LIFESTYLE: ZEIT FÜR DAS WESENTLICHE – IN DEN ZEITEN VON CORONA

Ein Lifestyleblog kann sich in diesen äusserst ungemütlichen Zeiten durchaus einmal die Sinnfrage stellen. Braucht es Fashion, Beauty und anderen Konsumkram, wenn wir urplötzlich ganz andere Sorgen haben?

 

 

 

So surreal…

Ich bin wirklich froh, dass mein Konsumkaiser Blog schon immer eine weit gefächerte Themenvielfalt zu bieten hatte. Wie fühlt man sich, wenn man derzeit einzig über die neuesten Kostümchen und Taschen diverser High Fashion Labels berichtet, oder seinen Leserinnen und Lesern die ausgefallensten Beautytrends bietet, zusammen mit den „wichtigsten“ Tipps für „richtige“ Hautpflege? Bin ich glücklich, dass ich sowas nicht als Geschäftsmodell betreibe. Alles purer Luxus, den wir ab sofort höchstwahrscheinlich gehörig hinterfragen werden.

Ablenkung gut und schön, aber sowas funktioniert nicht in so fundamentalen Krisen, in denen wir unserer sicher geglaubten Routinen beraubt werden. Das Leben geht weiter, nur ganz anders.

In einer Zeit, in der wir nicht so recht wissen was auf uns zukommt, versuchen wir einen kühlen Kopf zu behalten, versuchen das Beste aus der Situation zu machen, und dennoch…es fühlt sich gerade schrecklich unwirklich an.

Weitgehende Auswirkungen

Dazu kommen die Auswirkungen: Wie die Betreuung der Kinder regeln? Was wird aus den Eltern und Großeltern? Wird unser Gesundheitssystem funktionieren und den Belastungen standhalten? Sind unsere Jobs überhaupt noch sicher? Ist die Existenz wirklich gesichert? Und über die schlimmste aller Fragen versuchen wir lieber gar nicht nachzudenken, denn Verluste sind der Super GAU, daran ist nicht zu zweifeln, trotzdem werden wir davon hören, das betrübt mich am meisten.

Bei uns hier ist noch alles soweit in Ordnung, aber das macht die Stimmung insgesamt nicht besser. Derzeit schließen alle Fitnessstudios für die ich Programme entwickle, und auch meine Coaching Kunden sagen ihre Termine nun allesamt ab, es gibt wichtigere Dinge zu tun. Sozusagen in einem Wimpernschlag ist man als Selbstständiger arbeitslos. Ähnlich geht es vielen anderen Menschen. Andere sind von Kurzarbeit bedroht, da muss man auch viele Abstriche machen.

Wenn ich mir nun vorstelle, wie es den ärmeren Menschen geht, die sich natürlich keine Hamsterkäufe leisten können, die von den Tafeln kaum noch Hilfe erwarten können, weil immer weniger Lebensmittelspenden reinkommen, dann schäme ich mich ein wenig für meine schwelende Zukunftsangst, die ich doch tunlichst vermeiden wollte.

Blutspenden bleiben aus, auch das ist eine Auswirkung, die nicht zu unterschätzen ist. All das neben den Auswirkungen auf Wirtschaft und Soziales. Und dann wären da noch die Leute, die sich nun ernsthaft um den Verbleib „ihres“ Fußballclubs sorgen…

Gestern machen wir uns noch über die ulkigen Auswüchse des Influencermarketing lustig, heute überlegen wir, ob es der achtzigjährige Nachbar noch schafft, seine Lebensmittel einzukaufen. Wir haben dekadente Kosmetik aus Korea bestellt, nun schreiben wir Zettel und hängen sie in der Nachbarschaft auf, mit dem Angebot der Solidarität und Hilfe für ältere und schwächere Menschen, damit niemand auf der Strecke bleibt. Wie schnell sich alles ändern kann.

Flucht?

