BEAUTY: CELLULITE * GIBT ES EINEN SCHIMMER AM HORIZONT? * ERSTAUNLICHE ERKENNTNISSE…

Über Cellulite wurde bereits viel gesagt und geschrieben! Was aber bleibt: Der optische Eindruck ist einfach nervig und belastet viele Menschen, meist Frauen, aber auch einige Männer. Ich hatte HIER ja vor einiger Zeit meine Meinung dazu geäussert. Doch nun gibt es erstaunliche Neuigkeiten, die (wie ich finde) viel zu wenig Beachtung finden! Behandlungerfolge mit Stoßwellen lassen selbst Hochschulmediziner staunen…

KK cellulite2

In einer Studie, die an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) durchgeführt wurde, konnte eine fokussierte Stoßwellentherapie in Kombination mit einem speziellen Muskelaufbautraining für Po und Oberschenkel die Cellulitedellen abschwächen. Die erzielten Erfolge dabei waren sogar besser als zu erwarten war, und erstaunten die Teilnehmer und Leiter der Studie sehr.

Also „Sportler“ fällt mir sogleich der etwas gering ausgeprägte „Sportteil“ in diesem Anti-Cellulite Programm auf. In der Auswahl der Studienteilnehmerinnen war bestimmt ein großer Teil der Frauen zuvor noch nicht erfolgreich mit Muskelaufbautraining gewesen. Auch werden hier gerade mal zwei Übungsfolgen mit 15 Wiederholungen angeraten. Das könnte man noch deutlich stärker ausbauen, zumal der Wiederholungsbereich von „15“ eher den Kraftausdauerbereich anspricht, als den Reiz zum Muskelaufbau (Wobei man aufpassen muss: Es geht nicht um Bodybuiling-Muskulatur! Einzig, der Muskel wird leicht vergrössert und die darüber liegende Haut gestrafft, wie bei „prallerer“ Haut durch Feuchtigkeitszufuhr).

Die fokussierte Stoßwellentherapie soll den Fettabbau anregen und gleichzeitig das Bindegewebe entspannen. Der Druck auf die Außenhaut nimmt ab und die Dellen gehen zurück. Die ersten Studienergebnisse sind vielversprechend: Innerhalb der ersten drei Monate zeigte sich eine optische Verbesserung des Hautbildes um etwa 30 Prozent.

Die sechswöchige Therapie kostet rund 1.500 Euro und wird in der Regel nicht von den Krankenkassen bezahlt. Der Effekt hält ca. 1 Jahr, danach ist man sich noch nicht sicher, ob es auch länger funktioniert. Mit einer guten Kombination aus Ausdauersport und gezieltem Krafttraining wird man aber mMn die Ergebnisse länger halten und womöglich deutlich verbessern können. Dabei rate ich besonders bei den Ausdauersportarten zum Schwimmen, Radfahren oder Powerwalken. Joggen ist mit Vorsicht zu genießen, die Stoßbewegungen sind zwar sehr gut für den Knochenaufbau, aber die Gelenke MÜSSEN in erster Linie mitspielen.

Jedenfalls kann man also doch etwas aktiv dagegen tun, falls man denn wirklich von diesen natürlichen Gegebenheiten „geplagt“ ist. Leider hilft dieser Gedanke der „Generation Photoshop“ so gar nicht mehr weiter. Zu stark sind die Bilder der ultradünnen Topmodels in unser Gehirn eingebrannt.

NDR_11945211215_Original_NDREPG

 

Schaut Euch unbedingt den VIDEO BEITRAG der NDR Sendung „Visite“ an! Dort wird es nochmal sehr anschaulich geschildert und der Leiter der Studie, Prof. Knobloch, kommt auch zu Wort!

 

 

(Der Artikel ist NICHT gesponsert!)

