LIFESTYLE: TRENDBAROMETER 31.07.2020

Das Trendbarometer gleitet geschmeidig in den Sommer, und es geht weiterhin um Dinge, die mich in der vergangenen Woche bewegt, belustigt oder erschüttert haben. Aber nichts folgt einem festen Schema, es kommt wie es kommt. Hauptsache ein bunter Mix, unterhaltsam, lustig, manchmal nachdenklich, oder auch böse… 

 

Tünche für Jungs

Foto: Shixin Huang; „Boy de Chanel“ C: Chanel

Make-up für Männer ist nun beileibe keine Neuheit mehr. Männer-Rock-Spezialist Gaultier war da einer der ersten großen Player, die ganze Make-up Linien für Männer herausbrachten. Mehr oder minder erfolgreich. Wohl eher weniger in Kleinstädten. 😉

Trotzdem ist die Idee ganz nett, dass man könnte, wenn man wollte…Und kaum jemand rümpft mehr die Nase über „sowas“.

Das hat sich dann wohl auch die Beauty-Abteilung von Chanel gedacht, und nun gibt es sie also auch, die Deko-Produkte für den Mann von Welt. Oder eher dem Jungen? Chanel nennt die Linie nämlich „Boy de Chanel“ (nicht mit dem exklusiven Duft verwechseln).

Eigentlich gibt es von Chanel bereits einige dekorative Männerprodukte schon etwas länger, nun ist aber wohl die Zeit reif für eine Verbreiterung der Produktpalette, und das weltweit.

Zum Lip Balm, der Foundation und dem Augenbrauenstift, also den drei „Boy de Chanel“-Basiselementen, gesellen sich nun Fortifying Gel Moisturizer, Concealer, 3-in-1-Eye-Pencil und Nagellack, was die Serie durchaus komplexer macht.

Was mich allerdings tatsächlich ziemlich anfixt, ist natürlich das unschlagbar schicke Design der Linie. Das Feuchtigkeitsgel in der großen Chanel-Flasche steht bereits auf meinem Einkaufszettel (ca. € 79,00), und die Produkte sind dann auch ab dem 01.08.2020 erhältlich, und zwar in Chanel-Beauty-Boutiquen, an Chanel-Countern, Online, usw.

Ob es der schwarze Nagellack in mein Badezimmer schaffen wird? Daran zweifle ich derzeit allerdings stark…

 

 

Urlaubshysterie 2020

Das Sommerloch 2020 hat ein Thema, das seiner würdig ist, denn man hört eigentlich überall nur noch etwas von Urlaub, von Urlaub, und auch von Urlaub. Habe ich Urlaub vergessen?

Dabei geht es aber beileibe nicht mehr um die schönsten Reiseziele, die beste Erholung, die interessantesten Sehenswürdigkeiten, sondern einzig um Corona und die Auswirkungen. Hach, alles so leer, alles so doof (Maske), viele Geschäfte zu, keine Discos, usw. Wer hätte DAS gedacht?

Die Krönung: Im Laufe von Lockerungen, Corona-Müdigkeit und Verdruss, sowie Wagenladungen von Menschen, die wieder durch die Weltgeschichte ziehen, steigen die Infektionszahlen erneut alarmierend an. Und zwar so schnell und so hoch, dass sich Fachleute ernsthafte Sorgen machen.

Nur die, die es angeht sind offenbar in einer Urlaubshysterie gefangen. Nur mal so nebenbei, liebe Leute: Nicht die Arbeitswelt, sondern hauptsächlich das Freizeitverhalten der Menschen hat dieses ernste Gesundheitsproblem über uns gebracht. Und gerade jetzt fordern Menschen massenhaft ein ungehemmtes Freizeitvergnügen ein, koste es was es wolle. Wir haben es uns verdient…

Soll ja auch gerne so sein, nur dann auch mit den Konsequenzen leben und solidarisch denken: Freiwillig zwei Wochen nach Urlaubsende und Heimkehr in Quarantäne zu verschwinden, das klingt dann nicht mehr ganz so toll. Und einen „Corona-Test“ auch noch aus eigener Tasche bezahlen? Ja, wo kommen wir denn da hin? Übrigens kommt diese Einsicht erschreckend spät, da ist vom Bund und den Ländern (ausser in Bayern vielleicht) noch nicht viel mitgedacht worden! Aber wie auch, die Politiker befinden sich ja ebenfalls zu großen Teilen in der Sommerpause. Ob sich das Virus auch gerade im Liegestuhl sonnt? Nein!

Risikogebiete (und Risikoverhalten) sind übrigens weiterhin äusserst beliebt, man sollte es nicht glauben. Erst morgen wird eine Bekannte von mir mit Kind und Kegel (äh, Ehemann) nach Barcelona aufbrechen. Eine andere urlaubt in Belgien, später wird die Verwandtschaft in der Türkei und dann auch auf dem Balkan besucht. Ich kann nicht mehr…

Ri-Si-Ko Gebiete. Ein selbstbezahlter Test ist für mich da eigentlich alternativlos. Sowas gehört auch zur Solidarität. Gerade auch in Hinblick auf die wirklich vielen Menschen, die sich derzeit keinen Urlaub leisten können, oder schlicht und einfach nicht verreisen, weil sie die Situation für noch unkontrollierbar halten, was ich mehr als verstehen kann, denn ich handhabe es genauso.

Warum denkt kaum jemand daran, was auf dem Spiel steht? Noch einen Lockdown verpacken viele von uns nicht mehr, bereits jetzt häufen sich die Pleiten, Insolvenzen und Anträge auf Sozialleistungen. Gibt es denn nur noch Angestellte und Beamte, die allesamt nach dem Motto „Nach mir die Sintflut“ leben?

Sehr nachdenklich hat mich letztens die Aussage einer geflüchteten Frau aus einem schlimmen Kriegsgebiet gemacht. Sie fragte mich sinngemäß, wie man nach nur wenigen Monaten so dermaßen ungeduldig werden kann, wie die Menschen hier. Was würden wir tun, gäbe es bei uns jahrelang Krieg, mit all seinen schrecklichen Folgen und Einschränkungen? Ein klein wenig Demut ist wohl in der Sommerferienzeit völlig undenkbar.

 

 

 

Wieder da! (*unbezahlte Werbung* da ich einen Onlineshop verlinke)

Teoxane-Fans bitte aufgepasst: Neben der 30% Rabattaktion, ist nun auch die 3D Lippenpflege endlich wieder erhältlich.

Ich hatte HIER darüber berichtet.

