LIFESTYLE: WIE ICH NEULICH VON FRAU MÜLLERS PARASITENBEFALL ERFUHR

Hach, der Datenschutz wird ja derzeit so richtig groß geschrieben. Überall muss man ständig irgendwelche Datenschutzerklärungen unterschreiben, die versichern, was mit meinen Daten geschieht und wie umsichtig mit ihnen umgegangen wird. Äh, werden sollte. Ein riesengroßes Problem ist nämlich zum Beispiel der medizinische Bereich. Dort erfährt man beim Warten Dinge, die sollte man einfach nicht hören müssen…

 

Der Vorfall

Neulich beim Arzt: Ich gehe angestrengt die Treppen zur vierten Etage hoch. Das enge und kleine Treppenhaus macht einen muffigen Eindruck und die Stufen sind heute ziemlich rutschig. Es hatte geregnet, und sämtliche Menschen vor mir haben im Treppenhaus wohl ihre tropfnassen Schirme ausgeschüttelt. Aber man geht ja zum Arzt, da will man mit dem gutem Gewissen durch die Tür schlendern, die Treppe genommen, und dem Fahrstuhl die kalte Schulter gezeigt zu haben.

Ich drücke die Tür zur Arztpraxis auf und falle sogleich aus allen Wolken. Voll ist es! Ich sehe schon aus der Ferne, dass das Wartezimmer komplett besetzt ist, in den Gängen stehen bereits wartende Patienten, und vor der Anmeldung, die irgendwo unmotiviert mitten im Eingangsbereich neben Garderobe und Patiententoilette installiert ist, knubbeln sich die Heilungswilligen.

Ganz vorne sehe ich Frau Müller stehen, sie ist eine Nachbarin, wohnt 200 Meter von mir entfernt und hat einen niedlichen kleinen Hund, den sie morgens und abends mit ihrem Mann oder den zwei Kindern Gassi führt. Sie grüßt immer nett und die Familie ist der reinste Sonnenschein.

Ich muss mich nun etwas näher an die weiter vorne stehenden Patienten kuscheln, denn von hinten drängt schon der nächste neue Patient hinzu.

Ich sehe vorne auf Frau Müllers Krankenkassenkarte und erkenne darauf das Foto. Holla, das muss aber schon 15 Jahre alt sein, das sind doch 20 Kilo weniger auf den Rippen, dafür aber noch mit dunkelbraunem Haar…zu einer Art Bienenkorb hochgesteckt. Frau Müller, mit heute grauem und raspelkurzem Haar, wird von der Sprechstundenhilfe nach ihren Wünschen befragt.

Laut und deutlich klingen die Worte zu uns allen herüber, allerdings wirkt niemand interessiert und alle schauen eher leicht hypnotisiert ins Nichts. Das soll sich bei den nun folgenden Worten von Frau Müller schlagartig ändern!

Frau Müller müsse dringend die Frau Doktor sprechen, denn sie habe bei ihrem Mann und den Kindern in der weißen Unterwäsche viele kleine Blutspuren entdecken können. Ausserdem klagen alle in der Familie über unerträglichen Juckreiz, auch in der Genitalregion. Sie könne sich das nicht erklären, denn man sei doch sehr reinlich. Und dabei schaut Frau Müller ein wenig hilfesuchend durch die Reihen der Patienten um sich herum, die nun allesamt die Augen (und wohl auch die Ohren) weit geöffnet halten.

Da tönt es auch schon aus der zweiten Reihe: „Dat sind Krätzmilben! Kenne ich, hatten wir früher auch mal all, haben die Kinders mitgebracht!“ Einige ältere Patientinnen nicken zustimmend und ein leicht wissender Zug umspielt ihren Mund. Jaja, schon ziemlich dehnbar, dieser Reinlichkeitsbegriff. Eine weiter weg stehende Patienten gibt zu bedenken, dass es sich wohl eher um Filzläuse handele: „Dat kricht man vom Sex!“

