SKINCARE: TAUSEND NEUE SKINCARE-BRANDS * WER SOLL DAS ALLES KAUFEN?

Seit einigen Jahren wächst der Markt für Hautpflegeprodukte beachtlich. Das Bedürfnis nach gut durchdachten Pflegeprodukten, mit tatsächlicher Wirkung, steigert sich stetig, je mehr vielversprechende Wirkstoffe der breiten Masse bekannt werden. Kaum eine Woche, in der nicht eine neue Hautpflegemarke auf den lukrativen Markt kommt. Doch wer behält da noch den Überblick…und wer soll das alles kaufen?

 

 

Deutschland, Österreich und die Schweiz sind nicht unbedingt das Paradies der Hautpflegeszene, aber wir sind schon recht weit vorne mit dabei. Vorbei die Zeiten, als Douglas diktieren konnte, welche Kosmetikfirmen wir hier kaufen, und von welchen wir nur träumen, oder sie aus dem Urlaub mitbringen können.

Es war damals auch irgendwie einfach. Es gab die Standardprodukte in der Drogerie, allen voran natürlich Nivea und L´Oréal, ein paar kleinere Marken, es kamen Eigenmarken der großen Drogeriemärkte hinzu, aber meist alles doch recht überschaubar.

In den Parfümerien dominierten die großen Luxuskonzerne (meist aus Frankreich, aber auch USA), die uns Marken wie Chanel, Yves Saint Laurent, Estée Lauder, Clarins, Biotherm, usw. anboten. Enorme Werbekampagnen verankerten diese Firmen in unseren Köpfen, und koppelten sie mit Attributen wie „Wirksamkeit“, „Wohlgefühl“, „gutes Aussehen“ und „Jugendlichkeit“.

Wer mal ausserhalb der Box stöbern wollte, kam damals allerhöchsten auf Nischenmarken (die allerdings durchaus auch große Player sind/waren), wie zB. Borghese, Orlane, Payot, Stendhal, Monteil, usw.

 

Irgendwann wurde es modern, sich intensiver mit Hautpflege zu beschäftigen. Die Inhaltsstoffe rückten immer mehr in den Fokus, und man registrierte, dass es durchaus Wirkstoffe in der Kosmetik gibt, die in der Lage sind die eigene Haut besser aussehen zu lassen – und das wissenschaftlich bewiesen.

Natürlich hatte das Internet einen großen Anteil an diesem Trend, und Menschen aus der ganzen Welt kannten urplötzlich ein neues Lieblingsthema: Der „Heilige Gral“ / „Holy Grail“.

Also die Diskussion darüber, welches Pflegeprodukt DAS Non Plus Ultra sein könnte, auf das man nie wieder verzichten möchte, und das zu 100% eine positive Wirkung zeigt.

 

Zu diesem Zeitpunkt starteten auch die ersten Kosmetikfirmen, die interessante, unübliche und mit wissenschaftlichen Belegen versehene Beautyprodukte über das Internet verkauften. Eins der prominentesten Beispiele war und ist natürlich Paulas Choice, die damals durchaus Pionierarbeit geleistet haben und die Kosmetikwelt ein Stück weit veränderten.

Natürlich war das Konzept erfolgreich, denn es war fresh, es war einleuchtend, es war ein Bedürfnis da. Die Leute waren die ewigen Werbelügen satt, die einfach immer mehr over the top waren, die Realität aus den Augen verloren, und die ihre hohen Preise kaum noch rechtfertigen konnten (ausser natürlich die Luxusmarken, die per Imagetransfer – siehe Chanel – immer noch erfolgreich sauteure Kosmetik ohne großartigen Mehrwert verkaufen).

Klar Paulas Choice waren auch nicht billig, aber man war bereit für diese „Neuheit“ zu zahlen. Zudem kam die Kosmetik aus den USA und nicht aus dem Laden nebenan, und es gab noch keine wirkliche Konkurrenz.

DAS sollte sich aber rasend schnell ändern. Immer mehr Firmen sprangen auf den Zug auf: Lieblingscredo: Eine Person hat ein Hautproblem, ist mit den vorhandenen Produkten auf dem Markt unzufrieden und „bastelt“ sich in Eigenregie (und mit Hilfe von mega Expertinnen und Experten) eine eigene Hautpflegeserie.

