HAIRSTYLING: WAS IST EIGENTLICH DER UNTERSCHIED ZWISCHEN HAARSPRAY UND HAARLACK?

Legendär ist der unglaubliche Halt des 3-Wetter Tafts, das bei Regen, Sturm und brennender Sonnen für Ordnung auf dem Kopf sorgen sollte. Haarspray verwenden deshalb viele von uns, doch was braucht man wann? Was kann Haarlack, was Haarspray nicht kann? Gibt es überhaupt Unterschiede oder ist das nur Marketinggewäsch?

 

Seitdem meine Haare auf dem Kopf wieder etwas länger sind (zumindest für meine Verhältnisse, sonst trug ich immer kurz geschoren), muss ich mir Gedanken machen, wie die Haarpracht (haha) einen ganzen Arbeitstag lang hält. Mit Klienten zu arbeiten bedeutet auch, dass man auf ein gepflegtes Aussehen achtet. Und mit einem Wirrkopf wie Boris Johnson sollte ich wohl besser nicht bei der Kundschaft aufkreuzen…Brrrrr!

 

Liegen die Haare erst einmal gut und nett, sollte man das Prachtwerk doch fixieren. Beinahe schon Jahrzehnte lang habe ich das mit dem HighHair Haarlack vom Friseur getan. Die riesige Pulle hielt ewig, war einem Orkan gewachsen und roch so lecker nach Friseursalon. Teuer war sie auch, aber das war mir egal. Leider gibt es das Zeug nicht mehr, irgendwie traurig.

Dann habe ich eben ein paar andere Marken ausprobiert. Dabei war Haarspray und Haarlack. Doch wo ist da der Unterschied?

Haarspray

Haarspray eignet sich beim Styling insbesondere, wenn die Flexibilität und Natürlichkeit der Haare nach dem Stylen bewahrt werden soll. Es bewirkt zwar das möglichst lange Halten der Frisur; dabei wird jedoch die Elastizität des Haares nicht beeinträchtigt, sodass das Haar insgesamt immer noch biegsam bleibt und locker durch den Wind herum gewirbelt werden kann. na super, eigentlich nichts für mich.

Haarspray ist also für alle Frisuren geeignet, die nicht steif, sondern immer noch natürlich fallend aussehen sollen. Zudem eignet es sich für voluminöse Haarstylings, bei denen das Haar mit Hilfe des Haarsprays eine tolle Fülle erhalten soll. Auch wichtig: Hat man seine Frisur mit Haarspray gestylt, kann man dieses meist im Nachhinein wieder Ausbürsten, sodass das Haar dann wieder einigermaßen frisch aussieht.

 

Haarlack

Haarlack hingegen formt das Haar ähnlich, verfügt aber in der Regel über eine viel höhere Stärke, sodass das Haar nach der Anwendung steif und unelastisch wird. Nach der Anwendung des Lacks verharren die Haare auch bei Wind und Wetter in ihrer Position. Perfekt für mich!

Vor allem bei Frisuren, die auch den stärksten Wind aushalten sollen, sowie bei Frisuren, die einen besonders starken Halt erfordern, ist es folglich ratsam, Haarlack einzusetzen – beispielsweise wenn die Haare entgegen ihrer natürlichen Haarwuchsrichtung gestylt werden oder zum Stehen gebracht werden sollen. Zum Fixieren einzelner Partien kann man ebenfalls sehr gut Haarlack verwenden und auch zum Formen einer Tolle. Kurzhaarfrisuren sollten mit Lack fixiert werden.

Wie die Bezeichnung – HaarLACK – bereits zeigt, sieht das Haar nach der Anwendung aus, als wäre es mit einer dünnen, klaren Lackschicht überzogen worden. Dadurch entsteht, ähnlich wie beim Nagellack auf den Nägeln, ein deutlicher Glanz auf den Haaren, der durch Haarspray meist nicht so stark erzeugt werden kann.

Haarlack im Haar lässt sich allerdings deutlich schwieriger wieder vollständig ausbürsten, und auch die komplette Spannkraft geht verloren, sodass man das Haar dann erst erneut waschen muss, damit es wieder natürlich fällt.

