LIFESTYLE: TRENDBAROMETER 22.01.2021

Das Trendbarometer gleitet geschmeidig in das Jahr 2021, und es geht weiterhin um Dinge, die mich in der vergangenen Woche bewegt, belustigt oder erschüttert haben. Nichts folgt einem festen Schema, Hauptsache ein bunter Mix, unterhaltsam, lustig, manchmal nachdenklich, oder auch böse… 

 

The Orange has left the Building…

KK 1993 im Trump Tower
KK 1993 bei Donald zu Hause…

 

…und in Amerika steigt eine Corona-Party.

Am Mittwoch habe ich mir im Fernsehen die Amtseinführung von Joe Biden angeschaut. Dabei sind mir gleich zwei Dinge aufgefallen, die ich irgendwie verstörend fand. Eine feierliche und würdige Veranstaltung, allerdings mit mehr Körperkontakt als in so manchem Swingerclub, und dazu singen ausgerechnet Lady Gaga und Jennifer Lopez?

Gerade in Hinblick auf so bewegende Momente mehr als (in meinen Augen) unpassend, denn als zum Beispiel die 22-jährige Poetin Amanda Gorman ihr Gedicht „The Hill we climb“ vortrug, wehte endlich der Geist von Energie, Dynamik und Erneuerung durch die trägen Reihen. Oder die Tatsache, dass der „alleingelassene“ Ex-Vize Mike Pence von der neuen Riege eben nicht alleingelassen, und geradezu herzlich verabschiedet wurde. Das hat mich bewegt, auch wenn all die, die Mr. Orangina gewähren haben lassen, wohl eine tiefe Narbe in ihrer Seele haben müssten.

Aber die Kuschelparty zum Ende der Veranstaltung war dann tatsächlich höchst seltsam anzuschauen. Da lagen sich so gut wie alle in den Armen und man konnte die Viren schon hüpfen sehen. Was war das denn bitte für ein Signal? Fatal, und für mich völlig unverständlich. Sollte es vorher Massentests gegeben haben? Waren die alle geimpft, mit 100% Wirkzertifikat? Keine totale Sicherheit, das sollte auch dem Hochrisikogruppenangehörigen Biden klar sein.

Wer auch immer auf ein schnelles Ableben des neuen Präsidenten setzt, konnte bei dieser Veranstaltung mit einem geschickten Schachzug womöglich ein Trojanisches Pferd einschleusen, das für einen prima Superspreader-Moment hätte sorgen können. Hoffen wir mal das Beste.

 

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Stars und Influencer im Urlaub

Ach wir armen Normalos! Bekommen wir tagtäglich zu hören, dass wir die Füße still halten, uns möglichst nicht aus dem Haus bewegen, und höchstens eine einzige andere Person treffen sollen, lachen sich Stars, Sternchen und ganz besonders Influencer medienwirksam ins Fäustchen.

„Echte“ Stars machen es wahrscheinlich meist geschickter (aka: heimlich), aber Influencer scheinen momentan von einem ganz anderen Virus befallen zu sein: Auf Instagram zeigen, wie weit man mit einer Flugmaschine und zwei Koffern so kommt.

Dubai ist ok, noch weiter ist noch toller. Australien zum Beispiel. Mond oder Mars wären krasser als krass, geht aber irgendwie noch nicht. Bedenken gibts keine, denn man macht ja nur seinen „Job“, und in den Zielländern ist die Ansteckungsgefahr mit Covid angeblich weniger hoch als in Deutschland.

Übrigens siedeln derzeit eine Menge Influencer mit lautem Trara ins „ach so freie“ Dubai, weil das dortige Fremdenverkehrsamt radikal auf Influencermarketing setzt, und mit einer enormen Menge Geld, diese glitzernden Meinungsmacher ins (sonst ziemlich öde) Land holt!

