KK INTERN: DESIGNED TO STAY AWAY – WARUM LIMEHOME MEINEN LETZTEN STÄDTETRIP VERMASSELT HAT

Immer wenn ich Gran Canaria verlasse, um meine Heimat Deutschland zu besuchen, kam ich bislang bei LIMEHOME unter, die moderne und zentral gelegene Apartments international vermieten. Doch diesmal ging das gehörig daneben, und ich war froh, als ich wieder abreisen konnte. Warum gehandicapte und behinderte Touristen heutzutage in meinen Augen immer noch benachteiligt werden, erzähle ich heute hier.

.

Eingang LIMEHOME Kibbelstraße Essen

Hier links der Eingangsbereich des Limehome Hauses in der Kibbelstraße in Essen

.

.

Limehome ist ein junges und aufstrebendes Unternehmen, das 2018 gegründet wurde, und sich mit dem Slogan „Designed to stay“ aufgemacht hat, den „Hospitality Markt“ international aufzumischen. Einfach und leicht zu buchen, ein modernes und sauberes Heim in seiner Reisestadt, viel Platz und die zentralste Lage, all das konnte mich bislang überzeugen, sodass ich LI MEHOME sogar hier auf dem Blog empfohlen habe.

.

.

Mittlerweile hat sich für mich persönlich der Firmen-Slogan eher gewandelt, hin zu „Designed to stay away“, denn als Mensch mit einem Handicap, kann ich diese Art der Unterkunft nicht mehr empfehlen, sondern warne Menschen mit ähnlichen Problemen sogar davor, dort vorschnell unter zu kommen, solange sich die Informationspolitik nicht ändert.

Im Vorfeld findet man nämlich keinerlei Informationen zu den Gegebenheiten in den angemieteten Räumlichkeiten. Dabei kann es für Menschen mit zB. Geh-Handicap entscheidend sein, ob ein Fahrstuhl vorhanden ist, oder nicht!

.

Das kann man sich als „normal“ vor sich hin laufender Mensch gar nicht vorstellen, aber mit Handicap, können Treppen und verbaute Zugänge zu Häusern ein ernstes Problem darstellen. Bis hin zum völlig unmöglichen Bezug der angemieteten Räumlichkeiten.

.

Bislang war ich mit meinen LIMEHOME-Unterkünften zufrieden, es gab stets Fahrstuhl, zentrale Lage und Eingangsbereiche, die einem völlig normalen Apartmenthaus entsprachen. So habe ich das auch weiter erwartet, die Beschreibung meines diesmaligen Apartments in der Essener Kibbelstraße ließ nichts anderes vermuten.

.

Einzig auf die nicht ganz so tollen Parkmöglichkeiten wurde im Verkaufstext auf der Onlinepräsenz hingewiesen, die sich für mich jedoch als gar nicht so übel darstellten, da ich erst nach 22 Uhr ins Apartment zurück kam, und ich sogar Parkplätze gleich vor der Haustür bekam.

Die Lage ist aber auch mega zentral: Direkt in der Essener Innenstadt gelegen, in einer Nebenstraße, die direkt zum Einkaufszentrum „Limbecker Platz“ führt. Es war recht ruhig, zumindest nach 22 Uhr, und das Apartment war gut ausgestattet, inklusive Waschmaschine und Küche.

