LIFESTYLE: ES WAR JA DOCH NICHT ALLES SCHLECHT…

2020. Wir alle miteinander erleben gerade ein Stückchen Geschichte. Es ist und bleibt ein ungeheuerliches Jahr. Und nein, das wird kein Jahresrückblick, mitten im September. Aber wie immer im Herbst, lasse ich gerne noch einmal die herrlich helle Jahreszeit an meinem inneren Auge vorbeiziehen. Und dann denke ich…es war ja doch nicht alles schlecht. Im Jahr 2020, als plötzlich alles anders war.

Schon komisch, wenn man sich und sein Leben plötzlich mitten in einem Geschichtsbuch wiederfindet, oder? Die Corona-Pandemie hat etwas Monumentales, etwas Weltbewegendes, egal wie man darüber denken mag. Vieles hat sich verändert. Vieles ist einfach nur katastrophal, und viele Dinge werden von vielen Menschen auch völlig unterschiedlich bewertet.

Diese Zeiten sind für einen Teil der Menschen eine Last, für einen anderen Teil eine Art Auszeit mit Urlaubscharakter, und für manche Leute ist es die Katastrophe schlechthin.

Die Existenzgrundlage entzogen zu bekommen, auf eine Art und Weise, die wir uns bis dato kaum vorstellen konnten. Dazu womöglich schicksalhafte Verluste im Familien- und Bekanntenkreis. Das Erleben der Corona-Situation ist vielschichtig. Und manchmal befürchte ich auch, dass wir entweder enormes Glück haben, dass diese Pandemie nicht so aggressiv ist, wie es uns früher so mancher Horrorfilm vorführte, oder unser Gehirn ein Notprogramm fährt, welches uns den Erst der Lage leichter ertragen lässt.

Ich weiß es nicht, aber in Anbetracht des Jahreszeitenwechsels kommt in mir wieder eine bekannte Stimme zum Tragen, die mich warnt. Wir wissen wirklich nicht was nun vor uns liegt, was kommen wird, wir werden es erfahren müssen.

Die warmen Sommertage, die das Leben so unbeschwert erscheinen lassen können, neigen sich endgültig dem Ende zu. Leichtigkeit ist ein Gefühl, das Druck und Sorgen erträglicher machen kann. Der Sommer hat uns abgelenkt, von den dunklen Gedanken, die wir aufgrund der Unwissenheit zu dieser Lage ganz natürlich haben. Was wir nicht kennen, fürchten wir, das ist eine Überlebensregel.

Aber der Sommer 2020 wurde nicht abgesagt. Auch wenn man fast schon darauf gewartet hatte.

Nein, der Sommer hatte seine herrlichen Tage. Er konnte warm sein, uns mit den wundervollen Strahlen der Sonne umschmeicheln, uns in goldenes Licht hüllen und trösten. Ein Sonnenaufgang am frühen Morgen, die Frische der Morgenluft in der Nase…Hoffnung.

Am Abend die rote Sonne, die hinter den Häusern verschwindet. Wir sitzen wir im Freien, weit auseinander und doch ganz eng beisammen, denn uns vereint in diesem Moment der melancholische Gedanke, dass auch morgen wieder die Sonne aufgehen wird, egal was kommen mag. Probleme schrumpfen in diesen Momenten zu mikroskopischen Zwergen.

Und vor der leergekauften Eistruhe im Supermarkt sind wir doch alle gleich.

Mir persönlich wurden viele Dinge bewusster. Ähnlich wie die Luft in den Städten, wurden auch meine Gedanken auf eine Weise klarer. Verzicht bedeutet wohl, das schätzen zu lernen, was noch übrig bleibt. Wie anpassungsfähig wir doch sind.

Die kleinen hungrigen Vögel auf dem Balkon zu beobachten ist für mich zu einem Ereignis geworden, das mir ein Lächeln ins Gesicht zaubert, in Zeiten, in denen Lächeln hinter dicken Masken stattfindet.

