NUR GEDANKEN: WAS IST EIGENTLICH WICHTIG?

Ich will nichts verallgemeinern, aber mein Gefühl ist: Die Welt um mich herum wird mir immer fremder und unheimlicher. Nicht ständig, aber ich spüre, dass ich mich in meiner kuschligen Filterblase deutlich wohler fühle. Doch in einer Welt, die immer weiter auseinander driftet, gibt es da noch genügend Gemeinsamkeiten, die uns alle zusammenhalten? Steuern wir auf eine völlig neue Form der Gesellschaft hin, oder gar gänzlich ins Verderben…?

 

Ich bin von Natur aus Optimist, ich vertraue auf die Selbstheilungskräfte in unserem Sein. Trotzdem macht mir die Entwicklung unserer Gesellschaft Sorgen – weltweit. Hiobsbotschaften gab es schon immer, Mord und Totschlag auch, aber ich empfinde die voranschreitende Verrohung in unserer Gesellschaft als relativ neu.

Mir scheint, als hätte niemand mehr Respekt vor irgendwas, alles sieht nach einer neuen Form der Anarchie aus. Egal ob Krankenwagenfahrer verprügelt werden, weil sie sich erdreisten durch die Rettungsgasse zu fahren, oder Schwimmbäder „Orte des Schreckens“ geworden sind. Auf Rolltreppen und Bahnsteigen ist man seines Lebens nicht mehr sicher, und ähnlich ergeht es Menschen, die liberale und/oder freiheitliche Positionen vertreten. Selbst Polizeistationen werden von minderjährigen Schülern angegriffen, Richter werden nicht ernst genommen und Ärzte bedroht, wenn sie nicht die „richtige“ Diagnose stellen (und die entsprechenden Medikamente verschreiben).

Entschuldigt die plumpe Aneinanderreihung von schlimmen Dingen, die nun mal passieren. So schrecklich die Einzelfälle auch sein können – sie geschehen.

Und kaum ist wieder etwas Schlimmes geschehen, versuchen ganze Horden auf das Unglück der Anderen aufzuspringen und mit tumben Parolen eine teuflische Stimmung zu schüren, einzig um uns alle weiter zu spalten.

Mir ist die frühere Obrigkeitshörigkeit unserer Eltern und Großeltern auch zuwider, wir haben ja gesehen, wohin es geführt hat. Aber ein Quäntchen Demut und Respekt voreinander gehört in eine gesunde Gesellschaft, und da verschieben sich in meinem Empfinden gerade die traditionellen Grenzen. Ist das schlimm, ist das normal, ist das eine Entwicklung, die vielleicht auch ein „weiter“ in sich birgt? Ich kann es nicht sagen, aber es stört mich, dass es mich verunsichert.

Nicht selten feiern die Menschen in den sozialen Netzwerken besonders die Leute, die in unserem wahren Leben überhaupt keine Rolle spielen, die wir womöglich auf der Straße mit dem Arsch nicht ansehen würden. Sie bedanken sich für den tollen „Content“ und sie verteilen Herzen, also irgendwie auch Liebe. Aber warum zur Hölle sollte ich mich bei einer Kim Kardashian oder Bibis Beautykaschemme bedanken?

Wir sind alle ständig von Menschen umgeben, die es wirklich verdienen gefeiert zu werden. In der Familie, unsere Freunde, die Menschen, die unser Leben einfacher machen, die Menschen, die unser Leben retten, die Menschen, die uns beschützen…die Liste ließe sich unendlich weiter fortführen. Kriegen die von uns eigentlich genug Thumbs Up, Herzchen und Likes?

Das ganze Konstrukt funktioniert nur, weil wir miteinander unser Leben führen, und das ist eine großartige Sache, wenn man mal darüber nachdenkt. Ich für mich habe beschlossen mehr Dankbarkeit zu zeigen. Auch in schwierigen Situationen weigere ich mich mit dem wütenden Strom zu schwimmen. Mitfühlen um den Anderen zu verstehen, um näher zu rücken, Respekt zu zeigen – das kann man wieder modern machen. Und ja, es klingt verdammt nach dem Wort zum Sonntag. Ja und? Auch gänzlich ohne Religion: Egal wie man sich moderne Gesellschaften vorstellt, allein können wir jedenfalls nicht überleben.

 

 

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(Fotos: KK, Pixabay   Keinerlei Sponsoring)


53 Gedanken zu “NUR GEDANKEN: WAS IST EIGENTLICH WICHTIG?

  1. Einen wunderschönen Guten morgen, ich bin absolut deiner Meinung es ist erschreckend wie sich die Menschheit ins negative entwickelt hat und meine Befürchtung das es noch schlimmer wird ist leider sehr groß aber die Hoffnung das die Menschheit es irgendwann begreifen wird sollten Menschen wie du und ich nicht verlieren…
    Einen schönen Tag wünsche ich dir Lieber Kaiser.

  2. Lieber KK,

    sehr ernste aber auch richtige und schöne Worte zum Morgen, ohne selbst auf diesen „Hass-Zug“ aufzuspringen. Es ist schön, dass Du neben den „oberflächlichen“ Dingen wie Hautpflege (und ich liebe Pflege!) auch immer wieder solche Themen aufgreifst. Eine Verantwortung für die Welt um uns tragen wir alle, nicht nur Politiker, daher ist es wichtig, dass wir uns selbst immer wieder daran erinnern, oder eben von Menschen mit gewisser Reichweite (und Authentizität!!!!!) daran erinnert werden.

    Liebe Grüße, Kat

  3. Wow, habe mich vor wenigen Tagen mit einer lieben Freundin genau darüber ausgetauscht – wir haben festgestellt, dass wir uns in diesem Leben immer fremder fühlen bzw. diesem nicht mehr ganz zugehörig. Du bringst dieses „Unwohl-Gefühl“ genau auf den Punkt – und schaffst es trotzdem, die vielen Dinge nicht außer Acht zu lassen, die jeder einzelne von uns tun und beitragen kann, damit diese Kaltherzig- und Respektlosigkeit nicht noch weiter um sich greift.

    Danke für Deine Worte!

    Liebe Grüße, Ursula

    1. „uns in diesem Leben immer fremder fühlen bzw. diesem nicht mehr ganz zugehörig“
      Eine Formulierung, die es genau auf den Punkt trifft.

      Meine Eltern legten bei meiner Erziehung großen Wert auf Sitte und Anstand.
      Allerdings verlieren diese Werte immer mehr an Bedeutung.
      Teilweise komme ich auch nicht mehr mit.
      Und ich bin erst 47….auweia….

    2. Lieber KK, liebe Freundin,

      genau so. Ich fühle mich recht oft in dieser Welt nicht mehr richtig zu Hause, es ist so ein diffuses Gefühl, man staunt, was manche sich herausnehmen und ist entsetzt über die Folgen. Ich fürchte, dass die Verrohung weiter fortschreitet, irgendwie ist scheinbar für viele der Halt verlorengegangen (oder war nie da), was aber all diese Grenzüberschreitungen nicht legitimiert.
      Vor Jahren habe ich im Scherz behauptet, mit 60 brauchte ich einen Treppenlift und einen Waffenschein, der Lift ist mir zum Glück bisher erspart geblieben, über den Waffenschein könnte man mal nachdenken. Mir graut, wenn ich mir vorstelle, was meine Enkel erwarten könnte.
      Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich 63 Jahre in Frieden leben durfte und nie hungern musste, was ich so ganz nebenbei auch der Tatsache verdanke, in diesem Land zu leben. Und es schmerzt mich zu sehen, dass Werte wie Zuwendung, Hilfsbereitschaft und einfach nur Freundlichkeit nichts mehr zählen. Die Populisten der AfD und ihre Handlanger lachen sich ins Fäustchen und mir wird schlecht.

