LIFESTYLE: TINTE IN DER HAUT – SIND TATTOOS NOCH ZEITGEMÄß?

Tattoos können stark polarisieren: entweder man mag sie, oder man mag sie nicht. Nachdem das Phänomen aber massentauglich geworden ist (wir erinnern uns alle noch mit Schaudern an die Anfänge der 2000er Jahre, als das Arschgeweih auftauchte), ist jetzt wieder mehr Individualität gefragt. Wirklich? Oder sollte man auf seine „jungfräuliche“, also Tattoo-freie Haut stolz sein?

 

 

Tattoos werden aus den unterschiedlichsten Gründen gestochen. Zum Beispiel aus einer Urlaubslaune heraus, oder weil man sich mit einem Menschen oder einer Begebenheit unendlich stark verbunden fühlt, das dann auf seiner Haut festhalten möchte.

Manchmal aber auch, weil ein Motiv gerade trendy und süß zu sein scheint, und nach ein paar Jahren bereut man den Entschluss zutiefst. Zum Glück gibt es ja (aufwendige und teure) Methoden die ungeliebten Kritzeleien auch wieder los zu werden.

Aber es gibt eben auch wahre Kunstwerke auf der Haut, die etwas darstellen, die für Trägerin oder Träger eine tiefe Bedeutung besitzen. Innovativ und überraschend, sowas mag ich ja.

Ja, Tätowierungen balancieren auch heute noch zwischen Proletentum und Avantgarde, doch ich mag Polarisierendes. Immerhin bis zu 13% der Deutschen und Österreicher besitzen ein genadeltes Kunstwerk auf der Haut. (Q.: IfD Erhebung 2014)

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Ich selbst habe immer gehadert. Brauche ich sowas? Nutzt man ein Tattoo nicht als eine Art Aufwertung oder Schrei nach Aufmerksamkeit, wenn man das Gefühl hat, selbst nicht genug zu sein? Irgendwie war ich auch immer stolz auf meinen Tattoo-freien Körper, mittlerweile ist das ja fast schon selten.

Aber da stellt sich auch die Frage: Wie ist das eigentlich? Wie fühlt sich das an? Wie fühlt man sich hinterher mit diesem Dauerbegleiter auf der Haut? Verändert das einen, oder wird es langweilig und man bekommt Lust auf mehr und mehr Tattoos, eben um nach dem Hochgefühl nicht wieder in das vermeintliche Tal absteigen zu müssen?

 

Mit über 50 habe ich mir nun so ein Teil stechen lassen. Für mich gab es ein total minimalistisches Motiv auf dem Unterarm. Ja, und ich würde jetzt auch denken „je öller, desto döller“.

Trotzdem, meine Neugier war zu groß. Ich denke aber, das war es dann auch. Mehr brauche ich nicht. Ich weiß nun, wie es sich anfühlt, wenn die Nadel unerbittlich in die Haut sticht. Und ich muss sagen, dass es ein durchaus sinnliches Erlebnis ist. Wie schade, wenn man sein Tattoo aus einer Urlaubslaune in irgendeinem Laden zwischen Tür und Angel machen lässt, wohingegen bei richtiger Planung und mit dem richtigen „Inker“ daraus eine vielleicht sogar bereichernde Erfahrung werden kann.

Ich habe die Entscheidung nicht bereut, pflege das „Kunstwerk“ nun akribisch (auch mit hohem UV-Schutz!) und schaue es mir täglich an. Ein interessantes Gefühl, muss ich zugeben, das wird nun bei mir bleiben. Gefällt mir!

 

Wie siehts aus? Gibt es Interesse an Tattoos, oder sind die Dinger einfach nur out? Wer besitzt welche, und wer ist stolz auf eine jungfräuliche Haut? Welche Motive sind besonders peinlich, und welche könnte man als Kunst ansehen? Sind Tattoos einfach nur Lifestyle, oder ein kulturelles Phänomen, das schon seit Menschengedenken existiert?

