EINFACH MAL DANKE!

Die eindringliche Rede der Kanzlerin Merkel an die deutsche Nation hat mich gestern erstaunlich berührt, und auch mir brennt es schon seit ein paar Tagen auf den Nägeln, mich bei all den unermüdlich helfenden Händen zu bedanken, die es schaffen, uns durch diese düstere Zeit zu bringen…

 

 

Wir konnten es alle gestern hier in der Kommentarspalte (alles tolle und Mut machende Kommentare!) lesen: Deutschland teilt sich in eine Gruppe von Menschen, die derzeit gezwungenermaßen ohne Arbeit sind, und eine Gruppe, die unermüdlich arbeitet, schafft und schuftet, damit das Leben möglichst einigermaßen weitergehen kann.

Es ist kaum vorstellbar, unter welchem Druck derzeit Mediziner, medizinisches Personal und Pflegekräfte, Verkaufskräfte und Kassenpersonal, aber auch all die, die weiterhin die Post und Pakete austeilen, stehen müssen. Weiter kommen höchstwahrscheinlich unglaubliche Mehrbelastungen auf Polizei und Bundeswehr zu. Bitte entschuldigt, wenn ich Berufsgruppen vergesse, aber im Moment schwirrt mein Kopf, und ich kann mir noch gar nicht richtig ausmalen, wer sich nun alles bei seiner täglichen Arbeit einer Gefahr für sich und seine Lieben aussetzen muss.

Dafür auch von meiner Seite ein riesengroßes DANKESCHÖN, das wirklich von Herzen kommt! Diese Situation werde weder ich, noch viele weitere Menschen jemals vergessen, und wir stehen immer in eurer Schuld.

Bei jedem Paket, das mir geliefert wird, bei jedem Besuch im Supermarkt, in der Apotheke oder Arztpraxis, immer ist von mir ein Dankeschön, gepaart mit einem von Herzen kommenden Lächeln das Mindeste was ich zurückgeben kann.

Und das auch, wenn es hier und da zu wirklich unguten Ausfällen kommt, die allerdings ebenfalls (leider) nur zu menschlich sind. Es ist nun mal nicht alles perfekt, und es ist herzzerreissend, wenn schwer Kranke keinen Test bekommen, Zuständigkeiten immer noch nicht überall geklärt sind, Personal fehlt, Menschen die Nerven verlieren und Hamstern, Schimpfen und Inkompetenz zeigen, und, und, und…

 

In meinem kleinen Umfeld habe ich bereits die Versorgung mit Lebensmitteln für viele kranke und ältere Nachbarn übernommen, sie werden von mir regelmäßig beliefert oder bekocht. Ohne direkten Kontakt natürlich, was wiederum äusserst Schade ist, denn die Nähe und Zuspruch fehlen besonders der sogenannten „Risikogruppe“. Ich hoffe sehr, dass sich diese Einschränkung auch lohnt, damit dieses stille und klein erscheinende Leid auch zu etwas gut war.

Im Laufe der Zeit wird womöglich noch mehr Hilfe gebraucht, sodass ich auch in den Läden selbst mit anpacken werde, wenn Not am Mann ist. Alle noch geöffneten Betriebe werden früher oder später wahrscheinlich Verstärkung dringend benötigen!

 

Der Blog soll ebenfalls wie gewohnt erscheinen, natürlich auch mit den gewohnt gemischten Themen, einfach um an so vielen Stellen wie möglich ein klein wenig „Normalität“ weiterbestehen zu lassen. Ob ich es allerdings mit mir vereinbaren kann, einfach munter ultra-teure Luxuscremes zu testen, oder über die beste Sonnencreme zu referieren, das kann ich nicht wirklich versprechen. Etwas praktischer darf es hier ruhig zugehen, und so kommen ab Freitag zum Beispiel auch vermehrt Fitnesstipps und Übungsvorschläge – für die Zeit, in der wir uns gezwungenermaßen mehr in den eigenen Wänden aufhalten. (Diese Idee kam auch von einer Leserin, die meinen ersten Impuls also in diese Richtung unterstützte).

