LIFESTYLE: REVOLUT * DIE PREPAID-KREDITKARTE FÜR ECHTE WELTENBUMMLER

Heute geht es noch einmal um eine Kreditkarte, die ich mir vor geraumer Zeit angeschafft habe, denn sie hat ein paar unschlagbare Vorteile, die sonst kaum eine Karte zu bieten hat. Und das lohnt sich ganz besonders für Weltenbummler und Menschen, die beruflich weltweit unterwegs sind, besonders ausserhalb des Euro Raums. Und extrem günstig ist die Revolut Karte samt UK Bankkonto auch noch – für wirklich jeden!

 

Vor geraumer Zeit hätte ich diese Revolut Karte besonders gut gebrauchen können. Ich hatte ja eine berufliche Kooperation mit einer UK Sportfirma, die in London ansässig ist und weltweit agiert. Im Laufe meines Engagements war ich einige Zeit ganz schön unterwegs, auch in Nicht-Euro Ländern. Da wird das Bezahlen durch Kreditkarte zwar einfach, aber leider kostet es fast immer auch etwas. Umrechnungskurse und die dazugehörigen Gebühren gehen ganz schön ins Geld, das läppert sich.

Und da falle ich doch gleich mal mit der Tür ins Haus: Mit der Revolut Prepaid-Kreditkarte bezahlt man keine Wechselgebühren und es wird werktags der beste Wechselkurs angelegt, und der ist in Echtzeit angepasst. Man kann also ganz bequem in Landeswährung bezahlen, auch im Internet! Die schlechten Umrechnungskurse dort entfallen, und man bezahlt keinen Cent für den Auslandseinsatz zum Beispiel in US Dollar.

Ich bin zum Beispiel Mitglied bei einem Musikservice in den USA, der gemixte Musik für Gruppenfitnesskurse online bereitstellt. Die monatliche Gebühr wird nun immer von meiner Revolut Visa abgebucht – wie gesagt, ganz ohne Zusatzkosten!

Bargeldabheben ist weltweit ebenfalls kostenlos, es fällt auch keine Fremdwährungsgebühr an, das bei der kostenlosen Kontovariante aber nur bis 200Euro/200Dollar/200Pfund.

Noch etwas „Spezielles“: Man meldet sich einmal online an (siehe weiter unten), erhält seine physische Visa Karte umgehend und kann danach per App noch eine weitere virtuelle Einwegkarte anlegen, die man zB. nur einmal nutzt, wenn man Angst hat, die Daten könnten missbraucht werden. Die Karte löscht man in der App in Echtzeit und erstellt sich sogleich eine neue virtuelle Zweitkarte, mit der man aus dem Guthaben der Hauptkarte genauso bezahlen kann.

 

 

Sehr cool ist auch die Möglichkeit schnell und einfach Bitcoins (und andere Kryptowährungen) über die App zu kaufen und damit zu bezahlen. Natürlich auch alles in Echtzeit.

 

 

Keine Frage, alle Sicherheitsfunktionen (Karte sperren, Geldautomat sperren, Internet Einsatz sperren, Ausgabenlimits, usw.) sind ebenfalls jederzeit in Echtzeit über die App zu bedienen.

Auch hübsch: Man kann verschiedene „Sparkonten“ (Vaults) einrichten, die man zB. mit dem Spargrund betiteln kann. Dann ist es möglich automatisch jeden Monat vom Guthaben einen voreingestellten Betrag aus dem Guthaben auf die verschiedenen Unterkonten zu überweisen. Alles von ganz alleine, ohne Aufwand. Man kann auch „Wechslegeld“, also das aufgerundete Geld aus einem Kauf, automatisch in die Sparkonten umleiten lassen. Man „merkt“ gar nicht, dass man spart.

Übrigens erhält man ein vollständiges Bankkonto mit UK IBAN. Zu Anfang muss man wählen, ob das Konto in Euro oder Pfund geführt werden soll. Nicht schlecht, ein Auslandskonto, auch für den Brexit gerüstet, und weltweit einsetzbar. Very international! Weltweite Banküberweisungen funktionieren ganz einfach mit der App, ganz ohne Tan-Firlefanz.

In Deutschland wird dazu nichts in den einschlägigen Auskunfteien (wie zB bei der Schufa) eingetragen, es wird auch keine Bonitätsanfrage gestellt, da die Konten allesamt auf Guthabenbasis funktionieren. das Konto kann man somit innerhalb von 10 Minuten eröffnen und man erhält die Visa Karte dazu in ca. zwei Werktagen (war bei mir so).