 

 

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(Fotos: Pixabay.  Kein Sponsoring)


36 Gedanken zu “LIFESTYLE: TINTE IN DER HAUT – SIND TATTOOS NOCH ZEITGEMÄß?

  1. chacun à son goût – ich finde es wundervoll in einer Welt leben zu dürfen die uns die Freiheit gewährleistet,über alle Klassen hinweg, diesen dauerhaften Körperschmuck zu tragen.
    Schade nur-dass auch hier Einzug hielt was mainstream wurde: unüberlegt erworben.
    Das Shirt für 5,99 wird nach einmaligem Tragen entsorgt,das Tattoo bleibt.
    Dennoch:es lebe die Vielfalt,ich muss es nichi immer mögen(aber ich mag auch keinen Minirock von hinten sehen bei einer Konfektionsgrösse 48

  2. Lieber KK,
    so ein kleines, gut überlegtes mag noch gehen, sonst finde ich den Trend schrecklich. Wenn man sich bestimmte Leute anschaut, Tättoo`s , Piercing`s, Kunstfingernägel, Schlauchbotlippen…….und nix auf der Naht. Nee, da muss ich nicht zugehören. Da bin ich gerne altmodisch. Eine Bekannte mit eigenem Tättoostudio war von Kopf bis Fuss verunstaltet und wurde ungeplant schwanger. Es ist eine extrem schwierige Geburt geworden, Kaiserschnitt war grenzwertig oder nicht möglich, die Ärzte wussten nicht wie sie betäuben sollten, das wäre gefährlich wegen der der Farbe. Die darf wohl nicht unter die Haut gedrückt werden und ist giftig. Die ist vielleicht im Krankenhaus angegangen worden. Na gut, hätte ich auch nicht gewusst. Man muss ja nicht jeden Blödsinn mitmachen, auch keinen Minirock mit Größe 48. Ich habe ja mit der anderen Seite zu tun, mit den Arbetgebern die solche Leute nicht einstellen wollen. Soll jeder rumlaufen wie er mag, ist mir egal, ich spiele nicht mit.
    Viele Grüße

    1. Das braucht keine Frau, dass sie bei einer schweren Geburt auch noch wegen ihren Tattoos angegangen wird. Ausserdem ist ein Kaiserschnitt durchaus ohne PDA möglich. Hatte ich selbst. Kaiserschnitt mit Vollnarkose,weil keine Zeit mehr für örtliche Betäubung.

  3. Mir gehts so ziemlich wie dir…..bis dato ungetintet und immer noch unsicher…Mir gefallen so Blumenmotive mit Hibiskus und Co, aber dadurch habe ich auhc das Problem, das eben viele das haben und dann möchte ich es nicht mehr ^^ hab sogar beim Australien Trip Blüten fotografiert mit dem Ziel, alle Bilder zum Tattoostudio zu bringen und dass diese dann schön was gestalten für den Oberarm….getan hab ichs seit 4 Jahren nicht…ich kann mich irgendwie nciht final zu durchringen und dann lass ichs auch noch ^^

  4. ich bin ein Fan von gut gemachten Tattoos. nicht überall – im Gesicht bzw. insgesamt auf dem Kopf finde ich das etwas gruselig, aber sonst gern. Ich habe eine ganze Zeit aktiv überlegt, mir auch eines zuzulegen (initial mal aus der Idee heraus, unschöne Narben am Oberarm zu überdecken). Nun ja, was soll ich sagen: das erste, was der Gatte dazu beizutragen hatte: er hat im Internet Beispiele für Tattoos auf alternder Haut rausgesucht 🙂 Das hat den Enthusiasmus bei mir persönlich etwas gebremst. woran es bisher aber wirklich gescheitert ist: wie findet man einen guten/vertrauenswürdigen Tattoo Artist? Wenn, dann will ich ja eines, das zu mir passt, was nicht billig aussieht. Ausserdem bin ich ein kleines Weichei (das tut halt weh…) und die Pflege ist auch etwas aufwändiger am Anfang…. Lange Rede, kurzer Sinn: bisher ist meine Haut noch tattoo-frei. Mal sehen…..

  5. Ich liebe meine Tattoos, ich bin am ganzen Körper z.T. vollständig bedeckt. Es ist alles im Lauf der Jahre von einer Künstlerin meines Vertrauens gestochen worden. Es sind alles Kunstwerke in einem durchgehenden Stil. (Old school, traditional). Viele erzählen eine Geschichte, viele auch nicht und ich habe sie nur weil ich das Motiv mag. Ich habe erst spät angefangen mit 50, ich hatte ein paar alte aus den 90ern, die sind kunstvoll übertätowiert worden. Ich bin stolz auf meine Haut, es ist auch identitätsstiftend für mich und Ausdruck einer Lebenseinstellung.