Es war nicht alles schlecht in diesem Sommer. Kaum etwas kann uns innerlich so stärken, wie dieses Wissen. Auch wenn es manchmal wie das Pfeifen im dunklen Keller ist, so hilft uns die Erinnerung an das Schöne über die Zweifel hinweg, die uns unweigerlich in der nächsten Zukunft immer wieder überfallen werden.

Was werden wohl die wichtigen Vokabeln der kommenden Wochen und Monate? Frustrationstoleranz? Dicke Fleecejacken und Zwiebellook? Impfung? Ich behaupte: Akzeptanz.

 

 

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(Fotos: Konsumkaiser    Keinerlei Sponsoring)


31 Gedanken zu “LIFESTYLE: ES WAR JA DOCH NICHT ALLES SCHLECHT…

  1. Guten Morgen lieber Kaiser und in die Runde,

    ich kann mich dir nur anschließen und hinzufügen, dass ich unendlich dankbar bin, in Deutschland zu wohnen. Und das aus vielerlei Gründen. Unser Gesundheitssystem (auch wenn es natürlich trotzdem viel zu meckern gibt) gehört zu den besten der Welt, unsere Sozialsysteme und unsere besonnenen Politiker und Politikerinnen. Manch andere Länder haben weder das eine noch das andere. Und auch die AfD ist derzeit praktisch bedeutungslos und hat es nicht geschafft Corona für sich zu instrumentalisieren.

    Euch allen einen schönen Sonntag!

    1. So denke ich auch. Ich glaube, wir vergessen viel zu oft, wie „gut“ es uns geht, und scheuen den Vergleich. Meckern ist einfacher, ich will mich da gar nicht rausnehmen, und ich verstehe es.
      Liebe Grüße
      KK

      1. Ich jammere lieber nicht, auch wenn mir danach wäre. Immer noch ohne Job, Hartz IV, gesundheitliche Probleme, familiärer Stress… Ich bin nicht zimperlich, aber dieses Jahr bringt mich extrem an meine Grenzen und ich bin froh, wenn es vorbei ist. Wenigstens weiß ich jetzt auf wen ich zählen kann und auf wen nicht… Alles schön aufgeräumt mittlerweile. Und ohne Unterstützung müsste ich jetzt auch mein Fernstudium an den Nagel hängen. Nächstes Jahr kann nur besser werden.

        Lieber KK, leider funktioniert dein rss-Feed in meinem Reader nicht (Flym/Android). Bei innenaussen.com klappt es.

        Liebste Grüße

        1. Liebe Gast, ich finde nicht, dass das Jammern ist. Wie sollen sonst die Leute erfahren, wie es in der Gesellschaft aussieht, wenn alle nur über Urlaub und Fun reden? Wir müssen es aushalten, wenn wir eben auch die unschönen Dinge erzählt bekommen, oder eben erleben. Aber auch du hast ja irgendwo einen „Lichtblick“ indem du erkennst auf wen du in der Not zählen kannst, und auf wen nicht.

          Zum Feed kann ich dir nichts sagen, denn das macht alles WordPress. Damit habe ich nichts zu tun. Man sieht ja gerade bei Irit Eser, was passieren kann, wenn man am Blog herumbasteln kann. Und ich bevorzuge aufgrund meiner bescheidenen Technikkenntnisse lieber die Version für Dummies. 😉
          Liebe Grüße und ich drücke die Daumen, dass bald wieder Licht am Horizont für dich erscheint!
          KK

          1. Danke, sas ist lieb von dir! Das,war auch nicht abwertend gemeint oder so. Ich bin zur Zeit nur irrsinnig genervt und ich hab echt Existenzängste. Ich hatte letzte Woche mal wieder ein Vordtellungsgespräch (Stelle wäre auch nur vefristet bis 2/21, aber ich würde auch das gern nehmen, auch wenn ich nicht mehr von Befristung zu Befristung hoppen mag – was will man machen). Derzeit warte ich auf den Bescheid. Umziehen müsste ich auch, aber eine hartz iv-konforme Wohnung ist hier preislich quasi ausgeschlossen. Zumindest hab ich jetzt an eigenen Leib erfahren was man als Hartz IV-Empgänger durchmacht. Sa icv ja immer noch wieder früher oder später in dem Bereich arbeiten will denke ich, diese Erfahrungen werden mir dann auch im Job sehr weiterhelfen.

