Hautpflege wird überschätzt, mit einer Basiscreme und guten Genen kommt man besser durchs Leben. Eine andere Sichtweise zum Beitrag von gestern, verfasst von Leserin Tine, die mit einer minimalistischen Hautpflege bestens zurecht kommt.
Danke, liebe Tine, dass ich auch Deinen Brief veröffentlichen darf!
Mein Leben lang habe ich versucht die richtige Gesichtspflege für mich zu finden. Am Körper ging das sehr schnell, dort kann ich nehmen was ich will, die Haut sieht immer beneidenswert stramm aus. Meine Freundinnen hassen mich dafür. 😉
Im Gesicht sieht das vollständig anders aus. Da bin ich ein extremes Sensibelchen. Ständige Rötungen und Ausschläge haben mir Ausflüge zur Wirkstoffkosmetik verhagelt. Sicherlich hätte ich schon längst mal eine Allergieliste für meine Haut ausarbeiten lassen sollen, aber das ist so langwierig und belastend, das habe ich mir irgendwann mal erspart und auf eine minimale Gesichtspflege gesetzt.
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Meine Reinigung ist abends kräftiger, da ich mich tagsüber leicht schminke. (Wimpern, Lippenstift, etwas Rouge) Da nehme ich Take the day off von Clinique.
Morgens nur Wasser und ein unparfümiertes Syndet.
Und jetzt wird es interessant, denn seit nun genau acht Jahren benutze ich keinerlei Wirkstoffpflege mehr, sondern nur noch (wirklich ohne Ausnahme) Nivea Creme, die gute alte Creme im blauen Töpfchen.

Ich denke, ich würde dafür mittlerweile auch La Prairie Preise zahlen, so dermaßen gut bekommt mir die Creme.
Seit knapp acht Jahren halten sich die Unverträglichkeiten in Grenzen, kaum noch Rötungen, kein Jucken, keine Abschuppung. Tag wie Nacht benutze ich die Creme und ich vermisse mittlerweile nichts.
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Einzigster Unterschied ist, ich benutze abends mehr Creme und tags nur einen Hauch damit ich nicht so schnell nachfette auf der Stirn. Sonnenschutz nehme ich nie, denn ich halte mich kaum im Freien auf, trage Hut und Sonnenbrille, das muss reichen.
Ich bilde mir ein, und es wird mir aus dem Bekanntenkreis bestätigt, dass ich eine hervorragende Haut besitze, sie seit acht Jahren nicht um einen Tag gealtert scheint, was man auf Fotos von mir tatsächlich ziemlich gut erkennen kann.
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(Wo wir gerade bei Fotos sind, ich traue mich nicht ein Selfie einzustellen, das wäre mir unangenehm)
Die Verlockungen der Kosmetikindustrie haben mich noch eine lange Zeit gepiesakt, immer wieder wäre ich nur zu gerne Rückfällig geworden, aber ich habe eisern durchgehalten.
Nun bin ich drüber hinweg, muss mir keine Gedanken mehr über ausgefeilte Routinen machen, spare viel Zeit und Geld.
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Eigentlich bin ich sehr erstaunt, wie gut das bei mir läuft, und manchmal bete ich schon fast, dass das auch so bleibt. Es scheint mir manchmal zu gut um wahr zu sein.
Und dann vergesse ich es wieder und alles bleibt gut. Das darf nun bitte noch viele Jahre so bleiben, bis ich ein Alter erreicht habe, wo man eh nicht mehr auf die Falten schaut, sondern froh ist, wenn man noch Laufen kann. 🙂
Liebe Grüße an die Pflegeverrückten, ich kann euch gut verstehen! 😉
Tine
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(Fotos KK, Pixaby. Keinerlei Sponsoring)
Bin völlig bei dir! Meine Großmama hatte eine beneidenswerte Haut und immer nur Nivea benutzt. Ich habe viele Jahre von billig bs teuer investiert und hatte das Gefühl dass meine Haut immer mehr ausleiert. Mir wurde es einfach zuviel. Zu teuer, zu wenig Wirkung, zuviel Zeit für Mittelchen hier und da und hatte eine Phase von ein paar Wochen wo ich tatsächlich nur noch Wasser und eine Babyseife zur Reinigung an meine Haut gelassen habe.
Das ist nun gute 3 Jahre her und meine Haut ist viel besser geworden. Vitaler, straffer und hat einen ganz natürlichen Glow. Ich liebe die Sonne, heißt ich benutze ein Dry Oil wenn in die Sonne gehe und ein After Sun. Ansonsten nehme ich auch Nivea und wenn ich am Meer bin oder viel in der Sonne war, dann zwischendrinnen mal einen Klecks Clinique Surge 72 hrs. Das ist aber eher die Ausnahme.
Ich bin jetzt 59 und früher hat man mich auf mein tatsächliches Alter geschätzt, heute denkt niemand dass ich die 50 erreicht habe.
Ich hätte gerne Geld wieder, das ich über die Jahre in nutzlose oder eher schadende Kosmetik gesteckt habe..!
