LIFESTYLE: DAS KONSUMKAISER TRENDBAROMETER * 08.12.2017

Das Trendbarometer startet in das Winterhalbjahr. Es geht immer noch um Dinge, die mich in der vergangenen Woche bewegt, belustigt oder erschüttert haben. Aber nichts folgt einem festen Schema, es kommt wie es kommt. Hauptsache ein bunter Mix, unterhaltsam, manchmal auch nachdenklich, immer ein bisschen böse…

 

Wenn beste Freunde Eltern werden

Mein folgendes Problem(chen) ist vielen von euch sicherlich vertraut, und es ist bestimmt schon viel und oft darüber lamentiert worden. Trotzdem, es nervt: Nämlich, wenn man einmal mit engen Verwandten (und ehemals besten Freunden) in Ruhe etwas bereden möchte, sich verabreden, oder einfach nur mal „Hallo“ sagen will…die Quälgeister sind immer dabei!

Hier heißen sie Charlotte und Emilia, und sind Kinder, die immer, überall und zu jeder Tages- und Nachtzeit die vollste Aufmerksamkeit ihrer Eltern genießen.

Kein Besuch ohne stundenlange „Bewunderung“ der Wachstumserfolge des Nachwuchses. Neue Worte wie „Blähblubb“ und „Pafafffaaafaaa“ werden begeistert vorgeführt, und den stolzen Eltern stehen die Tränen der Rührung in den Augen.

Danach gibt es ein kurzes „Und, wie geht´s euch?“ Das war es dann auch schon an Erwachsenen-Kommunikation. Ab sofort werden nur noch kinderfreundliche Autositze und unglaublich gefährliche Fahrradhelme diskutiert. Vorbei die Zeiten, als man bis morgens um 5 Uhr feucht-fröhlich beisammen saß, und eine Stunde später mit dem Taxi ins nächste Frühlokal abdüste, um ein fancy „Katerfrühstück“ einzunehmen, und sich dabei so frei und ungezwungen fühlte.

Um gerecht zu sein, kann man auch behaupten, dass sich einfach nur die Prioritäten ändern, wie bei allen Menschen im Leben, egal ob mit oder ohne Kinder. Das mag so sein. Aber ist es unausweichlich, sein gesamtes bisheriges Leben aufzugeben, um sich nun für 18 Jahre dem Nachwuchs zu verpflichten? Auch da sehe ich eigentlich immer noch keinen Zwang urplötzlich zu Helikoptereltern zu mutieren.

Wirklich schlimm sind Telefonate. Ich habe ein wichtiges familiäres Anliegen. Es geht wirklich um substanzielle Veränderungen. Themen, über die man nur ungern spricht, die aber beizeiten besprochen werden müssen, will man nicht zB. durch den Tod vor plötzlichen Schnellschussentscheidungen stehen müssen.

Und dann kommt es zu diesen One-Way Telefonaten, bei denen man nach 10 Minuten am Ende seiner Kraft ist, weil das Gegenüber nicht wirklich zuhört, dafür aber ständig Sätze wie „Nimm den Kaktus wieder aus dem Mund, Emilia!“ oder „Iss bitte nicht vom Hundefutter, Charlotte!“  über den Telefonhörer transportiert werden. Ungelogen, in den letzten Jahren gab es nicht EIN Telefonat ohne Hintergrundbeschallung der Kinder. Folge: Problemlösung bei NULL!

Und dann wage einmal etwas zu sagen: „Du kannst da ja nicht mitreden, du hast keine Kinder!“ Bäm! Totschlagargument abgesondert, schnell weiter hinter den kleinen Tyrannen herrennen. Situation höchst unzufriedenstellend, und man fühlt sich tatsächlich kraft- und machtlos.

Was nun aus den wichtigen, zu besprechenden Dingen wird? Ich schreibe einen Brief. Einen guten alten Offline-Brief, der per Einschreiben verschickt wird, um seine Wichtigkeit zu unterstreichen. Hoffentlich spielen die Kinder mit der Post nicht „Zauberkünstler“…Simsalabim…mach aus EINEM Stück Papier HUNDERT…RitschRatsch!

