LIFESTYLE: DAS KONSUMKAISER TRENDBAROMETER * 17.01.2020

Das Trendbarometer gleitet geschmeidig in das neue Jahr, und es geht weiterhin um Dinge, die mich in der vergangenen Woche bewegt, belustigt oder erschüttert haben. Aber nichts folgt einem festen Schema, es kommt wie es kommt. Hauptsache ein bunter Mix, unterhaltsam, lustig, manchmal nachdenklich, oder auch böse… 

 

Kurz nochmal zum Dschungelcamp 2020

Ich weigere mich immer noch etwas darüber zu schreiben, und doch tue ich es gerade. Hm. Wohl aber nur um meiner Enttäuschung Ausdruck zu verleihen, wie das einstmals ironisch-zynisch-intelligente Experiment hauptsächlich zu einem Auffangbecken für psychisch schwer auffällige Menschen geworden ist.

Ja, dieser Schlag produziert sich ja auch gern in der Öffentlichkeit, geschenkt. Aber muss RTL nun wirklich jeden Menschen, der keine zwei geraden Sätze aus dem Mund bekommt in das Camp nach Australien verfrachten?

Und so kommt es, dass ich mittlerweile richtiggehend Mitleid mit den Camp-Insassinnen Elena Miras und Daniela („nenn mich bitte Danni“) Büchner habe. Wie hatte es (die echte Schauspielerin) Sonja Kirchberger sinngemäß richtig ausgedrückt? „Als Schauspieler hat man manchmal diese Szenen, in denen man weinen muss, und die sind besonders hart, weil man in diesen Momenten immer etwas von sich offenbart.“ Aber das was all diese „Reality-Darsteller“ von sich aus offenbaren, all diese Tränen, ist viel zu viel. Für die Darsteller selbst (das muss man erst einmal verpacken können), und für uns Zuschauer, die wir geradezu mit diesen Gefühlspaketen ungewollt bombardiert werden.

Selbstdemontage ist eine Sache, aber Selbstzerstörung vor Zuschauern, auch wenn es womöglich teilweise gescripted ist, eine andere…

 

 

Pflegeprodukte, die ich mir garantiert nicht kaufen werde…

…und wenn die Versuchung noch so groß ist. Jetzt zum Jahresanfang überschlagen sich die Firmen wieder mit Produktneuheiten, aber bei einigen Neuerscheinungen zucke ich nur gelangweilt mit den Schultern.

Ich meckere ja ungern über Produkte, die ich nicht leibhaftig getestet habe. Wenigstens die Konsistenz und den Geruch möchte probiert haben, und nur vom Datenblatt zu urteilen, ist in meinen Augen billig und so last Century.

Trotzdem: Wenn ich jetzt etwas darüber schreibe, demonstriere ich euch auch meine Minimalkriterien, die ich an die meisten Produkte anlege. Und wenn es nicht passt, dann purzeln die entsprechenden Cremes, Seren und Co. aus meiner Wunschliste raus.

Wie viele von euch, schaue auch ich zuerst einmal auf die Inhaltsstoffliste. Finde ich da recht weit vorne Alkohol denat. (und seine Blutsverwandten) bin ich schon mal arg verschreckt. Auch wenn es meist nicht an die 10% Marke heranreicht, die angeblich beim unguten Alkohol noch ok gehen soll, so habe ich viel zu oft die Erfahrung gemacht, dass meine Haut mit vermehrter Ölproduktion und einem unruhigeren Aussehen reagierte. Und das bei weit weniger als 10% enthaltenem Alkohol.

Gleiches gilt für die allermeisten Duftstoffe. Ein klein wenig maskierender Duft geht ok (Parfum), denn nicht immer gefällt der natürliche Duft so mancher Wirkstoffe, auf die man aber auch nicht verzichten möchte. Doch sämtliche ätherischen Öle von der Allergikerliste rauf und runtergebetet, das muss ich nicht haben. Und wenn die wichtigen Wirkstoffe in der INCI Liste noch nach dem Parfüm kommen, frage ich mich, was das soll.

Ganz besonders in Augenpflegeprodukten sollte man meinen, dass die Firmen da ein Einsehen haben, aber das wäre wohl zu viel Wunschdenken. Augenpflege mit ätherischen Duftölen sind für mich ein Tabu, einfach auch, weil meine Kontaktlinsen dadurch beeinträchtigt werden, und das ist mir „Zeichen“ genug. Es hat schon seinen Grund, warum diese Duftstoffe „extra deklarationspflichtig“ sind.

Besonders eine Firma finde ich in jedem Jahr wieder aufs neue ziemlich anstrengend, wenn ich mir deren Neuheiten anschaue. Immer und immer wieder imponiert uns die Firma L´Oréal (und ihre zahlreichen Töchter) mit zugesetztem Alkohol und Duftstoffen, als hätte es nie eine Diskussion darüber gegeben. Soviel Ignoranz den Kunden gegenüber muss man erst einmal aufbringen, wenn man sich anschaut, wie schnell L´Oréal und Co. reagieren können, wenn es um andere schnöde Inhaltsstoffe geht, die man plakativ wegen des demonstrativen Weglassens riesengroß auf die Packung druckt. Hach, die bösen bösen Parabene, und die noch böseren Silikone, und das mörderische Alu erst…

 

Da kommt zum Beispiel nun eine Ampullenkur mit sehr schönen 10% Glykolsäure von L´Oreal in die Drogeriemärkte. Wäre ja zu schön gewesen (wegen der guten Verfügbarkeit), aber gleich der 4. Inhaltsstoff ist Alkohol denat. Die Menge liegt höchstwahrscheinlich unter 10%, ist aber dennoch beachtlich. Da lasse ich gleich die Finger von!

 

 

Ähnlich sieht es mit einem Hyaluronkonzentrat mit feinen 1,5% Hyaluron von L´Oreal aus. Dort finden wir den unguten Alkohol gleich an dritter Stelle, sofort nach dem Glycerin. Ginge es nach den Inhaltsstoffen, müsste man das Konzentrat eher als Alkoholserum oder Glycerinserum deklarieren. Eine Menge lichtstreuende Pigmente (Mica, Titandioxid, usw.)sorgen dazu für einen optischen Soforteffekt, was so aber gar nicht ausgeschrieben wird. Dazu dann die üblichen extra deklarationspflichtigen Duftstoffe und Parfüm. Och nö, da habe ich bessere Produkte im Schrank.

 

 

 

Die L´Oreal Tochterfirma La Roche Posay kommt mit einem Anti-Aging Serum mit netten 0,3% Retinol und Niacinamid auf den (Apotheken-)Markt. Auch hier ist der ungute Alkohol ganz weit vorne. Zudem ist die Rechnung mit dem Retinol undurchsichtig, da es verkapseltes und „reines“ Retinol enthalten soll. So ein korrektes Bild kann man sich da also Kunde nicht machen. Aber Vergleichbarkeit der Produkte ist von den Herstellern ja eh nicht gewünscht.

Eine Mengenangabe zum Niacinamid findet man leider auch nicht. Der Händler lookfantastic bewirbt das Produkt zudem als Duftstoff-frei, was aber ganz offensichtlich nicht richtig ist, wenn man auf die INCI Liste schaut. Das Produkt schaut wichtig aus, in seinem labortauglichen Klinik-Kleidchen, ist aber leider nur ein laues Lüftchen, das ich mir nicht gönnen werde.