 

Den heutigen Blogpost möchte ich auch nicht beenden, ohne noch etwas Positives und Schönes zu vermelden. Die letzten Sonnentage haben die Natur in Rekordzeit aufgeweckt, ziemlich früh dran ist zum Beispiel die Kirsche im Garten, und man hat das Gefühl, als wolle Mutter Natur uns wenigstens mit freundlichem Sonnenschein und blühender Vegetation ein bisschen Mut zusprechen.

Den Blick von meinem Balkon kennen ja schon einige, hier also der neuste Stand. 😉

 

Alles muss gut werden!

Euer KK

 

 

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(Fotos: Konsumkaiser   Kein Sponsoring)


42 Gedanken zu “EINFACH MAL DANKE!

  1. Guten Morgen,
    in Läden zu helfen ist auch eine gute Idee. Der rosa Baum ist ja eine Wucht, ist das die Kirsche ?
    Da können sich jedenfalls die Bienen freuen.
    Die Cousine meiner Chefin ist Krankenschwester und infiziert, muss aber weiter arbeiten. Sie hätte ja Schutzkleidung. Ein 71 jähriger Arzt aus dem Umfeld war gerade im Ski-Risikogebiet im Urlaub und ist gefragt worden ob er ab heute wieder arbeiten könnte……..
    Allen ein Danke, bewahrt Kraft und Nerven.
    Liebe Grüße

  2. Fitnesstips sind super, momentan gehe ich noch spazieren, und putze, aber das wird auch nicht mehr lange Abenfüllend sein
    Vielen Dank für alles

  3. Guten Morgen, lieber KK,

    ich freue mich sehr über deine positiven und wertschätzenden Worte für diejenigen, die im Moment auf wenigen Schultern riesige Gewichte tragen müssen.
    Mich macht es unglücklich, dass es trotz der schwierigen Zeiten, in denen auch gegenseitige Nachsicht gefragt ist, oft so wütende Anklagen gibt. Ständig wird dem Finger auf andere gezeigt, die sich nicht so vorbildlich wie man selbst verhält, weswegen es auf deren Konto geht, dass wir sofort eine von oben verhängte Ausgangssperre brauchen. Mir macht das Angst! Was wird es für psychische Folgen haben, Menschen, Familien wochenlang, vielleicht monatelang auf teilweise sicher kleinem Raum, eventuell ohne Garten oder Balkon einzusperren?
    Wenn es so kommt, wird man es sicher überleben, aber ich bin überzeugt, dass dies für viele Menschen ernsthafte und im Vorfeld nicht abzusehende Folgen haben wird.
    Schon allein mit einem Beitrag, in dem man eine solche Überlegung anstellt, kann man sich derzeit Wut und Hass seiner Mitmenschen zuziehen, die über einen herfallen und einen als verantwortungslos und egoistisch beschimpfen.

    Ich habe übrigens genau wie du ein komisches Gefühl dabei, sich jetzt über Dinge wie Hautalterung den Kopf zu zerbrechen, auch wenn der Wunsch nach Normalität natürlich verständlich ist. Ich lese dich auch gerne mit anderen Themen, die jetzt unsere Gedanken bewegen.
    Herzliche Grüße von Bianca

  4. Ja, man kann gar nicht genug ,,Danke,, sagen. Leider gibt es noch immer Ignoranten, die den Schuss, nicht gehört haben. Haben sich beschwert, das nix in der Altstadt zum feiern auf ist! Ab Mittag gehe ich nicht in Supermärkte, zu voll .Ansonsten laufe ich durch den Wald, Sonnenschein und das wunderschöne erste Grün einiger Sträucher ist ein kleiner Trost zur jetzigen Situation. Kommt Alle gesund durch die harte Zeit. Wird eine längere Zeit wohl so sein.