 

 

YouTube und die Tiervideos

Auch wenn ich gerne meckere, dass es eigentlich nur noch Werbung auf YouTube gibt, so ist ein Phänomen ungebrochen, und meist wirklich keine Werbung: Tiervideos!

Es werden seit Jahren immer mehr Videos von süßen, bösen, gefährlichen oder kuscheligen Tieren hochgeladen, dass man YouTube fast schon den Status „Zoo“ verleihen könnte. Dabei muss man aufpassen, dass Tiere nicht unnötig „belästigt“ werden, die sind nämlich für gewöhnlich nicht so „famegeil“ wie die menschlichen Paradiesvögel.

Was aber meist für Zustimmung sorgt, sind Tiervideos, in denen es Tieren sichtlich gut geht. Und wobei verdreht man schon genüsslich die Augen? Richtig, beim gekrault werden! Kann ich verstehen… Das ist jedenfalls ein netter Trend, der von Influencer Videos so weit weg ist, wie Dortmund von der Deutschen Meisterschaft.

 

 

Trend: Blackouts-Tattoos

Seit geraumer Zeit dringt ein Trend immer weiter in den Mainstream: Blackout-Tattoos. Nein, das sind keine bemitleidenswerten Mitmenschen, die beim Klang der Tätowiernadel ohnmächtig umkippen. Im Gegenteil, Anhänger dieses Trends scheinen den Schmerz zu lieben!

Anders ist es nicht zu erklären, wie man sich ganze Körperpartien komplett schwarz einfärben lassen kann. Vorbei endgültig die Zeiten von Sternchen am Unterarm, Delphinen am Knöchel und bedeutungsschwangeren chinesischen Schriftzeichen. Jetzt kommt das Raucherbein per Farbpigmentunterspritzung!

Der Gerechtigkeit halber: Es gibt aber auch ganz filigrane schwarzflächige Blackout-Tattoos, es muss nicht eine schwarze Wand sein. Trotzdem, ich bleibe weiterhin Tattoo-freie Zone…

 

Vorräte

Andere Menschen horten Nudeln, Wasser und Dosenfleisch, es könnten ja mal schlechte Zeiten kommen (gar nicht so abwegig, hmmm).

Ich hingegen habe Kisten mit Beautyprodukten, die allesamt noch auf eine Besprechung auf dem Blog warten. Natürlich zu 99% selbst gekauft. Kooperationen gehe ich NUR noch bei Produkten ein, die es noch nicht auf dem Markt gibt, oder die mich brennend interessieren.

Neben „Teoxane“ und „HighDroxy“ sind das derzeit nur noch „SKINthings“ und „Friedmanberlin“. Meine Freizeit ist leider begrenzt. Ausserdem hat man ja auch nur eine Haut zur verfügung, wenn es um Produkttests geht. Deshalb dauern Reviews manchmal ein bisschen länger. Ich möchte gerne ausgiebig ausprobieren, und nicht mal eben loslassen, wie toll die Antifalten Pflege ist, die ich „gestern zugeschickt bekommen habe“, zumindest lese ich solche Ergüsse immer öfter auf Instagram. Und dafür sacken solche Leute hunderte Herzchen ein! Geht´s noch?

Mein Fahrplan sieht übrigens vor, dass ab Montag eine Besprechung der „Ginzing“ Produkte von Origins folgt. Danach gebe ich euch noch ein paar Tipps für Last-Minute Beautygeschenke, und da sind die total spannenden „Lifting Patches“ von SKINthings auch mit dabei!

