
Kennt ihr das auch? Morgens, kurz nach dem Aufwachen hat man das starke Bedürfnis sich zu räkeln und zu strecken!
Leider kann man diesem Impuls meist aus Zeitgründen oder Platzmangel nicht nachkommen. Wie schade, ist es doch ein sehr wichtiger Anschubser um am Morgen in die Gänge zu kommen. Alle Körperbewegungen entstehen durch das Zusammenspiel von Muskeln. Es gibt ettliche Muskelpartien, die dabei Kraft in die gleiche Richtung ausüben. Aber vor allem viele Muskelpaare, die immer gegensätzliche Arbeit leisten und doch nur zusammen wirken. Bei Letzteren werden die Hauptbewegungsmuskeln (Agonisten), die die eigentliche Bewegung ausführen , von den Antagonisten unterschieden, die für die entgegengesetzte Bewegung verantwortlich sind. Der Antagonist ist aber nicht nur der natürliche Gegenspieler, sondern er bremst und dosiert auch die Arbeit des Hauptbewegungsmuskels. Beispiel: Verkürzt sich der Beugemuskel, wird der erschlaffte Streckmuskel gedehnt – und umgekehrt. Diese Muskelspiele passieren den ganzen Tag, selbst wenn wir einfach nur den kleinen Finger krümmen.
Das bedeutet aber auch, das unsere Muskeln STÄNDIG in Arbeit sind. Dazu noch einseitige Bewegung, Stress. Das hinterlässt seine Spuren. „Kontraktionsrückstände“ sind ein fühlbares Beispiel dazu. Sie entstehen wenn einzelne Muskelfasern kontrahiert (zusammengezogen) bleiben. Schmerzhafte Zustände sind die Folge. Um nicht gleich in solche Fallen zu tappen, ist es wichtig eine Übersäuerung/ein Sauerstoffdefizit in der Muskulatur so gering wie möglich zu halten. Sich möglichst vielfältig Bewegen, Stressabbau, Massagen und auch das morgendliche Strecken und Beugen im Bett kann dem entgegenwirken! Man sollte es als Warm-Up für den folgenden Tag ansehen.
Hier ein paar Tipps fürs Bett:
Zehen/Füße bewegen (Zeitaufwand: 10 Sekunden)
Beginnt den Tag damit, dass ihr noch unter der Bettdecke als erstes die großen Zehen bewegt: Nach rechts, links, oben, unten. Dann die Füße beugen und strecken, ein paarmal in den Gelenken drehen und kreisen, und schon beginnt der Tag viel besser!
Becken (Zeitaufwand: 10-20 Sekunden)
Immer noch im Liegen, unter der Bettdecke einmal das eine Bein ganz lang, das andere kurz. Das eine Bein so weit weg schieben, wie es eben geht, und das andere so weit wie möglich in die Hüfte hinein zu ziehen!
Schon sind die Beine wunderbar ungleich lang, die Hüftgelenke, die Lendenwirbelsäule sowie dutzende von Muskeln haben sich ein erstes Mal bewegt. Der gesamte Bereich des Beckens sowie etliche innere Organe werden spürbar besser durchblutet. Und nun dasselbe ein paarmal abwechselnd rechts und links!
Kopf (Zeitaufwand: 15 Sekunden)
Der Kopf wiegt ca. 5 Kg! Somit besitzen wir sozusagen eine natürliche Hantel für die Nacken- und Rückenmuskulatur! Ein paarmal den Kopf anheben, soweit das ohne Anstrengung möglich ist; ein paar Sekunden halten, dann langsam wieder senken. Man wundert sich, wie rasch Kopfschmerzen der Vergangenheit angehören können!
Kleine Brücke (Zeitaufwand: 20 Sekunden)
In Rückenlage ein Hohlkreuz machen. Auflagepunkte (neben den Armen) sind irgendwann nur noch der Hinterkopf, Schulterblätter und Fersen. Einige Sekunden halten, eventuell wiederholen.
Diese Übung stärkt Bauch- und Rückenmuskulatur, Po und Beinrückseiten und bringt so ziemlich alle inneren Organe schlagartig in Schwung, vor allem das Herz- Kreislauf- System. So einfach geht das, sich frühmorgens schon wohlzufühlen!
Räkeln (Zeitaufwand: 10 Sekunden)
Die wichtigste der morgendlichen Warm-Up Übungen! Räkeln, recken und strecken! Mit etwas Phantasie mal herausfinden, welche Glieder man gleichzeitig in verschiedene Richtung strecken kann. Dabei herzhaft gähnen! Das verbessert schlagartig die Sauerstoffaufnahme, man hat mal richtig tief ausgeatmet und hat die Lunge nun frei für viel neue, unverbrauchte Luft!
Du hast nichts zu verlieren, ausser 1 Minute länger im Bett zu bleiben! Also einfach mal ausprobieren! Viel Spaß!

super! es ist so einfach seinen Kreislauf morgens in Schwung zu bringen. Eine kalte Dusche hilft ebenfalls wunderbar! Im Winter aber eher nicht praktikabel. Dann lieber alles schön strecken und recken.
Es wirkt! Man muss nur auch bei der Sache sein. Ganz bewusst strecken und gähnen. dann komme ich wirklich viel schneller mit den Beinen aus dem Bett, lach!
hach, hätt ich doch auch so ein prinzessinnenbett!!!
Ich mache das morgen sofort nach dem Wachwerden. Klingt einfach und gut. Thx für den Tipp!