LIFESTYLE: RAIDER, SENSO, LAVALAMPE – WIR KINDER DER 80ER JAHRE

Hast du auch deine Kindheit in den 70er und 80er Jahren verbracht? Eine Zeit, die vor Veränderung nur so strotzte. Je erwachsener wir wurden, desto freier wurde scheinbar das Leben. Es gab aber auch schlimme Ängste und Krisen, die Welt stand am Rande eines weiteren Weltkrieges. Was fällt euch eigentlich noch so ein, wenn ihr über typische 80er Jahre „Dinge“ nachdenkt…?

Wir sind die Kinder der 70er und 80er Jahre. Wir hatten weder Computer noch ein Handy zur Verfügung, stattdessen Schrammen auf dem Knie und Bazooka Bubblegum im Haar. Jüngere Menschen werden sich bestimmt fragen, wie man dieses neonbunte Jahrzehnt eigentlich einigermaßen unbeschadet überleben konnte? Wir saßen schließlich sogar unangeschnallt im Auto. Ich kann für mich nur sagen, ich liebe die 80er Jahre. Immer noch, und meine Erinnerungen an diese Zeit hüte ich penibel.

Ein paar Mal im Jahr gönne ich mir die Zeit und mache eine kleine Zeitreise. Dazu brauche ich nichts anderes als meine Musikanlage, Fotos, und den Computer, der ein wahrer Segen ist, wenn man noch einmal ganz genau wissen möchte, wie das damals war, mit diesen Prilblumen und den „Atomkraft? Nein Danke!“ Buttons am Kragen (oder auf der Jutetasche, äh…fyi: ich nicht).

Dazu gibt es dann ein Brötchen mit Mohrenkopf…äh, Pardon…Schokokuss, und ein Tütchen aufgelöste Ahoi-Brause!

Leider ist das mit den Lebensmitteln von damals ja so eine Sache. Alles schmeckt anders, und zwar nicht immer besser. Weder Fanta oder Lift, noch Nutella oder Cornetto und Brauner Bär kommen heute noch an die Originale von damals heran. Oder sollte das eine sentimentale Fehlleistung meiner Geschmacksnerven sein?

Und was war ich verwirrt, als Raider in Twix umbenannt wurde? So ein Quatsch, zur Strafe habe ich nur noch Caramag, Double Dip und Musketier gegessen. Pah!

 

In dieser unbeschwerten Zeit hatten wir Spielzeug, das meist ohne Batterie funktionierte. Und war es doch mal was mit Elektronik, so bestaunten wir es wie ein weiteres Weltwunder. „Senso“ war damals mein Lieblingsspielzeug, und ich konnte darin jeden (wirklich jeden) Erwachsenen schlagen. Keine Ahnung, aber ich glaube ich konnte mir mindestens 2355 Tonfolgen merken, oder fast…

Oder „Etch-A-Sketch“ war saucool. Das war quasi das iPad der 80er Jahre. Unglaublich, denn man konnte die kleinen „Kunstwerke“ nicht speichern. Einmal geschüttelt, und weg war die ganze Arbeit. Besonders unter Geschwistern war die „Schüttelbestrafung“ besonders beliebt.

Das schleimige „Slime“ war meine Wunderwaffe um nervige Erwachsene an den Rand der Verzweiflung zu treiben, denn irgendwie sah das Zeugs aus wie ne Menge Popelschnodder mit gemixtem Kermit. Und wenn man es über ein Glas stülpte, machte es eine gruselige und eklige Blase. Ein echtes Spielzeug für kleine Teufel…fragt meine Oma!

Apropos Oma: Nachdem mir meine Großmutter einmal ganz nebenbei erzählte, dass sie „dieses Parfüm Loulou“ ganz nett fände, musste sie wohl ungefähr 10 Jahre lang zu jedem Weihnachtsfest mit diesem Nasentod vorlieb nehmen. Ganz liebe Oma, hat sie sich nie beschwert. Heute tut es mir fast schon leid…

Übrigens: Gehasst habe ich auch diese ultragrässlichen Monchhichis. Das waren die Diddl-Mäuse der 80er. Ein kitschig-affenartiges Fellwesen, dass sich den Daumen in den Mund stopft? Ernsthaft…?

Auf dem Fahrrad trugen wir nie einen Helm. Um Gottes willen, wie hätte das auf dem coolen Bonanza-Rad denn ausgesehen?