 

 

Dermalogica kommt auch immer ziemlich klinisch daher, und bei den Preisen, den die Firma meist aufruft, wird mir meist auch ziemlich schwindlig, aber die neue Augenpflege mit Vitamin C bestätigt nur meine Vorbehalte gegen diese Firma. Biolumin C Eye Serum kommt mit ganz interessanten Vitamin C Derivaten und einigen anderen geradezu „exotischen“ Inhaltsstoffen, aber auch mit zitrischen Extrakten wie Citrus Grandis (Grapefruit) Peel Oil in nicht unbedeutender Menge, sowie ein weiterer Ätherischer Duftstoff in geringerer Konzentration. Schade, aber wozu braucht es ausgerechnet am mega empfindlichen Auge diese potenziellen Reizstoffe?

Das Produkt hätte mich durchaus neugierig gemacht, zumal mir die Vitamin C Derivate auch noch nicht untergekommen sind, aber aus Erfahrung mit meinen Kontaktlinsen und Duftstoffen, lasse ich das lieber sein, denn der Preis ist nicht für Versuchskäufe geeignet.

 

 

Und nein, liebe Frau Paltrow, ihre neue Kerze, die angeblich nach ihrer Vagina duftet, kaufe ich ganz ganz bestimmt nicht. Never ever. Was denkt man sich dabei? Was, nur was? Aber der Preis ist für eins dieser Goop-Plörren richtiggehend günstig: Für nur 75 Dollar wurden die Kerzen Frau Paltrow wohl geradezu aus der Hand gerissen. Die Kerze ist derzeit ausverkauft…

 

 

 

Und nur nochmal so nebenbei…

Ich bin froh, dass niemand gezwungen wird, auch wenn dadurch womöglich einige Menschen ihr Leben verlieren werden. Daher appelliere ich an den gesunden Menschenverstand, holt euch einen Organspenderausweis, wenn ihr dazu in der Lage seid. Ich besitze auch einen und trage ihn immer bei mir.

Niemand sollte dazu gezwungen werden, aber so manche Positionen dazu (besonders von manchen Kirchenvertretern) machen mich trotzdem manchmal eher ratlos. Egoismus sollte man ganz hinten anstellen, wenn man sieht, wie weit Deutschland bei diesem Thema noch hinterher hinkt.

Ich finde auch, man sollte jede Meinung der Menschen akzeptieren, aber es kann nicht schaden, wenn ich hier auf dem Blog meine bescheidene Reichweite nutze, und einfach nochmal auf die Möglichkeit des Helfens nach dem Tod hinweise. Bitte macht euch dazu ein paar unaufgeregte und klare Gedanken. ♥

 

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(Fotos: Konsumkaiser, lookfantastic Screenshots    Keinerlei Sponsoring)


53 Gedanken zu “LIFESTYLE: DAS KONSUMKAISER TRENDBAROMETER * 17.01.2020

  1. Frau Paltrow startet demnächst ihre eigene Goop-Serie bei Netflix. Ich bin entsetzt, in wieviele Haushalte sie dann ihren gefährlichen pseudowissenschaftlichen und vor allem unterschwelligen misogynen Mist projizieren darf.

    Aber eins muss man ihr lassen – Marketing kann sie. Ich hätte dann als konsequente Fortführung gern ein Parfüm, das nach ihren Fürzen riecht.

    1. 🤣!

      Man stelle sich vor allem vor, wie man die Erkenntnisse zum Duft gewonnen hat: ein ganzes Gremium sitzt vor, äh, und schnüffelt an, äh, und beurteilt in zahlreichen Runden und Versuchen, ob die zusammengerührte Chemie so ungefähr dazu passt. WTH!😧🤨🤐

  2. Was die Kandidatenauswahl bei RTL angeht: Kenne jemanden, der sich für „Wer wird Millionär“ beworben hat. Smart, gut aussehend, bodenständig, durchweg sympathisch. Was katapultierte ihn ins Aus? Er hatte keine „tragische Geschichte“ zu erzählen. [Und war wohl auch nicht bereit, sich eine auszudenken.] Gut möglich, dass für IBES ähnliche Kriterien gelten. Und dann heißt es: Kein Seelenstriptease, keine Teilnahme. Bin da kandidatentechnisch nicht ganz auf der Höhe, aber was da seit Jahren an mir vorbeirauscht, hat ja schon System und ist in dieser Vorhersehbarkeit mittlerweile schnarchlangweilig. 1. abgehalfterter Ex-Star/Promi (m/w), Marke: „ich bin alt und brauche die Kohle“. 2. angehendes Jung-Sternchen (m/w), gecastet in Fitnesss-, Tattoo- od. Kosmetikstudios. 3. Mitglieder der Gruppe 2, die die nächste Stufe erreicht haben und nun hauptberuflich durch die verschiedenen Thrash-Format tingeln. Aber ich mag mich irren und habe das vielleicht zu sehr vereinfacht. Nicht, dass ich da irgendwelchen Kandidaten zu nahe trete oder das ausgeklügelte Auswahlverfahren von IBES & Co verkenne. 😉

    1. Liebe Anna, da muss ich jetzt mal aus persönlicher Erfahrung widersprechen. Ich war schon Kandidat. Und ich hatte auch keine „tragische Geschichte. Darn wird es nicht gelegen haben. 😉

      Aber bei IBES gebe ich dir durchaus Recht.

        1. Liebe Lina, das ist interessant zu hören. Dann haben sie ihm das wohl „nur so gesagt“. Vielleicht war gerade der 1. April oder so. 😉

  3. Guten Morgen lieber Konsumkaiser,

    zum Thema Dschungelcamp kann ich nichts sagen, habe ich nur ganz am Anfang, als diese Serie begonnen wurde, mal reingeschaut. Als ich dann gesehen habe, worum es dabei eigentlich geht, nämlich alle möglichen Tiere meist lebendig verspeisen, sich nackt zeigen und evtl. auch vor der Kamera mit jedem Sex haben, na ja, da war ich dann komplett raus. Ich finde es schade, wenn Menschen sich und anderen DAS antun müssen 🙄🤷🏼‍♀️!

    Was die Inhaltsstoffe betrifft, La Roche-Posay ist für mich schon lange nicht mehr das, was ich einmal geglaubt habe, was es wäre, nämlich reizarme medizinische Kosmetik. In den 90ern habe ich voll auf diese Marke gesetzt, geholfen mit meiner Akne und Rosazea hatte – leider – nichts!
    M. Asam bewirbt seine Hyaluron-Serie auch mit den Worten „Parfumfrei“, dabei haben alle meine Hyaluron-Produkte dieser Marke auf der INCI-Liste das Wörtchen „Parfum“ aufgeführt. Ich glaube, die Hersteller unterscheiden mittlerweile zwischen „Parfum“ und „Duftstoff“ und sagen einfach, ein Produkt sei parfum- bzw. duftstofffrei, wenn keine deklarationspflichtigen Duftstoffe enthalten sind; wirklich korrekt ist das natürlich nicht.

