LIFESTYLE: DIÄT NACH WEIHNACHTEN? JETZT BITTE NICHT RADIKAL WERDEN!

Die Feiertage sind vorüber, die Weihnachtsgans verspeist, das große Schlemmen vorbei. Was übrig bleibt, sind womöglich lästige Pfunde, die sich über die Feiertage an Hüften, Po und Bauch festgesetzt haben. Wie reagiert man jetzt? Radikale Diät, Fasten? Ich sage, beherzt weiter essen!

Ok, Weihnachten ist schon eine Herausforderung für unseren Körper. Wir essen (zumindest in vielen Fällen) mehr als gewohnt. Dazu noch fettiger, süßer und öfter! Diese Kalorien sind aber noch gar nicht wirklich auf unseren Hüften zu finden! Soo schnell geht das nämlich nicht! Gestern gegessen, heute schon auf den Hüften ist ein Märchen. Eine Schlemmermahlzeit bedeutet nicht gleich automatisch eine Kleidergröße mehr.

Doch wenn schon vorher bei Gebäck und Glühwein ordentlich zugeschlagen wurde, und auch am 25. und 26. Dezember die Küche nicht kalt blieb, sondern feinsten Gaumenschmaus bereitet hat, wird nach den Feiertagen Handlungsbedarf da sein.

Hat man zwischendurch mit einigen Sporteinheiten dagegen gesteuert, so war das eine weise Tat, erhöht doch der zusätzliche Sport unseren Grund(Kalorien)umsatz und wir verwerten die zusätzlichen Kalorien eher als dass sie zu Speicherfett (was ja grundsätzlich eigentlich etwas Gutes ist) werden.

KK Weihnachtsteller1

Doch Sport und Weihnachten passen so gut zusammen wie ein Bartschneider und der Weihnachtsmann. Also, wie jetzt vorgehen?

-Eine radikale Sofort-Diät kann schlimmstenfalls zu Mangelerscheinungen führen und den Stoffwechsel aus dem Rhythmus bringen. Dadurch droht, wie bei jeder kurzfristig ausgelegten Diät, der gefürchtete Jojo-Effekt. Grundsätzlich gilt deshalb: Nie weniger als 1100 bis 1700 (Männer) Kalorien am Tag zu sich nehmen, lieber erst einmal „wohlüberlegt“ weiter essen.

-Bei einer sonst ausgewogenen, normalen Ernährung und genügend Bewegung im Alltag verschwinden zwei bis drei Weihnachtskilos ganz von allein, sobald wieder Normalität einkehrt und nicht täglich der Adventskalender mit seinen Verlockungen ruft. Wer trotzdem nachhelfen oder ganz allgemein Gewicht reduzieren möchte, der kommt um eine kalorienreduzierte Ernährung und zusätzliche Bewegung nicht herum.

-Dabei gibt es keine sogenannten Feinde, also Kalorien durch die man mehr zunimmt als durch andere, sagen Ernährungsexperten. Ob wenig Fett- oder Kohlehydrat-Kalorien, ob kalorienreduzierte Mischkost – alles kann effektiv sein. Wichtig ist eine abwechslungsreiche und sättigende Ernährung, die sich gut in den Alltag integrieren lässt, und die man auch langfristig mag – eben weil man mehr oder minder auf nichts verzichten muss. Low Carb klingt zwar super-vielversprechend, passt aber irgendwie nicht so wirklich zu unseren Ernährungsgewohnheiten. Ich liebe ne Butterstulle zum Abendbrot. Muss ich drauf verzichten? Nö! Aber die Kalorienbilanz muss stimmen.

-Bei eiweißreicher Ernährung unbedingt auf den Säure-Basen-Haushalt des Körpers achten! Eine Säureüberschuss kann den Stoffwechsel verlangsamen. Deshalb auf mineralreiche Speisen achten, das ist besonders in vielen Gemüsesorten enthalten.

-Es gibt KEINE Diät der Welt, die bei ALLEN Menschen gleich gut wirkt und gesundheitlich unbedenklich ist! Eine Null-Diät wirkt – allerdings manchmal sogar bis zum Tod!

-Die meisten Pfunde kommen nicht zu Weihnachten zu uns „geflogen“, sondern zwischen SYLVESTER UND HEILIGABEND! 🙂

-Vergesst die guten Vorsätze zum Neuen Jahr! JETZT sofort ist die Zeit etwas mehr Sport zu treiben. Vielleicht läuft gleich ein Kurs in eurem Fitnessclub? HINGEHEN! JETZT, nicht morgen! Und Muskeln (keine Angst, bei Frauen sind die deutlich weniger sichtbar als bei Männern!!) erhöhen den Grundumsatz (es werden in jeder Sekunde einfach mehr Kalorien verbraucht!).

-Alle, die trotzdem einen ersten kleinen Ansporn brauchen: Starte mit einer moderat kohlehydratreduzierten Ernährung, die den Blutzuckerspiegel nicht so stark erhöht. Bitte nicht gänzlich auf KH verzichten und diese verteufeln!! Die Basis bilden Gemüse und  (kohlehydratärmeres) Obst. Eiweißlieferanten wie Fisch, Geflügel, Fleisch, Eier und Milchprodukte sowie Nüsse und Hülsenfrüchte sind besonders wichtig. Brot und Backwaren aus raffiniertem Mehl, Kartoffeln, Reis, Süßwaren und mit Zucker gesüßte Getränke sollten erstmal gemieden, beziehungsweise nur in kleinen Mengen aufgenommen werden. Mit Dinkelspaghetti kann ich mir auch „Spaghetti Bolognese“ gut zubereiten, ohne dass ich nach der Speise in ein „Fresskoma“ falle!