Probleme bereitet da nur die Prozedur selbst, denn auf dem Weg in die traumhaften Urlaubsgebiete (Dubai traumhaft?) ist die Ansteckungsgefahr natürlich ungleich höher, als im heimischen Wohnzimmer.

Aus Zufall habe ich mir einmal ein Video vom deutschen Chef-Influencer-Kontrolletti Oliver Pocher („Bildschirmkontrolle“) angeschaut, und muss zugeben, dass man danach tatsächlich pausenlos mit dem Kopf gegen Betonwände schlagen möchte, ob dieser geballten Dummheit in deutschen Influencerkreisen.

Die sollen ja gerne machen was sie wollen, aber wenn durch dieses asoziale Verhalten in mehrer Hinsicht die Pandemie am Laufen gehalten werden sollte, geht das dann doch zu weit. Hat es ja schon längst dafür gereicht, dass der „Blogger“ bereits zum Schimpfwort geworden ist, so ist Influencer nun weit davon entfernt, als anerkannter Lehrberuf anerkannt zu werden. 😉 Will sagen: Wer nimmt sowas eigentlich noch ernst und folgt denen? Ebbt diese Flut an Lemmingen denn nie wieder ab?

 

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Wer bezahlt eigentlich noch den „normalen“ Preis?

Immer wieder fällt es mir auf: Wer den normal ausgezeichneten Preis bezahlt, ist entweder unterbelichtet oder desinteressiert.

Haben wir früher im Geschäft Schnäppchen gejagt, dass die roten (Mond-)Preisschilder nur noch mehr „glühten“, so ist es heute üblich, Neu- und möglicherweise abtrünnig werdende Kunden mit Preisnachlässen zu überhäufen. Nur Bestandskunden, und die, die diesen „neumodischen Kram“ (wie mein Vater immer mit norddeutschem Akzent zu sagen pflegte) nicht verstehen, zahlen die üblichen (hohen) Preise.

Natürlich zahlt man nicht weniger, die braven Schafe zahlen einfach für die übrige Herde mit, ist doch klar, war schon immer so. Nur heute wird man so offensiv damit überhäuft.

Da bin ich zum Beispiel seit über einem Jahr beim Cloud-Bildbearbeitungsservice „Ribbet“ und zahle brav monatlich knapp 8 Euro. Als ich das nun kündigen wollte, kam mir prompt das Angebot in den Bildschirm gepoppt, dass ich auch nur dauerhaft 5 Euro zahlen bräuchte, wenn ich bliebe. Huch.

 

 

Oder nachdem ich das Spiegel-Pobeabo nicht verlängern möchte und kündige, poppt das scheinbar „eigentliche“ Angebot auf: 11,99 statt 19,99! Wenn DAS mal kein Unterschied ist.

 

OK, das sind ganz normale und gängige Marketinginstrumente und sollten hinreichend bekannt sein, aber es macht beim Konsumenten echt keine gute Laune. Wenn ich dann noch sehe, wie Neukunden zB. bei Mobilfunkanbietern und Girokonten mit monetären Willkommensgeschenken überhäuft werden, man dann hinterher aber nur noch als Bezahlvieh angesehen wird, nervt es mich schon.

Was ist eigentlich aus der guten, alten „Kundenzufriedenheit“ geworden? Warum wird alles so kurzsichtig? Sind wir es im Endeffekt selbst schuld, weil wir durch unser Desinteresse eh alles durchwinken und geschehen lassen? Erschreckend, aber das lässt sich problemlos auf so gut wie alle weiteren Bereiche unseres Lebens übertragen.

Verschwörungstheoretiker verweigern Impfungen? Stört mich nicht. Angriffe auf die Symbole der Demokratie? Nicht mein Zuständigkeitsgebiet. Gerechtigkeit bei Minderheiten, Jobs, Geschlecht, Kinderwohl, Menschenrechten, usw., usf.? Da wird sich schon irgendeiner drum kümmern.

Und was, wenn sich die Falschen darum kümmern werden? Dann zahlen wir den hohen Preis.