      Irene

    3. @Ursula, ja so geht es mir auch, ich habe manchmal das Gefühl, ich bin in einem falschen Leben gelandet. Irgendwie komme ich mit dieser Egokultur immer weniger klar. Liegt’s am Älterwerden? Ich weiss es nicht, es wird mir jedenfalls immer bewusster das das nicht mehr die Gesellschaft ist, in die ich mal hineingeboren bin.
      Verlieren wir nur nicht unser lächeln!!!😊
      Liebe Grüße, Claudia

  4. Lieber KK,

    Du sprichst mir aus der Seele!! Es ist überall nur ein „ich – ich – ich“. Und im Netz kann sich jeder aufspielen, weil nur ein ganz geringer Prozentsatz ermittelbar ist. Respekt ist das, was fehlt. Den Kindern wird es nicht mehr beigebracht. Von wem auch? Die Eltern arbeiten und liefern die Kinder in Kindergärten – Schulen – Horten ab und erwarten von dort die „richtige“ Erziehung. Ok, wenn die nicht erfolgt, werden halt die Erzieherinnen angepöbelt…

    Es ist sehr traurig und macht mir Sorge für die Zukunft. Deswegen müssen wir, denen das auffällt, uns dagegen stemmen und hoffen, damit noch andere mit zuziehen.

    Allen Mitlesern einen schönen Tag.

    Karen

    1. Und wenn man seinen eigenen Kindern Höflichkeit und Respekt beibringt und auch, dass man auf andere schaut und sich nicht immer in den Vordergrund stellt, dann erlebt man, dass die eigenen Kinder komplett untergebuttert werden von denen, die eine andere (eher gar keine) Erziehung genossen haben und sich ohne Rücksicht auf Verluste (heraus)nehmen, was sie wollen.

      LG, Irene

      1. Liebe Irene, das macht mir am meisten Bauchschmerzen, weil ich genau das bei meinem Kind beobachte. Ich mag schlechtes Benehmen nicht und versuche, mein Kind dazu zu erziehen, rücksichtsvoll und anständig zu sein. Wenn man dann aber merkt, dass genau dieses Verhalten dazu führt, dass die ganzen unsäglichen Rotzgören am eigenen Kind vorbeiziehen und damit auch noch durchkommen, habe ich einen fetten Kloß im Hals. Vor diesem Hintergrund habe zwischenzeitlich meinem Kind auch schon das ein oder andere Mal angeraten, sich einfach durchzusetzen und nur auf sich selbst zu achten, obwohl es meiner inneren Überzeugung widerspricht.

        Im Übrigen insbesondere Roland wieder einen lieben Gruß und ein Dankeschön für die klugen, differenzierten Worte – aber natürlich auch allen anderen für die sehr interessanten Beiträge! Zumindest beruhigend, dass man nicht allein ist mit diesem „Das-ist-nicht-mehr-meine-Welt-Gefühl“…

  5. Es begann als Merkel Horden von Männern mit barbarisch-archaischen Werten ins Land geholt hat. Und Grüne Politikerinnen sich gefreut haben, dass sich das Land ändert. Genau so ist es:Wir passen uns an .

    1. Mit Verlaub, aber das ist billiger populistischer Quatsch. Ich glaube, auf diesem Niveau brauchen wir hier gar nicht erst anfangen zu diskutieren.

    2. @Stephanie: sich gegen Deine Aussage zu stellen, hat nichts mit Zensur zu tun, sondern mit einem Diskurs. Meinungsfreiheit bedeutet, dass der Staat einen nicht dafür einsperrt für das, was man von sich gibt, egal was, solange es nicht eine strafrechtliche Relevanz hat (siehe Holocaustleugnung, Volksverhetzung usw). Meinungsfreiheit bedeutet nicht, dass Du nicht ein Replik bekommst für das, was Du hier von Dir gibst. Eine Zensur kann ich da beim besten Willen nicht erkennen, KK hat Deinen Kommentar veröffentlich. Und darauf geantwortet. Dass Dir die Antwort nicht gefällt, ja damit müssen wir manchmal leben.
      Mir gefällt auch nicht, was ich in Deinem Kommentar lesen muss, den ich für gruppenbezogen fremdenfeindlich und inhaltlich polemisch und falsch halte. Frau Merkel hat garantiert nicht Horden von Männern ins Land geholt, sondern in einer humanitären Katastrophe gehandelt. Davon unbenommen ist es sicherlich zu diskutieren, wie es sein kann, dass in einem Europa nicht mal die Software zur Identitätserkennung unter den Ländern kompatibel ist, dass es keinen Abgleich gab zwischen dem Vorgehen usw usw.. – aber aus diesen Kritikpunkten zu basteln, Frau Merkel hat die Verantwortung für die Verrohung der Gesellschaft, dieser gedankliche Bogen erfordert doch wirklich eine meiner Meinung nach bewußte Verdrehung von Ursache und Wirkung.
      Mir geht diese Generalisierung total auf den Wecker. Ja, im Hinblick auf die Flüchtlingskatastrophe haben wir auch Menschen in unserem Land, die sich nicht integrieren wollen oder können, die unsere Gesellschaftsform ablehnen, bewußt sprengen wollen, wie auch immer. Aber daraus zu machen, ALLE und grundsätzlich jeder, das ist nichts anderes als purer Populismus. Eine Differenzierung ist IMMER nötig und das relativiert überhaupt nicht die Schwierigkeiten, die unbestritten bestehen. Aber zu generalisieren ist noch nie zielführend gewesen.
      Mich erschreckt wie KK, dass eine konstruktive Auseinandersetzung kaum mehr möglich ist. Beispiel gefällig?
      Aus der heutigen „Zeit“:
      https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2019-07/schweinefleisch-verzicht-kitas-leipzig-oberbuergermeister-rechte-hetze
      „Der Bürgermeister schreibt: „Ich bin sprachlos“ und zitiert eine kleine Auswahl der Drohungen: „An den Galgen mit dir oder standrechtlich erschießen“, „Frau …, sie führen sofort wieder Schweinefleisch ein, bis 30.7. ansonsten wird die Kita abbrennen, wenn auch zum Nachteil der Kinder. Nein, das ist kein Scherz. Und wenn sie auch die Polizei einschalten, sie wird brennen. Und sie werde ich zusammenschlagen, bis dass sie im Krankenhaus liegen und berufsunfähig sind!!! Also los oder Feuer!“, „Ich werde sie nicht nur krankenhausreif schlagen, ich werde sie töten, mit einem Messerstich ins Herz.“

