LIFESTYLE: WENN MÄNNER PUTZEN…(NUTZEN SIE TIPPS UND TRICKS)

Putziges Thema heute! Ihr erinnert euch doch noch an die vielen Feiertage letztens? Als ich mir vorgenommen hatte, mal einen Putztag für Haus und Hof einzulegen? War erwartungsgemäß gruselig, hat dann aber doch besser geklappt als gedacht, denn ich habe ein paar Putz-Hacks aus dem Internet genutzt, die ich hier einmal wärmstens empfehlen möchte.

Aufräumen und putzen!

What? Der KK hat keine drei minderjährigen Peruanischen Zugehfrauen, die ohne Mindestlohn und Rentenbeiträge, 10 Stunden am Tag die Fenster, Böden und goldenen Wasserhähne der weitläufigen KK Villa schrubben und wienern? 

Dazu möchte ich feststellen, dass ich noch NIE jemanden für mich habe putzen lassen. Gut, als Kind taten das meine Eltern gemeinschaftlich. Aber als ich älter wurde, hatte ich auch schon meine Pflichten im Haushalt. Ist also alles kein Problem, wenn nur der berühmte Schweinehund nicht wäre.

Der erscheint nämlich nicht nur, wenn man schön gemütlich auf der Couch sitzt, sich aber eigentlich gerade zum Sport aufmachen sollte. Nein, auch bei unangenehmen Pflichten kommt das Biest zuverlässig um die Ecke geschlichen.

Und um meine Laune ein wenig zu steigern, wollte ich beim Putzwahnsinn diesmal ein paar gut gemeinte Tipps aus diesem Internet umsetzen, die einem stets versprechen, dass das ungeliebte Wienern viel schneller und leichter von der Hand gehen soll.

Hämisch habe ich nur auf dicke, fette Fails gewartet…aber, oh Wunder, die Tipps waren gar nicht mal schlecht. Einiges kennt man auch schon, hat es nur wieder vergessen, andere Empfehlungen waren mir neu, aber eben auch ganz prima umzusetzen.

Was soll ich sagen? Ich habe zwar nicht alles geschafft, was ich mir vorgenommen hatte, aber trotzdem blitzt und funkelt es jetzt an vielen Stellen im trauten Heim. (Ab sofort bewege ich mich nicht mehr, und überziehe alles mit einer Klarsichtfolie, dann hält es vielleicht bis Weihnachten?)

 

Teppich und Rasierschaum

Fleckige Teppiche werden wieder ziemlich sauber, wenn man die schmutzigen Stellen vorher mit Rasierschaum einreibt. Mit einer weichen Bürste den Schaum in den Flor einarbeiten und mindestens eine Stunde einwirken lassen. Reste mit einem feuchten Schwamm abnehmen. Anschließend mit Schwamm oder Tuch und klarem Wasser die Reste vorsichtig aus dem Teppich reiben. Zusätzlich duftet es auch noch schön frisch in der Wohnung. Das funktioniert übrigens nicht mit Rasiergel!

 

Haar-, Topf- und andere Bürsten und Rasierschaum

Nochmal das schaumige Wundermittel. Bürsten, egal ob für Kopf oder Topf, lassen sich schwierig reinigen. Besonders die Zwischenräume lassen sich nur mühsam vom Schmutz befreien. Bürsten (und auch Kämme) einsprühen und den Schaum bei Bedarf mit der Hand andrücken. 10 Minuten einwirken lassen und anschließend unter fließendem lauwarmen Wasser abspülen. Sieht sofort fast wie neu aus und duftet ebenfalls angenehm frisch.

 

Tausend Tomatenspritzer in der Mikrowelle?

Tomatenspritzer in der Mikrowelle bekommt man ganz leicht mit einer Mischung aus Zitronensaft, Essig und Wasser entfernt. Dazu wird eine mikrowellengeeignete Schüssel mit Wasser gefüllt, dazu einen Schuss Essigessenz und Zitronenscheiben. Stell die Mikrowelle auf die höchste Stufe und erhitze die Mischung für fünf Minuten. Wenn die Zeit um ist, lasse das Ganze bei geschlossener Tür nochmal durchziehen. Anschließend mit einem trockenen Papiertuch die Mikrowelle auswischen – schon erstrahlt sie wieder in neuem Glanz.

 

Whitening Zahncreme für das Auto

Besonders in der dunklen Jahreszeit ist es wichtig, darauf zu achten, dass die Scheinwerfer des Autos auch klar leuchten. Die Witterungsverhältnisse im Herbst lassen sie schnell wieder trübe aussehen. Abhilfe schafft hier eine Zahnpasta für weißere Zähne (keinesfalls die BLAUE!). Dazu eine Schicht Paste auf die Scheinwerfer und diese für etwa 15 Minuten einwirken lassen. Danach etwaige Zahnpasta-Reste beseitigen und polieren – fertig!

