LIFESTYLE: DER FRÜHE VOGEL…KANN MICH MAL!

Ja, es ist auch eine deutsche Tugend: Pünktlich früh am Morgen aus den Federn zu springen, am besten noch vor Sonnenaufgang, und arbeitsam in den Tag zu starten. Vielen von uns, mir auch, fällt das aber schwer. Ganz besonders im Winter kostet es mich arge Überwindung, meine Beine aus dem schlummerwarmen Kuschelbett zu schwingen. Ist das eigentlich normal? Oder sind wir faule Langschläfer, über die die frühen Vögel mit Recht die Nase rümpfen?

 

Arbeitsscheues Gesindel!

Ich kenne da eine Frau, die sich ständig und immer damit rühmt, wie früh sie aufsteht um geradezu im selben Moment wie ein fleissiges Bienchen ihre täglichen Arbeiten zu verrichten. Verächtlich schaut sie auf anders veranlagte Menschen, die am frühen Morgen nun mal nicht so flott in die Gänge kommen. Ehrlich gesagt: Die kann mich mal, aber…

Verhaltensforscher bezeichnen die Frühaufsteher gerne auch als „Lerchen“. Spät zu Bett gehen und dafür später aus den Federn finden wird dagegen den „Eulen“ zugeschrieben. Ich bin definitiv eine MEGA-Eule! Obwohl auch ich immer öfter zur Lerche werde. Einige nennen es senile Bettflucht, ich hingegen würde es als „schlechtes Gewissen“ bezeichnen.

Gerade jetzt im Sommer merkt man es unterschwellig: Sobald die Sonne aufgegangen ist, fühlt es sich nicht richtig an, noch lange im Bett zu bleiben. Selbst an Sonntagen wird meine Schlafqualität schlecht (durch unangenehme Träume), wenn es bereits später als 8:00 Uhr ist. Man fühlt sich faul und arbeitsscheu, dabei ist es meist genau andersrum!

Nebenbei: Meine Blogposts time ich natürlich am Abend vorher! Die schreibe ich abends, niemals früh am Morgen, da käme sowas raus wie: „Was denn, was wollt ihr von mir, ey?“  😉

 

Was ist richtig, und was falsch?

Prinzipiell sind all diese Überlegungen Schall und Rauch, denn heute wissen wir, dass es tatsächlich (größtenteils) genetisch bedingt ist, ob man nun eher zur Eule oder zur Lerche tendiert. Beides hat seine Daseinsberechtigung, kein Lebensentwurf ist dadurch „besser“ oder „weniger Wert“.

Die allermeisten Menschen sind mittlerweile allerdings so eine Art Zwischending: Der Durchschnitt schläft von 0:15 bis 8:15 Uhr (Quelle: Chronobiologe Prof. T. Roenneberg, Uni München), was ich als durchaus praktikabel für mich persönlich empfinde. Gefolgt von einer ordentlichen Sitzung mit viel Kaffe, wenig Krach und freundlichem Licht von draußen, wäre ich dann so ab 9:00 Uhr einsatzbereit, für was auch immer.

Die Realität sieht leider anders aus, und sie orientiert sich immer noch an einem Lebensrhythmus aus grauer Vorzeit: In der vorindustriellen Zeit musste man mit den Hühnern aufwachen, um das Tageslicht vollständig für die Feldarbeit zu nutzen. Und weil es noch kaum künstliches Licht gab, war man eben nach Einbruch der Dunkelheit eher müde. Entertainment gab es im Dunkeln ja auch nicht all zu viel (na gut, Familien mit 10 Kindern und mehr hätten sicher was anderes behauptet), deshalb war eben sehr früh Schicht im Schacht – Gute Nacht!

 

Preußische Tugenden forever?

