LIFESTYLE: DOUGLAS RABIAT

Die Parfümerie Douglas fällt in letzter Zeit durch viele eher unangenehme Schlagzeilen auf. Ja, die Zeiten sind schlecht für den stationären Handel, und Douglas-Chefin Müller muss offenbar einen wirklich rabiaten Sparkurs fahren, einschließlich zahlreicher Filialschließungen. Dabei war das doch mehr als absehbar – selbst für Laien.

 

 

In den Achtziger- und Neunzigerjahren war ich eher ein Fan von privat geführten Parfümerien. Thiemann in der Theaterpassage in Essen war mein „Stammhaus“. Man kannte sich, man schätzte sich. Douglas wurde aber trotzdem nicht von mir ignoriert, denn so manche Marke gab es eben nur beim türkisfarbenen Riesen.

Dort war der schöne Schein auch noch perfekt. Volle Regale, (über-)gepflegte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ständig neue Präsentationen, Aktionen und Kundenschmeichler (Magazin, Luxusproben, usw.).

Wer in den letzten Jahren (eigentlich zieht sich das schon ein Jahrzehnt hin) bestimmte Douglas-Filialen betrat, wurde nun aber geschockt: Mangel und Armut, so präsentieren sich die Geschäfte, die nicht unbedingt in den 1a Lagen der Weltstädte Berlin, München oder Hamburg liegen. Selbst in Düsseldorf, der Hauptstadt des oberflächlichen BlingBlings, findet man Läden mit halb leeren Regalen, extrem ausgedünntem Sortiment, gelangweiltem Personal und uninspirierter Deko.

Das Bummeln durch die Regale macht keinen Spaß, denn die Sortimente sind so lückenhaft, nur die Verkaufsschlager liegen dort (manchmal angestaubt) herum. Neuheiten? Lohnt sich nicht. Ganze Serien? Lohnt sich nicht.

 

 

Ja, der Onlinehandel stellt dem Offlinehandel ein Beinchen, oder auch zwei, und da fallen gerade so einige Player ordentlich auf die Fresse. Auch Douglas wird in den kommenden Jahren viele Filialen schließen, das hat Tina Müller, oberste Douglette seit 2017, bereits beschlossen.

Ich hatte ja vor geraumer Zeit schon einmal darüber geschrieben, dass mit Müllers Einzug bei Douglas ein etwas rauerer Ton im Lifestyleimperium weht. Das muss per se nicht schlecht sein, meckern ist trotzdem erlaubt.

Wenn man nämlich die Filialen dermaßen vernachlässigt, und kaum noch zu überschauende Onlinerabattschlachten führt, nimmt man billigend in Kauf, den stationären Handel nachhaltig zu schädigen. Dabei sind Geschäftslokale im Luxus- und Lifestylesegment durchaus noch überlebensfähig.

Dagegen setzt Müller aber auf flatterhafte Marketinginstrumente, wie zB. wilde Kooperationen mit Influencern, die weder nachhaltig sind, noch die „älteren“ und kaufkräftigeren KundInnen berücksichtigen.

Dazu kommt ein Onlinewarensortiment, das mittlerweile so unübersichtlich geworden ist, dass Frau Müller höchstwahrscheinlich selbst nicht mehr weiß, welche Marken so unter „ihrem Dach“ weilen. Marketplace-Kooperationen mit Firmentöchtern (Apotheken, weitere Parfümerien, usw.) erweitern das Sortiment nochmals ins Unendliche.

Das geht soweit, dass man die meisten Produkte gar nicht mehr findet. Sieht man die Neuheiten der einzelnen Warengruppen (Duft, Pflege, Accessoires, usw.) wenigstens noch für ein paar Tage in der Sortierfunktion „Neueste zuerst“, so verschwinden sie kurz danach in den unendlichen Weiten der neuen Douglas-Produktbandbreite.

Erschwert wird die Suche nochmals durch permanent schlecht eingepflegte Waren, die als Faltencreme im Dougi-Onlineshop gerne mal als „Duschgel“ firmieren. Ein Fiasko für Firmen, die so kaum noch Beachtung finden.

Kosten senken, Filialen schließen, Mitarbeiter kündigen. Das ist der Weg um wieder an die Börse zu gehen. Der scheinbar zukunftsorientierte Onlinehandel wurde gestärkt, sodass der Börsengang also attraktiv für Anleger zu sein scheint.

Der Weg dahin war aber für Jedermann und Jederfrau abzusehen, denn ein Besuch im Laden vor Ort bringt kaum noch Vorteile mit sich — eher im Gegenteil. Selbst Standardartikel werden nicht mehr zuverlässig in die Filialen geliefert. Im vergangenen Sommer soll in einigen Läden selbst Sonnencreme kaum noch vorrätig gewesen sein.

