LIFESTYLE: KILLING EVE * SERIEN TIPP

Muss es immer „Tatort“ sein? Wie spießig Kriminalfälle sein können, wissen wir ja, aber das Leben von Auftragsmördern und internationalen Geheimagenten ist deutlich aufreibender. Die Serie Killing Eve spielt mit Agent und Killer Klischees, und zieht dabei die unbedarften Zuschauer in den Bann von brutalem Mord und zarten Gefühlen. Irgendwie neu, kein schaler Aufguss, empfehlenswert!

 

 

Die internationale Auftragsmörderin Villanelle, eine Psychopathin wie aus dem Lehrbuch, treibt ihr Unwesen quer durch Europa und die MI5 Angestellte Eve Polastri kommt ihr auf die Spur. Die Amerikanerin, die nun in London lebt, wird Leiterin einer geheimen (aber ziemlich abgewrackten) Undercover Einheit, die die glamouröse Serienkillerin bis hin zur Besessenheit jagen wird.

Dabei entwickelt die hochintelligente Eve, die eigentlich bisher eher das Leben einer grauen Maus führte, unbekannte Gefühle für die Auftragskillerin, während eben diese eine ähnliche Faszination für die andere Frau bei sich entdeckt, nur auf deutlich psychotischere Art und Weise.

Das (scheinbare) Katz und Maus Spiel wird durchzogen von vielen unguten internationalen Affären und Verstrickungen, eben wie wir uns alle das Leben der Geheimagenten so vorstellen. Eve Polastri erdet diesen Plot jedoch immer wieder, denn ihre eigenen Probleme mit Ehemann und Vorgesetzten sind auch nicht ohne. So spröde, dass man sich dann fast doch schon wieder im Tatort wähnt.

Und plötzlich, nach ein paar Folgen, ist man süchtig!

Süchtig nach dieser unheimlichen Beziehung zwischen einer Serienkillerin und der leicht schrulligen Agentin. Man selbst wird von der Serie so geführt, dass irgendwann tatsächlich ein wenig Verständnis für die Mörderin aufkeimt, nur damit diese im nächsten Moment alles durch eine blutrünstige, unmenschliche Tat wieder einreißt.

Die erste Staffel habe ich auf Deutsch gesehen, die zweite sehe ich nun gerade auf Englisch, und der Mix aus US- und British English gefällt mir sehr gut. Tolles Training für das Verständnis beider Akzente. Aber darüberhinaus sind auch die Schauspieler spitze!

Allen voran die Darstellerin der Agentin Eve, von Sandra Oh gespielt, die viele von uns sicherlich noch aus Grey´s Anatomy kennen. Für ihre Rolle der Eve Polastri bekam sie 2019 den Golden Globe Award als beste Serien-Hauptdarstellerin – Drama für Killing Eve.

 

Wer auf Agentenkrimis im Serienformat steht, dabei James Bond eher lächerlich findet, etwas mehr erfrischende „Realität“ wünscht, und trotzdem an die große internationale Verschwörung glaubt, wird hier bestens bedient. Die Schauplätze in Europa (London, Moskau, Berlin, Amsterdam…) wechseln ständig, und das eher marode Setdesign lässt Hollywood schnell vergessen. Trotzdem bekommt man eine hundertprozentig perfekte Produktion, die Schauspieler sind allesamt toll und charakterlich eindringlich gezeichnet. Es gibt viel zu gucken, viel zu entdecken, viel zu kombinieren, man muss aber auch hier und da ein paar drastische Mordszenen ertragen können. Für mich DIE Entdeckung des Jahres, ich warte schon sehnsüchtig und regelrecht elektrisiert auf Folge 6 der zweiten Staffel, die am 12.05.2019 erscheinen wird.

Killing Eve ist eine US-Fernsehserie des Fernsehsenders BBC America, und die von Phoebe Waller-Bridge adaptierte Serie basiert auf den Villanelle-Romanen des Autors Luke Jennings.

Bei uns findet man die Serie derzeit auf Amazon Prime STARZPLAY.