.
Nun bin ich seit einer Operation an den Hüftgelenken vor knapp zehn Jahren gehandicapt, was das Gehen angeht. Prinzipiell kein Problem, aber Treppensteigen ist beschwerlich für mich, sowie auch ein höheres Anheben der Beine. Zum Glück kann ich das im Alltag meist problemlos überspielen, sodass man es mir kaum anmerkt.
.
Diesbezüglich hatte ich im Vorfeld  über den WhatsApp-Chat bei Limehome angefragt, ob es im gebuchten Zimmer eine Dusche gäbe, und nicht bloß eine Badewanne.
Das Wording der Anfrage war ungenau, denn natürlich meinte ich eine ebenerdige Dusche, eine Dusche in der Badewanne war natürlich vorhanden. Das wurde mir dann auch klar, und ich habe es dann eben so hingenommen, war ja mein Fehler, ich hätte es besser beschreiben müssen.
.
.
.
Geschockt hat mich allerdings bei Ankunft in der Kibbelstraße das Limehome selbst, genauer der Eingang und das Treppenhaus ohne Fahrstuhl, denn nachdem ich per Code in den Hausflur trat, natürlich mit Taschen und Koffern, wie es halt üblich ist wenn man ein Hotel/Apartment betritt, wäre ich beinahe übel gestürzt, da der Hausflur im Eingangsbereich NICHT beleuchtet war, die Beleuchtung war defekt, alles ist mit grau-schwarzem Boden versehen, sodass man kaum etwas erkennen konnte.
.
Es sind aber gleich nach dem Eintreten verschiedene Stufen um den kleinen Eingangsbereich herum, die man normalerweise so nicht erwarten würde.
Da also erst einmal sicher hineinzukommen war heftig, da man im Dunklen einfach mal so ins Nichts treten konnte. Ohne Beleuchtung ein NO-GO!
.
Dies bitte alles im Dunklen vorstellen!
.
Ebenso in die dritte Etage hinaufzugelangen, ohne Fahrstuhl. In einem Wohnhaus macht mir das nichts, aber wenn man Koffer und Taschen dabei hat (wenn man verreist ist das schließlich üblich!), ist das eine Anstrengung, die man nicht erwartet. Zumal das andere Limehome an der Kettwiger Straße ja auch einen Aufzug hat, und ich das so erwartet hatte.
.
.
Es wäre auch alles kein Problem gewesen, wenn man diese Tatsache VORHER in der Produktbeschreibung erwähnt hätte. Dann hätte ich halt was anderes gebucht, aber so in die Falle zu tapsen, das macht keinen Spaß. Und das unerfüllte Kundenerwartungen nicht gerade ein PR Highlight sind, weiß wohl mittlerweile jeder Laie.
.
Also mit meinem Geh-Handicap plus des düsteren Eingans und dem Kraxeln in die dritte Etage mit Taschen, oder Einkaufstüten, usw. war eine unglaubliche Anstrengung für mich und hat mir die Wiedersehensfreude mit meiner Heimatstadt arg getrübt.
.
Das Zimmer selbst war gut und nett, leider war recht viel „Dreck“ an den Decken, wie zB. an der Decke hängende tote Motten und Fliegen. Und auch die Toilettenbrille war in einem Zustand, der unangebracht war. Zwar gereinigt, aber mit scheinbar nicht abwaschbaren Spuren versehen, die einen Austausch dringend nötig gemacht hätten. Allerdings sind das Dinge, die ich in Kauf hätte nehmen können, wenn mich das nicht gleich zu Anfang so geärgert hätte.
.
.
Ich überlege, was ein wirklich stark behinderter Mensch getan hätte, der das Limehome gebucht hätte. In der gesamten Produktbeschreibung gibt es keinerlei Informationen über behindertengerechte Unterkunft, sodass ich davon ausgehe, dass diese Kundengruppe ausgeblendet wurde, gar unerwünscht ist? Für diese Gruppe wäre dieses Limehome zu 100% unzumutbar gewesen.
.
In Zeiten von Diversion, Inklusion und dergleichen mehr, wir haben schließlich fast 2025, halte ich das nicht mehr für ein Versehen, sondern für unangebrachte Gleichgültigkeit den Gästen gegenüber.
Da es sich bei Limehome ja offensichtlich um ein junges Unternehmen handelt, denen ein Bewusstsein für solche Dinge in der DNA verankert sein sollten, finde ich das dann ganz besonders enttäuschend.
.
Auf Nachfrage per WhatsApp war der Kundendienst etwas schnippisch, „ich wollte mich ja vor Reiseantritt nochmals melden“. Das kommt in meinen Augen einer Schuldzuschreibung gleich, obwohl es auch gleich mal um zwei verschiedene Themen ging.
Dass man da „nichts mehr machen kann, und ein mögliches Ausweichzimmer auch eh nur im zweiten Stock wäre“, dagegen aber eine mögliche Aufnahme des Zustands der fehlenden Information seitens Limehome offenbar uninteressant war, habe ich dann zur Kenntnis genommen und nicht weiter verfolgt. „Danke für nichts“ war meine Antwort.
.