Frau Müller überhört scheinbar die Kommentare und wendet sich zum Wartezimmer. Dort ist allerdings immer noch alles besetzt, so geht sie in meine Richtung, grüßt mich mittelprächtig erfreut und stellt sich etwas abseits an eine freie Stelle an die Wand. Es wirkt ein wenig wie in der Schule zu Kaisers Zeiten: Zur Strafe in die Ecke gestellt. Und so ähnlich schaut Frau Müller dann auch, als die neben ihr stehende Frau sogleich zu bedenken gibt, dass sie doch alle Eier aus den Haaren am Körper mit einem Nissenkamm entfernen müsse, damit die Biester nicht weiter brüten und sich mit ihren ekligen Beinchen überall ausbreiten. „Filzläuse sind hartnäckig, nicht umsonst nannte unsere Omma sie auch Sackratten!“

Frau Müller nickt, und nun bekommt man ein deutliches Gefühl des Fremdschämens. Ich kann geradezu körperlich spüren, wie Frau Müller diesen Tag verwünscht und wohl am liebsten in einem hochpraktischen portablen Loch verschwinden möchte.

Dann werde ich abgelenkt, komme vorne dran, und trage meine Wünsche vor. Zum Glück brauche ich nur ein Schmerzmedikament und eine Überweisung zum Orthopäden. Alles höchst unverfänglich, die Langeweile in der wartenden Patientenschaft breitet sich sogleich wieder aus, ich erkenne es an den glasiger werdenden Blicken.

Später treffe ich dann Frau Müller wieder. Unten im Haus, in der kleinen Apotheke, in der wieder eine ganze Traube Menschen vor dem Tresen in kuschliger Atmosphäre beisammen steht. Die Apothekenhelferin ist mit vollem Eifer dabei: „Frau Müller, sollen wir Ihnen das Präparat zur Abtötung der Parasiten in den Himmelsweg 13 liefern? Bis heute Nachmittag käme der Bote, es soll ja sicher schnell gehen?“

Ja ja, nun wissen also alle anwesende Leute ein paar hochinteressante Informationen über Frau Müller. Ihren Namen, ihren Wohnort, samt Hausnummer. Und natürlich ihr größtes Problem, den behandlungsbedürftigen Parasitenbefall.

Problematisch

Ich stehe hinten in der Schlange und denke über die vielen Formulare nach, die ich in den letzten Wochen und Monaten unterschreiben musste. Der Datenschutz wird in Deutschland jetzt ernst genommen. So ernst wie ein Bürokratie liebendes Land es nur tun kann. Firmen werden genötigt unverhältnismäßig viel Zeit und wohl auch Geld in dieses Dateschutzmonster zu investieren. Blogger mussten auch leiden, weil es kaum Unterscheidungen zwischen mega Konzern und kleiner Klitsche gibt. Aber da, wo es in die Praxis geht, genau dort funktioniert der ganze Kram nämlich eben gar nicht.

Prinzipiell ist es nicht mein Problem, wie man es lösen soll. Ich poche eigentlich auf den Schutz meiner Daten, meiner gesamten Privatsphäre. Auf der anderen Seite steht das Platzproblem. Kleine Arztpraxen und kleinere Apotheken können wohl keine Trennwände und großzügige Wartebereiche bauen. Das sehe ich ein, was soll man da machen? Ähnlich problematisch ist es auch in Mehrbettzimmern in Krankenhäusern, in denen die Patientenfälle während der Visite fast ausschließlich von Ärzten und Schwestern vor den anderen „Zimmerinsassen“ diskutiert werden.

Ansätze

Schulungen von medizinischem Personal könnten in die richtige Richtung gehen. Zu wissen, welche Fragen man in der „Öffentlichkeit“ dem Patienten/Kunden stellt wäre ein Anfang. Auch das niedrigschwellige Angebot einen anderen Raum aufzusuchen, im Vorfeld in der Patientenaufnahme schon auf mehr Privatsphäre zu pochen, und Patientenpasswörter für Informationen auch über das Telefon, gingen noch ein Stück weiter.

Ich finde, das ist kein Zustand den man dulden und ertragen muss. Ja! Ich habe etwas zu verbergen! Nämlich meine Privatsphäre. Datenschutz hin oder her, ich will an Anmeldungen und Co. nicht flüstern müssen, nur damit meine Umgebung keine Dinge über mich erfährt, die sie prinzipiell nichts angeht. Muss man sowas eigentlich in unserer Gesellschaft im direkten Wortsinn „erleiden„, eben nur weil „es immer schon so war“?