      Ist das die politische Auseinandersetzung unserer neuen Zeit ? Machen wir uns nicht vor, Politiker wie LePen, Trump, Johnson, Salvini (letzterer hat Im Zusammenhang mit der Mittelmeerproblematik übrigens von „Italien ist kein Müllabladeplatz“ gesprochen) verschieben durch ihre Sprache das Sagbare immer weiter nach rechts. Eine inhaltliche Auseinandersetzung findet nicht mehr statt, es wird nur noch mit Empörung und Affekt gearbeitet. Boris Johnson lügt nachweislich, wenn er im Zusammenhang mit der EU und angeblichen Gesetzen, den Mund aufmacht. Zuletzt, als er einen in Plastik verpackten Hering präsentiert hat und äußerte, das wäre EU-Recht. Nein, ist es nicht, es ist ein britisches Gesetz, das er zitiert hat. Interessiert aber keinen. Endlich macht mal einer sein Maul auf… endlich mal einer mit gesundem Menschenverstand. Nein, ist er nicht, der Mann ist ein Populist, ein Lügner und er wird sein Land in den wirtschaftlichen Untergang führen. Donald Trump hat bis jetzt über 11000 mal nachweisbar gelogen während der Zeit seiner Präsidentschaft, die letzten Äußerungen von ihm bei Twitter sind Ausdruck von reinem Rassismus – interessiert das jemanden ? Nein, er bekommt eine Runde Applaus.

      Sprache ist meinungsbildend und hat eine sehr weitreichende Wirkung. Wenn wir gruppenbezogen Menschen diskreditieren, dann entmenschlichen wir sie und bereiten den Boden für Extremismus gleich jeder Form.
      Das furchtbare Verbrechen mit dem Jungen, der vor den Zug gestoßen wurde? Ja, kaum auszuhalten. Aber bevor noch überhaupt klar ist, ob der vermeintliche Täter nicht vielleicht psychisch krank ist und unter einer Psychose leidet, packt der Mob den fremdenfeindlichen Hass aus „typisch Afrikaner“. Nur komisch, dass der Mann bisher als sehr gut integriert galt.

      Frauen werden Opfer von unsäglichen Gewaltverbrechen, auch durch Männer aus anderen Kulturkreisen, aber die Hysterie darüber lässt keine eigentlich notwendige Diskussion mehr zu, dass für die „deutsche“ Frau es nach wie vor viel wahrscheinlicher ist, Opfer eines sexuellen Übergriffes aus dem direkten Umfeld/in der Beziehung zu werden als durch den „bösen schwarzen Mann“. Wenn man so was sagt, wird man sofort in die Ecke gestellt, man entschuldige Straftaten durch Menschen mit Migrationshintergrund und verharmlose sie. Nein, tut man nicht, aber man korrigiert die Wahrnehmung von „die da“ auf einen erweiterten Kontext.

      Du unterstellst in Deinem Kommentar, dass sich die „grünen“ PolitikerInnen gefreut haben über Veränderungen in der Gesellschaft und stellst das in Zusammenhang mit Straftaten. Das ist einfach unlauter. Die Äußerungen bezogen sich darauf, dass der „deutsche Michel“ vielleicht durch Kontakt mit Menschen aus einem anderen Kulturkreis seinen Horizont auch erweitern kann. Daraus zu basteln, es ist willkommen, dass hier Gewaltverbrechen begangen werden, braucht schon sehr viel bewußte Absicht oder es handelt sich halt um ein Nachplappern von populistischen Äußerungen, ohne darüber nachzudenken, stimmt das denn?

      @KK: Danke für Dein heutiges Posting. Was bleibt einem anderes, als dem allem so weit wie möglich bewußt entgegen zu treten, Respekt und Anstand dem Gegenüber zu leben, seine eigene Welt nach Möglichkeit im Reinen zu halten und es nicht als Entschuldigung akzeptieren, dass es offensichtlich modern ist, Errungenschaften unserer Zivilisation im Null komma Nix wieder aufzugeben. Das ist anstrengend, ermüdend, teilweise frustrierend und immer wieder habe ich da überhaupt keine Lust darauf. Es gibt aber keine Alternative!

    3. Da hat die Stephanie nicht Unrecht. Leider will das einfach niemand sehen. Woher kam den zum Beispiel der Mann wo ein Kind vor den Zug gestoßen hatte. Das wissen wir alle. Und die unzähligen Fälle von Übergriffen von Flüchtlingen auf uns.

      1. Der Mann kam aus der Schweiz, wo er seit über 10 Jahren lebte. „Unzählige Übergriffe“?
        Ich finde es leider arg schwierig und naiv, wenn in der Diskussion immer angeführt wird, die Bedrohung käme von aussen, und Deutschland sei ansonsten ein gewaltfreies Land.

      2. Hallo Astrid,
        Dein Posting ist für mich leider der Beweis für meine obigen Ausführungen, dass eine inhaltliche Auseinandersetzung kaum mehr stattfinden kann. Ob das gewollt ist oder nicht, kann ich nicht beurteilen.
        Woher der Mann kam, ist bekannt, er ist Eritreer und seit 2006 in Europa, lebt in der Schweiz und hat Familie und Kinder. Er gilt als vorbildlich integriert und ist christlich-orthodox. Es gab und gibt bisher keinerlei Hinweise für eine Radikalisierung oder eine politische Motivation für diese grässliche Straftat, sondern deutliche Zeichen einer psychischen Erkrankung. Hierfür sprechen sämtliche Aussagen seines Umfelds, der Ehefrau wie auch von Nachbarn und Kollegen.

        Aber diese Tatsachen spielen auch in deinem Kommentar überhaupt keine Rolle, der Mann ist Afrikaner, also „per se“ schon hochverdächtig, ein krimineller Attentäter zu sein, der es darauf anlegt, die deutsche Gesellschaft zu zerstören. Und genau diese Grundhaltung ist nichts anderes als gruppenspezifischer Rassismus.
        Du gehst damit allen Populisten auf den Leim, die diesen Transfer von Einzelnen zum Kollektiv als die Wahrheit bezeichnen. Ja, es gibt kriminelle Übergriffe, es gibt Extremisten, es gibt Straftaten. Aber daraus zu machen, die sind „alle“ so, ist nicht in Ordnung.

        Und Dich oder jemanden anderen darauf hinzuweisen, hat überhaupt nichts damit zu tun, das „niemand“ das nicht sehen will. Du bestätigst damit meine obigen Überlegungen nur.

        Ich führte aus: „Frauen werden Opfer von unsäglichen Gewaltverbrechen, auch durch Männer aus anderen Kulturkreisen, aber die Hysterie darüber lässt keine eigentlich notwendige Diskussion mehr zu, dass für die „deutsche“ Frau es nach wie vor viel wahrscheinlicher ist, Opfer eines sexuellen Übergriffes aus dem direkten Umfeld/in der Beziehung zu werden als durch den „bösen schwarzen Mann“. Wenn man so was sagt, wird man sofort in die Ecke gestellt, man entschuldige Straftaten durch Menschen mit Migrationshintergrund und verharmlose sie. Nein, tut man nicht, aber man korrigiert die Wahrnehmung von „die da“ auf einen erweiterten Kontext.“

        Ich finde es interessant, dass Du mit keinem Wort darauf eingehst. Und das zeigt mir: entweder machst Du es ganz bewusst nicht, weil es nicht in Deine Wahrnehmung passt oder Du machst es Dir zu einfach mit Ausführungen wie „leider will das keiner sehen“. Ich verbitte mir auch die Vereinnahmung von „das wissen wir alle“. Nein, ich weiß es nicht, bzw. ist meine Weltsicht offensichtlich nicht so eingeschränkt. Sorry, wenn das jetzt hart klingt, aber die Absolutheit Deines Kommentars lässt mir einfach keine andere Möglichkeit, als zu dieser Einschätzung zu kommen.