Einen Tag später wurde ich dann per Telefonanrufen und Mails von Limehome befragt, ob ein Manager das Zimmer observieren könne, ich solle dazu mehrere Stunden im Zimmer auf sein Erscheinen warten, oder gegebenenfalls Zutritt ohne mein Beisein erlauben.
.
Die Art und Weise fand ich dann tatsächlich in einer Art „übergriffig“, sollte mir Querulanten eins ausgewischt werden? Ich werde doch nicht mehrere Stunden im Zimmer auf jemanden warten, wenn ich hier nicht aus Jux und Tollerei bin. Ich hatte viele wichtige Termine, habe im Zimmer Unterlagen, Laptop, usw. hinterlassen, was jeglichen Datenschutz ausgehebelt hätte. Dazu eine emotionale Ausnahmesituation, da ich den Umzug meiner dementen Mutter in eine Senioreneinrichtung koordinieren musste.
Da kann ich mir keine Zeit für Dinge nehmen, die Limehome bitte doch intern regelt. Ist mir doch egal, ob Decken und Wände kontrolliert werden müssen, es gibt sicherlich auch Zeiten mit Leerstand, in denen diese Arbeiten erledigt werden können.
.
Ich bin nicht wirklich sauer, und will auch nicht querulantisch empört sein, wie man es ja mittlerweile ständig findet. Aber ich bin enttäuscht. Sehr sogar.
Ich hatte mit Limehome eine feine Gelegenheit gefunden, damit ich meine Heimatstadt für alle wichtigen Anliegen, die ein Auswandern mit sich bringt, immer wieder gern besuchen kann. Doch wenn man sich auf manche Dinge gar nicht verlassen kann, wenn man jede Kleinigkeit zuerst anfragen muss, damit man nicht in irgendwelche Fallen tappt, dann verliere ich auch schnell wieder die Lust.
.
Meine gebuchte „Suite“
Meine Anregung wäre:
Unbedingt kommunizieren, ob das gewählte Limehome in mehreren Etagen Apartments hat, in welchen diese liegen, und ob es Fahrstühle gibt. Eigenarten, wie der verbaute Eingang in der Kibbelstraße müssen erwähnt werden, Defekte, wie die Beleuchtung des Hausflurs im Eingangsbereich, müssen schnell behoben werden.
.
Sicherlich ist das Einpflegen dieser Informationen in alle Limehomes weltweit mehr Arbeit, aber hey, damit verdienen die ihr Geld. Und Informationen sind heutzutage wichtiger als je zuvor. So vermeidet man übrigens auch schlechte Bewertungen auf Reiseplattformen, wenn man den Kunden zuvor ehrlich schildert, was Sache ist. Bei den mangelnden Parkmöglichkeiten am Limehome in der Kibbelstraße ging DAS ja auch.
.
Beim WhatsApp Chat wären ein paar einfache (und de-eskalierende) Satzbausteine zusätzlich ganz nett, denn von einer/einem schnippischen Mitarbeiter/Mitarbeiterin nur zu hören, dass es jetzt so ist, und dass Alternativen ebenfalls scheiße wären, ist natürlich nicht State-of-the-Art heutzutage, oder?
.
Im Hinblick aber auf die Gruppe von gehandicapten Menschen (also die, die ihre Behinderung noch nicht als so lebensbeeinträchtigend empfinden, aber dann doch auf sowas wie Fahrstühle in Hotels und ähnlichen Anlagen bauen), und erst recht stark behinderten Menschen, sollte, nein muss, das Informationsangebot bei Limehome, wenn man denn darauf wert legt und man sich inklusions-orientiert geben möchte, dringend ausgebaut werden.
.
Bei einem hohen Maße der Professionalität, wie es Limehome derzeit ja hat, ist mir dieser Fakt ehrlich gesagt unverständlich. Und bitte: Hausmeisteraufgaben, und „Besuche von Managern zur Kontrolle der Zimmerdecke“ sollten Gäste nicht belästigen. Das kann man natürlich machen, ist aber äusserst schlechter Stil.
.
Da ich all das schon vor ein paar Wochen hier auf dem Blog kurz erwähnte, meldete sich dazu LIMEHOME bei mir per Mail, und es wurde angefragt, was denn passiert sei. Ich schilderte die Lage so wie hier zu lesen ist, und im Nachgang ärgere ich mich über die verplemperte Zeit, denn außer den üblichen Plattitüden, die wie KI-generiert klangen (sind die da alle erst frisch von der Uni und haben noch kein Sprachgefühl im Kundenumgang?), also dass man „das alles natürlich bedauere“ und man „sich intern austauschen wird, damit das verbessert werden kann“, aber dass das ja nun auch „alles nicht so einfach sei“, gab es nichts Substantielles und lässt mich daran zweifeln, ob ich noch Lust habe, dort nochmals zu buchen.
.
LIMEHOME wird es egal sein, ich bin ja nur EINE unwichtige Person, aber auf Dauer wird man trotzdem Beschreibungen zur Behindertengerechtigkeit der Unterkünfte einpflegen müssen, da man diese Kundengruppe nicht einfach ausblenden kann.
.
.
.
.
.
.
.
.
(Fotos: Limehome, Screenshots Google Earth, keinerlei Sponsoring, das Limehome wurde selbst gebucht und bezahlt)