Wer kommt mit? Wer möchte auch gerne flüchten? Den Sorgen entgehen, die man niemals haben wollte? Quarantäne als eine minimalistisch angehauchte Auszeit ansehen? Gepaart mit Sozial-Detox und ausserdem kann man endlich auch mal den Knopf wieder an die Hose nähen, der da schon seit Wochen in der Ecke wartet?

Nee, eigentlich entwickle ich gerade einen nur verständlichen Fluchtreflex. Vielleicht eine Reise in die Antarktis? Entspannte Tage in der abgeschotteten Forschungsstation Neumayer III. Mit Eissäge und Angel kann man es sich im Schneegestöber gemütlich machen. Bauen wir einen Schneemann oder liefern uns eine kleine Schneeballschlacht mit den heimischen Pinguinen…

Es hilft aber alles nichts, wir müssen uns der Realität stellen.

Liebe Leserinnen und Leser, egal ob stille Mitleser, fleissige KommentatorInnen oder ehemalige MitstreiterInnen: Ich wünsche euch allen, dass ihr gesund und halbwegs munter bleibt. Lasst euch nicht entmutigen, zeigt euch solidarisch gegenüber anderen Menschen, helft den Schwächeren und haltet euch gesund! Das gemeinsame Bewältigen einer Krise: Daran kann eine Gesellschaft über sich hinauswachsen – und sich gegenseitig zu helfen und Hilfe anzubieten, schützt vor aufkommenden Ängsten.

Ich rate euch auch beim Medienkonsum Maß zu halten: Sich gezielt mehrmals pro Tag bei seriösen Quellen auf den neusten Stand bringen, aber nicht laufend durch die neusten Nachrichten klicken. Das klappt schon, der Mensch ist so unglaublich anpassungsfähig.

Und ansonsten die Basics: Viel Wasser trinken. Gut, ausgewogen, sowie vitaminreich ernähren. Moderaten Sport treiben, oder wenigstens täglich an der frischen Luft bewegen. Viel Schlaf bekommen, denn Melatonin unterstützt das Immunsystem.

Bleibt bitte gesund!

(Der Betrieb auf dem KK Blog geht weiter…)

 

 

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(Fotos: Konsumkaiser, Pixabay   Keinerlei Sponsoring)

 


43 Gedanken zu “LIFESTYLE: ZEIT FÜR DAS WESENTLICHE – IN DEN ZEITEN VON CORONA

  1. Lieber KK,
    ja, es ist eine verrückte Situation, die uns gerade wieder auf das Wesentliche ausrichtet. Genau die gleichen Gedanken zum Thema Beauty, Mode etc habe ich mir gestern auch gemacht, und es erscheint mir mittlerweile absurd, wie viel Energie man normalerweise in solche Nebensächlichkeiten investiert. (Klar, wir sind bei Maslows Bedürfnispyramide auch ein bisschen abgerutscht..)
    Dein Blog war und ist aber nie oberflächlich, denn es ging zumindest mir immer darum, Deine Meinung (mit gesundem Menschenverstand!) zu allen möglichen Hypes und gesellschaftlichen Trends zu lesen. Und genau das ist gerade jetzt auch wertvoll!
    Vielleicht ist die ganze Krise auch eine Übung in Solidarität und Demut- manchmal erschließt sich das Gesamtbild auch erst mit etwas Abstand.
    Bleib gesund, und alles wird gut!

    P.S. Liebe Grüße aus Düsseldorf 😉

  2. Vielen Dank, lieber Konsumkaiser. Für diesen Bericht, für alle vorher und für alle die noch kommen.
    Michaela (stille Leserin ☺️ und Fan seit Jahren💕)

  3. Guten Morgen.
    Am meisten habe ich mich über den letzten Satz in Klammern gefreut 🙂
    Ich stimme Dir in allem zu; über Konsumverhalten usw habe ich mir auch Gedanken gemacht, allerdings ehrlicherweise nicht so intensiv. Bei mir ist das treibende Gefühl irgendwie eher in der Richtung „jetzt habe ich Zeit, die (gebunkerten) Sachen mal in aller Ruhe auszuprobieren/aufzubrauchen“ angesiedelt. Das ist ja auch mal ganz schön.
    Statt dem Gedubdbleiben-Wunsch halte ich es eher mit dem neulich hier gelesenen Gruß: Bleibt gelassen! Und füge ein „und bei Verstand“ hinzu.

