LIFESTYLE: DAS KONSUMKAISER TRENDBAROMETER * 18.10.2019

Das Trendbarometer gleitet geschmeidig in den Herbst, und es geht immer noch um Dinge, die mich in der vergangenen Woche bewegt, belustigt oder erschüttert haben. Aber nichts folgt einem festen Schema, es kommt wie es kommt. Hauptsache ein bunter Mix, unterhaltsam, lustig, manchmal nachdenklich, oder auch böse… 

 

Es kommt immer alles anders

Wie man sieht und hört, mit meiner Reise nach Wien ist es in diesem Jahr wohl nichts geworden. Die Familie braucht mich dringend, und ich komme hier nicht für längere Zeit weg. Mal einen Sprung nach Holland, gar kein Problem, man ist schnell wieder hier zur Brandbekämpfung. Aber weiter weg geht es derzeit nun mal nicht. Schade, aber auf der anderen Seite bekomme ich auch etwas dafür.

Mehr Zeit mit geliebten Verwandten. Wer weiß, wie lange das noch so geht. Wenn man in dieses schreckliche „Abschiedsalter“ kommt, verschieben sich manchmal eben auch die Prioritäten. Man sieht ganz anders auf sein Umfeld. Jedes Treffen, jede Umarmung könnte die letzte sein. Wertvolle Zeit, die unbedingt jetzt zu nutzen ist, die man prinzipiell nicht aufschieben sollte. Nicht aufschieben kann – sonst ist man hinterher untröstlich und macht sich womöglich Vorwürfe.

Also machen wir uns die kommende Vorweihnachtszeit so schön wie möglich, erzählen bis die Stimmbänder heiser werden, und hören zu und speichern ab, Erinnerungen sind nämlich das was uns bleibt. Hoffentlich.

 

 

Ach, nur so ein Kochrezept

Ich musste doch lachen: Am vergangenen Sonntag habe ich das Rezept für Rouladengeschnetzeltes veröffentlicht. Ganz ohne große Erwartungen. Rezepte? Das hat sowas Spießiges.

Und dann fand Google das Thema (und die Schlagwörter) wohl voll spannend und pushte mich in seinen Google News-Feed. Heraus kam ein mega Leserauflauf. Ausgerechnet der Rezeptbeitrag kam auf sage und schreibe weit über 15.000 Zugriffe, allein an diesem Tag. Rekord für meinen Blog. Und sowas ist recht nachhaltig, denn es finden neue Leserinnen und Leser auf den Blog, die gleich mal bleiben, wie die Zahlen zeigen.

Hatte ich schon erwähnt, wie viel Spaß so ein Blog bereiten kann? 🙂

 

 

Woher kommen unsere Lebensmittel?

Wo wir ja schon mal beim Thema sind. Kauft ihr Lebensmittel im Supermarkt? Da kommt man kaum drum herum. Immer nur Wochenmarkt oder Direktverkauf beim Erzeuger funktioniert leider nicht völlig problemlos, dazu muss man sich die Preise auch noch leisten können.

Trotzdem möchte ich dringend meinen Lebensmittelkonsum etwas umstellen. Einer der Gründe sind die Händler, die uns Lebensmittel zur Verfügung stellen, deren Herkunft ich teilweise überhaupt nicht mehr nachvollziehen kann. Man kann davon ausgehen, dass zB. ein Großteil der Konserven (zB. Tomaten aus der Dose, Pilze aus dem Glas, usw.) aus den verschiedensten Ländern kommen, und China ist da mittlerweile ganz weit vorne.

Da hat man eine feine Dose Tomaten in den Händen, auf der Verpackung sieht man saftiges Rot und italienische Landschaften – doch die Tomaten haben einen deutlich längeren Weg hinter sich. China strengt sich gerade an, größter Tomatenhändler weltweit zu werden. Ähnlich bei Pilzen.

Die Produktionsbedingungen sind ungewiss. Kontrollen der Importländer sind Schall und Rauch, denn die Chinesen verschleiern gerne einmal die Produktionsbedingungen. So sind zB. für einen Pilztopf mit unterschiedlichen Sorten verschieden Produktionsstätten zuständig, die nicht allesamt den Kontrolleueren bekannt sind. Sodass die dann jeweils meist nur den „zusammenführenden Betrieb“ kontrollieren, also den Laden, der alles zusammen in einen „Topf“ schmeisst und zu uns schickt.

Die Handlesgesellschaften schreiben dann beispielsweise auf ihre Produkt bloß noch „Hergestellt für XYZ Handelsgesellschaft“ und das war es dann. Für uns Verbraucher gibt es keinerlei Möglichkeit mehr das Herkunftsland festzustellen. Und das bei immer mehr Produkten. Früher gab es wenigstens öfter noch den Hinweis: Hergestellt in der EU, das findet sich immer seltener. Kein Wunder, nicht nur der Plastikkram um uns rum kommt fast ausschließlich aus dem fernen Reich der Mitte, mittlerweile auch ein Großteil der Lebensmittel. Gruselig eigentlich, oder?

Das ist er also, der Preis für immer billigere Lebensmittel.

Versteht mich nicht falsch, leider gibt es auch in unseren reichen Industrieländern viel zu viele Menschen, die zur Monatsmitte schon kaum noch wissen, was sie auf den Tisch bringen können, ohne zur Tafel gehen zu müssen. Eben weil das Geld nicht reicht, ist man auf die billigen Lebensmittel auch angewiesen. Aber angesichts der sich immer mehr entwickelnden Angst um die Sicherheit unserer Lebensmittel, wäre zumindest mehr Transparenz der einzig richtige Weg.