Wer also zuschlagen möchte, kann die Lippenpflege für knackig reduzierte € 26,61 (10ml) ergattern:

 

 

 

RIMOWA schützt jetzt auch die Augen

Seitdem die ollen Klapperkoffer von Rimowa zum LVMH-Konzern gehören, haben sie ja deutlich an Sexappeal gewonnen, kommt einem zumindest so vor. Und nun gibt es auch noch Sonnenbrillen, die ich tatsächlich erstaunlich nett finde. Nicht so ein alltägliches Zeugs. Hergestellt in Italien, in Deutschland designt.

Da lohnt sich ein zweiter Blick, denn die verspiegelten Modelle aus der Reihe RIM (oben) machen einen futuristisch angehauchten Eindruck. Die Gestelle aus der BRIDGE Serie sind allerdings nicht mein Geschmack, aber darüber lässt sich ja bekanntlich nicht streiten.

Wer ca. 250 bis 310 Euro für eine Designerbrille ausgeben möchte, die man garantiert wiedererkennt, kann diese bei ausgewählten Optikern weltweit oder online im RIMOWA Onlinestore erwerben. Mich schreckt dann doch der Preis ab, aber bald ist ja wieder „Sommerschlussverkauf“. 🙂

 

 

Zähne in strahlend hell…

…gehören heute zu den Statussymbolen. Golfballweiß mag ich nun auch nicht gerade, aber ein heller Eindruck, ohne gelbliche Spuren, machen dann doch einfach einen freundlicheres Bild.

Dazu geht man regelmäßig zum Zahnarzt, nutzt die professionelle Zahnreinigung, aber ein Profi-Bleaching wäre mir dann doch too much. Meine Zähne sind eh recht hell, das gäbe ein blendendes Naddel-Gebiss (Sorry, liebe Nadja, das ist nicht bös gemeint).

Zahnpasten mit optischem Aufhelleffekt nutze ich allerdings sehr gerne, denn das bringt eben doch noch ein wenig mehr. Und das temporär, es schadet der Zahnsubstanz nicht. dazu habe ich hier schon so einige Produkte vorgestellt. Und nun gibt es solch eine zahncreme mit sofortiger optischer Aufhellung auch von Perl Weiss:

White & Charcoal kommt in einem tiefen Lila-Ton daher, der wirklich ein schön weißes Ergebnis zaubert, ohne dass man völlig aus dem Rahmen fällt. Hier habe ich das Gefühl, dass es noch ein wenig intensiver wirkt, als die üblichen Blau-Zahncremes mit Aufhelleffekt. Nach ein paar Stunden ist der Zauber auch auch hier vorbei, für ein nettes Date reicht das aber allemal.

Die Tube gibt es in Drogeriemärkten und Kaufhäusern für ca. 3 bis 4 Euro. Kann ich empfehlen!

 

 

 

 

 

 

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(Fotos: Konsumkaiser, Chanel     Keinerlei Sponsoring von den genannten Marken! Keine Affiliate Links, keine Bezahlung, keine Bettelei. Produkte wurden selbst gekauft.)


34 Gedanken zu “LIFESTYLE: TRENDBAROMETER 31.07.2020

  1. Oh nein! Ich hätte den KK sooo gerne mit Lidschatten und Nagellack gesehen. 😉 😉
    Beim Urlaubsthema bin ich ganz bei dir. Das Wort „Urlaubshysterie“ trifft es genau. Ich bin auch selbstständig, hatte keinerlei Einnahmen über Monaten, und nun arbeite ich doppelt und dreifach damit wieder was in die Kasse kommt. Falls es eine zweite Welle geben sollte, werde ich Insolvenz anmelden müssen. Und so geht es vielen hier.
    Wir haben mühsam mit Vernunft und Disziplin die Infektionsrate heruntergedrückt, nun reißen es die Ungeduldigen wieder ein, und wir müssen es ausbaden.
    Mal ganz ehrlich, ich möchte gerade jetzt nicht in den Urlaub fahren. Die Stimmung ist doch total komisch. Nur Ignoranten spüren das nicht und machen Party wie immer. Zwangstests müssen wohl sein, denn die meisten haben sich hier bei uns davor gedrückt. Zu teuer und zu peinlich. Kopfschüttel

  2. Guten Morgen!!
    Das mit dem Urlaub regt mich auch auf!
    Klar, ich würde auch gern weg, zumal mein geplanter Geburtstagsurlaub in Mexico ja Ende März ins Wasser gefallen ist. Aber man muss auch mal verzichten können!
    Mir ginge es da nicht um das Risiko mich selbst anzustecken, sondern das Ding wieder mit ins Land zu bringen und andere anzustecken. Und auch hätte ich keine Lust auf die Stimmung vor Ort, geschweige denn stundenlang mit Maske im Flieger zu hocken.
    Und wenn es wieder los geht und die Zahlen hoch gehen, sehe ich für den Großteil der Betriebe schwarz…

    Noch dazu MÜSSEN wir im Oktober/November weg. Und wenn die Zahlen wieder hoch gehen wird daraus auch nichts!
    Im Mai ist der Vater von meinem Freund, der seit 14 Jahren auf Mauritius lebte, gestorben. Schon schlimm genug dass wir nicht hin konnten, mussten wir uns auch noch auf Freunde vor Ort verlassen dass die alles regeln.
    Jetzt muss aber der Nachlass geregelt werden, das Haus ausgeräumt, das Auto verkauft werden…das können wir den Freunden nicht überlassen, das müssen die Hinterbliebenen regeln. Also MÜSSEN wir auf die Insel.
    Anfang September macht sie wieder auf und lässt Leute rein. Wenn jetzt aber die Zahlen wieder hoch gehen, wird sich die Regierung dort die Sache wohl nochmal überlegen…
    Und eine 14 tägige Quarantäne, egal ob dort oder hier, geht bei keinem von uns…

    Ich kann die Leute ja teilweise verstehen dass sie wieder zurück zur Normalität wollen. Das will ich ja auch…
    Aber wenn alle einfach mal ein bisschen weniger egoistisch wären, kämen wir auch wieder schneller zu einem einigermaßen normalen Leben zurück.
    Es hätte ja schon gereicht „normal“ Urlaub zu machen und nicht gleich wieder Mega Party mit Massenansammlungen zu veranstalten.

  3. Guten Morgen in die Runde,

    die neue Linie von Chanel reizt mich sehr. Nur gibt es Chanel scheinbar nie im Sonderangebot, es sei denn irgendwo findet ein Räumungsverkauf statt.