Liebe Tine,
dürfen wir Dein Alter erfahren? Oder habe ich so früh am Morgen etwas überlesen?
Ich habe das in jungen Jahren, ich war damals 30, auch so gemacht mit der Creme in der blauen Dose und wurde von den Kolleginnen immer auf meine tolle Haut angesprochen und dann bekam ich den schlimmsten Neurodermitis-Schub meines Lebens.
Mittlerweile, ich werde in 2 Wochen 60, merke ich, dass die Produkte, die ich benutze, nicht mehr so wirksam sind wie noch vor einigen Jahren. Ich bin mittlerweile der Meinung, dass ab einem bestimmten Alter nur noch ein chirurgischer Eingriff ein frischeres Aussehen verschafft. Aber das kommt für mich nicht infrage.
Allerdings…..die kürzlich hier vorgestellte Maske von Christine Niklas hat mich für einige Stunden tatsächlich 10 Jahre jünger aussehen lassen. So einen Effekt hatte ich schon lange nicht mehr.
Einen schönen Sonntag noch.
LG Dunja
Liebe Dunja!
Ich bin 52 Jahre jung. Grundsätzlich werde ich auf Ende 30 geschätzt. 🙂
Guten Morgen, mein Mann benutzt seit Jahrzehnten nur Nivea Creme und manchmal scheint es, er altert kaum. Allerdings hat er verdammt gute gene mitbekommen, seine Mutter ist mit ü70 nahezu faltenfrei. Mir beschert die Nivea Creme, verstopfte Poren und Pickel. Mehr nicht.
Liebe Grüße
Natascha
Guten Morgen zusammen,
Beim Lesen habe ich sofort meinen Mann und meine Schwiegermutter vor Augen.
Meine Schwiegermutter ist nun Mitte 80, ihrem Gesicht sieht man es nicht an. Minimalste Pflege.
Mein Mann, Anfang 50, ebenso. Während mein Schrank überquillt, ist er das puristische Gefenteil: ein Reinigungsschaum abends. Keine Creme. Morgens lediglich ein sensitiv Rasierschaum, sonst nichts. Weder Creme noch Sonnenschutz. Treibt mir manchmal die Tränen in die Augen 😎
Ich mag den Nivea Duft sehr gerne – würde ich mir die blaue Dose in’s Gesicht cremen, wäre ich instant eine verpickelte Speckschwarte. Beneidenswert.
Ich würde sofort meinen Badezimmerschrank gegen eine einzige, funktionierende Creme (zurück) tauschen – das hat in meinen 30igern, wie Dunja eingangs schreibt, auch bei mir funktioniert. Es war die leicht rosa farbene und für mich so herrlich riechende Mandelblüten Creme von Brauckmann. Ein Reinigungsschaum und nur diese Creme. Funktioniert seit ich 40 bin aber nicht mehr so. Aha/ bha sowie aller 2 Tage Tretinoin bemerke ich positiv.
Liebe Grüsse,
Steffi
Meine Schwiegermutter starb mit 102 Jahren und 5 Monaten. Ihr Leben lang gab es die Nivea-Creme bzw. das Ost-Pendant Florena. Natürlich hatte sie auch Falten. Aber die waren nicht so klein und knitterig, sondern eher fast unauffällig. Beneidenswert. Was sie in ihrem Leben an Geld gespart hat 😉
Ich bin mir manchmal auch nicht sicher, ob nicht einfach eine gute Fett/Feuchtigkeitspflege ausreicht, damit die Haut gut versorgt ist. Obwohl es ja auch Spaß macht, mit den Spendern und Tiegelchen zu hantieren.
Wir können ja auch nie ausprobieren „wie hätte meine Haut ausgesehen wenn…“ Eine Routine testen, die Zeit zurückdrehen, etwas anderes testen und dann vergleichen. Ich verwende gerne viele Produkte und kann nur beurteilen wie meine Haut aktuell damit aussieht. Wie mein Hautzustand ohne sie wäre, vielleicht ganz genau so oder besser/schlechter, werde ich nie erfahren. Und Falten sichtbar wieder verschwinden lassen, das kann glaube ich keine Creme und kein Serum der Welt.
Liebe Bine,
genau das ist auch mein Problem. Was wäre wenn. Seit Jahrzehnten dreht sich mein Kosmetikgedankenkarussell. Und bisher traue ich mich nicht, einfach mal 1 Jahr zb nur Nivea zu nehmen. Habe Angst, dass ich es danach bereuen würde . Allerdings kaufe ich keine hochpreisigen Marken mehr wie zb La Prairie. Derzeit verbrauche ich alle vorhandenen Tuben u.a. von Neostrata, Dermasence und Lavera.
Danach lasse ich mich von KK und euch allen neu inspirieren 🙂
Liebe Grüße, Patricia
Die Haut und ihre Falten allein verraten das Alter eines Menschen nicht.
Es sind die Augen. Und der Mund. Das konnte man bei dem Bild des anderen Posts sehr schön sehen… Ich erinnere mich an „uralte“ Frauen, die den Ausdruck eines jungen Mädchens in ihrem Gesicht hatten und wahre Jugendlichkeit in ihrem Blick.