Frau Müller tat mir an diesem Tag besonders leid, und immer wenn ich sie mit dem Hund, ihrem Mann oder den Kindern sehe, grüße ich jetzt besonders freundlich. Hoffentlich fällt es ihr nicht so auf…

 

 

 

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(Foto: Pixabay   Namen und Adressen wurden geändert, keinerlei Sponsoring)

13 Kommentare

  1. bei der Anmeldung in der Praxis gebe ich garnix preis. Im Wartezimmer ist es jedem selbst überlassen was er plaudert. Im Krankenzimmer selbst ist es schwierig , da halt bei der Erhebung der Anamnese die anderen Leidensgenossen mithören können. Ich hasse diese vollen Wartezimmer. Lässt sich ,trotz Termin, nicht vermeiden.
    schönen Sonntag

    1. Das versuche ich auch zu vermeiden, werde aber immer gefragt weshalb genau ich zum Arzt will. Gerne mehrfach. Wenn ich dann antworte, dass ich das dem Arzt direkt verrate, gibt es immer eine Szene. Egal bei welchem Arzt ich bin…

  2. Lieber KK,

    Dein Ansinnen zu dieser Form des Datenschutzes ist richtig und vernünftig. Leider aber in der Durchführung mangelhaft trotz bester Schulung. Ich bin Hausärztin, lasse meine MFA immer wieder in dieser Angelegenheit schulen, trotzdem kommen Daten zutage, die nicht für fremde Ohren bestimmt sind.

    Wir nehmen Patienten in andere Räume oder an einen Seitentresen aus der Masse heraus. Schicken wartende Patienten zunächst ins Wartezimmer. Aber wie bei schwerhörigen Patienten verfahren? Fenster immer geschlossen halten (Sommer, Hitze)? Was machen gegen die lautstarken Patienten?

    Ich hoffe allerdings für meine Praxis, dass der von Dir geschilderte (sehr krasse Fall) bei uns nicht vorgekommen ist. Obwohl wir uns immer wieder wundern, was die Leute voneinander wissen. Hier auf dem Dorf sind die Kommunikationswege teilweise ein Mysterium…😉

    Einen schönen Sonntag

    Karen

  3. Also wenn Frau Müller an der Anmeldung erzählt, was sie zum Arzt führt, dann ist das in allererster Linie mal ihre eigene Schuld. Mehr als ein Sprechstunde/Rezept abholen/Termin wollen die Angestellten da nicht wissen. Die interessiert nicht, was der Patient hat.

    Und was die Thematik der Visite anbelangt. In Deutschland steht es jedem zu, dass Mitpatienten auf den Flur gehen, während man selbst dran ist. Zur Not auch inklusive Bett dorthin gefahren werden. Man muss es eben nur einfordern und nicht einfach als unabänderbaren Zustand hinnehmen.

    Was natürlich Apotheken betrifft, die ja meist doch eher klein sind, kann man wohl wenig machen. Allerdings habe ich einen solchen Vorfall bisher auch nie erlebt. Die Leute werden da, wo ich hingehe, weder beim Namen genannt, noch wird die Adresse durch die Gegend geplärrt, wenn das Medikament geliefert werden muss. Das klingt echt wie in einer schlechten Komödie. 😂

    1. Das wäre schön, aber mich hat das Anmeldepersonal in all diesen Jahren nicht einmal zum Arzt durchgelassen ohne mich zu zwingen mein Problem zu schildern. Also ja, ob es die interessiert bleibt offen, aber man wird gefragt und nicht zum Arzt gelassen ohne Antwort.
      Ich habe die Wahl unerledigter Dinge krank nach Hause zu gehen oder doch antworten.

      Und in Krankenhaus war ich in einem Zustand in dem ich nicht in der Lage war mich für mich eizusetzen. Gerade dort wo Menschen nicht bei sich sind sollte man es nicht darauf ankommen lassen, dass jemand der schwer krank ist sich alleine für seine Rechte einsetzt.

