zu viel kostbare Lebenszeit mit Ärger und Frustration verloren. Das gelingt mir auch nicht immer, aber ich bemühe mich, weiterhin all das Schöne eines Tages zu sehen. Aktuell ist es das Eichhörnchen, das mitten im Voglhaus sitzt und sich die Nüsse reinstopft.
    Ich wünsche allen ein schönes, sonniges Wochenende und lasst den Kopf nicht hängen!

    1. Nicht den Kopf hängen lassen bitte. Es ist und bleibt viel Arbeit; das klingt nur in manchen Medien so einfach. Es gibt noch ungeimpfte Achtzigjährige.
      AZ ist mit Thromboseneigung vielleicht nicht das erste Mittel der Wahl, zumal ja andere Präparate zur Verfügung stehen. Ich kenne jemanden, mit ebensolcher Thromboseneigung, die am Telefon – Nummer 116117 – lange mit einem Arzt diskutierte, und der schliesslich nur Biontech empfahl. Günstig wäre es, dazu Unterlagen bereit zu halten; Hausärzte stellen dafür auch Atteste aus. Viel Glück und halt die Ohren steif! 🍀

  9. @Regina R: Es tut mir sehr leid für dich, ich bin 55 und habe auch eine überstandene Krebserkrankung hinter mir.
    Deshalb gehöre ich hier in BaWü zu den Impfberechtigten und habe auch schon einen Termin für Biontech.
    Hast du nicht vielleicht jemanden, den du betreust der über 70 ist? Eltern? Da darf man sich auch impfen lassen.
    So haben es Freundinnen von mir gemacht. Ganz offiziell…
    Alles Gute und es wird schon!

  10. War uns nicht allen klar (…) Und hätte man da nicht, als vorausschauend denkender Mensch, nicht schon mal alles anleiern können?

    Eine solche Übereinstimmung mit Friedrich Merz (!) hätte ich gar nicht erwartet! Denn der hatte gestern bei Lanz auch angemerkt, meinte aber, die Exekutive wäre so beschäftigt mit Arbeiten, dass sie nicht auch noch vorausschauend denken und handeln könnten. 😎

    Das ist alles ein ganz großes Durcheinander – schon vor der Pandemie hatte man sich vielleicht mal gerade so eben durchgewurstelt (und den Eindruck des Gelingens gewann man v.a. dann, wenn man nicht genau hin- oder ganz schnell wegsah) und später kam eben noch Arbeit durch die Pandemie hinzu.

    In der Klimapolitik, in der ja wirklich, um wirksam zu sein, viele, viele Staaten an einem Strang ziehen müssten, kommt man kaum auf einen grünen Zweig, und das seit fünfzig Jahren (kennt jemand noch Club of Rome – die Grenzen des Wachstums?)! Mich persönlich haben ja der rotgefärbte Rhein und das Unglück von Tschernobyl, aber auch die Erinnerung an Sellafield in dieser Hinsicht geprägt: Systeme können spontan fehlerhaft sein. Mit Blick auf den Klimawandel aber ist die dauerhafte Beeinflussung durch Umwelteintrag noch wichtiger.

    Im Kleinen bemüht man sich ja wirklich – Stichwort Totholz im Garten, Samentütchen von lokalen Umweltverbänden für Blumenwiesen, Müllvermeidung, lange Nutzung von Gegenständen, keine Spontankäufe und Vorsicht beim beim Konsum -, aber das reicht nicht.

    Den Ausschlag geben nicht die Bemühungen des Kleinviehs auf der Mikroebene, v.a. wenn sie nicht konsequent sind (große E-Autos, aber Fernflugreise, um sich zu belohnen/den Kindern die Welt zu zeigen 🙈 <– das reicht, damit sich die Bürger gegenseitig belauern), sondern die Vorschriften für die Industrie, die ganz anders klotzt. Regelungen finden am besten staatenübergreifend statt, und zuvor im Einzelstaat mit Augenmaß, aber nicht als Feigenblattaktion. Das darf nicht so ablaufen (wird es aber wohl), wie die Strompreisgestaltung – teuer für Private, günstig für die Industrie; z.B. die CO2-Bepreisung wird da noch eine Menge Anlass zum Haareraufen bieten. Ich persönlich würde zusätzlich eine alternative Lenkung ins Auge fassen wollen.
    Für die supranationale Ebene ist die hohe Kunst der Diplomatie gefragt – und es. muss. gemacht. werden. Aber ich befürchte große Worte und viele Halbherzigkeiten.