 

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(Fotos: PR   Keinerlei Sponsoring)

44 Kommentare

  1. Falls ich das Serienfinale von Game of Thrones ohne Herzattacke überstehe und es danach geschafft habe, die vierte Staffel von Lucifer anzuschauen, wäre das vielleicht ein guter Tipp für die freigewordene Zeit am Abend 😎

  2. Mal eine Frage am Thema vorbei, falls gestattet: kennt hier jemand die Kosmetikfirma Zoila…? Hier gibts doch so viele Beauty-Cracks…

  3. Ich liiiiieeeeebe diese Serie!
    Frau Oh ist großartig, und diese Villanelle kann man fast schon gern haben. Äh, siehste, schon verführt von der Serie, wie kann man eine Serienkillerin gern haben? Und trotzdem wirkt es so auf mich. 🤔👍

      1. Vielleicht läuft das ja irgendwann mal bei Prime.
        Das habe ich schon öfters gehört, dass sich bei den diversen Bezahlkanälen bei Prime so einige gute Sachen verstecken.

  4. Ich habe die Serie bei Freunden in USA gesehen und finde sie mega. Leider muss ich hier verzichten, denn bei Amazon bezahle ich nicht noch extra. Total schade, denn wie Du bin ich total fasziniert von der tollen Villanelle.
    Ganz tolle Serie, könntest du spoilern was in der 2.Staffel passiert? Bitte?? 😉

    1. Hmm, SPOILERALARM: Die Jagd geht weiter, und es gibt nochmals mehrere Treffen zwischen Katz und Mau (oder eher Katz und Katz?). Es gibt eine „Wiederauferstehung“ und Eves Vorgesetzte wird immer zwielichtiger. Eves Mann wird irgendwie mit hineingezogen und trifft auf Viallanelle, was ziemlich unheimlich ist. Eve dagegen verstößt gegen immer mehr Regeln und wird wegen ihrer Besessenheit einige Unterstützer verlieren.
      Und Villanelle serviert eine „Konkurrentin“ mit einer Methode ab, die sie als Dämonin dastehen lassen.
      Liebe Grüße!
      KK

  5. Christinaaaaaaa! „Du siehst aus wie Alex.“, „Danke, dass du nicht tot bist.“
    I loved her so much. Gut, dass Du die Sucht nach ein paar Folgen erwähnst — denn ich bin in der ersten Originalfolge bereits ausgestiegen. Steig ich halt noch mal ein. Und kuck, ob Du recht hast… 😉

    Zwei Netflix-Tipps:
    Unbedingt (!) den Vortrag von Brené Brown über Verletzlichkeit ansehen. Ich hab mir anschließend ihr Buch „Daring Greatly“ bestellt.
    Und: „Dead to me“ — irgendwas zwischen witzig und furchtbar, furchtbar traurig. Immer hin und her.

  6. Ich beobachte, dass es im ganz normalen deutschen Fernsehprogramm eine grassierende Zunahme von Kriminalfilmen gibt, sei es im Vorabendprogramm oder im Hauptprogramm, insbesondere gerade auch bei den Öffentlich-rechtlichen.
    Was ist es, dass die Faszination am Bösen so steigt? Oder steigt sie, weil wir damit geflutet werden, nicht nur in der Realität, durch mediale Nachrichtenschlagzeilen allüberall, sondern auch in der Fiktionalität von Filmen und Serien?
    Bei mir selbst (vielleicht ist das auch eine Frage des Alters und eigener, schwieriger Lebenserfahrungen) stellt sich so langsam ein overload ein – ich verweigere mich zunehmend dieser Welt, die so nicht sein sollte, weder real noch fiktional.
    Ich erachte im wahrscheinlich letzten Drittel meines Lebens die mir verbliebene Zeit als quality-time- nachdem ich inzwischen im Ruhestand das Geschenk der weitestgehenden Selbstbestimmung erhalten habe, umso mehr.
    Ich will mich nicht – oder meistens nicht – mehr mit dem umgeben, was alles schief läuft in dieser Welt und dem Zwischenmenschlichen (und das ist eine Menge!), weil ich merke, dass es mich herunterzieht, wenn ich mich zu sehr in reale oder fiktionale Probleme verbeiße.
    Das ist zunehmend nicht mehr die Welt, wie ich sie mir kreieren möchte, und so versuche ich, mir eine gewisse Immunität dagegen zuzulegen.
    Andere mögen es vielleicht Scheuklappen nennen, mag sein.
    Aber ich bin überzeugt davon, dass all das, womit wir uns gedanklich häufig beschäftigen, dem wir viel Aufmerksamkeit schenken, die Realität beeinflusst. Eine sehr gute Freundin prägte einmal den Satz „Die Energie folgt den Gedanken“ und da ist was dran, finde ich…
    Nun bin ich nicht so eine „Esotante“, dass ich überhaupt keine Krimis gucke – der Münsteraner Tatort ist immer noch mein Favorit.
    Und Sandra Oh in Grey’s Anatomy war einfach eine Wucht …

    Allen einen schönen Mittwoch (die Natur braucht den Regen 🌧, ommmmmm 😉)!