 

 

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Zum Wochenende noch ein zuckersüßer animierter Kurzfilm aus den Pixar-Sudios

Eine kleine Portion meisterlichen Kitsch können wir derzeit mehr als gebrauchen, oder?

Hier kommt PIPER

 

 

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(Fotos: Konsumkaiser, Screenshots Ribbet, Bildschirmkontrolle    Keinerlei Sponsoring) 


28 Gedanken zu “LIFESTYLE: TRENDBAROMETER 22.01.2021

  1. Guten Morgen,
    da kann ich dir gerade in dieser Woche ein Lied von singen.

    1. Habe ich mir eine neue Geldbörse kaufen müssen, weil meine alte auseinander fällt. Mich gefreut im Fossil-Shop (ich liebe Fossil-Geldbörsen, gibt für mich keine schöneren und besseren). Börse kostete mit UVP 59,-€ und war gerade auf 41,-€ reduziert. Dazu läuft gerade eine Sonderaktion, wo an der Kasse nochmal 30% Rabatt gewährt werden. Am Ende habe ich statt 59,-€ nur 28,70€ gezahlt inkl. kostenlosem Versand, und 3 Wochen Zeit die Rechnung zu bezahlen habe ich auch noch (selten genug heutzutage, vor allem online).

    Dann habe ich mein Bankkonto gewechselt bzw. bin gerade noch dabei und bin von meiner Volksbank zur Norisbank gewechselt (hohe Kosteneinsparung bei mindestens demselben und teilweise besserem Service). Jetzt wollte ich in dem Zusammenhang meine beiden Geschäftsanteile kündigen und erfahre, dass es knapp 2, 5 Jahre dauern wird bis ich an das Geld kommen werde und das ich ab Kündigung 5-€ statt 3,-€ monatlich zu zahlen habe! 5,-€ für ein reines Onlinekonto empfinde ich schon als frech, ganz abgesehen von 2,5 Jahren Wartezeit auf 2 Genossenschaftsanteile.

    3. Habe ich dann auch gleich nach meiner Privathaftpflicht geschaut und festgestellt, dass die viel zu teuer und starr ist. Also gewechselt von der R+V zur Haftpflichtkasse (gültig ab Mai). Ergebnis: bessere Absicherung, besserer Service und Kostenersparnis von guten 50%. Zumal ich den Versicherungsberater vor Ort eh noch nie gebraucht habe. Die Argumentation wegen der Vertragskaufzeiten und dem hohen Beitrag waren mühsam und nicht zielführend. Zumal am Ende auch der Unterschied zwischen 0.00 Uhr und 24.00 Uhr nicht verstanden worden ist…

    Zum will ich aber noch erzählen, dass die Tekekon-Mobilfunksparte in der Coronapandemie hervorragend auf ihre Kunden und deren Nöte eingeht, noch nie erlebt dieses krasse Entgegenkommen (und bin bereits fast 19 Jahre Kundin). Wirklich mehr als toll!

    Liebe Grüße in die Runde und Danke für das Filmchen ♡

    1. Die langen Zeiten um die Genossen schaftsanteile ausgezahlt zu bekommen, liegt an den gesetzlichen Kündigungsfristen bwz Wartefristen. Gilt.für alle Genossenschaften. Auch Wohnungsbau etc

      1. Danke. Macht es ja noch schlimmer. Und die andere Seite hat schön Zeit mit dem Geld zu arbeiten..

        By the way: Bin ich eigentlich die einzige Frau die diese Riesengeldbörsen in Handtaschengröße nicht mag? Wie bekommt man die eigentlich gefüllt, frage ich mich immer. Ich kaufe bei Fossil immer Multifunction-Börsen, die sind möglichst kompakt und bieten trotzdem viel Platz und Komfort. Sollte es die irgendwann nicht mehr geben wird wieder in der Männer-Abteilung gekauft (und wer ist eigentlich auf die Idee gekommen Geldbörsen nach Geschlecht anzubieten? Bevor ich vor ca. 10 Jahren Fossil-Geldbörsen entdeckt habe habe ich demnach immer Männer-Geldbörsen gekauft).

