
Ahh, heute beim Sport kam mir wieder ein junger Mann mit „Monster Beats“ Kopfhörern entgegen. Erst dachte ich ja, der gute Junge hätte seine kuscheligen Ohrschützer aufgelassen, war es doch empfindlich kalt heute Morgen. Dann sah ich das große B an den Seiten und erwischte mich beim innerlichen Gelächter. Der wollte also jetzt wirklich eine Stunde aufs Laufband? Jogging unter erschwerten (Kopf-)Bedingungen? Schwitzen unter der Trockenhaube?
Diese gigantischen Kopfhörer sind ja nun seit ein paar Jahren nicht mehr wegzudenken, und jeder halbwegs sportliche Hipster wird nur noch mit den Dingern am Kopf oder auf den Schultern liegend gesehen. Zugegeben, bis vor zwei Jahren hatte ich auch welche, in knallrot! Zusammen mit dem roten Kabel und dem roten B haben sie echt was hergemacht. Aber mit dem „falschen“ mp3-Player gepaart war die Musikqualität auch nicht besser als meine alten In-Ear-Stöpselchen. Nur mit dem Unterschied, dass ich nach einer Stunde Musikgenuss um die Ohren rum immer schrecklich schweißnass war. Und das noch OHNE Sport. Wie es nach einer Stunde Sport aussah, hüstel, möchte ich besser nicht beschreiben…
In der Sportumkleide bekam ich dann neben den „Prinzessin Leia Gedächtniskopfhörern“ noch den nächsten unendlichen Trend um die Ohren geknallt: Da in der Umkleide keine Musik läuft, hatten ein paar Jungs ein Handy laut scheppernd in die Mitte geschmissen um einen tollen, neuen Song von meinem speziellen Freund „Bushido“ abzuleiern. Was war da eigentlich schlimmer? Der Reim-sprechende Stümper und Integrations-Azubi oder der herzzerreissende Mono-Klang des Handys? Beides! Was soll ich sagen? Jacke übergeworfen und raus! Ich hätte sonst Dinge getan, die ich hinterher doch noch bereut hätte: Ich hätte nämlich mein neues Handy mit Monster Beats Stereo Lautsprechern an der Front aufgedreht und die kleinen Schlümpfe wären vor Neid blau angelaufen, oder so…
Da stellt sich mir nun die Frage: Was ist das eigentlich heutzutage mit den technischen und modischen Neuerungen? Sollten uns diese nicht das Leben erleichtern und uns gutaussehend und smart machen? Da habe ich einen Schauer des Glücks erlebt, als ich meinen ersten Stereo Walkman auf den Ohren hatte und heute wird freiwillig zu MONO gewackelt? Da habe ich Kopfhörer bekommen, die einen Klang ähnlich wie im Konzertsaal auf meine Ohren abfeuerten und dabei aber unfühlbar leicht und geschmeidig waren. Und jetzt setzen sich die Leute einen halben Presslufthammer auf den Kopf? Was ist nur los mit mir? Warum nur finde ich das so uncool?
Sagt jetzt nicht, ich werde alt! Sonst hol ich meine roten Monster Beats wieder aus dem Schrank! Jawoll!
(Der Artikel ist NICHT gesponsert!)
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Guten Morgen KK, ich kann zu der Thematik nicht wirklich etwas Konstruktives beitragen, ABER: Danke für diesen erfrischenden, lebendigen Beitrag 😀 bei mir ist gerade alles doof, aber du hast es mal wieder geschafft, mich zum Lachen zu bringen!
Oha! Dann wünsche ich Dir, dass bald alles wieder gut wird. Doof ist nämlich doof!! Kann doch keiner gebrauchen, nicht wahr?
Wie schön, dass ich für ein wenig Aufmunterung sorgen konnte.
Viele Grüße! KK
ja, das hast du 🙂 eben habe ich mir die Augenpads von Börlind gegönnt – die hatte ich seit deinem Beitrag dazu im Hinterkopf – und heute Abend versuche ich, zu entspannen und alles doofe draußen zu lassen. Liebe Grüße an dich!
Herrlich – ich muss auch jedes Mal lachen, wenn ich die Jungs mit den riesen Mauseohren seh!
Hihihihi! mein tag hat lustig begonnen! danke! 🙂
muchas gracias – besos, paulina
Lieber Joerg … Merci , Your made my Day .. *gg ….selten hab ich so gelacht wie bei dem gezeigten Bild . Himmel die Berge , Aber es trifft den Nagel auf den Kopf . Danke schön 🙂
LG heidi
Ok, die Monsterdinger gehen gar nicht, aber mit in-ear-Stöpseln komm ich auch nicht klar. Tun immer weh, ich hab irgendwie zu kleine Ohren :-((
Ja, ich kann auch nicht alle verwenden. Bei einigen Stöpseln fangen meine Ohren beinahe an zu bluten. Sind wohl auch ne Nummer zu klein! 😉
Liebe Grüße! KK
Genial!