Heute sieht das doch ganz anders aus, trotzdem wird von uns erwartet spätestens um 7 beim Arzt zur Blutentnahme stramm zu stehen, und Schulkinder können mit Grauen von der „Nullten Stunde“ berichten, die gegen ca. 7:00 Uhr beginnt! Kontraproduktiv gerade für Oberstufenschüler, deren Chronobiologie meist gänzlich anderes verlangt (Tagesspiegel: „…Lernen wie im Halbschlaf“)

Genauso siehts im Büro aus, und Extrapunkte und hohes Ansehen erlangen Kollegen, die bereits eine Stunde früher erscheinen um die Fenster zu öffnen und frischen Kaffee zu kochen. Wie machen die das nur, diese Blödnasen?

OK, wir brauchen zuerst mehr Toleranz für alle Aufsteh- und zu-Bett-geh-Typen! Mehr Rücksicht im Arbeitsalltag würde sich auf die Arbeitsproduktivität mehr als positiv auswirken, von der psychischen Gesundheit der Arbeitnehmer mal ganz zu schweigen. Diese Erkenntnisse gibt es schon lange. Nur werden sie leider so gut wie nicht berücksichtigt. Dabei sind Arbeit und ihre Nebenschauplätze tatsächlich im Wandel begriffen. Da ist eigentlich kein Platz mehr für romantische Verklärtheit, man muss den Tatsachen ins Auge sehen. Preußische Tugenden machen uns in Wirklichkeit zu ollen Schnarchnasen, die den Puls der Zeit verpennen. Wir sind alle unterschiedlich, und DAS ist unsere Stärke.

 

 

 

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(Fotos: Konsumkaiser, Instagram   Keinerlei Sponsoring)

 

24 Kommentare

  1. Morgen, bin eigentlich auch so eine Nachteule, doch die Bürozeiten erfordern dann doch ein frühes Aufstehen. Bei Kollegen, die bereits um 6.00 Uhr im Büro sitzen, bewundere ich, mit welch Selbstverständlichkeit morgens erst mal ausführlich gefrühstückt, geschwätzt und Zeitung gelesen wird. Wenn ich dann später dort eintreffe, ist bereits Zweitfrühstückszeit für diese. Und tatsächlich hat man, wenn man später ins Büro kommt und abends länger bleibt, weil es dann endlich ruhig ist, mit doofen Vorurteilen zu kämpfen.

    1. Guten Morgähn,

      ich gehöre zu den Lerchen, alles früh und voller Elan…. Allerdings lebe ich etwas gegen meinen Biorhythmus, denn um 4:30 Uhr aufstehen ist nicht wirklich meins. Aber die Alternative ist eine volle Autobahn, und der Stress ist schlimmer als frühes Aufstehen.
      Was ich sagen wollte, wenn eine Lerche und eine Eule ein Paar bilden, dann kann das auch in die Hose gehen, denn wenn beide so zeitversetzt leben, dass ein „Wir“ nicht mehr stattfindet, dann hat es keinen Sinn. Ich meine nicht ein paar Stunden zeitversetzt, sondern wirklich halbe Tage. Einer geht um 5 Uhr ins Bett, der andere steht um 5 Uhr auf. der eine geht arbeiten, der andere lebt sich dafür auf Staatskosten aus. Auf Dauer nicht nur belastend, auf Dauer unmöglich.
      Ich glaube, dass viele Eulen sich zwangsläufig anpassen müssen, weil die Arbeitswelt das vorgibt, und es fällt ihnen bestimmt schwer. Zum Glück bin ich Frühaufsteherin, kann aber die Eulen gut verstehen.

      @Helen: Ich gehöre offenbar zu den gemütlichen 6-Uhr-Damen, und nicht immer lese ich in Ruhe Zeitung. Aber Du hast einen Vorteil: Wer abends noch im Büro ist (obwohl er die Mindestarbeitszeit noch nicht erreicht hat), dem wird oft gesagt „Was? Noch immer im Büro? Boah, die muss ja viel zu tun haben. Toll.“. Ich darf mir anhören „Kurzarbeit?“, obwohl ich meine Arbeitszeit rum habe. Hat also alles Vor- und Nachteile. Wir können also froh sein, dass wir flexibel sein können.

