LIFESTYLE: AUTOKAUF IN ZEITEN VON CORONA – ODER WIE EINE KLEINE ZOE BEI MIR LANDETE

Augen auf beim Autokauf – dieser alte Spruch behält auch weiterhin seine Gültigkeit. Wie die Anschaffung eines Elektromobils in den Zeiten der Corona-Pandemie funktioniert hat, und ob ich mit dem Wagen zufrieden bin, das erzähle ich heute in diesem Blogbeitrag.

Recherche und Entscheidung gegen das örtliche Autohaus

Regelmäßige Leserinnen und Leser werden es wissen: Im Herbst 2020 habe ich viele Autohäuser abgeklappert, so einige Probefahrten absolviert, und schlußendlich war ich von den allermeisten Autohäusern in der Region ziemlich desillusioniert.

Satt und gelangweilt, das war mein Haupteindruck von sämtlichen Autohändlern. Besonders, wenn man mit einer klaren Vorstellung ins Autohaus kommt, und sich nicht ehrfürchtig all die tollen Modelle vorführen lassen möchte. Und dann auch noch ein E-Auto, um Himmelswillen, das kommt bei vielen Autoverkäufern scheinbar gar nicht gut an.

Ich verlasse mich in den meisten Dingen lieber auf meine eigene Recherche, und so hatte sich das Bild komplettiert: Vernunft und Bauchgefühl führten mich zur Zoe von Renault. Dazu lockte die hohe E-Auto-Fördersumme der Bundesregierung, ein hoher Herstelleranteil, und die niedrigere Mehrwertsteuer. So konnte man bis Ende 2020 knapp 11.000 Euro vom Listenpreis einsparen.

Auch wenn das durch die Pandemie bedingte Arbeitsverbot für leere Kassen bei mir gesorgt hatte, musste ich doch alle Reserven und Möglichkeiten zusammenkratzen, denn ein zuverlässiges Auto brauche ich hauptsächlich zur Arbeit, mein „Alter“ kostete aber mittlerweile einen Tausender pro Jahr an Reparaturen, und die Fördersummen waren (und sind teilweise noch) eine tolle Sache.

Rettet die Erde

Um mal gleich Diskussionen vorzubeugen: Nein, mit einem Elektroauto rettet man nicht gleich die Erde. Aber wer (wie ich) in der Nähe einer stark befahrenen Hauptverkehrsader wohnt und dort morgens in der Früh entlang läuft, wird verstehen was ich meine. Allein der Gestank, der Lärm – Verbrenner sind ein Auslaufmodell. Und besonders in der Kälte kann man es deutlich wahrnehmen: Die Abgasreinigungssysteme der modernen Motoren arbeiten nur unzureichend (und nur bei „schönem Wetter“).

Wenn die Effizienz der heutigen Batteriesysteme noch längst nicht ausgereift ist, so liegt das ja nicht an den E-Autos, sondern meist an der Lobby der Automobilhersteller, die viele Jahre die Entwicklung verpennt und blockiert haben, um sich ihr alteingesessenes Geschäft nicht kaputt zu machen. Jetzt hinken wir wohl hoffnungslos hinterher, die Zukunft findet (mal wieder) zB. in Asien statt.

Arbeitsplätze müssen durch diesen „neumodischen Kram“ nicht wegfallen, sondern es werden eben „andere“ Arbeitsplätze. Auslaufmodelle zu schützen bringt niemanden weiter, und vorausschauendes Agieren scheint uns hier in Deutschland irgendwie nicht zu liegen, wie ja auch der aktuelle Stand der Pandemie beweist.

Ein Auto-Influencer hat mich geinfluenct…mich!

Wie es der Teufel wollte, kam ich dann aber doch noch zu meinem Wunschauto, und das hat wohl auch ein Influencer zu verantworten. Ähem, ja genau, ausgerechnet mich hat ein Auto-Influencer auf YouTube beeinflusst („Car Maniac“). Er stellte das Unternehmen CarWow vor. Das ist ein „Reverse-Marketplace-Modell“, bei dem der Käufer nicht mehr mit dem Autohändler verhandeln muss, sondern man bekommt gleich per Internet transparent alle Rabattmöglichkeiten der teilnehmenden Autohändler vorgeführt. Dem interessantesten Preisvorschlag gibt man dann seine Gunst, kauft das Auto quasi per Telefon (und Internet), und bekommt es (im besten Fall) kostenpflichtig vor die Haustür geliefert.