 

 

 

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(Fotos: Konsumkaiser, Instagram    Keinerlei Sponsoring)

30 Kommentare

  1. Lieber KK,
    ich bin auch kinderlos und kann Dir nur zustimmen! Was diese Blacktattoos angeht denke ich sehr praxisorientiert (als OP Schwester) und frage mich, wie es z. B. aussieht wenn die mal ein Ulkus, Nekrose oder banale Varizen bekommen sollen? Schönes WE, Adina

  2. Lieber Konsumkaiser,
    ich lese deinen Blog nun schon sehr lange.Wollte auf diesem Wege mal sagen wie toll und ehrlich du diesen Blog betreibst. Ich freue mich weiterhin so ehrliche und nicht gekaufte Beurteilungen zu lesen.Ich wünsche dir und deiner Familie eine besinnliche Weihnachtszeit.
    Liebe Grüsse Marion

  3. Nur bei einer einzigen meiner Freundinnen hat es trotz des im Hintergrund spielenden Kindes geklappt das wir normal telefonieren konnten. Sie hat einfach die Tatsache genutzt das Kinder Ohren haben, dem Kleinen gesagt das sie am Telefon nicht gestört werden will und das knallhart durchgezogen. Mit allen anderen war es unmöglich mal drei Worte zu wechseln ohne das wir ständig wegen irgendwelcher Nichtigkeiten unterbrochen wurden und ich mir die Diskussionen anhören musste. Man muss Kindern doch beibringen das es Momente gibt in denen sie nicht im Mittelpunkt stehen.

    Die schwarz gefärbte Haut finde ich ganz furchtbar. Das Aussehen bleibt ja Geschmackssache aber ist das gesund? Ich hätte ein bisschen Schiss muss ich sagen.

  4. Ich überlege gerade, ob die Erwachsenen, die sich über nervige Kinder echauffieren, vielleicht selbst im Kindesalter am allernervigsten waren…

      1. 🙂

        Wobei mich eigentlich mehr diese „Überdrüber“-Eltern, für die alles andere an Leben scheinbar nicht mehr existiert, nerven als deren Kinder …

      2. Wahrscheinlich… früher als Kinderlose habe ich ähnliches gedacht. Aber meine zwei Kleinkinder zeigen mir jeden Tag, wie weit Wunschdenken und Realität auseinanderklaffen können.

        Egal – ich möchte die beiden nicht missen!!! Habe gerade erst ein Familienmitglied, das den Kindern noch nicht mal „hallo“ sagen und nur über die beiden meckern konnte rigoros aus unserem Leben verbannt.

    1. Es geht hier doch nicht um die nervigen Kinder.
      (Kleine..ähem…)Kinder SIND nervig, immer.
      Und das dürfen und sollen sie auch sein.

      Sie sollen toben und quatschen als gäbe es kein Morgen.
      Sie sollen sich ausprobieren und heraus finden, wie beweglich Körper und Geist sind.

      Es geht doch viel mehr darum, dass man als Elternteil die Pflicht hat, den Kindern-wenigstens hin und wieder- beizubringen, dass es auch Grenzen gibt.
      Dass durchaus Blut fließen könnte, wenn sie beim Auf-dem-Bett-Hopsen vom selbigen fallen…selbst erlebt, sowohl als auch :-)..alle Erklärungen haben da nix genutzt…da muss man wohl tatsächlich durch…

      Es geht darum, Kindern auch beizubringen, dass sie zwar der Nabel MEINER Welt sind, es aber darüber hinaus Momente gibt, in denen ich mich „unwichtigeren“ Dingen widmen MUSS.

      Ich habe selbst ein Kind, das weder vernachlässigt wurde, nur weil ich mal ein Gespräch, und zwar ungestört, mit einem Erwachsenen, oder wenigstens, mit einem anderen Menschen führen wollte, noch hab ich die Peitsche geschwungen, wenn es mich dabei gestört hat.

      Ich muss mein Kind erziehen, soweit möglich, und nicht umgekehrt.

      Herr Kaiser, ich weiß ganz genau wovon du sprichst…und ich weiß auch, dass man als, in meinem Fall Mutter, total und hochinteressant wird, wenn man zum Telefonhörer greift…ein anderer Mensch einen anspricht, oder man gerade eine konzentrierte Miene aufsetzt, weil man etwas Lesen oder, egal ob im TV oder Radio sehen/hören möchte…

      …in diesem Sinne, eine besinnliche Weihnachtszeit euch …

      Liebe Grüße
      Manou

  5. In das Testobjektkörbchen würde ich ja mal gern reingreifen wollen :-)!…..
    Für ehrliche Reviews bist du bekannt und deswegen bin ich auch regelmäßig hier.