    1. ich bin zB. ein waschechter Tatort Verweigerer. Ich finde es auch unmöglich, dass die Previews und „Appetithäppchen“ auf die Sendung zu recht früher Zeit gesendet werden, sodass auch eventuell kleine Kinder Tote, Mord und Folterszenen zu sehen bekommen, und wir zwischen Feierabend und Abendbrot…und das ständig.
      Ich finde auch, dass es einen Überfluss an solchen Medienprodukten (so nenne ich es mal vorsichtig) gibt. Gerade deshalb suche ich mir nur einige gut gemachte Highlights heraus, mehr Zeit habe ich eh nicht. Doch es sagt vielleicht so einiges über ein Volk aus, das sich jeden Sonntag kollektiv Mord und Totschlag, und die dazugehörige Jagd anschaut. Froh stimmt das sicher nicht, zumal die depressive Machart einiger Sendungen geradezu düstere Wolken überm Kopf heraufbeschwört. Dagegen sind dann solche Agentenserien wie Eve die reinsten Märchenstunden. 🙂
      Liebe Grüße!
      KK

    2. Hm, ich kann jetzt nur für mich sprechen. Ich liebe Horror und Thriller. Und Krimi. Und das war schon immer so. Seit dem ich klein war. Und je älter ich werde desto mehr mag ich es. Vermutlich wird unser Alltag zunehmend dramatisch :-)) und man/frau freut sich wenn es noch etwas schlimmeres als das gibt. Schwarzer Humor off.
      Würde es mich runterziehen – bei mir haben „Komödien“ und Love Stories leichte abführende Wirkung – würde ich es sicherlich meiden.
      Als ich neu in Deutschland war habe ich es überhaupt nicht verstanden warum soll Tatort interessant sein. Jetzt, einige Jahre später, ich das mein Hirn- abschalten-Inhalt. Meist von einer anstrengender Wanderung zurück, geduscht, ausgepowert und mit leckerem Snack und Katze entschleunige ich dabei. Da Tatort meist lächerlich und nie gruselig ist, ist diese Zeit für mich netter Zeitvertrieb. Am liebsten mit Ivo Batic. Er bedient so herrlich alle Balkan Klischees.

    3. Vorweg: Ich mag Krimi`s. Am Liebsten englische oder welche aus dem hohen Norden. Bin aber trotzdem ganz bei Dir und kann Deine Gedanken nachvollziehen. Was ich aber noch viel, viel schlimmer finde, ist, dass es immer ekeliger, immer kranker, immer härter wird, weil wohl die Macher meinen, wir hätten schon Alles gesehen. DAS ist krank, finde ich. Ist Dir sicher auch schon aufgefallen. Wo soll das bitte noch hinführen?! Manches geht einfach zu weit. Ich mag eine subtile, nicht greifbare Spannung sehr viel lieber als Tonnen von Blut und Szenen, bei denen man einfach nicht mehr hingucken mag.

      Danke an Dich, lieber Kaiser, für die Empfehlung einer solchen Perle! Liebste Grüße an Euch beide, Mel

      1. Das ging eigentlich an Claudia Regina, ähem. Hätte ich vielleicht dazu schreiben sollen.

  7. Ich habe alle Schminanski – Tatorte geschaut – damals 🙂 Danach bin ich auch zum Tatort – Verweigerer geworden. Und wenn Schweiger schon einen Kommissar spielt, weiß man, warum man nicht mehr Tatort schaut 😆

    Wirklich gute Crime Noir Serien kommen derzeit aus Skandinavien, Island, Belgien und Frankreich. Teilweise mit gutem Psycho – Einfluß.

