LIFESTYLE: FILMTIPP FÜR ZWEI STUNDEN GÄNSEHAUT * BIRD BOX

Samstagabend, gedimmtes Licht, eine leere Tüte Chips, und eine Decke bis zur Nase hochgezogen: Der Thriller „Bird Box“ ist zwar mit Horror-Elementen durchsetzt, aber die Gänsehaut entsteht mehr in unseren Köpfen. Bei diesem extrem atmosphärischen Film musste sogar ich ein paar Pausen einlegen, denn die Spannung hat mich doch arg gepackt…

 

 

„Öffne deine Augen, und du bist tot!“

 

Eigentlich bin ich ja mehr so der „Haunted House“ Filmfan. Wenn etwas in düsteren Herrenhäusern umgeht, und das am besten noch mit Weihwasser und Kruzifix verjagt werden muss, grusele ich mich nur zu gerne auf die klassische Art.

Bei Bird Box habe ich mich dann doch vom Hype leiten lassen, denn die Netflix Produktion schlägt seit Ende 2018 sämtliche Rekorde. Vielleicht ist auch ein wenig Sandra Bullock beteiligt, denn Filme mit ihr sehe ich mir für gewöhnlich immer sehr gerne an. Letztes Wochenende war es also soweit: Am Abend gab es gedimmtes Licht, eine Tüte Chips und Bird Box!

 

Der Thriller spielt auf zwei Zeitebenen, denen aber leicht zu folgen ist. Sandra Bullock ist die schwangere Künstlerin Malorie, die getrieben von extremen Bindungsängsten bereits jetzt daran zweifelt eine gute Mutter zu werden. Das Grauen beginnt, als weltweit ohne offensichtlichen Grund Menschen Massensuizid begehen. Wer dabei hinschaut wird „infiziert“ und begeht ebenfalls Selbstmord, so scheint es. Malorie kann sich in ein nahegelegenes Haus retten, in dem sie zusammen mit ein paar anderen Menschen vorerst sicher scheint.

Wenn die Zeitebene wechselt, befinden wir uns fünf Jahre in der Zukunft, und wir müssen mit ansehen, wie Malorie zusammen mit zwei Kindern einen fast unmöglich klingenden Plan umsetzt: Um einen der letzten Zufluchtsorte der Erde zu erreichen, sind sie und die Kinder gezwungen mit verbundenen Augen und einem kleinen Ruderboot eine lange und beschwerliche Strecke auf einem teilweise reißenden Fluss zurücklegen. Wer hinschaut wird sterben müssen. Sie können sich also nur auf ihr Gehör verlassen, und auf eine Schachtel mit drei kleinen Vögeln, die „Alarm schlagen“ wenn das Böse näher kommt – daher der Filmtitel.

 

Das Ganze war für mich so nervenaufreibend, dass ich den Film immer wieder anhalten musste, um mich kurzzeitig abzulenken. Ein unheilvolles Brummen im Sounddesign des Film lässt den Zuschauer ständig das Schlimmste erwarten, und tatsächlich lauert es auch hinter beinahe jeder zweiten Ecke.

Auch wenn keine Monster oder arge Splatterszenen zu sehen sind, so manifestiert sich das Grauen dermaßen konsequent im Kopf, dass man mit heftigsten Beklemmungen zu kämpfen hat. Die Schauspieler, wie zB. Sandra Bullock und John Malkovich, zeigen beste Schauspielkunst, und das bedeutet für uns: zwei Stunden ununterbrochene Gänsehaut!

Ich habe mich dermaßen in die Chips verbissen, sodass die riesige Tüte bereits zur ersten Hälfte des Films geleert war. Die anschliessenden Albträume, die ich in der darauffolgenden Nacht hatte, waren allerdings nicht der Überdosis fettiger Kartoffeln geschuldet, sondern eindeutig diesem wirklich unheimlichen und bedrückenden Film. 