            Schade wegen des Feeds, aber geht natürlich auch so. Und du darfst sicher sein, ich lese trotz weniger Kommentare immer noch fleißig mit. 🙂

            Liebe Grüße

    1. Bei Iriteser ist gerade eine Diskussion zur Bezahlung von Blogs im Gange. Und danach schaue ich noch bei der Schminktante rein, und was gibt es dort? Den hundertsten bezahlten Beweihräucherungspost zu Skinceuticals.
      Ehe sich die Blogger für die immer gleichen Werbeanzeigen bezahlen lassen, zahle ich lieber ein paar Euro für den Blogger, damit man solche nervtötende Werbung vermeiden kann. Ich kaufe mir auch keine Magazine mehr, denn die sind ja nur noch voll mit Werbung, offen und versteckt. Aber das ist ja nicht neu.

      KK hatte ja auch schon geschrieben, dass sich diesmal ja so gut wie alle Blogs (selbst Pia und Instagrammer) von Skinceuticals haben kaufen lassen, und das muss wohl an der mauen Auftragslage liegen. Trotzdem macht mir das die Freude an Blogs und Imstagram kaputt. Würden wir alle etwas für die Inhalte zahlen, wäre da auch kein Abhängigkeitsverhältnis.
      Danke, lieber KK, dass du da immer noch nicht mitmachst. Du bleibst einzigartig. Und wenn du ein Abo einführst, würde ich zahlen! 🤗

        1. Hallo Frauke, auf KK wird es wohl keine Bezahlschranke geben, denn ich möchte weiterhin den Blog als Hobby betrachten können.
          Auch wenn ich als Trottel der Nation rüberkomme, weil ich ja sozusagen kostenlos Werbung mache. Dafür behalte ich mir aber auch das Recht vor, irgendwelche Produkte einmal sehr scharf anzugehen. Ich muss mich um keine wohlige „Verkaufsatmosphäre“ auf meinem Blog kümmern. Und wenn ich mal nicht mehr mag, dann mache ich einfach zu. Unheimlich befreiend ist das, und das sollte ein Hobby ja auch ausmachen.
          Übrigens: Jetzt bitte nicht mehr über weitere Blogs „lästern“. Ich hab deinen Punkt verstanden.
          Liebe Grüße
          KK

          1. Lieber Kaiser,
            Ich finde nicht, dass du als Trottel der Nation da stehst, weil du Dich nicht bezahlen lässt. Ich habe grössten Respekt vor Deiner Einstellung und Deiner Arbeit. Für mich stehst du damit eher als der Glaubwürdigste der Nation da!
            Ich bin froh, dass ich deinen Blog gefunden habe. Das gleiche gilt für Irit.
            Liebe Grüße

      1. Hallo Frauke,
        da bin ich ganz bei dir. Ich würde auch eher für glaubwürdige Informationen bezahlen, als mir gratis Werbung durchzulesen.
        Liebe Grüße

      2. Liebe Frauke, lieber KK! Ich finde die Nummer mit Skinceuticals echt heftig, wieviele Blogs da geradezu verzweifelt aufgesprungen sind. Das hat mich desillusioniert. Geht es nur noch um Kommerz? Kannst du dazu mal was schreiben? Ich weiß echt nicht mehr, welchen Blogs man noch guten Gewissens folgen kann. Der Kk, ok, aber selbst bei Irit ist mir schon zu viel Gerede über Geld. Wie kann man objektiv sein, wenn man Geld dafür bekommt und einen Anspruch erfüllen muss??
        Auf der anderen Seite bewundere ich die Offenheit. Bei Blogbeiträgen, die aber über ein paar Sätze nicht hinausgehen, meist ohne Inciliste verfasst werden, und Beiträge zu Füßen und Balkonen bin ich raus und würde nichts bezahlen dafür. Sorry. Und das war auch keine Lästerei.
        Schönen Abend noch!