        Wo bitte findest Du in den vielen Kommentaren hier ein Ausdruck von Verweigerung von Wahrnehmung der Realität ? Ich erkenne hier viele differenzierte und kluge Ausführungen und es ist ein beliebter Trick von Populisten, dem Gegenüber einfach den gesunden Menschenverstand abzusprechen. „Das wissen wir alle“ schließt gleich mal alle aus, die es eben nicht so einfach wissen oder den Anspruch haben, bevor sie ein Urteil bilden, doch genauere Informationen zu haben, bevor sie ihre Meinung raushauen.

        Ich erwähne es nochmal: Die Gefahr, dass Du oder Deine möglichen Kinder zu Schaden kommen durch den „gesunden deutschen Mann“ in unmittelbarer Umgebung, ist unverändert deutlich höher als durch den „per se“ hochkriminellen gefährlichen Fremden. Es ist einfach sachlich falsch, wenn behauptet wird, Deutschland war vor der Flüchtlingskrise ein Ort des Friedens. Nein, war es garantiert nicht. Und nochmal: das bagatellisiert überhaupt nicht die mit der hohen Zuwanderung verbundenen Problematik und verharmlost auch nicht die Straftaten, die von Menschen begangen werden, die meiner Meinung nach sehr dankbar sein müssten, hier sein zu dürfen, aber korrigiert die Sicht von „die da sind es“ auf „ja, unter denen ist jemand, der es auch ist, aber unter uns eben auch“.

        1. Ich möchte Dir einmal danken, Roland, für Deine so oft so wertvollen Gedanken und Denkanstöße.
          Und Dir dann auch noch kurz off topic rückmelden, dass Kijimea bei mir positiv zu wirken scheint.

          1. Hallo Sam,
            da sage ich gerne auch ein Danke für das nette Kompliment!
            Und vor allem auch dem Herrn KK ein Danke! Der glaubt es ja immer nicht, dass er schlau ist, aber doch! Beiträge wie der, unter dem wir hier gerade kommentieren beweisen ist. Und schön, dass er es offensichtlich versteht, mit diesen Beiträgen LeserInnen anzulocken und zu halten mit ganz eigenem Kopf (und Herz). Nicht selbstverständlich!
            Prima, wenn das Kijimea hilft!
            Viele Grüße
            Roland

    4. das ist doch völliger Quatsch; es begann damit, dass Kinder alles dürfen, rumschreien laut sein den ganzen Tag! Keiner schreitet mehr ein. Und wenn, ist er der Depp. Es begann damit m, dass nur noch der Schein zählt Instagram et all. Was einer denkt und wofür er steht egal Hauptsache er sieht gut aus 😂

  6. Deine Zeilen tun einerseits gut, lieber KK, andererseits bestätigen sie dieses Gefühl der Resignation und Besorgnis, das mich täglich begleitet.
    Wohin entwickelt sich die Welt, wie wird die Stimmung in 20 Jahren sein?
    Auch ich fühle mich dieser Welt oft nicht mehr verbunden, fühle mich fremd mit meinen Werten, meiner Haltung anderen gegenüber.
    Ich bin 65, habe schon einiges mitbekommen, der Vietnamkrieg begleitete meine Jugend, Kalter Krieg, Aufbruchsstimmung, Perestroika, Mauerfall. Es schien damals, als gehe es in eine friedlichere, glücklichere Zukunft.
    Und heute?
    Mag ich mich oft gar nicht mehr den schlimmen Meldungen aussetzen und mich damit beschäftigen. Immer öfter denke ich, lasst mich in Ruhe damit!
    Was bleibt? Mensch zu bleiben, Liebe und Halt und mein Bestes zu geben, dort, und in dem Rahmen, wo ich es kann.

  7. Mich würde interessieren, welche Erfahrung Dich zu diesem Text veranlasst hat. Was war das für ein Moment?

    Deine Gedanken klingen überhaupt nicht wie das Wort zum Sonntag. Klingen wie die von jemandem, der feinfühlig und bewusst in die Welt schaut. Und es scheint ganz typisch für diese Menschen, dass sie irgendwo tief in ihrem Inneren glauben, sie machten sich — in dieser Welt — damit lächerlich. Wir sehen, dass hier eine Menge schief läuft, und entschuldigen uns auch noch dafür. Ist d a s nicht schräg?

    Du weißt ja, wie das läuft mit dem rosa gepunkteten gelben Känguruh, das Du Dir jetzt bitte nicht vorstellst… 😉 Deshalb macht der Widerstand gegen etwas, das wir nicht wollen, das Ungewollte noch stärker. Is kacke, stimmt aber.

    Sich-gegen-etwas-Stemmen bringt also nicht mehr vom Gegenteil in die Welt. In die Welt kommt, was wir leben. Das, dem wir uns zuwenden. Kümmern wir uns also nicht darum, wie respektlos die anderen sind. Kümmern wir uns um unseren eigenen Respekt.

    So sind wir Veränderung. 🙂

    1. Ich beobachte schon lange, dass die „soziale Kontrolle“ nicht mehr funktioniert. Gerade hier im Ruhrgebiet ist das wie unter dem Mikroskop zu beobachten.
      Der Strukturwandel hat die Menschen hier hart getroffen, es ist beileibe nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen. Allein das Straßenbild ist so verschieden, sodass ich es den älteren Leuten nicht verübeln kann, wenn sie sich in Teilen der Region nicht mehr „heimisch“ fühlen.
      Es musste eben klappen, und viele sind auf der Strecke geblieben.
      Was aber früher funktionierte, war dass asoziales Verhalten geächtet war. Man hat Leute auf der Straße angesprochen, dass man irgendetwas nicht ok findet. Entweder traut sich heute kaum noch jemand (Angst vor Gewalt), oder es ist pures Desinteresse. Wandalismus, Brutalität usw. können mittlerweile geschehen, die Leute laufen weiter.
      Damit ist für meine Begriffe Tür und Tor für weitergehende Respektlosigkeit gegenüber Dingen, Regeln und Menschen geöffnet. Hemmschwellen sinken womöglich.
      Ich glaube nicht, dass nur ein stärkerer Rechtsstaat dagegen angehen kann, man muss ja bei den Menschen anfangen.
      Aber es ist wie bei Kindern, wenn diese keinen Respekt und Anerkennung erfahren, dann entwickeln sie sich eben auch in ungute Richtungen.
      Schade, dass das Internet da eben nicht zuträglich ist, es fördert mMn das Auseinanderdriften der Gesellschaft. Dabei brauchen wir wieder vielmehr Miteinander, damit sich auch das „Mir doch egal“ Gefühl wieder abflacht. Hier im Ruhrgebiet ist es so arg auf der Kippe, dass andere Städte und Länder da wirklich aufpassen sollten, wie sich das entwickeln kann. Ich hoffe, wir kriegen die Kurve noch…und zwar ohne die radikal „starke Hand“. Aber es fällt schwer zu glauben. Eine gewisse Stärkung von ausführenden und rechtsprechenden Gewalten befürworte ich aber ganz klar.