Ich empfehle dringend den Film nicht allein im Dunkeln zu schauen, immer eine Decke parat zu haben und die Fernbedienung in Reichweite liegen lassen!

 

Alles Wissenswerte zu Bird Box auf Wikipedia

 

 

 

 

 

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(Fotos: Netflix    Keinerlei Sponsoring)

31 Kommentare

  1. Klingt allein von deiner Beschreibung her mega aufregend….. Frueher (in jungen Jahren) haette mich mir das angeschaut,….heute, im reiferen Alter *huestel*, nehmen mich solche Filme zu sehr mit. Zu meiner eigenen Sicheheit werde ich wohl diesen Film vermeiden…….😎🙈

  2. Spannender Film, da geb ich dir absolut recht =) aber leider leider hat mich der Schluss sehr enttäuscht…..ein nichtssagendes, komisch und leider wie erwartet….

    1. Es soll ein zweiter Teil kommen…vielleicht relativiert sich das dann…
      Gebe dir aber recht, das Ende ist wohl ein Kompromiss. Nach der ganzen Aufregung war ich aber auch ein wenig froh. 😇
      Viele Grüße!
      KK

      1. Ohne es zu wissen, hab ich es bei diesem Ende auch schwer vermutet …
        Haha das glaub ich, da konnten die Sandra und du erstmal durch schnaufen =)
        Schauspielerisch aber wirklich wieder grandios von ihr….bin auf die Fortsetzung gespannt!

  3. Guten Morgen,
    da geht es mir wie Angela. Habe letztlich sogar einer Freundin vor dem Lesen
    eines Buches gewarnt …. kein Krimi, sondern „Macht“ von Karen Duve.:))
    Allen einen gruselfreien Mittwoch. :))
    lg
    sylvia

  4. Bird Box… über die Serie habe ich kürzlich was im Rahmen der „Bird Box“-Challenge gelesen.

    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/netflix-warnt-vor-bird-box-challenge-a-1246231.html

    Verrückte Welt.

    Sonst geht’s mir – leider – wie Angela. Das nimmt mich zu sehr mit, aber ehrlich gesagt reicht da schon manch krasse Rezension (nun nicht zu Bird Box), um mir tagelang quer im Magen zu liegen. Komisch eigentlich. Denn irgendwo las ich von einer Studie, in der genau das Gegenteil bewiesen wurde. Nämlich, dass man verstörende Filme/Bilder mit zunehmendem Alter eigentlich besser wegstecken kann, wohingegen sie Jugendliche/Jüngere tatsächlich mehr mitnehmen. Hm. Kann ich nicht bestätigen. Unfassbar, dass ich früher mal Nightmare on Elm Street geschaut habe. Aber ich habe dafür bezahlt und monatelang von Freddy geträumt…^^

    1. Schlimmster Film meiner Jugend: Candymans Fluch. Mit 16/17 mit Freunden nachts im Wohnzimmer meiner USA-Tauschfamilie angeschaut. Die Tochter des Hauses war unterwegs, kam spät heim, sah Licht im Wohnzimmer und klopfte aus Spaß von außen ans Fenster. Wir haben das ganze Haus zusammengeschrien! Die armen Eltern dachten, wir werden abgemurkst. Ich war monatelang nicht in der Lage, allein in der Nähe von Badezimmerspiegeln zu sein. Und auch heute noch würde es mir in Traum nicht einfallen, 5x Candyman in einen Spiegel zu sagen!
      Fast genauso schlimm: die Originalversion des Films „Es“. Da gibt es eine Szene, da kommt er aus dem Abfluss in der Mitte des Badezimmers. Selbes Spiel: ich habe monatelang jeden Abfluss argwöhnisch begutachtet und mich nie länger als nötig in deren Nähe aufgehalten.
      Kein Wunder, dass ich mich erst so spät mit Kosmetik befasst habe. Ich hatte ja die Hälfte meiner Jugend Angst vor Badezimmern!