    Der freaky friday post ist jede Woche ein Highlight ;-)! *daumenhoch*

  6. Hallo,
    Ich musste so lachen, ja das mit der Hintergrundbeschallung kenne ich, Meine Schwester versucht mir aber immer Abends in Ruhe wenn die Kids schlafen eine Sprachnachricht zuschicken. Zwei Stunden zu Besuch und mein Kopf platzt vor lauter Geschrei, aber meinen Eltern geht es da genauso. Die sagen jedes mal, wir waren früher nicht so. Da wurde sich auch mal ruhig in eine Ecke gesetzt und mit Barbies und Lego gespielt….

    Auf deine Origins Review bin ich gespannt, ich hatte eine Augencreme als Probe aus der Reihe. Nach ca. einer Stunde fragte mich mein gegenüber ob ich was auf die Augen bekommen hätte oder den neuesten Trend mitmache rote Pandabär Augen. Ich vertrage Origins absolut nicht, Selbstversuche lass ich auch bleiben, es wird die Vitazing oft in den höchsten Tönen gelobt aber ich lasse es…

    Lg

  7. Es beruhigt mich, dass es dir mit dem hörten von Beauty Produkten eingeht wie mir. Wann immer ich was interessantes sehe, kaufe ich es. Meine Familie hat mich inzwischen aufgegeben ☺️ Aber ich teste mich auch langsam durch. Meine Haut ist eh ne zicke, da brauch ich nicht noch mehr Stress. Schönen 2. Advent .

  8. Genau so ist es, grauenhaft. Und wenn die lieben Kleinen dann erst einmal pubertär oder gar erwachsen werden, siehe Generation Y, Himmel hilf!!!Auf die Reviews freue ich mich schon.
    Was Du zu diesen Tattoos schreibst macht Angst. Ich habe neulich, mein Mann ist Chirurg, ein Photo von einem wallnussgroßen und genau so erhabenen malignen Melanom oberhalb der Brustwarze bei einem tätowierten 40-jährigen Mann gesehen, Stadium 4, wie sich dann nach der Probeuntersuchung durch den Pathologen rausstellte. Der 40-jährige durchläuft jetzt ein Kopf-/Fußscreening in der Uniklinik, MRT, CT usw. um mögliche Metastasen früh genug zu erkennen. Natürlich stand nicht drauf, dass die schwarze Farbe das ausgelöst hat, aber der Verdacht ist naheliegend.
    Mal abgesehen von dieser tödlichen Gefahr war der Anblick ekelhaft.

  9. wenn man im berliner bezirk friedrichshain einen mietvertrag bekommen will, MUSS man ein tattoo haben! glaube ich. dort sieht man keine haut ohne. als ich dort mal sehr breite schwarze streifen auf schienbeinen und waden sah, fand ich den trend durchaus nachahmenswert. nix mehr mit narben vom rollerrennen, besenreißern, hämatonen und irgendwelchen undefinierbaren dunklen stellen, die einfach kommen um zu bleiben. über allem läge der schwarze mantel des schweigens.
    aber chic ist eben anders.

  10. Also ich bin auch tätowiert, aber diese Black Contest leg’s a.s.o. Empfinde ich auch nicht schön. Von Tätowierungen auf erhöhte Krebsgefahr zu schließen, finde ich allerdings absurd.

    1. Die schwarze Tinte besteht aus Rußpartikel und Schwermetallen, die im Körper wandern und u.a. eine Vielzahl von Allergien, auch noch zu deutlich späteren Zeiten, also nach der Tätowierung auslösen können.

      1. Allergien ja, aber hier gibg es ja explizit um Krebs, das ist ein Unterschied ;-)!

        Anderes Thema: gibt auch Eltern, die mit ihren Kids nur solange in Urlaub, wie es ausschliesslich den Kids gefällt! Oder sie gehen nur noch getrennt weg, weil immer einer bei den Kindern bleiben muss, für die selbst Familienfeiern keine Ausnahme gemacht wird. Bei manchen werden Kinder zum Nabel der Welt und sie selbst verlieren sich meiner Meinung nach auf Dauer…..