Einst war es das uns unbekannte Fleisch, dann hat man hier und da Kompromisse zugelassen, die Information und Tierwohl angehen, natürlich längst nicht genug. Und nun bekommen wir Gemüse auf den Tisch, von dem niemand mehr sagen kann, woher es kommt. Echt jetzt?

 

Basler-Beauty

Da kauft man sich ziemlich teure Produkte von Biologique Recherche bei baslerbeauty.de, die Marke ist nämlich nicht so ganz einfach zu bekommen, und was ist im Päckchen? Fast nichts, ausser dem Produkt natürlich. Ein Lieferschein, das war es. Dafür, dass die Firma Biologique Recherche nur über Depots verkauft werden sollte, die eine gewisse Beratung gewährleisten (die Produkte sind tatsächlich teilweise ziemlich beratungsintensiv), müsste hier ganz dringend nachgebessert werden. Zum Beispiel kommen die kleineren Produkte, wie einzelne Seren gänzlich ohne Beipackzettel oder Anleitung. Die Inci finden sich in der kleinsten Schrift, man kann auch Mikroschrift dazu sagen, auf dem Flaschenaufkleber (wenn man den Aufkleber abzieht!).

Informationen, und zwar umfassende, leserlich, nicht in Mikroschrift, sollten selbstverständlich sein. Und die eine oder andere Probe würde mich dann auch erfreuen, denn wer sich einmal für BR interessiert, wird auch auf die anderen Produkte aufmerksam, so wie ich zum Beispiel gerade. Traurig, wenn man da beim Händler so gar nicht nachdenkt.

Aber Basler ist mir schon früher irgendwie unangenehm aufgefallen, und seitdem das Unternehmen nun zu Notino gehört, ist es nicht wirklich besser geworden. Schade, aber ich werde wohl schauen müssen, ob es in der Nähe ein Kosmetikstudio mit Biologique Recherche gibt. Mein Geld mag ich nicht bei Basler lassen.

 

 

Medikamente

In der vergangenen Woche gab es im nächsten Familienumfeld wieder einmal ein Erlebnis der besonderen Art. Ein Medikamenten-Lieferengpass, allerdings besonders fies und nicht wie gedacht.

Es geht um ein sehr teures und lebenswichtiges Medikament, das täglich eingenommen werden muss, und das unbedingte Therapietreue erfordert. Einmal nicht eingenommen, schon steht die Gesundheit auf dem Spiel, im Endeffekt hängt sogar das Leben daran.

Zu diesem Medikament gibt es noch keine Generika, nur ein Hersteller bietet es an, die Wirkstoffkombi ist also noch einzigartig. Dementsprechend gibt es auch keine Rabattverträge der Krankenkassen, da man ja nur dieses einzige Medikament verschreiben kann. Und gerade die Rabattverträge erzeugen heutzutage oftmals Lieferengpässe, denn die entsprechenden Hersteller, die die Produktion zB. ins Ausland ausgelagert haben, kommen mit der Produktion nicht mehr hinterher. Schmerzmittel, Impfstoffe, aber auch Krebsmedikamente waren davon schon betroffen, und viele Menschen standen bereits verblüfft in der Apotheke.

Meist kann das pfiffige Apothekenpersonal schnell Ersatz finden, der Kunde merkt es oft nicht einmal, Hauptsache, er braucht keine Zuzahlung leisten, denn da verstehen deutsche Patienten keinen Spaß.

Doch es gibt noch eine viel perfidere Art des Engpasses: Wenn sich nämlich nur der Pharmagroßhändler mit dem Hersteller um Rabatte streitet, und dadurch die Lieferung von wichtigen Medikamenten mutwillig unterbricht!

So wie beim Essener Großhändler Noweda, der ein (lieferbares) Medikament nicht bereitstellen wollte, weil es da wohl einen Kleinkrieg mit dem Hersteller gab. Das Problem: Das neue Rezept war aufgrund der Beschaffungsprobleme bereits fast eine Woche alt, und die Tablettenschachtel leer. Es hätte nun die Therapie womöglich ausgesetzt werden müssen, eben weil das (laut Hersteller lieferbare) Medikament vom Großhändler nicht rausgerückt werden wollte.

Im letzten Moment konnte die engagierte Apotheke das Medikament noch direkt vom Hersteller organisieren. Wäre bei der Lieferung etwas schief gegangen, hätte es einen Tag ohne Therapie bedeutet, das ist bei verschiedenen Krankheiten womöglich eine Katastrophe.

Das Gesundheitssystem ist heutzutage ein Geschäft, ein knallhartes Business, und niemand hat was zu verschenken, ich weiß. Aber sollte man da nicht auch gewisse Grundregeln der Ethik walten lassen? Es ist zum Kotzen, dass solche Dinge geschehen, und das sind im Prinzip nur Luxusprobleme, wenn ich mir vorstelle, in wie vielen Ländern sich Menschen keine lebensrettenden Medikamente leisten können, und denen nicht geholfen wird, weil sie arm sind, eben am falschen Ort wohnen – und sterben.