Das klingt schwierig, ist auch vielleicht nichts für „schwache Nerven“, aber in Coronazeiten muss man sich ja auf kontaktlose Geschäftsbeziehungen einlassen. Und es hat tatsächlich gut funktioniert! Zumindest was den Part von CarWow angeht.

Man gibt dort sein vorkonfiguriertes Wunschfahrzeug ein und danach bekommt man zahlreiche Preisangebote verschiedenster Autohändler aus ganz Deutschland. Ich habe mich dann für ein Autohaus in Baden-Württemberg entschieden, das mein Wunschauto sofort verfügbar hatte. Die Lieferung sollte zu meinem Wohnort erfolgen, coronakonform kontaktlos, per Überführungsservice des Autohauses.

Unglaublich, aber nachdem mir die örtlichen Händler nur müde abwinkend einen unverhandelbaren Preis anbieten wollten, konnte ich nun noch einmal zusätzlich 4000 Euro vom Preis abziehen! Ich hielt es erst für irgendeine Masche, schaute stets mit Argusaugen auf den Kaufprozess – aber nein, alles richtig. Insgesamt (also mit allen Förderungen und dem günstigeren Händlerpreis) habe ich mein Wunschauto somit mehr als 15.000 Euro günstiger bekommen.

Übrigens: Nicht auf die Renault-Werbung reinfallen! So günstig wie immer dargestellt, ist die kleine Zoe nicht. Ich habe das Modell „Intense“ gewählt, da es die beste und (für mich) notwendige Ausstattung bietet, und da steigt der Preis erstaunlich hoch. Ich empfehle auch den großen Motor, der bietet einfach mehr Fahrkomfort (und sind wir ehrlich, auch mehr Spaß).

Gekauft ist der Wagen schnell, aber wo bleibt er?

Zum Abschluss des Kaufs muss man sich allerdings noch durch einen ordentlichen Blätterwald wühlen! Man möchte nun wirklich nicht übers Ohr gehauen werden, also rechnet man alles nochmals kleinlich nach. Und Autokaufverträge sind ja ziemlich umfangreich. Puh!

Und gut, dass ich es getan hatte, denn die Rechnungsstellung des Autohändlers aus dem Schwarzwald war mehrfach nicht ganz korrekt. Positiv kann ich aber auch vermerken, dass in anderen Dingen (der Telefonverkäufer, Reifen, Bordsystem) sehr auf den Kunden zugegangen wurde.

Hier und da wurde korrigiert, und trotzdem platzte zum Schluss noch die Bombe: Nach dem Kauf hörte ich über mehr als einer Woche nichts mehr vom Mitarbeiter für die (ziemlich teure) Überführung zu mir. Dabei erwartete ich den Liefertermin dringend – Weihnachten stand vor der Tür, und dann liegt Deutschland ja erfahrungsgemäß eine zeitlang still.

Auf mehrfache Anfragen (Mails wurden gar nicht beantwortet) gab es nur schwammige Vertröstungen, bis schlußendlich die Lieferung noch im Jahr 2020 nicht mehr garantiert werden konnte. „Vielleicht“ war das entscheidende Wort. Es blieb nichts anderes übrig: Das Auto musste persönlich abgeholt werden. Dafür wurde mir dann genau EIN Termin an einem Samstagvormittag angeboten. Hätte ich den nicht geschafft, wäre das Auto erst 2021 in meinen Besitz übergegangen, und das hätte wohl ein Problem mit der wieder höheren Mehrwertsteuer nach sich gezogen.

Also ging es morgens um 5 mit dem Zug und drei Umsteigestationen von Essen zur kleinen Gemeinde ins Ländle. Ein merklich gestresster Mitarbeiter übergab mir das Auto mehr als unfreundlich, und gab mir zu verstehen, dass er gerade in Arbeit ertrinke. Ja, sowas hören Kunden gerne, bei allem Verständnis.

Kleiner Tipp an das Autohaus: Das Kauferlebnis beim Autokauf nicht unterschätzen. Man investiert eine Menge Zeit und Geld, auch wenn viele Menschen den Kauf eines Autos ähnlich locker sehen, wie Zähneputzen, es bleibt eine große Nummer.

Und an After-Sales-Maßnahmen denken! Nach dem Kauf war dem Händler scheinbar alles egal – und was hat es zur Folge? Ich habe diesen Autokauf als stressig und nervenaufreibend in Erinnerung, schreibe nun auch noch öffentlich darüber. Fail!