  11. Mein Bruder und meine Schwägerin haben sich dieses Jahr zu Weihnachten gewünscht, dass ich die Woche nach Heiligabend da bleibe und ‚live in‘ Babysitter für meinen 2 1/2 jährigen Neffen spiele. Gibt also auch Leute, die heilfroh sind, wenn sie den (natürlich trotzdem heißgeliebten) Nachwuchs mal ne Weile ‚outsourcen‘ können 😎

  12. Bei mir steht da Trendbarometer vom Kk vom 1 Dezember ! ach waere das toll! Dann haette ich noch eine Woche mehr … you made my day – einfach locker bleiben..💕

  13. Was für super Themen heute und natürlich wieder gut zusammengefasst! Vielen Dank!

    Ich habe das Gefühl ich bin die Einzige im Umfeld, die keine Kinder hat und übrigens auch nicht wollte.

    Mir geht es ganz genauso wie Dir, nur, dass ich dann irgendwann aus Deinen genannten Gründen einfach die Freundschaften abgebrochen habe. Ich bin da echt nicht mehr tolerant bei dem Thema. Diese Eltern, meine ehemaligen Freunde, geben mir mit ihrem unmöglichen Verhalten ja ständig das Gefühl, dass ich und unsere Freundschaft nicht wichtig ist. Das ärgert und verletzt mich sehr und wie Du schreibst, sagen darf man auch nichts, sonst kommt das klassische Totschlagargument, dabei unterstellen die einem ja keine Ahnung von menschlichem Verhalten zu haben! Egal wie gut man ihnen in ihrem bisherigem Leben menschliches Verhalten super analysiert hat und gemeinsam besprochen hat wer sich wie warum so und so verhält. Alles vergessen. „Du hast keine Ahnung von Kindern, weil Du keine hast“. Fertig.

    Die Kinder verhalten sich ja auch nur so anstrengend, weil die Eltern sich so anstrengend verhalten. Wenn die mal ruhiger und achtsamer mit den Kindern umgehen würden, wäre es ja ganz anders. Wir beobachten das auch oft, eine Mutter, die sich allgemein achtsam und ruhig verhält im Umgang mit Menschen, die hat auch ein achtsames und ruhiges Kind. Mir fällt auch immer auf, wenn die so laut auf ihre Kinder „einsprechen“, wie unaufmerksam die Kinder allgemein werden.

    Ja, sorry für den langen Text, mich nervt das Thema leider ziemlich. Ich bin oft ständig mit solchen Situationen konfrontiert und muss mir auf die Lippen beissen. 😉

    Schönes Wochende!

  14. Für 18 Jahre? Du machst Witze, mindestens 30 Jahre hehe (Helikoptereltern würden ja am liebsten noch bei den Uni Professoren so weiter machen wie bei den Lehrern und in den Vorlesungen für ihre Kinder mitschreiben). Aber ich selbst nehme mich da auch nicht komplett aus, ich habe nur ein Kind und kümmere mich noch um vieles für ihn. Wahrscheinlich sogar zu viel, aber ich kann nicht anders. Irgendwie hat unsere Generation, und die, die jetzt kleine Kinder bekommen, diffuse Ängste entwickelt und extreme Beschützer-Instinkte und halt, ja, Ängste. Irgendworan muss es wohl liegen, vielleicht sollte man das mal erforschen. Denn die Eltern sind ja nicht mit Absicht nervig und helilkopterisch, sondern weil sie nicht anders können.

  15. Ja das stimmt, die Eltern haben mehr Ängste, als unsere Eltern früher. In der Verhaltenstherapie übt man ja, sich seinen Ängsten nicht so hinzugeben und sich auch hoffentlich immer öfter zu überwinden der Angst nicht nachzugeben..
    Ich hatte ein befreundetes Pärchen, die haben zu ihrem Kind immer gesagt „Vorsicht, dass Du Dir die Finger nicht einklemmst, stolperst, Dich verbrennst….“ Lauter Dinge, bei denen sie Ihre Ängste offensichtlich auf das Kind übertragen, weil sie halt „nicht anders können“. Meiner Meinung nach sollten sie das aber üben, einfach mal Ihre Angst für sich zu behalten, weil es nicht um Leben und Tod geht und sie ihrem Kind die Möglichkeit nehmen zu lernen, zu wachsen, Erfahrungen zu sammeln, Aufmerksamkeit zu lernen, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen.