 

Beim Staubsaugen Beine und Po trainieren

Allerdings nicht diesen berühmten Ausfallschritt nach vorne. Den machen zu viele Menschen falsch, Knieprobleme drohen. Lieber die Beine (also Ober- und Unterschenkel) parallel halten und in eine leichte Beugung gehen, als wolle man sich hinsetzen. Dabei den geraden Rücken leicht nach vorne neigen. Und dann mit dem Staubsauger kräftig arbeiten. Fortgeschrittene können so auch mit gebeugten Beinen durch die Wohnung laufen, vorausgesetzt, der Rücken bleibt gerade und die Knie drücken nicht zusammen! Gleiches kann man übrigens auch bei jedem Zähneputzen veranstalten.

 

Kaffeefilter und Bildschirm

Monitore von Fernsehern und Computern ziehen Staub geradezu magisch an. Kaum geputzt, schon ist wieder eine Staubschicht zu sehen. Das kann frustrierend sein – muss es aber nicht. Wenn man stattdessen mit einem unbenutzten Kaffeefilter über die Bildfläche streicht, hat hartnäckiger Staub keine Chance mehr.

 

Duschköpfe lieben Essig und Backpulver

Nicht nur aus Hygienegründen empfiehlt es sich, regelmäßig den Duschkopf zu säubern. Ansonsten bildet sich Schimmel, der sieht eklig aus und verstopft die Düsen. Doch anstatt sich einen neuen zu besorgen, brauchen man lediglich einen kleinen Plastikbeutel mit Zippverschluss. Diesen mit Essig auffüllen und ein wenig Backpulver hinein streuen. Leg nun den Duschkopf in den Beutel und verschließ die Öffnung darüber mit einem Gummiband. Ein bis zwei Stunden warten – danach sollte der Duschkopf wieder sauber und unverstopft sein.

 

Badarmaturen und Wachspapier

Unschöne Fingerabdrücke und Wasserspritzer lassen sich leicht mit Wachspapier entfernen. Dazu bildet sich auch noch eine dezente Schutzschicht auf der Oberfläche, die für eine gewisse Zeit vor weiteren Flecken schützt.

 

Das Fliegengitter und die Fusselrolle

Diese Rollen eignen sich nicht nur dazu unschöne Haare und Fusseln auf der Kleidung zu entfernen. Auch Spinnweben kann man damit gut von Fliegengittern entfernen. Allerdings sollten die, wenn sie unschön verfärbt sind, dann doch auch ausgetauscht (oder gewaschen) werden.

 

Alles Gute kommt von oben?

Wie man´s nimmt. Beim Putzen sollte man stets von oben nach unten arbeiten, da der Staub ja naturgemäß nach unten fällt. Sonst muss man unter Umständen nochmals alles säubern und abwischen.

 

 

15. November…

…ist übrigens ein kurioser „Feiertag“

An diesem Tag begeht man bei unseren transatlantischen Nachbarn in den USA den sogenannten Putz-Deinen-Kühlschrank-Tag (engl. Clean Out Your Refrigerator Day – manchmal auch: National Clean Out Your Refrigerator Day). Also, worauf wartest du noch…? 😉

 

 

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(Fotos: FreestockPixx, Konsumkaiser, Pixxels   Keinerlei Sponsoring)

13 Kommentare

  1. Die Tipps sind super, das mit dem Rasierschaum probiere ich bei der nächsten Gelegenheit aus.

    Ich habe übrigens mal gelesen, dass das Innere des Kühlschranks der unhygienischste Ort in der ganzen Wohnung ist, noch vor dem Klo *grusel* Ein Putz-Deinen-Kühlschrank Tag im Jahr reicht dann wohl kaum aus. In dem Artikel stand das eine 14-tägige Reinigung das Mindeste wäre…ich gebe zu das ich mich höchstens einmal im Quartal dazu aufraffe, wenn überhaupt.

  2. Mein „Zaubermittel“ für verschmutzte Waschbecken, Backöfen etc ist Backpulver. Auch so ein Hack aus dem Netz, funktioniert aber sehr gut.
    LG, Tina

        1. Was wirklich hilft: Verfärbung mit Entkalter auf Basis von Zitronensäure bedecken, einwirken lassen und dann ausspülen. Ich habe schon mehrere Pullover und Blusen damit gerettet.