  5. Hallo zusammen,
    Ich muss weiterhin zur Arbeit, genau wie mein Mann.
    Er würde gerne Home Office, darf aber nicht ( außerdem schnelle Überlastung bei externen Zugriffen).Bei mir geht’s rein technisch nicht…(mittelalterliche Technik).
    An der Stelle würde ich gerne auch mal die Menschen erwähnen, die dafür sorgen, dass die Lebensmittel, bei denen ja selbstverständlich kein Engpass kommen wird ( laut Politik) auch nicht im Homeoffice produziert werden!
    Bei uns sollen sogar die Bäcker für eine Extraschicht am sonst freien Samstag kommen. Die haben ohnehin eine 6-Tage-Woche, arbeiten jeden Sonntag und die meisten Feiertage und Tag und Nacht (Verdienst meiner Meinung nach eh schon zu niedrig…)
    Auch die Brote bei den Discountern werden von Bäckern gebacken- nur mal so, weil das glaub ich auch keiner auf dem Schirm hat.
    Also langweilig wird mir nicht. Einerseits möchte ich auch, dass alle zu Hause bleiben, um einen möglichst großen Effekt zu haben. Andererseits geht’s halt nicht, zumindest nicht ohne Einschränkungen, und die fürchten scheinbar immer viele noch mehr, als das Virus.
    Abschließend auch von mir ein Danke an alle, die arbeiten, damit für uns alles so normal wie möglich bleibt.

    LG Christine

  6. Guten Morgen,
    da hast Du sehr schöne Worte gewählt und es mal wieder gut auf den Punkt gebracht.
    Ich würde mich sehr über Tipps für Sport-/Fitnessübungen freuen, super Idee!
    Ich wünsche allen Gesundheit,
    viele Grüße
    Cordula

    1. Liebe Gunhild, stimmt wer beim Arzt , in der Pflege oder im Einzelhandel arbeitet verfügt über wahnsinnigen Reichtum! Jetzt weiss ich für was wir uns den A. aufreißen! Bleib gesund!

      Danke lieber KK für das tolle Dankeschön.
      Liebe Grüße ( aus der Allgemeinmedizinpraxis und von meinem Mann aus dem Lebensmitteleinzelhandel) Tina

    2. Wir (Polizei – ich kann jetzt nur von Österreich sprechen, weiß aber von Kollegen, dass es bei Euch auch nicht anders ist) bauen derzeit schlichtweg Zeitguthaben auf, in der vagen Hoffnung, dass wir dieses auch irgendwann abbauen können. Wahrscheinlicher ist aber, dass das Guthaben per Verordnung einfach auf einem Höchstwert eingefroren wird (so war es in früheren vergleichbaren Situationen, z.B. Flüchtlingskrise 2015), dann arbeiten wir umsonst,
      Wir alle haben gewusst, worauf wir uns einlassen, als wir diesen Beruf gewählt haben. Wir sind auch nach 12 Stunden im Dienst noch engagiert und geben unser Bestes. Keiner von uns jammert oder beschwert sich, auch wenn wir vor Müdigkeit schon im Stehen einschlafen. Wir tun das, weil wir uns unserer Verantwortung bewusst sind. Das Einzige, was wir dafür gerne hätten, ist, dass Ihr kooperiert und unsere Arbeit nicht unnötig erschwert. Und ab und zu ein paar nette Worte statt Pöbeleien.
      In dem Sinne: Wir bleiben für Euch da! Bitte bleibt Ihr für uns zuhause!