Überhaupt ist das ein wichtiger Indikator: Speisen, nach deren Genuss man nicht so furchtbar müde wird, sind tagtäglich üppigen und stark müde machenden Mahlzeiten vorzuziehen. Dabei muss man aber aufpassen und nicht das Insulin gänzlich verteufeln! Im Gegensatz zur landläufigen Meinung, Insulin fördere den Hunger, ist es so, dass Insulin auch das Sättigungsgefühl fördert. Das geschieht unter anderem dadurch, dass die Bildung des Botenstoffes Neuropeptid Y gehemmt wird, welches mit das Hungergefühl auslöst.

Also, alles nicht so wirklich einfach! Deshalb betone ich in diesem Fall immer wieder die Bedeutung von Bewegung und Sport!

 

7 Kommentare

  1. Jaaa, super Idee von Dir. Nun, zum Glück habe ich morgen ein Arbeitstag, der mich wieder auf Spur bringt. Nach Gans und Rotwein am 25. brauchte ich echt ein Schläfchen, ich war so müde und ich habe das auf die Ruhe und meine Erschöpfung geschoben. Aber vorbildlich wie ich bin (mein Rücken hat mich eher dazu gezwungen) , habe ich doch jeden Morgen ein kleines Programm absolviert, was mir auch einen leichten Muskelkater einbrachte ( ja, lange nicht gemacht), aber ich bleibe bei, mein Rücken dankt es mir… Sue

  2. Super Tipps lieber Joeg,
    im Prinzip hilf fast jede Art von Diät, egal was man weglässt. Hauptsache man gibt seinem Körper weniger Energie, als er verbraucht. Oder man verbraucht durch Sport extra Kalorien. Noch besser, man verbindet beides. Etwas weniger Kalorien und etwas mehr Sport. Aber das ist manchmal leichter gesagt als getan. Ich war in den letzten Monaten etwas faul, jetzt will ich wieder durchstarten. Vermehrt Sport machen und hauptsächlich wieder mehr auf gesunde Ernährung achten. Leider locken Schokolade und Co. so oft. 😦
    Ich wünsche dir ein gutes Ende für 2014 und einen guten Start 2015. Ich freue mich schon auf viele neue Tipps und Empfehlungen von dir. Auch wenn ich nicht kommentiere, ich schaue oft bei dir vorbei.
    Ganz lieben Gruß Cla

  3. Deinen Ausführungen kann man wirklich nichts hinzufügen. Ich kann es auch ehrlich gesagt nicht mehr hören, wenn die Leute immerzu davon reden, dass alles sofort auf den Hüften landet. Zuerst landet es mal im Darm und wenn man in kurzer Zeit viel isst, dann landet da eben auch ganz schön viel und verbleibt, durch die Gemütlichkeit und den Bewegungsmangel an den Feiertagen auch etwas länger dort als üblich. Das macht sich dann auf der Waage bemerkbar und nicht das Gänsefett, das vermeintlich direkt ansetzt.

  4. Bei diesen „Nach“ Weihnachtsdiäten oder Pfunden wundere ich mich jedes Jahr!!
    Ich habe noch nie in Ruhezeiten, Urlauben oder so auch nur einen Gramm zugelegt, dabei ernähre ich mich vegetarisch ( fast schon vegan ), zuckerfrei, viel Nüsse und 95% Kohlenhydtrate und bin sehr sportlich mit viel Energie!! ( seit 30 Jahren 50kg Körpergewicht auf 170cm )
    Ich kann mir das nur so vorstellen das die Leute einfach in ihren Magensack reinfuttern bis kurz vorm platzen ( also Maximum-Ausdehnung ), denn bei einem normalen Hunger,- und Sättigungsgefühl kann ich nicht dicker werden..
    Wenn ich satt bin, esse ich nicht auf, auch wenn nur mehr eine Nudel auf dem Teller liegt..
    Das ist für mich Jammern auf hohem Niveau..

  5. Lieber Kaiser, och ja … ich habe auch feste geschlemmt… aber für ein schlechtes Gewissen reicht es noch nicht… dafür war es einfach zu lecker… und so ganz beendet haben wir das leckere Essen ja noch nicht… schließlich will der Jahreswechsel noch ordentlich gefeiert werden… 😉 Genau!!! Ich wünsche Dir alles Gute fürs neue Jahr!!! und danke Dir für 2014… all Deine tollen Tipps haben meine Haut um ein Vielfaches besser werden lassen… nur dass mir dem hoch dosierten Retinol von Paula… das mag meine Haut so gar nicht leiden… oder vielleicht bin ich auch einfach nur zu ungeduldig… Aber das macht auch nix!!!! 😉
    Ich wünsche Dir Gesundheit und einen rauschenden Jahreswechsel… und ich freu mich schon auf 2015, alles Liebe, Conny

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