Zu dieser Zeit wurde eine Menge an neuen Firmen auf den Markt gespült, seltsamerweise jedoch kamen die meisten damals noch lange nicht an Paulas Choice heran. Viele wirkten halbherzig zusammengeschustert, oder es waren einfach Ableger der großen Kosmetikfirmen, die mit auf den Trendzug aufspringen wollten. Klar, denn inzwischen war es offensichtlich: Hier ist Geld zu verdienen!

Ein weiteres Szenario: Warum müssen die wissenschaftsbasierten Pflegeprodukte so teuer sein? Geht das auch in billig?

Die Geburtsstunde von „The Ordinary“, die sich durch eine Mischkalkulation aus mehreren Firmen unter dem Dach von DECIEM, extrem günstige Preise erlauben konnten. Ein Kulturschock war das.

Als man dann hinter das System stieg, war aber klar, dass das gar nicht so billig war, wie gedacht. Produkte mit Einzelwirkstoffen mussten mit zahlreichen weiteren Produkten kombiniert werden, um auch eine einigermaßen sinnvolle Pflegeroutine zu entwickeln. Und das war beileibe nicht leicht, denn man musste die einzelnen Produkte schon genau und akribisch studieren, um die Kombinationsmöglichkeiten zu ergründen.

Leicht für alle, die bereits auf den Skincare-Trend aufgesprungen waren, aber Neulinge hatten wohl zweitausend Fragezeichen über dem Kopf schwirren. So war das dann aber auch nicht gedacht, oder?

 

Nach diesen zwei Strömungen wurde allerdings klar: Die Menschen waren heiß auf neue Pflegeprodukte. Immer mehr Kosmetikfirmen schossen aus dem Boden, so gut wie jedes Bedürfnis wurde behandelt und erfüllt. Dazu kam noch die K-Beauty-Welle, die die exotische Welt der Koreanischen Pflegeprodukte zu uns brachte. Man hatte das Gefühl, man braucht immer mehr und mehr Pflegeprodukte. Zehn Schritte? Mindestens!

Wer sich noch mit Nivea eincremte, fühlte sich plötzlich wie Witwe Bolte, die von den Skincare-Experts Max & Moritz ausgelacht wurde. Obacht, bald wurde es fast schon religiös.

Skincare-Gurus richteten über Pflegeprodukte und „sortierten“ das mittlerweile unüberschaubare Sortiment für uns mehr oder minder zielführend nach gut und schlecht. Pflegemarken kamen und gingen, und mittlerweile hat man den Eindruck, dass Teile dieser Firmen fast schon auf „One-Hit-Wonder“ getrimmt sind.

Und sind wir ehrlich, viele Firmen und Produkte gehen einfach an einem vorbei, weil man sich mittlerweile übersättigt fühlt. Ich bin ehrlich, wahrscheinlich wäre ich damals zum Beispiel an HighDroxy vorbei gegangen und hätte dieser (für mich damals völlig unscheinbar wirkenden Firma) keine Chance gegeben, hätte es nicht den direkten Kontakt zur Firma über meinen Blog gegeben.

Die Übersättigung schlägt in der Jetztzeit voll zu, und sie wird in dem Folgetrend enden, der sich bereits anbahnt: Immer mehr Firmen propagieren die „Back to the Roots“ Strategie. Einfache Produkte, wenige Pflegeschritte, Überschaubarkeit. Der Erfolg des Begriffs „CLEAN BEAUTY“ (wird natürlich meist völlig willkürlich und werbewirksam ausgenutzt) spiegelt das aber auch wieder. Clean ist nicht nur sauber, sondern auch einfach.

 

Gerade in einer Zeit in der die Zukunft ein Stück weit unvorhersehbarer wird, das subjektive Sicherheitsgefühl abnimmt und Preise aus den verschiedensten Gründen explodieren, war dieser Trend vorauszusehen, und ich frage mich, wer mittlerweile all die immer gleichen Pflegeprodukte noch kaufen soll, die den Markt überwältigt haben?

Wer braucht noch das tausendste Niacinamid-Serum? Und wer bringt all das immer noch auf den Markt? Kennen die ihr eigenes Segment nicht, keine Marktbeobachtung gemacht?

Kein Wunder, wenn man sich tatsächlich zu den Wurzeln zurück wünscht, wenn sich all die „Neuheiten“ und neuen Firmen dermaßen gleichen, dass es mittlerweile gähnend langweilig geworden ist auf dem Kosmetikmarkt. Noch nie in der Geschichte der Menschheit gab es eine so große Auswahl an Pflegeprodukten und Beautyfirmen, und noch nie hat mich dieser Markt mehr gelangweilt.