  4. Finde ich toll, dass Du darüber schreibst. Ich kenne dieses Problem von zwei Seiten, denn ich arbeite als Ärztin in einer Klinik, zum Glück sind auf meiner Station alle meine Patienten gehfähig und ich kann Gespräche in meinem Zimmer führen. Wenn in einem Zimmer aber 2 Patienten sind (oder mehr), die nicht aufstehen dürfen, dann wird es richtig schwer. Mit mehr Zeit und mehr Platz liesse sich das vielleicht lösen, aber die hat niemand. Ein winzig kleines Beispiel: Ich gehe zur Blutabnahme in ein Zimmer, der Patient fragt, was bestimmt wird. Um das zu erklären muss ich Bezug auf seine Werte nehmen, ich möchte ja, dass der Patient versteht, was gemacht wird. Also sag ich vielleicht, dass ich die aktuelle Anzahl der roten Blutkörperchen bestimmen möchte, was an sich ja völlig unspektakulär ist. Dann versteht der Patient aber auch nicht, um was es geht. Also muss ich dann erklären, dass er ja regelmäßig Blut verliert und man aufpassen muss, dass das Blut nicht zu wenig wird. Dann wird er vielleicht sagen, er habe sich doch nirgends verletzt und blute doch auch nicht? Hm, und wie soll er wissen, dass sein Tumor das machen kann? Und wenn ich das dann erkläre, um eine nachvollziehbare Behandlung zusammen mit dem Patienten durchzuführen, tja, dann weiss der im Bett liegende Nachbar vielleicht etwas, was er nicht wissen soll. Und nun stellen wir uns meinen Patienten noch als ausserordentlich schwerhörig vor. Aber auch wenn der Zimmernachbar gehfähig ist und ich den rausschicken kann, dann dauert das doppelt so lange. Der Datenschutz wird in diesem speziellen Fall nur gewährt, wenn der Patient gar nix wissen will oder ich ihn abwimmle mit irgendwas oberflächlich banalem und inhaltlosen wie „Routinekontrolle“.
    Es gibt unzählige Beispiele, ein anderes ist meine eigene Krankengeschichte. Die steht ja auch in einem Computer, und diese Computer sollen vernetzt werden, um schneller rauszubekommen, was bei einem Patienten schon alles gemacht und diagnostiziert wurde wenn er z.B. in einem anderen Krankenhaus ist. Das macht eigentlich durchaus Sinn. Dann würden aber alle meine Kollegen, alle, die aus beruflichen Gründen Zugriff auf so ein System haben, meine Befunde sehen können. Könnten Sie. Das ist Mist und das würde ich sicher nicht wollen. Man kann für solche Fälle die Zugangsberechtigung einschränken. Klar, geht. Kann ich bei meinen Patienten auch. Dann seh nur ich die Einträge, nicht der Notdienst, nicht mein Kollege, nicht die behandelnde Krankenschwester.
    Und die Angehörigen tun mir leid, denn am Telefon irgendetwas zu erfahren geht jetzt schon kaum mehr, denn wie soll man wissen, dass derjenige, der sagt, er sei der Sohn und der Vater habe an diesem Tag einen sehr schweren Unfall gehabt und er würde wissen wollen wie es ihm geht und ob er noch lebt, denn er sei gerade beruflich in Timbuktu, das auch wirklich ist? Und wenn ich zufällig einen Patienten beim Einkaufen treffe, der sagt guten Tag zu mir, darf ich dann aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht mehr antworten? Ich darf, wir haben das in der jährlich stattfindenden Pflichtfortbildung geklärt, aber mehr wird schon wieder schwierig. Also ein „wie geht es Ihnen“, das kann schon schwierig sein, wenn sich der Patient in einer immer noch hierarchischen Struktur dadurch genötigt sieht, Dinge preis zu geben.
    Das alles ist für mich oft ein richtiges Dilemma, ich finde Datenschutz wichtig und richtig und ich halte mich daran und habe aktuell das Glück, dass das problemlos einzurichten ist. Aber ich frage trotzdem nach mit „wie geht es Ihnen?“. Komme ich dafür in den Knast?