    Zum Thema Organspende: ich führe schon seit 2013 ein Organspendeausweis mit mir, habe jedoch „NEIN“ abgekreuzt, da ich seit meinem Unfall in der Jugend erstens Medikamente nehmen muß, die meine Organe sowieso unbrauchbar machen und zweitens nach meinem mehr oder weniger „Ableben“ NICHT mehr künstlich am Leben erhalten werden möchte, wenn es keinerlei Chance auf ein Überleben mehr für mich gibt. OHNE eine künstliche Beatmung gibt es jedoch KEINE Organspende, denn NUR wenn der Hirntote weiter künstlich beatmet wird, schlägt auch sein Herz weiter, werden die Organe weiter mit Sauerstoff versorgt. Und wenn aber gleichzeitig eine Entscheidung FÜR Organspende vorliegt, so bedeutet dies in der Regel ein „JA“ zu längerer Intensivtherapie, was ich FÜR MICH ablehne. Das alles sollte auch bedacht werden!
    Nichts desto trotz finde ich es sehr honorig, wenn Menschen sich FÜR eine Orgsnspende entscheiden, aber es sollte meiner Meinung nach für JEDEN Menschen eine Freiwilligkeit bleiben. Und wenn Manche nun argumentieren, dann solle aber auch NUR derjenige ein Organ gespendet bekommen, der auch selbst bereit ist zu spenden, dann bitte schön. Wer spenden möchte, kann dies tun – und konnte sich im übrigen auch schon vor dieser gestrigen Diskussion im Bundestag – ein Organspendeausweis zulegen und darin seinen Wunsch schriftlich festhalten.

    Ich wünsche allen ein schönes Wochenende und viele liebe Grüße,

    Eva

    1. Hallo Eva,

      solche Dinge wie lebenserhaltende Maßnahmen ja/nein, und wenn ja in welchem Umfang, etc. kann man über die Patientenverfügung regeln. Ich kann nur allen ans Herz legen, sich frühzeitig eine zuzulegen. Ich hab eine, „obwohl“ ich erst 41 bin. Man kann ja nie wissen. Erstens möchte ich das für mich selbst geregelt wissen und zweitens möchte ich solche Entscheidungen im Falle eines Falles nicht meinen Angehörigen, in meinem Fall meiner Mutter, zumuten. Darüber hinaus wissen wir aber auch voneinander, was die jeweils andere für sich in so einem Fall wünscht.
      Einen Organspendeausweis hab ich gefühlt schon immer, da ich Blut und Knochenmark nicht spenden darf. Auch hier kann ich nur dazu raten, auch die nahen Angehörigen zu informieren, wie man das gehandhabt haben möchte. Ausweise können verloren gehen, beim Unfall verbrennen, etc. Ich würde es in der entsprechenden Situation vermutlich nicht für jemand anderen entscheiden können und wollen. Und meine Mutter soll das auch nicht müssen.
      Übrigens kann man auch spezifizieren, was man spenden möchte oder nicht.
      Ich hatte zB. tatsächlich mal einen Bekannten, der sich im Urlaub beim Baden irgendeine Amöbe oder so eingefangen hatte, die ihm die Hornhaut im Auge zerfraß. Wer rechnet denn schon mit so was? Da hängt zwar nun nicht das Leben dran, trotzdem ist man natürlich froh, wenn eine Hornhautspende einen vor der Erblindung bewahrt. Daran denken viele gar nicht beim Thema Organspende, dass auch solche „Kleinigkeiten“ wichtig sind und gespendet werden können.

      1. Hallo liebe Jasmin,

        eine Patientenverfügung sowie eine Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung habe ich bereits gemacht und an offizieller Stelle auch hinterlegt. Da ich nur meine Mutter habe, wollten wir beide das auch so früh wie möglich „erledigt wissen“. Ich bin 42 Jahre alt, aber aufgrund meines schweren Unfalls mit 17 Jahren habe ich mir schon sehr früh Gedanken über den Tod und alles, was damit zusammenhängen könnte, gemacht und wollte auch meine Mutter quasi „in Sicherheit wissen“.

        Die Krux mit der Organspende ist ja, und, was viele Menschen gar nicht bedenken oder einfach nicht wissen: Entscheidet man sich in seiner Patientenverfügung, wenn man denn eine hat, spätestens im Falle des Eintritts eines Hirntodes GEGEN lebensverlängernde Maßnahmen, was ich getan habe, so MUSS man sich auch ohne Wenn und Aber GEGEN eine Organspende in seinem Organspendeausweis entscheiden, da die Eintragung im Organspendeausweis rein rechtlich ÜBER den Patientenwünschen in einer Patientenverfügung steht!!
        Als ich das erfahren habe, habe ich daher für mich entschieden, KEINE Organe spenden zu wollen.

        Letztendlich hat NIEMAND ein „Anrecht“ auf die Entnahme der Organen anderer Menschen bzw. darüber zu entscheiden, AB WANN ein Leben für jemand anderes noch „lebenswert“ sein mag oder nicht. Und das sage ich ausdrücklich NICHT (!) aus irgendwelchen religiösen Überzeugungen etc. . Befremdlich finde ich deshalb auch die Aufregung in der Öffentlichkeit über die gestrige politische Entscheidung. Weshalb geht man so „verbissen“ davon aus, daß es MEHR Spendeorgane geben WÜRDE, hätte man die Widerspruchsregelung eingeführt?? Das macht auf mich ein wenig den Eindruck, als wenn man im Falle einer solchen Regelung scheinbar DOCH darauf „gehofft“ hätte, daß manche Menschen sich vielleicht nicht rechtzeitig mit diesem Thema auseinandersetzen wollen, werden oder schlimmer noch können und man dann womöglich auch auf diesem Wege leichter zu mehr Organen hätte kommen können (?). NUN soll man alle 2 bzw. alle 10 Jahre von seinem Hausarzt bzw. von den Bürgerämtern persönlich abgfragt werden und die Entscheidung jedes Einzelnen wird in einem behördlichen Register hinterlegt. Letzten Endes muß man eine konkrete Entscheidung also DOCH treffen. Wie hätte man es jedoch im Falle einer Widerspruchsregelung mit z. B. demenzkranken, geistig behinderten oder psychisch kranken Menschen gehandhabt?? JETZT ist es nämlich weiterhin so, daß mir OHNE meine ausdrückliche Zustimmung KEINE Organe entnommen werden dürfen, und das finde ich auch GUT so.
        Und wenn laut einer Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse 84% der Befragten generell eine positive Einstellung zur Organspende haben, warum sind hier dann nur 40% der Befragten auch im Besitz eines Organspendeausweises (Quelle: https://amp.welt.de/politik/deutschland/article205057200/Organspende-Reform-Widerruf-oder-eigene-Entscheidung.html)???

        Das mit der Augenhornhaut ist im übrigen heute schon so, daß wenn ich der Entnahme nicht ausdrücklich z. B. im Organspendeausweis widerspreche, diese heute schon jedem toten Menschen entnommen werden kann und auch wird, wenn die Verwandten zustimmen. Aber selbstverständlich kann man sich auch schon zu Lebzeiten im Organspendeausweis entweder FÜR die Entnahme aller Organe oder Gewebe im Todesfall entscheiden oder auch nur die Entnahme einzelner Organe oder Gewebe, speziell der Augenhornhaut, zulassen.