Das Beispiel mit der Apothekergenossenschaft/Großhändler Noweda war jedenfalls eine brenzlige Sache, und zeigt, dass man sich mittlerweile auch bei uns nicht in Sicherheit wiegen sollte, wenn es um lebenswichtige Medikamente geht. Immer Zeit einplanen, wichtige Medikamente früh genug bestellen! Gut, dass in diesem Fall die Franken Apotheke in Essen so engagiert gearbeitet hat! ♥

 

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(Fotos: Konsumkaiser, Pixabay    Keinerlei Sponsoring)


44 Gedanken zu “LIFESTYLE: DAS KONSUMKAISER TRENDBAROMETER * 18.10.2019

  1. Um so wichtiger ist es,in die Apotheke zu gehen und dort Rezepte einzulösen und Medikamente zu kaufen und nicht online,nur weil es vermeintlich billiger ist.Außerdem ist die Gefahr an Fälschungen zu geraten,geringer.Und man sollte daran denken,wie viel Glück wir haben,das es die Notdienste der Apotheken gibt!

    1. Das Argument verstehe ich nicht. Ich bekomme das nicht lieferbare Medikament auch in der Apotheke nicht – egal ob es eine vor Ort oder eine online-Apotheke ist. Mir geht es seit Monaten so mit einem Schilddrüsenhormon, was ich seit Jahrzehnten täglich nehmen muss. Nicht lieferbar. Jede Apotheke sucht ein anderes Ersatzmedikament heraus, was aber nicht hunderprozentig passt/passen muss. Gilt da das Motto „no risk no fun“? Also jede Menge fun derzeit.:-(

  2. Guten Morgen, ich kann es gut nachvollziehen, meine Mutter ist leider auch in dem Alter, in dem man an Abschied denken muss. Ich wohne seit 25 Jahren nicht mehr in ihrer Nähe. In den letzten 2 Jahren konnte ich es mir zum Glück einrichten sie regelmäßig für längere Zeit zu besuchen, und nächsten Sommer werde ich vorerst zurück in ihre Nähe ziehen. Mir ist es auch wichtig, soviel Zeit wie möglich mit ihr zu verbringen.

    Kochrezepte schaue ich mir auch gerne an. Ich koche sehr gerne, und hole mir oft Anregungen zum Nachkochen.

    Basler war noch nie wirklich kundenfreundlich. Ich habe früher öfter Haarkuren dort bestellt, an Proben kann ich mich nicht erinnern.

    Das mit den Medikamenten Engpässen gibt es leider nicht nur in Deutschland. Ich lebe in Israel, muss 1 Medikament zwingend täglich nehmen. Als ich einmal Nachschub brauchte, gab es mehrere Medikamente nicht und in der Apotheke war ein richtiger Tumult, da viele Leute Terror gemacht haben. Und hier ist es leider nicht so, dass, wenn das Medikament noch in einer anderen Apotheke oder im Lager ist, bestellt wird. Man muss halt warten, oder selbst die Apotheken abklappern.

    Dass „normale“ Lebensmittel aus China oder sonstwo kommen, finde ich auch nicht ok, aber ist halt Politik. Hier bei uns ist es so, dass fast alle Erzeugnisse exportiert werden, für die Einheimischen werden dafür Lebensmittel und andere Dinge aus der Türkei importiert. Finde ich absolut sinnlos.

    Schönes Wochenende an alle 🙂

    1. Ich hatte jahrelang solche Abos in verschiedenen Ausführungen. Letztendlich habe ich gekündigt, da mir nach dem Umzug eine Abstellmöglichkeit vor dem Haus gefehlt hat. Die liefern tagsüber und tagsüber bin ich nicht zu Hause. Es war aber schön Obst, Gemüse, Brot, Eier, Käse usw. regional und saisonal zu beziehen.

  3. Die Sache mit dem Medikamentenengpass hat mich jetzt so richtig aufgeregt und wütend gemacht. Es geht wirklich nur noch ums Geld. Das ist so dreckig und erbärmlich, da wünsche ich den Verantwortlichen selbst eine Situation, in der sie auf etwas angewiesen sind und es nicht einfach bekommen, egal wie viel Geld sie haben. Im Endeffekt ist die Gier nach Geld das größte Unglück der Menschen.

  4. Ich habe vorletztes Weihnachten das letzte Mal zusammen mit meinen Eltern gefeiert. Mein Vater ist im April darauf verstorben, meine Mutter jetzt mit Demenz im Pflegeheim. Diese Tage waren sehr wichtig für uns, Sie haben uns eng zusammenrücken lassen. Wir haben viel über die Jugend und Kindheit meiner Eltern geredet, es war so erstaunlich, was wir da lernten. Ich habe in der letzten gemeinsamen Zeit sehr viel über meinen Vater erfahren, was ich noch nicht wusste, und es hat mir geholfen, viele seiner Entscheidungen und ihn als Person im Nachhinein zu verstehen. Ich kann dich gut verstehen, dass du im Moment sehr viel Zeit mit deiner Familie verbringst. Es ist gut investierte Zeit!

    Es ist wirklich schrecklich, dass wir jetzt unser Gemüse aus China bekommen. Ich schaue mir schon jedesmal die Etiketten auf den Tomatendosen an. Was muss drauf stehen, damit man sicher sein kann, dass die Tomaten in Italien angebaut wurden? Letzte Woche habe ich mich mal umgesehen in Internet nach Obst/Gemüsekisten aus der Region. Da gibt es sogar Kisten für Einpersonenhaushalte. Und man kann den Inhalt wählen, d.h. Z.B. Wenn man keinen Fenchel mag, dann streicht man ihn von der Standardliste und ersetzt ihn durch anderes Gemüse. Ich muss mir das nochmal genau durchrechnen, ob das was für uns ist. Ich esse in der Woche in der Firmenkantine und koche nur am Wochenende.

    Wünsche dir und allen Lesern ein schönes Wochenende!