Systematisch sind Filialen offenbar kaputt gemacht worden, und 2500 Mitarbeiter werden die Konsequenzen nun zu spüren bekommen. Laut „Businessinsider“ fühlen sich zahlreiche MitarbeiterInnen „hintergangen“.

Ja, ich bestelle aus Bequemlichkeit, Zeit- und Kostengründen auch sehr oft im Internet. Auch ich bin mitschuldig am Filialsterben. Es ist ein schwieriges Thema, aber mir wird ein wenig schwindelig, wenn ich mir vorstelle, wie unsere Innenstädte bald aussehen werden. Zumal die C-Situation auch noch als Beschleuniger wirkt.

Es ist einfach tragisch.

 

 

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(Fotos: Konsumkaiser, Douglas.    Keinerlei Sponsoring)

 

 


26 Gedanken zu “LIFESTYLE: DOUGLAS RABIAT

  1. Guten Morgen,
    „ordentlich auf die Fresse“……….. ich muss doch sehr bitten. Frau Müller, na ja, die hat doch vorher Opel „saniert“. Hat doch auch super geklappt. Nagellack entstand früher aus Autolack, das passt doch zu echten Branchenkenntnissen. Mein heißgeliebtes „Douglas Pro“ in Hamburg fällt auch dadurch auf, das ständig umgeräumt wird und die Regale immer leerer werden. DDR Look. Von TO gab es im Sommer fast nur noch Geschichtsöl, was ja im Sommer der Renner ist. Die 8 Flaschen waren nebeneinander aufgestellt, damit das Regal voller wirkte. Ich wollte von NIOD die Halscreme kaufen, nicht da. Ununterbrochen wurde ich vollgetextet das ich ein Hyalouronserum bräuchte, ist ja fast dasselbe. Ich muss aber sagen das es da, mit keinen 5 Minuten Fussweg, ein „normales Dougi“ gibt, wo die Mitabeiter echt bemüht und sehr nett sind. Bin in`s Alsterhaus abgewandert, da gab es alles, wie immer.
    Viele Grüße

    1. Niod NEC konnte ich noch bei einem Feld-, Wald- und Wiesen-Douglas bestellen. Das junge Make Up-Wunder wollte aber unbedingt eine Chanelcreme verkaufen… für die reife Haut, weil Niod wäre ja zu hip und würde mir ihrer Erfahrung nach nicht reichen; den Pflegeplan hat man ihr natürlich nicht mitgeteilt. Und angesehen hat sie einen, wie wenn man so eine extra schrumpelige Salatgurke vom Markt wäre (nach dem Motto: muss es auch geben). Leider wußte ich, was ich wollte. Man wird sehr stark, so als Kunde.

      Schlimm ist es aber schon für die Geschäfte, wenn einem diese C-Zeit vermittelt, dass das früher™ so übliche Shopping so gar nicht fehlt. Dann bestellt man sich das übliche bei den üblichen Verdächtigen („das große A“ umschiffe ich gekonnt), läßt sich beliefern und aus die Maus.

  2. Guten Morgen,
    die Herangehensweise von Tina Müller ist schon heftig und in vielen Bereichen kritisch zu beäugen.Ich beobachte es auch aus beruflicher Sicht stetig – habe ich einige Zeit massiv in der Douglas Werbewelt mitmischen dürfen. Diese Woche noch hat eine Kollegin von einem interessanten Artikel (ich glaube Spiegel online) berichtet und das Thema Douglas plöppte daher bei uns auch wieder auf. Frau Müllers erste Handlung war ja ein neues Logo inkl. neuem Corporate Design und ein Shooting mit Peter Lindberg und bekannten Models. Das Geld muss auch erstmal wieder reingeholt werden ;).

    Aktuell wurde die Website neu gelauncht. Und die Newsletter-Taktung etwas überarbeitet würde ich sagen. Was mich nervt ist dieses Gemauschel mit „Start-up Freundinnen“ wie bspw. Dr. Susanne von Schmiedeberg. Diese Produkte werden dann so massiv beworben, dass einem schon die Lust vergeht. Ich als Käufer würde mich über mehr Info-Vielfalt zu den vielen verschiedenen Marken freuen. Es ist alles immer so ein Brei, der mich persönlich langweilt. Nichts desto trotz beobachte ich die Markenvielfalt im Onlinestore aufmerksam und bestelle auch ab und an mal. Derweil streicht sich Douglas übrigens auch Plattformen wie NICHE Beauty ein.

