TV TIPP: DANCING ON ICE * WENN PROMIS HEFTIG INS SCHLINGERN GERATEN

Zu Jahresbeginn ist im Fernsehen für gewöhnlich die Hölle los! Promis im Dschungel, auf einsamen Inseln oder dem Tanzparkett. Bachelors, Bacheloretten und anderes Gewürm tummeln sich auf den Bildschirmen, wenn wir sie denn überhaupt noch anschalten. Ein einsames Format hat aber noch (neben IBES) mein Herz gewonnen. Sat1 versucht es nochmal mit der Eiskunstlaufshow „Dancing on Ice“ Nachdem ich eher zufällig reingeschaut habe, bin ich ganz gerührt, wie gut und tapfer sich die üblichen B-Promis dort schlagen…

 

Eiskunstlauf, die von mir heiß geliebte Sportart meiner Kindheit und Jugend erlebt derzeit einen zarten Aufwind. Nachdem es im Fernsehen eine wirklich anrührende Dokumentation über Jutta Müller, die DDR Trainerlegende, zu ihrem 90. Geburtstag gab, geht es nun weiter mit Eiskunstlauf in der glamourösen Sat1 Show „Dancing on Ice“.

Hier nochmal die Dokumentation über die Trainerlegende Jutta Müller (u.a. Katharina Witts Trainerin)

 

Ein klein wenig im Aufwind: Eiskunstlauf

Das Fernsehformat „Let`s Dance“ erfreut sich ja großer Beliebtheit, eben auch, weil man den vermeintlichen Promis bei den Fortschritten zusehen kann. Tanzen ist eine anstrengende und nervenaufreibende Sportart, erst recht, wenn man spät damit beginnt und kein besonderes Taktgefühl besitzt. Was sich da schon an Talent herauskristallisiert hat, toll.

In meinen Augen geht Dancing on Ice noch ein Stück weiter, denn anmutige Bewegungen und einstudierte Schrittfolgen leicht und flüssig zu präsentieren, wird auf dem übelst rutschigen Parkett ungleich schwerer! Wer noch nie auf dem Eis gestanden hat, kann es sich nicht vorstellen, wie schwierig der Übergang vom „Trockenen“ zum Eis sein kann. Herrlich die ersten buchstäblichen „Gehversuche“ der Promis auf dem Eis. Von Gleiten keine Spur. 🙂

Im Laufe der Wochen gewöhnen sich die TeilnehmerInnen an den tückischen Untergrund und lernen, dass man tatsächlich auf den millimeterschmal konkav geschliffenen Kufen stehen kann, sogar auf einem Bein! Von Richtungswechseln, Drehungen und kleinen Sprüngen mal ganz zu schweigen.

 

Damals, als ich noch schlitterte…

Ich erinnere mich da noch zu gerne an meine ersten Schritte auf dem glatten Parkett. Als kleiner Junge hat man weniger Berührungsängste. man fällt ja auch nicht so tief, wenn man nur 1,40 klein ist. 🙂 Mit 1,85 sieht das schon anders aus, der Kopf ist eben immer ganz oben. Da ich vom Rollkunstlauf kam, war der Umstieg aufs Eis nicht ganz so schwer, denn die Bewegungen ähneln sich sehr, man hat die Bewegungsmuster bereits im Gehirn abgespeichert und muss nun nur noch die „glatteren Umstände“ verarbeiten. Auf Rollen waren wir auf einer Betonbahn. dagegen ist das Hinfallen auf dem Eis geradezu „weich“, obwohl auch hier die blauen Flecken in allen erdenklichen Farben schillern.

 

Bewundernswerte Anfänger

Mit dabei sind Sängerin Sarah Lombardi (gerade verletzt), Entertainerin Désirée Nick (flog bereits raus), Curvymodel Sarina Nowak, Moderatorin Aleksandra Bechtel (kommt zurück als Ersatz für Sarah Lombardi), Musiker John Kelly, Bob-Olympiasieger Kevin Kuske, Schauspieler Timur Bartels („Club der roten Bänder“) sowie Tänzer Detlef D! Soost.