  5. Guten Morgen, BR gibt es in München im ‚Damenstift‘. Ich habe den Laden durch Zufall entdeckt, war aber noch nie drin. Ich habe online einen Kommentar gesehen, dass sie dort sehr gut beraten. Vielleicht verkaufen sie auch online und helfen am Telefon?
    Viele Grüße

  6. Hallo,

    auch ich bin momentan von Lieferengpässen betroffen – auch wegen einem Schilddrüsenmedikament. Seit Monaten ausverkauft und wohl auch noch bis in 2020 hinein. Sehr ärgerlich wenn man auf andere Medikamente ausweichen muss und jedes Mal ein neues Rezept benötigt, da nur der Arzt das Ersatzmedikament auswählen darf, dieser aber nicht sieht was erhältlich ist.

    Was ich erschreckend finde ist, dass wir trotz immer mehr Regeln und Vorgaben nicht wissen was uns für Lebensmittel untergejubelt werden und woher diese kommen.

    Liebe Grüße Saskia

    1. Ich habe ehrlich gesagt nie verstanden was bewegt einen Dosenobst zu kaufen. Außer evtl. die Kuchenherstellung. Nicht frisch, nicht bissfest, keine Vitamine mehr, alles eine weiche Pampe. Bäh. Dann lieber TK.

  7. Mein Vater ist schon vor 11 Jahren gestorben und meine Mutter habe ich letztes Jahr verloren. Obwohl ich sie vorher oft gesehen und beim Sterben begleitet habe, frage ich mich zwischendurch, ob ich noch mehr hätte tun können. Das begleitet einen wohl unweigerlich eine Weile, weil man sie vermisst, ihr gerne noch etwas sagen und erzählen würde. Urlaub kann man nachholen, die absehbar begrenzte Zeit mit Menschen nicht. Deswegen hast Du eine auch für Dich gute Entscheidung getroffen, die Du nicht bereuen wirst!
    Ein wunderschönes, herbstliches Wochenende
    Regina

  8. „Mehr Zeit mit geliebten Verwandten“

    So ist es. Als ich erfahren habe, dass meine Mama sehr krank ist, die Krankheit ist auch nicht heilbar, habe ich sofort und solange es noch geht mit ihr Urlaub gemacht. Weg vom Alltag, Sorgen und Trott. Sie blühte richtig auf. Meine Prios und Pläne sind jetzt anders und ich bereue nichts. Eben hat sie noch ein Fotobuch bekommen, das unser Sommer beschreibt – beide Reisen dabei – und sagte sie blättert jeden Tag darin. 🙂 Wie genau wir uns noch organisieren, ich bin Einzelkind und wir leben in zwei verschiedenen Ländern, bleibt offen. Wo der Wille ist…

    „Wertvolle Zeit, die unbedingt jetzt zu nutzen ist, die man prinzipiell nicht aufschieben sollte. Nicht aufschieben kann – sonst ist man hinterher untröstlich und macht sich womöglich Vorwürfe.“

    Ganz genau.

    Rezepte. Also mehr davon, ist ja eine Kettenreaktion die sich seinesgleichen sucht!

    Ja, ich kaufe meine Lebensmittel im Supermarkt. Dabei versuche ich regional zu kaufen. Ich brauche keine Zwiebel aus China die mich noch im Grab leuchten lassen. Wir haben die einheimischen und die schmecken eher besser. Wenn Dosentomaten, dann von Traditionsunternehmen aus Italien wie Oro di Parma, Mutti, De Cecco. Gut das wir für dieses Thema sensibilisiert werden.

    Basler liefert mir gelegentlich die Haarpflege, erst neulich wieder. Da waren aber immer Probe(n) dabei. Evtl. ändern sie es jetzt.

    Neulich hatte das einzige Produkt mit Tretinoin aus Deutschland Lieferengpass. Es gibt kein Generika oder keinen Ersatz. Und die große Tube bekommt man seit Monaten nicht. So die Aussage der 9 Apotheken – ja alle fußläufig und max. 300 Meter von einander entfernt, Großstadt eben. Aber. Acht Apotheken wollten mein Rezept einlösen und dafür mir kleine Tube geben, die war überall vorrätig. Also 25 Gramm bekommen und Rezept für 50 Gramm abgeben. Nun hatte die neunte Apotheke die Idee mir zwei Tube a 25 Gramm auszuhändigen und ich zahle die Rezeptgebühr plus irgendeine Differenz von 1,60. Also geht doch. Der Apotheke bleib ich treu. Aber der Satz – seit Monaten nicht lieferbar hat mich getroffen! Jetzt sind immer zwei kleine Tuben als goldene Reserve da.

      1. Nein, habe ich nicht. Mein Haar sieht am schönsten aus mit einem Billigshampoo,. Was mich nicht daran hindert gelegentlich doch nach einem Wunder zu suchen.
        Wie ist Deine Erfahrung mit Striplac?
        Wie lange hält es? Habe gerade Shellack, finde aber dort abisitzne immer lässtig.

        1. @ombia: Striplac verwende ich seit der Markteinführung und bin total begeistert, wobei die neuen Produkte nochmal sehr viel besser halten. Bei mir hält er ewig, nach 10 Tagen entferne ich ihn aber, weil ich den Nachwuchs nicht ertragen kann. Entfernen tue ich ihn inzwischen mit dem originalen Soak-Off und kann keine Schäden feststellen, obwohl meine Nägel eine eher unterdurchschnittliche Stärke haben. Vor dem Kauf würde ich jedem empfehlen, in einem alessandro-Nagelstudio (NICHT Douglas etc) eine Testmaniküre machen zu lassen. Je nach Fett und Feuchtigkeit des Naturnagels kann die Haftung unterschiedlich ausfallen, so kann man sich ein vernünftiges, eigenes Bild machen.
          Machst du deine Shellack-Nägel selbst?