    Das mit den Corona-Tests kann ich auch nicht nachvollziehen. Wer in die Tropen will und entsprechende Impfungen benötigt, muss sie auch selbst bezahlen. Und wer sich freiwillig und ohne Not in Risikogebiete begibt, sollte anschließend auch für entsprechende Tests selber zahlen und nicht die Allgemeinheit. Gerade auch gegenüber Familien mit vielen Kindern und wenig Geld, die sich keinen Urlaub leisten können, ist es unfair, wenn diese auch noch für solche Tests mit aufkommen müssen. Wer sich einen Urlaub leisten kann, sollte auch noch ein paar Euro für einen Test übrig haben. Insgesamt bin ich wegen der zunehmenden Sorglosigkeit sehr besorgt. Im Prinzip ist es nicht schwer, das Virus einzudämmen. Das tragen eine Mund-Nasen-Bedeckung ist gerade bei heißen Temperaturen unangenehm, aber sicher weniger unangenehm, als an einem Beatmungsgerät zu hängen oder an den Folgeschäden von Corona zu leiden. Vielleicht werden die Menschen nach einer zweiten Welle vernünftiger, weil sie sehen, dass bestimmte Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden müssen. Ich bin froh, dass es „nur“ Covid 19 ist. Man stelle sich vor, das Virus wäre so ansteckend wie Masern, so tödlich wie Ebola und hätte eine so lange Inkubationszeit wie Covid 19. Dann gute Nacht. Auch unsere recht stabile Wirtschaft wird es nicht verkraften, wenn sie alle paar Monate komplett runtergefahren wird.

    Allen ein schönes Wochenende

    Aline

  4. Danke, KK, dass Du das Thema Urlaubshysterie ansprichst!

    Ich dachte schon, mein Mann und ich sind bald die einzig vernünftigen in unserem Umfeld!
    Meine Mutter ist beleidigt, weil ich sie nicht besuche, weil sie Null Abstand hält. Ihre Aussage dazu „ Aber ich treffe mich doch nur mit der Familie!“ – unsere Familie ist groß!- und ich sage „und die können Dich nicht infizieren?!“ Sie versteht es nicht…
    Und andere in der Familie feiern jetzt schon wieder groß Kindergeburtstag, weil man ja schon soooo lange „verzichtet“ habe.
    Wir sagen allen: Nur weil ihr bisher vernünftig wart – von Verzicht kann keine Rede sein! – hat sich an der Situation NICHTS geändert… Corona ist immer noch ansteckend, es gibt immer noch kein Impfmittel und die (bisher noch wenigen) Informationen über Langzeitschäden – wenn man nicht daran gestorben ist – sind immer noch spärlich, klingen aber nicht gut!

    Wenn wir jetzt unvernünftig werden, machen wir alles bisher erreichte kaputt! Wir müssen durchhalten!

    Passt auf euch auf und bleibt gesund!

    LG Carina

  5. Ach, gestern kamen unsere Zahnheld Zahnbürsten an, damit wird die Oral-B aus dem Bad verbannt. Ich habe jetzt auch mit der weichen Bürste angefangen, obwohl ich eigentlich ein „Mitteltyp“ bin, aber das geht ja flott los, ich habe das Gefühl Molly reicht.
    Das Chanel Design ist mega, bei mir ist meine Pflege und Kosmetik im Schrank, aber das würde ich auch an prominente Stelle setzen.
    Ich war mit meinem Mann 3 Tage in Südtirol zum Wandern, dort waren aufgrund von COVID 19 hauptsächlich Italiener, Deutsche und Österreicher. Die Italiener fallen sofort auf, weil sie deutlich vorsichtiger sind, Abstand halten und viel häufiger Maske tragen als die deutschen und österreichischen Touristen, von denen viele offensichtlich bereits vergessen haben, welchen Zustand wir vor 3 Monaten noch hatten. Auf den Hütten in den Bergen wurde auch Abstand gehalten. So wandernd im Freien kann ich mir Urlaub vorstellen, meinen Wunsch nach Fernreisen stelle ich auf jeden Fall noch länger zurück, Geduld ist angesagt. Schönes Wochenende.

  6. Hallo,

    das mit dem Urlaub ist zur Zeit ein schwieriges Thema für mich.
    Meine Befürchtung ist ja, dass BW (und Bayern), die schon in den von vielen als Hauptferienzeit genutzten Pfingstferien zuhause eingesperrt waren, nun auch auf ihren Sommerurlaub verzichten müssen (Stichwort zweite Welle?), weil diejenigen Urlauber, die früher Sommerferien hatten sich danebenbenommen haben oder im besten Fall „unachtsam“ waren. Da könnte ich schon einen ziemlich dicken Hals bekommen.
    Deshalb wende ich mich lieber anderen Dingen zu: Nach der Zahncreme werde ich gucken, ein bisschen weiß könnte mir nicht schaden.

    Schönes Wochenende und viele Grüße, Steffi

    1. Ähm, sorry, aber wer war bitte „eingesperrt“? Hast du von Ländern wie Spanien und Frankreich gehört, in denen es tatsächliche Ausgangssperren gab? Dagegen hatten viele Selbstständige geradezuein Arbeitsverbot, während andere sich mit dem ach so schlimmen Homeoffice plagen mussten. Hm.
      Liebe Grüße
      KK

      1. Natürlich habe ich das und ich möchte auch keinen Vergleich mit diesen Ländern und Regionen anstellen. Vielleicht hätte ich das eingesperrt in Anführungszeichen setzen sollen, so wie Du.
        In dem hier verstanden Sinne habe ich es auch gar nicht gemeint, sondern dass „wir“ zusätzlich zu den von Dir genannten Maßnahmen (HO & Co) auf geplante und bezahlte Urlaube verzichtet haben und jetzt neben den Diskussionen um die Rückerstattung auch im Sommer vielleicht nirgends hinfahren dürfen. Und das auch, weil Mitbürger aus anderen Bundesländer mit schlechtem Beispiel vorangegangen sind.
        So fühlt es sich zumindest an.

        1. Mit „Urlaube“ meine ich übriges keine Auslandsreisen. Nicht mal Nord- oder Ostsee, sondern regionale(re) Ziele…

          1. Hallo Steffi,
            als Nichtbayer gehen mir diese Worte – weil diejenigen Urlauber, die früher Sommerferien hatten sich danebenbenommen haben oder im besten Fall „unachtsam“ waren. Da könnte ich schon einen ziemlich dicken Hals bekommen.- doch ziemlich quer. Wahrscheinlich meinst Du es nicht verallgemeinernd, dann finde ich Deine Wortwahl doch ziemlich unglücklich.

      2. Mein Mann und ich leben in Spanien, waren drei Monate quasi eingesperrt. Und ich finde es seltsam, wenn sich Deutsche beschweren, wie limitiert ihr Leben in den letzten Monaten war. Jetzt muss man unbedingt in den Urlaub, weil ja was verpasst wurde, und die ganzen Einschränkungen eh lächerlich sind und viel zu lange gedauert haben. Und wenn ich sehe, wie die Zahlen in Katalonien etc. wieder steigen, wird mir Angst. Wie kann man Urlaub in Risikogebieten machen??? Und ja, die Rückkehrer müssten die Tests aus eigener Tasche bezahlen.
        Das Thema Urlaub haben wir für dieses Jahr auf jeden Fall abgehakt. Im November wollten wir eigentlich auf das MotoGP Rennen in Valencia, wird auch gestrichen. Auf einer Rennstrecke Abstand halten, wird kaum gehen. Auch sind wir weiterhin sehr vorsichtig. Wenn wir essen gehen (was selten vorkommt), dann in Restaurants, die eine Terrasse haben. 1x die Woche mache ich Lebensmittel Großeinkauf, das hat sich nicht geändert. Ansonsten stay at home, damit wir nicht wieder für Monate ins „confinamiento“ müssen.