  6. Ich stimme Dir zu. Tattoos, die aus einer oftmals alkoholbedingten Laune heraus gestochen werden sind etwas, worauf man verzichten kann. Aber ein gut überlegtes Motiv, sehr häufig auch aus einem Grund erdacht und gestochen ist etwas ganz anderes. Ich selber habe davon mehrere. Jedes einzelne hat eine Bedeutung, steht für einen bestimmten Lebensabschnitt bei mir und ich bereue davon kein Einziges.
    In meinem Freundeskreis habe ich viele, die Tattoos haben. Die meisten davon sehen das ähnlich wie ich und ich muß sagen, viele dieser Tätowierungen sind wahre Kunstwerke. Aber ich kann auch die Menschen verstehen, die aus den unterschiedlichsten Gründen keine haben. In vielen Berufen ist ein Tattoo immer noch Stigma und die Chance damit einen Arbeitsplatz zu bekommen ist oftmals schwer. Ich kenne einen Bänker, der selbst im Hochsommer immer nur langärmelige Hemden trägt. Warum ? Weil er genau bis zum Hemdärmel voll tätowiert ist. Das darf sein Chef aber niemals wissen, da er sonst sofort gekündigt wird. Eigentlich schade, denn die Motive, die er auf seinem Körper trägt sind wunderschön.
    Ich wünschte die Menschen hätten mehr Toleranz denen gegenüber, die sich frei entschieden haben sich tätowieren zu lassen.

  7. Nur 13% haben ein Tattoo? Das mag man kaum glauben wen man sich so umsieht, ich hätte mehr geschätzt.
    Meine Haut ist jungfräulich und wird es auch bleiben aber ich finde, dass jede*r tun und tragen soll was er für richtig und schön hält.
    Auch Minirock Größe 48.
    Wer sich in seiner Haut und seinen Klamotten wohlfühlt, strahlt das auch aus und wie öde wäre es, wenn sich jede*r an gängige Geschmacksmuster halten müsste.
    LG
    Nicola

    1. Nicola, 1000 x Zustimmung.

      Ich hab zwar (kleine und komplett schwarze) Tattoos, allerdings habe ich mir auch schon zwei wieder wegmachen lassen, ich bin da leidenschaftlos.

      Und eine Kollegin von mir trägt Größe 50 und hat sogar schon Shorts getragen. Leudde – S H O R T S, bitte alle weglesen, die sich jetzt ästhetisch herausgefordert fühlen. Sie sieht immer großartig aus.

      Was sagt das bitte über interne weibliche Misogynie aus, wenn ich mich an sowas störe?

      1. Ganz genau.
        Anstatt übereinander herzufallen sollten wir doch lieber andere Frauen als potentielle Freundinnen betrachten.
        So sehe ich das.
        LG

  8. Du sagst es; bei den Tattoos scheiden sich die Geister.
    In jungen Jahren habe ich auch mal darüber nachgedacht, mir eines stechen zu lassen, denn der Trend, eines haben zu müssen, flammt ja immer mal wieder auf.
    Ich habe es sein lassen und bin froh darüber, nichts permanentes auf meiner Haut tragen zu müssen. Ehrlich gesagt, gefallen mir die wenigsten tätowierten Häute, gleiches gilt für Piercings oder Brandings und was es sonst noch so an Körperschmuck gibt. Außer Ohrlöchern habe ich in dieser Richtung nichts machen lassen und das wird auch so bleiben.
    Aber jeder, wie er mag.
    LG von Susanne

  9. Hallo zusammen! Möchte auch meinen Senf dazu geben. Was gibt es schöneres als feine jugendliche Haut im Gesicht und am Körper. Es schmerzt mich, wenn ich bezaubernde junge Frauen mit großflächigen Tattoos an Rücken, Dekolleté, Armen und Fesseln sehe. Es macht die Erscheinung irgendwie plump und unelegant. Der Charme der Weiblichkeit ist dahin, sehr schade.

  10. Moin! Ja, spannendes Thema. Meine Haut ist auch jungfräulich. Bin ich da stolz drauf? Nö! Ich habe meinen eigenen Kopf, wenn ich je hätte ein Tattoo haben wollen, dann hätte ich das vermutlich auch gemacht, aber ich habe da einfach keine starken Gefühle zu. Jetzt, beim näheren Nachdenken, stimme ich zu, dass es schön sein kann, wenn es super gemacht ist und eine Bedeutung hat. Ich gestehe, dass ich früher hin und wieder mal diese Sendung im Fernsehen geschaut habe, wo Frauen Brautkleider vor laufender Kamera aussuchen. Dort habe ich so oft gedacht: „So ein schönes Mädchen, so eine beneidenswert Figur, dazu ein absolutes Traumkleid, was könnte das edel aussehen, wenn nicht diese Tattoos wären… Auf den Beinen, auf den Füßen, die Arme voll, z.T. der Hals, nee. Und so viele mit chinesischen Schriftzeichen, die vermutlich für Ente Süß-Sauer stehen (wie mir meine chinesische Schwägering übrigens schon öfter bestätigt hat, auch bei uns hier im Ort, wenn wir im Sommer in der Eisdiele saßen, da hat sie oft einen Lach-Flash bekommen! :o)