        1. Skinceuticals? geschenkt, echt heftig.
          Zu anderen Blogs und ihren Entscheidung etwas schreiben? Nein, das mache ich nicht mehr. Das müssen die alle selbst wissen, und ich hoffe einfach, dass Leserinnen und Leser ihre eigenen Schlüsse daraus ziehen. Viele stört es ja auch ganz einfach nicht, das darfst du nicht vergessen.
          Ich verstehe auch voll und ganz, wenn man Blogs als Einnahmequelle sehen will, nur passt das so gar nicht mit meinem persönlichen Verständnis von den Ursprüngen eines Blogs zusammen. Ich bin da wohl sehr altmodisch.
          Trotzdem macht mir in diesem Zusammenhang Instagram viel viel mehr Magengrimmen. Echt jetzt. Dort wird das so auf die Spitze getrieben, das finde ich tatsächlich fast schon pervers. Wer folgt Werbepappfiguren? Millionenfach?
          Seltsam, aber auch darüber habe ich mich früher bereits ausgiebig geäussert.
          Im Endeffekt hilft nur solche Dinge aktiv vermeiden. Hinwegsehen, darüber Klagen hilft ja nicht.
          Liebe Grüße
          KK

  2. guten Morgen,
    Nein ,es war eben alles etwas anders.
    Ob ich mich gegen Grippe impfen lasse, weiss ich noch nicht. Bis jetzt noch nie gemacht. Der Urlaub wird dieses Mal im Herbst anders als geplant.Statt den Sommer zu verlängern wird in warmen Socken und Friesenerz auf der Insel Usedom rum gestapft. Ja und ich freue mich drauf , diese Ostseeperle wieder zu besuchen.Vielleicht lugt die Sonne auch mal hervor. Und nun geht es nochmal an die Wahlurne.
    schönen Sonntag🌞

  3. Guten Morgen und vielen Dank für diese wichtige Message🙏🏻. Dem ist rein gar nichts hinzuzufügen.

    Dieses Jahr ist Fluch und Segen zugleich. Wir haben alle viel gelernt, auch über uns selbst. Was Morgen kommt wissen wir nicht, aber es geht weiter. So wie es immer weiter geht.

    Ich wünsche Allen einen ruhigen und gemütlichen Sonntag

  4. Hallo Konsumi, das sind heute genau meine Gedanken.
    In der Familie sind zwei Mitglieder (höchstwahrscheinlich) durch Corona verstorben, und wir konnten uns weder verabschieden, noch bei der Beerdigung zusammenkommen.
    Mein kleiner Imbiss steht kurz vor der Pleite, ich habe kaum Rücklagen, mir wird wohl nur noch Harz 4 bleiben.
    Im Bekanntenkreis herrscht aber nur das Thema Herbsturlaub und Weihnachtsmarkt mit Glühweinsause vor! Es ist der Wahnsinn, wie gespalten die Gesellschaft gerade ist, und irgendwie ärgert mich das.
    Und dann denke ich an die vielen schönen lauen Abende, die wir in diesem Jahr im kleinen Schrebergarten meiner Mutter verbracht haben. Wir haben so viel miteinander geredet wie seit Urzeiten nicht mehr. Es war wirklich nicht alles schlecht, und ich gebe dir total Recht, dass man sich auf die kleinen Dinge besinnt. Das nehme ich aus diesem Sommer mit.
    Habt einen schönen Sonntag!

  5. Optimist und Gutelaunemensch im Herzen, kann ich mich für dieses doch recht bescheidene Jahr dennoch leider nicht anschließen. Nicht wirklich unbeschwert hat das Jahr begonnen, es gab ein gewisses Hoch (bei anderen ein Normal) im Januar, das rasch endete. Ab Ende Februar ging es nur noch bergab, nach dem Wegfallen der sozialen Kontakte zunächst auch finanziell, nun nach Umstellung wenigstens letzteres nicht mehr. Raus an die schönen Flecken in der Umgebung konnte man schon seit Frühjahr nicht mehr, weil wirklich überall Touristen waren – und im Herbst schon wieder kommen – , so dass Abstandhalten nicht möglich gewesen wäre, und so blieb das Cabriofahren – wenigstens dies bei angenehm hohen Temperaturen, die immerhin nicht die ganze Zeit weit über den Dreissigern waren.