Identifizieren muss man sich leider per Upload eines Fotos des Personalausweises und eines Selfies. Ich weiß, nicht die eleganteste und sicherste Methode, aber ich habe es jetzt mal über mich ergehen lassen, es hat einwandfrei und schnell funktioniert. Videoident wäre aber wohl etwas angebrachter.

Der Kartenversand kostet ca. 6,00 Euro und das Konto muss man einmalig mit 10,00 Euro aufladen, dann ist alles aktiviert. Weitere Kosten entstehen nicht, ich nutze die Karte seit Juni und es gab keine versteckten Gebühren. Die Karte selbst kommt in einer todschicken Zugbox:

 

Wer und was ist „Revolut“? Revolut bei Wikipedia

 

Vor- und Nachteile

  • Die Karte/Konto bekommt JEDER. Wahlweise Plastik, virtuell oder beides. Jede weitere Karte, egal ob Plastik oder virtuell kostet. Bei der Plastikkarte kommen noch einmal 6€ Versandkosten hinzu. Im Moment der Kartenbestellung muss auf dem Konto ein Guthaben von 10€ aufgeladen sein.
  • Für die Karte gibt es keine Schufaabfrage oder einen -eintrag.
  • Zur Überweisung/Aktivierung muss sich der Karteninhaber über die App identifizieren. Hinzu werden die Vorder- und Rückseite vom Personalausweis oder Euro-Führerschein photographiert und hochgeladen. Außerdem musst Du mit der App noch ein oder zwei Selfies machen, die ebenfalls hochgeladen werden. Wenn der Automat der Meinung ist, dass Du dem Bild auf dem Ausweis ähnlich genug bist, wirst Du innerhalb weniger Minuten (teilweise auch Stunden) freigeschaltet. Das ist nicht die sicherste und vertrauenswürdigste Methode.
  • Man bekommt ein EURO-Konto mit einer ganz normalen GB-IBAN.
  • Einkommende und ausgehende SEPA-Überweisungen sind möglich. Lastschriften sind auch möglich. Überweisungen werden in der App autorisiert. TANs gibt es nicht.
  • Das Konto bzw. die Konten können nur über die App verwaltet werden. Ein Webinterface gibt es nicht.
  • Für jede Kontobewegung gibt es eine Push-Meldung auf das Smartphone/Smartwatch.
  • Abhebungen bis zu einer Höhe von 200€/200 GBP/200 US$ im Kalendermonat sind gebührenfrei. Darüberhinaus fallen 2 % an.
  • Für Zahlungen in Fremdwährungen fällt kein Aufschlag an.
  • Als Wechselkurs berechnet Revolut den Interbankenkurs. Die Kurse werden am Freitag Abend um 23.59 UTC eingefroren und je nach Währung wird zwischen 0,5-2% zwischen An- und Verkaufskurs aufgeschlagen um Revolut vor Schwankungen am Wochenende abzusichern
  • Das Konto bzw. die Karte kann entweder per (SEPA-)Überweisung oder mit einer anderen Kredit/Debitkarte aufgeladen werden, das funktioniert in Sekunden.
  • Über die App kann man diverse Währungen kaufen und verkaufen. Zahlt man dann in einer Währung in der man ein ausreichendes Guthaben hält, wird aus dem Guthaben gezahlt. Ansonsten zuerst aus der Heimatwährung, wenn das auch nicht ausreicht, aus dem größten vorhanden Guthaben. Auch hier kommt dann der aktuelle Interbankenkurs zum tragen.
  • Die Karte kann problemlos bei Paypal hinterlegt werden.
  • In der App können Online-Zahlungen und Zahlungen per NFC, ATM und Magstripe in Echtzeit ein- und ausgeschaltet werden. Außerdem läßt sich ein Geo-Blocking aktivieren, das verhindern soll dass die Karte an einem anderen Ort eingesetzt wird als sich Euer Handy befindet.
  • Für ein Konto können 2 Karten bestellt werden, für die jeweils ein eigenes Limit (Tasschengeld) festgelegt werden kann.
  • Zahlungen an andere Benutzer der App werden in Echtzeit ausgeführt
  • Die App hat eine Funktion zum Teilen von Rechnung und zum Anfordern von Zahlungen von anderen Revolut-Benutzern.
  • Die Karte ist hochgeprägt und auf der Rückseite steht „Prepaid“.
  • Es besteht bei Revolut ein sehr strenger Betrugsschutz, der automatisiert auch schon mal Privatkonten kurzzeitig einfrieren kann, wenn es „verdächtige“ Zahlungsvorgänge gibt.