  7. Guten Morgen,
    ich gebe den Kommentatoren vor mir völlig Recht. Die Dummheit der Menschen ist aber grenzenlos, auch bei einer 2. Welle lernen die, die bis jetzt nichts begriffen haben, auch nichts dazu. Das Gehirnvolumen nimmt ja nicht plötzlich zu. Mein Grundschullehrer hatte immer einen Spruch „dumm geboren, nichts dazugelernt und die Hälfte vergessen“! Genau. An den Kassen wird wieder fleissig gedrängelt. Neulich schob sich eine junge Frau mit Körperkontakt auf mich drauf, wollte nur ganz schnell bezahlen. Die hab ich mit Kraft zurückgeschubst, da ist sie plötzlich wach geworden. Den Tag hat sie garantiert aufgepasst. Wie blöd muss man eigentlich sein ? Und Urlaub kann ich nicht mehr hören, hier in Bayern gibt es schon Demo`s von Einheimischen gegen Touristen. Die wohnen nämlich auch noch hier. In den Bergen laufen sie rum wie die Ameisen, natürlich auch abseits der Wege, zertrampeln alles, lassen Müll, billige Zelte und Schlafsäcke einfach liegen. Und wo Massen an Menschen auftauchen, gibt es natürlich nie ausreichend Toiletten. In den Büschen sieht es grauenvoll aus, mit Bergen von Tempo`s, ekelhaft! Im Berchdesgadener Land werden jetzt Gebiete abgesperrt, das ist das Ergebnis. Ich bin mal wieder für sehr hohe Geldstrafen, die in den Naturschutz gesteckt werden. So hoch das erst mal 5 Jahre kein Urlaub mehr drin ist. Leider und das ist ein dickes leider, kommt man mit Freundlichkeit nicht weiter. Ich glaube das hier das Kosmetikthema positiver ist. Ja stimmt, das Chanel Design ist unglaublich chick, werde mal am Black Friday nach dem Feuchtigkeitsgel ausschau halten.
    Allen ein schönes Wochenende.

  8. Mir graust es angesichts der Entwicklungen in Europa und mir graust es, wenn ich das Verhalten von Erwachsenen im Wahlalter beobachten muss. Als ob es angesichts einer handfesten Gefährdung ein Anrecht auf Freizeitgestaltung, gar Urlaub auf Kosten der Gemeinschaft gebe, nach dem Motto „aber ich bin doch nicht ansteckend (treuer Augenaufschlag), die sind alle nicht ansteckend (zeigt auf Familie und Freunde), und so schlimm ist die Krankheit ja nicht, es sterben ja nur die, die ohnehin gestorben wären (wissend-aufsässiger Blick)“. 🙄

    Nichts gegen Spass und Freude am Leben, sagt jemand, die mal eine richtige Partymaus war – aber in Zeiten einer Pandemie geht nicht alles und nicht immer viel. Yolo ist als Statement sicher korrekt, kann auch mal richtig schief gehen.

    Kostenlose Tests müssen wohl sein, auch wenn es einen juckt, jene Gestalten dafür bluten zu lassen – allein, es bringt ja nichts. Das sind doch die ersten, die sich frech vor einem Test drücken, und dann haben alle den Salat.

    Was mir aber gar nicht gefällt, dass die Fussballverbände wieder ankommen und für alle, die (nach ihren Ferien) wieder ins Stadion müssen, Tests fordern.

    Da aber die Reagenzien für die Tests überall auf der Welt nachgefragt werden (wieso wohl) und begrenzt sind, sollten diese doch medizinischem Personal, Beamten/Angestellte des öffentl. Dienstes mit notwendigem Kontakt zu Personen sowie Risikogruppen vorbehalten werden – und natürlich denjenigen, die Symptome zeigen.

    Tests scheinen auch kein Allheilmittel zu sein, zeigen sie doch eine Infektion nur in einem bestimmten Zeitfenster, das man erst einmal erwischen muss. Da ist die Quarantäne wirksamer, v.a. weil man dann keinen anderen anstecken kann.

    Dem Vergleich mit einem Krieg ziehe ich auch gerne heran, wenn im entfernten Umfeld mal wieder über kleine Einschränkungen gejammert wird. Zumeist hört das Jammern auf. Auf den Lernprozess kann man wohl länger warten, schließlich ist bei vielen das Ich das Wichtigste.

    Interessant ist nach wie vor die noch immer untersuchte und ungeklärte Frage, inwieweit man sich auf öffentlichen Toiletten anstecken kann.

  9. Ich finde die Brille von Rimowa spannend, aber die Werbung spricht mich gar nicht an. Irgendwie hat man erwachsene Männer in der Werbung auch gegen Jungs ersetzt. So eine Gegenwelle der Gleichberechtigung, wenn schon kleine Mädchen Werbung für Antifaltenprodukte machen, dann sollen auch Jungs die Herrentrends zeigen. Find ich nicht sexy. Und Boy bei Chanel geht auch in die Richtung. Mein Mann wollte irgendwann kein Mens Healths Magazin lesen, weil da nur die „Jungs“ drin waren.
    Ich finde, der KK könnte die Rimowa Brille besser verkaufen, da würden viel mehr Frauen ihre Männer in die Läden führen und sie kaufen. Und vll gibt es auch eine Kosmetik-bzw Makeup Linie für die Männer, die könntest du auch verkaufen. Da bin ich mir sicher. Ich schreib mal gleich an Chanel 🙂

    Über den Urlaub und Corona ist alles gesagt worden. Ich finde auch, dass man die Tests selbst bezahlen muss. Arbeite im Gesubdheitdssystem und bin mir dessen bewusst, welche Zusatzbelastung das für die Kassen und uns alle bedeutet. Man kriegt keine Medikamente oder nur 6 Stunden Physiotherapie, aber Coronatests für lau ohne Ende.

    Bleibt gesund und habt ein schönes Wochenende.