Manchmal waren wir wilden Blagen der 80er aber auch ganz lieb und handzahm. Besonders wenn uns feine Geschichten vorgelesen wurden, oder wir heimlich unter der Bettdecke noch im spannenden Buch lasen, bis wir mit dem Wälzer auf dem Bauch einschliefen. Meine Favoriten als Kind waren eindeutig „Die kleine Hexe„, „Der Räuber Hotzenplotz„, „Das kleine Gespenst“ und „Der kleine Wassermann“ von Otfried Preußler. Die besitze ich heute noch. Danach kamen „Die Hexe Schrumpeldei“ und „Hui Buh das Schlossgespenst„. (Noch Fragen, warum ich Halloween heute so klasse finde?) Später war das YPS Heft (inklusive Gimmicks) DAS Must-have der Jugendlichen! War das langweilig, als ich herausfand, dass die Urzeitkrebschen ohne Mikroskop kaum zu sehen waren…

Eine Geschichte vorgelesen zu bekommen, war für mich immer die beste Medizin, wenn ich mal wieder mit einem schlimmen Schnupfen, ner Mittelohr- oder Mandelentzündung im Bettchen lag. Übrigens: Man hat Fieber mit einem Quecksilberthermometer (!) gemessen. Was habe ich mit dem Glasding herumgespielt, geworfen und versteckt. Hätte ich damals geahnt, was da drin steckt, puh!

 

Draußen spielen war immer ein Abenteuer und jede kleine Baustelle war ein Actionspielplatz. Wir haben uns geschnitten, brachen uns auch mal die Knochen, und niemand wurde deswegen verklagt. Niemand hatte Schuld außer wir selbst. „Aufsichtspflicht“? Was ist das? Dazu sang Rudi Carell „Wann wird´s mal wieder richtig Sommer?“ Und ich selbst habe das Gefühl, nie wieder so heiße und „unendliche“ Sommer wie in meiner Kindheit verbracht zu haben. Das Taschengeld wurde dementsprechend in jede Menge Eis vom „Büdchen“ angelegt!

Abends ging es dann in die Badewanne mit Seife von „Irischer Frühling“ und danach gab es „Dein Bac? Mein Bac!“

In die Schule ging man mehr oder weniger widerwillig, aber man hatte Respekt. Vor der „Lehranstalt“ und vor den Lehrern. Nicht dass wir noch geschlagen worden wären, ganz im Gegenteil, die Pädagokik war in den 80ern ja auf Kuschelkurs (Antiautoritäre Erziehung). Mit dem schicken „Scout Ranzen“ ging es zum Unterricht, und unsere kindlichen Rücken wurden durch den „Diercke Weltatlas“ (und andere dicke Schinken) geschunden. Was lobte ich mir da die schonenden Reclam-Heftchen.

Im Kindergarten, und auch noch ein paar Jahre in der Schule, wurde ich genötigt stets eine Plastiktrinkflsche mit mir herumzutragen. Heute ist es mir klar: Trinken ist wichtig. Aber damals verschwand das unsägliche Ding ganz schnell unterm Tisch, und hing nicht, wie vorgesehen, an einem Band um meinem Hals.

Musstet ihr auch auf diesen schlimmen Schul-Holzstühlen sitzen? Ab der 3. Stunde tat einem alles weh, nach der 5. Stunde nicht mehr, denn Rücken, samt Popo und Oberschenkel, waren total taub. Gut, dass es manchmal noch eine Sportstunde dazwischen gab, wenn der Unterricht nicht wegen Lehrermangels ausfiel.

 

Das Fernsehprogramm (mit 3…DREI!…Programmen) war meist tabu, und ich konnte mir auch kaum vorstellen am Nachmittag vor der Flimmerkiste (ja, damals flimmerte der Fernsehmonitor…) zu sitzen. Abends war es deutlich spannender. Ganz selten durfte ich sogar mal „Klimbim“ schauen, was für mich als Kind ein klein wenig verstörend war, denn die meisten Witzchen waren doch noch eine Nummer „zu hoch“ für mich, wenn man das mal so ausdrücken möchte. Mit „Calimero“ und „Barbapapa“ kam ich deutlich besser klar. Es kam sogar einmal vor, dass ich so lange aufbleiben durfte, bis nur noch das Testbild gesendet wurde. Ja, es gab einmal den berühmten „Sendeschluss

Sport im TV war damals komisch. Die Sportler, allen voran die Fußballer, sahen aus wie Polizisten, die Fußball spielen, und die Bartfrisuren hießen damals „Wildwuchs“ und „Popelschleuder“. Übrigens ist es mir bis heute ein Rätsel, wie man sich nur in diesen völlig unelastischen, eklig engen Synthetiksportklamotten bewegen konnte…und warum nicht plötzlich eine ganze Generation von Männern unfruchtbar wurde?