Gute Pflegeprodukte werden wir sicherlich immer brauchen, aber das „Drumherum“, dieser Charme der Beautywelt, all die kleinen Rituale und Pflegeroutinen, die wir dereinst unschuldig genossen hatten, all das ist erdrückt worden. Zwischen Kommerz, der unaufhörlichen Suche nach DEM bewiesen wirksamen Produkt, oder DEM noch bewiesen wirksameren Produkt, und der unüberschaubaren Masse an Produkten, die mit kürzester Halbwertzeit weniger als ein Nischendasein führen und uns niemals wirklich zufriedenstellen werden.

 

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(Fotos: Konsumkaiser   Keinerlei Sponsoring)


13 Gedanken zu “SKINCARE: TAUSEND NEUE SKINCARE-BRANDS * WER SOLL DAS ALLES KAUFEN?

  1. Lieber KK,
    suuuuper geschrieben!!!! Ja, Orlane, Payot, Stendhal, Monteil hatte ich auch soooo gerne benutzt. Was ist draus geworden ? Du hast völlig Recht, wenn ich durch die Regale schaue, wird mir auch schon langweilig. Jetzt bekommst Du sicher eine Tracht Prügel von dieser Dame hier die nur Chanel benutzt. Einige sind immer noch völlig aus der Zeit gefallen.
    Liebe Grüße vom regnerischen Chiemsee.
    Allen einen schönen Sonntag!

  2. Wir leben quasi im Skincare-Schlaraffenland. Verglichen mit den Zeiten, in denen das, was im Drogeriemarkt verkauft wurde, das Nonplusultra war.^^

    War das ein Fest, als ich die erste Glossybox bekommen habe oder Paula‘s Choice entdeckt habe. Mittlerweile ist Skincare-Experts meistens Mittel zum Zweck. Es geht mir um für mich verträgliche Inhaltsstoffe und Konsistenzen. Dann ist es idealerweise leicht erhältlich und kommt nicht aus Korea o.ä. und der Preis stimmt. So der Gedanke. Dennoch bin ich gerade sehr von Theramid angetan und das Retinol-Serum steht ganz oben auf meiner Liste und ersetzt, wenn’s gut läuft, vielleicht Retinaid. High Droxy ist mir einfach zu teuer geworden, da ist dann auch Bestellung in Spanien wieder eine Option. Theorie und Praxis halt.😅

    Dein Blog war übrigens mein Augenöffner in Sachen Hautpflege. Danke!

  3. Sehr schön beschrieben, auch ich finde den Kosmetikmarkt übervoll und uninspirierend. Früher war mehr Lust und Freude dabei, heute fühlt man sich gehetzt.

  4. Lieber KK

    ein schöner Ausflug in die Geschichte, die Zusammenfassung bringt vieles auf den Punkt.
    Ich hatte mich nie viel mit Kosmetik beschäftigt, hab dann irgendwann Lavera und Co. entdeckt und war damit eine Zeitlang gut versorgt. Irgendwann ging mir aber die Parfümierung auf die Nerven, bei der Suche bin ich dann auf deinem Blog und bei Hydroxy gelandet. Für mich ist das das Beste, auch wenn du und andere hier immer wieder so viel Neues entdecken. Das zu verfolgen macht großen Spaß, und natürlich teste ich dann auch immer mal wieder was Neues. Aber: Ich hab meine Routine gefunden, fühl mich damit wohl. Es stimmt, Hydroxy (und sicher auch viele andere) sind teurer geworden. Wen wundert es? Ich nutze halt die Rabattaktionen dann auch schamlos aus 🙂

    Euch allen einen schönen Sonntag

  5. Ja, ich wünsche mich auch immer öfter in die 90er Jahre zurück. Ich erinnere mich sehr gut daran, als ich nach der Arbeit bis zur Abfahrt meines Zuges im Müller Drogeriemarkt gestöbert habe. Da gab es damals Cremes und Lotions mit Obstextrakten (die Marke ist mir entfallen). Was war ich stolz auf meine Ananascreme! 😀 Nivea und L’Oréal haben mich nicht interessiert, ich war immer auf der Suche nach ungewöhnlichen Produkten.
    Zum Geburtstag oder zu Weihnachten habe ich mir Douglas-Gutscheine gewünscht und habe ehrfürchtig die Filiale betreten. Damals wurde man noch richtig gut beraten. Nie werde ich meine Chanel-Feuchtigkeitsmaske vergessen! Ich kam mir vor wie ein Mitglied der High Society – hallo, ich besitze ein Produkt von Chanel! Wie dekadent! Übrigens eine der besten Masken, die ich je hatte.
    Heute bin ich übersättigt. Ich hab irgendwie keine Lust mehr. Zeitweise haben sich die Cremes und Seren gestapelt, gebracht hat nichts auch nur das Geringste. Außer einen niedrigeren Kontostand. Ob Paula’s Choice, Beyer & Söhne, HighDroxy oder sonstiges, ich konnte nie einen Unterschied sehen. Ich habe in den letzten Jahren die Freude an der Pflege verloren. Die ganzen Neuerscheinungen und Start Ups beachte ich gar nicht mehr. Das ist nur ein Riesengeschäft mit der Angst vor dem Altern, sonst gar nichts. Schade eigentlich. Den Zauber von vor 30 Jahren hätte ich gerne wieder!