      1. Liebe Katha,
        schön das Ihr da seit. Danke dafür. Trotzdem kann ich nicht glauben wieso Polizisten so viele Stunden schrubben. Das ist doch Verarsche von der Politik. Glaubt doch nicht das „die“ Euch danken. Habe neulich ein Gerichtsurteil gelesen wie eine Polizistin, die verfrüht in den Ruhestand musste 2000 Ü-Stunden ausbezahlt haben wollte. Schlimm genug das das auch noch eingeklagt werden musste. Natürlich hat sie verloren, kann man sich ja denken. Jeder Politiker bekommt eine höhere Spesenpauschale als Ihr einen Monatslohn habt. Denkt mal an Euch und bleibt zu Hause. Das System funktioniert ja nur weil Ihr da mitmacht. Ich kann gut mitreden, ich habe ca. 10 Jahre ohne Urlaub gearbeitet, weil wegen Schwangerschaften/Kinder bekommen unsere Kanzlei in die Knie ging. Allerdings habe ich es sehr gut bezahlt bekommen und Zeugnisse in Gold und Platin, die mir bis heute alle Türen öffnen. Ich finde es mega mies wie die Politik mit Polizisten, Pflegepersonal und Krankenschwestern umspringt. Nun jammern, das es zu wenige davon gibt. Gott sei Dank interssiere ich mich nicht mehr für selbstgebastelte Probleme. Ihr schleppt die ganze Verantwortung, die Politik weiss noch nicht mal wie man das Wort schreibt, sonst wäre es ja anders. Wir haben alle unser Päckchen oder Paket zu schleppen,
        aber genug ist genug ( Zitat Herr Kurz ). Wollt Ihr mit 50 Jahren mit Bournout und Herzinfarkt frühverrentet werden ? Ihr habt auch nur ein Leben! Bitte versteht das nicht falsch, ich möchte Euch nur zum Nachdenken bringen. Vielen Dank Euch allen, ich bleibe zu Hause.

  7. Hallo alle,

    ich hatte heute morgen eine Idee oder viel mehr ist es eine Bitte :-):

    Seit Wochen bin ich im Sorgenmodus und befinde mich in permanenter Alarmstimmung. Ich habe kein sonderlich dickes Fell; mir setzt die Situation psychosomatisch zu. Ganz sicher bin ich damit nicht allein.

    Ich brauche dringend gute Nachrichten! Kleine, große, winzige!

    Was haltet Ihr davon, wenn wir einen Tag in der Woche (Dienstag?) hier einander erzählen, was uns gerade freut?
    Die Waagschale gegenüber vom Virus braucht mehr Gewicht — oder?

    Liebe Grüße

    1. Hallo Thorlane, du bist nicht allein! Auch ich bin sehr empfindlich und habe kein dickes Fell. Morgens geht’s noch so einigermaßen,aber zum Abend hin bin ich nah am Wasser gebaut da mich die immer neuen und immer schlechteren Nachrichten runter ziehen.
      Hier etwas Schönes: Vor der Terrasse bei uns steht ein Busch (Pieris) der jetzt weisse, hängende kleine Blüten und weiter unten rote, kleine Blätter hat und das Schöne am Ganzen ist, das viele dicke kleine Hummeln sich darin tummeln…das bringt mich zum schmunzeln😊
      Ich schicke allen hier ein Lächeln🙋‍♀️
      Claudia

    2. Liebe Thorlane,

      du sprichst mir aus der Seele! Mich nimmt das auch sehr mit und ja, ich gestehe, die Einschränkungen und das Erlahmen des öffentlichen Lebens ängstigt mich und setzt mir momentan noch mehr zu als die Angst vor dem Virus.

      Ich bin auf jeden Fall dabei, positive Nachrichten auszutauschen hier. Allerdings können wir das auch gerne an mehr als einem Tag in der Woche machen.
      Ich war gerade einkaufen. Alle Menschen haben brav Abstand gehalten. Und ich wurde mehrmals einfach so freundlich angelächelt. Ich habe sogleich KKs Idee aufgegriffen und habe mich bei den Verkäuferinnen und Kassiererinnen bedankt. Es tut gut, nett zu anderen Menschen zu sein.

      Herzliche und liebe Grüße an euch alle!