Und was stand zwingend AUF dem „Wohnzimmeraltar“ (also dem TV)? Entweder eine Meissener Porzellanfigur oder die unsägliche Lavalampe, die so viel Energie verbrauchte, wie die Weihnachtsbeleuchtung von New York, und dabei Küche, Diele und Bad schön muckelig warm heizte.

Als Kind wurde ich noch von meinen Eltern eingekleidet, die eine unheimliche Vorliebe für die Farben Orange und Braun hatten. Als ich dann endlich selbst entscheiden durfte, was ich tragen wollte, wischte ich den Erziehungsberechtigten eins aus, denn erst als „Popper“ dann als „Waver-Verschnitt“ hatten meine Eltern ordentlich zu schlucken (und viele Klamotten zu kaufen). Unangenehme Erinnerungen habe ich eigentlich nur an zu dicke Schulterpolster und „Vanilia Hosen“.

Die Erwachsenen schwärmten von Mode aus dem Katalog, was ich so gar nicht verstehen konnte. Bis ich eines Tages Linda Gray (Sue Ellen aus Dallas) auf dem Otto Katalog entdeckte. Hammer! Das fand ich ziemlich klasse, und der Katalog wurde mit einem Schlag cool!

Der Soundtrack zum Film „Meine Jugend in den 80ern“ war auf Kassetten gespeichert. Ein selbst gemachtes Mixtape war heilig, und ich weiß heute noch, welches Lied nach dem nächsten kam. Viele von uns dachten Michael Jackson sang in „Bad“: „I´m Bäääähmm, I´m Bääähhhmm! Schomonn!“ Trotzdem brachten wir mit der Musik besseres Englisch bei, als es der langweilige Unterricht in der Schule es je konnte. Heute sorgt diese unsägliche „Deutschquote“ bei den Musiksendern dafür, dass Kinder den Unterschied zwischen „Dog“ und „Duck“ nicht kennen.

Leider wanderten einige der heiligen Kassetten flugs in den Mülleimer, denn Bandsalat war immer mal wieder der Killer von zig Stunden Aufnahmearbeit am Recorder des Stereoturms. Da es ja irgendwann möglich war, seine Musik auch unterwegs mitzunehmen, wurde der Soundtrack zum Laufen, Bus fahren, Einkaufen, usw. immer wichtiger, und der Walkman zum wichtigsten Elektrogerät im Leben eines 80s Jugendlichen. Hm, na gut Videorekorder und VHS Kassetten waren auch wichtig um täglich gefühlte 23,5 Stunden MTV aufzunehmen…

 

Neben all den schönen Erinnerungen, waren wir eine Jugendgeneration, die lernte, was Freiheit, Misserfolg, Erfolg und Verantwortung bedeuten. Unsere Generation hat eine Menge von innovativen Problemlösern und Erfindern mit Risikobereitschaft hervorgebracht, und Du gehörst auch dazu!

Zum Schluss noch ein kleines Bilderrätsel: Wer weiß noch, wozu diese kleinen, schwarzen, dreieckigen Dinger (unten links) verwendet wurden?

 

 

 

 

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(Fotos: Konsumkaiser, Pinterest, Wiki Commons   Keinerlei Sponsoring)

61 Kommentare

  1. Guten Morgen,

    was für Erinnerungen seufz. Geile Zeit, incl. der Klamotten, damals war das schick und angesagt.
    Ich habe mir die Derrick-Boxen gekauft und bei 1973 angefangen, immer eine Folge nach der anderen, und es ist erstaunlich, wie sehr alles bekannt vorkam. Die Klamotten, die Autos, die Farben, die Möbel, die Möbel, nur Derrick ist irgendwie nie wirklich gealtert… Erinnerungen pur. In einer Folge wurde in einer Parfumerie gedreht, da gab’s schon Loulou und Antaeus, und das Chanel im bekannten schwarz-weiß, die Sequenzen musste ich mehr viele male anschauen grins. Am besten waren die Autos, die schönen alten Audis, eckig, schlicht, einfach toll. Mittlerweile bin ich in den 90ern angekommen, also mit den Derrick-Folgen, und die Klamotten waren äh, groß? Und Männer in knallbunten Leggings beim Tanzen und Sakkos, die an Miami Vice erinnern sollten, aber irgendwie seltsam aussahen.
    Aber: Es gibt etwas, was sich bis heute gehalten hat und einer großen Beliebtheit erfreut: Die drei Fragezeichen! Die erste Folge erschien 1979 und immer wenn Oma in die Stadt fuhr musste sie gucken, ob es bei Photo Porst eine neue Folge gab! Ich bin immer noch dabei, die neue Folge erscheint im Dezember und ich habe alle Folgen, aber mittlerweile auf CD. Es ist Kindheit pur, es macht glücklich und entschleunigt. Ja gut, ich gehöre zu denen, die abends im Bett mit den Hörspielen einschlafen. Aber warum dafür schämen? Gibt schlimmere Hobbies gg.
    Vielen Dank für den Rückblick, die 70er und 80er waren schon was Geiles 🙂