      Heute wird’s warm!

      LG, Tina aka Simia

      1. Naja mit einem Mann im Schichtdienst muss man aber diese “ Nicht gem. Zeiten“ in Kauf nehmen. Hat auch Vorteile 🙂
        Sturmfrei!!!!!!!!!!!!!!!

  2. Ich finde leben und leben lassen.
    Sofern es die Arbeitszeiten zulassen. Ich habe glücklicherweise Gleitzeit im Büro. Ich kann von 7:00 bis 10:00 Uhr anfangen wann ich will.
    Und das kommt mir sehr gelegen. Bin nämlich eine „Lichtlerche“.
    Sprich: eigentlich Frühaufsteher, aber immer erst (im Sommer eher schon…) wenn die Sonne aufgeht.
    Das kann im Sommer am Wochenende schon mal um 7:00 Uhr sein.
    Dafür aber im Winter auch erst um 8:30 Uhr.
    Ich bin da total abhängig von der Sonne.
    Einen schönen Tag wünsche ich dir! ☀️☀️
    Nicole

  3. 🙂 Moin, lieber K.K.!
    Ich bin definitiv eine EULE und ich finde, dass jeder das so handhaben soll wie er mag, sofern sich das beruflich machen lässt.
    Schönen Tag und liebe Grüße 🙂

  4. Ich laufe ja Marathon. Im Sommer stehe ich jeden Morgen vor Sonnenaufgang auf, um mein Trainingspensum schon vor der Arbeit zu absolvieren.
    Nichts jedermanns Sache, aber abends bei hochsommerlichen Temperaturen zu laufen, ist definitiv nichts für mich.
    Auch genieße ich morgens die kühle Luft, die Stille und die Zeit nur für mich.

    Ich mag das frühe Aufstehen.
    Kleiner Nachteil: abends um 21 Uhr wackel ich todmüde ins Bett….

  5. Guten Tag,

    ich habe festgestellt, dass mir Nachmittagsdienste besser gefallen als Vormittage 🙂
    Ich muss zwar auch aufstehen und mein Kind in den Kindergarten fahren, aber ich habe dann die restliche Zeit für mich. Mittags geht’s dann in die Arbeit.

    Ich habe eine Zeitlang auch 7 Uhr Dienste übernommen, aber irgendwann habe ich das Amt abgegeben. Überhaupt nicht meine Zeit!

    Länger schlafen ist seit der Geburt auch nicht mehr möglich *hihi* , aber das ändert sich sicher wieder mal. Aber so ein richtiger Langschläfer war ich auch nie…

    Mein Mann hat Schichtzeiten da kann er um 3:30 aufstehen – wenn ich mich dann beschwere ich muss aber auch um 6 auf – oh Gott oh Gott – um mein Leben lauf …

  6. Ich bin schon eher die Lerche, manchmal aber auch die Eule. Im Sommer fange ich bereits 6 Uhr an zu arbeiten (wer früh kommt, kann früh gehen :-). Jeder so wie er das mag und wie er es mit seinem Leben vereinbaren kann.
    Mich beruhigt, dass du deine Blogposts nicht frühs zu einer unchristlichen Zeit schreibst ….

  7. Ich bin auch eine absolute Eule. Vor 0 Uhr gehe ich nie ins Bett und wenn ich könnte würde ich morgens auf jeden Fall bis 9 schlafen. Aber ich sage mal ab 7 Uhr bin ich ein Mensch. Alles was früher ist, merke ich den ganzen Tag an mangelnder Leistungsfähigkeit. Überhaupt kommt mein persönliches Hoch immer erst nachmittags. Daher ist es ganz gut, dass mein Nebenjob sich eher in den Abendstunden abspielt. Und ich bin auch ganz froh, dass es bei vielen Arbeitsplätzen die Gleitzeitregelung gibt. Ich komme lieber spät, aber fit und lege direkt los, als früh zu sein und dann meine Zeit zu verplempern. Zählt Frühstück eigentlich zur Arbeitszeit? Ich habe ja noch nie im Büro gearbeitet, aber wenn da während der Arbeitszeit gemampft wird, würde mich das genauso stören wie ausgiebige Raucherpausen.