    Ist Euch diese absolute Vergnügungssucht auch aufgefallen? Hin und wieder habe ich mir überlegt, dass dies so in anderen Jahren nicht zu beobachten war. Ich meine, ich als ehem. staatl. gepr. Partymaus feiere auch total gerne und es gibt nicht vieles, das mir den Schneid abkauft, aber irgendwie kann man auch mal einen Gang zurückschalten und das Ganze zu einem anderen Zeitpunkt wieder aufnehmen.

    Wie auch immer, direkt im Spätsommer wurde es gesundheitlich bei einer Person mies, und der Herbst hat mit einem Todesfall in der Familie (andere Person) noch einmal so richtig an Fahrt aufgenommen. Möchte mir nicht vorstellen, was damit verbunden noch alles auf einen zukommt. Dazu muss. wirklich. alles. per Abstand geregelt werden, denn einfangen sollte sich hier im Haushalt die Seuche wirklich niemand.
    Es kann ja 2020 auch noch der Yellowstone hochgehen… tja. Klingt leider nicht so gut, ich weiss.

    Und wer weiss schon, wie lange die Seuchenkrise noch geht. Immerhin bin ich in einsamer Projektarbeit geschult, was mir nichts ausmacht – ich täte dies ja sonst nicht -, aber das man nicht mehr vernünftig ausgehen und Leute treffen kann, fehlt sehr. Aber als Workaholic weiß man ja immerhin, was man zu tun hat. Das bringt die Zeit rum und man bekommt seine Angelegenheiten halbwegs geregelt. Man darf ja die Ohren nicht hängen lassen.

  6. Ein schöner Beitrag zum Sonntag! Ich wünsche uns allen, dass wir die dunklere Jahreszeit gesund durchstehen und das der Virus in Schach gehalten werden kann.
    Von den auch in seriösen Nachrichtensendungen ständig wiederkehrenden Fragen der Reiseziele für die Herbstferien und die seit Beginn der Krise quasi täglich auftauchende Forderung, endlich die Fußballstadien für die Fans zu öffnen, lässt mich immer wieder zweifeln, was denn überhaupt wichtig ist – die Gesundheit und ein funktionierendes System sollten doch den weitaus höheren Stellenwert haben. Party, Events, Urlaub – da kann man doch auch mal aussetzen ohne durchzudrehen.
    Tja und dann hoffe ich, dass der Gastgeber weiterhin Spaß an seinem Hobby hat und dieser tolle Blog erhalten bleibt.

  7. Aus der Karibik, …wo immer die Sonne scheint und das türkisblaue Meer sanft und rhythmisch dem feinen weißen Sandstrand entgegen plätschert und die Palmen … Oh, ich schweife ab. Auf jeden Fall aus einem wunderschönen Ort, dessen Gemüt meinen Eindruck nach auf die Einheimischen überschwappt, habe ich mal folgendes mitgenommen: „There is no problem. There is just situation.“ Alles eine Frage der inneren Einstellung. Diese testet die Pandemie hier aber alle ganz gewaltig, daher habe ich mich heute sehr über deinen Beitrag gefreut, lieber KK!

    1. Das würde ich auf keinen Fall ausprobieren, denn man weiß nicht was drin ist. Finde es höchst unseriös. 10% Retinol kann nur ein stark abgeschwächter Abkömmling sein. Ansonsten nur Öl, keine Konservierer.
      Das würde mich nicht reizen, höchstens meine Haut. 😉
      Liebe Grüße
      KK