  8. Wird die Welt wirklich böser oder erfahren wir nur heute durch die Medien mehr? Deutschland war noch nie das Land des charmanten Miteinanders, unsere historische Sozialprägung ist nun mal rustikal-bäuerlich. Da bewirft man sich im Konfliktfall nicht mit edel parfumierten Tüchlein sondern mit Mistforken 😋

    Im Großen wird es doch vorgemacht, man denke nur an das unwürdige Geschacher um die aus Seenot geretteten Migranten und die couragierte Kapitänin. Eine Schande!

    Meine marokkanische Freundin erzählte eine Geschichte, die schön den Unterschied beschreibt. Panne in Spanien, Werkstätte am anderen Ende des Ortes. Zweimal lief die Familie mit Gepäck zu ihrer Unterkunft. „Das hätte es Marokko nicht gegeben. Dort hätte man uns nicht Laufen lassen.“ Und das stimmt: vor 3 Jahren beauftragte der oberste Amtsvet von Tetouan seinen Assistenten, mich mit seinem Dienstfahrzeug zur Zahlstelle am anderen Ende der Stadt und wieder zurück zu bringen, inkl. Begleitung heim Zahlen. Wäre ja alles so kompliziert, meinte der
    Vet. Mein eigenes Auto mit Chauffeur wartete derweilen beim ihm. Das ist Service!

    In Deutschland wird auch mehr gemeckert als gelobt, wechelseiige positive Besärkung hat hier keine Tradition. Damit wurde ich die letzen Monate gut verwöhnt und halte es auch für ein wunderbares Beautymittel. Macht entspannte, glückliche Ausstrahlung und Mimik und fühlt sich gut an. Silikonfrei 😇

    Die Stimmung im Land ist schlecht, ständig wird eine neue Sau durchs Dorf gejagt und aus einer Mücke ein Elefant gemacht. Ich bleibe optimistisch, auch wenn ich viele Entwicklungen durchaus für kritisch halte.

    Gibt jedenfalls noch Ecken auf diesem Planeten, wo die sozialen Kontakte wärmer sind als in
    Europa, soviel steht fest. Und es liegt auch ein wenig an uns selbst, wie wir unsere unmittelbare Umgebung behandeln und wahrnehmen.

    1. Nee, ich glaube auch nicht, dass die Welt böser wird, aber in vielen Gesprächen mit anderen Leuten, erfahre ich auch von dem wachsenden Unsicherheitsgefühl. Hat der Innenminister ja letztens auch erwähnt, und ich denke, da muss man differenzieren. Einerseits wird der Umgangston heftiger, und weltweit machen es Leute wie Trump vor. Es fallen derzeit jegliche Hemmungen, und Sprache ist so mächtig, dass sie sich auf Handlungen auswirkt, und wirken wird.
      Andererseits nimmt statistisch in Deutschland die Kriminalität signifikant ab. Ob man das aufwiegen kann? ich weiß nicht, aber ich hatte es oben erwähnt: Die nachlassende soziale Kontrolle öffnet Tür und Tor für Kälte und asoziales Verhalten.
      Und ja, es gibt sehr viel freundlichere Plätze auf dieser Erde als viele Teile Europas! Vielleicht würde etwas mehr Sonne und ein paar Palmen helfen? 😉
      Hier im Ruhrgebiet kocht jedenfalls mittlerweile jeder sein Süppchen (ob die Leute oder die Städte im Verbund), und der Ton ist ruppiger den je.
      Liebe Grüße!
      KK

    1. Ach ja? Wo? Aber gleich „Zensur“ schreien passt ins Bild. Mein Blog ist mir für nachgeplapperte hundert Jahre alte Plattitüden zwar zu kostbar, aber ich zensiere ungern und äusserst selten. Wie ich auf die entsprechenden Kommentare reagiere, steht auf einem anderen Blatt.
      Viele Grüße!
      KK

  9. Tja. Letztes WE ist die Hölle ausgebrochen als man einen Ausschnitt eines Polizeieinsatzes in Frankfurt veröffentlicht hat. Zwei Polizisten bekamen direkt davor eine Flasche auf dem Hinterkopf, das hat man aber aus dem Video herausgeschnitten. Zu sehen war nur eine Frau die Polizeieinsatz stürm und an den Haaren gepackt und weggeschubbst wird. Mehrere tausende Hasskomentare und direkte Morddrohungen später?!?!(alternativ, wir vergewaltigen deibne Mutter stundenlang)…und 95% dieser Kommentare haben Menschen mit Migrationshintergrund geschrieben – habe ich auch – (Nationalflagge anderes Landes, meist Türkei, auf dem Profil) die die Polizei als Nazi-Schweine beschimpft haben. Auch das spaltet die Gesellschaft.
    In dem man zunehmender alles ablehnt was Ordnung, Anstand und Regeln bedeutet. Meine Elterne haben mich anders erzogen.
    Zwei Tage davor hat man in gleicher Ecke eine Polizistin fast zu Tode verprügelt. Zwei Tage danach immer noch die selbe Stadt – das Kind, Mutter und zwei weitere Personen werden unter die ICE geschubst. Ja, kranke Menschen gab es auch früher. Was jetzt anders ist ist die Häufigkeit solcher Ereignisse. Man kann froh sein, wenn man keine Nachricht dieser Art eine Woche lang hört. Und ja, es wird schlimmer. Vielleicht wird es irgendwann wieder normaler, aber davor wird es zuerst schlimmer.

    Mein Respekt haben Polizisten, Rettungssanitäter und alle anderen die täglich dafür Sorgen, damit nicht alles in Elend und Chaos versinkt. Wenn ich Polizeieinsatz stürme und auf mehrfache Bitte „gehen sie weg“ nicht reagiere, darf mich die Polizei an was auch immer!!! wegziehen. Ohne das ich der danach mit dem Mord drohe und schreie wie am Spieß wie die Menschenwürde untastbar ist.
    Polizisten sind auch jemands Söhne, Ehermänner und Brüder und haben nicht eigene Würde sowie Anrecht aufs Überleben abgegeben, sobald sie den Dienstausweis erhalten haben.
    Sie wissen nicht ob ich Messer, Pistole oder einfach einen an der Waffel habe.
    In meinen Freundeskreis gibt es Polizisten, für kein Geld der Welt hätte ich deren Job, was die berichten ist für mich und Deutschland schwer vorstellbar.

    „Gibt jedenfalls noch Ecken auf diesem Planeten, wo die sozialen Kontakte wärmer sind als in
    Europa, soviel steht fest“

    Man muss Europa überhaupt nicht verlassen. Das Land schon.

    1. Check. Habe ich vor vielen Jahren schon gemacht, weil mir das Klima immer weniger gefiel. In Frankreich und Italien fällt der Idioten-Rüpel-Quotient doch spürbar angenehmer aus, aber natürlich meidet man auch die Nahkampfgebiete, und auch da kann es merkwürdige Begegnungen geben.