  8. Ich bin eine Nachteule und könnte wenn es ginge jeden Tag 12 Stunden schlafen😂 Da das nun mal nicht geht schlafe ich meist zw. 6 und 7,5 Stunden. Ich gehe selten vor 24.00 Uhr ins Bett und stehe so um 7.20 Uhr auf. Früher hatte ich mit dem Aufstehen deutlich mehr Schwierigkeiten. Irgendwie bin ich heutzutage disziplinierter, vielleicht liegt es am Älterwerden😊

  9. Ich bin eine absolute Nachteule und habe meinen Körper jahrelang (gegen seine innere Uhr) gequält als ich schon um 7.00 Uhr zum Dienst antreten musste. Und es ist egal, wann ich morgens aufstehe (6.00, 7.00 oder 09.00 Uhr), abends werde ich richtig wach und kann einfach nicht schon um 23.00 Uhr schlafen. Glücklicherweise habe ich jetzt einen Job, bei dem ich um 10.00 Uhr anfangen darf – open end – aber das stört mich überhaupt nicht. Abends laufe ich ja zur Hochform auf…
    Was mich so ärgert ist das Stigma des „Verpennten“, welches man von der Gesellschaft aufgedrückt bekommt.
    Mein Mann (Lerche) sagt immer zu mir, ich wäre absolut „verpennt“/verschlafen, weil ich morgens gern länger liege. Allerdings gehe ich auch erst gegen 2.00 Uhr ins Bett – er schläft schon um 9.00 auf der Couch ein. Wenn das jemand hört, kommt immer gleich die Antwort: „Ach-ja, der Arme, muss ja auch immer so früh aufstehen.“
    Ich habe mal ausgerechnet, dass mein Mann auf mehr Stunden Schlaf insgesamt kommt als ich – ich bin aber für alle Bekannten und Verwandten die „Verschlafene“. Und trotz wissenschaftlicher Bestätigung, dass wir Eulen eigentlich gar nicht anders können, werden wir immer noch schief angeschaut.
    Meine Mutter (eigentlich auch EULE) ist nun schon seit langem in Rente und steht jeden Tag um 5.30 Uhr auf – weil ja jemand an der Tür klingeln könnte und weil man eben „nicht lange schläft“ und somit gleichzeit als fleissig gilt – Langschläfer sind immer noch die Faulen. Eine Bekannte (EULE) steht am Wochenende morgens um 7.00 Uhr auf und macht die Rollos hoch und und legt sich dann wieder ins Bett. Man stelle sich vor, was im Dorf getratscht würde, wären die Rollos um 9.00 Uhr noch unten 😉

    Für alle EULEN zum Trost: „Der späte Wurm verpasst den frühen Vogel“

  10. Viele Grüsse aus Brüssel von einer bekennenden Eule. Flexible Arbeitszeiten kommen uns allen, egal ob Lerche oder Eule, doch sehr entgegen, und auch der Arbeitgeber ist da deutlich flexibler geworden. Früher war es hier, in einem französischsprachigem Umfeld, doch auch eher so, dass eher die jenigen anerkannt wurden, die abends bis um 20h00 im Büro sitzen, egal, wann sie sie morgens reingeschlunzt kamen und wie lange sie Mittagspause hatten. Heute ist das alles flexibler und der Trend geht auch immer mehr dahin, tageweise ganz von zu Hause zu arbeiten, Teleworking. Die Zeiten ändern sich eben. Ich persönlich fahre lieber erst nach 9h00 mit den Öffis ins Büro, einfach weil die Busse und Trams und Metros dann nicht mehr ganz so voll und die Leute auch freundlicher und zivilisierter sind. So gegen 8:00 ist das ja ein Geranze und Gedrängel und sich gegenseitig böse Angucken, nee, das mach ich nur wenn ich muss, weil ein frühes meeting ansteht.