(Bilder via Konsumkaiser, NDR, Verlinkung zur Mediathek des NDR/ARD)

17 Kommentare

  1. Ich bin eine sehr dünne Frau und habe Cellulite, und mir macht es garnichts aus.
    Ich habe von meiner Mutter ein ( körperlich ) schwaches Bindegewebe geerbt und muß noch dazu spezielle Hormone nehmen.
    Dazu trage ich nur Kleider und Röcke die übers knie gehen und ich kann sagen das mir meine Cellulite ziemlich egal ist, ich muß sie natürlich nicht herzeigen, aber ich kann gut damit leben.
    Ich war mein ganzes Leben sportlich und ernähre mich vollkommen zucker und fleischfrei und kann sagen wenn man es hat, dann hat man es.
    Da hilft alles nichts..
    Die Werbung und Hollywood machen aus Frauen reine Herzeigeobjekte , die mit 50 noch wie 25 aussehen sollen..
    Ich bin froh das ich gesund bin und fröhlich, Cellulite habe ich noch nie als Problem empfunden.
    Aber sag doch mal Herr Kaiser, wie ist das zb. bei dir?
    Wenn du Cellulite an einer Frau siehst, findest du das abstoßend?
    Wie ist das wirklich für Männer?
    Lieber Kaiser, die Fragen sind wirklich wertfrei und nur reines Interesse, ohne böse Hintergedanken..

    1. das ist wirklich eine schwierige frage. ich versuche auch mal nicht diplomatisch zu antworten.
      ich denke, dass auch ich nicht unbeeinflusst bin von dem ganzen photoshop und retuschier zeugs! man ertappt sich schon, dass man bei starker cellulite etwas „erschrocken“ hinschaut, weil es im täglichen leben ja nicht so oft gezeigt wird, sondern kaschiert, verhüllt, was auch immer. allerdings empfinde ich das nur so bei mir völlig fremden menschen. bei mir lieben, bekannten oder verwandten ist das überhaupt kein thema. das fällt mir dann kaum mehr auf. ich sehe es schlicht und einfach eigentlich nicht, obwohl es durchaus da ist.
      ich unterscheide bei mir fremden leuten wohl auch noch ein wenig: sehe ich, dass oberschenkel und po etwas trainiert sind und ist dort trotzdem cellulite sichtbar, so empfinde ich es als überhaupt nicht „störend“. ist die muskulatur darunter aber völlig erschalfft und das womöglich auch noch in jungen jahren, bin ich deutlich eher geneigt zu sagen „da geht aber noch was!“. sonst stehe ich nämlich auch auf dem standpunkt, dass man sich viel öfter mit den eigenen körperlichen gegebenheiten arrangieren sollte. ich tue es auch mit meiner hüfte. wenn es aber möglichkeiten der „optimierung“ gibt, sollte jeder selbst entscheiden, ob diese etwas für einen sind, ob mans braucht und ob man die mühen auf sich nehmen möchte. (das gilt auch bei der gesichtspflege, die anti-faltencremes sollen ja auch „optimieren“ – leider ein blödes wort, aber so auf die schnelle fällt mir gerade nichts passenderes ein)
      langer rede, kurzer sinn: männer sehen immer nach frauen, die womöglich dünner, jünger, usw. sind. frauen schauen sich ja auch gerne einen trainierten männerkörper (samt knackarsXXX) an. aber meine erfahrung ist, dass in einer gut funktionierenden partnerschaft diese aspekte der körperlichen (gefühlten) „unzulänglichkeiten“ (sorry, ich nenne es nur einfach mal so) eher zweitrangig sind. ich kann aber nichts verallgemeinern, das ist nur das, was ich im täglichen leben bei freunden, bekannten und mir selbst feststelle.
      liebe grüße! kk

      1. Ich danke sehr für deine Offenheit, die viel wichtiger ist als jede Diplomatie!!
        Obwohl du auch davon jede Menge besitzt und einsetzt!!
        Und du hast völlig recht, in einer guten Partnerschaft mag man auch Dinge die allgemein als nicht schön empfunden werden und sieht es einfach nicht mehr so haarscharf..
        Weil so vieles viel wichtiger ist..
        Ich bin aber nicht ganz frei von diesen Gedanken..
        Ich habe da mal ein Bild von Rubens gesehen mit einer Vorzeige-Cellulite Frau und dachte mir…..mein lieber Scholli, das hätte man kaschieren können..