        Alles in allem bin ich daher auch Deiner Ansicht, nämlich daß man sich über sein Ableben rechtzeitig Gedanken machen und bedeutende und womöglich schwewiegende Entscheidungen nicht der armen Verwandschaft, wenn es denn noch welche gibt, überlassen sollte – schon im eigenen Interesse nicht.
        Ganz schlimm finde ich jedoch, wenn man als Nicht-Organspender von manchen Menschen gleich als „Egoist“ betitelt wird; das träfe dann nämlich im Umkehrschluß auch auf DENJENIGEN zu, DER das behauptet, weil er oder sie evtl. ein Organ benötigt.

        Es ist und bleibt ein schwieriges Thema.

        Viele liebe Grüße,
        Eva

        1. Liebe Eva,

          „Und wenn laut einer Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse 84% der Befragten generell eine positive Einstellung zur Organspende haben, warum sind hier dann nur 40% der Befragten auch im Besitz eines Organspendeausweises (Quelle: https://amp.welt.de/politik/deutschland/article205057200/Organspende-Reform-Widerruf-oder-eigene-Entscheidung.html)???“

          Das ist so zu erklären: Unterschied zwischen Bewusstsein und Handlung ist immer enorm. Immer. Schau Dir nur Umweltbewusstsein und Umweltverhalten an. Auch sehr große Diskrepanz. Denn theoretisch finde viele Menschen vieles toll. Solange die es selbst nicht machen müssen.

          1. Hallo liebe Ombia,

            diese Frage von mir war auch ironisch gemeint 😉, eben WEIL sich so viele Menschen in den öffentlichen Medien gestern so über die nun getroffene Entscheidung aufgeregt haben und lieber für die Widerspruchslösung gewesen wären. Bei betroffenen Patienten kann ich diese Empörung noch vollkommen nachvollziehen, jeder klammert sich verständlicherweise an sein Leben, aber als ich die Äußerungen manch aufgebrachter Kommentatoren auf Tagesschau.de oder auf Welt.de und im Fernsehen von den Sprechern bestimmter Patientenverbände gesehen habe, habe ich mich schon ein wenig gewundert und gefragt: wenn vom Gefühl her SO VIELE Menschen für die Widerspruchsregelung und bereit sind, Organe zu spenden, warum tun es dann faktisch nur so Wenige???
            Eben, wie Du selbst auch geschrieben hast: Solange es andere tun (sollen), muß man es selbst nicht tun…

            Viele liebe Grüße,
            Eva

      2. Liebe Jasmin,

        wenn man eine Patientenverfügung erstellt – habe die Vorlage online gefunden und den Inhalt angepasst – was macht man dann damit? Wer muss es bekommen oder davon wissen? Gibt man es beim Hausarzt ab oder behält man es zu Hause? Vielen Dank

        1. Liebe Ombia,

          ich hoffe, Jasmin ist mir nicht böse, wenn ich Dir hier antworte, aber wenn wir hier eh schon bei diesem Thema sind, hier ist ein kurzer Auszug aus der nachstehenden Verlinkung:

          http://www.juristische-betreuung.de/patientenverfuegung/

          „Aufbewahrung

          Die Patientenverfügung sollte sicher aufbewahrt werden und es sollte nur ein Original geben. Hat man Kopien an Hausarzt, Notar oder Bevollmächtigten verteilt, so muss man dies bei einer Änderung und Aktualisierung beachten. Man sollte auch einen Hinweis bei sich tragen, etwa in der Brieftasche, wer im Notfall zu verständigen ist und ob und wo es eine Patientenverfügung gibt. Man kann die Patientenverfügung auch registrieren lassen, etwa beim Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer. Der dortige Eintrag kostet eine geringe Gebühr (z.Zt. 20 Euro).“

          Selbstverständlich kannst Du Kopien vom Original auch Angehörigen und/oder Freunden aushändigen, wenn Du ganz sicher gehen willst.

          Viele liebe Grüße,
          Eva

        2. @ombia: ich kann nur dazu raten, sich nicht blind auf die Vorlagen im Netz zu verlassen. Die sind oft ungenau formuliert, lassen wichtige Punkte aus und sind z.T. dann auch nicht rechtssicher. Es geht hier ja im Ernstfall um weitreichende Konsequenzen, da tun es mMn ein paar Kreuzchen nicht. Mach mit deinem Arzt einen Termin aus, um deinen Vordruck mit ihm zu besprechen und sag ihm, worum es geht. Ich hab meine vor Jahren mit Hilfe eines befreundeten Anwalts aufgesetzt und lasse sie jährlich von meinem Arzt neu mit unterschreiben, auch wenn das rechtlich nicht nötig ist.
          Meine Verfügung bewahre ich in einem Ordner mit wichtigen Dokumenten auf, der auch klar so gekennzeichnet ist. Eine Kopie davon ist zudem bei meiner Mutter. Es ist wichtig, dass die nächsten Angehörigen wissen, wo sie die Verfügung finden können, denn die beste Verfügung nutzt nichts, wenn sie keiner im Falle eines Falles findet.

          1. Liebe Jasmin und liebe Eva,

            vielen Dank.

            Also muss meine Hausärztin es auch unterschreiben, sonst ist es nicht gültig? Und wen ich später etwas ändern möchte und der Arzt nicht mehr praktiziert – meine Ärztin ist älter – dann muss die alte Verfügung widerrufen werden oder langt wenn ich eine neue mit neuem Datum aufsetze und verweise das die alte Form nicht mehr gültig ist?

            Den Tipp von Eva mit zentral aufbewahren finde ich sehr gut.

            Die Vorlage habe ich von Bundesgesundheitsministerium, die gleiche Vorlage ist hier zu finden:
            https://www.bmjv.de/SharedDocs/Publikationen/DE/Patientenverfuegung.pdf?__blob=publicationFile&v=37

            Ich hatte vor anschließend es von Deutsche Stiftung Patientenschutz prüfen zu lassen. Sie machen es kostenlos.

            „Eine Kopie davon ist zudem bei meiner Mutter“

            Ich überlege wie ich das noch mache. Für Deutschland brauche ich die Verfügung auf Deutsch. Meine Mutter kann kein Deutsch. Das heißt, sie kann gar nicht im Ernstfall überprüfen ob man meine Wünsche verfolgt. Kein leichtes Thema, zumal sich meine Freunde damit nicht befassen wollen und somit auch nicht bei mir in das Thema involviert sein möchten/können.

            „Es ist wichtig, dass die nächsten Angehörigen wissen, wo sie die Verfügung finden können, denn die beste Verfügung nutzt nichts, wenn sie keiner im Falle eines Falles findet.“

            Stimmt. Aber in meiner Wohnung kann etwas verbrennen/Wasserschaden abbekommen usw.. Oder ich bin im Ausland zu dem Zeitpunkt und meine Mutter sowieso. Ich finde es gut, ein Exemplar gegen Gebühr bei der Bundesnotarkammer Zentrales Vorsorgeregister aufzubewahren, zumal Eva meinte, dort fragen die Krankenhäußer im Ernstfall nach.