  4. Hallo lieber KK,

    erstmal vielen Dank für deine netten Worte, ich wünsche dir auch alles alles Gute in dieser verrückten Zeit, von der wir ihre Tragweite und Auswirkungen die nächsten Jahr noch nicht abschätzen können….das ist das Einzige, das mich unsicher macht.
    Ich habe seit Freitag die Anweisung, von zu Hause aus zu Arbeiten, geht bei meinem Job zum Glück ganz gut, trotzdem bekomme ich glaub schnell einen Lagerkoller und vcerscuhe dies mit Spaziergängen zu kompensieren =) zudem habe ich seit ein paar Tagen eine Nebenhöhlen Entzündung, eindeutig…nur leider fühlt es scih trotzdem komisch an :-/

    Haltet alle gut durch, lasst euch nicht verrückt machen, aber achtet auf euch!

    1. Hallo Sabrina, da sind wir zwei! Meine Nase läuft auch seit einer Woche ununterbrochen in gelb und grün, und die Nebenhöhlen fühlen sich entzündet an. Sowas kann man gerade perfekt gebrauchen. Gute Besserung, und Spaziergänge gegen aufkommende Unsicherheit sind ein meist wirklich wirksames Mittel, egal bei welchem Wetter.
      Liebe Grüße!
      KK

      1. Ich kann da sehr die Tropfen Katimun empfehlen! Leide auch häufig unter Sinusitis! Manchmal schaffe ich es, die Entzündung im Anfangsstadium zu unterdrücken!

      2. Na das hat uns ja super erwischt 😉 Gute Besserung erstmal!
        Das entzündete Gefühl ist das schlimmste….sollst Nasenspray nehmen, damit die Scheiße (sorry, kann man nicht anders sagen =)) abläuft und schmerzt aber wie Hölle…..von Nasenduschen bin ich leider auch nicht mehr überzeugt, gefühlt machts das manchmal noch schlimmer….
        Deinen Tipp Spotify55 habe ich eben online bestellt (da ist ja auch schon alles leer gekauft), bin gespannt. Vielen Dank dafür!

        Wir wohnen hier direkt an den Weinbergen und haben Sonntag einen schönen Spaziergang gemacht, der hat echt Kraft gegeben und sooo gut getan!

        Kommt alle gut durch diese seltsame Zeit, passt auf euch auf!

        LG
        Sabrina

  5. Hallo KK, danke für die aufbauenden Worte.
    Die letzte Woche hatte ich Urlaub und gehe nun gleich mit gemischten Gefühlen wieder arbeiten…
    Chronischen Schnupfen hab ich sowieso, da muss ich permanent schauen, dass er nicht schlechter wird. Da ich wegen einer anderen Grunderkrankung und Medis wohl auch zur Risikogruppe gehöre, sehr ich die Situation auch als Übung, gut für mich selbst zu sorgen – auch damit andere gesund bleiben. Zum Glück kommt mir meine ruhige Art gerade sehr gelegen, so betrachte ich alles mit Sorge, aber weit entfernt von Panik. Die Medien konsumiere ich schon seit vielen Jahren nur in Minimaldosis, das hilft enorm, auch wenn keine (akute) Krise ist.
    Ich glaube die Menschen sind schon von vornherein beunruhigt und aufgepeitscht von den ständigen schlechten Nachrichten. Ich glaube, das macht unterbewusst ganz viel mit uns und schürt Ängste ganz gewaltig…
    Ich hoffe, weiterhin regelmäßig von dir zu lesen, auch irgendwann wieder über die schönen Dinge des Lebens. Ich lese aber echt ausnahmslos alles und sehr gerne! Klar haben wir grad alle größere Sorgen, aber generell ist doch auch das schöne im Leben, also neben Kosmetik auch Kunst, die Natur etc. extrem wichtig. Das macht uns doch menschlich.
    Also Danke für die ganze Bandbreite hier- ich hoffe für uns alle auf das Beste in der Zukunft🤗