    1. Hallo zusammen,

      eigentlich ist hier alles gesagt – das Wort Urlaubshystrie trifft es genau. Ich kann es manchmal nicht fassen wie egoistisch und empathielos die Menschen und ergo ein Großteil unserer Bundesbevölkerung nach allem immer noch sind. Ich habe meine zwei Wochen Urlaub (die jetzt leider vorbei gehen) nach den letzten chaotischen Wochen in der Klinik soooo genossen, nämlich ohne Menschen 😆 Ohne Maske(außer beim Einkaufen/Essen natürlich) – ganz für mich und meinen Partner allein. Während es andere wie bekloppt in den Süden und die Risikogebiete zieht, sie Party und Menschen vermissen, hatte ich seit Februar erstmal genug von den Menschen und war froh jetzt wieder Kraft zu tanken.

      Hier im Schwarzwald kommen auch immer mehr Touris, Sorgen machen mir allerdings die aus dem Ausland, die Niederländer zum Beispiel benehmen sich wie zu Hause, Abstand und Maske sehe ich da leider selten, sogar in unserem kleinen Hofladen im Dorf fallen sie zu Massen ein, denken aber beim Bauer braucht man keine. Sagt man was ist man gleich der verbitterte Deutsche, sehr schwierig 😞
      Unsere Dorfmitbewohner halten sich noch sehr vorbildlich daran und die deutschen Touristen passen sich der dörflichen Strenge hier an 🤣 in der Stadt und in der Klinik hat man aber tatsächlich schon länger das Gefühl es ist schon alles in Vergessenheit geraten..

      Naja, wer sich hier bei uns auskennt findet hier noch entlegene menschenarme Fleckchen und so sind wir genüsslich etwas gewandert im Urlaub, haben im Garten gewerkelt, ausgeschlafen und ich hab sonst nur viel Zeit mit den Eltern und zwei lieben Freundinnen verbracht, sonst wollte und konnte ich niemand fremdes mehr ertragen. Der Einkauf reicht mir mittlerweile ab und an Menschen um mich zu haben , so kann es auch gehen.. Wenigstens ist mein Stresslevel jetzt wieder ganz unten und belastbarer, die Patienten freuen sich sicher noch jemand wohlgelaunten zu finden, wenn die Grundaggressionen nämlich auf beiden Seiten zu hoch sind, ist das im Moment sehr schwierig..

      Und ja ich finde auch die Tests sollte man selber zahlen und die vorhandenen kostenfreien medizinischen Personal und Risikopatienten überlassen – wir kommen immer noch nicht vorbehaltlos an Tests, nur mit Symptomen, es ist eine Farce.. Unorganisiert und unausgereifer Plan, noch dazu werden wir zu späterer Zeit alle dafür bluten und zwar finanziell. Meine Krebs-Patienten zahlen ihr MRT von der Brust selber, weil die Kassen es nicht tragen, aber sowas wird großflächig verschenkt, da werde ich echt sauer..

      Wieder länger geworden, es ist schön soviel Gleichgesinnte zu lesen und sich auszutauschen 😊

      Genießt den Sommer trotzdem und bleibt alle gesund.

      1. Liebe Hoffnungsvoll! Über den Satz, dass Krebspatientinnen ihr MRT selber zahlen müssen, bin ich doch sehr gestolpert… kannst du mir kurz erklären, warum die KK die MRTs nicht übernimmt?
        Danke und LG 🌺

        1. Hallo Motti,

          entschuldige die verspätete Antwort.
          Es geht hier nur um MRT’s der Mammae, das war noch vor ein paar Jahren eine allumgreifende anerkannte Untersuchung ergänzend zur Mammographie und Sono, da es aber sehr kostenintensiv ist, weil man fast immer Kontrastmittel benötigt und nur wenige Radiologen sich damit auskennen, wurden die Übernahmen der Kassen immer mehr zurückgeschraubt. Junge Frauen werden lieber zur Mammographie geschickt, anstatt erstmal eine Untersuchung ohne Strahlen durchzuführen und das finde ich sehr schockierend. Auch bei dem Implantate-Skandal sind genau diese Kassen nicht bei den Kosten eingesprungen, welche die kaputten Implantate aber bezahlt haben(obwohl dies sogar ohne Kontrastmittel möglich ist und auch günstiger als Carcinomvorsorge). Das finde ich sehr schockierend, bei einigen wenigen hat ein extra Antrag mit Begründung bei der Kasse gereicht, bei anderen hat dies nichts gebracht. Ist bis auf einige Ausnahmefragestellungen keine Kassenleistung mehr. 😡 Mein ehemaliger Chef damals noch in eijer Praxis hat die Untersuchen dann für Selbstzahler günstiger als normaler Satz abgerechnet wenn die Kasse sich quergestellt hat, konnte es auch nicht fassen, kann ja nicht die Regel sein.

          Andere Krebskontrollen mit MR- Untersuchungen oder auch CT übernehmen die Kassen nach wie vor natürlich, nicht falsch verstehen. Das ist auch sehr wichtig.
          Nur auffällig ist, dass die teuren Untersuchungen ausgenommen wurden seit einiger Zeit, dazu zählen Brust, Prostata und Herz. Und dass die teurer sind ist ganz einfach zu erklären und keine Abzocke – höherer Zeitaufwand und erforderliches Können von Personal und Arzt inklusive immer wieder Fortbildungsnachweis, neuste Gerätegeneration dringend erforderlich.

          Wir machen so viele unnütze Untersuchungen in der Radiologie für jedes Knacken und Wehwechen, für die wirklich wichtigen ist aber dann oft keine Übernahme der Kasse da oder die Ärzte lassen uns die Untersuchungen unentgeldlich noch hinten dran hängen.

          Dass nur EINE einzige Untersuchung bei niedergelassenen Radiologen pro Quartal abgerechnet werden darf obwohl mehrere ergänzend erforderlich sind, ist dann tatsächlich nur die Spitze des Eisbergs. Das ist in der Klinik bei uns jedoch Gott sei Dank noch nicht so..und wie immer zählen die Regelungen auch mal wieder nicht für Privatversicherte..Da darf ich alles machen und abrechnen, natürlich.

          Du siehst, das Thema ist frustrierend.. Deswegen bin ich auch so sauer über den Umgang mit Corona-Tests. Ich muss also erst nach Barcelona reisen, um einen zu bekommen? Obwohl ich Krebspatienten jeden Tag um mich habe? Ich würde meinen, dass das bei medizinischen Personal zur wöchentlichen Pflicht eher angebracht wäre…🙄

          Entschuldige den langen Text..