    1. Ach ja, Schimanski! Und noch „Soko 5113“ sowie „ein Fall für Zwei“. Das waren die Krimiserien meiner Jugend, die das klassische „whodunnit“ bedient haben.
      Crime Noir klingt gut! Ich bin immernoch auf der Suche nach einem würdigen Nachfolger für die erste Staffel von „true detective“. Die hat mich damals nachhaltig beindruckt. So dunkel, tief- und abgründig! Es passiert selten, dass ich in eine Serie so eintauche, aber ich hab auch heute noch das Gefühl, dass wenn ich die Serie angucke, ich die schwüle, bedeutungsschwangere Luft und Atmosphäre Louisianas förmlich spüren und schmecken kann. Wer also einen Tipp in diese Richtung hat: immer her damit. Danke!

      1. Also ich mag alle drei Staffeln von True Detective. Die hatten was. Ich war auch total fasziniert von der ersten Staffel. Die Zweite ist bisschen schwächer, die Dritte wieder sehr gut.

        Ich zähle einfach mal einige Serien auf, die dir unter Umständen gefallen könnten:
        Public Enemy, Bordertown, Case, The Alienist, Fallet, Collateral, The Break, Hotel Beau Sejour, Der Wald, Retribution, La Mante, Glacé – Ein eiskalter Fund, Black Spot (Zone Blanche), Die Brücke – Transit in den Tod…

        Ich denke, da bist erstmal beschäftigt mit Trailer suchen bei Youtube 🙂 🙂
        Oder du klickst dich durch meine Rubrik. Da sind die Trailer alle enthalten.
        https://wortman.wordpress.com/category/filmwelt-serien/

        1. Hui, lieben Dank für die ganzen Vorschläge! Die zweite Staffel hab ich immernoch nicht zu Ende geschaut, irgendwie packt sie mich nicht. Und ich trau mich nicht an die 3. Staffel ran, weil sie sich viele schlechte Rezensionen hat. Aber vermutlich werde ich sie mir doch mal an einem verregneten Sofawochenende zu Gemüte führen. Sie soll der ersten Staffel ja nicht unähnlich sein (oder eben ein billiger Abklatsch davon, aber das werde ich dann ja sehen)

          1. Die 2. Staffel TD muss man mögen. Ich mochte diese „Langsamkeit“. Ja, die dritte ist ähnlich der Ersten. allerdings auch wieder „anders“ 😉 Ich rate dir, schau sie dir ruhig an.

            Sag Bescheid, falls du was brauchbares in den Vorschlägen gefunden hast 🙂

            1. Hallo Wortman,

              irgendwie hätte ich schwören können, in deiner Aufzählung die Serie „the fall – Tod in Belfast“ gelesen zu haben. Aber die steht da gar nicht. Jetzt hab ich die Serie zwar unter der falschen Annahme, ich hätte sie hier empfohlen bekommen, angefangen zu schauen, finde sie aber trotzdem total gut. Allerdings ist sie schon starker Tobak mit expliziten Szenen. Natürlich ist die Serie ganz anders als TD. Viel realer, viel mehr „echtes Leben“.
              Ich glaube, das war eins der Elemente, das TD so einzigartig gemacht hat. Der Mix aus echtem Leben und traumhaften, fast surrealen Sequenzen. Und nicht zuletzt natürlich das starke Duo Matthew McConaughey und Woody Harrelson. Allein die optische Verwandlung McConaugheys ist beeindruckend. Aber da ich Gilian Anderson auch schon immer stark fand, bin ich auch von ihrer Figur in „the fall“ sehr fasziniert. Hach, jetzt hab ich wieder richtig Lust, mehr Krimis zu gucken (bin eine Gemütsphasenguckerin, will heißen: oft hab ich monatelang nur auf ein bestimmtes Genre Lust. Mal sind es Animationsfilme für Kinder, dann wieder Sci-Fi, usw.).