Die Freude überwiegt

Wie das mit den Erinnerungen nun mal so ist: Die unangenehmen Dinge verblassen schnell, was bleibt ist die pure Freude über das schöne Auto. Ich frage mich nun tagtäglich, warum ich mich nicht schon viel eher für ein solches Elektroauto entschieden habe.

Ein Fahrgefühl sondergleichen, einfach toll. Einsteigen und losfahren (Schlüsselkarte sei Dank), geradezu lautloses Gleiten. Dazu ist das Auto spritzig wie ein Sportwagen, was an dieser tollen Beschleunigung des Elektromotors liegt. Nicht, dass ich es ausreizen würde, aber in brenzligen Situationen bin ich deutlich schneller vorne weg, als die dicken Luxuswagen und Sportkarren.

Eigentlich ist es aber genau andersrum: Man lernt in solch einem Auto das sparsame, vernünftige und vorausschauende Fahren. Man sieht in den vielen Displays ganz genau, wie effizient man fährt, und jedesmal, wenn man kein „Gas“ gibt, sondern bremst oder die „Rekuperation“ nutzt (ein wenig vergleichbar mit der Motorbremse), lädt der Akku automatisch wieder etwas auf. Wer also bewusst fährt, bekommt Energie zurück. Das schult das Gefühl für eine vernünftige Fahrweise ungemein.

Dazu muss ich auch erwähnen, dass ich seit Dezember noch nicht einmal Geld für eine einzige Stromladung ausgeben musste. Es gibt zahlreiche Ladestationen (zB. bei Ikea, Lidl, Kaufland…), an denen man während seines Einkaufs kostenlos laden kann. Und da mein E-Auto fast ausschließlich ein Stadtauto ist, komme ich mit einer Ladung pro Woche mehr als problemlos aus.

Bei DEN derzeitigen Spritpreisen ist das eine unglaubliche Erleichterung. (Fun Fact: Die größten Dauernutzer der kostenlosen Lademöglichkeiten sind ausgerechnet Tesla-Fahrer! Die Leasingrate muss wohl doch a bisserl hoch sein?)

Muss ich noch erwähnen, wieviel Spaß die vielen (meist aber total sinnvollen) „Spielereien“ machen, die das Auto noch bietet? Rückfahrkamera und Einparkhilfe mit tollem Monitor, Spurhaltesystem (ein kleiner Vorgeschmack auf autonomes Fahren) und automatische Notbremse bei Hindernissen (Fußgänger oder plötzlich bremsende Autos). Ums Licht und Scheibenwischen muss man sich auch nicht mehr kümmern, das macht die Zoe alles alleine. Und dazu die schicken LED Leuchten und Blinker, die endlich das unangenehme Halogen ablösen.

Unfassbar praktisch ist die Wärmepumpenheizung, die man mega-bequem per App vom Bett aus aktivieren kann, sodass man sein Auto im Winter nicht freikratzen braucht, man in ein warmes Auto steigt, keine beschlagenen Scheiben nerven, und im Sommer ist es angenehm kühl.

Die App hilft übrigens auch, wenn man vergessen hat, wo man sein Auto geparkt hat. Man kann den genauen Standort jederzeit mit seinem Handy abrufen. Perfekt für mich, dem sowas stääändig passiert.

Trotzdem ist so ein Elektrowagen immer noch kein wahres Alltagsauto für Jederfrau oder Jedermann. Wer in einem Ballungsraum oder einer Großstadt wohnt, und dazu selten wirklich weite Strecken fährt, wird keine Probleme bekommen. Nicht einmal eine eigene Wallbox ist zwingend notwendig: Mit dem ADAC-Ladetarif von EnBW lädt man für nur 29 Cent pro Kilowattstunde an echt vielen Ladestationen in Deutschland (und teilweise auch Europa).

Weitere Reisen (eine Ladung hält bei mir maximal 380 km, bei optimalen Temperaturen und Fahrweise) müssen aber stets gut geplant werden, und wenn es an Ladestationen mangelt, wird eine weite Fahrt zu einer nervenaufreibenden Geschichte.

Das Laden dauert dann auch seine Zeit. Ich habe den Schnelllader CCS (Aufpreis), damit ist man recht flott wieder fahrbereit, aber um noch einmal auf das Einkaufen zurückzukommen: Eine gute Stunde sollte man schon im Supermarkt verweilen, um die Batterie zu füllen. Die letzten 20% dauern dabei nämlich länger, das schont den Akku.