    Mein Mann ist in meinen Augen völlig paranoid, wenn es um Messer geht, da hab ich ihn mal gefragt. Ja, seine Mutter hat ihn ständig darauf hingewiesen vorsichtig mit Messern zu sein, als wäre er sofort tot, wenn er eins in die Hand nimmt.
    Hatte letztens einen Bericht über einen Stamm im Amazonas gesehen, wo die kleinsten Kinder ganz normal mit Messern umgehen. Sie lernen es halt einfach. Achtsamkeit ist meiner Meinung nach die Lösung zu vielen Dingen..

  16. Ich habe selbst drei,mittlerweile grosse,Kinder und verstehe manche Eltern nicht.Man ist doch trotzdem man Mutter ist auch ein eigenständiger Mensch,der auch sein Leben hat,in Ruhe mal lesen will oder ausgehen.
    Viele definieren sich über ihre Kinder,wie toll die sind,was sie alles können.Aber ich erinnere mich an die Erste Krabbelgruppe,wo fast alle Mütter ungeschminkt,in verwaschenen Sweatshirts und in Latschen ankamen,nur über Windeln und Kinderkram sprachen und ich dachte,haben die keinen Spiegel und noch andere Interessen?
    Ich bin doch,trotz Kinder,eine Frau,ziehe mich gerne gut an,achte auf mich,interessiere mich immer noch für viele Dinge,Bücher,Kino…..und habe noch andere Themen wie Kinder im Sinn.Nur so lernen doch Kinder selbstständig zu werden und die Vielfalt des Lebens zu erkennen.

    1. Oh wie wahr, ich komme mir gerade wie eine Außerirdische vor, weil ich in meinem Freundeskreis und auch in meinem Dorf offenbar die einzige Frau mit zwei Kindern bin, die sich immer noch schminkt und keine Funktionskleidung trägt. Am meisten bin ich aber von den Freunden genervt die pünktlich um 19 Uhr mit ihrem Nachwuchs zu Hause sein müssen, damit das Kind bloß immer zur gleichen Zeit ins Bett kommt… auch am Wochenende. Dazu fällt mir nichts mehr ein.

  17. Also ich habe Blagen und hasse es, mit Leuten zu telefonieren, die nicht zuhören, weil sie die eigenen Blagen nebenbei bespassen.
    Klar geht’s nicht immer anders, aber ich nehme mir Zeit und lasse meine schlechtere Hälfte solange den Nachwuchs terrorisieren.
    Überhaupt wäre ich froh wenn unsere kinderlosen Freunde mal was mit uns machen würden und nicht!! über Kaka und Kindersitze sprechen wollen.
    Da sind wir allerdings eine Ausnahme.

    Es soll Frauen geben, die Mutter sind und nicht über ihre Blagen reden müssen, dauernd und ausschließlich…

    Ach ja.

    Ich teste selbst Lippenstifte länger als ein Tag, aber wayne und sag mal, hast du eine Parfümerie aufgekauft?!!

  18. Lieber Kaiser,

    ich habe selbst Kinder und klar ganz am Anfang ist ja auch alles neu und aufregend, man ist selbst unsicher aber Bitteschön sich die Zeit für ein ungestörtes Telefonat zu nehmen, muss schon drin sein. Wenns gerade nicht passt ruft man halt am Abend zurück. Ich hasse solche Eltern bei denen sich alles immer nur um die Kinder dreht. Meine Freundin und ich haben auch immer regelmäßig viel Spaß bei Schulelternversammlungen.

    Ich bin selber tätowiert (aber an einer Stelle wo man es nur sieht wenn ich es zeigen möchte) und dieser Trend geht total an mir vorbei, ist überhaupt nicht mein Ding.

    Liebe Grüße
    Sandra

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