    Das Gesamtpaket macht Frau Müller einfach extrem unsympatisch.

    Liebe Grüße! S.

    1. Ja, diese Mauschelei mit „Friends & Family“ ist mir auch schon aufgefallen. wahrscheinlich läuft das unter „Netzwerken unter Frauen“, dann kann man es schlecht kritisieren. „Brei“ trifft es sehr gut, mir vergeht da die Lust zum Stöbern ebenfalls.
      Erfolgszahlen im Onlinehandel für sich zu verbuchen ist leicht, dagegen kann man sich ja fast schon nicht wehren.
      Niche geht auch zu Douglas? OMG, dieses Vereinnahmen der Konkurrenz ist die nächste Katastrophe nach dem Sterben des Offlinehandels. Puh, Danke für die Info.
      Liebe Grüße
      KK

  3. Ja das Sterben der Innenstädte ist schlimm. Wir haben in unserer Stadt noch ein Kaufhaus, Galeria Kaufhof. Als ich Kind war, waren es 5 Kaufhäuser! Wenn dieses eine Kaufhaus auch noch zugemacht wird, wo soll ich dann meine Socken, mal ein Küchenzubehör, eine Nähnadel kaufen? Auch im Internet bestellen? Was für ein Wahnsinn.

      1. Das große A! 🤣

        Aber das stimmt schon. Zumal auch die Fachgeschäfte aussterben. Stricknadeln zum Beispiel bekäme man doch ganz gut im Bastelgeschäft. Hm, da gibt es eines. Das allerdings bietet nur, äh, tja, also eben zumeist genau das an, was man gerade nicht benötigt, also zum Beispiel keine Stricknadeln. Oder eine andere Dicke. Und wenn also Perlchen, dann nur in den anderen Farben, weil die, die man wollte (was will man die auch!) sind gerade aus dem Sortiment gegangen (auch so ein Konsumklassiker 🙄). Oder nur 3 Stück, die aber nur zum Preis von… und du brauchst vier, aber eine zweite gibt’s nicht… ach, vergiß es.

        Mittlerweile verfüge ich über eine Liste von Dingen, die man kaufen möchte und plant (>i>plant!>) seine Einkaufstour (das ist fast so, wie wenn man seine Sauftour plante). Oh Mann, früher™ ging das doch mal, und jetzt schlägt man x-mal auf und hat seine sieben Sachen immer noch nicht zusammen.

        Ich schieb’s aufs „Alter“.
        (Oder auf die unerreichbare Impfung. Egal, total Wendler-Egal.)

        1. Genau das ist der Grund warum mein Mann inzwischen alles bei A… bestellt. Premiumkunde, alles portofrei. Ich kaufe aus Prinzip nicht da. Mein Mann hat keine Lust in 7 Baumärkte zu fahren und sich alles zusammen zu suchen.
          Da geht ein halber Tag weg wie nix. Am Ende fehlt doch noch was. Er bestellt und zack kommt alles. Sogar Katzenstreu… ( schäm), das wird dann mit der Sackkarre in die Scheune gefahren. Ich schäme mich tod deswegen. Wie peinlich. Na, ja alles selbstgemachte Probleme ( sagt meine Mutter ).

  4. Guten Morgen,

    wenn ich in München Beratung brauche, gehe ich zu Oberpollinger. Dort haben die Marken ihren eigenen Stand mit geschulten Verkäuferinnen, die sich auskennen. Douglas hat die Fehler -meiner Meinung nach – schon vor Jahren gemacht, als versierte Verkäuferinnen durch blutjunge, wie ein Kriegsschiff aufgetakelte Mädels ersetzt wurden. Natürlich billiger und halbwegs schön anzusehen, weil faltenfrei – aber bar jeder Ahnung. Da kann ich mich auch selbst informieren und den Bestellknopf drücken.
    Mein persönliches Aus bei Douglas ist passiert, als mir so ein junges Sahneschnittchen eine Probe mit Anitfalten-Creme mit den Worten „für die alternde Haut“ überreichte. Ich war grade 30 und meine Haut war absolut okay…..:D

    Gruß Eva

    1. Oberpollinger ist wirklich ein sehr positives Erlebnis.

      Die jungen Damen beim großen D – seit Jahren immer für eine fiese Story gut. So könnte einem schon der Spaß am Konsum im Offlinegeschäft verleidet werden. Man könnte auch schon allmählich an Absicht denken, wenn man die hier getätigten Äußerungen zur wirtschaftlichen Position dieses Unternehmens ansieht.

      Dagegen könnte man die „Freuden“ des Onlinekaufs stellen, wovon ja auch hier immer wieder zu lesen ist.