    3. Mich freut, dass auch alle älteren Freunde und Familienmitglieder gesund sieht.
      Mich macht es glücklich zu sehen, wie sich unsere Katzen genüsslich in der Frühjahrssonne räkeln.
      Auch ich bin allen zutiefst dankbar, die unermüdlich im Einsatz sind, unsere Versorgung gewährleisten mit Nahrung, Energie, Wasser, unseren Müll abholen, unsere Post zustellen, auf unsere Sicherheit achten und natürlich vor allem die medizinische Versorgung aufrecht erhalten. Auch das finde ich Grund zur Freude!
      Als Tip für die gute Laune empfehle ich noch lustige oder spannende Hörbücher. Beim aufmerksamen Zuhören schweifen die Gedanken nicht mehr ständig ab!
      Habt alle einen schönen Tag!

    4. Liebe Thorlane. Damit bist du wirklich nicht alleine. Ich kann im Home Office arbeiten, habe eine große Terrasse und bin in mancherlei Hinsicht privilegiert. Trotzdem macht mich diese Situation je nach Tagesform manchmal fast panisch. Ich bin Meister darin, mir furchtbare Szenarien auszudenken – wahrscheinlich schon zu viele Science Fiction und Horrorfilme gesehen. Versuche dich auf das zu konzentrieren, was wir haben und was uns auch keiner nehmen kann: Nette, telefonische Kontakte, E-Mails, vielleicht sogar mal wieder einen Brief schreiben, Musik hören tröstet mich ungemein und ich habe einen Vorrat an schönen Büchern gekauft – für alle Fälle. Und natürlich Konsumkaiser lesen 🙂

      Ganz liebe Grüße
      Ute

    5. Wie es mir seit etlichen Wochen geht, mag ich nicht einmal mehr beschreiben, vor allem nach den erheblichen gesundheitlichen Turbulenzen vom letzten Winter hinter im Haushalt. Und ich hatte gedacht, mich davon im Frühling etwas erholen zu können. Naja. Gefühlt hört das nie auf.
      Jetzt wird ja wirklich alles schwierig, selbst das bezahlen mit Karte (Pin-Eingabe) war schon einmal leichter, wenn man Feindkontakt verhindern will.

      Liebe Ute, vielleicht tröstet es, wenn man sich vor Augen hält, dass man selbst oder jemand im eigenen Haushalt vielleicht zum Glück nicht zu einer der Risikogruppen gehört.
      Wenn man bedenkt, dass das eigentlich ganz schön viele sind – ich kenne beispielsweise unglaublich viele Leute in den Vierzigern, die eine Krebserkrankung hinter sich haben oder mitten in der Therapie stecken, dazu all die Diabetiker, diejenigen mit Bluthochdruck usw. -, sind anscheinend recht wenige aufgewühlt. So ganz verstehe ich das nicht – denn schließlich hat man entweder bereits einen Schuss vor den Bug bekommen oder ganz konkret den Tod bereits vor Augen gehabt. Bitte nicht falsch verstehen, das ist kein Aufruf zur Panik, doch einer zur Umsicht.

      Und bitte meinen Einwurf nicht falsch verstehen – es geht mir nur um die Einordnung des eigenen Schreckens, indem man sich fragt, inwieweit es einen tatsächlich härter treffen könnte. Natürlich sind auch sehr viele Patienten auf den Intensivstationen eher jünger und ohne Vorerkrankungen, aber die Prozentzahl ist im Vergleich zur Kohorte nicht so hoch. Mit etwas Mathematik fühlt man sich etwas sicherer, Garantien gibt es natürlich keine.

      Man hat ja sehen können, wie es in Italien läuft, und im Prinzip ist nicht rasch und nicht rigoros genug gehandelt worden. Auch wenn Österreicher im Allgemeinen nicht für ihre Geschwindigkeit gerühmt werden 😉, so dachte ich letzte Woche dann doch: Tu felix, Austria…
      Ich persönlich bin seit Wochen dabei, die Vorräte auf ein Maximum aufzustocken, alle Verwaltungsgeschäfte erledigt, alle Geschäftskontakte umgestellt und die Familie noch einmal besucht zu haben – die bei uns betroffene Person schottet sich seit zwei Wochen komplett ab. Das heißt: eigentlich bin ich vorbereitet – aber ein gewisser Schock war es dann doch. Und der muss sich erst einmal etwas setzen.
      Danach werde ich ganz gewiss wieder den Staub in den Vitrinen mit Missvergnügen betrachten und beseitigen. Aber vorher mache ich mal ganz langsam. Denn was soll’s? Man hat ja jetzt Zeit.