    Insofern wäre eine Pinocchionase ganz praktisch, um den einen oder anderen Schwindler als Holzkopf zu erkennen, aber ich fürchte so mancher schafft es damit nicht mehr in den Aufzug, v.a. mit all den anderen. Wohin mit den Nasen? 🤥 🤪

  11. Lieber KK, gratuliere zur Astra Impfung. Guter Stoff, gute Entscheidung. Darf ich Dich mal fragen in welchem Abstand die Zweitimpfungen geplant ist? Der Hersteller bietet ja einen großen Spielraum und man hört grade so einiges um die Verkürzung der Abstände. Da ich für die Impfplanung in der Praxis zuständig bin, würde mich das jetzt interessieren. Ich erwäge einen Abstand von 6 Wochen anzubieten. Bei 12 Wochen ist wohl Krawall vorprogrammiert. Johnson soll wohl auch kommen, da läge der Vorteil bei nur einer Impfdosis, also schnellem Schutz. Nur wer nimmt dann noch Astra? Da hab ich echt meine Not mit bei der Planung und Bestellung der Impfstoffe.
    Liebe Grüße Tina

    1. Bei mir 12 Wochen, das soll nach derzeitigen Stand die höchste Wirksamkeit bieten. Frühere Zweitimpfungen führen demnach zu schwächerer Immunantwort. Ich kann natürlich nicht sagen, ob das wirklich so ist, aber das ist, was mir gesagt wurde. Und toll, dass du dich da so intensiv engagierst!
      Liebe Grüße
      KK

      1. Ich halte diese Empfehlung der Bundesregierung bezüglich Verkürzung des Impfintervalls bei AstraZeneca für, gelinde gesagt, grob fahrlässig und sie macht mich wütend.
        Um den Sommerurlaub für vollständig Geimpfte zu gewährleisten, nimmt man also billigend eine mangelhafte Schutzwirkung in Kauf und damit gleichzeitig eine Gefährdung der Herdenimmunität?

        Ich habe bislang wenig Kritik an unseren Regierenden geäußert, aber irgendwann reicht es.
        Und das ist gerade der Tropfen, der das Fass bei mir zum Überlaufen gebracht hat.

        Nicht umsonst war die medizinische Empfehlung, AstraZeneca im Abstand von 12 Wochen zu impfen.

        Dann nämlich liegt die Schutzwirkung bei ca. 81%.
        Verkürzt man dieses Intervall, sinkt die Schutzwirkung auf ca. 55%.

        Und das sollte man fairerweise und transparent allen mitteilen, die sich mit AstraZeneca und verkürztem Intervall impfen lassen wollen.

        Inzwischen warnen auch namhafte Fachleute vor verkürztem Impfintervall.

      2. Danke Dir. Hm dann werde ich mal versuchen mit 9 Wochen Auffrischungsterminen, das halte ich für vertretbar. Die Leute sind leider nicht dankbar sondern machen ständig einen Aufstand wegen der Impfabstände. Jetzt natürlich noch viel mehr.
        Ich wünsche ein schönes Wochenende,liebe Grüße Tina

  12. Herzlichen Glückwunsch zur Impfung, ich wurde auch heute geimpft. Kopf hoch an alle, die sich noch gedulden müssen, ich gehe doch stark davon aus, dass jetzt bald alle dran kommen. In Belgien impft man mittlerweile die Altersgruppen ab 41 Jahren, aber nun, es ist auch ein viel kleineres Land. Und jetzt wird die abendliche Ausgangssperre, die wir hier ein halbes Jahr hatten, ab morgen aufgehoben. Gastronomie macht aber nur von 20h bis 22h auf. Es bleibt spannend.

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