 


12 Gedanken zu “KK INTERN: DESIGNED TO STAY AWAY – WARUM LIMEHOME MEINEN LETZTEN STÄDTETRIP VERMASSELT HAT

  1. Lieber KK,
    sehr ärgerlich , du hattest ja anderes zu tun, als Vollgas im Beschwerdemanagement zu geben. Aber leider muss man beharrlich sein, sonst wird oft nicht reagiert. Das gilt für viele Bereiche des Dienstleistungssektors.
    Einen guten Wochenstart,
    Liebe Grüße, Patricia

  2. Lieber KK,

    ganz unmöglich! Mein Mann kann und ich darf nicht mehr schwer heben und dann mit Koffern in den 3. Stock ohne Fahrstuhl. Geht gar nicht. Treppenhaus ohne Licht und dann diese WC Brille. Danke fürs Gespräch. Eklig. Da wo ich zuletzt geritten bin, konnte man ein „Chalet“ mieten. Das war eine Bretterbude direkt neben dem Misthaufen. Super!

    Liebe Grüße aus dem verregneten Norden.

    Christiane

  3. Guten Morgen,

    ich kann das gut nachvollziehen. Auch wir müssen uns vor Urlauben oder sogar Restaurantbesuchen fast immer zusätzlich ganz detailliert nach Barrieren erkundigen, nur selten findet man Angaben darüber bereits im Netz.

    Wie schade und völlig unnötig, dass dein ohnehin belastender Aufenthalt so noch zusätzlich beeinträchtigt wurde.

    Ein kleiner, ganz anderer, Lichtblick am Rande: im Hanseviertel in Hamburg wurde gerade der Leysieffer-Laden wieder eröffnet, mit neuem Eigentümer aus dem Hause Leysieffer. Es gibt also noch Hoffnung in Sachen „Himmlische“ – das passt doch zur Jahreszeit :-))

    Viele Grüße

    Isa

  4. Lieber KK, genau das kenne ich auch. Ich habe eine leichte Gehbehinderung, und ich muss aufpassen wohin ich gehe und wo ich wohne. Zusätzlich eine Sehbehinderung, was dazu führt, dass ich meist lieber zu Hause bleibe, als dass ich unterwegs bin. Es wird einem nur schwer gemacht. Es gibt hilfsbereite Menschen, aber man will ja auch autark durchs Leben gehen. Danke, dass Du das hier auch mal thematisierst!