Auch das Bordsystem von Renault hat hier und da Mängel (aber noch lange nicht solch ein Fiasko wie bei VW), ich empfehle dringend Apple Carplay (oder Android Auto) zu verwenden, das bietet den ganzen Komfort des Handys handsfree im Auto. Schade: In der Zoe muss das Handy dazu noch mit einem USB Kabel verbunden werden. Nur Telefonie und Playlists abspielen klappt per Bluetooth. Ich warte auf ein Softwareupdate, das Kabelfreiheit bringen möge.

Würde ich diesen Wagen nochmals kaufen?

Auf jeden Fall. Ein tolles Auto, und zu einem fairen Preis, wenn man die möglichen Abzüge allesamt nutzt. Elektromobilität ist nicht unbedingt die Lösung aller Probleme, sie ist aber einer der Wege dorthin, denn ein Umdenken ist in vielerlei Hinsicht mehr als nötig.

Und wer erst einmal das wunderbar ruhige, leise und bequeme Fahren genossen hat, wird sich kaum noch einen Verbrenner zurückwünschen. Und wer vermisst schon die miefigen Tankstellen? Ich empfehle dringend mal eine Probefahrt zu machen, es ist verblüffend – wirklich!

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(Fotos: Konsumkaiser, Renault Screenshot.  Das Auto wurde selbst gekauft, keinerlei Sponsoring oder Beziehungen zum Verkäufer, Autohaus oder CarWow.)


17 Gedanken zu “LIFESTYLE: AUTOKAUF IN ZEITEN VON CORONA – ODER WIE EINE KLEINE ZOE BEI MIR LANDETE

  1. Tja, die Überheblichkeit in den Autohäusern vor Ort nervt… hab mich im Dezember für ein e-Auto interessiert und das Autohaus hat mir kein Angebot zusenden wollen, ich hätte hinkommen müssen. Liegt vielleicht aber auch daran, dass ihnen die e-Autos mehr oder weniger aus der Hand gerissen werden und die konventionellen Wagen ziemliche Einbußen erfahren.
    Aber ich denk ich warte jetzt noch ein wenig, die tollen Förderungen von 2020 sind eh weg. Vielleicht tut sich bei den Reichweiten noch was. Der kleine e-Corsa hätte mir gut gefallen. Aber es stimmt schon, der Einstiegspreis ist super, aber kaum will man ein wenig mehr geht der Preis recht rasch nach oben – fast bis zur Verdopplung.
    Viel Spaß mit der ZOE 🙂
    LG, Chiara

  2. Hallo zusammen,
    Bin sehr interessiert an ein E-Auto, mein Problem: wohne nich im Eigenheim und habe keinen Außen E-Anschluss, wäre also immer auf die Säulen angewiesen.
    Wohne in der Nähe von Dortmund und meine weiteste Fahrt wäre nach Aschaffenburg.

    Und da liegt das Problem.

    LG
    HertaAnna

  3. Ich find das total spannend. Unsere Nachbarn haben auch so einen Wagen und schwärmen immer davon. Das wäre wohl auch der perfekte Einkaufswagen für mich, ich kann meinen Mann aber nicht überzeugen. Er denkt, die Autos taugen nichts, sein Diesel ist der Beste. 🌩
    Vielleicht erzähl ich ihm mal vom kostenlosen tanken beim Supermarkt? Das ist nämlich ganz schön toll! 😜

  4. Welch eine Geschichte!

    Dass erst einmal die so genannten „Verbrenner“ (aka „Ladenhüter“) weg müssen, und sich der Verkäuferelan bei E-Autos in Grenzen hält, da sich diese wie von selbst verkaufen, leuchtet ja noch ein. Mal sehen, welche weiteren Antriebe (außer Hafer 🏇🏼 😉) noch zum Einsatz kommen werden, denn bis jetzt ist ja alles nur Übergangstechnologie.

    Nach dem Kauf war dem Händler scheinbar alles egal – und was hat es zur Folge? Ich habe diesen Autokauf als stressig und nervenaufreibend in Erinnerung, schreibe nun auch noch öffentlich darüber. Fail! Diese Attitüde ist immer häufiger zu beobachten, denn neue Idioten Kunden wachsen ja auf dem nächsten Baum. 🤦🏻

    Zum Glück entschädigt der Wagen für die unerfreulichen menschlichen Begleiterscheinungen. Allzeit gute Fahrt! ❤️

  5. Guten Morgen,

    nach der Ankündigung letztes Jahr war ich schon gespannt, ob ein Stromerauto bei KK einzieht. Ich wünsche Dir ganz viel Spaß damit.