    LG Christine

  6. hallo,
    vielen Dank für deine lieben Wünsche,
    ich bin ja eine von den stillen Leserinnen, ich liebe deinen Blog und auch heute hast du wieder die richtigen Worte gefunden, ich bin im Moment doch etwas nervös, chronisch krank, und soll das Haus jetzt nicht mehr verlassen,
    hatte vor einiger Zeit Krebs und war da auch in Isolation und das bringt das ganze jetzt wieder hoch. Mein Mann ist Diabetiker, aber die Familie und alle unsere Nachbarn haben uns Ihre Hilfe zugesagt, unbeschreibliches Gefühl.
    Bleibt alle gesund
    Liebe Grüsse

  7. Ich sehe das mit der Solidarität eher kritisch.
    Ich glaube, das ist eher einer „Eintagsfliege“.
    Selbst in dem Dorf, in dem ich lebe, kaufen meine lieben Mitmenschen rücksichtslos alles leer.
    Nur mit Mühe konnte ich am vergangenen Samstag noch eine Packung meinen geliebten Knäckebrotes ergattern.
    Soweit auch zu Thema Hamsterkauf.

    Aber auch von mir: bleibt gesund und haltet Euch senkrecht !

  8. Lieber Konsumkaiser,

    genau deswegen lese ich seit Jahren still und interessiert hier mit.
    Wichtige Themen werden doch immer wieder hier disskutiert und dein Blog ist so jenseits von oberflächlich!
    Ich arbeite in einem Altenheim und die Situation ist wirklich extrem herausfordernd. Wie erklärt man einem demenziell veränderten Menschen, der nur noch zur Person orientiert ist und den ganzen Tag laut nach seiner Tochter ruft, dass diese ihn heute nicht besuchen kommt?
    Gleichzeitig fallen alle ehrenamtlichen Helfer weg, die uns unschätzbare Dienste und Entlastung leisten. Ach ja, und der Mann liegt zu Hause mit Vorerkrankung und Lungenentzündung im Bett.
    Ich war nie ein Angsthase, aber aktuell liegt die Betonung bei diesem Satz auf dem Wörtchen ,,war“.

    Ich danke dir für das immer wieder Aufgreifen von wichtigen Themen und natürlich auch für die ,,oberflächlichen“ Pflegeempfehlungen, die ich in normalen Zeiten hier genießen kann.

    Liebe Grüße,

    Gitta

  9. Ich komme mir vor wie in einem Science Fiction Film, surreal, ja das beschreibt es. Die Aufträge für unseren kleinen Betrieb brechen auch gerade ein und ich habe keine Ahnung was werden wird. Ich versuche meine Eltern davon zu überzeugen dass sie mich ihre Einkäufe tätigen lassen, aber sie mögen nicht zur Zielgruppe ‚Risiko‘ gehören. Das wir alle diese Krise gesund und bestmöglich meistern, dass wünsche ich Dir und uns allen! Gruß, Claudi

  10. Lieber KK,

    ich habe noch nie bei Dir kommentiert, aber ich möchte Dir ein ganz großes Lob aussprechen. Man merkt, dass trotz der manchmal „oberflächlichen Themen“ auch ganz viel Tiefgang und ein sehr kluger Kopf hinter dem Ganzen stecken. Ich bereite mich momentan auf mein (medizinisches) Staatsexamen vor und auch mich beschäftigt die Thematik und die aktuelle Situation sehr. (Abgesehen von meiner persönlichen Misere, dass die ganzen Bibliotheken schließen :D.)

    Alles Gute, bleibt gesund, ich freue mich weiterhin hier zu lesen 🙂

    LG, Sarah

    1. Wie schön für dich, und wie bezeichnend für einen gewissen Schlag unserer Mitmenschen, die hier nur mal zwischendurch lässige Kommentare dalassen. Ich frage mich nur, was du uns mit „Schnarch“ tief schürfendes mitteilen wolltest?
      Toll, dass du nicht von Geldnöten, Jobverlust, Trauer und Tod betroffen bist. Deshalb reibt man das anderen Menschen nicht gleich unter die Nase. Entschuldige meinen belehrenden Ton, aber da hier die Situation anders aussieht als auf deiner Insel der Glücklichen, kann ich das so auch nicht unbeantwortet lassen.