 

Mischung

In letzter Zeit verwischen aber Bezeichnungen und tatsächliches Produkt immer mehr. Phantasiebezeichnungen bei friseurexklusiven Produkten helfen meist auch nicht weiter. Es hilft alles nichts: Man muss ausprobieren, ausprobieren, ausprobieren. Und hat man SEIN perfektes Produkt mit entsprechendem Festigungsgrad, Glanzfaktor und Duft gefunden, kann man nur noch hoffen, dass das Produkt nicht im nächsten Monat vom Markt genommen wird. ;-)

 

 

 

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(Fotos: FreestockPixx, Wikimedia Commons   Keinerlei Sponsoring)

22 Kommentare

  1. Hallo KK, diese Frage stelle ich mir auch schon seit Jahren. Ich benutze seit 20 Jahren Fanelac S(Haarlack) von Biosthetique.Bin auch zufrieden damit, nur der Preis ist gesalzen und mindestens 1 x im Jahr versuche ich ein günstigeres Produkt(sowohl Haarspray als auch Haarlack). Bin aber nie zufrieden und kehre reumütig zum alten Produkt zurück.Der Haarlack ist bei mir nur leicht festigend und am Abend ist er verschwunden, sofern ich im Laufe des Tages nicht nach sprühe.Ich habe den Haarlack immer mal an Bekannte ausgeliehen.Interessanterweise bekam ich die Flasche immer mit der Bemerkung“der Lack ist wie Beton“ zurück. Es muss daher wohl jeder selber(lange) suchen, bis er für sich das richtige Produkt gefunden hat😉

  2. Mit halblangen Haaren früher war ich Hardcore-Haarlack-Verwenderin (z.B. Schwarzkopf Got2B „Kleber“ – der Name war Programm, unmöglich, das Zeug zur Not halbwegs auszukämmen, ohne die Halbierung der Haarlänge in Kauf zu nehmen). Aber die Frisur blieb sturzhelm-ähnlich unverwüstlich ;-).

    Jetzt mit kürzeren, manchmal raspelkurzen Haaren mag ich lieber „zähes“ (mit zuerst dünnflüssigen Produkten, die erst dann aushärten, lässt sich schlechter stylen) Gel oder Stylingcreme, weil ich mittlerweile hasse, dass beim Sprayen zwangsläufig immer auch etwas im Gesicht/auf den Ohren landet.

  3. ich frage mich oft warum Haarspray und Haarlack beduftet sein müssen. Ich würde lieber sagen „bestunken“ denn diese Gerüche sind doch meistens grausig. Man sprüht es sich auf den Kopf und in nasennähe und riecht es den ganzen Tag, es übertüncht alles Andere, auch das teure Parfum.
    Und ja, es klebt im Gesicht und an den Ohren und das Bad klebt auch.
    Ich hasse es.

  4. Ich habe lange Haare, die leider in mein Gesicht hängen und sich nur durch festes hinter’s Ohr Klemmen davon abhalten lassen, was aber blöd aussieht. Deshalb experimentiere ich immer mal wieder mit Haarspray (hält aber nicht) und Haarlack (glänzt zu sehr, ist zu unflexibel). Letztlich lande ich aber immer wieder bei Haargel. Um mein schlechtes Gewissen ob all der gekauften, angefangenen und nie wieder benutzten Haarspray-Flaschen zu beruhigen, nutze ich das Zeug für andere Zwecke, und da macht es sich echt gut, zum Beispiel für die Augenbrauen (….neiiiin, ich sprühe mir das nicht direkt ins Gesicht, sondern auf ein Bürstchen, mit dem ich dann die Brauen fixiere). Auch selbst bemalte Blumenübertöpfe kann man damit einsprühen, die fertigen Bilder meiner Tochter werden damit fixiert, und wenn ich die Rückseiten meiner silbernen Kettenanhänger damit einsprühe, reagiert meine Haut nicht mehr auf das enthaltene Nickel (…für eine Weile).

    1. Ha, schöne Zweckentfremdung.
      😉
      Wir haben früher immer unsere Rollen der Rollschuhe damit eingesprüht, damit man auf glatten Böden (Parkett) nicht so schlimm wegrutschte.
      Eine echte Vielzweckwaffe! 😆
      Liebe Grüße, KK

  5. Endlich ein Kosmetikbereich in dem ich ein wenig sparen kann! :-) Meine Haarfarbe und Shampoo und Pflege sind leider Salonprodukte und teuer, dafür habe ich null Ausgaben wenn es um Styling geht. Mein Bob sitzt perfekt bei jeder Wetterlage, das habe ich einem auch teuren Friseur zu verdanken. Ich würde mich vermutlich lieber von einige Organen verabschieden als von diesem Herr. Meine Arbeitskollegen fragten neulich, wann ich bitteschön morgens aufstehe, sodass ich jeden Tag perfekten Bob habe.
    Dabei besitze ich nicht mal eine Rundbürste.
    Wash and go ist die Devise – beim Duschen auch täglich die Haare waschen, sehr häufig noch mit feuchten Spitzen auch im Winter – kam einmal mit frostigen Spitzen ins Büro ohne es gemerkt zu haben, da es immer schnell gehen muss.