      Immer, wenn ich nach Deutschland komme, stelle ich fest, dass dies nicht mehr das Land ist, das ich noch von früher kenne. Und auch da gibt es sehr große Unterschiede; in den grösseren Städten ist es deutlich unkomfortabler als z. B. in ländlichen Gebieten z. B. mit Südosten der Republik, die aber zugegebenermaßen saturierter sind.

      Ich muss aber zugeben, dass ich äußerst viel Wert auf gutes Benehmen lege, so dass ich mich sehr gut benehmen muss 😉 , wenn ich mit jemandem zu tun habe, der/die sich mehr als nur ungeschickt benimmt. Bekannte Kinder, auch wenn es nicht die eigenen sind, werden oft genug von mir sehr vorsichtig mit liebevoll-freundlich vorgebrachten Tipps versorgt, z. B. lieber einmal den Mund zu halten und sich seinen Teil zu denken, als etwas Negatives zu herauszukrähen, da man dabei jemanden verletzen kann und man außerdem in eine ungute Meckerschleife hineingerät (ausdrücklich nicht gemeint ist feiges Wegdrücken angesichts Ungerechtigkeiten u. ä.).

      Neulich ist etwas Witziges passiert: bei einer Schulung an Funkgeräten wurde uns eingeschärft, auf keinen Fall „Bitte“ und „Danke“ zu sagen. Ergebnis? Alle, wirklich alle waren sowohl leicht amüsiert wie etwas konsterniert.

      1. Das entsprciht auch meinen Erfahrungen.
        Sowohl mit Italien und Frankreich als auch mit deutschen Großstädten.
        Meine Patenkinder erleben die Großstadt nur wenn sie mich besuchen, wir haben leider Unmengen an Situationen die unsere Benimmformen auf die Probe stellen.

      2. @Hasi0815:
        Ich bin ja auch aus dem Süden des Landes, die Stadt in der ich wohne, hat im Vergleich zu vielen anderen Städten absolute Luxusprobleme. Wir sind komplett schuldenfrei, haben Vollbeschäftigung und ein sehr hohes Lohnniveau, die Lebensqualität ist sehr hoch und insgesamt könnte die Zufriedenheit sehr hoch sein. Und dennoch höre ich im Bekanntenkreis immer wieder auch ein leise Unbehagen, ob und wie lange es noch so bleiben wird, obwohl es objektiv überhaupt keinen Grund gibt für diese Ängste. Das zeigt mir, man muss nur oft genug was lesen und hören und fängt an, es langsam als vermeintliche Tatsache zu begreifen, ohne zu hinterfragen, was stimmt denn davon…

        1. Manches kann man sich auch künstlich einreden, das ist sicher. Ich denke, dass es sehr hilfreich ist, für sich aufzuzählen, was angenehm ist und wohl auch bleiben wird, und welche Punkte zu beobachten sind. Es geht einfach um die Differenzierung, denn wenn man weiß, woran sich ganz sachlich für einen selbst dies Unbehagen festmacht, ist das Problem isoliert, kann analysiert werden und man kann daran arbeiten, dass dieses Unbehagen sich mindern darf. Überall undifferenziert das Schlechte zu sehen, zeugt von fast schon absichtlicher Untätigkeit, weil man letztlich meist aus Faulheit vor dem Wald mit den vielen Bäumen steht.

          Herzlichen dank, lieber KK, für diese Möglichkeit, die du uns gibst, solche Themen in einem freundlichen und warmherzigen Umfeld zu diskutieren. Das ist beileibe nicht üblich (wohl aber das, was ich als normal bezeichnen würde 😊).

  10. Deine Zeilen, lieber KK, greift noch mal einen Satz auf, den ich vor ein paar Tagen gelesen hab und der mir nicht mehr aus dem Kopf geht:

    Ein weiches Herz in einer grausamen Welt ist keine Schwäche, sondern Mut.

    Man kann die Welt um sich herum nur sehr begrenzt ändern. Aber man kann sich selbst immer wieder daran erinnern, nicht mit dem negativen Strom zu schwimmen und seine Richtung beizubehalten.

  11. Solange wir nicht verstehen, dass wir Teil des Ganzen sind und uns immer als Einzelwesen begreifen und erleben, wird sich nichts ändern auf dieser Welt. Wenn jeder verstehen würde, dass er nichts anderes ist als das Blatt am Baum, wäre die Welt eine andere.

  12. Du sprichst mir aus dem Herzen. Die zunehmende Rücksichtslosigkeit und Annahme, man müsste sich an keine Regeln mehr halten, wird immer deutlicher. Als erstes ist mir das auf unseren Autobahnen aufgefallen. Was dort tagtäglich abgeht ist lebensgefährlich.
    Ein nettes Essen im Lokal? Fehlanzeige, da Jeder denkt, er müsste in voller Lautstärke das ganze Lokal unterhalten.
    Kurzum, diese Gesellschaft macht mich krank. Mehr und mehr ziehe ich mich in die von Dir erwähnte, private Blase zurück.
    Leute, überlegt doch bitte bei Eurem Tun und Handeln, ob es Andere stören könnte und ob Ihr Euch nicht auch gestört fühlen würdet.

  13. Danke, lasst uns positiv und rücksichtsvoll bleiben. Zivilisation darf sich nicht zurückentwickeln.
    Decency…Anstand. ein altes Wort, was so viel bedeutet.

  14. Off Topic – Lounge als Passwort für Flaconi Lounge geht nicht mehr. Wird Passwort oft geändert? Und wo genau man sich anmeldet muss um die Infos zu bekommen? Lieben Dank

  15. Liebe Leserinnen und Leser!
    Ich möchte am Donnerstag (01.08.2019) keinen neuen Beitrag posten, damit dieser Blogeintrag hier noch einen Tag länger ganz oben bleibt. Die vielen differenzierten Kommentare finde ich sehr aufschlussreich und sie erweitern, bereichern und verbessern den Ursprungstext ungemein. Vielen Dank dafür!
    Liebe Grüße!
    KK

  16. Wir sind vor fast fünf Jahren von der beschaulichen Ostalb bzw. aus den Ostallgäu in den Großraum Düsseldorf gezogen.
    Mein Mann und ich, wir haben beide einen ähnlichen Eindruck: Wie kaputt sind die Menschen hier. Wir sehen einige, die nach Feierabend nur noch in der Kneipe rumhängen und auf die nächste Party, das nächste Bundesligaspiel warten. Hobbies? Kreative Freizeit Beschäftigung? Engagement in Ehrenämtern? Null.
    Ist es die Langeweile, ein Zuviel an Freizeit? Nun, auf 80m2 für eine Familie ist auch nicht viel Platz für Hobbies. Haustierhaltung ist vom Vermieter nicht gewünscht finde ich derzeit immer wieder in Wohnungsangeboten. Selbst musizieren macht Krach und stört die anderen Mieter. Ich lerne gerade Ägyptisch Trommeln. Da sind Leute bei mir in der Gruppe, die üben nur stumm auf dem Oberschenkel, weil sie sich nicht trauen, zuhause richtig auf der Trommel zu spielen. Sich selbst mal ein Kleidungsstück anfertigen oder vielleicht nur reparieren? Lernt man nicht mehr in der Schule, so wie ich vor 50 Jahren. Außerdem werden einem die Kleidungsstücke so billig angeboten, dreimal tragen und dann wegwerfen. Egal dass dafür Näherinnen in Asien täglich 12 und mehr Stunden für einen Hungerlohn schuften müssen.
    Kinder die frei und ungezwungen auf der Straße spielen? Geht ja nicht wegen der vielen Autos.
    Und was mich ganz besonders stört ist diese Unpersönlichkeit. Wir wohnen in einem Haus mit 6 Wohneinheiten, Vermieter mit im Hause wohnend. Die Nachbarn sehe ich nur wenn ich im Treppenhaus oder im Waschraum unterwegs bin, man grüßt sich und das war es.
    Eigentlich leben die Menschen in der Großstadt doch nicht anders als unsere Nutztiere in der MAssentierhaltung. Auf wenig Platz, nur dazu da, ihre Arbeit zu verrichten und das Geld in den Taschen weniger Reicher immer mehr zu vermehren. Hühner reißen sich unter dem Stress der Massenhaltung gegenseitig oder selbst die Federn aus, die Menschen attackieren sich unter dem Stress verbal oder eben leider auch körperlich.