    Jetzt bin ich auch Anfang 50 und denke, ich brauch das nicht mehr. Aber wenn es mich doch mal überkommt, dann lasse ich es Euch wissen!!! :o))))

      1. Meine Tochter hat sich meinen Geburtstag auf Ihre Wirbelsäule tätowieren lassen. In römischen Ziffern. Sehr rührende Geste, ich weiss.
        Blöd nur, wenn mein Geburtsjahr knapp 10 Jahre vordatiert wurde….bin jetzt also, zumindest ihrem Tattoo zufolge, vor kurzem 60 geworden.
        Ach ja, ich bin Team „lieber ohne Tattoo“ 😉

          1. Ja, aus 1972 wurde 1962 gemacht. Einfach ein „X“ zu wenig gestochen.

            MCMLXXII das wäre 1972
            MCMLXII und das ist 1962

            Das Gute daran, dies fällt eh niemandem auf. Wer ist schon so „bibelfest“, was römischen Ziffern und Zahlen angeht.
            Ich finde es auch eher witzig 😉

      2. Herrlich!! 🤣 🤣 🤣

        Auch schon gehört: „gut und billig“ (Urban Legend?).

        Ein entfernter Bekannter hat sich unzweideutige Hinweise auf die Größe seines (dem allgemeinen Vernehmen unter Freundinnen nach wohl nicht gerade kleinen) *Hüstels* auf den Rücken tätowieren lassen. 🍆 🙈

        1. Lasst es mich so formulieren… er war zeitweise seiner Urteilsfähigkeit beraubt (wurde mir zugetragen) und trug es mit Fassung.

          Nein, keine Aubergine, es waren… Worte und Ziffern.

          Immerhin schienen die Angaben zu stimmen. Fragt nicht, wie das passieren konnte. Jedenfalls haben wir uns gut amüsiert.

          Erinnert an diesen alten Witz, in dem eine Pflegerin auf dem besten Stück ihres Klienten Rumbalotte las.

    1. Ja, bei den Brautkleidern denke ich das auch oft. Wie verunstaltet das teilweise aussieht. Hat mit Eleganz gar nichts mehr zu tun. Schade drum.
      Liebe Grüße Christiane

  11. Ich hatte früher ein Bauchnabelpiercing, um Tattoos habe ich aber immer einen Bogen gemacht. Mir gefällt das einfach nicht.
    Bekommen wir dein minimalistisches Kunstwerk auch zu sehen? 😎
    Liebe Grüße!

    1. Bauchnabelpircing. Hör mir auf. In DIE Falle bin ich in den 90ern auch getappt. 😉
      Zeigen? Ich bin bei sowas ja eher privat, vielleicht irgendwann, wenn es verheilt ist.
      Liebe Grüße
      KK

  12. Ich habe mir meine beiden (dezenten) Tattoos erst mit ca. 50 Jahren stechen lassen und aber auch erst dann nur, weil ich die perfekten Motive für mich gefunden habe.
    Mir gefallen sie und sie passen zu mir. Ich habe es noch keinen Tag bereut.

    LG
    Eva

  13. Ich habe zwei Tattoos, beim ersten (eine Rauchschwalbe) war ich auch bereits über 50 Jahre. Beide haben eine besondere Bedeutung für mich und es waren beide Male keine unüberlegten oder spontanen Entscheidungen. Ich freue mich jedes Mal wenn ich darauf schaue und möchte sie auf keinen Fall missen.
    LG Lisbeth

  14. Ich habe eine Haut, die manchmal schon beim kleinsten, harmlosen Kratzer komplett austickt – also nein danke. Aber Tattoo Shows habe ich eine zeitlang mit Interesse geguckt, weil mich das Handwerk und die grafischen Aspekte faszinieren. Und die Geschichten waren oft auch sehr interessant und bewegend. Tätowieren würde ich mich aber auch nicht, wenn ich keine Diva Epidermis hätte, denn das mit dem Verblasse und Nachstechen fände ich mühsam.