          1. Danke für die Info! Brauchst Du dafür eine UV-Lampe?
            Ne, Shellack mache ich nicht selbst, immer im Nagelstudio. Gelnägel finde ich hässlich und ich war es leid jeden zweiten Abend die Nägel zu machen. Nach 20 Jahren war ich es leid. Leben ohne lackierte Nägel ist für mich sinnlos. :-))))
            Meine Haare und Nägel wachsen sehr schnell, eigentlich die unproblematischsten Teile von mir. Auch sind die gesund und stark. Shellack hält bei mir 14 Tage, auch Strand, Sand, Salzwasser, putzen ohne Handschuhe, täglich etwas abkratzen, alles. Da aber meine Nägel schnell wachsen, gehe ich alle 10 Tage hin für eine Stunde. Meist höre ich Musik und schalte ab, aber das meinte ich mit absitzen.
            Und günstig ist dieser Spaß dann auch nicht. Ich überlege evtl. künftig die Maniküre im Salon zu machen – das kann ich echt nicht gut und habe keine Lust dazu – aber lackieren zu Hause. Das wiederum macht mir viel Spaß :-).
            Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Shellack und Striplac?

            1. @ombia: Alsoooo…den rein chemischen Unterschied kenne ich nicht.
              Aber im Gegensatz zu Shellack, Gelen etc ist, das der Naturnagel NICHT aufgeraut, angefeilt oder gebuffert wird, aber unbedingt vorher poliert und die Oberfläche dadurch versiegelt werden muss. Dadurch ist auch danach der eigene Nagel unversehrt. Im Netz wirst du elend viele Berichte über Schädigungen finden, allerdings gilt wie so häufig „read the fucking manual“ 😉 Richtig angewendet kann es einfach nicht schaden.
              Es gibt ein schönes Set für ein klares dunkelrot oder für French, indem wirklich alles incl Lampe enthalten ist
              https://www.hair-shop.com/alessandro-striplac-peel-or-soak-starter-kit.html
              In deinem Fall sehe ich das eher gespalten, weil du dich mit Nagel feilen und Nagelhaut entfernen, also mit Maniküre, nicht befassen möchtest. Also nur zur Maniküre ins Studio, hm, wäre es dir das wert?
              Aber warum nicht, frag mich jederzeit zu den Fallen und Tücken des Systems 😉
              PS: muss mich jetzt gleich so richtig krass zurechtmachen, wird ein langer Abend. Kann erst morgen wieder antworten, was ich aber sehr gern tun würde. Ich liebe Striplac, andere Hersteller können da einfach nicht mithalten, please believe me.

              1. Vielen Dank Charlotte!
                Meine Nägel werden nicht angeraut, deshalb wechselte ich zu Shellack. Weil die Nägel intakt bleiben.
                Vermutlich brauche ich wie mit Shellack Base und Topcoat. Und Spezialreiniger.
                Leider ist kein Striplac Salon in meiner Stadt vorhanden. Wundert mich eigentlich, da eine Metropole. Das Starter-Set ist wirklich günstig, leider nicht meine Farben.

                „Also nur zur Maniküre ins Studio, hm, wäre es dir das wert?“

                Preislich und zeitlich – ja. Maniküre kostet 12 euro und geht in 20 Minuten. Shellack kostet 40 euro und geht 60 Minuten. Das erste könnte ich in der Pause erledigen.

                Also ja, man braucht eine UV Lampe?

                Mir scheinen diese beide Systeme sehr ähnlich, evtl. ist Striplac nur der Markenname von Allessandro für Shellack? 🙂 Ich schaue wo ich schönere Farben finde…

                Du, ich habe auch einen langen Abend vor mir. War bestimmt betrunken als ich etwas für heute um zehn mit Dauer von 4 Stunden ausgemacht habe. Bin müde, es regnet und habe null Bock. Bock hatte ich als ich es vor 3 Wochen ausgemacht habe :-))).

                1. @ombia: Striplac hat den Namen, weil man ihn einfach abziehen kann und er nicht mit Aceton gelöst werden muss. Das geht allerdings nur, wenn man ihn lange genug drauf hat, also wenigstens 10 Tage, für den schnellen Wechsel entweder drüberlackieren oder mit Soak-Off klassisch runternehmen.
                  Ein weiterer Unterschied ist, dass man keinen Unterlack braucht, also nur 1x Farbe und 1x Topcoat.
                  Eine Lampe braucht man, ich schließe sie an meine Powerbank an, so brauche ich keine Steckdose in der Nähe.
                  Wenn dir die Farben des StarterSets nicht gefallen, man kann auch alles einzeln ordern, daran sollte es nicht scheitern. Die Peel-or-Soak-Farben lassen sich auch super mischen, kein Problem.
                  Als Alternative gäbe es auch NeoNail, ne Ecke günstiger, wenn man denn auf das abziehen / strippen verzichten kann, allerdings bin ich mit alessandro so happy, das mir Experimente unwichtig sind. Bisher habe ich bei Sparmaßnahmen immer draufgezahlt, also lasse ich es.