    Guten Start in die Woche,
    Simia aka Tina

    1. Derrick Box, wow, das ist ja echt eine ganze Zeitreise. Und mit Photo Porst sagste was, das hatte ich ja völlig vergessen! Dort habe ich auch oft Hörspielkassetten gekauft…äh…kaufen lassen, von meinen Eltern. 😉
      Liebe Grüße, KK

  2. Guten Morgen und Danke für die wunderbare Zeitreise 🙂 !

    Auch ich erinnere mich gerne, teils auch ein wenig wehmütig an damals, weil vieles endgültig verschwunden ist .. und manches mit oder ohne neuem Namen heute einfach nicht mehr das selbe ist (Stichwort Fanta oder Cornetto).

    Mein erstes „richtiges“ Parfum war übrigens Cacharel’s „Anais Anais“, diese leichte Geschmacksver(w)Irrung bekam ich sehr lange = ZU lange zu jedem erdenklichen Anlass geschenkt (ich mochte viel lieber Paco Rabanne’s Eau de Metal und danach für lange Zeit Super Fragrance von Etienne Aigner, würden mir wohl heute noch gefallen, leider hab‘ ich auch nur Ähnliches nie mehr gefunden).

    Und ja, wir fuhren unangeschnallt im Auto (mit), spielten (auch unbeaufsichtigt) draußen, bewältigten unseren Schulweg auch ohne elterliches Taxi (zu Fuß, mit dem Rad, Bus oder Bahn) … und haben es überlebt.

    Und ich kann mich trotz Nutella, Raider, Lift (ohne Süßstoff!) an so gut wie keine dicken oder „motorisch früh gealterten“ Klassenkameraden oder Freunde erinnern (die wenigen Ausnahmen hatten fast alle gesundheitliche Probleme als Ursache dafür).

  3. Also, nach dem man mit dem Schwämmchen und dem Tuch die Single gesäubert hatte, steckte man die „komischen, dreieckigen Dinger“ in die Mitte der Single, damit dieses auf den Plattenteller passten.

    Ich bin Jahrgang 68 und fühle mich eher als Kind d er 70er – trotzdem wecken viele Dinge Kindheitserinnerungen. Kinderspielzeug hat sich offenkundig seinerzeit länger am Markt gehalten. Ich habe Monchichis geliebt!

    Vielen Dank für den netten Rückblick!

    1. Richtig! 🙂
      Spielzeuge gibt es tatsächlich noch viele, die die Zeiten überlebt haben. Sogar Monchhichis, habe ich letztens noch gesehen. Die waren aber ganz übel plastikartig und stanken nach Chemie. Liebe Grüße, KK

  4. Danke für den tollen Start in den Montag!
    Das schwarze Teil braucht man für den Plattenspieler.
    Ich bin 1980 geboren und kenne natürlich vieles was Du heute angesprochen hast auch.
    Ich denke wir haben das große Privileg, dass wir einen ganz großen Wandel in doch sehr kurzer Zeit erleben durften.
    Das wird es in dem Ausmaß vermutlich nicht mehr wiedergeben, denn selbst wenn heute alles sehr unstet ist, haben die Neuerungen doch eine deutlich kleinere Amplitude.
    Übrigens zum Thema nicht angeschnallt habe ich noch einen:
    Nach Kindergeburtstagen war es immer das größte mit mindestens 10 Kindern im Auto die Heimfahrrunde anzutreten! Der Logenplatz war natürlich der Kofferraum vom Passat. Der Hund kam auch mit.
    Weiß nicht ob es das in der Stadt auch so gab?
    Ich selbst bin froh, auf dem Land zu leben. Hier ist die Zeit doch in einigen Aspekten hier und da noch stehengeblieben. Auf dem Anhänger vom Trecker mitfahren, das geht hier heute auch noch.
    LG