    Ich habe im Januar auch eine Zoe Modell Riviera (hat Maximalausstattung) bestellt und sie soll im April abholbereit sein. Und noch als Tipp, falls jemand mit dem Gedanken spielt: staatliche Förderung gibt es auch dieses Jahr für alle E-Autos, und Renault haut gerade die Zoe mit hohen Herstellerrabatten für Leasing und Kauf raus – die wollen Stückzahl machen im 1. Halbjahr. Habe unsere Zoe über leasingmarkt.de gefunden (wenn ich das nicht im Klartext nennen darf bitte löschen), direkt bei der deutschen Vertriebsgesellschaft von R. Auto wird gegen kleine Gebühr geliefert bzw. Abholung in München oder Frankfurt. Anzahlung = Förderungsbetrag, und die Leasingrate ist unter 110 €/Monat. Ein echtes Schnäppchen! Wegen des Lockdowns habe ich das Auto nie probegefahren und nur kurz von außen angeschaut. Ich hätte so gerne den schicken ID3 gekauft – der ist aber mehr als doppelt so teuer.

    Wir haben schon mehrere Autos via „Internet und Telefon“ gekauft – bei Händlern und Privatpersonen und es hat immer sehr gut geklappt. Vor-Ort Autohäuser sind für uns eigentlich passee. Wir hatten mehrfach den Eindruck, dass die es nicht nötig haben Autos zu verkaufen. Interessenten werden ignoriert oder arrogant „beraten“, manchmal wird man als Frau für „technisch unbedarft“ gehalten und spricht nur den Herrn an – da bin ich ganz schnell raus. Schade, daß da eine Chance vertan wird, durch Beratung und Service vor Ort zu überzeugen; Generell unterstütze ich buy local – aber so wird das nix.

    Wir haben seit 2,5 Jahren ein Elektroauto – VW E-Golf. Es war damals eher eine Spontanentscheidung, die wir aber keine Sekunde bereut habe. Die ganze Familie ist hell begeistert davon. Oft entbrennt eine Diskussion wer das E-Auto heute kriegt – und der Verlierer muss dann murrend das große Auto mit dem Stern nehmen 😉

    Laden zu Hause (Bei uns mit Förderung der Wallbox oder Gutschrift aufs Stromkonto) oder kostenlos beim Kaufland funktioniert super. 1 x pro Woche laden reicht uns normalerweise. Die nächste öffentliche Ladesäule wäre 500 Meter entfernt – hab ich aber noch nie benutzt. Funktioniert m.E. für uns so gut, weil es der Zweitwagen ist und in max 50 km Umkreis gefahren wird. Ideal ist für uns derzeit die Kombination mit dem Dieselauto für Urlaub und Langstrecke. Wir sind 3 Mal Langstrecke mit dem E-Golf gefahren: war unentspannt und ladetechnisch ein Fiasko (Ok, das erste war die Abholung aus Dresden und wir waren ängstlich und unerfahren mit dem Laden).

    Von uns jedenfalls ein klares „Daumen hoch“ fürs E-Auto. Wer einmal eines hatte, will nichts anderes mehr fahren.

    Einen schönen Tag an euch alle.

  6. Glückwunsch zur Zoe, der Bericht über das Auto liest sich nach „haben will“. Ich habe mir mal die Preise angesehen, oh, ich wusste gar nicht, dass ein E-Auto so teuer ist.

    Das arrogante Verhalten der Autohäuser habe ich auch schon mehrfach erlebt. Gerade in der Pandemie sollten die doch über jeden Käufer froh sein, die arbeiten ja auch mit Kurzarbeit und müssten mit sehr viel Freude am Beruf verkaufen wollen. Ich finde es nicht schön, dass man sein neues Auto so zwischen Tür und Angel abholen muss und dann auch noch den gestressten Verkäufer stört.

  7. Da ich gerne mit dem Auto fahre und ein wenig für motorisierte Untersätze übrig habe, bin ich schon in allem Möglichen und Unmöglichen gesessen und habe da ein wenig Erfahrung sammeln dürfen, bin aber auch recht kritisch. 😉
    Allerdings konnte ich mich bezüglich Zuvorkommenheit von Verkäufern bislang nicht beklagen, aber ich verberge auch nicht, wenn mich ein Wagen langweilt oder einer etwas mehr interessiert. So kommt man zu allen möglichen Demonstrationen.
    Denkwürdig ist meinem GG immer noch, wie sich eine Horde Mercedesverkäufer auf mich 😜 stürzte, mich in die neue S-Klasse zog und mir eine halbe Stunde alle Funktionen und Kleinigkeiten zeigte – und er ging dabei ziemlich leer aus, durfte nur mal hinten sitzen und mir über die Schulter schauen. Und hinterher gab’s Prospekte und einen Sekt. 😂 🤣 (Natürlich habe ich den Wagen nicht gekauft…😁)