    Wir sind wirklich froh wenn wir in 4 Jahren wieder zurück ins Allgäu ziehen können.

    1. Ehrlich gesagt, ist Anonymität der Grund, warum ich mich in der Stadt überhaupt so wohlfühle. Ich mag einfach gern für mich sein und ich fühle mich frei damit. Der Begriff „soziale Kontrolle“ verursacht mir Bauchschmerzen, ich fände „soziales Miteinander“, so lange es freiwillig ist, viel erstrebenswerter.
      Ich denke, dass es die grenzenlose Entfaltung zum Individuum ist, das irgendwann Probleme des Miteinanders bringt. Kinder auf rücksichtsloses Verhalten anzusprechen, bringt garantiert die Eltern dazu, das nicht wie früher als Erziehungshilfe, sondern als Angriff zu sehen und so wachsen diese Kinder zu Jugendlichen und Erwachsenen heran, die eher jemanden „auf‘s Maul“ geben, der was sagt. Das Gefühl, immer Recht zu haben, ist dann folgerichtig.
      Letztlich wird diese mal grob „antiautoritäre Erziehung“ umrissene Richtung dafür sorgen, dass die Gesellschaft nach rechts rückt. Wenn Polizisten und Hilfskräfte regelmäßig angegriffen werden, das Recht des Handyfotos der Gaffer vor derMöglichkeit der Lebensrettung kommt, wird nach Staat und Verboten gerufen und vermutlich schlägt das Pendel immer wieder nach beiden Seiten aus, weil Gleichgewicht nicht möglich ist. Wenn die Seite Bus zur Unlebbarkeit und totalen Dominanz ausgelebt ist, erfolgt wohl der Schritt in die andere Richtung und alles andere ist nur ein schönes Ideal. Den Umschwung sehe ich als Versagen und Ignoranz gegenüber Stimmungen, die nicht gehört werden wollten, weil sie unbequem sind. Es gibt ein kleines Zeifenster, in den Korrekturen möglich sind, bevor die andere Seite an Kraft gewinnt und Macht gewinnt. Ich bin gerade wieder in London und mir fällt hier sofort ein ganz anderes menschliches Miteinander auf, Brexit ist natürlich aktuell ein Riesenthema, aber untereinander gibt es trotzdem (!) einen Kontakt, den ich aus Deutschland gar nicht mehr kenne. Möglicherweise ist das Fehlen des Rechthaberreflexes dafür verantwortlich, den wir do kultivieren. Ich weiß es nicht, aber wenn alles zusammen bricht, wäre ich lieber hier als in Deutschland, das muss ich leider sagen. Die Regierungen und Bürgermeister appellieren hier ständig auf Tafeln sichtbar für ein Miteinander und Umgangsformen.
      Bei uns geht nichts mehr ohne Ellenbogen und das scheint genauso gewollt zu sein. Das macht mich fertig. Nur eine Neujahrsrede reicht dazu nicht aus.
      Einen Menschen als Idioten zu bezeichnen, ganz egal aus welchem Lager, befeuert das unheimlich.

      1. Wir brauchen das Fach „Gute Kommunikation“ in der Schule, oder? Da müsste alles drin sein: die Mechanismen unserer selektiven Wahrnehmung und Beurteilung, aktives Zuhören, Bedürfniserkennung und -vermittlung, konstruktive Kritik, Selbstwert, die Bedeutung von Integrität und so weiter, und so weiter…

      2. „soziale Kontrolle“/„soziales Miteinander“ – genau, deswegen geht hier bei Zeitknappheit Fensterputzen und Unkrautjäten vor innen Weiterrenovieren 😋.

        Im Ernst, die Stadt kann auch Vorteile haben. Eine gewisse Verrohung aber ist ortsabhängig nun präsenter als früher; da war sie gleichwohl schon immer. Es hat sicherlich auch etwas mit der nicht artgerechten Haltung des Menschen zu tun, dass einige ausflippen, und so manche/r legt es wirklich darauf an, Streit zu erzeugen (z. B. an Kassen, vom Personal ausgehend, da gibt es Geschichten! Unglaublich.). Persönlich kann man nur den Schluss ziehen, gewisse Berührungsstellen zu vermeiden, aber (s. Kasse) das geht leider nicht immer, da ist es dann Schicksal.
        Was man allerdings mit Unmut zur Kenntnis nimmt, dass man zu oft auf der Strasse von eigentlich ziemlich normal aussehenden Leuten: umgelaufen wird (dabei bin ich nicht breit, im Gegenteil, aber wohl als das anonyme, stets lästige ‚Gegenüber‘ im Weg). Bei aggressiv Auftretenden weiß man manchmal gar nicht, wohin mit sich, in den Rinnstein? Da fühlt man sich an den Ausspruch von Oscar Wilde erinnert: we are all in the gutter but some of us are looking at the stars.

        Dass UK sich in den Brexit hineinbegeben hat, hat schon seine im Nationalbegriff wurzelnden Gründe, die ich mir von einer Freundin – eher liberal – habe recht schlüssig erklären lassen; d. h. ich verstehe die Gründe, teile aber nicht die Meinung, denn es wird langfristig wohl auf eine Loose-Loose-Situation hinauslaufen.
        Bedauerlich ist, dass dies Land mit seinen i. d. R. wunderbaren Menschen (außerhalb der Nahkampfzonen, von denen gerade die deindustrialisierten Städte recht reichlich haben, vgl. die Filme Fish Tank, Trainspotting etc.) wohl für den Lebensabend als Wohnort ausfallen wird.

    2. Ich bin selbst in 6-Parteien-Haus und wir haben für uns einen Mikrokosmos aus Unterstützung und Freundlichkeit geschaffen. Zugegeben, nicht mit jedem kann man das. Egal wo ich einziehe, stelle ich mich mit einem Kuchen und Lächeln vor. Fange zuerst an Pakete anzunehmen oder die Werkzeugskiste zur Verfügung zu stellen. Wir schätzen uns sehr glücklich so eine Oase in der Großstatdt zu haben. Ländlich ist sicher auch schön, wäre aber keine gute Lösung für mich.