Und mir passen die Innenohrdinger auch nicht. Aber so große auf den Kopf setzen kommt für meine Frisur gar nicht erst in Frage!! 🙂
Und Bushido sollte ganz dringend auswandern…! (Irgendwo dahin wo der Pfeffer wächst)
*rotwerd* ob meiner weissen, musikalischen b ohrmuschellschützer, die ich ja noch gar nicht soooo lange habe und an denen ich mag, dass sie OHNE kabel daherkommen und meine ohren in dieser jahreszeit auch mützenlos warm halten. zum sport würde ich sie aber niemals mitnehmen, aber wenn ich durch die gegend radel oder öffentlich unterwegs bin, setze ich sie echt gerne auf. wenn ich meine musike daheim dann RICHTIG hören möchte, lege ich hier eine LP auf den plattenspieler oder eine CD in die anlage und lasse die mugge nicht aus dem telefon oder tablet scheppern. das ist ja ungefähr so wie telefonbild vs. spiegelreflexfoto. zur not geht es, aber wer hat schon immerzu not? dein foto hat mich sehr zum schmunzeln gebracht und eine frage bleibt zum schluß: was ist das mit dir und bushido?
liebe grüsse bärbel
Na, es kommt immer auch ein wenig auf die Haltung an. Mit Grandezza kannst Du meinetwegen auch eine Gewürzgurke auf dem Kopf balancieren! 😉
Das mit Bushido muss ich ja sicher nicht erklären, oder? Lieber nicht sonst werde ich womöglich noch verklagt, oder bei meinem nächsten Berlin Besuch gnadenlos entführt. Uaaahh!
Viele Grüße und GUTEN APPETIT beim Pü!! KK
Hahahahaha! Hast du meinen Sohn fotografiert? Wir haben immer diese Diskussion , warum er sich mit diesen Dingern verunstaltet! Kreisch mich weg!
Oha, das kann ich mir jetzt sogar bildhaft vorstellen! 🙂
LG!! KK
Über das Foto habe ich mich köstlich amüsiert !
Es gilt die These „nur die Jugend kann sich unbeschadet lächerlich machen“. Mir selbst sind ja so einige Modeerscheinungen unverständlich, die an jungen Leuten allerdings noch ein belustigtes Schmunzeln wert sind, an allen anderen aber nur deplatziert aussehen. (Sorry, Üffi 😉 )
Ich selbst mag weder Prinzessin-Leia- (der Vergleich ist gut!) -Kopfschmuck noch in-ear- Hörer. Deshalb laufe ich ohne Begleitmusik herum und finde das auch noch gut, dann so habe ich offene Ohren für die Geräusche der Welt um mich herum.
Viele Grüße von April (zeitlich gerade etwas seltsam klingender Nick 🙂 ), die jetzt gleich den Weihnachtsmarkt mit all seinen Geräuschen und „Musiken“ besuchen wird.
Als Jugendliche hatte ich auch ständig Kopfhörer auf. Bis mich mal ein Busfahrer aus dem Bus geworfen hat, weil die Musik zu laut war. Das war so peinlich, danach hab ichs mir abgewöhnt! 🙂
Viele Grüße! KK
Ich schmeiß mich weg 🙂 wie war das noch gleich: „Prinzessin Leia Gedächtniskopfhörern“. Ich muss so lachen lieber Kaiser, Du Darth Vader der Moderne 🙂 Ich seh Dich schon bewaffnet mit Deinem Leuchtschwert (HTC One Mini) das kleine Monodings in der Umkleide in Stücke hauen. Ansonsten bin ich ganz bei April (oben – nicht dem Monat :-)) ich mag auch weder das eine noch das andere sondern nur die Alltags-Geräusche und die Musik wird zu Hause oder im Auto gehört. Aber nicht, weil ich die Ohrhörer so grässlich finde, ich mag nur nichts auf oder in den Ohren kleben haben 🙂
Danke für den lustigen Text – lieber Gruß Conny
Das stimmt, liebe Conny! Aber im Auto, wenn gerade nicht so viel Verkehr herrscht….dann gehts ab!! 🙂
Ansonsten sollte man es nicht übertreiben mit dem Abschotten von der Aussenwelt. Viele Geräusche heute sind nervig, viele aber auch sehr schön…
Liebe Grüße in den Süden! KK
Ich lache immer noch!
Von wegen – wärmende Kopfhörer. Ich hab welche von Tschibo. Also mit Plüsch drinnen und kabel dran. Passen nur nicht sehr gut (ich hab nen zu großen Kopf) ansonsten sind die schon klasse 🙂 Lg, Annemarie