  5. Vielen Dank für den tollen Blog Post, als Jahrgang 68 kenne ich alles oben genannte und freue mich, mal wieder darüber zu lesen.
    Kaum zu glauben, wie wir die Zeit ohne Helm, Protectoren, Handy und allem möglichen überlebt haben. 🙂

    1. Wie wir das überlebt haben…? Weil wir Glück hatten ! Möchte nicht wissen, wieviele durch Unfälle verletzt oder gestorben sind, weil sie nicht angeschnallt waren.

    2. Ja, wir mussten was aushalten, lach! Allerdings haben meine Eltern auch im Auto geraucht, ohne die Fenster weit zu öffnen. Das finde ich heute traurig, aber man wusste es wohl nicht besser.
      Liebe Grüße, KK

  6. Die kleinen schwarzen Dinger waren für Single Schallplatten. Schöner Rückblick! Ich kann mich an jedes Detail erinnern, daß du beschrieben hast. Klasse!

  7. Slime! Was habe ich das Zeug geliebt. Ähnliches kam mir neulich irgendwo an der Kasse unter und ich war kurz davor, das zu kaufen.

    Sonst muss ich – neben dem, was du oben beschrieben hast – spontan an dieses Kugellabyrinth denken, an meinen Schachcomputer und an die „Internats“-Bücher von Enid Blyton (Hanni u. Nanni oder Dolly). Und natürlich an die ZDF-Weihnachtsserien sowie überhaupt an meine liebsten Kinderserien: Captain Future, Wickie, Biene Maja u. Heidi. Meine Liebe für die Drei??? ist übrigens nach wie vor aktuell – höre zum Einschlafen immer eine der alten Folgen, die neuen mag ich weniger, die sind mir zu gruselig. 😆

    1. Echt? das kaufe ich mir auch noch mal! Uhhh…und pssst…Hanni und Nanni hatte ich als Hörspielplatten. Das war so aufregend, dass ich auch freiwillig ins Internat gegangen wäre. Hörspiele sind zum Einschlafen wirklich schön beruhigend, mache ich auch manchmal.
      Liebe Grüße, KK

  8. Lieber KK,
    vielen Dank für die Reise in die Kindheit! Mann, war dass eine tolle unbeschwerte Zeit! Bin gerade lautstark singend mit Cher durch den Raum getanzt 😃. Toll!!!
    Liebe Grüße
    Sansa

  9. Du hast den Zauberwürfel vergessen! Ansonsten kenne ich alles noch, wobei ich Loulou erst in den 90ern hatte. 🙂 „Raider heißt jetzt Twix, sonst ändert sich nix“… Was war ich sauer, dass die die Frechheit besaßen, den Namen zu ändern *lach*. Den Diercke Weltatlas habe ich übrigens heute noch.

    Falls du dich fragst, wie alt ich bin: ich bin 1968 geboren. Danke für den witzigen Rückblick!

    Liebe Grüße,
    Andrea

    1. Hör mir auf mit dem Zauberwürfel, den habe ich ohne Trick nie gelöst bekommen. das hat mich gewurmt und an meinem Selbstbewusstsein genagt. 😉
      Und den Diercke habe ich auch noch. Was da alles für Kritzeleien drin sind, damit könnte ein Psychologe eine ganze Charakterstudie anfertigen.
      Liebe Grüße, KK

  10. Seufz… Vielen Dank für die wunderbare Zeitreise! Wie unbeschwert und schön kommt einem diese Zeit doch heute vor. DANKE für diesen tollen Rückblick in unsere Kindheit und Jugend.. ♥️

  11. …jaaaaa, so viel schöne Nostalgie zum grauen und kalten Montagmorgen, vielen Dank!! Ich bin auch ein Kind der 80er (Jahrgang 69) und verteidige dieses Jahrzehnt mit Zähnen und Klauen gegen meine jüngeren Schwestern, die eher Kinder der 90er sind und die 80er „piefig“ finden :-((
    Ich habe mein Taschengeld größtenteils in Schallplatten angelegt, wöchentliche Trips zu WOM, das „WOM-Journal“ war neben der Bravo meine Bibel. So im Rückblick war das eine recht übersichtliche Zeit. Man war (zumindest in meiner Schule) entweder Popper oder Punker, die Musik wurde durch die Hitparade bzw. Ingolf Lück und „Formel Eins“ bestimmt, alle hatten dieselben Fernsehprogramme. Und Klamotten wurden bei Jean Pascale gekauft, wenn man cool sein wollte. Ach ja…
    In meinem Umfeld werden die 80er entweder geliebt oder gehasst, zumindest *gibt* es starke Gefühle. Ist bei den 90ern dann schon gar nicht mehr so, die sind irgendwie verschwommen.