        1. Natürlich sind wir alle empfänglich für Schönheit, aber nach meiner Erfahrung zählt sie in einer Freunschaft oder Liebe nicht mehr. Als ich eine sehr gute Freundin kennen lernte, sah ich zunächst nur ein großes, erhabenes „Gewächs“ im Gesicht und wusste kaum, wo ich hinschauen sollte. Heute sehe ich Warmherzigkeit, Intelligenz, Interesse im Gesicht meiner Freundin.
          Und auch die schönsten Frauen, ohne Falten und Cellulite, werden verlassen. Von makellosen Oberschenkeln kann die Liebe nicht leben.
          Lissy, die zwar keine Cellulite, dafür aber andere „Schönheitsfehler“ hat.

  2. Was für ein Thema … Ich sehe jetzt nicht aus , wie eine Orange . Bemühe mich auch das das so nicht wird . Aber so ganz lässt sich diese Hautveränderung nicht vermeiden , wenn man genetisch nicht so ein Glück hat .
    Jahre lang hab ich akribisch alles mögliche ausprobiert , für Cremes ein Vermögen ausgegeben . Mit dem Ergebnis , wenn ich mich regelmäßig bewege und vernünftig ernähre halte ich meine Haut ganz gut in Schach . Mini-Röcke und Co . Sind eh nicht so meins und alters bedingt von der Anziehliste gestrichen . Und mit dem Rest kann ich Leben . Schließlich bin ich keine 20 mehr und kann mich und meine Makel akzeptieren . Nein man muss nicht auf Gedeih und Verderb unbedingt auf Jung machen 😉
    Wer allerdings gar nichts für seinen Körper und sein Wohlbefinden tut . Muss sich über sein Erscheinungsbild schon mal gar nicht wundern

    LG heidi

    1. Das stimmt nur leider bin ich mitten in den Zwanzigern und klammer mich ja an die werbe Versprechen. Anna saccone z.b hat ein ganzes Video über die nivea Sachen gemacht( ich weiß das ich das objektiv beurteilen muss )

      Jetzt überleg ich mir doch schon wieder die Q10 Sachen zu besorgen. Obwohl ich weiß das es ja Quatsch ist.

      Ich glaube wir Frauen wollen das einfach nicht wahr haken und werden immer zu diesen werbe versprechenden Produkten greifen.

      1. ich glaube schon, dass es ein wenig wirkung bringt. man darf nur nicht auf erfolge von heute auf morgen hoffen. langer atem plus sportprogramm, dann wird man sicherlich eine milderung bemerken. ob das nun nivea q10 sein muss, bezweifle ich. es ist wohl eher die tägliche massage, die wie eine lymphdrainiage funktioniert. liebe grüße, kk

        1. Ja da hast du recht. Einmal die Woche Fitness Studio bringt ja auch nichts. Die im Studio wissen sogar wie faul ich bin…
          Ich werde wohl mehr Sport treiben müssen.
          Lg

  3. Im alltäglichen Leben wird der körperliche Verfall vor allem am Strand und im Spiegel evident. Mitleidlos wird man mit Rettungsringen, Hängebrüsten, Bierbauch, Falten und anderen unschönen Anzeichen seiner Endlichkeit auf dieser Erde konfrontiert. Mit Unglauben und Neid starrt man auf die straffen Körper und die unerschöpfliche Energie der Jugend. Fotoalben werden hervorgekramt, um weitgehend desinteressierten Jüngeren sein einstiges Äußeres und seine damaligen wilden Abenteuer unter Beweis zu stellen. Man zählt seine lockeren Zähne, besucht Schönheitsfarmen und Fitnesscenter und schluckt tonnenweise Vitaminpräparate aus der Apotheke. Körper und Geist werden trainiert, kasteit und operativ auf Vordermann gebracht. Man scheut weder Kosten noch Mühe, um den Prozess des Verfalls zu verlangsamen. Verfall und Endlichkeit sind des Menschen Schicksal und immer präsent. Nichts und niemand kann ihnen entgehen. So ist es nun einmal! Man kann den eigenen Körper nur noch sanieren- mehr nicht. Im Übrigen: Wir Männer altern auch nicht schöner 😉