      Davon abgesehen, ja, Männer die frisch aus den Kulturkreisen kommen in den die Frau wenig wert ist als ein Mann oder ein Kind, diese Männer behandeln mich oft in der Bahn oder auf der Straße anders als es mir lieb ist. Menschen die selten in ÖPNV in der Großstadt unterwegs sind haben meist keine Ahnung wie es da wirklich zugeht.

      Und ja, viele Eltern sind mit 145 Erziehungstheorien und eigenem Leben so überfordert, dass sie ihre Kinder dann überhaupt nicht erziehen. Dann bekomme ich Babybrei – den das Kind im Supermarket gegessen hat – absichtlich auf die neue Anzugshose geklatscht. Und darf so meine Arbeitstermine wahrnehmen.
      Weil, leben lassen.
      Wenn ich dann oben drauf von der Mutter beleidigt werde – als Kinderhasserin – weil ich mich getraut habe dieses Verhalten zu kritisieren, dann bekomme ich ja auch gelegentlich eine Inspirationswelle und nehme Kakao aus dem Kühlregal neben an und schüttele es der Frau auf die Schuhe. Nicht nur ihr Kind hat antiautoritäre Erziehung genießen. So entwicklen einige Situationen sehr schnell Eigendynamik – Aktion und Reaktion.

  17. @Claudia B: Genau aus diesen Gründen bin ich vor 15 Jahren von Berlin nach Nordfriesland gezogen. Wenns einen Notfall gibt, geht man zu einem Nachbarn und keiner (!) würde einem die Tür vor der Nase zu machen. Einer räuchert selbst und verteilt dann seine köstlichen selbstgefangenen Bioforellen geschenkt in der Straße. Meinen unmittelbaren Nachbarn sehe ich manchmal wochenlang nicht, aber wenns zu lang und zu still wird, schicken wir uns gegenseitig Nachrichten: „Alles ok?“ Selbermachen, reparieren, teilen… darauf steh ich auch.

    @Nimitta: So ist es 🙂 Wie lernen immer mehr Menschen zu verstehen, dass sie keine Einzelwesen sind? Manchmal geraten sie in eine existentielle Krise und berühren den Grund ihres Seins. Dort ist zu entdecken, was übrig ist von uns, wenn aller Schein abbröckelt. Von hier aus starten Heldenreisen, spirituelle Entwicklung, Bewusstwerdung, etc. Geht das auch ohne Lebenskrise? Meine Erfahrung sagt: nein. Alle bewussten Menschen, die ich kenne, hatten mindestens eine richtig fette.

    @Roland: Danke. Auf Dich ist Verlass :-))

    1. @Thorlane: vielen Dank!

      „Meine Erfahrung sagt: nein. Alle bewussten Menschen, die ich kenne, hatten mindestens eine richtig fette.“
      Ja, da bin ich ganz bei Dir. Ich glaube, dass in der Notwendigkeit in einer Krise und noch mehr in einer existentiellen Krise ins Nachdenken zu kommen, wer man ist, wie es weitergeht, wie man sich als Individuum in der Gesellschaft fühlt/integriert/isoliert, auch immer eine große Chance liegt. Klar wäre es schön, es bräuchte das nicht, aber in meiner Lebenserfahrung ist es eben auch so, dass die wirklichen Einsichten nicht aus der guten Laune heraus aus völligem Wohlbefinden kommen sondern eher im dunklen Tal der Verzweiflung. Sich danach wieder am sonnigen Strand zu befinden, ist herrlich, aber in meinem Leben haben mich die Täler deutlich stärker geprägt. Muss ja nicht bei jedem so sein, aber ich für mich unterschreib Dir Deine Aussage sofort!

  18. @Nicht selten feiern die Menschen in den sozialen Netzwerken besonders die Leute, die in unserem wahren Leben überhaupt keine Rolle spielen, die wir womöglich auf der Straße mit dem Arsch nicht ansehen würden. Sie bedanken sich für den tollen „Content“ und sie verteilen Herzen, also irgendwie auch Liebe: Und genau darum wurde aus meinem onlinefreien Wochenende eine gigantische Onlinepause, deren Ende nicht absehbar ist und ich vermisse nichts. Wirklich schräg ist es, dass das Handy/die Onlinewelt mittlerweile so einen hohen Stellenwert hat. Da sitzen Menschen neben einem, die doch eigentlich wichtig sein sollten (Kinder, Partner) und was ist? Viel zu viele starren aufs Handy, anstatt die zu herzen, die ihnen gegenübersitzen. Aus dem Grund habe ich jetzt immer ein kleines Büchlein in der Tasche. Wenn alle aufs Handy glotzen, hole ich mein Büchlein raus und schwupps… kommen wir wieder ins Gespräch ob meines absurden Verhaltens.^^ Und dass ich Trash-TV meide liegt nicht nur daran, dass es mich einfach null unterhält, sondern auch daran, dass ich mit meinem Einschaltverhalten zeigen möchte, dass ich Formate, die nur vom Lästern leben oder davon, Menschen bloßzustellen, nicht unterstütze.

    Sonst habe ich gerade überlegt, ob ich Berlin jetzt auch verlassen sollte, weil es anderswo netter und gesitteter ist, aber nö. Noch geht’s. Hier knallt mir hier im Notall auch niemand die Tür vor der Nase zu, wir helfen und gegenseitig und stellen uns auch mal kleine Nettigkeiten vor die Tür. Und spannend finde ich es zu beobachten, wie meine eigene Laune auf andere – auch auf Fremde – abfärbt. Bin ich muffelig drauf (weil das manchmal einfach so ist), bekomme ich genau das zurück und das ist okay so. Aber sonst treffe ich auf grüßende Busfahrer und überwiegend nette/kooperative Menschen- also zumindest für hiesige Verhältnisse. 😉

    1. Das Abfärben der Laune stelle ich auch immer wieder fest. Und mein Handy lasse ich mittlerweile unterwegs immer im Rucksack und nie in der Jacken- oder Hosentasche. Das wirkt.
      Die Idee mit dem Büchlein finde ich super.
      Ich würde momentan das Ruhrgebiet auch nicht verlassen wollen, auch wenn es hier noch so ruppig zugeht. Man hat sich arrangiert und irgendwie lieb gewonnen. Nur die Entwicklung macht mir Sorgen. Vielleicht kann ich mich mit 60 oder 70 nicht mehr so durchsetzen und werde zum „Opfer“. Alte Menschen sind ja entweder Opfer oder unsichtbar, wie hier schon geschrieben wurde. Diesem Zustand würde ich gerne aus dem Weg gehen.
      Liebe Grüße nach Berlin!
      KK

  19. Hier war kürzlich die Rede von Gefahr und vermeintlichen Gefahr. Ich wollte heute lediglich zum Geldautomaten während der Pause und kam direkt auf eine Schießerei zu!!!!! Tagsüber, Stadmitte. Banküberfall.
    Das ist jetzt die dritte Tragödie innerhalb einer Woche und in Umkreis von 500 Metern.
    Ich hätte sterben können. Ja, auch ein Ziegel kann mir auf den Kopf fallen. Ist aber viel unwahrschenlicher als das ich erschoßen oder abgeschlachtet werde. Ich bin reif für die Insel.

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