      Ich hoffe vor allem darauf, dass die Kliniken nicht überschwemmt werden. Nur so eine Hoffnung.

      1. Das dachte ich mir schon. 🙂 Ich bleibe dir natürlich treu. Sorry, wenn das anders geklungen hat, das war keine Absicht!
        Liebe Grüße!

  8. Ich arbeite ja in einer Sparkasse, die Verunsicherung der Bevölkerung scheint maßlos zu sein.
    Die Menschen holen in großen Mengen Bargeld ab. Vor allem stehen sehr, sehr viele alte Menschen
    in der Schlange. Die sollten doch nun gerade zu Hause bleiben, für diese Risikogruppe werden die Maßnahmen
    ja gerade gemacht. Ich verstehe nicht, wie man JETZT zur Bank geht, um ein Sparbuch nachtragen zu lassen.
    Auf Nachfrage, warum er jetzt hier sei, meinte der alte Herr, er würde das jeden Monat ab dem 15. so machen.
    Daß die alten Menschen Angst um ihr Geld haben, kann ich ja noch verstehen, da sie sicherlich viel Schlimmeres
    erlebt haben. Aber warum man im Moment wegen Kleinkram zur Bank geht, wenn es absolut nicht nötig tut, kann
    ich wirklich nicht nachvollziehen.

    Bleibt alle gesund!

    Ich freue mich immer über diesen blog, vielleicht gerade jetzt in diesen wirren Zeiten.

    Liebe Grüße,

    Claudia

  9. Ich bin bei der Polizei und sage mal, auch im Namen der Kollegen, danke für das Danke!
    Ich hoffe nur, wir halten das durch… ich hab in den letzten beiden Wochen 60 bzw. 70 Stunden gearbeitet, für diese Woche steh ich auch schon auf fast 60. Mein letzter freier Tag war der 8. März und auch dieses Wochenende werde ich arbeiten müssen.
    Ich freue mich aber, dass der Blog weitergeht, ein bisschen Abwechslung brauchen auch die, die arbeiten müssen. Danke Dir für ein Stück Normalität in diesem Wahnsinn!

  10. Ich arbeite in einer Apotheke und gestehe, dass mir die Situation ein wenig Angst macht . Es ist nicht der Virus, wovor ich Angst habe, aber die Dummheit und Ignoranz vieler Bürger. Viele haben es immer noch nicht verstanden, wie ernst die Lage ist . Kunden kommen , vor allem Ältere, um sich die Zeitung abzuholen oder eine Fusscreme zu kaufen ; lehnen sich über den Verkaufstisch, obwohl überall Schilder mit „ Bitte Abstand halten“ angebracht sind ; manche lecken sich die Finger ab und reichen uns dann Rezepte !
    Wir haben uns schon so gut es ging provisorisch verbarrikadiert, mit Verkaufständern, Schildern … dann fragen die Kunden :“ wie soll ich jetzt zu Ihnen durchkommen ?!“…
    Ich verstehe die Angst der Kunden, die sehr wichtige Medikamente brauchen, aber wir werden weiterhin beliefert. Ja, es gibt Lieferengpässe, aber die gibt es schon seit mehreren Monaten ; natürlich kommt es vor, dass man jetzt das Arzneimittel von einem anderen Hersteller bekommt, als man es bisher gewohnt war , aber man bekommt den richtigen Wirkstoff in der richtigen Dosierung. Es gibt keinen Grund, jetzt alle Medikamente zu horten !