            1. @ombia: wie schon gesagt, es ist rechtlich nicht nötig, dass auch der Arzt mit unterschreibt. Deine eigene Unterschrift reicht. Dennoch kann es im Falle eines Falles hilfreich sein jemanden zu haben, der bezeugen kann, dass du die Verfügung bei klarem Verstand unterschrieben hast. Und ganz allgemein schadet es eben nicht, die Punkte noch einmal mit einem Arzt durchzugehen. Manch eine Formulierung klingt erst mal so als sei sie im eigenen Sinne, aber man ist sich vllt. gar nicht bewusst darüber, was genau dieser Punkt noch alles mit umfasst. Es wurde ja schon solch eine Möglichkeit genannt. Schließt man X aus, schließt man automatisch auch Y aus. Das ist nicht immer so klar auf den ersten Blick zu erkennen, welche Tragweite manche Punkte haben können.
              Bei mir ist das auch nur deshalb alles schon immer geregelt gewesen, weil wir eine etwas unkonventionelle familiäre Konstellation aufweisen. Ich kann nur raten: Eile mit Weile! Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass niemand hier die Verfügung gleich morgen benötigen wird. Einfach mal in Ruhe einlesen, sich beim Arzt und/oder der Krankenkasse informieren, etc. Man sollte es nicht auf die lange Bank schieben, aber nun auch nicht gleich übers Knie brechen.
              Für ganz wichtige Dokumente kann es auch eine Möglichkeit sein, ein Schließfach bei einer Bank zu haben (ist gar nicht so teuer). In dem Fall sollten dann aber auch div. Vollmachten (in diesem Fall finanzielle) geklärt sein, Eva hat die wichtigsten ja schon genannt.

            2. Liebe Ombia, liebe Jasmin,

              „Ich kann nur raten: Eile mit Weile!“, besser hätte ich es auch nicht sagen können.
              Daher bitte ich, jetzt nicht in Panik zu verfallen und irgendwelche undurchdachten Schriftsätze zu verfassen! Viel wichtiger ist es, sich überhaupt einmal Gedanken zu diesem Thema zu machen und sich Informationen darüber einzuholen. Der eigene Hausarzt und die Krankenkasse wären schon mal die ersten wichtigen Ansprechpartner, wenn es um das Thema Patientenverfügung geht. Krankenkassen bieten häufig auch Patienteninformationsbroschüren dazu an, und die Verlinkungen, die ich hier meinen Kommentaren beigefügt habe, beantworten auch schon sehr viele der wichtigsten Fragen.
              Wie Du liebe Ombia das Problem mit Deiner Mutter, die wie Du schreibst kein Deutsch spricht, am besten lösen könntest, auch das würde ich erst einmal bei der Krankenkasse erfragen; sie können Dir hierzu sicherlich mehr sagen, denn da bin ich ehrlich gesagt ein wenig überfragt. Wichtig ist ja vor allem, wie Jasmin es auch schon angedeutet hatte, daß hier Rechtssicherheit herrschen sollte, sonst nützen einem lang verfasste und kompliziert formulierte Patientenverfügungen gar nichts, im Gegenteil sogar.

              Wenn einem die Formulierung einer Patientenverfügung also verständlicherweise zunächst einmal schwer fällt, empfehle ich, lieber mit dem „Leichteren“ anzufangen, nämlich mit den Formularen der Vorsorgevollmacht und der Betreuungsverfügung. Diese sind Formulare, die „nur“ ausgefüllt werden und in denen keine eigene persönlichen Formulierungen einfließen müssen. Die Information darüber, daß man im Besitz einer oder beider Formulare ist, sollte man dann am besten bei der „Bundesnotarkammer Zentrales Vorsorgeregister“ hinterlegen. Dann hat man für viele wichtige Dinge schon einmal gut vorgesorgt und auch das kann einem schon viel „innere Ruhe“ verschaffen – bei mir war das jedenfalls so.

              Viele liebe Grüße,
              Eva

              1. Vielen Dank Eva und vielen Dank Jasmin. Ich habe meine jährliche Kontrolle im März, da bespreche ich es mit der Ärztin und lasse es dann von der Deutschen Stiftung Patientenschutz überprüfen.
                Eine befreundete Anwältin meinte, ich soll in beiden Sprachen die Verfügung mit gleicher Formulierung verfassen, mit selbem Datum und Unterschrift.

                1. Liebe Ombia,

                  ich danke Dir auch, daß Du diese Information mit Deiner Anwältin hier mit uns teilst 👍!!

                  Viele liebe Grüße,
                  Eva

          2. Hallo Jasmin, das stimmt habe das verlinkte Dokument angeschaut . Welches wirklich gut ist, ist das vom Bay. Justizministerin.Kann man auch von dort runterladen als Formular und dann individuell per Hand ausfüllen. Eine Frage oben beim Link ist der Gesundheitszustand? Es gibt nur 3 Möglichkeiten da passt für Papa zum Beispiel gar nichts. Ich rate daher auch bei Zweifeln und dem Wunsch, alles richtig zu machen und es darf auch was kosten zu einem Notar zu gehen oder man geht zu einem Anwalt, der so etwas als Fachanwaltsspezifikation auch kann( ich denke, es ist Erbrecht 🤔 und dann beim Amtsgericht! kostenlos hinterlegen. Genau wie ein Testament übrigens. Dann geht man 100% sicher. Problem ist aber, denkt an die Kontovollmacht und die Vollmacht bei der Krankenkasse und der Pflegekasse! Sonst habt ihr da keinen Zugriff! Vollmacht hin oder her, wenn es schnell gehen muss, muss klar sein, wer Entscheidungen treffen kann!

    2. Hallo Eva, gut, dass du diesen Aspekt (Wiederbelebung/Beatmung/künstlich am Leben erhalten) zur Sprache bringst.
      Ich kenne viele Leute, die eine Patientenverfügung ausgefüllt haben und ausdrücklich weder reanimiert noch künstlich am Leben erhalten werden möchten, die aber gleichzeitig einen Spenderausweis auf sich tragen.
      Immer wenn ich ihnen dann sage, dass eben nicht beides möglich ist, ernte ich Unglauben und Ablehnung.
      Im Fall der Fälle wird der Spenderausweis berücksichtigt, und eben nicht der Wunsch, keine ‚lebenserhaltenden‘ Massnahmen zu treffen.

      Das ist etwas, das man einfach wissen sollte.

      1. @Luisa: sehr guter Hinweis! Mein Hausarzt hatte mich zum Glück bei meinem ersten Entwurf meiner Patientenverfügung gleich darauf hingewiesen. Etwas, das ich auch nur allen empfehlen kann. Die Punkte beim ersten Mal genau mit dem Arzt durchgehen und nicht einfach nur eine Vorlage aus dem Netz ausdrucken und den Arzt zwischen Tür und Angel unterschreiben lassen. Ich drucke meine zum jährlichen Checkup aus und lasse sie jedes Jahr neu unterschreiben. Da muss man dann nicht jedes Mal alle Punkte nochmal mit dem Arzt durchgehen, aber so bleibt sie immer aktuell.

      2. @Eva u. Luisa: Als jemand, der keinesfalls künstlich am Leben erhalten werden möchte, habe ich eure Kommentare gerade aufmerksam gelesen und erstmal tief durchgeatmet. Danke für die Info, ich wusste es nicht. Und nun schaue ich, ob’s online eine Patientenverfügung gibt. Denn stimmt, es sind wichtige Entscheidungen, die man vorher selbst treffen und nicht den Angehörigen überlassen.