      1. Das hatte ich beim Lesen des Buches „Es“
        Danach konnte ich wochenlang an keinem Gulli vorbei gehen, ohne nicht einen großen Bogen zu machen.
        Candyman fand ich ne super Idee, danach gab es ja hunderte ähnliche Versionen. Aber den Namen von Mr. Candyman 5x in einen Spiegel zu sagen, habe ich mich auch nie getraut, ähem! 😉

  5. Ich fand, der Film hatte n u r Spannung und keine erzählerische Substanz. Nach einer halben Stunde Spannung war die Luft raus…

    Wer ihn noch nicht gesehen hat, dem empfehle ich den grandiosen Jude Law in „The young pope“, Diane Keaton als Schwester Mary. Die erste Serie, die ich nach der ersten Staffel gleich nochmal schauen wollte, weil mein Hirn soviel zu tun bekam und der Soundtrack genial mit den Bildern verwoben ist.

  6. Guten Morgen, schon gesehen 👍
    Mag ja keine Gruselsachen, aber der hier hat mich positiv überrascht.

    LG Christine

  7. Ich liebe Horror😍. Es muss nur krasser sein als mein Leben.😁Mir fehlte oft die Gesellschaft fürs Kino wenn es um solche Fime geht. Dann habe ich über eine Freizeitplatform eine Gruppe ins Leben gerufen, nur Männer.😁Keine Frau hat sich gemeldet. Seit Jahren gruseln wie uns gemeinsam, wenn Horrorfilm Festivale sogar stundenlang ununterbrochen. 😍Danke für den Tipp. 👍

  8. Bin ich die Einzige, die den Film Mega langweilig und zäh wie Kaugummi fand😂
    Bin zwischendurch eingeschlafen…
    Der Horrorfilm, der mich bisher am meisten
    zum Fürchten gebracht hat ist „Der Exorzist“.
    War damals 17 und habe wochenlang im Bett
    meiner Eltern geschlafen weil ich ihn so
    authentisch fand…
    Aber Danke für den Tipp „Young Pope“👍

    1. Da wären wir schon zu zweit! Konnte mich nicht begeistern und den hype konnte und kann ich nicht verstehen .
      Schade ist auch, dass Sandra Bullock nicht den Empfehlungen vom KK folgt, sondern leider dem plastischen Chirurgen von Michael Jackson 😉
      The young pope ist total sehenswert und ‚das Wunder ’spannende Unterhaltung‘ !

  9. Oh Gott ! Vielen Dank für die Warnung, dann ist das absolut nichts für mich kleine Schisserin. Grossen Bogen drum mach

  10. Paula hat von 21. bis 25. März 20% auf alles, ohne Mindestbestellwert und oben drauf Öl Reiniger full size geschenkt. Auch ist der Versand kostenlos. Es gibt verschiedene Codes, meiner lautet MonikaB20. Einlösbar einmal pro Person.

  11. Der Film war okay. Aber „A Quiet Place“ ist wesentlicher besser. Da geht es auch um außerirdisches Leben, dass die Menschheit von der Erde zu tilgen wünscht. Muss man gesehen haben. Ganz ohne Blut.

    1. A Quiet Place war wirklich ganz großes Kino! Zur Zeit bei Amazon Prime kostenlos, schaue ich mir nochmals an. Die ganz großen Momente sind dann natürlich weg, aber ich fand ihn so „dicht“ von der Handlung her, dass sich das lohnt.
      @KK: für den Fall, dass Du ihn letztes WE wirklich gesehen hast, wie fandest Du ihn?

      1. Hab ich. Ich fand ihn gut und dichter erzählt als Bird Box.
        Ich hatte allerdings viele unangenehme „Besserwissermomente“ und das mag ich nicht so (an mir). Also sowas wie „Och nee, du blödes Blag!“
        Auch die Stille als unerlässliches Stilmittel hat mich zum Ende hin irgendwie genervt, obwohl es ja unabdingbar war.
        Und nein, der Vater hätte doch nun wirklich nicht auf den letzten Metern noch sterben müssen. Hat mich mitgenommen!
        Dafür fand ich das Ende deutlich besser als beim Bullock Film.