  10. Oh jeh ja das Urlaubsthema regt mich auch auf. Nicht lustig wenn man in der Allgemeinmedizin arbeitet. Seit dieser Woche kommen immer mehr Anrufe von Rückreisenden, wann sie denn zum Coronatest zu uns kommen sollen wenn sie zurück sind. So richtig geregelt scheint das in BaWü noch nicht zu sein, wer die Massen testen muss..Unsere Zeitung schreibt locker der Hausarzt macht das. Wie wir mit Horden von Rückkehrern aus allen möglichen Ländern umgehen sollen weiss niemand. Wir waren jetzt grade froh, dass wir unsere chronisch Kranken Patienten wieder ordentlich versorgen können. Das fordert uns schon ganz schön unter den erschwerten Umständen. Jetzt trifft dann der Italienrückkehrer auf die Chemotherapiepatientin…. klar mit Mundschutz….. ehrlich mich nervts.
    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende, liebe Grüße Tina

  11. Lieber KK, die Krise hätte auch eine Chance für Eltern sein können, ihren Kindern beizubringen, dass Verzicht und Vorsicht keine persönliche Benachteiligung und Degradierung bedeuten. So lernen sie nun, dass man nur lauf genug jammern miss und schon bekommt man sein „Recht“.
    Denkt auch eigentlich noch irgendjemand an die „Alltagshelden“? Drauf geschissen, Hauptsache ab in den Urlaub. Eine Maske zu benutzen ist das höchste Opfer, mehr ist von unseren lieben Mitmenschen nicht zu erwarten. 😞

  12. Wenn ich morgens die Kurznachrichten und dann noch alle Kommentare hier lese, wird mir übel. In was für einer Sch….Zeit leben wir eigentlich ? Man bin ich froh mit 16 Jahren die Entscheidung getroffen zu haben in diese Welt keine Kinder zu setzen, das kann man ja keinem zumuten. Meine Mutter sagte schon vor Jahren, das wenn sie gewusst hätte wie der Planet sich entwickelt, hätte sie auch keine Kinder bekommen. Bin froh den größten Teil meines Lebens hinter mir zu haben.
    So, zur Ablenkung habe ich einige Gläschen kalten Moet ( Geschenk vom Seniorchef ) in mich reingeschüttet, gehe jetzt in `s Bett und schaue noch eine Stunde bei QVC „M.ASAM.“
    Mal wieder ein Gutes Nächtle in die echt nette Runde und bleibt alle gesund!

  13. Ich muss mir auch mal Luft machen mit Corona. Ich kriege wirklich Angst, wenn ich sehe, wie „normal“ und unbekümmert so viele um uns rum schon wieder ihren Alltag bestreiten. Ja, viele hatten zu knabbern an den Maßnahmen.., mich und mein Umfeld hat es wahrlich nicht hart getroffen. Wir fühlten uns nie eingesperrt, denn wir wurden nicht eingesperrt… es gab einfach ein paar Maßnahmen, um das Virus einzudämmen. So leicht, mitzumachen.
    Alle um uns rum fahren jetzt in Urlaub… Freunde nach Spanien, meine Cousine mit kind&Kegel nach Kroatien… Parties werden geplant und gefeiert.
    Ich war heute in einer kleinen Eisdiele mit Draußen-Plätzen… es gab eine Tür zum Aufdrücken (die geschlossen gehalten werden sollte wg. der Klimatisierung drinnen). Alle Leute (habe 10 gezählt), die diese Tür geöffnet haben, haben an den dafür vorgesehenen Griff gefasst (man hätte sie mit dem Oberarm aufstoßen können oder weiter oben oder weiter unten anfassen können)… keiner hat sich davor oder danach die Hände desinfiziert (es stand was bereit)… danach haben die Leute munter ihre Eiswaffeln von rechts nach links und umgekehrt gewechselt… 2 haben ihre Finger abgeleckt.
    Mir hat es echt die Laune und den Appetit verhagelt.
    Es wäre so einfach, auch hier hygienische Zustände zu haben, aber nein.
    Ich habe Angst vor August/September, wenn die Schulen wieder starten…

  14. Thema Corona. War doch zu erwarten, dass die Leute reisen, sobald die Grenzen aufmachen. Komisch, wie das plötzlich Schlag auf Schlag ging. Es ist doch auch gewollt, dass die Leute reisen. Iwo verständlich, viele Länder leben vom Tourismus. Leider kann man von vorneherein bei den Reisenden die Deppen nicht rausfiltern. Mich überrascht die Entwicklung kein Stück. Auf vernünftiges Benehmen „aller“ Menschen zu hoffen ist sinnlos. War heute kurz in der Stadt, weil ich ne Kleinigkeit brauchte. Bin dann kurz in Zara rein, leider….. Innerhalb von Minuten habe ich zweimal beobachtet, wie Leute mitten auf der Fläche Sachen anprobieren und dann auch noch mit der Verkäuferin diskutieren wollten, weil sie darauf hingewiesen wurden, dass sie das nicht dürfen und sich bei den Umkleiden anstellen müssen. Mutter mit Tochter: „Warum dürfen wir das nicht, wohl wegen Corona?“ Ich war kurz davor meine Meinung zu sagen. Da ich ein emotionaler Mensch bin, war es für alle besser, dass ich gegangen bin 😉 Meinen höchsten Respekt vor Menschen, die sich jeden Tag mit Idioten konfrontiert sehen. Ich würde wahrscheinlich das Saufen anfangen. PS, ich reise aktuell nicht und grössere Geschäfte werde ich wieder meiden.

  15. Urlaushysterie trifft den Nagel auf den Kopf. Und die lila Zahncreme habe ich auch. Mega!
    Was ist das denn für ne schicke Zahnbürste??

  16. Guten Morgen, eigentlich haben mich einige Kommentare hier eher traurig gestimmt und ich wollte auch nichts schreiben. Aber irgendwie muss es raus. Viele wirken hier so gefrustet und unzufrieden…eher generell nicht nur wegen Corona….aber ist nur mein Empfinden…. Wieso wird immer erwähnt, dass sich eine Minderheit nicht korrekt verhält, einzelne rummotzen etc. Ich weiss nicht, vielleicht habe ich ja ein anderes Umfeld, aber ich empfinde den Grossteil meiner Mitmenschen als mündig und sie verhalten sich auch umsichtig. Teils werden hier die Urteile (Einstufungen!) über Menschen recht schnell gefällt ohne Differenzierung. Das erschreckt mich ein wenig. Vielleicht sollte man den Fokus auch mal auf die Positiven Dinge richten. Es ist wie in den Nachrichten, es wird über das Negative geredet und berichtet. Dem wird vielmehr Platz eingeräumt als den schönen oder normalen Ereignissen. Eine perfekte Welt mit guten Menschen wird es nie geben und hat es noch nie gegeben.
    „ Was würden wir tun, gäbe es bei uns jahrelang Krieg, mit all seinen schrecklichen Folgen und Einschränkungen? “
    Davon sind wir alle weit entfernt, denke ich. Und darum denkt positiv, freut euch über die alltäglichen Dinge. Verschwendet eure Energie nicht mit schimpfen. Damit meine ich sowohl die, die über die „Coronaeinschränkungen“ schimpfen als auch die, welche über jene „Coronaeinschränkungs-Bemängeler“ als auch „Urlauber“ schimpfen usw….usw.
    Damit meine ich keineswegs, dass man die Thematik nicht anspricht oder diskutiert! Diskurs ist wichtig, aber bitte nicht Menschen pauschal in eine Schublade stecken…. Denkt z.B. nur daran, welchen Schwachsinn oder welche Fehler (jeder von uns?) in seiner Jugend angestellt hat. Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende und geniesst die schönen Dinge um euch rum.

