DAS KONSUMKAISER TRENDBAROMETER * 28.07.2017

Das Trendbarometer startet jetzt frisch in die warme Jahreszeit. Es geht immer noch um Dinge, die mich in der vergangenen Woche bewegt, belustigt oder erschüttert haben. Aber nichts folgt einem festen Schema, es kommt wie es kommt. Hauptsache ein bunter Mix, unterhaltsam, manchmal auch nachdenklich, immer ein bisschen böse…

 

Nein, heute wird nicht gejammert!

Die (körperliche) Auszeit hat gut getan! Meine Lebensgeister sind wieder frisch und munter wie eh und je. Wunderbar, wenn man sich wieder stark und leistungsfähig fühlt.

Und da muss ich doch gleich an Glück denken. Nein, nicht das Glück aus der Dr. Hirschhausen-Hölle. Ich meine das kleine, persönliche Glücksgefühl, das wir hoffentlich alle wenigstens einmal am Tag verspüren. Einfach, weil man an seine/n Partner/in gedacht hat, oder Schmetterlinge im Bauch flattern, weil man eine ganz besondere Person ins Auge gefasst hat. Oder einfach weil die Sonne so herrlich scheint, oder endlich der Regen aufgehört hat. Diese Glücksgefühle kann man aber nur erfahren, eben weil es auch anders geht. Nur wer auch einmal unglückliche Zeiten erlebt, wird die Glücksmomente spüren.

Man kann dem persönlichen Glücksgefühl aber auch aktiv auf die Sprünge helfen, und dazu bedarf es einer uralten Weisheit: „Eine gute Tat am Tag!“ Der alte Pfadfinderspruch ist wieder aktueller denn je, in einer Zeit, in der wir immer mehr zu Einzelkämpfern mutieren. Egal ob wir die Ellenbogen ausfahren, oder wir uns mit unserem Leid verkriechen und alles mit uns selbst ausmachen, positive Interaktion mit anderen Menschen ist essentiell.

Eine fremde Person einfach mal anlächeln, einer hilfsbedürftigen Person die Tüte tragen, oder den Platz in der U-Bahn anbieten (was nicht mehr selbstverständlich ist). Einfach dem Nachbarn/ der Nachbarin ein Kompliment machen. Sich mitfreuen und genießen. Sich zurücknehmen und den anderen den Super-Trouper gönnen, wenn man mit Freunden zusammen ist.

Gutgelaunt bin ich vorgestern zum Einkaufen getigert, konnte hier und da helfen. Ich habe wildfremde Menschen angelächelt und habe mich herzlich bedankt, als ich an der Kasse vorgelassen wurde. Freundlich und hilfsbereit zu sein hat eine enorme Auswirkung auf unser Innerstes. Erst habe ich es gar nicht bemerkt, aber als ich nach Hause kam, war ich geradezu euphorisch. Und da war es: Ich habe mich einfach nur gefreut da zu sein. Auf dieser Welt, mit all den Macken, mit all den Verrückten, mit Krieg und Hunger. Und trotzdem war ich froh hier sein zu können, jetzt.

 

 

Arroganz

Die Autoindustrie mit ihren Lenkern, und dazu auch die deutsche Politik, bekleckern sich zur Zeit nicht gerade mit Ruhm. Der Abgasskandal, der ja wirklich nicht völlig überraschend auf uns eindrischt, ist eine schlimme Situation, denn die Konzernlenker gefährden die gesamte deutsche Wirtschaft, und sie setzen einiges aufs Spiel.

Die Strafzahlungen und Rückrufaktionen in Milliardenhöhe fressen sämtliches Geld auf, dass für wichtige Zukunftsinvestitionen gebraucht würde. Ich sage nur E Mobilität. Doch nun frisst die Vergangenheit die Zukunft auf. Was wird aus Deutschland ohne eine führende Automobilindustrie? Das ist unser Aushängeschild. Und ich rede noch nicht einmal von den Arbeitsplätzen.

Das ist nämlich der Schlüssel mit dem sich die Autolobby einen Freifahrtschein in der Politik erschlichen hat. Bislang wurde die Autoindustrie geschützt und gestärkt, wo es nur ging. Mittlerweile sieht die Politik ihre Felle davonschwimmen, denn der Staat und viele Politiker hängen ja mit drin.

Und dann sehe ich auf die Arroganz der Konzernchefs, die sich gegenseitig schwarze Peterchen zuschustern, als hätten sie das Spiel gerade im Kindergarten gelernt. Mit stolzgeschwellter Brust und einem geradezu krankhaften Selbstbewusstsein ignorieren sie alle Zeichen der Zeit, fühlen sich unverstanden und keiner Schuld bewusst. Aussitzen und Schweigen, Merkel-eske Zustände.