                  1. “ Striplac hat den Namen, weil man ihn einfach abziehen “

                    Mit Shellack ist es ähnlich, würde ich trotzdem nicht machen. 😉 Machen aber viele.
                    Interessant finde ich die Tatsache, dass man keinen Unterlack braucht. Habe ich immer genutzt, auch mit klassischem Nagellack, weil ich die Nägel von der Verfärbung schützen wollte.
                    Es verwirrt mich ein wenig, dass die Anleitung in verschiedenen Blogs meist einen Unterlack erwähnt.

                    „strippen verzichten kann“

                    Egal womit die Hersteller werben, das ist nie gut für den Nagel. :-/
                    Ja, man soll nicht falsch sparen, wobei Umstieg auf irgendetwas anderes als Salon für mich schon enormer Ersparnis an sich ist.
                    Danke nochmals für die Informationen!

                    Ich hoffe, dass Du einen schönen gestrigen Abend hattest!

                    1. @ombia: mein Abend war grandios, danke!
                      Die meisten Blogs beziehen sich auf die alte Version, die bis März 2019 aktuell war, da war der Unterlack noch notwendig. Wenn der Nagel zuvor richtig gut versiegelt war nimmt er auch keinen Schaden, meine Nägel bekommen auch zuvor eine extra Portion des Glossy-Öls vor der Politur, danach Cleaner um den Überschuss zu entfernen und gut is. Vielleicht hält er dann etwas weniger lang, was mir aber immer noch reicht.
                      Zur Zeit habe ich ein dunkelblau-glitter ohne Unterlack drauf, der geht echt ohne Spur runter, ebenso das Rouge Noir 128.
                      Hoffe, dein Abend war ähnlich erfolgreich 😃

                    2. Mein Abend war auch schön und die Nacht zu kurz. Danke für die Eklärung bezüglich des Base Coats. Ich hatte in meinem früherem Leben 1-2 Jahre lang nur dunkle Nagellacke getragen. Nach und nach haben sie mir unschön die Nägel verfärbt. Seit dem habe ich immer Base Coat genutzt. Soweit ich verstanden habe nimmst Du zwecks Versieglung das Öl?

                    3. @ombia: im Prinzip jein.
                      Meine Versiegelung besteht darin, das Öl auf dem sauberen Nagel kurz (5 Minuten) einziehen zu lassen, den Überschuss so ganz grob abzunehmen, damit die Feile nicht total verschmiert. Dann mit einer Polierfeile GANU SANFT OHNE DRUCK mit Seite 1 behandeln, danach mit Seite 2 bis es quitscht. Apropos Feile…natürlich gibt´s auch günstigere bei dm etc, die waren bei nach drei Wochen platt, die alessandro https://www.hair-shop.com/alessandro-nail-spa-shine-polish-file-1-stueck.html hält bei mir wenigstens 2-3 Monate und kostet ca 2 € mehr als dat Pappding bei dm 😉
                      Die Nägel sehen dann regelmäßig so glänzend und schön aus, das ich mich regelmäßig frage, ob ich sie überhaupt lackieren soll. Somit bin ich diese Jahr ganz ohne Lack für fast drei Wochen in den Urlaub gefahren und habe kaum gelitten.

                  2. Danke Charlotte! Jetzt muss ich mich outen – ich besitze gar keine Nagelpfeile, habe nie eine gehabt :-))). Ich schneide die Nägel so, dass alle denken, die sind bearbeitet, da oval. Auch trage ich sie nicht extrem kurz. Keine Ahnung, ist das gleiche wie mit einer Stylingbürste. Habe auch keine und alle halten mein Bob für täglich frisiert.
                    Habe aber genug andere Baustellen.
                    Ich dachte immer, der Nagel ist abgestorbener Teil und zeiht nichts ein. Evtl. würde Lunula etwas einziehen.
                    Jedenfalls, Respekt dafür, dass Du das ganze Programm durchziehst und zwar selbst.

                    1. @ombia:: klar ist der Nagel tot, aber ähnlich wie bei Holz kann die Oberfläche bearbeitet und versiegelt werden. Eben rein mechanisch.
                      Im Laufe der Jahre geht es ratzfatz, die Vorbereitung dauert nur paar Minuten, also sehr viel schneller als die Parkplatzsuche beim Nagelstudio.

                    2. Verstehe! Ich habe gar kein Auto, die Parkplatzsuche entfällt. :-)) Die Kunst ist es eher bei mir pünktlich in die Mittagspause zu gehen und den Termin wahrzunehmen. Ist im Haus neben an. Komisch, bei uns gibt es alle 100 Metern Salon und die sind immer voller. Auch ein Grund um umzudenken.
                      Wenn man geübt ist, geht es zu Hause ganz sicher schneller und günstiger!

          1. Unterschiedlich. Ist aber kein Tipp was ich empfehlen würde! Hauptsache etwas mildes und für gefärbtes Haar, meist nicht teuerer als 3-4,00. Etwas aus DM. Habe trotzdem neuelich zwei Shampoo für viel mehr Geld gekauft und bin so was von enttäsucht. Funktioniert einfach nicht mit meinem Haar.

  9. Böser KK, was machst Du mir wieder Arbeit 😎 Mußte erstmal gleich meine passierte Tomate von gut und günstig checken – Null Herkunftsnachweis, aber die Kundenservicenummer. Nun warte ich auf die Antwort, kann bis nächste Woche dauern. Ich bat um Verarbeitungsort und Herkunft der Zutaten.