    1. Hallo Martina!
      Ja, so ist dieser Blog nun einmal gestrickt. Feel Good Blogs gibt es genug, und ich verstehe auch, wenn man sich in der Freizeit im Internet mit schönen Dingen beschäftigen möchte. Aber das machen eben auch fast alle. Ich vergleiche mich nicht mit Medien, sondern ich gebe immer meine Stimmung über den Blog weiter, das ist nun mal der Urgedanke eines Blogs: Eine Art Tagebuch.
      Leider sind viele Blogs (gerade in der kommerziellen Beautyszene) davon völlig abgekommen. Aber trotzdem halte ich daran fest.

      Und was bedeutet „macht mich traurig“? Mich machen die Zustände in Tiermastbetrieben traurig, oder all die vielen Menschen weltweit, die an Covid gestorben sind, obwohl man viele Todesfälle hätte vermieden können. Oder Menschen, die weit Entfernt von irgendwelchen Menschenrechten leben müssen. Aber Kommentare in einem Blog?

      Vielleicht kann man so „entspannt“ auf die derzeitige Krise schauen, wenn man weniger involviert ist. Aber in meinem Bekannten- und Kundenkreis sind bereits Menschen daran verstorben. Und das auf schreckliche Art. Dazu kommt, dass ich persönlich (und viele Selbstständige in meinem Umfeld) nah an der Pleite vorbeischrammen. Wer keine Rücklagen hat, ist schnell ruiniert. Ich kann nicht erkennen, warum man hier nicht Alarm schlagen sollte.
      Ich glaube, viele verkennen die Situation noch. Es ist schlimm! Und falls es nochmals eine weitere „Welle“ geben sollte, dann wird sich unser aller Leben stark verändern, ähnlich wie es auch ein Krieg tut. Es muss nicht vor der Haustür gekämpft werden, um die katastrophalen Auswirkungen spüren zu müssen.

      Ich finde auch nicht, dass hier zu diesem Thema in den Kommentaren oder von mir „geschimpft“ wird (von kleinen Ausnahmen abgesehen). Heute muss man ja aufpassen, und den schmalen Grat zwischen Kritik und Hate Speech immer nochmals extra erklären. Aber den Finger in die Wunde zu legen, hat noch niemals geschadet. Mitläufer, Duckmäuser und Desinteressierte gibt es schließlich genug. Dafür sind die Kommentare der meisten Leute hier differenziert genug, dass man erkennt, dass es sich nicht um notorische Nörgler handelt. Und nur weil es sich um eine vermeintliche Minderheit handelt, soll man darüber schweigen. Und zwar bis sie sich zu einer Mehrheit auswächst, denn die „Corona-Müdigkeit“ schlummert latent in uns allen, ganz natürlich.

      Trotzdem verstehe ich immer wieder, wenn man nicht in eine Art Fatalismus einstimmen möchte, und auch die positiven Seiten sehen will. Das tun hier sicher auch die meisten Leute, das Thema ist nun aber einmal emotional stark belegt, und daher auch ein wenig dominant. Als Leser kann man sich das aber auch denken.

      Liebe Grüße
      KK

  17. Lieber KK, vielleicht ist es falsch rüber gekommen. Ich schrieb ja, dass ich Diskurs wichtig finde. Mein Gefühl der Traurigkeit kommt eher daher, da ich glaube ( vielleicht irre ich ja total) in der Art der Kommentare eine persönliche generelle Unzufriedenheit oder Frust zu spüren. Das hat erstmal gar nichts mit Covid zu tun. Man liest ja hier und hat eine gewisse Sympathie oder auch nicht zu der Community aufgebaut. Rein menschlich stimmt es einen traurig, wenn das „Gegenüber“ halt evtl. Probleme hat, man zeigt Empathie und fühlt mit… Ich möchte dann motivieren, positiv zu Denken, dem Ungewissen und der Angst nicht zuviel Spielraum zu lassen. Bin halt mal so..unverbesserliche Optimistin…Schreib du so weiter, wie bisher! War keinerlei Kritik am Blog…absolut nicht!!

    1. Das klingt super! Motivierende Kommentare sind toll. Aber eigentlich ist jeder Kommi motivierend, da einzigartig und wertvoll.
      Vielen Dank für deine Erklärung dazu! Das hat mich auch positiv gestimmt.
      🤗
      Viele Grüße
      KK

    2. Nun ja, schlechtes Benehmen fällt eben auf. Das ist ein wenig so, wie dass man nach einer unguten Erfahrung gleich 5 bis 7 angenehme Erfahrungen benötigt. So ist wohl das Wesen des Menschen, der versucht aus Erfahrungen zu lernen, und da ungute Erfahrungen einen negativen Einfluss auf das eigene Leben haben, geht der Blick eben dahin, um solche Situationen künftig zu meiden, denn der Mensch an sich strebt unablässig nach Verbesserungen.
      Meine Meinung ist, dass man dies einbeziehen darf, wenn man Kommentare liest, die nicht voller rosa Zuckerwatte sind. Zudem sind hier die meisten etwas ‚erfahrener‘ und gespickt mit positiven wie negativen Erfahrungen. Es gibt wenig Grund, sich deswegen nicht miteinander auszutauschen, auch gerade in diesen Zeiten, in denen man etwas weniger direkten Kontakt zum Mitmenschen pflegen kann.
      Ich persönlich widerstehe der Versuchung, jemand Kommentierenden aufgrund der Beiträge zu beurteilen, denn das meiste kann man gar nicht wissen.

      Nun gut, und schlechtes Benehmen in Coronaviruszeiten ist oftmals zugleich ein potenziell den unbekannten Mitmenschen gefährdendes Verhalten (siehe oben den Türgriff der Eisdiele, der quasi reihum abgeleckt wurde; o Graus, wie lebten wir ‚früher‘: manche Salzstreuer und Ketchupflaschen klebten an den Händen…).