Was die Promis nun bei Dancing on Ice leisten, kann man sich eigentlich nur vorstellen, wenn man das Eis kennt. Im fortgeschrittenen Alter solch ein Wagnis einzugehen? Hut ab! Die Verletzungsgefahr ist enorm hoch, auch weil schon jetzt kleine Hebefiguren trainiert werden. Und der Sturz aus der Höhe mit PartnerIn kann für beide schlimme Folgen haben. Es ist einfach toll zu sehen, wie sich die Novizen überwinden und stolz ihre Trainingserfolge in jeder Sendung in einer kleinen Kür präsentieren. An der Seite von Profi-EisläuferInnen sieht das dann durchaus ansehnlich und äusserst unterhaltsam aus.

 

Unterhaltsame Jury

Die „Let`s Dance“ Jury ist ja mittlerweile eher grenzwertig, denn hier dreht sich alles nur um Show und den Effekt. Grammatik? Egal! Aber Glitzerfummel ohne Ende. Und immer diese Good Cop, Bad Cop Nummer. Ich finde es ermüdend, und dort tun mir die Teilnehmer manchmal schon leid.

Bei „Dancing on Ice“ tummeln sich die echten Experten und ehemaligen Klasseläufer Katharina Witt und Daniel Weiss, sowie (Helene Fischers) Choreograph Cale Kaley, sowie die unvermeidbare Judith Williams. Alle wirklich eine Bereicherung, bis auf Frau Williams (Autorin des autobiografischen Werkes „Wie Träume fliegen lernen“), die in dieser Jury wohl für die „Emotionen“ zuständig ist, die sie allerdings leider mit 5000 Tonnen Pathos zerquetscht.

 

Trotzdem, es macht Spaß zuzuschauen, und es hat mein Eisläuferherz berührt, wie engagiert die TeilnehmerInnen an ihren Fähigkeiten feilen. In Schweiß gebadet und mit vielen Blessuren – aber man spürt, wie stolz und glücklich das Erfolgserlebnis auf dem Eis sie macht. Das sind dann echte Emotionen, und denen schaut man immer gerne zu.

Immer Sonntags auf Sat1 um 20:15 Uhr. „Dancing on Ice“

(Auch über Sat1.de – Man kann auch ganze Folgen anschauen)

 

 

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(Fotos: Sat1, Screenshots   Keinerlei Sponsoring)

 

 

 

12 Kommentare

  1. Guten Morgen lieber KK,

    deine Begeisterung für den Eiskunstlauf ist richtig ansteckend. Ich selbst habe als Kind immer vom Eiskunstlauf geträumt. Leider war es zu teuer. Ich hatte eine Schulfreundin, die im Winter Eiskunstlauf betrieben hat und im Sommer Rollkunstlauf. Die hat mir auf der Rollschuhbahn einiges beigebracht, wie Rückwärtsfahren oder Piruetten. Als ich dann mit neun Jahren meine ersten Schlittschuhe gekauft habe (selbst zusammengespart!) viel mir das Schlittschuhlaufen sehr leicht. Meist waren wir auf dem örtlichen Weiher, einige Male auch auf der Schlittschuhbahn. Als ich dann mit Anfang 20 nach über zehn Jahren Pause, mit Freunden auf der Schlittschuhbahn war, viel es mir recht schwer, mich auf dem Eis zu bewegen. An Rückwärtsfahren war nicht zu denken und ich hatte tagelang heftigen Muskelkater. Damit nochmal neu anzufangen, kann ich mir so gar nicht vorstellen, insbesondere keine Kunststücke. Von daher ist es tatsächlich sehr beeindruckend, wenn Menschen sich dem stellen. Gesehen habe ich die Sendung allerdings noch nicht.

    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag

  2. Ach ja, gehört zwar nicht zum Thema, aber Madagascar Centella Asiatica 100 Ampoule, kurz nachdem du es hier vorgestellt hast, sehr viel teurer wurde, gibt es aktuell im Angebot für €16,52 ://www.yesstyle.com/de/skin-1004-madagascar-centella-asiatica-100-ampoule-100ml-us-edition/info.html/pid.1066657687
    Den Shop kenne ich allerdings nicht. Vielleicht kennen ihn einige der Leserinnen und Leser und können etwas dazu sagen. Ich bestelle ungern in unbekannten Shops, vor allem wenn das Angebot so extrem verlockend ist.