  5. Hallo Herr KK, ich habe Sie gerade schon per Mail angeschrieben, und ich wollte Sie bitten Ihren heutigen Beitrag auf unserem Blog für Behindertengerechtigkeit veröffentlichen oder verlinken zu dürfen.

    Herzlichen Dank und beste Grüße

    Ingmar Wende

  6. Die Toilettenbrille!!!🤮

    Das geht ja nun mal gar nicht! Ich könnte mit einer toten Motte an der Wand leben, aber nicht mit so einer Toilette.

    1. Ja, und das Treppensteigen hat mich sogar noch MEHR beeinträchtigt als die Toilettenbrille. Das war keine schöne Erfahrung, und es hat mich auch erschrocken.
      Liebe Grüße
      KK

  7. Meine Mutter hat aufgrund massiver Osteoporose mehrere Lendenwirbelbrüche erlitten und kann seither nur mehr sehr schwer Treppen steigen. Außerdem darf sie nicht schwer heben (ich eigentlich auch nicht wegen einer schlecht verteilten Narbe nach einer Bauch-OP).

    Wir machen seither nur mehr Kreuzfahrturlaub – und ja, mir sind die Auswirkungen auf die Umwelt natürlich bekannt und bewusst. Aber wir haben mit angeblich barrierefreien Hotels bisher nur schlechte Erfahrungen gemacht (z.B. 1 einziger Aufzug, der dann aber defekt ist oder wo man eine halbe Stunde warten muss um zum Frühstück zu kommen, weil immer vollbesetzt). Von unseren Erlebnissen mit der Bahn gar nicht zu reden. Da steigt man z.B. ebenerdig in den Zug ein und freut sich, nur um am Ziel festzustellen, dass der Bahnsteig hier fast einen halben Meter höher ist.

    Kreuzfahrturlaub ist für uns einfach die einzige Möglichkeit einen wirklich entspannten Urlaub zu verbringen, weil sich hier um alles gekümmert wird.

    1. Oh ja, ich stimme voll zu. Es gibt unendlich viele Fallstricke für behinderte Menschen, und selbst mit Handycap. Die bahn (und andere Öffis) sind da auch ein schlimmes Beispiel. IMMER diese Treppen, unterschiedliche Niveaus, usw. Schlimm. Gerade für Alte, die eh schon in so vielen Fällen von der allgemeinen Teilhabe ausgeschlossen werden.

      Viele Grüße KK

  8. Wow, übel. Kenne auch diesen Umgang mit Beschwerden. Man versucht besonders neutral zu klingen, will gar nicht so besserwisserisch wirken, und trotzdem bekommt man immer die nichtssagenden Satzbausteine an den Kopf geworfen. Gerade bei jungen Firmen sollte das besser laufen, die jungen Leute loben sich doch so sehr für ihr fortschrittliches Denken. Aber im Endeffekt ist das Business von 1980. Lahm!

  9. Als Mutter einer Tochter mit Behinderung, die sehr viel Austausch mit anderen pflegenden Eltern hat und auch sehr viele Accounts von Erwachsenen mit geistiger und /oder körperlicher Behinderung kennt, kann ich nur sagen: Inklusion findet viel zu wenig statt. Wir werden so oft vergessen und übersehen. Fahrstühle, deren Reparatur Jahre braucht (Bahnhof Laim/München bspw), der fürchterliche Mobilitätsservice der deutschen Bahn, Behinderten WCs in Abstellkammern ohne die Möglichkeit zu wickeln, Einrichtungen, die mit dem Rollstuhl nicht erreichbar sind etc. Politiker, die öffentlich sagen, dass Inklusion zu teuer ist und auf Kosten der Allgemeinheit geht (leider nicht nur die Afd)… Ich könnte ewig aufzählen. Dabei wird vergessen, dass der Hauptteil der Behinderungen im Laufe des Lebens „erworben“ wird, durch Krankheit und Unfall, und nicht angeboren ist.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.