      Dazu die Problematik, dass das Thema wirklich so komplex ist, dass selbst ausgemachte Spezialisten nicht alles sofort korrekt beurteilen können, sich immer wieder korrigieren müssen. Was weiss man schon?
      Dazu kommt, dass der ‚erwachsene Mensch‘ an sich sich sehr oft rein gar nichts mehr sagen lässt, wenn nicht Zwang dabei ist; ich glaube, das nennt sich Unwille zum Weiterlernen, vielleicht aber auch anders. Wer kann schon mit diesen vielfältigen Unsicherheiten (gesundheitlich, finanziell, gesellschaftlich, wirtschaftlich) souverän umgehen (es ist auch nicht verwerflich, sich derzeit unwohl zu fühlen, schliesslich ist dies eine echte Ausnahmesituation mit mittelfristig unbekanntem Ausgang)?
      Oft aber gibt es blankes Unverständnis, weil die Leute schlichtweg nicht verstehen, worin die Grundproblematik der Übertragung und des Krankheitsbildes besteht (klassische Unsicherheit eben), und wenn man etwas nicht versteht, wird man kaum das Nichtverstandene umsetzen und schon gar nicht, wenn man nichts genaues weiss; es sei ja nicht sicher.
      Da ist nicht einmal mangelnde Intelligenz oder etwa Renitenz im Spiel; auch im Bekanntenkreis zu beobachten. Wie man da herankommt? Keine Ahnung. Nett, respektvoll und vorsichtig ansprechen hilft nicht immer weiter, aber anders geht es erst recht nicht. Die Krise scheint aus der Masse jedenfalls nicht das Beste herauszustreichen, aber am Schlechtem will man sich persönlich gewiss nicht beteiligen.

      In meinem grossen Freundeskreis gibt es auch schon recht gemischte Erfahrungen mit Covid-19, darunter ein junger Arzt, der seit Monaten nicht mehr auf die Beine kommt und der für das nächste Buschfeuer nicht mehr zur Verfügung stehen kann. Und ja, so gut wie alle Freunde sind vorsichtig, auch Leute, die man für etwas rustikaler gehalten hätte. Das höchste der Gefühle waren, nach dem was ich so hörte, Fahrten in die eigene Ferienwohnung, zur zurückgezogen lebenden Familie und Kurztrips in kleine, nahegelegene Hotels.

      Allerdings gibt es unglaublich viele Menschen, die sich nicht zurückziehen können, sei es aus beruflichen Gründen, sei es, weil sie schulpflichtige Kinder haben – da gehört irgendwann ein gewisser Fatalismus dazu. Damit aber diese nicht angesteckt werden, wäre es begrüssenswert, wenn zumindest die Infektionsrate gering wäre, wozu manches Verhalten leider nicht wirklich beiträgt. (Das einzige, was mich wirklich etwas wundert, sind die angesichts der Beobachtungen noch vergleichsweise geringen Infektionszahlen der vergangenen Wochen, aber es sind halt auch sehr viele sehr umsichtig.)

      Was ich persönlich nicht begrüsse, sind die Bestrebungen von allen möglichen Zweigen, damit sie wieder zum Betrieb zurückkehren können, Tests zu beanspruchen – nur als prominentes Beispiel seien Fussballverbände/-vereine gemeint.
      Ich verstehe deren Anliegen, und sicher fliegt jeder hochkant raus, der in der Vorstandssitzung Zweifel an der moralischen Rechtmäßigkeit von begrenzt verfügbaren Tests äussert.
      Aber zugleich stellt sich eine wichtige Frage: woher sollten in einer Pandemie die Reagenzien für die Tests kommen?
      Es stellt sich die moralische Frage, ob Interessengruppen sie für sich fordern/einkalkulieren dürfen, wenn Tests – auch international – so begrenzt sind, dass sie eigentlich Betroffenen (s.o. meinen anderen Post) vorbehalten sein sollten. Darf man so ichbezogen handeln?

      Wenn die gesellschaftliche Diskussion solche Fragen erörtert, dann geht sie meiner Ansicht nach den richtigen Weg, und kann auch darüber gesellschaftlichen Zusammenhalt wieder fördern.

  18. Lieber KK, ich finde auch, dass hier die Kommentare deutlich differenzierter abgesetzt werden. Solche Dudelei, wie zb bei Schminktante, finde ich grauenhaft. Ausserdem löschen viele Blogs unliebsame Kommentare. So auch og Blog. Wenn hier mal nicht gelobhudelt wird, und fie heile Welt Pause hat, liebe ich diesen Blog umso mehr. 👍
    Mal so, mal so, du bist ja auch nicht unfehlbar, und wir auch nicht, aber schreiben, wie uns der Schnabel gewachsen ist, das macht hier einfach Spaß.

  19. Da weder mein Mann noch ich Auto fahren (und sich unser Urlaub dieses Jahr nicht mal überschneidet) bleiben wir auch zu Hause. Außerhalb Tokyos ginge es vielleicht mit dem Abstandhalten, aber wie kommen ja nirgendwo hin außer mit den Öffentlichen, und da reicht es mir schon, wenn ich auf dem Weg zur Arbeit (haha, Japan und Home Office) die ganzen Typen ohne Maske oder mit heraushängender Nase (wollen die eigentlich was Anderes raushängen lassen??) sehe. Ausland geht sowieso nicht, da ich nicht wieder einreisen dürfte.
    Nachdem wir letztes Jahr gerade mal ein langes Wochenende im Inland hinbekommen haben (danke, 10 Tage Jahresurlaub!) und zum Jahresende meine Familie in Deutschland besucht haben, wären wir ja gerne mal wieder richtig verrreist, aber wir werden es verkraften. Wichtiger ist, dass alle gesund bleiben (vor allem in Deutschland, das wäre jetzt die Katastrophe für mich) und ich spare auf meinen langersehnten Galapagos-Urlaub in ein paar Jahren. (Hoffentlich.)
    Das Meer fehlt mir allerdings schon ziemlich… 😦

  20. Täusche Dich mal nicht mit den Kleinstädten. Da blüht viel mehr metro-supkultur, als der gemeine Berliner vermuten würde. Und damit meine ich nicht die gerade zahlreich angetriebenen Touristen. Schwarzer Nagellack ist durch. Chanel sollte mal auf Lars Eidinger hören und von dem wunderschönen BLUE SATIN N°461 wieder ein paar Hektoliter mischen.

    Am Wochenende waren wir auf Sylt – puhhh, viel los. Das ist ja auch der Grund, warum wir 3 Wochen in einem Haus in der Toskana waren. Hier war alles ausgebucht oder es wurden Preise aufgerufen, bei denen selbst mir die Lust auf Nordsee verging. Und am Mittelmeer und in den schönen Städten voller Sehenswürdigkeiten war alles gechillt. Klar, der Weg von Husum nach San Vincenzo ist nicht gerade der nächste, aber ich bin schon mehr Kilometer für weniger Spaß gefahren.

    Mit der Kofferbrille hast Du mich ziemlich angefixt. Ich lasse mir direkt mal die gelbe Variante kommen.

    Liebe Montagsgrüße!


    Bärbel

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