        Noch was zum Thema Preis: ich habe mir letztes Jahr mein 2. Samsung-Handy aus der günstigeren A-Serie gekauft, nachdem ich mit dem Vorgänger echt zufrieden war und die S-Serie von Jahr zu Jahr im Preis gestiegen ist. Diesmal bin ich nicht zufrieden, ständig hab ich irgendwelche Probleme mit der Tastatur weil Buchstaben plötzlich vorübergehend einfrieren (und bin nicht die Einzige). Statt sich mal wirklich um das Problem zu kümmern wird nur Kosmetik betrieben oder andere Apps mit Spielereien versorgt. Ich bin bald soweit mir doch wieder die S-Serie fürs nächste Mal vorzumerken oder mal Richtung iPhone zu schauen…

        1. Ich mag die auch nicht, mein Portemonnaie muss notfalls in die Hosen- oder Jackentasche passen. Hab aber ein kleines Extra-Etui für Mitgliedskarten etc.

  2. Guten Morge,
    ist das Pieperchen süß !!!!!!!! Diese Vögelchen hab ich in Florida gesehen. Habe jeden Morgen ein Brötchen mitgehen lassen und die Möven gefüttert, es gibt tolle Foto´s davon. Also die rothaarige, die von Vogelschwärmen umgeben ist, wo die Möven mit auf dem Handtuch sitzen und in der Handtasche wühlen, das bin ich.
    Soooo gerne möchte ich in meinem Leben da noch einmal hin. Wenn Corona vorbei ist, sind die Fluggesellschaften und Hotels pleite, dann kann ich ja dahin schwimmen und zelten.

    Vom Reichen kannst Du das Sparen lernen, vom armen das Verschwenden. Damit bin ich aufgewachsen. Meine Eltern sind ja nun alles andere als arm, die haben noch nie den normalen Preis bezahlt. Meine Mutter ist der Aasgeier überhaupt, die handelt überall. Die die das nicht machen, zahlen für die anderen mit. Ich wechsele die Bank und Versicherung nie, damit habe ich nur schlechte Erfahrungen ( aus dem Umfeld ) gemacht. Wenn die mir zu teuer werden, gehe ich hin und zeige andere Angebote. Plötzlich bekomme ich ein Neues. Bin mit meiner Bank und Versicherung sehr zufrieden, wenn ich sehe was andere für einen Zirkus haben, nein Danke. Es gibt Dinge die muss man nicht ständig wechseln.

    Die herzlichsten Grüße in die Runde!

    1. Ich auch nicht ständig. Bei der Bank war ich fast 17 Jahre, bei der Versicherung 5 Jahre. Wenn aber irgendwann sich das Gefüge verschiebt mache ich mir nun mal Gedanken und handle dann. Vielleicht merken die Betroffenen dann irgendwann dass sie sich auch bewegen müssen um die Kunden zufrieden zu stellen. Ich empfinde mich nämlich nicht nur als Zahlmeister, und Bittsteller will ich auch nicht sein

    2. Na, wir sieben den Rauch, der durch den Kamin geht, auch 😉. Jede nach Kosten-Nutzen-Abwägung sinnvolle Gelegenheit zur Preisreduktion wird genutzt – es ist aber ebenso gar nicht schlimm, wenn es mal keine Gelegenheit gibt, wenn man etwas wirklich braucht oder möchte.

  3. OMG ist das Filmchen süüüüß! Dem Vögelchen hätte ich den ganzen Morgen zusehen können. 🙂
    Die Bildschirmkontrolle schaue ich auch fast täglich und ärgere mich über die Dummheit der jungen Leute. Ich frage mich, ob die Eltern denen auch nur irgendwas beigebracht haben, oder ob die nur vor dem Fernseher geparkt wurden, und nun dementsprechend agieren. Bin ich froh, dass es auch eine Generation-Greta gibt, und nicht nur diese blubbernden Luftikusse.