      1. Ich will auch zu Oberpollinger !!! Keine Ahnung wann ich zuletzt in München war. Oberpollinger, Alsterhaus und das KADEWE gehören zusammen – Kaufhof/Karstadt Group. Ganz in der Nähe vom Oberpollinger, am Stachus, gibt es die „Ludwigs Apotheke“, die hat eine Riesenauswahl an Kosmetik und Personal welches sich damit auskennt. Kann ich nur empfehlen, wenn einer mal wieder in München ist. So in 100 Jahren mal wieder.

  5. Ich finde bei Douglas zum einem echt schade, das online meist bessere Preise geboten werden als in den Filialen. Und mich (und ich lese es auch von anderen Personen) ärgert wirklich, dass das Bonussystem ohne Ankündigung geändert wurde. Die gesammelten Bonuspunkte lassen sich jetzt nicht mehr in Rabatte (in Prozent) einlösen. Werde halt nur noch bei Aktionen dort einkaufen und mich sonst anderen Anbietern zuwenden.

    1. Diese Änderung fand ich auch heftig. dafür bekommt man aber jetzt Boni, wenn man im Onlineshop nette Reviews zu zur Verfügung gestellten Produkten schreibt. Hmmm.
      Liebe Grüße
      KK

      1. Das ist eine recht weit verbreitete Onlinekrankheit, Boni mit Reviews zu verknüpfen. Und die Bewertungen müssen nett sein? 🤨

  6. Hallo Herr KK (und Gäste),
    ich glaube Entwicklung bei Douglas ist ein gutes Bild für den Zustand der Wirtschaft, die – so mein Eindruck – sich zumindest in Teilen von der Gesellschaft entkoppelt. Es geht nicht um Kunden und auch nicht um Produkte, sondern nur um Umsatz und Wachstum. Klar wächst das Online-Geschäft wenn ich die Umsätze von dem Offline-Handel transferiere (die omnipräsenten Gutscheine für Onine-Shop beim Einkauf in der D-Filiale, das ging so weit, dass auch wenn ich nichts gekauft habe – weil nicht vorrätig – wurde mir Gutschein für Online Shop in die Hand gedrückt). Momentan wird der Fokus gezielt auf die Online-Sparte gelegt, da nur diese Wachstum zeigt, wenn ich mich richtig erinnere. Das ewige Dogma von endlosem Wachstum. Ich möchte hoffen, dass man davon abkommt, aber die immer neuen DAX-Rekorde in der Pandemie-Zeit bestätigen eher das Gegenteil …
    Viele Grüße
    Joanna

  7. Ich mag Douglas schon lange nicht mehr – weder die Filialen noch den Online-Shop. Was (leider) nicht heißt, dass ich beides nicht nutze. Unsere Filiale hier wird laut Medien zugemacht. Neulich dort angerufen (wegen Click+Meet, weil es mein Produkt vor Ort nur dort gibt) und nachgefragt, da hieß es, das stimmt nicht. Naja.

  8. Hallo zusammen!

    Ich wohne in einer Stadt ohne Douglas. Im letzten Jahr habe ich aber aus gesundheitlichen Gründen einige Monate in einer Stadt verbracht, in der es einige dieser „vernachlässigten“ Douglas-Filialen gab. Dort war ich ein paarmal, um Produkte, die ich sonst immer online bestelle, vor Ort zu kaufen.
    Die beiden älteren Verkäuferinnen waren freundlich und auch eindeutig vom Fach. Jedoch war grundsätzlich das, was ich haben wollte, nie vorrätig. Man könne es mir gerne bestellen. Ja, danke, sehr nett, aber bestellen kann ich selber! Ich habe mich, da ich ja keine Erfahrung mit der Abwehr gewiefter Verkaufsstrategien von Douglas-Verkäuferinnen hatte, zum Kauf diverser Produkte „überzeugen“ lassen, unter anderem eine Augencreme und ein Hyaluron Serum der Eigenmarke, eine overnight Maske von Drunk Elephant und eine Highlighter Creme von Sensai. Das Sensai Produkt ist toll, das würde ich nachkaufen. Alles andere hat mich nur von einer Sache überzeugt: es ist für mich viel günstiger, hier mitzulesen und Produkte auszuprobieren, die du, lieber KK, oder einige deiner Leserinnen für mich vorgetestet und für gut befunden haben. Damit habe ich deutlich weniger Fehlkäufe in meinem Schrank herumfliegen als wenn ich mich bei Douglas beraten lasse.
    Womit ich jedoch sehr zufrieden war und worin ich wirklich den Mehrwert einer Parfümerie-Filiale sehe, ist die Beratung, wenn man ein Kernprodukt, also ein Parfum kaufen möchte. Da wurde ich wirklich gut beraten, durfte mehrmals erst Proben mit nach Hause nehmen, wurde überhaupt nicht bedrängt, sofort etwas zu kaufen und habe schließlich einen Duft erstanden, der wirklich zu 100 Prozent meinen Vorstellungen entsprach (übrigens den ganz neuen Herrenduft von Hermès. Ein Traum in meiner Nase!)