  5. Guten Morgen allerseits,
    ich wünsche euch allen einen schönen Sonntag.

    Ich Kann selber aus der Praxis sagen, dass es problematisch ist, mit dem Datenschutz, wenn zwei Personen sich unterhalten (besonders im Gesundheitswesen). Ich arbeite selber im Gesundheitswesen.
    Als ich im Februar selber Patient im Krankenhaus war, habe ich nur den Kopf geschüttelt bezüglich Privatphäre… oh je. Als ich am OP-Tag auf die Station kam und mir dort anmelden musste, stand ich an dem Tresen auf der Abteilung und die Dame dahinter kam dann mit einem Fragebogen zu mir und stellte sich neben mich. Dann fing sie an, mich einige Dinge abzufragen, die evtl. von Belang sein könnten. Ich dachte, können wir das nicht da drüben in dem freien Raum besprechen? nicht hier auf dem Flur? Der besagte Raum war aber leider der Bereitschaftsraum des Personals. Denn da kam so eine Frage, ob ich inkontinez sein. Na ja, das ist ein standardisierter Bogen… OK. Aber mitten auf dem Flur so was zu fragen?
    Ich habe in den 4 Tagen, die ich im Krankenhaus war, mehrere Zimmernachbarinnen gehabt (3er Zimmer) und diese Fagen, welche mir auf dem Flur gestellt wurden, bekame alle anderen auf dem Zimmer gestellt. Verstehe ich nicht, Keine Dame saß im Rollstuhl oder konnte sonst nicht gehen, so dass diese Fragerei nicht im Zimmer nötig gewesen wäre. Ich habe diese ganzen Anamese-Fragen zur Behandlung, OP etc. immer mitbekommen. Wenn dann nach der OP der Arzt kam, ging es ja auch nicht anders. Es gab ja Patienten, die durften nicht mehr aufstehen, das ganze Bett rausschieben für ein privaten Patienten-Gespräch ist ja auch nich möglich. Ich persönlich denke, dass sich der ganze Datenschutz-Wahnsinn auf papiergebundene und überhaupt in Schriftform abgefasste Daten bezieht. An die Ansprache zwischen zwei Menschen hat da wohl keiner so richtig dran gedacht und auch noch keine adequaten Lösungen.
    2 Beispiele:
    1. Bei meiner Hausärztin gibt es seit kurzem (entlich) einen Aufkleber auf dem Fußboden vor der Anmeldung mit dem Aufdruck „bitte Abstand halten – Privatphäre“ oder so. Das war definitiv überfällig. Hilft aber nix, wenn die Patienten vom´Behandlungsraum kommen und den Vordruck z. B. für eine Überweisung in der Hand habe und die Sprechstundenhilfe soll den drucken und diese Patienten genau in diesn Privaten Bereich vor den Tresen stehen. Also zu nah an den Patienten, welche sich grade mit ihren Beschwerden anmelden.
    2. Beispiel
    Soweit mir bekannt ist, müssen Apothken Trennwände zwischen ihren Verkaufs-Tresen einziehen. Bei meiner Apotheke des Vertrauens ind immer 2 Tresen als Block und dazwischen wurde die vorhandene Trennung etwas breiter gestaltet als vorher, ABER sie hilft nicht wirklich als Gehör-Schutz. Die meisten Menschen können noch 2 m weiter hören, was irgendwo gesprochen wird! Sichtschutz ja, so das z. B. ein Rezept, welches dem Apotheker gereicht wird, nicht eingesehen wird ja. aber an das Hören von Beschwerden hat keiner so recht gedacht, das kann man ja immer noch. Ich glaube zwar, dass auch meine Lieblingsapotheke einen gesonderten Raum/Bereich hat, der auf Wunsch genutzt werden kann, aber wer macht das schon?
    Es ist halt alles nicht so einfach, oder?