    1. Ja, WOM war auch meine 2. Heimat. Stöbern im Plattenhaufen, bis die Finger ganz staubig waren, wunderbar! Und von Jean Pascale hatte ich ein dickes Sweatshirt, wo der Name riesengroß in Flockung draufstand.
      Liebe Grüße, KK

  12. Danke für die kleine Zeitreise 🙂 Ich bin ein `72iger Kind aus dem Osten. Aber ich kenne viele Deiner gezeigten Sachen auch…. Es waren schöne Zeiten, die man nicht vergisst. LG und schöne Woche !!!!

    1. Danke! Egal wo man gelebt hat, die Kindheitserinnerungen sind hoffentlich meist schön und rührend. Ich habe öfter auch mal ein Päckchen aus der DDR bekommen, und war völlig fasziniert von den wundervoll illustrierten Kinderbüchern, die darin waren. Im Gegenzug gab es dann Toffifee und Milka. Liebe Grüße, KK

  13. Moin moin,

    du kannst ja Fragen stellen und das Montags.
    Herrlich ich arbeite mich mal durch 🙂

    Irgendwann mit 11 habe ich damals festgestellt das meine Knie nicht mehr aufgeschlagen waren vom Rollschuh laufen, Klapprad fahren, (alles ohne Helm!) Hütten bauen usw.
    Ich war ein „draußen Kind“ und meine Eltern mussten kein Date für mich machen um andere Kinder zu treffen, wir waren alle draußen und hatten eine tolle Kindheit.

    Pril-Blumen klebten in fast jeder Küche!

    Brötchen mit Mohren kopf hießen bei uns Fortuna Brötchen, gab es in den Schulpausen.
    Dein brauner Brauner Bär war bei mir ein Nogger und schmeckt heute gruselig.

    Die 70/80er Jahre sind auch mir HEILIG, mit Jutetasche und grünen Parka!
    Gehört haben wir Tangerine Dream, Genesis, OMD, The Cure, R.E.M. usw.
    Man saß mit dem Kassettenrecorder vor dem Radio und hat aufgenommen. Der Walkman war dann schon der Hammer, meiner war pink.
    Mit 18 die große Freiheit, mein erstes eigenes Auto (wir hatten kein Auto in der Familie) ein Opel Ascona, 10 Jahre und ne Menge Kilometer hatte der schon auf dem Buckel!

    Dieser grüne „Slime“ hatte sich mal in den Haaren meiner Schwester verfangen, oh ha da war was los.

    Loulou war heftig, ich hatte von Lancome „Magie Noire“.

    Meine Mutter hat uns viele Märchen der Gebrüder Grimm vorglesen.
    Otfried Preussler habe ich meinen Kindern vorgelesen unser Favorit war der Räuber Hotzenplotz.

    Irischer Frühling gab es auch bei uns, an ein Deo kann ich mich nicht erinnern (?).

    Mein Schulranzen war rot und aus Leder, später kam dann die Jutetasche und ja diese Schul-Holzstühle hatten wir auch.

    Im TV lief der „Hase Cäsar – Biddeschöööön“ den habe ich geliebt.

    Natürlich wurde auch ich von meinen Eltern eingekleidet und meine erste Jeans bekam ich mit 11 Jahren, eine Wrangler (nicht vorgewaschen, kein Stretch)! Röcke wurden so dermaßen kurz getragen, das ich meiner Tochter wohl heute sagen würde „Kind das kannst du so nicht anziehen“.

    Das Bilderrätsel zeigt Zubehör zur Schallplattenpflege und zum Abspielen wurden die dreieckigen Dinger in die Öffnung der Single gesetzt.

    Cher ist klasse!.

    Danke für diese Zeitreise!