        1. Liebe Anna und liebe @all,

          ich hoffe, ich habe hier mit meinen Kommentaren jetzt keine Angst unter den Leserinnen und Leser dieses wichtigen Beitrags verbreitet, denn das war definitiv NICHT meine Absicht!! Dennoch sollte man sich meiner Meinung nach bei der Beantwortung dieser ganz persönlichen Frage für sich, ob man nun Organe spenden möchte oder nicht, nicht von eventuellen moralischen Einwänden Anderer beeinflussen lassen, sondern sich selbst vorher sehr gut informieren und sich auch verschiedene Meinungen und Erfahrungen zu diesem Thema anhören, bevor man eine Entscheidung fällt. Dies setzt natürlich voraus, daß man bereit dazu ist, sich auch einmal tiefgründiger mit den Themen „Sterben“ und „Tod“ auseinanderzusetzen und zwar OHNE sich von irgendwelchen moralischen Einwänden anderer Menschen dem eigenen Standpunkt und der daraus am Ende vielleicht resultierenden Entscheidung gegenüber leiten zu lassen.
          Wenn man dann den Entschluss gefaßt hat, Organe – vielleicht auch nur bestimmte Organe – spenden zu wollen, dann ist das eine ganz persönliche und eigene Entscheidung, die zu akzeptieren ist! Grundsätzlich hat außerdem jeder und zu jeder Zeit auch die Möglichkeit, seine Entscheidung zu ändern und auch, seinen aktuellen Organspende-Status sprich die offizielle Eintragung im Register zu überprüfen.

          Eine Patientenverfügung zu verfassen kann wahrlich „tricky“ sein. Hier kann man sich jedoch zunächst auch an die eigene Krankenkasse wenden, die einen an entsprechende Einrichtungen weiterleiten und beraten kann.
          Viel wichtiger für den Fall der Fälle halte ich jedoch eine Vorsorgevollmacht und eine Betreuungsverfügung. Diese werden nämlich auch dann benötigt, wenn KEINE Patientenverfügung vorliegt oder eine Patientenverfügung womöglich doch nicht eindeutig und/oder klar genug formuliert sein sollte. In diesem Fall entscheiden dann nämlich NICHT die Ärzte oder ein gerichtlich bestellter Betreuer, wie weiter mit einem verfahren werden soll (dies kann nämlich nicht nur die gesundheitlichen Belange, sondern auch die finanziellen und andere persönliche Bereiche betreffen!), sondern DIE Person(en), der/denen man in der Vorsorgevollmacht und in der Betreuungsverfügung die Vollmacht hierfür erteilt hat.

          Auf der Seite „Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz“ finden sich sehr viele hilfreiche Tipps und auch entsprechende Formulare zum Ausdrucken. Hier benötigt man keine eigenen komplizierten Formulierungen, sondern füllt die Formulare mit den eigens gewählten Bevollmächtigten zusammen aus und hinterlegt diese dann für eine kleine Gebühr am besten direkt bei der „Bundesnotarkammer Zentrales Vorsorgeregister“. Diese Stelle ist nämlich die Allererste, wo Krankenhäuser nachfragen, ob denn etwas von einem dort hinterlegt worden ist.

          https://www.bmjv.de/SiteGlobals/Forms/Suche/Servicesuche_Formular.html?queryResultId=null&pageNo=0&pageLocale=de&resourceId=6427246&input_=6427098&templateQueryString=vorsorgevollmachten&submit.x=0&submit.y=0

          Viele liebe Grüße,
          Eva

          1. Liebe Eva, vielen Dank für den hilfreichen Link. Ich habe mir das mal abgespeichert, um mich dann in Ruhe damit auseinanderzusetzen. Über den eigenen Tod denkt man ja nicht zwischen Tür und Angel nach. 😉

            LG Anna

            1. Gerne, liebe Anna! Lieber jetzt, solange es einem noch gut geht, sich in aller Ruhe mit diesem Thema beschäftigen, als wenn man plötzlich selbst in der Situation steckt und vielleicht nicht mehr die Zeit und die Kraft oder die Möglichkeit hat, noch selbstbestimmt für sich oder auch für andere (z. B. für die eigenen Kinder, wenn sie noch klein sind) wichtige Entscheidungen treffen zu können.

              Viele liebe Grüße,
              Eva

      3. Liebe Luisa,

        genauso ist es! Das Eine kann nämlich das Andere ausschließen und das sollte man wissen.

        Ich bin Sozialpädagogin und habe auch viel im Altenhilfe-Bereich gearbeitet, wo ich mich sehr intensiv mit den Themen Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung UND Palliativmedizin beschäftigt und auch Beratung angeboten habe. Im Sterbeprozess sind mir persönlich nur drei Dinge wichtig: Ich möchte am Ende meines Lebens kein Durstgefühl, kein Atemnot und keine unerträglich starken Schmerzen „bewußt miterleben“ und erkläre mich daher damit einverstanden, daß mir entsprechende Medikamente zur Sedierung auch in Dosen verabreicht werden dürfen, die evtl. auch den Tod herbeiführen könnten. Das gibt den behandelnden Ärzten sinngemäß quasi die „Erlaubnis“, mich im Fall der Fälle auch „erlösen“ zu dürfen.

        Aber noch einmal: Ich bin den Menschen, die Organe spenden möchten, wirklich sehr dankbar für ihre Entscheidung und rechne es ihnen sehr hoch an!! Aber es hat dennoch NIEMAND ein „Anrecht“ auf die Entnahme der Organen anderer Menschen bzw. darüber zu entscheiden, AB WANN ein Leben für jemand anderes noch „lebenswert“ ist oder nicht. Der Tod gehört zum Leben dazu und auch das sollte man lernen zu akzeptieren, so schwer es einem auch fällt.

        Viele liebe Grüße,
        Eva

      4. und das ist m. E. Blödsinn ich kann eine Leber wollen, ohne reanimiert zu werden! Reanimation meint den unmittelbar bevorstehender Tod
        es geht um Sterbehilfe Passive sie ist legal! Nicht um Organspende. Jede Organspende ist lebenserhaltend!

      5. @ Luisa das ist m. E. Blödsinn ich kann eine Leber wollen, ohne reanimiert zu werden! Reanimation meint den unmittelbar bevorstehender Tod
        es geht um Sterbehilfe Passive sie ist legal! Nicht um Organspende. Jede Organspende ist lebenserhaltend!

        1. Silke, ich verstehe nicht recht, was du mir sagen willst.
          Lies doch nochmal die Beiträge von Eva und Jasmin durch.
          Darum gehts: ich kann nicht Organspender sein und gleichzeitig lebenserhaltende Massnahmen bei mir ablehnen (durch Patientenverfügung).
          Weil Organe nur vom lebenden (beatmeten) Menschen (mit Befund hirntot) entnommen werden können.

          1. Das versteht sich doch von selbst. Wenn ich lebenserhaltende Maßnahmen möchte, bin ich noch am Leben und kann also ergo nicht postmortem Organe spenden! Und nur darum geht es ja wohl! Ich kann meine Organe also nur dann spenden, wenn ich gleichzeitig lebenserhaltende Maßnahmen ablehne.

        2. Liebe Silke,

          ich verstehe auch nur die Hälfte 🤔.
          Wenn Du gemeint hast, daß DU die Leber wolltest, also praktisch der Organempfänger wärst, dann dürftest Du der Logik nach auch keine Patientenverfügung haben, in der Du für Dich lebenserhaltende Maßnahmen ablehnst. AUSSER vielleicht, die Ärzte könnten Dir wirklich nicht mehr weiter helfen, weil sich kein passender Spender finden läßt und Du DANN für Dich entscheiden würdest, in einer DANN evtl. eintretenden Notsituation NICHT mehr weiter am Leben erhalten zu werden.
          Ob Du jedoch in einem solch bedrohlichen gesundheitlichen Zustand dann noch imstande wärst, Dich adäquat zu Deinen Wünschen zu äußern, diese Frage kannst nur Du alleine für Dich beantworten.