Nivea Creme ist jetzt nicht so mein Ding 😉, aber ich habe inzwischen eine ähnlich minimalistische Routine und empfinde das als Befreiung.
Als ich meinen ersten und schlimmsten Neuro Schub hatte, hat mir mein Internist eine ganz dünne cortisonhaltige Milch verordnet, die sehr gut geholfen hat. Anschließen hatte ich mich überhaupt an gar nichts mehr rangetraut und dann auch die blaue NIVEA genommen. Die einzige Creme die ging. Seit dem denke ich anders darüber und habe immer so ein kleines Töpfchen in der Handtasche für unterwegs. Meine Kollegin, die sämtliche Allergien auf diesem Planeten hat, meinte nur lakonisch: ist doch klar das die geht, besteht ja nur aus Wasser. Anschließend habe ich mit reinem Hyaluron von Elizabeth Grant weitergemacht. Damals hatte sie eine hellblaue Serie für empfindliche Haut. Damit hatte ich sehr vorsichtig wieder gestartet.
Meine Oma hat nur NIVEA und Heliotrop genommen. Als Sonnenschutz NIVEA messerücken dick und sie lag viel auf ihrem Süd-Balkon. Als sie mt 86 starb war sie fast faltenfrei und hatte eine sehr schöne Haut.
LG Christiane
Die gute alte Nivea-Creme könnte ja für ein ganzes Leben ganz fein sein, wenn nicht
Limonene, Geraniol, Hydroxycitronellal, Linalool, Citronellol, Benzyl Benzoate, Parfum
dabei wären.
Ach ja. Das Hautbild ist wohl eher eine Momentaufnahme als etwas Statisches, auf das man sich einfach mal so verlassen könnte, das so bleibe und sich nicht verändert.
Auf vielfache Anregung hier habe ich mir auch mal etwas von CNK bestellt (nicht die Maske, die geht wegen eines Inhaltsstoffs nicht), einfach, um mal zu schauen, was es neben HD sonst noch so gibt.
Übrigens verbrauche ich die jahrealten Reste von La Mer, die ich noch verwenden kann, The Concentrate und Lifting + Firming Mask: was soll ich sagen? Ich sehe j.ü.n.g.e.r. aus. GG weiss noch nicht, was er mir zu Weihnachten schenken darf, aber ich werde es ihm schonend beibringen. 😉
Mit diesem post kann ich mich eher identifizieren als mit dem gestrigen overkill. Ich bin 62 und habe eine schöne faltenfreie Haut. Ich mag eine schnelle Routine mit wenig Produkten.
Nivea Creme ist viel zu fett für meine Haut und einen LSF will ich schon haben.
Meine Routine ist morgens Reinigung und Tagescreme, zur Zeit Daywear (meine Haut liebt sie einfach), abends meist Reinigungsöl und danach Schaumreinigung, 365 Serum und Nachtcreme, im Sommer einfach Cerave Lotion.
Worauf ich nie verzichte ist Augencreme und Massen an Handcreme 😆.
passt heute nicht, aber am MMM ist es definitiv zu spät. Bei QVC gibt es heute von M.ASAM Magic Finish in einer Sonderauflage mit straffendem Wirkstoff als Tagesangebot. Mein MF stand nur noch rum und ich habe heute morgen extra dick Garnier Sonnencreme aufgetragen und mein altes MF drüber. Was soll ich sagen, ich bin hin und weg. Bestens mattiert und feinporiges Tuning. Ich hatte nicht gedacht das das geht. Das ganze ruck zuck mit den Fingern verteilt. Super, habe das neue bestellt, was jetzt schon begrenzt ist. Ich liege zwischen hell und mittel und es passt.
LG
Christiane
Die Nivea ist einfach eine traumhaft formulierte Creme, wenn nur die Duftstoffe nicht wären. Ich habe damit auch letztens einen Reset gemacht und es war für mich ein Aha-Erlebnis. Nicht weil die Nivea Wunder bewirkt, sondern weil sie meiner Haut etwas gegeben hat, was ich vorher so nicht hatte, wirksamen Barriereschutz durch Okklusion. Das hatte ich tatsächlich vernachlässigt und der Effekt war dann eben umso stärker.
Ich bin nicht bei der Nivea allein geblieben (weil Duftstoffe, und ich mag den Geruch auch nicht sooooooo gerne). Aber ich achte jetz mehr auf mein absolutes Basic Okklusion.
Will sagen: die Nivea ist so gut formuliert (Fett, Feuchtigkeit via Glycerin, Okklusion), dass man damit als alleinige Pflege m. E. wirklich gut und hautschön durch Leben kommt. Täglicher Sonnenschutz mal ausgeklammert. Aber – genau wie bei dem anderen Extrem, der sehr umfangreichen Pflegeroutine – kann man machen, muss man aber ja nicht.
Ich finde den Austausch hier über die Gastbeiträge und KK zum Thema toll. Vor allem, weil er von dem Gedanken „Jede/r nach seiner/ihrer Facon“ getragen ist.