          Grüße von Claudia

  3. Interessante Tipps, danke ! Rasierschaum wird nächstes Mal als Teppichreiniger ausprobiert.
    Den Kühlschrank reinige ich 1 x /Monat mit Essig-Essenz und Wasser (1:4), war auch ein Tip aus dem Internet

  4. Danke für den Tipp mit Wachspapier, das werde ich doch demnächst mal antesten…nichts ist nerviger als gleich wieder
    Wasserflecken auf den Armaturen zu haben…
    Allerdings kann ich (beruflich aus der Autobranche kommend) nur vom dem Trick mit den Scheinwerfern und der Zahnpasta abraten.
    Die Whitening Zahnpasta hat Mikro Schleifpartikel, weswegen dies im ersten Schritt bei Scheinwerfern gut funktionieren mag, aber auf Dauer hat man dadurch im transparenten Kunststoff winzig kleine Kratzer, die eben die Streuung beeinträchtigen und in denen sich auch der Schmutz noch mehr festsetzt….

    VG,
    Sabrina

  5. Küchenarmaturen und Waschbecken bleiben länger Wasserspritzer-frei wenn man sie zum Schluss etwas einölt. Ich benutze Olivenöl, Sonnenblumenöl funktioniert weniger gut – anscheinend geht auch Babyöl, habe ich noch nie probiert. Verstopfte Abflüsse reinige ich mit einer Handvoll Natron und einem Schuss Essig – zischen und brausen lassen und dann kochendes Wasser hinterher. Reicht normalerweise schon – ansonsten muss nochmal schnell der gute alte Plümpel her. Und wer Pulver-Schnee vor der Haustür hat: Vorleger und kleine Teppiche, aber auch wollene Jacken, Mäntel und Hüte in die weisse Pracht schmeissen, etwas eindrücken, dann abklopfen und gut abbürsten. Entstaubt und frischt das Gewebe auf. Aber Vorsicht: es muss schon Pulverschnee sein – mit Matsch geht das selbstverständlich nicht.

  6. Ich bin (neben dem, was schon meine Oma kannte – Essigessenz, Backpulver, Spülmittel) begeisterter Verwender von EM (effektive Mikroorganismen). Sind umweltverträglich, hautschonend und sparsam, und verzögern sogar die rasche Wiederverschmutzung/-Verkalkung ein bisschen.
    Verwende ich solo oder mit Essig/Spüli für fast alles (Waschmittelzusatz, Weichspüler- oder Klarspülerersatz, Kühlschrank, Bad/WC, auf dem Kompost zur schnelleren Umsetzung, im Gießwasser für Garten- oder Zimmerpflanzen, auf dem Katzenklo :-), für Teppich- oder Autoinnenreinigung, zum Fensterputzen etc.etc.)

  7. Werter KK,

    darf ich als bibliophile Zugabe noch den Roman von Meir Shalev: „Meine russische Großmutter und ihr amerkikanischer Staubsauger“ erwähnen?
    In diesem Roman gibt es u.a. eine köstliche Beschreibung zu den geschlechtsspezifischen Unterschieden beim Auswringen des Wischlappens.

    Der israelische Romancier Meir Shalev schöpft für den Roman „Meine russische Großmutter und ihr amerikanischer Staubsauger“ bewegliche Wahrheiten aus dem biographischen Brunnen seiner Vorfahren und Verwandten. Die Hauptperson ist seine Großmutter Tonia, die Hauptsache ist ein Staubsauger, und die Haupthandlung dreht sich ums Putzen.

    Zwischen diesen drei Eckpunkten knüpft Meir Shalev ein facettenreiches, interessantes und menschenkenntnisreiches Geschichtennetz. Die Großmutter erzählt, der Großvater, die Mutter, der Vater, die Onkel, die Tanten: Alle erzählen gern und viel und haben keine Scheu, die tatsächlichen Tatsachen nur als Vorwort für eigenwillige und kreative Ausschmückungen, Ergänzungen, Interpretationen und Variablen der Wahrheit zu nutzen. In Meir Shalevs Buch kommen sie alle zu Wort, und so mäandern um die Geschichte des Staubsaugers viele Nebengeschichten, die jedoch einen anschaulichen und sinnvollen Beitrag zum Gesamtbild liefern.

    Hier geht es zu meiner Buchbesprechung:
    https://leselebenszeichen.wordpress.com/2013/07/31/meine-russische-grosmutter-und-ihr-amerikanischer-staubsauger/

    Zum Reinigen von verschmutzten Oberflächen kann ich übrigens noch den mitweltfreundlichen WIENER KALK empfehlen, mit etwas Wasser vermischt, bekommt man eine Putzpaste, mit der sich sogar angelaufenes Silber putzen läßt.

    Mit verbindlicher Empfehlung 🙂
    Ulrike von Leselebenszeichen

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