  6. Ich finde es toll, dass es mittlerweile immer mehr Auswahl von verschiedenen Anbietern gibt.
    Bei mir war es schon mehrmals so, dass ich ein Produkt nicht vertragen habe, den Wirkstoff aber gerne in meine Routine einbauen wollte und dann von einem anderen Hersteller etwas verträglicheres gefunden habe.
    Oder ich habe ein preislich viel günstigeres Produkt gefunden, das (zumindest bei mir) genauso gut wirkt.
    Klar, je mehr Anbieter, desto mehr muss man rumprobieren, aber ich kann mir vorstellen, dass es vielen Leute dabei hilft, für sich das Passende zu finden.
    Langweilig wird mir das nicht – im Gegenteil, lese immer mit großem Interesse, wenn es ein neues Produkt / einen neuen Anbieter gibt – auch hier bei Dir im Blog. Man muss ja nicht alles kaufen, aber informiert bin ich gerne und kann dann abwägen, ob es beim nächsten Nachkauf vielleicht mal von dem neuen Hersteller sein soll, oder ob ich mit meinem jetzigen Produkt rundum zufrieden bin und (erstmal) dabei bleibe.

  7. Lieber KK,
    du hast es mal wieder auf den Punkt gebracht! Ich habe schon gedacht, es liegt vielleicht am Alter..seit geraumer Zeit schaue ich gelangweilt und überdrüßig auf die neuen Brands und den immerwährenden blumigen Versprechungen. Es gab mal Zeiten, da musste ich einfach jede Neuigkeit ausprobieren um dann am Ende doch wieder enttäuscht zu werden. Das hat sich allerdings bei mir erledigt.. Neulich stand ich bei Breuninger vor einem Regal von The Ordinary, gefüllt mit zig kleinen Fläschchen, gefüllt mit Serum und Konzentraten. Ich habe mich gefragt, welcher Laie soll sich da zurechtzufinden? Oder soll man sich da (falls vorhanden) an eine unkundige Fachverkäuferin wenden? Nein danke! Manchmal denke ich gern an die alten Zeiten zurück, was war das für ein Erlebnis im KADWE Kosmetik zu shoppen. Holzvertäfelte Verkaufstresen, man stand artig an und wartete auf eine fachkundige Verkaufsberatung. Hatte man sich für eine Marke entschieden, bekam man ein Kundenkärtchen ausgehändigt und wurde dann immer über Produktneuigkeiten, verbunden mit einer Einladung zum Produkttest , informiert. Am Tresen wurde man mit reichlich Proben bedacht und man konnte ausprobieren. Meine bevorzugte Marke war damals Lancaster. Irgendwann wurde die Marke an Benckiser veräußert und dann ging’s bergab mit der Marke.