            2. Hallo Wortman,

              kurze Rückmeldung. Irgendwie bin ich jetzt bei „the fall – Tod in Belfast“ gelandet, weil ich dachte, ich hätte es in deinen Empfehlungen gelesen. Aber da muss ich wohl falsch geschaut haben. Egal, ich finde die Serie und Gilian Anderson toll. Allerdings schon auch hart und sehr „real“. Ich glaube, das hat mir an TD so gut gefallen. Die Mischung aus harter Realität und traum-/wahnhaften, fast schon surrealen Sequenzen. Natürlich sind auch M. McConaughey und W. Harrelson ein Traumduo, das es erst Mal zu toppen gilt. Allein die optische Verwandlung und psychische Verfassung McConaugheys: Hammer! Als nächstes schaue ich mich also wieder nach etwas um, das diesen „mysteriösen“ Touch hat.
              Oder aber mich interessiert bis dahin schon wieder ein anderes Genre. Bin eher so eine Stimmungsguckerin. Mal bekomme ich nicht genug von Animationsfilmen für Kinder, dann macht mir Horror eine Weile lang gar nichts aus und dann muss es unbedingt irgendwas in Richtung Sci-Fi sein. Ich lasse mich überraschen!

              1. Was Serien angeht – auch Fantasy/SciFi, frindest du in meiner Rubrik jede Menge 🙂 Bin auch ein Serienjunkie.
                Die Anderson – Serie habe ich auch gelesen. Soll sehr gut sein.
                So etwas mit Veränderung von McConaughey findet ähnlich auch in der dritten Staffel von True Detectice statt.

                1. Ich warte gerade sehnsüchtig auf die nächste Staffel von „the Expanse“. Klingt so, als würde ich viel fern gucken, dabei ist das Gegenteil der Fall. Lieber guck ich dann noch zig Mal eine Serie an, die ich schon kenne und mag, als mich mit etwas, das mir nur mittelmäßig gefällt, zufrieden zu geben.
                  Mir ist noch ein Tipp für diejenigen eingefallen, die zwar das Rätselraten bei Krimis mögen, aber lieber nichts in Richtung Brutalität sehen wollen. Die Serie Sherlock Holmes mit B. Cumberbatch und M. Freeman. Skurril, witzig, dabei aber dennoch nicht flach, sondern mit Tiefgang.

                2. Expanse… einfach n ur saugeil. Die drei Staffeln habe ich mehr oder minder durchgesuchtet 🙂

                  Nee, Sherlock mag ich nicht. Das hat mich nicht so überzeugt. Dafür stehe ich voll auf „Elemtary“. Dieser „süchtige“, abgefreakte Sherlock ist einfach hammergeil…

                3. „Lieber guck ich dann noch zig Mal eine Serie an, die ich schon kenne und mag, als mich mit etwas, das mir nur mittelmäßig gefällt, zufrieden zu geben.“

                  So geht es mir mit Hannibal und Mads Mikkelsen. 🙂
                  Wobei ich kein großer Fan von Serien bin, da diese zu viel meiner Zeit in Anspruch nehmen. Ich kann und will mich nicht verpflichten jeden Abend etwas zu schauen, was gerade bei den Serien mit 5-6 Staffeln a 10 Episoden gar nicht anders geht.
                  Mir sind Filme viel lieber.

                4. Für mich sind Serien mittlerweile die besseren Filme, weil man mit mehr Zeit auch viel tollere Charaktere zeichnen kann. Und so gute alte Cliffhanger, wenn sie denn noch vorkommen, sind Garant für seeehr lange Nächte. 😉

                5. Was könnte man mit all dieser Zeit anstellen ;-). Ne, jetzt im Ernst. Ich hatte eine sehr intensive Serienphase in meinem Leben. Das bedeutete das ich kaum trainiert habe, kaum wandern war und viel weniger Freunde gesehen habe. Am Ende tat es mir doch nicht so gut.

                6. @Ombia: Wie schön zu lesen, dass ich nicht der einzige Serien-„Muffel“ bin. Es wird langsam einsam, weil so viele über irgendwelchen Lieblingsserien erzählen und ich nie mitreden kann.^^ Ich mag sie ja nicht nicht, aber sie nehmen zu viel Zeit in Anspruch und alleine die Vorstellung, mich auf zig Folgen mit zig Staffeln einlassen zu müssen, macht mir schlechte Laune. Darum bin ich „Fan“ von Mini-Serien, die meist um die 4- max. 10 Folgen und dabei oft nur eine Staffel haben. Das ist für mich der ideale Kompromiss. Gut gezeichnete Charaktere, drei bis vier Abende nette Unterhaltung und dabei läuft sich das auch nicht tot, weil du es ja nicht mit völlig abstrusen Handlungssträngen künstlich über mehrere Staffeln am Leben halten musst. Ich würde dir jetzt gerne eine Mini-Serie empfehlen, aber leider haben wir einen völlig anderen Film/Serien-Geschmack.^^ Ich mag’s ja gerne unblutig, etwa die „Jance Austen“-Verfilmungen der BBC oder aber Historiengedöns – da spule ich allerdings vor, sobald nur der Begriff „Folterkeller“ fällt. 😉