      1. Perfekt geantwortet und chapeau, dass Du diesen Kommentar überhaupt freigeschaltet hast
        Liebe Grüße und ich hoffe wir alle überstehen diese Katastrophe gesund und gut

      2. Ich habe den Eindruck, du liest in vielem, was nicht mit Schleim bedeckt ist, etwas negatives oder dich angreifendes. Und das tust nicht nur du, sondern auch einige deiner Anhänger. Deine Beitagsvorgaben haben es oft in sich und in denen steht oft genau das Gleiche, was du bei anderen bemängelst, es ist kein Wunder, dass sich hier einige abwenden.
        Ich lese Verzweiflung im Beitrag von Renate vG, gerade das „schnarch“ zeigt doch, dass es genau das Gegenteil von dem ist, was sie geschrieben hat.

        1. Liebe Frieda, ich hatte dir einen vor geraumer Zeit einen „Platzverweis“ für meinen Blog erteilt. Dass du dem nicht nachkommst, sondern ein Nachtreten nicht unterdrücken kannst, ist bezeichnend für deine Kommentare. Ich möchte dich nochmals bitten, von weiteren deiner „Kommentare“ Abstand zu nehmen. Und wenn hier mit Schleim nur so um sich geworfen wird…es ist nicht an dir, das zu (ver)beurteilen. Ich veröffentliche deinen Kommentar heute noch mal, damit die Leser sehen, mit welchen Leuten man sich herumschlagen muss. Dein „Wunsch für mich nach extra viel Schmerz, den ich empfinden soll“ (im Kommentar vor einigen Monaten) hat deine Art und Weise zu denken bereits offenbart, und auf solche Leserinnen kann ich getrost verzichten. Übrigens sind die Leserzahlen auf meinem Blog deutlich gestiegen, nachdem hier wieder etwas Ruhe eigekehrt ist. Und nun ist auch gut, denn es gibt wichtigere Dinge als zu klein geratene Egos. Beste Grüße!

            1. Ach Frieda, ich kriege schlechte Laune, wenn ich deinen Namen nur hier lese. Tu uns allen einen Gefallen und bleib dem Blog fern. Dein Auftreten hier ist unvergleichlich lächerlich und traurig zugleich. Es tut mir Leid, dass du in diesen schweren Zeiten so eine Pein mit dir herumtragen musst, aber lass sie nicht öffentlich heraus, sondern mach das in deiner Welt mit dir selbst aus. Alles Gute…

  11. Die gesamten (wirtschaftlichen) Auswirkungen sind noch gar nicht abzusehen. Viele Firmen und Arbeitsplätze werden das nicht überstehen. Wir sind wirtschaftlich auf Asien und sonstige Länder angewiesen und an die Dienstleistungs-, Gastro- und Tourismusbranche möchte ich gar nicht denken.
    Natürlich, Gesundheit vor Allem aber wenn die Existenz nicht mehr gesichert ist, ist ein normales Leben auch nicht möglich.
    Ich befinde mich gerade mitten im Umzug von Bayern nach Thüringen – das heißt, wenn dieser am Ende des Monats noch durch die Spedition durchgeführt wird. Wir haben gerade ein kleines Häuschen umgebaut und damit gerechnet, dass ich spätestens im Sommer wieder dazu verdiene. Aber wer stellt in solchen Zeiten ein, wie lange dauert es, bis Firmen sich wieder erholt haben?
    Es gibt so viele Sorgen, die plötzlich auftauchen außer Gesundheit, Kinderbetreuung und Ausgangssperren. Dieser Virus wird uns noch lange beeinflussen.
    Kommt Alle gut durch diese Zeit. 👋🏻