Leider ist es aber fast schon zu spät: Egal ob Abgasskandal, Strafzahlungen und juristische Folgen, das deutsche Luxusauto verliert als Statussymbol bereits erheblich an Ansehen. Wenn ich mich bei Freunden im Ausland umhöre, so schwärmen alle von einem Tesla. Es ist DAS Ding momentan, trotz aller Macken, Reichweitenprobleme und Design. Und es ist NICHT aus Deutschland. Das macht hier und jetzt nichts kaputt, es markiert aber einen Bruch, einen Wendepunkt. Woher nehmen die deutschen Topmanager nur diese ungeheuerlich Ignoranz und Arroganz, diesen zerebralen Totalschaden? Hochmut kommt vor dem Fall, das war schon immer so. Nicht gut, nicht gut für uns alle.

 

 

Zwei interessante Pflegeprodukte

Lustig! DM macht eine billige Kopie vom Billigprodukt (Garnier, €1,99), und das 99 Cent Shampoo der Drogeriehausmarke Balea ist sogar richtig gut!

Das Shampoo „Schönheits Geheimnisse“ (bei dem Namen war es schon eine Überwindung, die Flasche in den Einkaufswagen zu legen) in Zitrone-Minze habe ich ausprobiert, und ich bin voll des Lobes. Wirklich ein unkompliziertes und gut funktionierendes Reinigungsprodukt für relativ unproblematisches Haar. Es zaubert sogar etwas Fülle ins feine Haar und es lässt sich dann wirklich gut weiter bearbeiten. Das hätte ich nicht gedacht. Der Duft ist sommerlich-zitronig, mit einem Hauch von Minze.

Für Männer auch richtig gut geeignet, aber dazu brauchen wir dringend eine anthrazit-farbene Flasche in Form eines Schraubenziehers, oder so. „Sports-Power-Flash“ sollte es dann noch heißen. 😉

 

Bei lookfantastic habe ich mir dieses Retinolserum von Fab Skin Lab (mit hautfreundlichen 0,25% Retinol, pur) bestellt. Aber auch von den anderen Zutaten bin ich angetan. Seit Paula´s 1% Retinol wissen wir ja, dass der Wirkstoff zwar gut und schön ist, aber es sich einfach besser anfühlt, wenn auch noch mehrere Pflegesubstanzen und beruhigende Stoffe mit drin sind.

Erster Eindruck: Sehr fein, ohne Duft, seidig und zieht gut weg. Keine Reaktionen bislang, Rosazea ok. Gutes Produkt für Einsteiger und/oder empfindlichere Hauttypen. Bericht folgt in ein paar Wochen. Bei dem Preis kann man aber auch bei Paula zugreifen, dann allerdings vorsichtig die Anwendung einschleichen.

30 ml kosten ca. € 57,45  (zB. über lookfantastic.de – dort gibt es geradezu sekündlich neue Couponcodes, ich habe mit 20% Ersparnis bestellt, Versandkostenfrei)

 

 

Und wer jetzt immer noch nicht grinst…da helfen nur noch schlummernde Tierkinder! Ahhh, für mich wird´s auch Zeit. Ich schreibe die Blogartikel ja meist sehr spät am Abend, um nicht zu sagen in der Nacht. Also, Nase ins Kissen gedrückt und sanfte Schnarchlaute produzieren…Schönes Wochenende!

 

 

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(Fotos: Konsumkaiser, Instagram Screenshots   Keinerlei Sponsoring, alle Produkte wurden selbst gekauft.)

5 Kommentare

  1. 30 ml des Retinolserum (0,25 %) von Fab Skin Lab kosten ca. € 57,45.
    Da bleibe ich lieber bei meiner 1 % Retinol Emulsion (auch 30 ml) von TO für 6,70 Euro 🙂

  2. Sehr schön was du über das Glück geschrieben hast. Nur wer Leid und Trauer kennt kann Glück und Freude benennen😊Aber auch das Thema Autoindustrie mit seinen Kartellabsprachen ist hochbrisant. Es widert mich an, das die Politik so sehr nach der Pfeife der großen Konzerne und Banken tanzt. Jetz gerade soll es ja ein klein wenig ein Umdenken in der Politik geben aber dann muss die Spitze des Eisberg ja fast schon erreicht sein. Es wird doch immer erst ein bisschen Aktionismus betrieben wenn die Dinge zu offensichtlich und peinlich werden. Schlimmstenfalls in den Brunnen gefallen sind. Regulierung macht in gewissen Fällen und Ausmaaßen eben Sinn. Schade! Ich erfreue mich einfach am Koala. Der hat damit nichts am Hut und macht es richtig😊 In diesem Sinne, einen schönen Tag.

  3. Du hast da einen der Schlüssel zum Glück beschrieben: Tue Gutes – Deine Biochemie belohnt dich dafür mit Endorphinen. Gutes Tun ist also purer Egoismus 😉 Und eine klare win-win-Situation 🙂 Dieser Tag, wie Du ihn beschrieben hast ist ein Geschenk. Diese Momente, wo wir „in unserer Mitte“ sind, in Harmonie mit uns selbst und dem Rest der Welt. Die liebe ich. Danke fürs Teilhaben lassen, das färbt nämlich ab 😀

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