  4. Lieben Dank für diesen süßen Film…so breit gegrinst habe ich schon lange nicht mehr. 😊😍👍
    Allen hier ein schönes Wochenende, Claudia

  5. ich fand die kuschelszenen bei der amtseinführung auch sehr bedenklich. selbst wenn alle geimpft oder getestet waren, so ist es doch das falsche zeichen für die zuschauer auf der ganzen welt.

    uns allen wird täglich eingebläut, was wir zu lassen haben (der neueste coup ist wohl die schweigepflicht im öpnv – in spanien schon beschlossen) und bei so einer veranstaltung fehlt die vorbildfunktion.

    und jetzt gucke ich mir das filmchen an.

  6. Guten Morgen, danke für das wirklich süße Video. Die Amtseinführung von Biden habe ich auch verfolgt. Der Kuschelmoment ist mir natürlich auch aufgefallen, ich gehe aber tatsächlich davon aus, dass alle exzessiv getestet wurden. Was JLo anbetrifft habe ich mich auch gewundert, na ja. Bei Gaga allerdings fand ich, dass sie durchaus prädestiniert ist, die Nationalhymne zu singen. Zugegeben, ich bin ein Fan und verfolge sie von Zeit zu Zeit ( nach dem Film A Star is born) und weiß, dass sie viel unternommen hat, was den Kampf gegen diesen Orange angeht. Sie ist sehr engagiert und ich finde, sie hat diese Ehre durchaus verdient. Und sie hat es toll gemacht. Wie auch immer, Hauptsache ER ist weg. Die Influencer und Promis, oh je, interessieren mich eher weniger, ich muss nur immer über ihre Doofheit grinsen, wenn sie das auch noch posten, wie doof sie sind. Aber anscheinend gibt es genügend Follower. Unwichtig eigentlich, allein die Vorbildwirkung sehe ich problematisch. Und zuletzt die Schnäppchenjagd, ich weiß sehr genau, was ich möchte/ brauche und finde immer irgendwo einen Rabatt. So, allen ein schönes Wochenende, bleibt tapfer und gesund. Liebe Grüße Evelyn

  7. Guten Morgen lieber KK

    danke für das herzerwärmende Filmchen, wirklich süss. Es hat mir heute morgen ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert.

    Was das Entertainmentprogramm bei der Amtseinführung angeht: Lady Gaga fand ich aus vielen schon gesagten Gründen total in Ordnung, aber JLo…
    Da hätte ich doch eher Alice Cooper mit „Elected“ genommen!!!

    Einen schönen Tag Euch
    Polente

    1. Alice Cooper wäre eine gute Idee gewesen. Sind die beiden nicht ungefähr eine Altersklasse?

      Alice Cooper habe ich in den Staaten mal in einem Konzert erlebt – herrlich! Und die Luft war ziemlich angereichert (ähem)… 😉

      1. Nee, er wird doch im Februar „erst“ 73…
        Ich bin ein großer Fan, habe ihn zuletzt 2019 in Barcelona gesehen und wäre sehr unglücklich, wenn das das letzte mal war!!!

  8. Moin (bitte auch mit norddeutschem Akzent zu lesen 😉),

    alle loben hier das süße Piepmätzchen, aber können wir bitte mal feststellen, was für eine Schnitte da auf dem Foto bei Donald Zuhause steht 😌?
    Oliver Pocher kann ich mir einfach nicht angucken. Er mag Recht haben, was die Dummdreistigkeit vieler Influencer anbetrifft und steckt den Finger sicher zurecht in so manche Wunde. Trotzdem, Hetze und Mobbing quasi zu seinem Beruf, mehr noch, zu seiner Berufung zu machen, auch seine aktuelle Lebensabschnittsgefährtin mit ins Lädterboot zu holen (die sich dann noch einen peinlichen öffentlichen Schlagabtausch mit Leuten wie Iris Klein (Mutter von Daniela Katzenberger) liefert) … Da muss ich würgen!