    Der oben erwähnte BMW ID3 scheidet m.E. aus – die Handhabung der Türgriffe spricht gegen Fingernägel an sich, selbst wenn sie nicht sehr lang sind, und bei den Sitzen bin ich mir nicht ganz sicher; es ist eher ein „Ich weiß nicht so recht“. Ein Tesla, wenn er immer noch so hervorragend (hüstel) verarbeitet ist wie vor drei oder vier Jahren, kommt mir ganz gewiß nicht vor das Haus, und recht unerquicklich ist dazu noch die Vorstellung, sich damit quasi ein Filmteam einzuladen.

    Eine Zoe bin ich auch mal probegefahren, guter Wendekreis und recht flott, die Kleine.

    Sucht mal nach Fisker. Das sind E-Autos. Leider zu breit für jedes Parkhaus. (Ich liebe es ja, über Probleme zu reden, die keine sind.)

  8. Hallo! Ich wollte auch mal eben ne Lanze für E-Autos brechen! Wir fahren seit Dezember den VW ID3 und wir lieben ihn! Er fährt sich so toll, leise und ohne stinkende Abgase! Er hat einiges an Schnick Schnack und fährt sogar teilweise alleine (bremsen tut er beim Vordermann und div. Verkehrsschildern). Nie wieder ein „normales“ Auto! 🙂
    PS: Reichweite ca. 300km. Uns reichts für den Alltag!

  9. Juhu, erste E-Hürde genommen und jetzt darf das entspannte E-Fahren genossen werden.
    Es verändert ( nicht nur bei uns beobachtet ) das eigene Fahrverhalten hin zum entspannten Gleiten,
    langsameren Fahren.
    Langsamer, weil stets die Effektivität / Verbrauch im Blick ist.
    Wir fahren nun schon über 2 Jahre den E-Kona mit kleiner Batterie…noch nie bereut.
    Das Autohaus wurde auch im Netz gefunden, der Verkäufer war ähnlich „motiviert“.
    Ein Problem wird sich warscheinlich nach dem Kauf stellen :
    Du brauchst ein fittes E-Autohaus vor Ort.
    Für Inspektionen, Updates und solche Spielchen. DAS war bei uns ein Problem.
    Uns hat eine entsprechende FB-Gruppe von Gleichgesinnten viele gute Tipps geben können.

    Und nicht erschrecken : Das Ladekabel bei Gratis-Säulen ( Kaufland oä. ) kann jeder !! Honk einfach so abziehen.
    Geht . Leider . Wenn der TESLA-Fahrer meint : „Er ist jetzt aber dran…“

    Viel Spass mit der ZOE….hatte mich bei der ausführlichen Probefahrt auch überzeugt !

  10. Wir haben in der Firma mittlerweile eine ganze e-Flotte. Ich liebe es damit zu fahren und überlege auch schon, ob ich nicht umsteigen soll. Darf ich fragen, wie aufwendig die Antragstellung für die Förderung war und wie lange es dauert, bis man das Geld dann auch bekommt? Ich hätte irgendwie Bedenken, dass man am Ende da leer ausgeht.

    1. Es ist sehr friemelig, man muss alle Daten vorliegen haben, also Fahrzeugbrief und Versicherungsbestätigung, sowie Zulassung und Kennzeichen.
      Alles online eingeben, das hakt auch manchmal etwas! Musste nochmals ganz vorn Anfang beginnen.
      Dann aber alles reibungslos, nach ca. 2 Monaten war das Geld da. Große Erleichterung, ehrlich gesagt!
      Liebe Grüße
      KK

        1. War ja klar, kommt ja von der Bundesregierung. Ich sag nur Novemberhilfen! Eigentlich soll das wohl tatsächlich abschreckend wirken (was man ja auch an den vielen nicht abgerufenen Leistungen sieht). Mission erfüllt. 😦
          Liebe Grüße
          KK

            1. Eine Abschlagszahlung für November, sonst nichts. Dazu wurde die Auszahlung angeblich gestoppt, da es wieder einige Betrüger geschafft haben, Zahlungen zu erschleichen. 😔
              Aber hey, man ist ja bescheiden in diesen Zeiten.

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