    1. Ha, wie unterschiedlich das doch ist. Ich finde den neuen Herrenduft von Hermes so nah an altem Rasierwasser, der geht überhaupt nicht. Schon interessant wie verschieden die Bewertungen sind, ist ja bei allem so.

      1. Ich musste mich auch wirklich erst dran gewöhnen 😆. Dachte noch beim ersten Mal, nee, der geht ja gar nicht! Beim zweiten Mal fand ich ihn dann „irgendwie interessant“ und beim dritten Mal habe ich mich verliebt 😍. Ja, Duft ist einfach total individuell und riecht ja auch auf jeder Haut total anders. Ich habe mich mal in den Damenduft von Narcisso Rodriguez verguckt, den eine sehr gut aussehende Bekannte immer trug. Ich kaufte ihn schließlich für mich und fand ihn dann nach sehr kurzer Zeit absolut unerträglich. Ich habe ihn dann an eine Freundin verschenkt, die ihn liebte und an ihr konnte ich ihn dann auch wieder mögen…🤷

  9. Ich meide Douglas soweit es geht und falls ich dort mal etwas gekauft habe, bin ich vor den aufdringlichen Mädels immer in Deckung gegangen. Aber man soll ja nicht alle über einen Kamm scheren: Ich verdanke tatsächlich einem jungen Ding bei Douglas vor ein paar Jahren die Erkenntnis, dass ich zwar „warme Haare“ habe und warme Lippenstifte wegen eines bläulichen Untertons in der Lippe benötige, aber dennoch einen neutralen Hautton habe. Seitdem sieht meine Foundation nicht mehr rosa oder gelb aus – und dazu musste ich über 30 werden und bei Benefit oder MAC hatte man mir gelblich-warmes Makeup verordnet, welches immer maskenhaft aussah…

  10. Guten Morgen zum Sterben der Innenstädte, das ein Ausmaß annehmen wird, das wir uns noch gar nicht vorstellen können und vor allem Kleinstädte hart trifft, möchte ich als quasi Betroffene mich noch kurz äußern.
    Wir führen in einer Norddeutschen Kleinstadt Deutschland
    S älteste Weinhandlung, seit über 475 Jahren gibt es sie ununterbrochen , was uns 2000 dazu reizte, aus Köln dahin zu gehen, sie zu übernehmen und behutsam in die Moderne zu führen. Alles spannnend und super, im Gewölbe Literaturlesunden und Musik, weintastings und Weinevents und nun Douglas zu. Ob man die Einrichtung nun mag oder nicht, es ist aber ein Zugpferd für Städte.,
    Für uns ist seit Lockdown 1 spürbar, dass Städte verweisen und irgend denkt man immer neue Online Konzepte aus, aber leer bleibt es : Museumsfeeling.

    Liebe Grüße
    Sibylle

  11. Ich denke, viele machen sich über das Thema sterbende Innenstädte Gedanken und finden es schade. Auch ich bestelle gerne online. Als 6-Personen-Haushalt mit vier Kindern braucht man doch viele verschiedene Dinge, die dann in den Geschäften einfach oftmals nicht verfügbar sind.
    Das ist aber nur ein Grund. Der zweite beruht auf der Frage, was wird mir geboten im Einzelhandel? Da gibt es einerseits sehr gute Geschäfte mit einer fachlich hervorragenden Beratung, welche man dann auch immer wieder aufsucht. Andererseits gibt es jedoch viele Geschäfte, bei denen ich als Kunde (evtl. nur durch vorheriges Lesen im Internet ..) mehr weiß als das Personal. Und das wars dann eben. Da geht man halt dann nur noch hin, wenn man selber weiß, was man braucht und das auch vorrätig ist. Ein dritter Grund ist auch noch eine gewisse Konsumübersättigung, jedenfalls bei mir. Ich brauche einfach nichts…mein Kleiderschrank ist gut gefüllt mit tollen Klamotten, es steht genug Deko rum (oder liegt in zahlreichen Schubladen und wartet auf jahreszeitlichen Austausch…) Ich werfe die Dinge ja nicht nach Gebrauch weg und kaufe ständig neu….Das Thema ist nicht einfach… LG

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