    Ich persönlich bin ganz schlecht im (Ver)Handeln von Preisen. Ich war einmal in Tunesien, wo die Händler ob meiner schnellen Bereitschaft, einen Preis zu bezahlen, geradezu beleidigt waren und sich mit Sicherheit über meine Dummheit gewundert haben. Ich handele auch meistens auf Flohmärkten oder bei eBay Kleinanzeigen nicht. Bin ich einfach nicht gut drin, macht mir keinen Spaß, ist mir eher unangenehm.
    Ich wünsche allen ein schönes Wochenende!

    1. Danke! 😉
      Bei Herrn Pocher bin ich auch immer hin- und hergerissen, denn diese Bigotterie ist ihm wohl manchmal selbst gar nicht bewusst. Da sind er und seine Frau dann hoffentlich irgendwann mal lernfähig.
      Was Mobbing angeht, sehe ich das bei den meisten Beispielen von Pocher eher nicht, das wird dem gefährlichen Phänomen Mobbing nicht gerecht. Gemobbt werden ja auch hilflose Personen, bei den Influencern ist das aber mittlerweile ein probates Verteidigungsmittel gegen Kritik geworden.
      In dieser Hinsicht bin ich froh, dass Herr Pocher das Influencertum so arg auf die Tagesordnung bringt, da sich das Phänomen ausweitet und eine unfassbare Strahlkraft auf junge Leute hat. Solch eine Generation möchte ich echt nicht aufwachsen sehen. Gut, dass das wenigstens einer mal überspitz (Stilmittel?) anspricht und als „nicht nachahmenswert“ brandmarkt. 🙂
      Was das Feilschen angeht: Uaa, das kann ich auch nicht und hasse es.
      Liebe Grüße
      KK

  9. Na, das Herumreisen paßt doch, wenn die Influencer Covid-19 für eine Influenza halten.

    Über meine Bank ärgere ich mich auch hin und wieder, denn der Service wird über die Jahre besehen wegen der Einsparungen unterirdischer. Andere Banken wären aber nicht ausreichend günstiger oder besser, um aktiv zu werden, insofern schenke ich mir den Terz um die Umstellung erst einmal.

    Hinsichtlich des Umgangs mit Kunden wundert man sich schon recht oft, nicht nur im Onlinegeschäft. Bei Fragen möchte so mancher Kundendienst lieber den als Nervensäge empfundenen, potenziellen Kunden, der nur Querulant sein kann, sonst hätte der die Telefonnummer auf der Homepage nicht gefunden, loswerden, bevor man noch mal versucht, seine Restfreundlichkeit und sein rudimentäres Verständnis für Zusammenhänge zusammenzukratzen: Denn der nächste (doofe oder bereits von anderen heruntergeprügelte) Kunde zahlt ja bereits im Onlineshop! Ich verstehe es ja auch, dass die Leute am Telefon vor jedem Anrufer Angst haben, dass sie zusammenge$chi$$en werden könnten, aber dann im Umkehrschluss bei höflichen und einfach verständlichen Anfragen den Kunden lauthals zur Schnecke zu machen, um sich abzureagieren, verbessert den zwischenmenschlichen Umgang auch nicht gerade. So hat man schon als Kunde Angst, den Kundendienst anzurufen. Merkwürdige Welt!

    Ganz ehrlich? Ich wünsche diesen Mitarbeitern des Grauens Kundenabschreckungsdienstes zuerst einen schönen Tag und empfehle ihnen dann freundlich, etwas paternalisch, gebe ich zu, immer schön freundlich zu bleiben, weil das wohl allen gut täte.
    Denen bleibt dann zumeist die Spucke weg – wie angekündigt aber auch der Kunde.
    Denn was diese Läden können – denken, der nächste Kunde stünde schon an der nächsten Ecke -, das kann ein Kunde auch: dort nicht kaufen. Und den nächsten Laden versuchen.