    Beste Grüße
    Silvia

  14. Eine schöne Zeitreise 🙂 ich bin Jahrgang ´67 und kenne alles! Ich hatte genau den Walkman 🙂
    Dieses Bac Design! Das würde heute NIEMAND kaufen.
    Hach…

  15. Unglaublich. Als Jahrgang 1965 (aber Ende 65 bittenschön) kenne ich das natürlich ALLES ! Für mich als Westberlinerin war in der Zeit die Mauer besonders prägend und das Anstehend an der Zonengrenze in den Ferien, erst im Käfer und dann im Ford-Taunus der Eltern, beim Einfahren in die DDR, was manchmal stunden dauenr konnte, dann Besuch des Intershops auf der Autobahn, wo sich die Eltern mit Schnaps und Glimmstengeln eindeckten, und dann weiter, um am anderen Ende wieder aus der DDR rauszurollen. Die Pässe wurden auf einem irre langen Fliessband in so einer Art Röhre von einem Grenzposten zum anderen befördert. Auch die Namen unserer beiden Radiosender, mit denen wir immer unsere Lieblingssongs mittschnitten, heissen so westberlinisch: RIAS (Rundfunk im Amerikanischen Sektor) und SSB (Sender Freies Berlin). Da krieg ich heute ein bisschen Gänsehaut, damals war das alles total alltäglich.
    Magie Noire hatte ich auch, und das Schwarztragen haben ich mir leider seit dieser Zeit nie wieder so richtig abgewöhnen können. Ich sitze, während ich dies schreibe, wie immer ganz in Schwarz am Schreibtisch.

    1. Ich kann dir nur beipflichten! Schwarz wird sicherlich nie unmodern werden. Es ist immer ein Statement als Kleidung. Ich finde auch nicht, dass es im „Alter“ nach Trauerkleidung aussieht, es kommt immer auf die Haltung an, wie man sowas trägt. Und im Käfer bin ich auch schon mal in Urlaub gefahren. Und sogar angekommen! 😉
      Liebe Grüße, KK

  16. Toller Post 😍 Ich (Jahrgang 70) bin wie alle anderen gerade etwas wehmütig bei den ganzen Erinnerungen. Hach was war das schön. Ich hatte noch ne Frankenstein und Dracula Cassette 😬 außerdem liebe ich die Musik der 80er….

  17. Ich liebe deine neuen Montagspostings!

    Die meisten Sachen kenne ich auch, was mir aus dem Osten aber noch einfällt und der Hit war: Club-Haarspray. Das klebte dermaßen, dass man mit langen Haaren senkrecht aus dem Haus gehen konnte. Kam ein Windstoß, trug man es allerdings wie ein halbes Brett links oder rechts am Kopf. Als es out of stock war, heulten alle, weil es nichts Vergleichbares mehr gab. Die 80er waren für mich das Jahrzehnt der aufgestruppten Haare. 😀

    1. Oh toll! Sowas hätte ich auch gebrauchen können. Und deine Beschreibung mit der Frisur nach dem Windstoß, hat mich gerade herzlich lachen lassen! 🙂
      Herrlich! Viele Grüße, KK

  18. LIeber Konsumkaiser,
    vielen vielen Dank für diesen Post – ich schwelge in Erinnerungen und kenne nahezu alles, was Du beschrieben hast (bin Jahrgang 79).
    Pumuckl ist für mich eine zentrale Kindheitserinnerung – ich liebe es noch heute!

  19. 🙂 Danke für die Zeitreise zurück in die 70iger und 80iger Jahre, lieber KK!
    Ich kann mich an all die Dinge gut erinnern. Und die kleinen schwarzen Dingelchen steckt man in die Mitte einer Single, damit sie auf dem Plattenspieler abgespielt werden konnte.
    Ganz liebe Grüße 🙂

      1. Auch die App gibt es … wobei das Original bei den heute 6-jährigen echt gut ankommt. Wäre mal was für Weihnachten. Und immer schön aufpassen, daß das Teil nicht am Boden liegt und einer drauftritt. Den Silberstaub bekommt man nicht mehr raus 😁😁😁
        LG Tina

  20. Jaaaa..die Bücher vom Preussler! Das kleine Gespenst hab ich und die kleine Hexe auch. Nur der kleine Wassermann fehlt mir…dabei fand ich den am besten.
    Eine tolle Zusammenstellung! Danke für die Mühe 😊
    Liebe Grüße Claudia

    1. Die Figuren waren so liebenswert und ich habe mitgelitten, mitgeweint und mitgelacht. Ich war schon auch traurig als Preussler starb. Irgendwie ein Held meiner Kindheit.
      Liebe Grüße, KK