 

 

 

Warum ich diese Karte besitze: Ich wollte zusätzlich zu meiner Prepaid Mastercard (O2 Bank) auch eine Prepaid Visacard. Prepaid finde ich derzeit ziemlich sicher und überschaubarer, besonders als Konsumjunkie bleibt man auf dem Teppich. Zahlungen in Fremdwährungen sind kostenlos, im Internet und auch am Bankautomaten im Ausland (bis 200Euro/Pfund/Dollar). Die sofort einrichtbaren virtuellen Sparkonten sind sehr bequem und praktisch.

  • Es gibt auch noch eine Premium-Version des Kontos für 8€ im Monat. Die Features und Konditionen sind für mich aber nicht interessant, deshalb gehe ich nicht näher darauf ein.
  • Wer eine wirklich kostenlose Prepaid Mastercard sucht, die ein Girokonto automatisch mit eingebaut hat, und die ebenfalls in Echtzeit über eine App gesteuert wird, sollte sich dringend die von mir HIER empfohlene O2 Karte mit Konto (der Fidor Bank München) anschauen.
  • Mehr Infos bei Revolut
  • Dieser Bericht ist nicht gesponsert, ich bekomme KEINE Provision, falls ihr eine Karte anfordert, ich bin selbst „nur“ Kunde bei Revolut. Gleiches gilt für die Karte der O2 Bank. Dabei könnte ich über einen Link eine Provision abgreifen, aber das mache ich bei KK aus Prinzip nicht.

 

 

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(Fotos: Konsumkaiser, Revolut   Keinerlei Sponsoring!)

 

 

10 Kommentare

  1. Genau so etwas suche ich! Ich bin beruflich oft in Russland und hätte gern eine KK, die ich an und ausschalten kann. Und keine Auslandsgebühr ist natürlich auch super.
    Danke für den Tipp. Dieses FinTech macht ja einen soliden Eindruck, so gut mit Held ausgestattet und bei den Zuwachsraten.

  2. Danke für die Vorstellung. Da ich öfters gegen Virtuelle Wände laufe, weil AMEX nicht Akzeptiert wird (hatte da schon frustrierende Erlebnisse), habe ich nach einer Pripaid Lösung der Gängigen Karten gesucht. Gab es mal bei Penny und Co. zu kaufen. So einmal Kreditkarten. Die gibt es aber zu meinem leidwesen nicht mehr.
    Hier bietest du mir eine tolle Alternative.
    Dankeschön 😊

  3. Sehr interessant. Einige der Vorteile bietet auch meine normale Kreditkarte an wie Zahlungen international sowie Geld abheben im Ausland – beides kostenlos, aber sicher nicht alle. Die Sache mit den Bitcoins finde ich sehr spannend. Prepaid Kreditkarte habe ich nicht, da mir früher öfter passierte das die Restaurants oder Taxifahrer diese abgelehnt haben. Bitcoins habe ich aber in der Vergangenheit gebraucht und kannte keine sichere und einfache Beschaffungsmethode…

    1. In Fremdwährung ohne Wechselgebühr? Da kenne ich bislang keine Bank, die das anbietet.
      Und die „alten“ Prepaidkarten waren nicht hochgeprägt. Die neuen Anbieter haben nur hochgeprägte Karten, die funktionieren auch zur Not mit einem Ritsch-Ratsch Gerät. 🙂

      1. Ich bin sehr lange bei meiner Kreditkartengesellschaft. Über 15 Jahre lang. Das habe ich vor Jahren direkt mit meinem KK Anbieter ausgehandelt.
        Damals habe ich mein Gehalt und Miete und alles über KK gezahlt, also einen großen Umsatz dort monatlich verwaltet und für die Kk lohnte sich mich zu behalten.
        Keine Ahnung woran das liegt, wenn ich mit einem Taxi fahre – oft – oder neulich in einem Unterwäschegeschäft im Ausland hieß es – keine Prepaid Karten und keine Mastercard.

        1. Ich finde die PP KKs auch nur als Zusatzkarten sinnvoll. Wenn es mal brenzlig wird, sind die Karten mit Verfügungsrahmen natürlich praktischer. Habe ich natürlich auch, aber die lege ich immer weit weg, damit ich nur das Geld ausgebe, dass ich mir auch auf die PP Karte geladen habe, als „Spielgeld“ sozusagen. 🙂
          Sie sind aber auch eine tolle Alternative für Leute, die ansonsten keine KK bekommen würden. Heutzutage geht es ja fast schon nicht mehr ohne solche Zahlungsmittel.

  4. 🙂 Danke für die ausführlichen Informationen.
    Ich habe zwar eine prepaid KK, aber die läuft ja irgendwann ab, dann brauche ich einen Nachfolger.
    Liebe Grüße
    Claudia 🙂

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