        1. Das ist der Grund, warum ich nicht mehr so gerne ins Kino gehe.. ich hab immer das Glück, dass vor oder neben mir jemand sitzt, der laut kommentiert, was er sieht „warum geht der jetzt in den Keller.. nein, nicht in den Keller, da ist der Mörder… NEIN, nicht IN DEN KELLER“..
          Ich bin ein friedliebender Mensch aber musste jetzt vor ein paar Tagen in „Wir“ (boah, kann ich echt empfehlen) zu der Frau vor mir sagen, sie möge doch bitte ihre Klappe halten (ich habe mich deutlich freundlicher ausgedrückt, keine Sorge.. ihr war es etwas peinlich).
          Mir ging es bei „A quiet place“ übrigens auch so, dass ich dachte, ne jetzt, bitte, warum ? Besserwissermomente… den Begriff muss ich mir merken!

          1. Ha,ha,ha.
            Was echt gruselig ist, dass ich genau in gleichem Film genau vor ein paar Tagen genau einer Frau das Gleiche sagen musste!!!
            Ich habe gedacht, ich halte es bis zum Ende des Filmes aus, aber es ging doch nicht.
            Als Horrorfilm fan mit lebenslänglicher Karriere in diesem Genre habe ich selbst leider oft Besserwissermomente.

            1. @Ombia: 🙂 Das ist ja spooky… und das noch in so einem Film. Wahrscheinlich war es noch die selbe Frau.. hehe!
              Ja, ich bin eigentlich recht indolent in solchen Sachen, vor allem, weil ich selbst immer total dabei bin einem Film, kann da regelrecht versinken und neben mir eine Atombombe explodieren, ich würde es nicht mitbekommen. Aber es gibt so ein paar Dinge, die kann ich im Kino nicht ab – wie wenn jemand in der Reihe vor mir ständig das Handy anmacht, um zu schauen, ob auf WhatsApp weltverändernde Nachrichten eingegangen sind (ist mir passiert bei „ES“… alle fünf Sekunden ging im dunklen Kino das Display an. Ich war zunächst sehr freundlich. Dann höflich bestimmt. Dann direkt. Und dann bin ich ausgeflippt) oder wenn jemand dauernd laut quatscht. Bin so erzogen worden, dann ich auf andere Menschen Rücksicht nehme und das triggert mich total, wenn ich merke, jemand hält das für etwas, was eher für so ältere Menschen ist 🙂

              1. Ja, bestimmt war es die selbe Frau! Fehler in Matrix ;-)).
                Ich kann das sehr gut nachvollziehen. Mich stören gleiche Sachen und nie aber wirklich niemals übe ich das aus was mich bei den anderen stört.
                Ich schalte mein Handy auf Flugmodus um bevor der Film anfängt und wir quatschen viel über den Film. Nur danach, idealerweise beim leckeren Essen.
                Manche Filme, wie ES, ziehen magisch Teenies an und wenn dann vor einem die ganze Reihe voll von Pubertieren ist, Hilfe.
                Ich habe lange neben einem tollen Kino gearbeitet und manchmal meine ausgedehnte Mittagspause genutzt um alleine mir den Film anzuschauen. Knabbersachen links und rechts, ich mitten auf dem Paarsitz, ein Traum. Als ich zurück war hieß es, wo warst du denn??? Wir haben dich überall gesucht. Im Kino. Reaktion – ja, genau. Veräppeln kann ich mich auch alleine.
                Ich habe dann freiwillig abends im Büro wenn endlich Ruhe eingekehrt ist die Stunden nachgeholt.

  12. Ich fand den Film nicht so schlimm und auch nicht so doll. Eine apokalyptische Szene am Anfang war schon bissle gruselig aber gegen Ende der Geschichte bin ich dann fast eingeschlafen.

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