  11. Mit 17 habe ich überlegt, was denn so beruflich aus mir werden soll und ich beschloss, niemals vor 9:30 anzufangen. War eine gute Entscheidung, so konnte ich meine Energie auch eulenmäßigstark einsetzen. Mein Mann ist auch ne Eule, und daher funktioniert das zusammenleben auch nach 20 Jahren noch. Die Lerchen um uns herum fallen mit 30 Jahrem (fast) schon zum Sonnenuntergang ins Bett, da muss man mit leben. Mir sind die Gedanken anderer diesbezüglich entsetzlich egal, es gibt wichtigere Baustellen, wie zB Toleranz den Mitmenschen gegenüber 🙂

  12. @all: Danke für die vielen interessanten Kommentare. Ich lese erstaunt, dass es ja doch noch recht viele Betrieb gibt, die Gleitzeit ermöglichen. Und auch Homeoffice ist ja wohl noch nicht ganz in Ungnade gefallen. das macht mir Hoffnung, dass die Strukturen doch nicht ganz so starr sind, wie ich es in meiner Wahrnehmung immer befürchte.
    Ich denke auch, dass man da einfach tolerant sein muss, in beide Richtungen, denn man ändert sich ja auch öfter. Und mittlerweile gehe ich auch schon mal vor 00 Uhr ins Bett und kann im Sommer auch gut um 6 aufstehen. Das hätte mir mal jemand mit 17 sagen sollen…Brrrrr!
    Viele Grüße in die Runde!! KK

  13. Zu meinen wilden Zeiten( ähm, ja), also zu Zeiten meines Studiums, als ich meine Lernzeit frei einteilen konnte, habe ich am frühen Abend gestartet ( meinen Leistungstiefpunkt habe ich seit jeher am Nachmittag), um dann gegen 23 .00 zu Höchstform aufzulaufen und bis gegen 3 zu lernen. Morgens würde dann bis in die Puppen geschlafen.
    Und so ist es eigentlich im Großen und Ganzen geblieben, war schon als Kind so, dass ich gegen Abend fit wurde; nun muss ich aber seit einigen Jahren Job- und Familienbedingt umdenken.
    Jetzt muss ich mich um 23.45 ins Bett zwingen ( egal wie wenig Schlaf ich habe, müde bin ich nur am Nachmittag und gegen elf…s.o.) um um 6.00 wieder aufzustehen. Dann zähle ich die Tage bis Samstag und kann dann endlich wieder , wenigstens für 2 Abende, die Nacht zum Tag machen. Gott sei Dank haben meine Kinder das wohl geerbt 😉!
    Ich mag die Nacht, gehe auch gerne im Dunkeln spazieren und mag ja auch November- habe aber noch nie darüber nachgedacht, ob das jetzt als faul gilt. Im Endeffekt schlafe ich wohl nicht mehr als die Lerchen. Freiwillige Frühaufsteher sind mir ein bisschen suspekt- so wie alle, die bei schönem Wetter unbedingt etwas unternehmen müssen😃…

  14. @ Martina. Bei mir begann es auch im Studium. In besten Zieten bis um 3.00 Uhr gelernt und dann um 8.00 Uhr die Arbeit in der Uni abgeben und sich ganz hinten im Hörsaal verkrümeln.
    Bei den weiblichen Morgenlerchen fällt mir auch auf, daß diese entweder mit dem eigenen Auto ins Büro kommen bzw. gefahren werden. Wer erst den ÖPNV durch die Großstadt mit 3 mal Umsteigen für den Weg zum Büro nutzen muß, ist eher selten früh im Büro. Um 5.00 Uhr morgens sieht man überwiegend Reinigungskräfte in Zug und Bahn.