          Du schreibst: „Jede Organspende ist lebenserhaltend!“

          Ja, eben gerade deshalb geht eine Patientenverfügung, in dem der Patient – in diesem Fall der OrganSPENDER – weder eine Reanimation noch das künstliche Am-Leben-erhalten-werden wünscht, aber sich gleichzeitig als Organspender registrieren lassen hat bzw. ein Organspendeausweis mit dem Wunsch, Organe spenden zu wollen, bei sich führt, NICHT!! Bei solch einer Konstellation gilt DANN nämlich NUR der Wunsch des Patienten, Organe spenden zu wollen, NICHT jedoch der Wille des Patienten in seiner Patientenverfügung!!

          Und JA, es gibt durchaus Menschen, die in einem gewissen Alter und in bestimmten lebensbedrohlichen gesundheitlichen Situationen auch NICHT MEHR reanimiert werden wollen, auch dann nicht, wenn Ärzte evtl. noch „Hoffnungen“ äußern. Denn es kann und darf in Deutschland niemand zwangsbehandelt werden, außer in einer Psychiatrie, aber selbst dort nur bei Fremd- und Selbstgefährdung, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen hierfür auch erfüllt sind!

          Viele liebe Grüße,
          Eva

  4. Jens Spahn ist mir insgesamt ungeheuer. Und zunächst war ich mir sicher, dass niemand mich prinzipiell zwingen darf, mir eine bedeutende Frage zu stellen und zu beantworten — das wäre ja die Widerspruchslösung.

    Dann drehte er die Perspektive und die Frage lautete: „Will ich ein Spendeorgan, wenn es mein Leben rettet?“ Und die Antwort lag plötzlich ziemlich leicht und schnell auf der Hand.

    1. Allerdings. Wenn man sich vorstellt, dass er sich längerfristig für ein bestimmtes Amt warm läuft, fühlt man sich nicht sehr wohl. Da heiligt das rhetorische Mittel die Argumentation.

      Die Frage stellt sich auch – wenn man, grundsätzlich besehen, die Demokratie ernst nimmt -, inwieweit er (und einige andere) bereit ist anzuerkennen, es mit Bürgerinnen und Bürgern zu tun zu haben, mit denen man grundsätzlich auf gleicher Augenhöhe kommuniziert. Aber ja, der Souverän wird mittlerweile „die Menschen“ genannt.

      Mich stört daran die Art und Weise. Das wichtige Thema hat solche Volten nicht verdient und auch gar nicht nötig.

  5. Hallo Allerseits,
    ich habe ehrlich gesagt noch nie sowas wie Dschungelcamp, Bachelor oder ähnliches gesehen. Der Fremdschämaspekt ist mir da viel zu hoch 🙂 🙂 Vielleicht würde ja etwas Vagina Duft von Frau Paltrow helfen 😉
    Dem Thema Organspende stehe ich schon immer sehr positiv gegenüber. Mein Mann und ich haben schon ewig Organspendeausweise und sind auch bei der DKMS registriert. Mein Mann hat im Februar einen Termin zur Stammzellentnahme, da er als passender Spender analysiert wurde. Es erwärmt doch irgendwie mein Herz, wenn ein schwer kranker Mensch dadurch vielleicht etwas länger lebt.
    Allen ein schönes Wochenende und liebe Grüße Michaela

    1. Das sagst du ganz richtig. In einer Zeit, in der es immer schwerer wird, zu erkennen, wie man richtig und nachhaltig mithelfen kann, finde ich solche humanen Gesten Gold wert. Danke!

  6. Was hast du denn gegen die Antwort der kath. Kirche? Ich fand die hier ganz überzeugend. Karl Lauterbach meinte gestern im Deutschen Reichstag sinngemäß, es stünde im Alten Testament, das, was ich was vom anderen will, was mir selbst zugute kommt, muss ich selbst bereit sein, für andere zu geben. Unsinn. In der Bibel steht im Alten Testament, was du nicht willst, was man dir tue, das füg auch keinem anderen zu: du sollst nicht stehlen, du sollst den nächsten lieben wie dich selbst etc. Freiwillig.
    Außerdem wenn so viele dafür sind, sollen sie doch hingehen und sich den Spendeausweis holen; geht heute per Mausklick und dann holt man den Ausweis zusammen mit seinem Pass etc. ab. Wo ist das Problem?

  7. ich möchte keine Organe spenden und auch keine erhalten.
    Mich schreckt, dass man als Hirntoter eben nicht tot ist, wenn die Organe entnommen werden, sondern ein Sterbender.
    Mich schreckt, dass der Organspender in Deutschland (in anderen Ländern ist es anders) keine Schmerzmittel/Narkose bei der Entnahme erhält.
    Mich schrecken die Berichte von Eltern/Angehörigen, die die Erlaubnis zur Entnahme gegeben haben und es danach bereut haben. Sie haben danach bei ihren Toten schmerzverzerrte Gesichter gesehen, Stress und Angst. Und das psychische Problem gehabt, ihren Lieben keine ruhigen Abgang gewährt zu haben.
    Mich schreckt, dass viele, die mit Transplantationen beruflich zu tun haben, selber nicht spenden wollen. Ich kenne eine nicht spendenwillige Krankenschwester persönlich und weiß von einem in Deutschland sehr bekannten Transplanteur, dass er selber nicht spenden möchte. (Das hat er öffentlich gesagt).
    Das sind die Hauptgründe.
    Natürlich sehe ich auch das Gute. Ein Mensch darf weiterleben. Es ist ein großes Geschenk. Wie eine Geburt. Mir ist das alles trotzdem suspekt.

    1. Genau die von dir genannten Punkte sind auch mein Problem. Ich habe deshalb keinen Ausweis und möchte auch keinen. Ich würde mir sehr wünschen, dass in Deutschland die Narkose zur Organentnahme Pflicht wird. Nur dann könnte ich mir vorstellen, meine Meinung zu ändern. Aber so überwiegt bei mir, die ich leider seit meiner Kindheit Angstpatientin bin, tatsächlich die pure Angst.
      LG Andrea

      1. Liebe Andrea,

        ich kann Deine Bedenken sehr gut nachvollziehen, auch wenn man nach heutigem Kenntnisstand davon ausgehen kann, daß wenn der Hirntod bereits eingetreten ist, der Körper eigentlich KEINE Schmerzen mehr empfinden können dürfte und eventuelle Zuckungen und/oder Verkrampfungen meist nur reine „Nerven-Spielereien“ sind. Da man aber natürlich dennoch wahrscheinlich NIE eine 100%-ige Aussage darüber wird treffen können, außer man hatte evtl. schon einmal ein Scheintod-Erlebnis, bleibt immer ein kleiner Rest von Ungewissheit, was vielen Menschen Angst bereitet und was man eben AUCH akzeptieren sollte.