    1. stimmt Ingo

      Wenn ich mir überlege das der Körper mit ca. 25 Jahren an fängt zu sterben und die eigenen Fotokopien immer schlechter werden . Finde ich meinen Lack noch ganz akzeptabel … hab schon schlimmere Ruinen gesehen *gg

  4. @Ingo: Selten so schonungslose Offenheit gelesen – ich bin echt beeindruckt. Ich glaube, diesem Wahnsinn kann (könnte man vielleicht) man nur entgehen, wenn man versucht mehr bei sich und im Hier und jetzt zu bleiben. Diese vermeintlich gut aussehenden, schlanken, durchtrainierten jungen Menschen, haben ja meistens andere Geister, die sie umtreiben.

    @Kaiser: Du hast es oben auch auf den Punkt gebracht. Zuneigung ist das Schlüsselwort. Da sind wir bei Weitem nicht so kritisch, wie wenn es um „Fremde“ geht. Und was könnte man daraus schließen? Dass wir uns selbst nicht mögen? Weil meistens gehen wir mit uns selbst sehr unfair und kritisch um.

    Ich wünsche einen schönen Tag, lieber Gruß, Conny

  5. Vergänglichkeit kann auch schön sein. Aber nicht für jeden. Als Sigmund Freud mit einem jungen, bereits berühmten Dichter durch eine strahlende Sommerlandschaft ging, wurde die Freude des Dichters an der Schönheit um ihn herum nachhaltig gestört. Der Gedanke, dass alle Schönheit zum Untergang verdammt ist, ließ ihm alles was er liebte und bewunderte, ohne Wert erscheinen. „Im Gegenteil, eine Wertschätzung! Der Vergänglichkeitswert ist ein Seltenheitswert in der Zeit. Die Beschränkung in der Möglichkeit des Genusses erhöht dessen Kostbarkeit“, wendet Freud hiergegen ein. Vergehen und Genuss – bilden sie nicht ein herrliches Paar?

  6. Ich füg mal bei den Sportarten Eislaufen hinzu.
    Solange man nicht unaufgewärmt Sprünge trainiert, oder sich beim Fallen das Handgelenk verstaucht ein durchaus gelenkschonender Ausdauersport.
    Und wenn man sich irgendwann entschließt, Eiskunstlauf zu machen, kriegt man quasi Beweglichkeits- und Krafttraining als Upgrade obendrauf.
    Hockey und Schnellauf sollte auch funktioneren.
    Zumindest bei mir hat es zu kräftigen, trainierten Beinen geführt, die die Dellen ganz gut in Zaum halten. Und bei all den Damen und Mädels im Verein habe ich zwar unterschiedlich Dicke Oberschenkel beobachten können(von gut trainiert bis halber Baumstamm, nix Tigh Gap, da sind die Muskeln im weg), aber wenig wirklich starke Cellulite.
    Also an dem Rezept Körperfett reduzieren und Training scheint wirklich was dran zu sein.
    Was die Stoßwellen angeht, wenn Leidensdruck, Experimentierfreudigkeit und finanzielle Mittel vorhanden sind, kann mans sicher mal probieren.
    Ich warte mal die nächsten Studien ab.

    1. interessant!!
      ich kann da gut mitreden, denn ich bin auch bis 18 leistungssportmäßig eis und rollschuh gelaufen! 🙂
      über meine dicken…äh..trainierten beine habe ich mich lange zeit geärgert. der gute glutaeus, den man bekommt (kann auch zu viel werden!!), war allerdings ne gute begleiterscheinung, hehe!
      und im ausdauerbereich konnte mir so schnell niemand was vormachen! lauf halt mal ne Kür fast 5 minuten, immer die arme oben und spannung bis in den kleinen zeh! ein super training, nur knie und hüften beklagen sich heute aufs härteste… 😦

Kommentare gern gesehen!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s