  6. Da kann ich zum Glück auch sparen. Vermutlich könnte ich meine Haare auch mit Kernseife waschen und sie würden noch gut aussehen. Ich föne und färbe nie, nicht mal bürsten muss ich sie (sogar nicht, als sie noch über Schulterblatt lang waren). Sind halt die klassischen glatten Asiatenhaare. Die glänzen immer. Nur reparierende Shampoos sind nix für mich, vermutlich weil’s da nix zu kitten gibt. Dafür kann ich machen was ich will, Wellen (mit Lockenstab o. über Nacht feucht flechten) halten exakt 10 Min. bei mir, danach hab ich wieder glatte Haare.
    Vor 20 Jahren war Zucker- o. Salzwasser bei uns ganz schwer angesagt! Kennt das noch jmd.? Damit hielt jeder Iro und jede Rockabillytolle bombenfest. Ich darf gar nicht dran denken, was wir früher unseren Haaren angetan haben! Nix mit seidig und glänzend! Ist mir heute unbegreiflich 🤦

  7. Lieber KK, ich benutze schon seit Jahren das Styling Spray Xtra strong von Clynol. Das tolle an dem Spray ist, man kann seine Haare noch in die gewünschte Form bringen, solange es noch nicht angetrocknet ist.
    Die HighHair Produkte von Wella haben eine andere Verpackung und Bezeichnung bekommen. Ich benutze nämlich den Pearl Styler und war ganz traurig, als es diesen nicht mehr gab. Bis ich auch diesen Tipp bekommen habe. Schaue mal unter Wella „EIMI Super Set oder Absolute Set“ nach, könnte eines dieser Haarsprays dein ehemals heißgeliebtes sein?
    Liebe Grüße Sansa

        1. ABSOLUTE SET Finishing-Spray habe ich jetzt mal bestellt. das scheint dem High Hair am nächsten zu kommen. Die Bezeichnung „Lack“ gibt es aber wohl scheinbar bei Wella nicht mehr.
          Nochmals Danke für den Tipp!
          KK

          1. Ich drücke dir die Daumen, das du hoffentlich DEIN Haarspray wieder gefunden hast 👍😊. Bin gespannt!
            Sonst profitiere ich immer von deinen Tipps, jetzt muss ich mich doch auch mal revanchieren 😉.

  8. Hallo lieber Kaiser,
    mein Freund meint übrigens das ich mit Schuld am Ozonloch bin, wegen des Harrlack Konsums ;-) Ich sprühe übrigens immer in der Dusche mit geschlossener Tür, dann klebt wenigstens nicht das ganze Badezimmer :-D
    Ich benutze seit Jahren den Shockwaves Haarlack Ultra Strong. Schwöre ich drauf.
    LG Sabrina

  9. Hi, seit dem ich keine Dauerwelle mehr habe kommt es mir vor als würde ich mir jeden Monat eine beträchtliche Summe sparen die ich früher für Sprays & Co. ausgegeben habe :-D

  10. Zu diesem Thema kann ich leider nichts sinnvolles beisteuern- wir sind ein Haarspray- und Haarlackfreier Haushalt. Zopf/ Dutt hält auch so. Ich kann mich aber noch gut an die Haarspraywolken meiner Mutter erinnern, die immer ihre( vorher mit so einem langen Stielkamm auftoupierten Haare) mit einer goldenen Elnettdose eingenebelt hat.💨
    Mein Mann benutzt schon immer Haargel; seit nicht mehr so viel zu gelen da ist, kauft er wie besessen immer mehr und immer neue Tuben.
    Meine Söhne nehmen Haarwachs; meistens jedenfalls. Wenn ich nicht die Tuben verwechsle.
    Letztens wollte einer der Herren lieber Gel aus der Tube und ich war noch etwas müde. Damit es schneller geht, habe ich geholfen, die nächste Tube geschnappt und etwas weißliches ins Haupthaar geschmiert.
    Mein Sohn sah mich an und meinte…, „ Du hast mir jetzt nicht wirklich burti in die Haare geschmiert.“

  11. Ich hätte ja nie gedacht, einmal diesem Club anzugehören, aber eine goldene Flasche Elnett duftneutral ziert auch meinen Badezimmerschrank :-). Allerdings würde ich ebenfalls gern einen Friseur besuchen, koste er, was er wolle, der meinen Bob „immer perfekt“ aussehen ließe. Dafür gäbe ich auch so einiges! So muss es halt das Elnett richten.

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