  15. Ich stehe ja mit der Behauptung es sei genetisch bedingt etwas auf Kriegsfuß.

    Während meiner Jugend war ich gerne bis in die Puppen wach und dafür hat mich vor 11 Uhr morgens (ok, mittags) niemand aus dem Nest bekommen. Jedesmal wenn das Schulkorsett abfiel bin ich in genau den Rythmus hineingependelt.

    Heute hingegen, 20 Jahre später, hasse ich es länger als bis 22 Uhr wachbleiben zu müssen. Jede Feier ist mir ein Graus, weil ich immer dumme Sprüche kriege, wenn ich früh heim gehe. Einladungen wo man in den Geburtstag hineinfeiert oder Silvesterfeiern sage ich kategorisch ab. Mangelnde Toleranz der Mitmenschen zeichnet sich auch hier ab.

    Der Frühaufsteher bei der Arbeit hat gegen den Präsenteismus und die schiefen Blicke der Langschläferfraktion auch wenig zu bieten, wenn man dann schon um 16 Uhr heimgeht und dabei eigentlich schon im Überstundenmodus ist.

    Im Vergleich zu meinen Eulenphasen fühle ich mich als Lerche deutlich produktiver. Ich liebe das Gefühl, wenn morgens schon alles erledigt ist.
    Damit ich nicht allzufrüh ins Büro einfalle, mache ich morgens noch immer meine Workouts und den Haushalt.
    Nach Feierabend ist dann wirklich Feierabend. Mag ich so sehr gerne!

    LG

    1. Es ist halt auch genetisch bedingt, dass wir „im Alter“ sogar gerne früher zu Bett gehen und früher aufstehen. Das ist bei den meisten Menschen so, und Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.
      Ich fühle mich auch wohler, wenn ich tagsüber bereits früh viel geschafft habe, bleibe dann aber doch auch oft bis nach 00 Uhr auf. Leider sind 6 Stunden Schlaf für mich nicht ausreichend, ich brauche schon eher 7. Also mal sehen, wo ich was abknapse. 😉
      Viele Grüße, KK

      1. Für die senile Bettflucht fühle mich aber eindeutig noch zu jung 😉 Aber unter 8 Stunden Schlaf bin ich auch nicht gerne unterwegs. LG

  16. Wenn jemand noch Tipps gegen die senile Bettflucht hätte… bei mir ist es seit einiger Zeit so, dass ich immer nach 5-6 Studen unfreiwillig aufwache und nicht mehr einschlafen kann, ganz egal, ob ich früh oder spät ins Bett gehe. Es reicht mir aber dann nicht, um durch den Tag zu kommen.

  17. Das lustige und gleichzeitig traurige ist ja: die Leichen haben ein schlechter gewissen, weil sie so früh das Büro verlassen und sich dumme Sprüche von den Eulen anhören müssen ( na, halntagsjob?) – gleichzeitig haben die Eulen ein schlechtes Gewissen, weil sie sich dumme Sprüche von den lerchen anhören müssen ( na, auch schon da?)… Ich wüsste da ja ne Lösung, mit der beide glücklich sind. Aber dazu müsste man halt den anderen einfach mal in Frieden lassen 😉

  18. Ich war schon immer eine Nachteule. Meine Mutter erinnert sich noch heute mit Grausen daran, was es für ein Krampf war,
    mich morgens aus dem Bett zu ziehen. Unbeobachtet im Bad allein gelassen, habe ich mich flugs auf dem kuscheligen Läufer zusammengerollt und einfach weitergeratzt. =)
    Man hört ja immer wieder, es wäre alles nur eine Frage der Gewöhnung mit dem frühen Aufstehen. Kann ich nach 40 Jahren auf diesem schönen Planeten leider nicht bestätigen.
    Ich komme selten vor Mitternacht ins Bett, meist wird es eher später. Und ohne Wecker würde ich problemlos bis 10 durchschlafen. Mindestens.
    Dass Frühaufsteher mehr schaffen, halte ich übrigens für ein Gerücht – schließlich gehen die schon schlafen, wenn ich noch fleißig am Werkeln bin. 8)

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