    1. Irgendwer hatte kürzlich empfohlen, auf eBay.com nach dem Produkt Ausschau zu halten. Ich habe inzwischen beim Verkäufer „bigclothcraft“ 2 Flaschen, kostenloser Versand, für umgerechnet € 30 bestellt. Hat alles reibungslos geklappt, die Bestellung war nach 11 Tagen bei mir. Danke also für den Tipp! 😀

  3. Guten Morgen lieber KK, Dein wie immer toll geschriebener Bericht macht mich tatsächlich etwas neugierig auf die Sendung 🙈😅 Eigentlich mache ich um solche Formate ja immer einen großen Bogen…
    Die Frau J. Williams finde ich eigentlich ganz amüsant und sympathisch, manchmal aber auch eeeetwas zu empathisch. Kann mich da immer nicht so recht entscheiden… Mein Mann meint nur immer, dass die eigentlich sehr gut und gepflegt aussieht, aber für ihr Alter trotzdem irgendwie schon sehr alt bzw altbacken wirkt 🤷🏼‍♀️😂
    Jedenfalls, zurück zum Thema 😉, finde ich es auch wirklich beeindruckend wenn sich Erwachsene (Anfänger) an Eislaufen rantrauen. Und dann noch versuchen sich innerhalb kürzester Zeit immer wieder zu steigern!
    Ich werde da jetzt wohl auch mal reinschauen müssen… 😂
    Noch einen schönen Sonntag ⛸

    1. Stimmt genau, Frau Williams wirkt sehr madammig und aufgesetzt, obwohl sie wahrscheinlich privat völlig anders ist. Eigentlich schade, aber da kommt sie wohl nicht mehr raus, es ist ja mittlerweile ihr „Markenzeichen“ geworden.
      Liebe Grüße, KK

  4. Hallo ihr Lieben,
    da wird einem ja ganz wehmütig. Ich bin früher mit meinen Freundinnen im Winter immer zum Eislaufen gegangen. Anfangs mussten wir uns Schuhe leihen. Kinderfüße wachsen ja sooo schnell… Doch dann habe ich zum Geburtstag meine ersten schneeweißen Schlittschuhe bekommen. Wir waren damals vierl Mädchen und sind immer im Revierpark Vonderort in der Eishalle gewesen. Die Halle steht zwar noch, ist aber denke ich inzwischen eine Bruchbude. Auf die Rollschuhbahn, welche im übrigen Jahr dort war, sind wir aber nie gegangen. Nee, Eis war uns lieber. Wir konnten immerhin rückwärts fahren und Achter-Schleifen sowohl vorwärts wie rückwärts. Als ich das erste Mal überhaupt auf dem Eis war, da waren wir auch im Revierpark Vonderort, aber dan den kleinen Seen. Die waren damals zugefrohren (ja ja, so kalt war es in der „guten alten Zeit“). Schlitschuhe hatte ich damals noch nicht, aber schlindern konnte ich schon. Habe auf den Eisschollen auf unserem Schulhof geübt. Da gab es im Winter immer ganze Eisrinnen, Tja, unebener Boden oder abgesackte Steine, keine Ahnung wie genau diese Schlinderbahnen entstanden sind. War jedenfalls immer prima. Und wenn ich noch mal nostalgisch werde…. Früher konnte man sogar an meiner Schule rodeln. Na ja, wir nannten das so. Es gab einen Hang auf den wir trotz Verbot immer wieder hoch sind um auf Plastiktüten runter zu rutschen. Wir durften deshalb nicht auf den Hang, weil er ein Schutzwall vor den Eisenbahnschinen dahinter war.
    Ja ja, lang ist es her. Aber ein Wort auch von mir zur Sendung. Gesehen habe ich sie auch bisher nicht. Aber ich denke, Hut ab vor der Curage, dass sich die Promis nicht nur auf das Eis wagen, sondern auch vor die Zuschauer. Ich denke, wer Respekt vor dem Eis hat, aber keine Angst davor, der kann dass schon schaffen.