  21. Vielen Dank für die Erinnerungen und die Bilder von früher!
    Meine Söhne konnten es kaum glauben, dass es damals wirklich nur 4 Farben bei Scout gab ( ich hatte gelb) und ganz ohne Dinos/ Fußball/ Feuerwehr.
    Ich bin 1969 geboren ( gerade noch elf Tage) und habe so schöne Erinnerungen an die Spielsachen von damals, fishertechnik mit kleinen Männchen, die aussahen wie Mensch ärgere Dich nicht- Figuren, Fisherprice ( ich hatte die Schule und das Krankenhaus), beim Bäcker gab es wabenförmige Biene Maja- Kaugummis mit Biene Maja – Figuren und dicken Hubbabubbas, gelesen habe ich Burg Schreckenstein, Pucki und Hanni und Nanni( = auch mein Spitzname😃), Monchichis haben wir geliebt( da gab es aber noch nicht verschiedene von, sondern nur eine Sorte), die Wimmelbücher von Ali Mitgutsch und statt Barbies möchten wir die Familie Sonnenschein mit orange- braunen Retroklamotten.
    Schlümpfe hatte ich, ein ganzes Dorf ( die Häuschen habe ich meinem Papa im örtlichen Totolottoladen plus Spielzeugecke abgebettelt…).
    Und alle wollten T- Shirts mit dem Vornamen drauf und auf meinem war tatsächlich auch Calimero.

  22. Herrliche Zeitreise. Auch als Jahrgang 58 hatte ich Ottfried Preußler als Begleiter meiner Kindheit. Und natürlich Cäsar, den mutigen Hasen! Magie Noire hatte ich auch, Loulou habe ich mir vor wenigen Jahren Mal als Reisegröße gekauft, manchmal ist der 70er-Patchouliduft recht witzig. Mein Duft der 80s (und meines Lebens) ist allerdings Cinnabar.

    Von Blyton fand ich die Geheimnis-Reihe klasse, Hanni und Nanni wurden auch verwertet. Wer wollte damals nicht auf ein Internat?

    Musikalisch war der Anfang der 80er für mich paradiesisch. Jede Woche eine neue, unbekannte Band aus Britannien in der Hamburger Markthalle. Das erste Konzert von Cure in Deutschland, nach den Konzerten gingen alle in die Marktstube, wenn die schloß ging es in unserem Wohnzimmer weiter. Herrliche Jahre!

    Die Frisuren sahen aus, als sei der Fön explodiert. Mit Haarspray ging da gar nichts, man betonierte die Pracht mit Rasierschaum! Und dazu trug ich mein fantastisches Fiorucci-Kleid, das beste kleine Schwarze ever.

    Bis Anfang der 80er war Milka mein HG. Dann kam eine „Verbesserung“ der Rezeptur. Mit Coke lief es ähnlich, noch nicht Mal mein geliebter Almdudler schmeckt noch wie früher.

    Und durch deinen Artikel wurde mir klar, wo meine heimliche Vorliebe für Bazookas herkommt. Ich halte sie, neben der AK47, für die kleidsamste Feuerwaffe. 😉

    Cher ist zeitlose Ikone. Wir können sie wohl vielen Jahrzehnten zuordnen, sie passt immer.

  23. Oh, grade erst durchgelesen! Ich kann mich an so viel erinnern, das ist echt lustig und ganz schön. Übrigens: Die wirklich Eingeweihten waren über Kohlefaserbürsten hinaus, da wurden die Platten nass abgespielt mit Lenco Clean. Und wenn ich da ran durfte, um eine LP zu wechseln, gehörte ich ja quasi zu der Ohrenelite dazu. Und die wichtigen Insider-Diskussionen erst um die richtigen Boxen, die auf halbierten Tennisbällen stehen mussten! – Doch, doch, der Unterschied war enorm! Im Nachhinein natürlich totaler Quatsch… 🙂

  24. Durch Deine Erinnerung habe ich mir gestern einen langen gemütlich-sentimentalen Abend gemacht und die alten Klassiker reingezogen – Leonard Cohen, Chick Corea, Stanley Clarke, Procol Harum, George Benson, Pat Metheny, David Bowie, Hot Chocolate, Billy Ocean, Carlos Santana undundund 🙂 … selbstverständlich alle(s) auf Vinyl und meinem unverwüstlichen Thorens-Plattenspieler. Alleine das Auspacken aus den schönen Hüllen … ach 🙂 …

    Ich war schlagartig wieder +/- 20 🙂 !

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