                7. Amen to that.
                  Übrigens war ich die einzige! die bei der Arbeit Game of Thrones nicht mal eine einzige Folge geschaut hat. Boah, hat man sich über mich empört. Mich hat die Empörung amusiert. Ich habe leise ausgerechnet wie viele Stunden diese Menschen vor der Glotze verbracht haben und selbst die Idee hat mich entsetzt.
                  Ja, leider haben wir sehr unterschiedlichen Geschmack. Aber nach Deinem Geschmack dürften Big little lies sein ;-).

                1. @KK
                  „Und so gute alte Cliffhanger, wenn sie denn noch vorkommen, sind Garant für seeehr lange Nächte“

                  Dafür fehlt mir vermutlich eine Grippe, oder zumindest fiese Erkältung oder Magen Darm. Ohne bin ich tagsüber so aktiv, dass ich dann die Nacht schwer durchmachen kann.

                  Big Little lies war perfekt. 7 kurze Episoden und man hat es durch.

  8. Hmm, ich bin auch irgendwie softer geworden, d.h. manches ist mir zu brutal geworden. Schau auch grad Dead to me, GOT, und Lucifer werd ich auch anschaun👍
    Zum Thema Sympathie mit einem Killer: irgendwie war ich auch von Dexter fasziniert…
    Danke für die guten Tips hier!

    1. Stimmt! Dexter war der erste Mainstream-Serienkiller, der ja ein Symapthieträger war. Hatte ich schon völlig vergessen.
      Wenn du „softer“ geworden bist, ist aber GOT eher eine Ausnahme, oder? 😉
      Liebe Grüße!
      KK

        1. Nein, leider noch keine Zeit dafür. Momentan sind leider andere Dinge wichtiger, aber 8 Staffeln aufzuholen ist auch (trotz Trinkspiel, haha) nicht einfach. 😉

  9. Bei Dexter habe ich aber irgendwann eine Allergie gegen die Titelmusik entwickelt und mich geweigert die Serie weiterzugucken😉. Luther fand ich klasse, oder z.B auch Night Manager, Peaky Blinders und Taboo – alles nicht soooo soft. Tatort schau ich immer noch, für mich ist das ein Ritual, manche sind gut, andere halt nicht. Aber einschlafen kann ich am besten bei Inspektor Barnaby – 15 Minuten wirken besser als jede Schlaftablette 😁.

  10. Lieber KK, ich habe gestern extra bezahlt für den Sender Starzplay auf Amazon Prime, nur um die empfohlene Serie zu schauen.
    Ich will von dir mein Geld zurück, so eine Unverschämtheit!!!!!!!!!
    Hahahaha, nein, sorry, ich imitiere nur die Hater.

    Ich bin mega begeistert. Die Serie ist superspannend und ich kann gar nicht aufhören. Wie du sagtest, nach ein paar Folgen ist man süchtig.
    Die Leistungen der Schauspielerinnen (auch die Männer sind gut) sind mega und ich kann mich gar nicht sattsehen am Spiel der Villanelle, die lachend den Hals umdreht.
    Die Kohle hat sich total gelohnt, vielen dank für diesen mega Tipp!
    Übrigens fand ich auch Sabrina erstaunlich gut, obwohl das sogar meiner Teenytochter gefallen hat, und die hat einen sehr schrägen Geschmack, öhöm.
    Danke für all die vielen Tipps über die Jahre hinweg, das schafft echt niemand so wie du.
    Traudl

  11. Lieber KK,
    toller Tip, durchgeknallte Serienmörder und ihre (irgendwie nicht minder durchgeknallten) Jäger klingen toll. Werde ich mal ausprobieren.
    @ Claudia: Broadchurch fand ich toll, es gibt noch eine dritte Staffel. Die war auch wieder sehr gut und ist so ein Abschluss geworden. Manchmal werden Serien ja echt zu sehr ausgereizt, finde ich. Hier passte es genau
    Liebe Grüsse

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