    Zum Glück bekommen wir heute Plexiglasscheiben als Schutz, so wie früher , mit einer Aussparung..
    Wir können uns nur gegenseitig aufmuntern, dass alles gut wird und immer wieder an alle appellieren :
    Wer nicht raus muss, bleibt bitte zu Hause 🙏🏼

    1. Ein Hoch auf die Plexiglasscheibe! Ehrlich, denn dann werde ich bei den wenigen Einkäufen, die ich tätigen werde (im Haushalt lebt jemand Vulnerables, weswegen auch ich mich nicht anstecken darf, und ich kann ja nicht nach jeden Einkauf zwei Wochen in Quarantäne gehen) mit etwas mehr Leichtigkeit Brille, Mundschutz und Handschuhe tragen. Hoffentlich kommen dann endlich auch die Vorgaben, dass nur eine bestimmte Anzahl Kunden in den Supermarkt hinein dürfen usw.

      Allmählich ist es höchste Eisenbahn, sehr vorsichtig zu sein. Die offiziellen Zahlen kann man (leider) getrost mal 10 nehmen, dann trifft es ungefähr den Sachverhalt.

  11. Der Blick ist ja ein Traum! Ich wünsche euch allen, dass ihr gesund bleibt und möchte auch danke sagen, an alle, die jetzt richtig ran müssen.

  12. Auch von mir ein großes Dankeschön an alle die ihrer Arbeit nachgehen müssen. Was wären wir ohne Euch. Wir könnten nicht mehr einkaufen gehen, würden Medikamente nicht mehr bekommen, könnten uns nicht behandln lassen, wenn wir krank sind, müssten mit den Reserven an Geld (die wir zu Hause haben) auskommen, keiner schreitet mehr in Coronapartys ein und noch vieles mehr. Daran sieht man, wie wichtig Ihr alle seit.
    Andere können sich schützen, in dem sie zu Hause bleiben oder auch müssen, dass könnt ihr leider nicht.
    Das sollte sich jeder vor Augen halten und nicht z. B. die Verkäufer anfeinden, beleidigen nur weil man keine 10 Packungen Klopapier erhalten hat. Ich frag mich sowieso warum soviel Klopapier gehortet wird. 🙂
    Ich gehöre auch zu der Gruppe die arbeiten geht, bin nur froh, dass ich keinen großen Personenkontakt habe.
    Wünsche allen starke Nerven (was leider nicht immer leicht ist).

    Lieber KK, es freut mich, dass Dein Blog weiter wie gewohnt erscheint, praktischer darf er gerne sein. Es ist jeden Morgen immer wieder schön, bei Dir vorbei zu schauen. Der Tag ist damit gerettet, die Laune hebt sich. Bei Sport werde ich wohl nicht mithalten, denn ich bin ein Sportmuffel 🙂 Deine Tipps und Vorschläge schaue ich mir aber gerne an, vielleicht ist auch etwas gegen Muskelverspannung dabei, für die jenigen, die eine sitzende Tätigkeit ausführen. 😉

    Viele Grüße
    Iris

    1. Garantiert! Sowas ist derzeit wichtiger als Muskelaufbau. Entspannung, aber auch Statuserhalt, also Entgegenwirken dem natürlichen Abbau. Sport muss uns in dieser Zeit helfen und nicht belasten.
      Liebe Grüße!
      KK

  13. Lieber KK,
    Du musst keine mega teure Chanel Nachtcreme testen, aber der versprochene Test der Emryolisse würde mich schon freuen….. Allerdings würde ich mich im Moment schämen, die Apotheke mit so einer Bestellung zu belästigen und erst mal an die Vorräte gehen. Kosmetikvorräte habe ich wie andere Leute Klopapier haben…..
    Mal wieder ein Gutes Nächtle in die Runde, bleibt tapfer.
    Liebe Grüße

  14. Ein dickes Dankeschön an alle, die uns hier in der schweren Zeit unterstützen =)
    Mir hat derletzte auch ein LKW Fahrer sehr leid getan, der sich im Radio gemeldet hat, ist abends an einen Rasthof gekommen, aber der hatte nach 18 Uhr nicht mehr offen, also kein Essen und Duschen für ihn…..

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