    Liebe Grüße
    RuhrCat

  6. Alt, aber immer noch gut 😉 :

    Meine Mutter arbeitet an der Anmeldung eines Hausarztes, da finde ich das optimal gelöst: die Praxis hat ein großes Vorzimmer und die Anmeldung befindet sich in einem separaten kleinen Raum. Die Patienten stellen sich also, wenn sie in die Praxis kommen, VOR der geschlossen Tür zum „Reich“ meiner Mutter an und gehen einer nach dem anderen EINZELN hinein zur Anmeldung oder um sich nach dem Besuch beim Arzt ein Rezept / eine Überweisung / eine AU ausstellen zu lassen. Wenn man es auf die Spitze treiben wollte, könnte man noch Nummern ausgeben, damit der Arzt die Patienten nicht namentlich aufrufen muss.

    Im Krankenhaus bestehe ich, sofern ich halbwegs mobil bin, auf einem Gespräch in einem separaten Raum. Allerdings macht man sich damit nicht gerade beliebt, weil es Zeit kostet und Umstände macht, wenn einer „aus der Reihe tanzt“. Problematischer finde ich, dass manchmal der Wagen mit den Patientenakten einfach auf dem Gang herumsteht oder im Stationszimmer, welches aber gerade leer und nicht versperrt ist. Ich schmökere immer in meiner eigenen Krankenakte, mache auch mal Bilder mit dem Handy (ist manchmal einfacher, als später allen Befunden hinterherzurennen), aber ich könnte das ohne Probleme auch in den Akten der anderen Patienten tun. Ich habe auch schon mehrfach darauf hingewiesen, dann wird 2 Tage darauf geachtet, danach kehrt wieder Schlendrian ein….

    Am schwierigsten ist es natürlich bei Patienten, die überhaupt nicht mobli sind. Aber auch hier werden meiner Meinung nach die Krankenhäuser nicht darum herum kommen, sich Lösungen dafür zu überlegen.

  7. :-)))
    Da muss ich glatt an eine äußerst stupide Lehrerin denken die dummerweise gleichen Vor- und Nachnamen hat und fast gleiche E-Mail wie ich. Nur ein Punkt trennt uns!
    Dummeweise hat sie in ihrem Schulverteiler meine Mail eingetragen und ich habe wochenlang ALLES private über Schüler per Mail erhalten. Obwohl ich protestiert habe.
    Als ich mir nicht weiter helfen wusste und die anderen aus dem Verteiler nicht auf meine Bitte reagiert haben, habe ich Schuldirektor angerufen und mit der Bildzeitung gedroht.
    Dadurch hatte ich einige Monate Ruhe. Irgendwann war dann meine Mail gesperrt, da ich dreimal falsches Passwort eingetragen habe. Wir konnten die Plage aka Lehrerin orten die sich mit meiner Mail versucht hat einzuloggen, ja wir haben gleichen Mailanbieter. Der hat ihre IP verglichen und bestätigt, dass es aus dem und dem Ort kommt.
    Dann kam irgendwann an meine Mail die Mahnung für 12 Flaschen Sekt, diesmal mit ihrer Anschrift. Vergeblich habe ich versucht zu erklären, dass ich nichts zahlen werde, da ich es nicht bestellt habe. Ja auch ich heiße Ombia Ombius, ja, aber ich bin die falsche.
    Jetzt kurz vor Ende des Schuljahres habe ich erfahren wessen Eltern sich scheiden lassen, was Linus alles nicht schafft und welche Mutter immer nuttig angezogen rum läuft. Ich muss wohl wirklich den Fall der Zeitung melden, aus dieser Nummer komme ich nicht mehr raus.

    1. @ombia: offtopic… Douglas hat heute bis 24 Uhr 20 Prozent auf alles. Survival 0 für 18 Euro nochmalswas…

  8. Das ist leider ein allgemeines Problem, wenn man von den Schwestern schon ausgefragt wird und die Leute dahinter stehen.

  9. Da der ehemalige Beruf des Apothekenhelfers unter nicht pharmazeutisches Personal fällt (heute PKA genannt) dürfen diese Personen keine Arzneimittel abgeben/beraten.
    Du meintest wohl PTAs. 🙂
    Diese Art der Indiskretion ist mir zum Glück völlig unbekannt, entweder werden Patienten in das Beratungszimmer/ecke gebeten oder es wird nur ‘neutral’ kommuniziert à la ‘Die Einnahme erfolgt so und so’, ‘Soll an die auf dem Rezept aufgedruckte Adresse oder abweichend geliefert werden’… 🙂

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