  8. Ach ja, da werde ich tatsächlich wehmütig beim Lesen, das stimmt schon alles.
    Was bin ich oft auf die Nase gefallen mit Kosmetik. Als Teenie mit fettiger Akne hat mir eine Verkäuferin bei Douglas ein Gesichtswasser von Borghese, da war irgendwie so kalkiges Puder drin, angedreht, das hat meine Haut so ausgetrocknet, dass sie mir in Flatschen aus dem Gesicht fiel. Denselben Effekt brachte die vom Hautarzt verschriebene bräunliche Flüssigkeit, die man mit Watte auftragen musste 😉
    Dann wurde mir Lancaster empfohlen. Ebenfalls ein Reinfall, mein Gesicht mochte das nicht. Zwischendurch dann immer wieder zurück zu Apothekenkram, wie Eubos und so.
    Viele Jahre später, als ich in England lebte, entdeckte ich Caroline Hirons. Da habe ich unbedingt den Reinigungsbalm von Eve Lom haben wollen, der „holy grail“. Also zu Space NK und viel Geld bezahlt. So ein mistiges Zeug, hat Monde gedauert, bis ich feststellte, dass das Zeug voll mit Mineralöl ist und ich das nicht vertrage.
    Meine Rettung fand ich in der Icône für reaktive Haut von Dior, das beste Produkt, was ich je hatte. Die wurde eingestellt. Da heule ich bis heute!
    Dann bin ich irgendwann bei Clinique gelandet, das hat gefunzt. Zwischendurch habe ich vermutlich einfach zu viel rumprobiert und war einfach nicht konsequent genugt, irgendwie war ich nie zufrieden, aber Kosmetik ist tatsächlich auch so ein bisschen Hobby bei mir, was soll ich sagen.
    Jetzt, vor allem durch diesen Blog hier **zieht Hut** bin ich jetzt auf einem guten Weg und werde mich zwingen, nicht mehr alles Neue ausprobieren zu wollen. Man wird halt älter und weiser 😀
    Aber ich liebe meine Töpfchen und Tiegelchen nach wie vor, ist einfach ein Stück Lebensqualität für mich, wie gutes Essen!
    In dem Sinne, schönen Sonntag noch und einen guten Start in die neue Woche!
    Liebe Grüße
    Melanie

  9. Ich fühle mich durch das immer größer werdende Angebot überfordert; das ging mir schon immer so. Je mehr angeboten wurde, desto weniger konnte ich mich für etwas entscheiden. Solche Marken wie Monteil oder Orlane habe ich früher auch ausprobiert. Das Richtige war das für meine Haut nicht, aber es war trotzdem etwas Besonderes diese Produkte zu haben. Das Empfehlungen von Parfümeriefverkäuferinnen meist daneben waren, musste ich leider auch feststellen und teuer bezahlen. Inzwischen kann man sich auf quasi gar nichts mehr verlassen, da Produkte, die man gut verträgt, dann schnell nicht mehr erhältlich sind oder zum Schlechteren verändert werden.

  10. Ich fühle mich schon in der Haarpflegeabteilung überfordert. Das ist ein Ort des Grauens geworden…
    🙈☹️. Da mache ich ja fast lieber meine Steuererklärung als nen Shampoo zu kaufen…..

    .

  11. Ich finde es gut, dass es mehr Auswahl gibt. Ich erinnere mich noch, als ich vor einigen Jahren ein Retinolprodukt ohne Silikone und Mikroplastik gesucht habe. Habe nur Produkte mit Retinyl palmitat gefunden. Irgendwann kam von TO das Retinol in Squalan raus, was ich dann benutzt habe, aber ziemlich scheiße fand. Später habe ich dann HD entdeckt, was auf jeden Fall schon richtig super war. Inzwischen gibt es massig Retinolprodukte ohne Silikone und Mikroplastik.
    Ich finde es faszinierend, wie durch die größere Konkurrenz und die erhöhte Nachfrage die Marken um billig, Wirksamkeit, „clean“, Verträglichkeit etc. buhlen und jeder seinen eigenen Schwerpunkt setzt.
    Außerdem finde ich interessant, dass trotzdessen, dass wir hier in der Community den Eindruck bekommen, Skincare sei heute das normalste der Welt und quasi keine Frau mehr ohne ihr Retinolserum und co, doch noch so viele noch nie was von gehört haben. Es ist weiterhin ein Nischenthema, wenn auch natürlich nicht so krass wie damals als PC öffnete (da war ich allerdings noch ein kleines Kind mit wenig Interesse an Hautpflege oder gar Anti-Aging :D).

  12. Ich stimme Dir KK volllkommen zu. Der Markt ist übersättigt. Das weißt Du als Kosmetikexperte bzw. ich / wir als Kosmetikinteressierte, allerdings glaube ich dass der Großteil der Bevölkerung noch nicht so denkt bzw. dieser Ansicht ist. Es wird weiterhin auf Teufel komm raus gekauft und deshalb schießen ja auch neue Produkte, neue Brands wie Pilze aus dem Boden.

    Dieses Kaufen auf Teufel komm raus wird aber meiner Meinung nach demnächst gestoppt. Nicht weil die Bevölkerung keine Lust mehr hat, sondern weil schlichtweg das Geld fehlt. Wenn ich jetzt das doppelte für Energie bezahlen muss wie bisher, muss ich zwangsläufig an anderer Stelle sparen.

    Die Grüße spar ich mir heute sagt Herr TO.

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