    Mandarinen und Spargel in Dosen kamen schon in meiner Kindheit aus Taiwan, wie auch Champignons. Außer passierter Tomate kaufe ich fast nur Gewürzgurken und Oliven als Konserve. Zu Stadtzeiten gab es fast nur Demeter-Bio vom Wochenmarkt, hier auf dem Land ist die Versorgung schlechter, das meiste hole ich beim Bauern im Nachbardorf, den Rest im Supermarkt. Haltbares Gemüse hole ich nur als TK (Erbsen und Broccoli, weil so schön portionierbar für den kleinen Haushalt), Konserve ist Notnahrung für Notzeiten. Dieses Entfallen der Herkunft ist mir doch glatt entgangen, Danke fürs Sensibilisieren!

    Basler hat seine Daseinsberechtigung, weil dort Marken zu finden sind, die sonst keiner hat. Mein Lieblingslila von Topchic, da kommen Directions etc. nicht mit. Vor 10 Jahren gab es auch Proben. Durfte mein Liebster nutzen, war immer Shampoo. Für mich so uninteressant, das ich das Fehlen nicht bemerkte. Und sie führen längst vergessene Kultfirmen wie Hydracolor, weshalb ich da alle paar Jahre mal zuschlage. Die Kartons sind sehr gut für eine Zweitnutzung, ich habe noch keinen Weggeworfen. Damit sind sie wirklich top. Mit INCIs hatte es Basler noch nie, da besteht schon lange Ausbaufähigkeit.

    Die Medikamentenversorgung in D ist schlicht skandalös. Selbst so etwas Banales wie Airol ist scheinbar monatelang nicht lieferbar. In Marokko kaufe ich den Laden leer, 2 Wochen später kann ich problemlos die neue Lieferung der französischen Creme kaufen. Warum nicht in D? Klappte doch früher auch. Jens Spahn sollte seinen Blick mal lieber auf den Pharmavertrieb lenken statt dezent und unbemerkt den Datenschutz der Patienten auszuhebeln.

  10. Hallo,

    ich kaufe im Supermarkt nur Dinge wie Nudeln oder Reis. Frischware kaufe ich auf dem Markt, direkt beim Bauern oder im Bioladen. Wir überlegen im Moment auch, uns eine regionale Obst- und Gemüsekiste zu bestellen. Preiswert ist eine Sache, billig die andere. Meiner Meinung nach können (und sollten) die, die mehr Geld zur Verfügung haben, Bio kaufen, denn dann wird es auch für die andere erschwinglicher. Fleisch esse ich schon seit 20 Jahren nicht mehr.

    Zeit mit Familie ist soooo wichtig. Mein Vater hat uns vor 40 Jahren seine Lebensgeschichte als Büchlein geschenkt. Das ist etwas ganz tolles! Trotzdem ist mit seinem Tod vor 3 Jahren viel Erfahrung und Erinnerung verloren gegangen, aber ich bin froh für die Zeit, die ich mit ihm hatte. Meine Mutter ist mit Demenz im Heim, erkennt uns aber noch.

    Die Lieferengpässe bei Medikamenten sind auch für mich als Ärztin extrem lästig. Und es wird immer mehr. Allein heute musste ich bei 3 Patienten andere Medikamente, und damit meine ich Inhaltsstoffe, aufschrieben, weil die Medis nicht lieferbar waren. Hier wird auf Kosten unserer Gesundheit gespart (ich selber bin auch bei einem Medikament betroffen 😟). Wenn sogar etwas so banales wie Ibuprofen nicht lieferbar ist, dann ist da irgendetwas falsch! Ganz zu schweigen von Impfstoffen. Wie sollen wir dann die Impfpflichtig erfülle?

    Trotzdem wünsche ich allen ein hoffentlich gesundes Wochenende

    Karen

    1. Also doch nicht so selten, die Lieferengpässe. Und trotzdem geht keiner dafür auf die Straße. Erstaunlich wie wenig wir uns wert sind.

      1. Den meisten Leuten sind die Hintergründe ja nicht so bekannt. Pharmaindustrie, krankenkassen, Versicherungen, und dann Zwischenhändler und Apotheken. Das ist eine Welt für sich. Da möchte so mancher Mensch gar nicht erst mit konfrontiert werden.
        Oftmals merken es die Leute auch nicht, weil dann eben doch ein anderes Medikament zu Hilfe gezogen wird. Blöd wird es erst, wenn keine Alternative zur Verfügung steht.
        Ich bin mal gespannt, wie sich das noch ausweitet.
        Liebe Grüße!
        KK

        1. Ja, mir selbst waren die Hintergründe auch nicht klar. Und ich habe es für selten gehalten. Aber selbst nur heute und nur hier haben sich einige gemeldet. Damit muss man an die Presse und auf die Straße. Ich vermute mal, dass wieder die leidtragende die Rentner sind die nicht täglich online sind um sich zu informieren.
          Mich persönlich wunderte die Erklärung nicht der Hersteller, sondern Lieferant hat Probleme. Als ich gesagt habe, dass man dann den Hersteller fragen könnte wann der Lieferant wieder lieferfähig wird hat man komisch geschaut.
          Es ging vermutlich auch um Rabatte.

  11. Man weiß leider oft erst nach dem Verlust eines Menschen, dass man trotz vieler gemeinsamer Jahre, manches doch nicht so genau erfahren und besprochen hat. Und dann ist es plötzlich zu spät…

  12. Das mit dem Gesundheitswesen in Deutschland kann ich nur unterschreiben…
    Manchmal habe ich den Eindruck, in unserem Land entwickelt sich einiges zurück oder stagniert zumindest im Vergleich zu unseren europäischen Nachbarn.