    Ich wünsche euch allen einen schönen Sonntag und eine gute Woche. Es soll ja kalt werden. Passt auf euch auf.

    Liebe Grüße
    RuhrCat

    1. Ha, die Eishalle kenne ich natürlich auch! Da war früher richtig viel los. Heute sind die meisten Eishallen runtergekommen. Nur wenn die Eishockeyvereine in einer hohen Liga spielen, wird noch investiert. Schade um die schöne Sportart und auch das Freizeitvergnügen.
      Eisbahnen auf öffentlichen Plätzen, wie zB auf Weihnachtsmärkten finde ich aus Umweltgründen problematisch. Und auf eingefrorenen Seen bin ich auch gelaufen. Aber nur mit alten Schlittschuhen, denn die Kunstlaufschienen hätten sonst ständig nachgeschliffen werden müssen. Natureis ist ja arg bucklig.
      Liebe Grüße, KK

  5. Ach ich dachte mir, dass du die Sendung magst.
    Ich schaue schon seit Folge 1 und staune über die Fortschritte der Stars.
    Macht richtig Spaß und viel interessanter als Lets dance.
    Mit der Jury bin ich ganz bei dir, viel souveräner und kompetenter. Ausser Frau Williams, die wirklich was kann, aber schrecklich steif und aufgesetzt wirkt. Sie ist der lebende Influencerblog. Alles total tooooll und süüüß. Da höre ich immer weg.
    Heute Abend schaue ich wieder!!
    Schönes Wochenende!

  6. Das freut mich aber, hier einen Bericht zu Dancing on Ice zu lesen! Ich gestehe ja, dass ich seit Anbeginn (also seit der 1. Staffel Strictly Come Dancing) so ziemlich alle dieser Tanz-Shows mal mehr mal weniger intensiv verfolgt habe. Auch, weil ich selbst mal so halb-professionell Tanzsport betrieben habe und dadurch auch einige der Trainer der österreichischen Version persönlich kannte.
    Dancing on Ice ist meiner Meinung nach auf jeden Fall einer der besseren Vertreter dieser Art Shows – ich würde fast sagen, dass es das bessere Let’s Dance ist. Let’s Dance ist mir in vielerlei Hinsicht mittlerweile zu extrem und überdimensioniert… schon allein die Anzahl der Teilnehmer und die gefühlt ewige Laufzeit der Show, wo man spätestens nach der Hälfte der Staffel gar nicht mehr weiß, wer am Anfang mal dabei war. Dazu die Jury und das ganze Drumherum, die dafür sorgt, dass ich Let’s Dance mittlerweile nur noch im Schnelldurchlauf verfolgen kann. Die Leistungen bei Let’s Dance sind ja nach wie vor sehr ansprechend – beeindruckend allein, was Ingolf Lück und Thomas Hermanns in ihrem Alter da letztes Jahr gezeigt haben. Aber der Rest… Dancing on Ice ist da sehr angenehm: eine überschaubare Anzahl an Paaren und eine recht kurze Laufzeit, Moderatoren, die sich eher zurücknehmen und eine fachlich kompetente Jury, wo sich keiner in den Vordergrund drängt. Dazu auch wirklich ansprechende Leistungen (Timur Bartels liegt das Eislaufen offenbar im Blut) – für mich gerne mehr davon!

  7. 🙂 Uij, das habe ich total verpasst!
    Ich mag Eiskunstlauf sehr, aber das ist ja über die Jahre ziemlich aus dem Blickfeld gerückt.
    Würde mir gefallen, wenn’s wieder etwas „hipper“ wird.
    Liebe Grüße und schönen Sonntagabend!
    Claudia 🙂

    1. Man kann die verpassten Folgen über Sat 1 sehen, unten (beim Bild) habe ich das verlinkt. Einfach auf das Fotos klicken, dann kommst du zu Sat 1 (kein Affiliate Link).
      Liebe Grüße, KK

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