  8. Lieber KK,
    endlich schaffe ich den Schritt, mich endlich hier zu Wort zu melden, obwohl Du mich mit Deinem Blog schon jahrelang begleitest und viele Freude bereitest – dafür vielen herzlichen Dank! Auch an die fleißigen Kommentatoren, man erfährt und profitiert auch davon viel.
    Ja, wir befinden uns in einem merkwürdigen Jahr, das vielleicht weitreichende Folgen für uns alle bringen wird… Für mich persönlich hat es, neben allen üblichen Corona- Unannehmlichkeiten noch die ungewollte Rente aus gesundheitlichen Gründen gebracht – das einzige worauf ich mich in der Rente gefreut habe, waren die Reisen, die jetzt nicht so unbeschwert möglich sind…Aber ich versuche die positiven Seiten zu sehen, wie z.B. in Deinem Blog morgens ohne Zeitdruck zu stöbern und über eine neue Pflegeroutine nachzudenken – ist doch was, oder :)?
    Liebe Grüße aus Dortmund!

  9. Lieber KK,
    ich las gerade deinen Text und musste daran denken, wie oft ich in meinem Leben schon solche „komischen“ Zeiten erlebt habe. Als ich 12 war, haben sich plötzlich die Preise verdoppelt bzw. verdreifacht. Eltern haben über Jahre kein sicheres Einkommen gehabt, weil meine Heiman, die Sowjetunion in Schutt und Asche lag und wir noch keine Alternativkonzepte für die Ausgestaltung der Wirtschaft hatten. Wie es war, stundenlang nach der Schule in einer Schlange zu stehen, um Brot zu kaufen. Die leeren Regale brauche ich gar nicht zu erwähnen. Seife und Waschpulver nur mit Karten pro Person limitiert. Drei Mal Währungswechsel… Das letzte Mal war das der Euro, 3 Monate nachdem ich nach Deutschland kam.
    Und dann kam Corona.
    Es ist eigenartig, die Entwicklungen, die man als Kind oder Jugendlicher gemacht hat, und die einen geprägt haben, erneut bewusst zu erleben. Die Angst, die wir damals hatten, habe ich nicht. Wenn man den Mangel einmal ausgiebig erlebt und vor allem überlebt hat, ist man nicht mehr so schnell panisch. Viele meiner Landsleute, die eine ähnliche Geschichte haben, waren auch relativ ruhig. Genervt ja, aber recht ruhig. Dafür konnte man sehen, und das ist mir gerade durch deine Worte umso bewusster geworden, wie diese Angstwellen Menschen erfassen, die immer in Sicherheit und Planungsstabilität sich befunden haben. Und ich war dankbar dafür, dass ich halbwegs Ruhe bewahren konnte, denn so konnte ich meine Patienten auffangen und beruhigen und diese Zeit mit ihren durchsstehen. Ich hatte Sorge, wie ich die Gehälter meinen Mitarbeitern zahlen soll, wenn es knapp wird, weil ich die Sorge um ihre Existenz und die Abhängigkeit von ihrer Arbeit sah. Aber es hat Gott sei dank gut funktioniert. Wir haben jetzt einen vermehrten Ansturm an Patienten, weil viele, als es etwas ruhiger und lockerer wurde, gemerkt haben, wie sehr es sie umgehauen hat und es kämpfen viele Menschen mit den psychischen Folgen dieses Jahres.
    Aber es war auch eine gute Zeit. Noch nie habe ich so viel Freizeit, ohne Termindruck gehabt. Freunde waren spontan verfügbar, um sich virtuell zu verabreden. Und man konnte sehen, wie wir uns gegenseitig getragen und ermuntert haben. Und wir versuchen es beizubehalten. Lieber sich kurz fassen, quatschen, spazieren gehen, als Monate lang auf einen Termin warten. Man konnte auch sehen, dass die Beziehung stabil ist und man viel Zeit miteinander verbringen kann, ohne sich zu nerven.
    Die Kleinigkeiten des Lebens sind so viel mehr in den Vordergrund gerückt, da bin ich wirklich froh drum.

    Ich danke dir für deine Texte und Anregungen während der ganzen Zeit. Dadurch konnte ich tatsächlich eine weitere Perspektive für die emotionale Lage mancher Menschen entwickeln und diese gut in der Arbeit nutzen.

    Ich hoffe und bin mir sicher, wir werden es schaffen. Bleibt gesund und passt auf euch auf.

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