  12. Danke für Deine Zeit und Arbeit, welche Du tagtäglich hier in Deinen Blog investierst. Ich lese ihn sehr gerne, auch weil Du zu vielen Dingen eine eigene Meinung hast. Außerdem mag ich Deinen Schreibstil.
    Ich verzweifle gerade an dem grenzenlosen Egoismus, der sich gerade in diesem Land so offen zeigt. Es wird z. Bsp. in Kliniken und Pflegeheimen alles geklaut, was nicht niet- und nagelfest ist und somit Leben aufs Spiel gesetzt. Beim Hamsterkauf denkt man nicht an andere und deren Bedürfnisse. Man jammert, dass es nun in Stuttgart praktisch kein Nachtleben mehr gibt usw etc. Ich war bis dato dem Grunde nach Optimist und versuchte oft das Gute im Menschen zu sehen. Zur Zeit fällt mir das sehr schwer. Man sagt, das Krisen in einem Volk entweder das Gute oder das Schlechte hervorbringen und den wahren Kern zeigen.
    Bleibt alle gesund und Grüße aus dem Südwesten.

    1. Ein wahres Wort!
      Mich ekelt es an, wie asozial und selbstsüchtig sich die Hamsterkäufer verhalten. Es ist traurig unter welchen Egoisten man lebt 😦

  13. Lieber KK,
    ich war beim Öffnen der Seite gespannt, was mich erwartet – und wurde wie immer nicht enttäuscht. Kluge und sehr reflektierte Worte – vielen Dank. Und über die Klammer hab ich mich dann auch gefreut.

    Ich wünsche Dir alles Gute für die nächste Zeit!
    Liebe Grüße
    Katrin

  14. Hallo zusammen,

    ich habe im Grunde den ganzen klugen Kommentaren nichts hinzuzufügen. Außer dem Bedürfnis auch in schlechten Zeiten zu zeigen, dass ich auch hier bei euch bin. Dass wir nicht nur zusammen die neuesten Seren besprechen und uns Anti Aging Kram empfehlen, sondern uns auch gemeinsam versammeln, um uns zu bestärken, das alles durchzustehen, mit dem nötigen Respekt für die Gefahr, dem gebotenen Augenmaß gegen Panik und mit der klaren Maßgabe, dass es gerade um mehr geht als um unser ganz persönliches kleines Ich.

    In diesem Sinne einen ganz herzlichen Gruß an alle und danke, dass ihr alle hier seid!

  15. Lieber KK,
    Erstmal danke dir, dass du weiterschreiben möchtest in diesen unruhigen und für viele beunruhigende Tagen. Deinen Blog zu lese ist ein tägliches Ritual bei mir geworden.

    Ich merke auch gerade, wie gut es mir geht: mein Job ist nicht gefährdet, ich muss mich nicht auf den Kopf stellen, um Job und Kinderbetreuung unter einen Hut zu bringen, habe keine Erkrankungen. Aber dass ist nicht meine Leistung, einfach Zufall. Vielen geht es gerade anders und ich kann jeden verstehen, der da ein bisschen durchdreht.

    Bleibt gesund!

    Julia

  16. Gerade empfinde ich es als großen Vorteil, dass man sich weiter mit anderen austauschen kann, auch wenn man sich nicht mehr treffen soll. Mit Freunden und Familie kann man mit messengern Kontakt halten. Und auch wenn man hier eigentlich niemanden kennt, macht der Austausch Freude. Ich drücke Euch allen hier die Daumen, dass Ihr und Euch nahestehende Menschen die momentane Situation gut verkraften, wirtschaftlich und vor allem gesundheitlich! Und hoffentlich findet Ihr jeden Tag auch noch einen Grund zur Freude und zum Lachen!

  17. 🙂 Einfach mal DANKE an dich! Deine mit Herz und Hirn geschriebenen Beiträge sind einzigartig und ich lese sie wirklich sehr gerne (bin eher eine stille Leserin).
    Bleib gesund!