    Zur Zeit verbringe ich eine Woche auf Sylt, wo ich am Anreisetag Mittwoch das volle Bahnchaos miterlebt habe, was die eh schon fast 10stündige Anreise auf über 12 Stunden verlängerte 😩.
    Was die Rückreise betrifft, gab es die Empfehlung, man solle sich kurz vor Reiseantritt vergewissern, ob die gebuchten Züge überhaupt fahren würden …

    Heute hatte ich eine Beautybehandlung mit Produkten von Maria Galland. Die Kosmetikerin lobte das Hyaluronserum der Firma als Innovation, da es als erstes auf dem Markt vier unterschiedliche Formen von Hyaluron biete.

    Da konnte ich dank der Nutzung des HighFive Boosters von HighDroxy nur müde lächeln und setzte die Kosmetikerin in Erstaunen mit der Information, dass es eine Firma gibt, die das noch toppt.
    Sie war sofort sehr interessiert und ich schrieb ihr dann auf ihren Wunsch hin den Namen des Produkts und die Website von HighDroxy auf – wer weiß, was daraus noch wird 😇…

    Hier stürmt es gerade heftig – das Hotel ist direkt am Meer und der Wind pfeift ums Haus.
    Auch wenn das Wetter für die kommenden Tage nicht gut vorausgesagt ist, stört mich das wenig.
    Den Blick wieder weiten und den Kopf frei pusten lassen gelingt nirgendwo so gut wie hier 😊.

    Ein schönes Wochenende Euch allen!

    1. Hach, witzig dein Erlebnis bei der Kosmetikerin. Toll, wenn man so gut informiert ist!
      Und das mit dem stürmischen Hotel am Meer finde ich äusserst reizvoll und gemütlich. Ich bin neidisch. 🙂
      Noch einen schönen Urlaub!
      KK

      1. Dankeschön ☺️!
        Ich bin nach drei Jahren mal wieder hierher gefahren, um etwas Abstand zu gewinnen von familiären Problemen – nur um heute Abend festzustellen, dass mich etwas, was ich eigentlich schon längst verarbeitet zu haben glaubte, heftig getriggert hat.
        Ich hoffe, es wird mit dem Wind heute Nacht weggeblasen – morgen ist ein neuer Tag!

        Und das Hotel ist zwar in einer Hochhaussünde, aber das kriegt man ja nicht mit, wenn man in seinem gemütlichen Zimmer mit freiem Nordseeblick und Sonnenuntergangsseite ist 😉.

        Auch für Dich wird es irgendwann wieder Zeitfenster geben, an denen Du wieder an die Nordsee kannst, dass Du jetzt andere Prioritäten setzt, ehrt Dich und ich kann das sehr gut nachvollziehen.

        Liebe Grüße!

  13. Es ist gut zu wissen, wo die eigenen Prioritäten liegen – die Zeit, die man mit Menschen verbracht hat, kann einem niemand nehmen.

    Herauszufinden, woher unsere Nahrungsmittel kommen, dürfte noch weit komplizierter sein, als die INCI der Pflege so halbwegs zu begreifen, da die Herkunft – allerdings hie wie da – doch sehr im Dunkeln belassen wird.
    Seit Jahren ärgert mich dies und ich mache die Marmeladen mit Früchten aus dem eigenen Garten weitgehend selbst. Tomatendosen werden gekauft, wenn klar gemacht wird (ich formuliere dies absichtlich so), dass sie aus Italien stammen. Dann sollte man aber auch/genauso ausblenden, wie die Produktionsbedingungen sind. Aber kaufe mal Kekse oder Schokolade, man möchte ja auch nicht alles selbst machen. Allein das Mehl! Die Butter! Der Senf! Das Bier! Der Wein! Das Olivenöl! (😟 Seufz.)

    Irgendwie ist man doch sehr in der Hand der Lebensmittelbranche.

    Wie sehr, das merkte ich diese Tage: Ich fragte extra an der Wursttheke unseres Supermarktes (ich weiß, manche/r wird rufen: finde den fÄhler 🧐), immerhin war es wohl einmal die Hausmarke und zum anderen eine Firma, die wohl noch nicht erwischt wurde (Scherz).
    Das muss man dann schon glauben. Das Gute an einem Skandal ist, dass die Branche immerhin um ihr Ansehen fürchten muss und vielleicht daran arbeitet besser zu werden.
    Auch der ‚kleine‘ Metzger kann mal Pech bei der Produktion haben, auch wenn er geschworen hat, vorher bei Vollmond das vegan ernährte, glücklich grunzende Schwein dreimal um einen kleinen, von einer unsichtbaren Fee gesegneten Haufen aus weißen Steinen getragen zu haben, bevor er zugange ging – und nicht jede/r ist ehrlich. Und wenn: Bei einem Biosupermarkt hatte ich mal – lange ist’s her – einen veritablen Hahn im Kühlschrank gesehen, der gar nicht einmal so einsam gewesen sein dürfte, wie er und der ziemliche leere und gar nicht einmal so saubere Schrank wirkten: knapp vor Verfallsdatum war er, der schon seit drei Wochen tot war (wait, what?!?); seine ‚Freunde‘ waren möglicherweise wohl eher recht kleiner, dafür unverträglicher Natur…

    Nicht umsonst ist es nicht unbedingt die schlechteste Wahl, zum günstigsten und meistverkauften Produkt zu greifen, eben weil dieses noch am ehesten überprüft wird.

    Irgendwann muss man Vertrauen, und hoffen, dass es weitgehend gut geht, und immer nach Besserem Ausschau halten. Immerhin dürfte im Jahrhundertvergleich die heutige Zeit dennoch gar nicht einmal so schlecht abschneiden.

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