  15. Wegen mir kann jeder machen, was er/sie will, aber ich finde Tattoos fast immer ordinär und unterschichtig. Ich glaube, man will sich damit immer interessanter machen, als man ist. Erinnert mich an Nachmittagssendungen im TV, wo man auf Kreuzfahrtschiffen dicke, hässliche Leute sieht, die tätowiert sind, weil sie denken, damit gehören sie dazu. Ich find’s fuchtbar. Besonders, wenn sie älter sind, sieht’s grauenvoll aus. Aber, um wieder gehässigen Kommentaren vorzubeugen: Es soll jeder machen, was er will. Ich möchte nur nicht hingucken und mir das ansehen müssen. Es beleidigt meine Augen. Bitte zieht euch ein Hemd oder eine Bluse drüber, damit man’s nicht sieht.

  16. Tatooschwanger war ich vor knapp 50 Jahren, dezent und klein auf dem Körper, kam zum Glück drüber weg. Einige Jahre später studierte ich Stunden die Vorlagen der Peikerer auf der Reeperbahn. Tolle bunte Motive, ich wollte einen balinesischen Drachenkopf, fand aber nie ein Motiv, mit dem ich den Rest meines Lebens verbringen wollte. So blieb ich nackt, ein Motivband am Oberarm hätte ich auch noch optisch ansprechend gefunden. Fand jedoch, für ein Sklavenarmband (was es ja eigentlich ist) sei ich nicht ausreichend submissiv.😉

    Die Menge der Tattoos ist für mich zweitrangig, es muß mit dem Träger stimmig sein. Da gibt es echte Kunstwerke, Gesamtkörperkompositionen sozusagen. Kommt immer auf den Einzelfall an.

    Zur Eingangsfrage: Tattoos sind Jahrtausende alt und weltweit verbreitet, selbst Ötzi war gepeikert. Wo es traditionell weit verbreitet war, z.B. Marokko, dort geht es stark zurück. Verständlich, war es doch sozialer Zwang. Bei uns der gegenteilige Weg, vom Sozialstigma zur Kultdeko. Es scheint ein menschliches Bedürfnis zu Bedienen, weshalb es wohl nie Verschwinden wird.

  17. Ich hatte mir mein erstes tattoo mit 17 stechen lassen. Die nächsten dann erst als ich über 40 war. Im Kopf hatte ich es immer und fand tattoos auch immer toll. Als ich mir mit über 40 das zweite hab‘ stechen lassen meinten sie im Studio: „du weisst schon, man kann da süchtig werden“ Was Wahres ist schon dran kann ich für mich sagen. 😉 Persönlich möchte ich nicht zu offensichtlich und zu grossflächig tätowiert sein. Meine tattoos sind für mich. Ich habe mich auch viel mit den unterschiedlichen Stilen beschäftigt und schau mir sehr gerne tattoos an. Der Begriff tattooartist kommt nicht von ungefähr. Was manche da auf die Haut zaubern setzt schon einiges an Kreativität, Begabung und Können voraus. Wenn ich Leute mit besonders tollen Tattoos sehe kann es schon passieren, dass ich sie anspreche und nach dem Künstler frage.
    Ob man tattoos mag oder nicht, auch welche, ist wie vieles im Leben Geschmackssache. Ein Kollege hat immer gesagt: „Die Katz mag Mäuse, ich mag ’se net“ Wir leben alle nur einmal und das ziemlich kurz. Es soll jeder das machen was er möchte. So lange man niemanden schadet mit dem was man tut und nicht leichtfertig entscheidet, alles paletti.

  18. Ein tattoofreier Körper gefällt mir immer besser als einer mit Tattoos. Aber dennoch gibt es Tattoos die mir gefallen, aber haben möchte ich keines. Vor allem da ich Kontaktallergien habe, meide ich alles was das auslösen könnte.

  19. Ich habe in meiner Jugend gelegentlich mit dem Gedanken gespielt, mir ein Tattoo stechen zu lassen. Damals fand ich das cool. Heute bin ich froh, es nicht gemacht zu haben. Ich glaube nicht, dass mir das Motiv, welches mir mit 16 gefallen hätte, heute noch gefallen würde. Von daher wird es dabei bleiben — ich kann auch heute noch nicht vorhersagen, was mir in 10 Jahren gefallen wird.
    Bei anderen Menschen gefallen mir kleine Tattoos durchaus.

    Miniröcke in Kleidergröße 48 und aufwärts finde ich cool! Steht vielen Frauen in dieser Größe sicher bei weitem besser als ein zeltartiges Wallekleid. Meine Schwester wohnt schon lange in GB, mich hat es total beeindruckt ( im positiven Sinn), dass sich dort übergewichtige Frauen genauso kleiden, wie Normalgewichtige!

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