    Ganz liebe Grüsse!
    Christine

  18. Auf dem Spielplatz gegenüber ist gerade richtig was los. Kleine Kinder, junge Mütter, Omas, alle sind versammelt! Hier hat fast jeder einen Garten, die Kinder wären nicht eingesperrt. Was ist bloß los mit den Menschen? Begreifen Sie auch mit Blick auf die Zustände in Italien nicht, worum es gerade geht? Der Blick aus dem Fenster wirkt wirklich desillusionierend, an die Vernunft der Menschen appellieren läuft offensichtlich ins Leere.

    1. Ja, unsere lieben Mitmenschen. Den beinahe-Shutdown, der nun angeordnet ist, haben wir ja auch nur der Situation zu verdanken, dass sich kaum einer an Zurückhaltung hält. Ich war heute für ältere Nachbarn einkaufen und die Supermärkte waren übervoll mit alten Menschen. Als warten sie nur auf eine Infektion. Hier im Stadtteil gibt es schon mehrere Fälle.
      Bitte bleib gesund!
      KK

      1. In unserem Stadtteil wurde bis jetzt noch kein Fall bekannt, aber es rückt immer näher und ich denke, es wird nicht mehr lange dauern.
        Auch ich war heute nach Feierabend unterwegs. Eine Apotheke nimmt nur noch Rezepte durch einen Spalt der Tür an, Bezahlung nur noch per Karte. Bäckerei Peters nimmt auch nur noch Karte zum bezahlen an. Irgendwie komisch, 2 Brötchen mit Karte zu bezahlen.
        Da sehe ich ein Problem für die ältern Menschen, denn viele kennen sich damit nicht aus oder möchten es auch nicht nutzen.
        Feststellen musste ich auch, dass noch viele ältere Menschen unterwegs sind, die Abstände an den Kassen werden von Jung und Alt nicht eingehalten, kleine Kinder spielen fröhlich miteinander (die Kleinen können es auch noch nicht verstehen).
        Ich z. B. habe mir angewöhnt, den Einkaufswagen an der Kasse immer vor mir zu halten, so dass ich den Abstand einhalte, was immer mal vergessen werden kann, da es sich noch nicht fest eingeprägt hat.
        Da man den Virus nicht fühlen, sehen, riechen usw. kann, nehmen ihn noch einige nicht richtig ernst, auch wenn überall daraufhingewiesen wird.
        Bleibt alle gesund und verlernt nicht den Humor und das Lachen, denn auch dieses ist sehr wichtig in dieser schweren Zeit.

        Viele Grüße
        Iris

  19. Hallo zusammen,
    ich hätte heute DAS Vorstellungsgespräch schlechthin gehabt – wurde gestern wegen der aktuellen Situation abgesagt (verständlicherweise). Ich habe noch keine Ahnung wie es weitergeht, ich habe noch keinen neuen Termin bekommen. Zum Davonlaufen gerade, es kommt alles mögliche zusammen, und diese Stubenhockerei noch dazu.
    Bleibt alle stark & gesund
    Die Gast

    1. Liebe Gast, das mit dem Vorstellungsgespräch ist ja mega ärgerlich. In solchen Situationen spürt man diese Hilflosigkeit so furchtbar stark. Ich drücke dir die Daumen, dass das Gespräch bald und so schnell wie möglich nachgeholt wird. Bis dahin kannst du dich ja nochmals 200%ig darauf vorbereiten. 😉
      Bleib gesund!
      KK

  20. Ich war heute im Supermarkt und es begegnen sich zwei ältere Damen(Ü75). Die Eine erzählt der Anderen sehr stolz, dass sie heute von ihrem Enkel gefahren wurde „wegen dem Corona“. Und dass Sie morgen noch ins Krankenhaus fährt, weil ihr Mann heute eine neue Herzklappe erhält.

    Im Fitnessstudio meiner Tochter wurde auf der Homepage gebeten, bei Gruppenkursen bitte nach vorne zu atmen. Inzwischen ist auch dort geschlossen.

    Wäre alles sehr witzig, wenn die Situation nicht so ernst wäre.

    Haltet die Ohren steif und bleibt gesund.

    LG Lisbeth

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