        Dennoch hättest Du natürlich heute jetzt schon die Möglichkeit, im Organspendeausweis das Feld „NEIN“ anzukreuzen. Damit könntest Du dann wenigstens im Fall der Fälle Deinen Angehörigen, die dann nämlich statt Dir eine Entscheidung fällen müßten, diese schwere Entscheidung abnehmen. Am Ende mußt aber in erster Linie DU Dich mit Deiner Entscheidung wohlfühlen, das kann und sollte Dir niemand vorschreiben.

        Viele liebe Grüße,
        Eva

        1. „Nach heutigem Kenntnisstand“… hm, hm, hm. Bis in die 70-er Jahre dachte man, dass kleine Kinder und Babies keinen Schmerz verspüren könnten. Von Ungeborenen gar nicht zu sprechen.
          Grausam.

          1. Liebe Glenn,

            wenn Du mein Kommentar und auch alle meine anderen Kommentare hier genau gelesen hättest, hättest Du merken müssen, wie ich persönlich zu dieser Sache stehe 😉:

            „Da man aber natürlich dennoch wahrscheinlich NIE eine 100%-ige Aussage darüber wird treffen können, außer man hatte evtl. schon einmal ein Scheintod-Erlebnis, bleibt immer ein kleiner Rest von Ungewissheit, was vielen Menschen Angst bereitet und was man eben AUCH akzeptieren sollte.“

            Eigentlich habe ich damit und mit den zwei in Großbuchstaben hervorgehobenen Worte „NIE“ und „AUCH“ meine Meinung dazu deutlich zum Ausdruck gebracht.

            Gute Nacht und viele liebe Grüße,
            Eva

            1. Liebe Eva, doch, ich habe schon genau gelesen.
              Mein Kommentar sollte nur verdeutlichen, dass in diesem „Rest von Ungewissheit“ viel verborgen ist und dass man heute gar nicht mal schlauer ist als früher. Früher war die herrschende Lehrmeinung, dass Babies und kleine Kinder keinen Schmerz verspüren können, weil die Nervenzellen eben noch nicht ausgereift seien.
              Heute klingt das absolut nicht nachvollziehbar und mir erscheint es einfach seltsam, in diesem Zusammenhang wieder von „heutigem Kenntnisstand“ zu schreiben.
              „…nach heutigem Kenntnisstand davon ausgehen kann, daß wenn der Hirntod bereits eingetreten ist, der Körper eigentlich KEINE Schmerzen mehr empfinden können dürfte und eventuelle Zuckungen und/oder Verkrampfungen meist nur reine „Nerven-Spielereien“ sind“, schreibst du.
              Mir ist das viel zu unsicher… Und ich denke, viele Menschen, die bereit sind zu spendend, denken „ach, wenn ich tot bin, ist mir doch egal, was mit meinen Organen passiert. Schön, wenn ich damit noch Gutes tun kann.“ ich bin sicher, dass vielen nicht bewusst ist, dass sie nicht tot-tot sind, sondern hirntot und damit erst einmal „nur“ STERBENDE.

              1. Liebe Glenn,

                diese Unsicherheit beschäftigt mich ja auch und das, was Du hier zum Schluß schreibst, ist wichtig zu wissen (daher auch meine Verlinkung zu dem Zeitungsartikel der Süddeutschen Zeitung!), wobei ich auch noch andere Gründe habe, keine Organspende machen zu können bzw. machen zu wollen.
                Und es ist richtig, daß man sich bei einem solch ernsthaften Thema nicht all zu sehr von moralischen Aspekten beeinflussen und leiten lassen und sich vor wichtigen Entscheidungen auch gut informieren sollte!

                Ich denke, mit diesem Beitrag von Konsumkaiser wurden viele der Leserinnen und Leser hier nun hoffentlich auch ein wenig angestubst, sich wenigstens Gedanken um solch ernsthafte Themen zu machen, denn sie werden uns eines Tages ALLE einmal betreffen.

                Ich wünsche jetzt erst einmal allen hier ein erholsames und hoffentlich auch entspanntes Wochenende und vIele liebe Grüße,

                Eva

          2. @Glenn: Auch im nachfolgenden Artikel zeigt sich noch einmal die Problematik mit der Definition „Hirntot“:

            https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/todeszeitpunkt-und-organspende-wie-tot-sind-hirntote-1.1299076

            Es ist und bleibt also problematisch. Dennoch: Es sollte jedem Menschen erlaubt sein, selbstbestimmt über die Spende seiner Organe zu entscheiden. Und wenn jemand sich DAFÜR entscheidet, ist auch das zu respektieren!
            Und wie ich schon gesagt habe: Auf dem Organspendeausweis gibt es auch die Möglichkeit das Feld mit der Antwort „NEIN“ anzukreuzen – das ist immer noch besser, als gar nichts anzukreuzen und eine solch weitreichende Entscheidung samt Verantwortung am Ende den Angehörigen und Kindern „aufzubürden“, die dann damit weiterleben müssen.

            1. Ich respektiere dsbzgl. jede Entscheidung. Ich könnte mir aber vorstellen, dass v.a. bei den Pro-Entscheidungen einiges Nicht-Wissen den Standpunkt stützt.
              „Dann bin ich doch eh tot.. ist doch egal… da kann ich noch Gutes tun“. Deshalb finde ich die Diskussion gerade schon sehr wichtig.
              Und man hört immer wieder , wie fortschrittlich andere Länder sind und wie sehr Deutschland hinterherhinkt.
              Woher kommen denn die höheren Zahlen in anderen Ländern? Bestimmt auch daher, dass nicht zw. Herz- und Hirntod unterschieden wird. Es reicht der Herztod. Aber immerhin wird narkotisiert. 😏
              Danke für deine Ausführungen mit der Patientenverfügung. Da muss mein Mann, der würde, aber keine lebensverlängernden Maßnahmen möchte, nochmals drüberschauen. Vielen Dank ! 🌺

    1. Liebe Loulou,

      ich bin zwar nicht „Silke Moik“ 😉, aber ich antworte Dir trotzdem mal: Es heißt mittlerweile tatsächlich (auch wieder) „Reichstag“. Das Reichstagsgebäude (kurz: Reichstag; offiziell: Plenarbereich Reichstagsgebäude; umgangssprachlich auch: Bundestag genannt) am Platz der Republik in Berlin ist seit 1999 Sitz des Deutschen Bundestages.

      Siehe auch hier:

      https://www.tagesspiegel.de/berlin/20-jahre-bundestag-in-berlin-der-reichstag-noch-viel-mehr-als-politik/24232850.html

      Viele liebe Grüße,
      Eva

      „Reichstagsgebäude“ und nicht mehr „Bundestag“

  8. Eva, Silke Moik schrieb „… im Deutschen Reichstag“. Damit ist wohl nicht das Gebäude gemeint. Die Institution heißt immer noch Bundestag.

    1. Hallo liebe Loulou,

      na ja, mit „IM Deutschen Reichstag“ kann man – wenn man gut gewillt ist – auch das Gebäude selbst meinen bzw. verstehen. Korrekt hieße es ja „Der Deutsche Bundestag tagt im Reichstag(sgebäude)“.
      Die Namen „Bundestag“ für das Eine und „Reichstag“ für das Andere sind einfach wirklich unglücklich gewählt und das wird in der Alltagssprache sehr oft miteinander verwechselt. Also wollen wir hier mal nicht so sein 😉…

      Einen schönen Abend und viele liebe Grüße,

      Eva

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