    Es gibt nämlich auch wirklich ganz hervorragende Erfahrungen, die umso schöner im Sonnenlicht erstrahlen. Zuvorkommend, ehrlich, schnell, mit ausgezeichneter Ware und freundlichem Kontakt wie in den Achtzigern. 🥰

    1. Jetzt hat Hasi gleich was zu lachen wenn sie das noch liest… 😉 Nix mit Norisbank zum Nulltarif. Die örtlichen Gegebenheiten haben mich dazu gezwungen die Konten dort demnächst zuzumachen und mich nochmal anderweitig umzusehen. Da ich wegen Handicap auf gute Erreichbarkeit und möglichst Barrierefreiheit der Geldautomaten angewiesen bin war das ein kurzes Vergnügen mit uns (SEHR spärliche Automatenanzahl im Umkreis von 20km und noch weniger barrierefrei, vor allem wenn ich in die Richtung schaue wo ich bald hinziehen will). Da nützt es mir auch nix, dass das Konto gratis ist. Zur Volksbank gehe ich allerdings trotzdem nicht zurück, ich habe gestern Abend ein Online-Giro bei der Sparkasse eröffnet, Tagesgeld online folgt noch. Hat bisher alles schnell und gut geklappt, abgesehen davon dass der mobile Firefox den Registrierungs- und Identprozess nicht toll fand. Beim 3. Mal hat es dann mit Chrome geklappt. Was mir sehr gut gefällt: wenn man eine Filiale oder einen Automaten sucht ist gleich mit aufgeführt ob und inwiefern Barrierefreiheit für Rollifahrer oder sogar Unterstützung für Blinde/Sehbehinderte (betrifft mich allerdings nicht) gegeben ist. Das alles ist mir dann auch 4,90€ im Monat wert. Streiten kann man sich allerdings darüber ob es noch zeitgemäß ist für die Kontokarte 5,- Jahresgebühr zu verlangen.

  10. Ich habe mich schon gewundert, was die alle ausgerechnet in Dubai wollen und mich gefragt, wie genau die finanziellen Anreize wohl aussehen. Steuerfreiheit, unter anderem, habe ich wohl gehört.

    Bildschirmkontrolle etc. kann ich mir auch nicht wirklich angucken, weil mir die Art und Weise insgesamt einfach zu fies ist.

  11. Deine Beispiele gehen ja noch; ein großer Schweizer Mobilfunkkonzern bietet tatsächlich manchmal zeitlich begrenzt Tarife, die normalerweise 60 CHF und mehr kosten, für 20 an, wenn man zufällig gerade dann einen neuen Vertrag abschließt. Sehr ärgerlich für Bestandskunden…

  12. 🙂 Lieber KK,

    ja, wir Langzeitkunden werden echt veräppelt – sei es, dass neue Kunden mit Handys und Co oder sonstigen Rabatten geködert werden. Darüber ärgere ich mich auch immer wieder.

    Pocher kann ich mir nicht anschauen – da sträuben sich mir alle Nackenhaare!

    Danke für das süße Filmchen!

    Bleib gesund und liebe Grüße
    Claudia 🙂

    1. Früher war es mal umgekehrt. Irgendwie hat sich die Wertschätzungskette verschoben, warum auch immer. Mir erschließt sich auch nicht, warum ein Kunde wertvoller sein soll als der andere.

      Ich habe mir mittlerweile angewöhnt, zumindest wenn ich nicht auf der Stelle unbedingt dringend was benötige, nur noch im Sale einzukaufen. Zumal ich denke auch bei Sale-Preisen wird nix verschenkt, der Originalpreis war wohl ein Mondpreis. Allerdings kaufe ich schon lange nicht mehr wirklich gerne – das Schnäppchengefühl will sich aufgrund von 365/24 -Rabatten nicht mehr einstellen.

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